DE2012902B2 - Verfahren zur Herstellung von reinen Phosphorsauerstoffsäuresalzen der Metalle der Gruppe IVa des Periodensystems - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von reinen Phosphorsauerstoffsäuresalzen der Metalle der Gruppe IVa des PeriodensystemsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
von reinen Phosphorsauerstoffsäuresalzen der Metalle der Gruppe IVa des Periodensystems, bei dem man eine
Metallverbindung dieser Gruppe mit einer Phosphorsauerstoffsäure oder einem reaktiven Derivat davon bei
einem Molverhältnis MeO2: P2O5 von 1 : 1,5 bis. 1 :0,l,
wobei Me das Metall der Gruppe IVa bedeutet, in Anwesenheit von Wasser umsetzt, das sich bildende Gel
granuliert und das granulierte Gel zur Entfernung von Metallverunreinigungen mit einer Säure oder einem
Säuredampf in Gegenwart von Wasser extrahiert.
Nachstehend wird zur Vereinfachung der Erlä jterungen zumeist nur auf Titan Bezug genommen, das
Verfahren kann jedoch in entsprechender Weise in Verbindung mit den anderen Metal.?n der Gruppe IVa,
d. h. Zirkon, Hafnium und Thorium, durchgeführt werden.
Titanphosphai und Titanoxyd stellen bekannte Weißpigmente dar. Der anzustrebende hohe Weißegrad
wird durch geringe Mengen an Meiallverunreiniiiungen,
/.. B. Fe, Mo. Co, V, Cr und Mn, erheblich beeinträchtigt. Bereits so geringe Mengen wie 0,0005%, insbesondere
von V, sind nachteilig.
Die weitgehende Entfernung derartiger Metallverunreinigungen nach herkömmlichen Arbeitsweisen, etwa
durch Kluieren eines Titanphosphathydrogels mit wäßrigen .Säurelösungen und anschließender Filtration,
bereitet beträchtliche Schwierigkeiten, insbesondere
wenn im Lauf der Behandlung die Mengen der noch
enthaltenen Metallverunreinigunge klein werden. Ferner treten Verluste an Titanphosphat, insbesondere der
Phosphorsäurekomponente, durch Auflösen in der Säure ein. Entsprechendes gilt für die Phosphorsauerstoffsäuresalze von Zirkon, Hafnium und Thorium.
In dsm älteren deutschen Patent 15 92 459 der
Anmelderin ist ein Verfahren zur Herstt'Jung von Titansalzen von Phosphorsauerstoffsäuren, welche
ίο praktisch frei von Metallverunreinigungen sind, wobei
a) eine Lösung einer Metallverunreinigungen enthaitenden Titanverbindung in einer organischen Säure
oder einer von einer Phosphorsauerstoffsäure verschiedenen anorganischen Säure,
1' b) ein Metallverunreinigungen enthaltendes gasförmiges oder flüssiges Titansalz oder
c) ein Metallverunreinigungen enthaltendes amorphes Titandioxyd
mit einer Phosphorsauerstoffsäure oder einem Derivat davon, das unter den Reaktionsbedingungen zur
Freigabe von Aniorien einer Phosphorsauerstoffsäure befähigt ist, in Gegenwart von Wasser vermischt, das
flüssige Gemisch in ein Gel umgewandelt und aus dem
2> Gel nach Auswaschen das Endprodukt erhalten wird,
vorgeschlagen wrrden, bei dem man die Titankomponente mit der Phosphorsauerstoffsäure oder deren
Derivat in einem solchen Verhältnis vermischt, daß 0,2 bis 6 Atomäquivalente Phosphor je Titanatom im
tu Gemisch vorhanden sind, wobei das Gemisch über die Durchgangsstufe eines beständigen Sols oder sofort
unter Bildung eines Breis oder einer zusammenhängenden Masse geliert wird, anschließend das Gel granuliert
und das granulierte Gel mit Wasser oder einem sauren
t > wäßrigen Medium extrahiert.
Nach einer dort bevorzugten Ausführungsform wird bei Gelierung des Gemischs über die Durchgangsstufe
eines beständigen Sols das Sol während der voranschreitenden Gelierung durch Zuführung oder Einsprü-
W) hen in Form feiner Strahlen oder Tröpfchen in eine
damit unvermischbare Flüssigkeit, eine erhitzte Gasatmosphäre oder auf eine erhitzte Platte zu dem
granulierten Gel geformt.
r> den bis dahin üblichen Arbeitsweisen den Vorteil, daß
die Metallverunreinigungen durch Extraktion entfernt werden können, während das Titanphosphat in Form
kleiner, nicht zerfallender oder zerbröckelnder Granulat-Gelkörper vorliegt, die leicht zu handhaben sind und
"><> deren Extraktion recht einfach durchzuführen ist. Da
jedoch die nach der Arbeitsweise des älteren Patents erhaltenen kleinen Granulatteilchen praktisch noch alle
Verunreinigungen und freien Säuren enthalten, die durch die zur Titanphosphatherstellung verwendeten
v> Ausgangsmatcrialien eingeschleppt worden sind, ist
eine verhältnismäßige lange Zeitspanne zum vollständigen Herauslösen dieser Verunreinigungen erforderlich.
Weiterhin enthält das granulierte Gel noch große Mengen an Wasser und hat somit, auf Trockensubstanz
Wi bezogen, ein verhältnismäßig großes Volumen, so daß
für die Durchführung der Extraktion ein entsprechend großer Behandlungsraum benötigt wird. Der Gehalt an
Wasser und freien Säuren in dem granulierten Gel bringt zuweilen durch Lösungsverluste bei der Exlrak-
h. tion eine Verringerung der Ausbeute an gereinigtem
Endprodukt mit sich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren dieser im Oberbegriff des Patentanspruchs
angegebenen Art zu schaffen, das bei Aufrechterhaltung
der Vorzüge der Arbeitsweise des älteren Patents gegenüber den bis dahin bekannten Arbeitsweisen die
vorstehend erläuterten Mängel der Arbeitsweise des älteren Patents vermeidet und dabei einfach und
wirtschaftlicher durchzuführen ist
Zur Lösung dieser Aufgabe ist Gegenstand der Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von reinen
Phosphorsauerstoffsäuresalzen der Metalle der Gruppe IVa des Periodensystems, bei dem man eine Metallverbindnng
dieser Gruppe mit einer Phosphorsauerstoffsäure oder einem reaktiven Derivat davon bei einem
Molverhältnis MeO2: P2O5 von 1 :1,5 bis 1 :0,l wobei
Me das Metall der Gruppe IVa bedeutet, in Anwesenheit von Wasser umsetzt, das sich bildende Gel
granuliert und das granulierte Gel zur Entfernung von Metallverunreinigungen mit einer Säure oder einem
Säuredampf in Gegenwart von Wasser extrahiert, welches erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet ist,
daß man zunächst das sich bildende Gel durch Filtration von der Mutterlauge abtrennt und anschießend das abgetrennte Gel zur Granulierung
entweder durch Scherungsbewegung oder -rührung in ein Sol umwandelt, das SoI in bekannter Weise in eine erhitzte Atmosphäre sprüht, wobei man ein granuliertes Gel mit einem Wassergehalt von weniger als 45% erhält,
daß man zunächst das sich bildende Gel durch Filtration von der Mutterlauge abtrennt und anschießend das abgetrennte Gel zur Granulierung
