DE20115502U1 - Vorrichtung zum Entleeren von Flaschen enthaltenden Flaschenkästen - Google Patents
Vorrichtung zum Entleeren von Flaschen enthaltenden FlaschenkästenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entleeren von Flaschen enthaltenden Flaschenkästen mit einer Fördereinrichtung zum Transportieren der Flaschenkästen mit nach unten weisender Öffnung im Bereich einer Flaschenkastenentleerungsstation.
Eine entsprechende Vorrichtung ist aus US 2 526 309 bekannt. Diese Vorrichtung weist einen Horizontalförderer zum Transportieren von Flaschenkästen mit nach oben weisender Öffnung auf, der die Flaschenkästen einem 180-Grad-Vertikal-Abwärtswender zuführt. Die nach dem Passieren des Vertikalwenders mit ihrer Öffnung nach unten weisenden Flaschenkästen werden über eine geschlitzte Platte geführt, deren Schlitze eine den Flaschenhälsen entsprechende Breite
aufweisen. Die Schlitzplatte ist so gestaltet, dass die mit ihren Hälsen in die in Förderrichtung verlaufenden Schlitze eintauchenden Flaschen aus den Flaschenkästen nach unten herausgleiten können und anschließend um 180 Grad in eine aufrechte Stellung gewendet werden, bevor sie auf ein Abförderband gelangen. Problematisch an dieser Konstruktion ist der Bereich der Kastenentleerungsstation, da Verklemmungen der Flaschen in den Führungsschlitzen der Schlitzplatte auftreten und Betriebsunterbrechungen verursachen.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine leistungsfähige und betriebssichere Vorrichtung zum Entleeren von Flaschen enthaltenden Flaschenkästen anzugeben.
Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, dass die die mit ihrer Öffnung nach unten weisenden Flaschenkästen transportierende Fördereinrichtung quer zur Förderrichtung verfahrbare, in einer ersten Betriebsstellung eine Auflageebene für die Flaschenkästen und die darin enthaltenen Flaschen bildende Förderbänder aufweist, wobei die Förderbänder in einer zweiten Betriebsstellung die Flaschenkästen lediglich an den in Förderrichtung verlaufenden Rändern unterstützen und den dazwischenliegenden Bereich über der Flaschenkastenentleerungsstation freigeben.
Diese Lösung hat den Vorteil, dass die zu entleerenden Flaschenkästen mit sehr hoher Fördergeschwindigkeit der Flaschenkastenentleerungsstation zugeführt werden können, da aufgrund der in dieser Phase geschlossenen Förderoberfläche ein guter Reibschluss vorliegt, und andererseits in der zweiten Betriebsstellung aufgrund der einbautenfreien Öffnung
zwischen den Förderbändern ein problemloses Entfernen der Flaschen aus den Flaschenkästen sichergestellt ist.
Die Überführung der Förderbänder aus der ersten in die zweite Betriebsstellung und umgekehrt erfolgt günstigerweise durch eine motorische Betätigungseinrichtung, die bevorzugt durch eine programmierbare Steuereinrichtung (SPS) angesteuert wird.
Die Programmsteuerung kann so gestaltet sein, dass der in der zweiten Betriebssstellung vorhandene gegenseitige Abstand der Förderbänder quer zur Förderrichtung in Abhängigkeit der Flaschenkastenbreite verstellbar ist, indem lediglich die motorische Betätigungseinrichtung entsprechend verändert angesteuert wird. Durch diese Lösung entfallen vorteilhafterweise aufwendige Umstellungsarbeiten, wenn die Vorrichtung von einem bestimmten Kastenformat auf ein anderes Format mit abweichender Breite umgestellt werden muss.
Ferner ist es gemäß einer Weiterbildung der Erfindung von Vorteil, im Bereich über der Flaschenkastenentleerungsstation einen vertikal durch den Boden der Flaschenkästen eintauchbaren Flaschenausstoßer anzuordnen, so dass auch deformierte und festsitzende Flaschen zuverlässig aus den Kästen nach unten ausgeworfen werden. Diese Lösung ist besonders dann günstig, wenn die Flaschenkästen mit reibschlüssig wirkenden Verdrehsicherungselementen für die Flaschen ausgerüstet sind, da hier ein selbsttätiges Herausfallen der Flaschen allein durch Schwerkraft, insbesondere bei leichtgewichtigen Kunststoffflaschen, nicht immer gewährleistet wäre.