entweder durch Scherungsbewegung oder -rührung in ein Sol umwandelt, das SoI in bekannter Weise in eine erhitzte Atmosphäre sprüht, wobei man ein granuliertes Gel mit einem Wassergehalt von weniger als 45% erhält,
oder bis zu einem Wassergehalt von weniger als 60% unter Beibehaltung seines thixotropen Verhaltens
trocknet, das getrocknete Gel grauliert und das granulierte Gel, falls sein Wassergehalt höher als 45%
ist, bis zu einem Wassergehalt von weniger als 45% trocknet,
wobei das auf beide Weisen erhaltene granulierte Gel, in einer Menge von 5 Gewichtsprozent zu einer wäßrigen
Schwefelsäurelösung mit einer Konzentration von 20 g pro 100 ml zugesetzt und 10 Minuten lang gekocht, eine
Löslichkeit von weniger als 0,5% aufweist.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird durch die Erzeugung des granulierten Gels nach den
vorgeschriebenen besonderen Arbeitsmaßnahmen das granulierte Gel in hervorragender Weise gegen
Lösungserscheinungen bei der Extraktionsbehandlung stabilisiert, nämlich in einem solchen Ausmaß, daß bei
der schärfen Behandlung eines zeh'Tninütigen Kochens
einer Gelnicnge von 5 Gewichtsprozent in einer wäßrigen Schwefelsäurelösung mit einer Konzentration
von 20 g pro 100 ml die Löslichkeit des granulierten Gels weniger als 0,5% beträgt, das granulierte Gel also
praktisch unlöslich ist und als stabilisiertes Gel bezeichnet werden kam. Produktverluste bei der
Extraktionsbehandlung werden somit weitestgehend verhindert. Ferner wird bei der Extraktion mit einer
Säure oder einem Säuredampf in Gegenwart von Wasser die Beladung des Extraktionsmittels mit
extrahierten Verunreinigungen wesentlich geringer, da ein beträchtlicher Teil der Verunreinigungen zuvor bei
der Abtrennung des Gels von der Mutterlauge durch Filtration mit der Mutterlauge abgeführt wird. Infolge
der geringeren Beladung des Extraktionsmittels mit Verunreinigungen kann das Extraktionsmittel leichter
aufgearbeitet und wiederverwendet werden. Da das Volumen des granulierten Geis bei gleicher Menge an
enthaltenem Phosphorsaiierstoffsäuresalz des Metalls
der Gruppe IVa geringer ist. kann die Extraktion zur Entfernung der Verunreinigungen mit einer Extraktionsvorrichtung
geringer Größe bewerkstelligt werden. Insbesondere kann die Extraktion unter Anwendung
einer geringen Menge an Extraktionsmittel während eines kürzeren Zeitraums vollendet werden.
Im folgenden werden Merkmale und bevorzugte Ausführungsformen des Verfahrens näher erläutert.
Als Ausgangsmaterialien für die Metallverbindungen der Gruppe IVa können jegliche Verbindungen
verwendet werden, die zur Umsetzung mit Phosphorsauerstoffsäuren in der Lage sind. Als Beispiele seien
Salze Erze, Oxyde und Hydroxyde von Metallen der Gruppe IVa, gewöhnlich Lösungen in anorganischen
oder organischen Säuren oder Wasser, genannt.
Als Titanausgangsmaterialen können beispielsweise titanhaltige Erze, wie Ilmenit, Eisensandschlacke oder
Rutil, titanreiche Schlacken, gasförmige oder flüssige Titansalze, z. B. Titantetrachlorid, säurelösliche Titansalze,
wie Titanylsulfat, Titanhydroxyd und reaktive Titanoxyde benutzt werden.
Neben den Titanverbindungen enthalten insbesondere die Erze Eisen-, Silicat- und Calciumkomponenten
sowie Metallverunreinigungen, wit- Mo, V, Co, Cr und
Mn. Im Rahmen dieser Unterlagen soil der Ausdruck »Metallverunreinigungen« zusammenfassend Komponenten
bezeichnen, die unerwünschte Färbungen der Produkte verursachen.
Das Titanausgangsmaterial wird gewöhnlich mit einer organischen oder anorganischen Säure, zumeis! in
wäßriger Lösung, behandelt, um eine saure Lösung der Titanverbindung zu bilden. Als Beispiele für brauchbare
Säuren seien Schwefelsäure, schweflige Säure, Salzsäure, Perchlorsäure, Chlorsäure, Salpetersäure, Oxalsäure,
Ameisensäure und Methansulfonsäure genannt Zweckmäßige Konzentrationen der Säure können leicht
empirisch festgestellt werden, je nach dem verwendeten Erz oder Titansalz. Wenn beispielsweise Schwefelsäure
zum Lösen von Eisensandschlacke benutzt wird, kann die Konzentration 5—98%, insbesondere 5—40%,
betragen, beim Lösen von Ilmenit, Rutil und titanreicher Schlacke 20—98%. Oxalsäure oder Methansulfonsäure
sind beispielsweise in 50—90%iger wäßriger Lösung für Ei.^ensandschlacke oder Ilmenit brauchbar. Die Metallverunreinigungen
werden mit herausgelöst. Die Lösungen können direkt im anfallenden Zustand oder nach
einer Reinigung als Ausgangsmaterial verwendet werden.
Gasförmige oder flüssige Titansalze, z. B. Titantetrachlorid, säurelösliche Titansalze, z. B. Titanylsulfat,
sowie Titanhydroxyd oder amorphes Titanoxyd können auch direkt als Ausgangsmaterial benutzt werden.
Als Zirkonausgangsmaterialien können z. B. saure Lösungen benutz! werden, die durch Auflösen von
Zirkonerzkonzentraten, z. B. Zirkonsand und Badde!yit in einer Mineralsäure, z. B. Schwefelsäure. Salzsäure
und Salpetersäure, erhalten worden sind. Zirkonchloride, wie sie durch Erhitzen eines Zirkonerz»s in
Anwesenheit eines kohlenstoffhaltigen Materials und Einblasen von Chlor erhalten werden, können direkt
eingesetzt werden. Zirkonhydroxyde, wie sie durch Hydrolysieren von sauren Zirkonerzextrakten erhalten
werden, sind ebenfalls geeignet.
Als Thoriumausgangsmaterialien können /. B. Lösungen
von Monazit-, Thorit- und Thotianit-Konzentraten
in Schwefel-, Salz- oder Salpetersäure, Thoriumoxalate, Thoriumhydroxyde und Thoriumnitrate eingesetzt werden.
Geeignete Phosphorsauerstoffsäuren oder reaktive Derivate davon sind z. B. Orthophosphorsäure (H 1PO4),
Metaphosphorsäure (HPOj), phosphorige Säure (HiPOi). iinierphosphorige Säure (H1PO2), Puophos-
phorsäure (H4P2O7), Hexametaphosphorsäure [(HPOj)s]
und Tripolyphosphorsäure (HsPjOio), Anhydride, z. B.
Phosphorpentoxyd, Halogenide und Oxyhalogenide von Phosphorsauerstoffsäuren, Alkali-, Erdalkali-, Ammonium-,
Zink- und Aluminiumsalze von Phosphorsauerstoffsäuren. Bei diesen Phosphorsauerstoffsäuren bzw.
reaktiven Derivaten kann es sich um Rohsäuren mit Verunreinigungen, wie Fe, Al, Mg, Ca und V, handeln, da
letztere bei der Extraktion entfernbar sind. Es können auch wasserlösliche Salze und Phosphorerze verwendet
werden, wobei dann die Umsetzung mit den Verbindungen von Metalle.1 der Gruppe IVa in Anwesenheit einer
freien Säure erfolgt.
Die Verbindung eines Metalls der Gruppe IVa wird
mit der Phosphorsauerstoffsäure oder deren Derivat bei einem Molverhältnis MeO? : P2O5 (wobei Me das Metall
der Gruppe IVa bedeutet) von 1 : 1,5 bis 1 :0,l in Anwesenheit vuii Wässci uitigesei/.i. Wenn uas
Molverhältnis von P2O5 zu MeO2 größer als 1,5 ist, neigt
die Phosphorsauerstoffsäurekomponente zur Entfernung bei der Extraktion, während bei einem P2O5/MO)-Molverhältnis
kleiner als 0,1 eine glatte Gelbildung beeinträchtigt und die Extraktion der Metallverunreinigungen
schwierig wird. Bevorzugt wird ein Molverhältnis MeO? : P2Oi von 1 : 1,2 bis 1 : 0,2 durchzuführen.
Vorzugsweise beträgt bei der Umsetzung die Konzentration an MeO? in dem Reaktionsgemisch
weniger als 10 Gewichtsprozent, insbesondere weniger als 4 Gewichtsprozent. Wenn ein Derivat einer
Phosphorsauerstoffsäure benutzt wird, sollte eine freie Säure in dem Reaktionsgemisch anwesend sein, wobei
Mengen von etwa 30% nicht zu Schwierigkeiten führen. Die Reaktionstemperatur beträgt vorzugsweise
30—80°C. insbesondere 50—700C. Unter den vorgenannten
Reaktionsbedingungen fällt das Phosphorsauerstoffsäuresalz des Metalls der Gruppe IVa in Form
eines Gels aus, das leicht von der Mutterlauge durch Filtration abgetrennt werden kann.
Der abgetrennte Filterkuchen kann mit Wasser gewaschen werden, um freie Säure und anhaftende
Verunreinigungen zu entfernen. Der Filterkuchen enthält im allgemeinen 65—85% Wasser.
Vorzugsweise wird die Menge an freier Säure in dem Gel auf weniger als 20%, insbesondere weniger als 10%,
bezogen auf den Wassergehalt des Gels, gebracht, und
zwar durch Waschen des Filterkuchens mit Wasser oder Neutralisieren des Filterkuchens mit einer Base, z. B.
Ammoniak, Harnstoff. Alkalihydroxyden, Alkalicarbonaten oder Erdalkalihydroxyden.
Das erhaltene Gel des Phosphorsauerstoffsäuresalzes eines Metalls der Gruppe IVa wird zur Granulierung
entweder
(i) durch Scherungsbewegung oder -rührung in ein fließfähiges Sol umgewandelt und das Sol dann in
bekannter Weise in eine erhitzte Atmosphäre gesprüht, wobei man ein granuliertes Gel mit einem
Wassergehalt von weniger als 45%. vorzugsweise weniger als 35%, erhält, oder
(ii) bis zu einem Wassergehalt von weniger als 60%, vorzugsweise weniger als 55%, unter Beibehaltung
seines thixotropen Verhaltens getrocknet, das getrocknete Gel granuliert und das granulierte Gel,
wenn sein Wassergehalt mehr als 45% beträgt, bis zu einem Wassergehalt von weniger als 45%
getrocknet
Das auf beide Weisen erhaltene granulierte Gel ist gegenüber Säureeinwirkung in einem solchen Ausmaß
stabilisiert, daß — wenn es in einer Menge von 5 Gew.-% in einer wäßrigen Schwefelsäurelösung mit
einer Konzentration von 20 g pro 100 ml IO Minuten lang gekocht wird — seine Löslichkeit weniger als 0,5%
beträgt. Weiterhin neigt das erhaltene granulierte Gel bei der nachfolgenden Extraktion der Metallverunreinigungen
kaum oder überhaupt nicht zum Zerfallen oder Zerbröckeln.
Zur Umwandlung des Gels in ein fließfähiges Sol unter Scherungsbewegung kann der Filterkuchen z. B.
in einen Mischer eingeführt werden, der mit Drehflügeln o. dgl. ausgestattet ist, die mit 1000-4000 U/min
umlaufen. Es bildet sich ein gut fließfähiges homogenes Sol. Wenn dieses Sol in eine erhitzte Atmosphäre von
100—5000C, vorzugsweise 140-25O0C, gesprüht wird,
bildet sich ein körniges Gel mit einem Wassergehalt von weniger als 45%, vorzugsweise weniger als 35%.
uci üci' ÜHÜcTcn rtüSiüi'ii'üngSuit iVi wiiu uäs Ger in
einem solchen Ausmaß getrocknet, daß der Wassergehalt des getrockneten Gels weniger als 60% und
vorzugsweise weniger als 55% beträgt aber noch hoch genug ist, daß das getrocknete Gel noch ein thixotropes
Verhalten behält, d.h. im allgemeinen mindestens 35% und vorzugsweise mindestens 40%. Dann wird das
getrocknete Gel z. B. in einer Granuliermaschine oder einem Knetgranulator granuliert. Gewöhnlich wird das
grant!"'erte Gel dann bei 30 — 50CC weiter getrocknet,
um hierdurch den Wassergehalt auf 18 — 45%. vorzugsweise 20 bis 35%, einzustellen.
Das in dieser Weise erhalten: granulierte Gel wird dann zur Entfernung der Metailverunrcinigungen mit
einer Säure oder einem Säuredampf in Anwesenheit von Wasser extrahiert. Hierzu können organische und
anorganische Säuren verwendet werden, z. B. Salzsäure.
Schwefelsäure, Salpetersäure. Oxalsäure. Essigsäure. Ameisensäure, organische Sulfonsäuren oder organische
Phosphonsäuren. Zusammen mit der Säure kann ein Komplexbildner, der keine löslichen Komplexe mit
dem Metall der Gruppe IVa aber lösliche Komplexe mit den Metallverunreinigungen bildet, verwendet werden,
z. B. Tributylphosphat, Äthylendiamintetraessigsäure. Oxycarbonsäuren. Thioglycolsäure und Nitrilotriessigsäure.
Gegebenenfalls kann die Extraktionswirksamkeit durch Anwendung eines Oxydations- oder Reduktionsmittels
in Kombination mit der Säure erhöht werden. Es können stark konzentrierte Säuren verwendet werden.
z.B. 2n bis 13,3n Salzsäure oder Schwefelsäure einer Konzentration von 10—50 g/100 ml.
Die Extraktionstemperatur richtet sich nach dem Phosphorsauerstoffsäuresalz und der Säure. V^ ,•zugsweise
werden im Falle von Salzsäure Temperaturen von mindestens 40°C. insbesondere 50-150° C und im Falle
von Schwefelsäure Raumtemperatur bis 90° C angewendet.
Für die Extraktionsbehandlung kann irgendeine bekannte Extraktionseinrichtung benutzt werden, beispielsweise
ein Misch-Absetzgerät, ein mit festem oder sich bewegendem Bett arbeitender Flüssigkeits/Feststoff-Extraktionsapparat
mit gepackter Schicht, ein kontinuierlich arbeitender waagerecht rotierender Extraktionsapparat
oder eine filterpressenartige Dialysiervorrichtung.
Eine Ausführungsform des Verfahrens wird nachstehend anhand des Fließbildes der Zeichnung weiter
erläutert.
Aus eine Titan-Ausgangsmaterial wie Eisensandschlacke oder Ilmenit, aus einem Behälter 1 und
Schwefelsäure aus einem Behälter 2 wird in einem
Lösebehälter 4 eine rohe Titansulfatlösung gebildet.
Weiter wird aus rinem Ausgangsmaterial für Phosphorsäure,
z. B. einem Phosphatgestein, aus einem Behälter 3 und Schwefelsäure aus dem Behälter 2 in einem
Behälter 5 eine rohe Phosphorsäurelösung bereitet. Die beiden Lösungen fließen in einen kontinuierlich
arbeitenden Reaktionsbehälter 6. Der sich ergebende Brei des Titanphosphatgels wird aus dem Reaktionsbehälter
6 einem Vakuumfilter 7 zugeführt, wo das TitanphosphiUgcl von der Mutterlauge getrennt wird.
Letztere enthält Schwefelsäure, Siliciumdioxydsol, Eisensalze, Magnesiumsalze usw. und fließt in einen
Filtratbehälter 8. Das abgetrennte Gel wird je nach Erfordernis mit Wasser gewaschen. Der Titanphosphatgel-Filterkuchen
wird in einem Trockner 9 in einem solchen AusmaLS getrocknet, daß das getrocknete Gel
einen Wassergehalt von weniger als 45% hat aber noch ein thixotropes Verhalten behält. Dann wird das
getrocknete Gel in einer Granuliereinrichtung 10 zu Teilchen mit einer Größe von 0,5 — 7 mm granuliert.
Das granulierte Titanphosphatgel wird in einem Extraktionsgefäß 16. das am Boden eine Lochplatte
aufweist, mit wäßriger Salzsäure einer Konzentration von 10—25% behandelt. Die Extraktionslauge wird
unterhalb der Lochplatte durch eine Leitung 11 abgezogen und einem Behälter 18 zur Konzentrierung
der verbrauchten Salzsäure zugeführt. Salzsäuredämpfe, die in dem Konzentrierbehälter 18 gebildet werden,
fließen durch eine Leitung 12 zu dem Extraktionsgefäß zurück und werden in die Salzsäurelösung des
Extraktionsgefäßes eingeblasen, wodurch die Temperatur der Salzsäure in der Extraktionsgefäße bei
80— 1100C gehalten und die Salzsäure in reiner Form zu
dem Extraktionsgefäß zurückgeführt wird. Die in der Extraktionslauge enthaltenen Metallverunreinigungen
reichern sich in dem Konzentrierbehälter allmählich an.
Wenn die Extraktion der Metallverunreinigungen abgeschlossen ist, wird die Salzsäurezufuhr durch die
Leitung 12 abgesperrt und Heißluft aus einem Heißlufterzeuger 20 durch eine Leitung 13 in das
Extraktionsgefäß 16 geleitet. Hierdurch wird die Salzsäure in dem Titanphosphatgcl verdampft; sie fließt
durch eine Leitung 14 zur Kondensation in einen Reinsalzsäurebehälter.
In dieser Weise werden die Metallverunreinigungen praktisch vollständig entfernt und es wird ein reines
Titanphosphatgel frei von Salzsäure erhalten. Das Gel kann z. B. durch eine pneumatische Förderung in einen
Calcinierofen 19 übergeführt und dort 0,5—5 Stunden bei 200—10000C calciniert und dann zerkleinert oder
gemahlen werden, z. B. in einer Mühle 21. Das erzeugte Titanphosphat geht in einen Endproduktbehälter 23.
In dem Konzentrierbehäher 18 wird die Abfallauge
angereichert, bis die Konzentration an Metallverunreinigungen 10—20% beträgt. Die Lauge fließt dann durch
eine Leitung 15 zu einem Behälter 22 zur Lagerung oder weiteren Anreicherung. Aus dieser Abfallauge können
dann verwertbare Metallkomponenten, wie Vanadium und Aluminium, nach bekannten Methoden gewonnen
werden.
Die Titan- oder Zirkonsalze von Phosphorsauerstoff säuren werden bei dem Verfahren der Erfindung
praktisch frei von färbenden Verunreinigungen erhalten und weisen insbesondere hervorragende Eigenschaften
hinsichtlich des Reflexionsvermögens für Lichtstrahlen, insbesondere Ultraviolettstrahlen, auf. Demgemäß sind
sie vorteilhafte Weißpigmente und Füllstoffe. Ferner eignen sie sich z. B. als rostverhindernde Pigmente,
flammenbeständige Füllstoffe, anorganische Ionenaustauscher, Katalysatoren oder Katalysatorträger sowie
als Ausgangsmaterialien für reine Titanoxyde, Zirkonoxyde, Titanhalogenide, Zirkonhalogenide und organische
Ti t η η - oder Zirkonverbindungen.
Die Thoriumsalze von Phosphorsauerstoffsäuren können z. B. vorteilhaft als keramische Materialien und
Brennstoffe für Kernreaktoren benutzt werden.
Dieses Beispiel erläutert die Herstellung von reinem
Titanphosphat aus rohen Ausgangsmaterialien.
A) Als Titan-Aiisgangsmat.eris! wurde eirie sch'.vefe!
saure Titansalzlösung verwendet, die durch Behandlung von pulverförmigem llmenit mit Schwefelsäure bereitet
wurde.
Die Zusammensetzung des eingesetzten llmenitpulvers ist nachstehend aufgeführt:
| TiO2 | 5l,6Gew.-% |
| V2O5 | 0.18Gew.-% |
| FeO | 41,4Gew.-% |
| Fe2O, | l,l2Gew.-% |
| AI2O3 | 0,70Gew.-% |
| MgO | 3,20 Gew.-% |
| SiO, | 0,56 Gew. % |
| CaO | 0.50Gew.-% |
Es wurde 1 kg Ilmenitpulver mit 500 ml Wasser zu einem Brei vermischt. Dann wurden 1,2 kg konzentrierte
Schwefelsäure zu dem Brei zugegeben und das Gemisch 2 Stunden bei einer Maximaltemperatur von
)40°C erhitzt. Danach wurde die gebildete Titansulfatlösung reduziert und gekühlt, um Eisen in Form von
kristallinem FeSO< · 7 H2O abzutrennen. Die sich
ergebende schwefelsaure Titansalzlösung hatte folgende Zusammensetzung:
| TiO, | 25,2 g/100 ml |
| V2O5 | 0,85 g/100 ml |
| FeO | 12,4 g/100 ml |
| Al2O1 | 0,32 g/100 ml |
| MgO | 1,4 g/100 ml |
| Freie Schwefelsäure | 18,4 g/100 ml |
Ali Ausgangsmaterial wurde ferner eine rohe Phosphorsäure verwendet, die durch Behandlung von
pulverförmigem Phosphatgestein mit Schwefelsäure bereitet worden war.
Das Phosphatgesteinpulver hatte folgende Zusammensetzung:
| P2O5 | 38,7 Gew.-% |
| CaO | 51,4 Gew.-% |
| Fe2O3 + AI2Oj | 0,43 Gew.-% |
| Na2O+ AI2O3 | 03 Gew.-% |
| SiO2 | l,02Gew.-% |
| F | 336 Gew.-% |
Das pulverförmige Phosphatgestein wurde mit Schwefelsäure nach dem herkömmlichen Naßverfahren
gelöst, es fiel eine rohe Phosphorsäure mit einem spezifischen Gewicht von 1,72 bei 20° C und der
folgenden Zusammensetzung an:
ίο
P2O5
CaO
MgO
Fe2O,
AI.Oi
SiO;
Na2Oi
K2O
Freie Schwefelsäure
Zur Bereitung des Titanphosphatgels wurde ein 5-Liter-Becher mit 3 Liter Wasser gefüllt und bei 60"C
gehalten. Zunächst wurden 230 ml der rohen Phosphorsäure zugesetzt und dann wurden 1,5 Liier der
schwefelsauren Titansalzlösung in einem Zeitraum von 30 Minuten zugegeben. Anschließend wurde das
Gemisch erhitzt und gerührt, um die Bildung des Titanphosphatgelniederschlags zu vollenden. Das
TiO, : P^Cj-Moivcrhäimiä beirüg 3 . !. Dci TiiaiipMOS-phatgelniederschlag
wurde in einem Vakuumfilter abfiltriert und viermal mit warmem Wasser von 80c C
auf dem Vakuumfilter gewaschen. Es fiel ein plattenartiger Filterkuchen an, dessen Wassergehalt 69,0% und
dessen TiO2: P2O5-MoIverhältnis 3 :1 betrug. Die
Analyse der Mutterlauge zeigte, daß sie die Titankomponente in einer Menge von nur 0,005%, berechnet als
TiO2, und die Phosphorsäurekomponente in einer Menge von 0,01%, berechnet als P2O,, enthielt. Es sind
also praktisch die gesamten Titan- und Phosphorsäureanteile der Ausgangsmaterialien in Form des Titanphosphatgel-Filterkuchens
gebunden worden.
B) Der Titanphosphatgel-Filterkuchen wurde ohne Zusatz von Wasser mit einem schnellaufenden Drehrührer
(200 U/min) gerührt und hierdurch in ein fluides Sol von mayonnaisenartiger Konsistenz umgewandelt.
Das Titanphosphatsol wurde in eine zylindrische Gegenstromsprühtrocknerkolonne eingeführt, an deren
Oberende heiße Luft von 200°C eingeblasen wurde. In dieser Weise wurde ein stabilisiertes granuliertes Gel
gebildet.
Die Löslichkeit des granulierten Titanphosphatgels wurde bestimmt, inde-n in eine wäßrige Schwefelsäurelösung
einer Konzentration von 2OgZlOOmI das Titanphosphatgel in einer Menge von 5 Gew.-%,
bezogen auf die Lösung, eingebracht, das Gemisch 10 Minuten gekocht und dann die Menge der Titankomponente,
berechnet als TiO2. die in der überstehenden
Flüssigkeit enthalten ist, bestimmt wurde. Bei allen diesbezüglichen Angaben der vorliegenden Unterlagen
wurde der Löslichkeitstest nach dieser Methode durchgeführt. Zum Vergleich wurde auch die Löslichkeit
des nicht-stabilisierten Titanphosphatgels gemäß vorstehendem Abschnitt (A) bestimmt. Ferner wurden nach
dieser Testmethode die Löslichkeitswerte (%) der Phosphorsäurekomponente sowohl für das stabilisierte
granulierte Titanphosphatge! als auch für das nichtstabilisierte
Gel gemäß Abschnitt (A) ermittelt. Die Ergebnisse sind in der Tabelle II zusammengestellt Aus
den Ergebnissen ist ersichtlich, daß bei der Versprühung des Titanphosphatsols in trockene Heißluft von 2000C
das Titanphosphatgel hochgradig stabilisiert und in konzentrierter Säure unlöslich gemacht wird, und daß
insbesondere auch der Verlust an Phosphorsäurekomponente in dem stabilisierten Titanphosphatgel sehr
gering ist im Vergleich zu dem nicht-stabilisierten Gel gemäß Abschnitt (A).
Der Wassergehalt des stabilisierten granulierten Titanphosphatgels betrug 24,0%.
58,5 Gew. % C) Wenngleich bereits erhebliche Anteile der
0,15 Gew.-% Metallverunreinigungen des eingesetzten llmenits und
0,50 Gew.-% Phosphatgesteins bei den Maßnahmen gemäß Abschnitt
1,05 Gew.-% (A) entfernt worden sind, enthält das stabilisierte
0,65 Gew.-% "' granulierte Titanphosphatgel noch Metallverunreini-
0,35 Gew.-% gungen in Mengen, die den Farbwert des Titanphos-
0,05 Gew.-% phats beeinträchtigen oder unbrauchbar machen.
1,40 Gew-% Demgemäß hat das granulierte stabilisierte Titanphos-
4,5 Gew.-% phatgel eine grünlich-braune Färbung, und wenn es in
ι» dem anfallenden Zustand calciniert wird, ergibt sich ein
schmutzig aussehendes Produkt von bräunlich-gelber Farbe.
Zur Entfernung der Metallverunreinigungen wurde eine Extraktion mit 6n wäßriger Salzsäurelösung von
ι ι 800C als Extraktionsmittel durchgeführt. Als Extraktionsvorrichtung
wurde ein Glaszylinder von 4 cm Innendurchmesser und 15 cm Länge verwendet, in
dessen unterem Abschnitt eine Lochplatte angeordnet war. Diese Extraktionskoionne wies einen AuUenmantel
-'" zur Erwärmung mittels Warmwasser auf. Im oberen Abschnitt der Extraktionskolonne befanden sich eine
Heizeinrichtung und eine Zuführungseinrichtung zum Erhitzen und Einführen des Extraktionsmittels in
vorbestimmter Menge/Zeit, !m unteren Abschnitt war .'' eine Einrichtung zum Kühlen und Abziehen der
tixtraktlauge vorgesehen.
Es wurden 50 g des grünlich-braunen stabilisierten Titanphosphatgels in die Extraktionskolonne eingefüllt
und die Außenwandung der Extraktionskolonne wurde i" mit Warmwasser von 90—95X erwärmt. In der
Heizeinrichtung wurde das Extraktionsmittel auf 95°C erhitzt und dann in einer Menge von 5 ml/min
eingeführt. Die am Anfang anfallende Extr.iktionslauge (150 ml) enthielt Eisen- und Vanadiumkomponenten als
r> extrahierte Hauptbestandteile. Der danach aufgefangene zweite Extraktlaugenanteil von 150 ml enthielt
überwiegend Eisenverbindungen. In dem danach anfallenden dritten Anteil von 150 ml konnten Metallverunreinigungen,
insbesondere Vanadium und Eisen, nicht ι · mehr festgestellt werden. Es lagen nunmehr reinweiße
kleine Titanphosphatgclkörper vor, so di3 die Extraktion beendet wurde.
Anschließend wurden die Kühl- und die Abzugseinrichtung abgebaut, dafür wurde ein Heißlufterzeuger an
■i'i die Extraktionskolonne angeschlossen. Es wurde Heißluft
von 150—2500C von unten in die Extraktionskolonne
eingeblasen und durch das extrahierte Titanphosphatgel geleitet. Die ausgetriebene Salzsäure wurde
vom oberen Abschnitt der Extraktionskolonne /usam- ~>o men mit der Heißluft abgezogen und gewonnen. Es
wurde ein getrocknetes weißes Titanphosphatgel, das frei von Metallverunreinigungen war, in Form eines
Granulats, dessen weitere Handhabung sehr einfach und bequem ist, gewonnen.
'."> Aus dem Vorstehenden ist ersichtlich, daß bei dem
Verfahren der Erfindung umständliche Arbeitsmaßnahmen nicht erforderlich sind und überhaupt kein
Abwasser, das irgendwelche Schwierigkeiten hinsichtlich Wasser- oder Luftverschmutzung mit sich bringen
wi könnte, anfällt.
Sowohl die Titankomponente als auch die Phosphorsäurekomponente wurden bei der Extraktion mit 6n
Salzsäurelösung nur in sehr geringer Menge gelöst Der Verlustanteil beider Komponenten beträgt weniger als
' j 0,4%. Es wird also ein von Metallverunreinigungen
freies Titanphosphatgel in sehr hoher Ausbeute gewonnen.
D) Emissionsspektroanalytische Untersucnuneen des
Il
in dieser Weise hergestellten Titanphosphatgels zeigten,
daß das Produkt praktisch frei von Metallverunreinigungen, wie Vanadium, Eisen, Mangan und Chrom,
war und aus reinem Titanphosphat bestand.
Das Titanphosphatgel wurde bei 800° C calciniert und gemahlen, dann wurde seine Weiße durch Messung des
Reflexionsvermögens nach der Pulvermethode unter Verwendung einer Aluminiumoxydplatte (AbOj) als
Vergleichssubstanz bestimmt. Die Ergebnisse sind in der Tabelle I aufgeführt.
| Löslichkeit. % | nasses Titan- | |
| stabilisierte·; | phosphatgel | |
| granuliertes | Mir der Gra | |
| Titanphosphalgel | nulierung | |
| 1.85 | ||
| Titankomponente | 0.001 | |
| (als TiO,) | 1.25 | |
| l'hosphorsaurekom- | 0,02 | |
| ponente (als POs) | ||
| Wellenlänge, nm | Reflexionsvermögen. ' | im Handel |
| calcinieren Titan | erhältliches | |
| phosphat dieses | Rutil-Titan- | |
| Beispiels | dioxyd | |
| 6,5 | ||
| 350 | 70,0 | 36,5 |
| 400 | 101,0 | 95.5 |
| 450 | 103,0 | 95,5 |
| 50(1 | 103,5 | |
| TiO2 | 33,2 Gew.-% |
| V2O5 | 0,12 Gew.-% |
| SiO2 | 303 Gew.-% |
| CaO | 20,2 Gew.-% |
| Fe2O3 | 4,2 Gew.-% |
| AI2O3 | 8,2 Gew.-% |
| MgO | 6,1 Gew.-% |
| Cr2O3 | 0,06 Gew.-% |
Wasser vermischt und das Gemisch erhitzt und gekocht.
Die Umsetzung wurde I Stunde im Siedezustand fortgesetzt. Dann wurde das Reaktionsgemisch gekühlt
und mit einer kleinen Menge Wasser verdünnt, worauf Gips, gebildetes Siliciumdioxydgel und der nicht
umgesetzte Rückstand durch Filtration abgetrennt wurden. Es wurde eine schwefelsaure Titansalzlösung
mit einem spezifischen Gewicht von 1,40 bei 20°C a.j
Filtrat gewonnen. Ihre Zusammensetzung ist nachstehend aufgeführt:
Die vorstehenden Angaben zeigen, daß nach dem Verfahren der Erfindung reines Titanphosphat in
einfacher Weise mit hoher Ausbeute aus llmenit und Phosphatgestein als Ausgangsmaterialien hergestellt
werden kann.
Dieses Beispiel veranschaulicht die Herstellung von Titanphosphat aus Eisensandschlacke.
A) Es wurde eine schwefelsaure Titansalzlösung durch Behandlung von pulverförmiger Eisensandschlakke
mit Schwefelsäure gebildet
Das Eisensandschlackenpulver, erzeugt durch Behandlung
von Eisensand in einem Elektroofen, Mahlen der sich ergebenden und von dem Eisen abgetrennten
Eisensandschlacke und Durchleiten der Schlacke durch ein Sieb, hatte folgende Zusammensetzung:
TiO,
TbO)
V2O-,
Fe2O1
AI2O,
MgO
Cr-Oi
Freie Schwefelsaure
8,75 g/100 ml
0,15 g/100 ml
0.032 g/100 ml
1.45 g/100 ml
3.20 g/100 ml
1.32 g/100 ml
0,002 g/100 ml
1,55 g/100 ml
0,15 g/100 ml
0.032 g/100 ml
1.45 g/100 ml
3.20 g/100 ml
1.32 g/100 ml
0,002 g/100 ml
1,55 g/100 ml
Es wurden 1 kg der pulverförmigen Eisensandschlakke mit 1 Liter konzentrierter Schwefelsäure und 2 Liter
Als Ausgangsmaterial für die Phosphorsäurekomponente wurde die gleiche rohe Phosphorsäure wie im
Abschnitt (A) des Beispiels 1 benutzt.
Es wurden 3 Liter Wasser in einen 5-Liter-Becher gegeben und 1 Liter der schwefelsauren Titansalzlösung
sowie 60 ml der rohen Phosphorsäure, P2O-, Gehalt 58,5 Gewichtsprozent, bei einer Temperatur von 60—700C
zugesetzt. Das TiO2: P2O.;-Molverhältnis in dem Gemisch
betrug 3:1. Die Bildung des Niederschlags aus Titanphosphatgel war bei Rührung nach 30 Minuten
vollständig.
Das Titanphosphatgel wurde in einem Vakuumfilter abfiltriert. Die ablaufende Mutterlauge enthielt als
Hauptkomponenten Schwefelsäure, Eisensulfat, Magnesiumsulfat, Siliciumdioxydsol und andere Verunreinigungen.
Sie kann nach Abtrennung des Siliciumdioxydsols und störender Verunreinigungen, z. B. Eisensulfat
und Magnesiumsulfat, für das Lösen wiederverwendet werden.
Der Filterkuchen wurde vier Mal mit warmem Wasser von 70 —8O0C gewaschen. Sein Wassergehalt
betrug danach 71%, sein TiO2: P2Os-Molverhältnis 3:1.
Die in der Mutterlauge anwesenden Mengen an Titan und Phosphorsäure beliefen sich auf 0,005%, Umrechnet
als TiO2 bzw. 0,01%, berechnet als P2Os, der in den
Ausgangsmaterialien enthaltenen Mengen. Es sind also praktisch die Gesamtmengen der in den Ausgangsmaterialien
enthaltenen Titan- und Phosphorsäurekomponenten in dem Titanphosphatgel gebunden worden.
Das Titanphosphatgel mit einem Wassergehalt von 71% wurde auf einen Wassergehalt von 60 bis 58%
getrocknet und dann unter Knetung in einer Granuliereinrichtung zu kleinen Säulen von 1,5 mm Durchmesser
und 2—7 mm Länge granuliert
Das granulierte Titanphosphatgel wurde in Luft bis zu einem Wassergehalt von 28—25% getrocknet Es
wurden nicht-klebrige säulenförmige Titanphosphatgelteilchen erhalten.
Aufgrund der Anwesenheit von Metallverunreinigungen hatte das Gel eine grünlich-braune Färbung. Es
nahm eine schmutzige bräunliche-gelbe Farbe an, wenn
es in diesem Zustand calciniert wurde.
Der I-öslichkeitstest ergab eine Löslichkeit der
Titankomponente von nur 0,001%.
B) Das grünlich-braune granulierte Titanphosphatgel wurde zur Entfernung von wieiaiiverunreinigungen mit
90—1050C warmer wäßriger Salzsäure einer Konzentration
von 20 Gewichtsprozent extrahiert. Es wurde ein granuliertes Gel aus reinem TitanphosDhat erhalten
C) Die Emissionsspektroanalyse des erhaltenen Titanphosphatgels zeigte, daQ das Produkt praktisch
frei von Metallverunreinigungen, wie Vanadium, Eisen, Mangan und Chrom, war und aus reinem Titanphosphat
bestand.
Das Produkt wurde bei 800°C calciniert und gemahlen, worauf die Weiße durch Messung des
Reflexionsvermögens bestimmt wurde. Die Meßergebnisse sind in der Tabelle II angegeben:
Reflexionsvermögen
| 350 | 72,0 |
| 400 | 101,0 |
| 450 | 103,0 |
| 500 | 103,5 |
Es wurde somit Titanphosphat ausgezeichneter Eigenschaften, insbesondere hinsichtlich des Reflexionsvermögens für Ultraviolettstrahlen, in hoher Ausbeute
erhalten.
4)
Dieses Beispiel veranschaulicht die Herstellung von Titanphosphat aus Phosphorsäure und amorphem
wasserhaltigen Titanoxyd.
A) Eine gemäß Beispiel 1 Abschnitt (A), hergestellte schwefelsaure Titansalzlösung mit einem TiO2-Gehalt
von 25,2 g/100 ml wurde als Titansalzausgangslösung aus Ilmenit und Schwefelsäure benutzt
Es wurde 1 Liter dieser schwefelsauren Titansalzlösung bei 120° C in einem Autoklaven zur Hydrolyse des
Titansalzes erhitzt Das Titan fiel in Form eines wasserhaltigen Oxyds aus.
Die Mutterlauge wurde von dem Niederschlag durch Filtration abgetrennt und der Rückstand wurde mit
Wasser gewaschen. Es wurde Titanoxyd mit einem Wassergehalt von 30,0% erhalten. Die Röntgenstrahl
lenbeugung zeigte, daß das Oxyd amorph war.
B) Das amorphe Titanoxyd mit einem Wassergehalt von 30% wurde in einer Menge von 350 g in einen
5-Liter-Becher, der 3 Liter Wasser enthielt, gegeben und
durch Rohren dispergiert, bei gleichzeitiger Erhitzung
auf 60—70° C Dann wurden 150 ml der rohen Phosphorsflure gemäß Beispiel 1 mit einer P2O5-Konzentration von 584% allmählich zugegeben und das
Gemisch I Stunde bei 60—70° C gehalten.
Der gebildete Titanphosphatgelniederschlag wurde von der Mutterlauge auf einem Vakuumfilter abgetrennt und in der gleichen Weise wie im Beispiel 1
ausgewaschen.
Der Wassergehalt des erhaltenen Filterkuchens mi betrug 67%, das TiOrP^s-Molverhältnis betrug 3:1.
Die Anteile an Titan- und Phosphorslurekomponenten in der Mutterlauge betrugen 0,005%, berechnet als TiO2,
bzw. 0,01%, berechnet als P2Oj. Es sind also praktisch
die Gesamtmengen der Titan- und Phosphorsäurekom- br,
ponenten in dem Titanphosphatgel gebunden worden.
Der Titanphosphatgelfilterkuchen wurde zur Verringerung seines Wassergehalts auf 45% in der gleichen
Weise wie im Abschnitt (A) des Beispiels 2 getrocknei Dann wurde das getrocknete Gel unter gleichzeitigen
Kneten in einer Granuliereinrichtung zu kleinen Säulei von 1,5 mm Durchmesser und 2—7 mm Länge granu
liert
Das granulierte Titanphosphatgel wurde auf eine! Wassergehalt von 23—21% in Luft getrocknet Ei
wurden nicht-klebrige stabilisierte Titanphosphatgel teilchen erhalten. Der Löslichkeitstest ergab ein<
Löslichkeit der Ti tankomponente von nur 0,001%.
C) Zur Entfernung der Metallverunreinigungei wurde das granulierte Titanphosphatgel mit 6n wäßri
ger Salzsäurelösung von 80° C in der gleichen Weise wi< im Abschnitt (C) des Beispiels 1 extrahiert Danacl
wurden in der gleichen Weise wie im Abschnitt (C) de: Beispiels 1 mit Heißluft Salzsäure und Wasser getrieben
Es wurde ein weißes Titanphosphatgel frei vor Metallverunreinigungen erhalten. Der Verlust ar
Titanphosphat bei der Extraktion betrug weniger al: 0,2%.
D) Die Emissionsspektroanalyse des Titanphosphat gels ergab, daß das Produkt praktisch frei vor
Metallverunreinigungen, die die Weiße beeinträchtigen z. B. Vanadium, Eisen, Chrom und Mangan, war.
Das Produkt wurde bei 800° C calciniert und danr gemahlen. Die Weiße des gemahlenen Produkts wurde
durch Messung des Reflexionsvermögens bestimmt die Ergebnisse sind in der Tabelle III angegeben.
55
Reflexionsvermögen
| 350 | 71,0 |
| 400 | 101,0 |
| 450 | 103,0 |
| 500 | 103,0 |
Es wurde somit Titanphosphat ausgezeichnetei Eigenschaften, insbesondere hinsichtlich des Reflexions
Vermögens für Ultraviolettstrahlen, in hoher Ausbeuti
erhalten.
Dieses Beispiel veranschaulicht Einflösse des Wasser
gehalts des Titanphosphatgels.
Titanphosphatgel mit einem Wassergehalt von 7I'M
und einem TiO2: P^j-Molverhlltnis von 3 :1 wurde
aus Eisensandschlacke und roher Phosphorsäure gemät Abschnitt (A) des Beispiels 2 hergestellt Das Gel wurde
zunflchst auf einen Wassergehalt von 60,0% getrockne
und dann in einer Granuliereinrichtung zu kleiner Säulen von 14 mm Durchmesser und 2 bis 7 mm Läng«
granuliert.
Proben des granulierten Gels wurden dann zui
Stabilisierung bei Temperaturen von 20°C, 70°C. 100°C
150"C, 200°C und 2500C mit einer Behandlungsdauei
von 30 bzw. 60 Minuten weiter getrocknet. Somit wurden 10 verschiedene Titanphosphatgele, derer
Wassergehalte in der Tabelle IV zusammengestellt sind erhalten.
worfen, die Ergebnisse sind ebenfalls in der Tabelle IV Salzsäure in der gleichen Weise wie im Abschnitt (C) des
aufgeführt Beispiels 1 zur Entfernung von Metallverunreinigungen
"l empepstur Behandlungs- Wassergehall Löslichdauer
des Titan- keit phosphatgels
C Minuten % %
| 20 | 30 | 59,5 | 1,5 |
| 70 | 30 | 55,8 | 1,2 |
| 100 | 30 | 51,5 | 0,6 |
| 150 | 30 | 32,9 | 0,005 |
| 200 | 30 | 19,2 | < 0,001 |
| 250 | 30 | 0,42 | <0,001 |
| 20 | 60 | 59,0' | 1,1 |
| 50 | 60 | 45,0 | 0,4 |
| 70 | 60 | 37,5 | 0,01 |
| 100 | 60 | 30,2 | 0,005 |
Die vorstehenden Ergebnisse zeigen, daß Titanphosphatgele, die gegen Säureeinwirkung stabilisiert sind,
unabhängig von der Temperatur der Trocknungsatmosphäre nur bei Verringerung des Wassergehalts auf
weniger als 45% erhalten werden. Aus den stabilisierten Titanphosphatgelen wurden durch Extraktion der
Metallverup.reinigungen in der gleichen Weise wie im Abschnitt (C) des Beispiels I reine Titanphosphatgele
erhalten, in denen eine Anwesenheit von Metallverunreinigungen durch Emissionsspektroanalyse nicht mehr
feststellbar war.
Dieses Beispiel veranschaulicht die Verwendung von verschiedenen Phosphorsauerstoffsäuren und Metallen
der Gruppe IVa.
A) Als Ausgangsmaterialien für die Metallkomponenten wurden folgende vier Säurelösungcn verwendet:
(a) eine schwefelsaure Titansalzlösung, hergestellt
gemäß Abschnitt (A) des Beispiels I aus llmenit und
Schwefelsäure:
(b) eine schwefelsaure Zirkonsalzlösung. hergestellt aus Zirkonsand;
(c) eine Lösung von im Handel erhältlichem Zirknnoxychlorid (ZrOCI2 · 8 H2O) in In Salzsäure, bei
der die Zirkonkonzentration. berechnet als ZrO2. 3,7 g/100 ml betrug;
(d) eine Lösung von im Handel erhältlichem Thoriumnitrat [Th(NOj)* ■ 4 H2O] in In Salpetersäure, in
der die Thoriumkonzentration, berechnet als ThO2.
7.92 g/100 ml betrug.
Als Phosphorsauerstoffsäuren bzw. reaktive Derivate davon wurden die nachgehend aufgeführten Verbindungen verwende!:
(a) Orthophosphorsäure (HiPOi);
(h) Methaphosphorsäure(HPO,);
(c) phosphorige Säure(H il'Oi):
(el) iintcrphosphorige Säure (H iP(>.);
(c) l'vrophosphorsäurc(IIjP)P:):
(f) Ammoniumorlhophosphat [(NI I1).'! IPOj];
r> (g) Natriumorthophosphat (Na2HPO4 · 12 H2O);
(h) Calciumorthophosphat [Ca3(PO4)J];
(i) Aluminiumphosphat (AIPO4 · nH20);
(j) Zinkphosphat [Znj(PO4)2 - 4 H2O];
(k) Natriummetaphosphat (NaPO3);
jn (I) Natriumpyrophosphat (Na4P2O;);
(m) Natriumtripolyphosphat (Na5PiOiO);
(n) Natriumphosphit (Na2HPO3);
(o) gereinigtes Phosphatgestein mit einer Zusammensetzung von 38,50 Gew.-% P2O5, 50,79 Gew.-%
r> CaO1 0,09 Gcw.-% Fe2Oj, 0,8 Gew.-% F und 0,2
Die Umsetzungen zur Bildung von Gelen der Phosphorsauerstoffsäuresalze der Metalle der Gruppe
IVa wurden in der gleichen Weise wie im Abschnitt (A) des Beispiels 2 durchgeführt. Das Molverhältnis von
Metallkomponente zu Phosphorsauerstoffsäurekomponente betrug jeweils 3:1. Bei Verwendung der
Phosphorsauerstoffsäurederivate erfolgte die Gelbil-
r, dung in Anwesenheit einer Säure in einer Menge mindestens äquivalent dem Salz.
Jedes der erhaltenen Gele wurde von der Mutterlauge abgetrennt, mit warmem Wasser gewaschen, mit
Heißluft von 150— 200°C bis zu einem Wassergehalt
•,η von 30—25% getrocknet und dann zu kleinen Säulen
von 13 mm Durchmesser und 2—7 mm Länge granuliert. Jedes granulierte Gel wurde dem Löslichkeitstest
unterworfen, die Ergebnisse sind in der Tabelle V aufgeführt. Bei allen Gelen betrug die Löslichkeit
-,-, weniger als 0,5%. Dies zeigt, daß sämtliche Gele hinreichend gegen Säureinwirkung stabilisiert waren.
B) Die Extraktion von Metallverunreinigungen aus den granulierten Gelen erfolgte mit warmer 6n
Salzsäure in der gleichen Weise wie im Abschnitt (C) des
r.i\ Beispiels I. Nach der Extraktion wurden die Gele mil
Heißluft trocken geblasen. In allen Fällen wurde ein
trockenes weißes Phosphorsauer^offsäuresalz des Metalls der Gruppe IVa erhalten. F.m--.sionsspektroanalytische Untersuchungen sämtlicher Produkte zeigton, daß
h, jedes der Produkte frei von Meiallvcrunreinigungen
war. In allen Fällen wurde also das Phosphorsauerstoff
säurcsalz des Metalls der Gruppe IVa in reiner Form und hoher Ausbeute erhalten.
17
18
Ausgangsmaterialien
Metallkomponente der Gruppe IVa Phosphorsäurekomponente
Löslichkeit in %
a) Schwefelsaure Titansalzlösung, hergestellt aus Ilmenit
b) Schwefelsaure Zirkonsalzlösung, hergestellt aus Zirkonsand
c) Lösung von Zirkonoxychlorid
d) Lösung von Thoriui nitrat Orthophosphorsäure
Metaphosphorsäure
phosphorige Säure
unterphosphorige Säure
Pyrophosphorsäure
Ammoniumorthophosphat
Natriumortbophosphat
Calciumorthjphosphat
Aluminiumphosphat
Zinkphosphat
Natriummetaphosphat
Natriumpyrophosphat
Natriumtripolyphosphat
Nairiumphospuit
gereinigtes Phosphatgestein
Orthophosphorsäure
Metaphosphorsäure
phosphorige Säure
Pyrophosphorsäure
Natriumorthophosphat
gereinigtes Phosphatgestein
Metaphosphorsäure
phosphorige Säure
Pyrophosphorsäure
Natriumorthophosphat
gereinigtes Phosphatgestein
Orthophosphorsäure
Metaphosphorsäure
phosphorige Säure
Pyrophosphorsäure
Metaphosphorsäure
phosphorige Säure
Pyrophosphorsäure
Orthophosphorsäure
Metaphosphorsäure
phosphorige Säure
Pyrophosphorsäure
Natriumorthophosphat
Aluminiumphosphat
gereinigtes Phosphatgestein
0,001 0,001 0,005 0,005 0,001 0,002 0,002 0,001 0,001
0,001 0,002 0,002 0,002 0,005 0,001
0,0001 0,0001 0,0005 0,00Oi 0,0002 0,0002
0,0001 0,0001 0,0005 0,0001
0,002 0,002 0,005 0,002 0.002 0,002 0,005
Hierzu I HIaIt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von reinen Phosphorsauerstoffsäuresalzen der Metalle der Gruppe IVa des Periodensystems, bei dem man eine Metallverbindung dieser Gruppe mit einer Phosphorsauerstoffsäure oder einem reaktiven Derivat davon bei einem Molverhältnis MeO2: P2O5 von 1 :1,5 bis 1 :0.1, wobei Me das Metall der Gruppe IVa bedeutet, in Anwesenheit von Wasser umsetzt, das sich bildende Gel granuliert und das granulierte Gel zur Entfernung von Metallverunreinigungen mit einer Säure oder einem Säuredampf in Gegenwart von Wasser extrahiert, dadurch gekennzeichnet,daß man zunächst das sich bildende Gel durch Filtration von der Mutterlauge abtrennt und anschließend das abgetrennte Gel zur Granulierung entweder durch Scherungsbewegung oder -rührung in ein Sol umwandelt, das SoI in bekannter Weise in eine erhitzte Atmosphäre sprüht, wobei man ein granuliertes Gel mit einem Wassergehalt von weniger als 45% erhält,oder bis zu einem Wassergehalt von weniger als 60% unter Beibehaltung seines ihixoiropen Verhaltens trocknet, das getrocknete Gel granuliert und das granulierte Gel, falls sein Wassergehalt höher als 45% ist, bis zu einem Wassergehalt von weniger als 45% trocknet,wobei das auf beide Weisen erhaltene granulierte Gel, in einer Menge von 5 Cewichtsprozent zu einer wäßrigen Schwefelsä'irelösung mit einer Konzentration von 20 g pro 100 i I zugesetzt und 10 Minuten lang gekocht, eine Löslichkeit von weniger als 0,5% aufweist.
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
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| DE2012902A1 DE2012902A1 (de) | 1970-10-15 |
| DE2012902B2 true DE2012902B2 (de) | 1980-04-17 |
| DE2012902C3 DE2012902C3 (de) | 1980-12-11 |
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ID=26351703
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2012902A Granted DE2012902B2 (de) | 1969-03-18 | 1970-03-18 | Verfahren zur Herstellung von reinen Phosphorsauerstoffsäuresalzen der Metalle der Gruppe IVa des Periodensystems |
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Families Citing this family (11)
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