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Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel anhand der Figuren beschrieben. Es zeigt:
Figur 1 eine Vorderansicht einer Maschine zum Entleeren von Flaschentransportbehältern in schematischer Darstellung,
Figur 2a eine in Förderrichtung gesehen dargestellte Seitenansicht mit teilweiser Vertikalschnittdarstellung der Maschine nach Figur 1 in einer ersten Betriebsstellung und
Figur 2b eine Darstellung der Maschine gemäß Figur 2a in einer zweiten Betriebsstellung.
Wie aus der Figur 1 zu erkennen ist, befindet sich im Bereich einer Flaschenkastenentleerungsstation 11 eine Vorrichtung mit einem Ausstoßkopf 5 zum Ausstoßen von Flaschen 24, insbesondere elastische Kunststoffflaschen, aus Flaschenkästen 23, z.B. Kunststoffkästen, deren Bodenfläche nicht geschlossen ist, sondern durch Öffnungen aufweisende Verstrebungen gebildet wird. Zum taktweisen Zuführen von Flaschenkästen 23 zur Flaschenkastenentleerungsstation 11 ist ein Zuförderer 27 vorhanden, dem in Förderrichtung F gesehen eine an sich bekannte Flaschenkastenwendeeinrichtung (nicht dargestellt) vorgeordnet ist, so dass die Flaschenkästen 23 auf dem Zuförderer 27 mit ihrer Öffnung nach unten weisend zugeführt werden.
An diesen Zuförderer 27 schließen sich zwei parallel zur Förderrichtung F verlaufende Scharnierbandketten 16a, 16b fluchtend an, die jeweils ein Antriebskettenrad 25 und ein
Umlenkrad 2 6 umschlingen und jeweils auf einem eigenen Kettenführungskörper 15a, 15b gleitend gelagert sind. Die Kettenführungskörper 15a, 15b weisen Bohrungen auf, die von horizontalen, gestellfesten Führungsstangen 14 durchgriffen werden, wobei die Kettenführungskörper 15a, 15b auf diesen Führungsstangen 14 quer zur Förderrichtung F in einer horizontalen Ebene gleitend verschiebbar sind.
Auf die Scharnierbandketten 16a, 16b folgt ein höhengleich angeordneter, zur Förderrichtung F fluchtender Auslauftransporteur 28 zum Abführen leerer Flaschenkästen 23.
Aus den Figuren 2a und 2b ist zu erkennen, dass die Führungsstangen 14 mit ihren Enden an senkrecht stehenden Stützen 12 befestigt sind, die desweiteren auch durch Streben 13 in ihrer gegenseitigen Position festgelegt sind, und die oberen Enden der Stützen 12 die durch die Obertrumme der Scharnierbandketten 16a, 16b gebildete Förderebene überragen. Im oberen Bereich der Stützen 12 sind an diesen quer zur Förderrichtung F auf die Kastenbreite stufenlos einstellbare, in Förderrichtung F längs verlaufende Führungsgeländer 21 festgeklemmt (in Fig. 1 nicht dargestellt). Ferner sind an den Stützen 12 in Höhe der Kettenführungskörper 15a, 15b elektromotorische Verschiebeantriebe 17 für die Kettenführungskörper angeordnet, die jeweils eine parallel zur Führungsstange 14 verlaufende, von einem Motor 20 über ein Antriebsritzel 19 quer zur Förderrichtung F verschiebbar gelagerte Zahnstange 18 aufweisen. Die zueinander weisenden Enden diametral gegenüberliegender Zahnstangen 18 sind seitlich am Kettenführungskörper 15a, bzw. 15b befestigt.
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Im Bereich der Flaschenkastenentleerungsstation 11 befindet sich oberhalb der Scharnierbandketten 16a, 16b der Ausstoßkopf 5. Er wird von einem Ausleger 2 gehalten, der durch einen an diesem angreifenden Zahnriemen 9 gesteuert heb- und senkbar an einer vertikalen Säule 1 verfahrbar geführt ist. Der Zahnriemen 3 ist durch ein mit einem nicht dargestellten Motor verbundenes Antriebsrad 4 beaufschlagbar.
Ein Ausstoßkopf 5 besteht im Einzelnen jeweils aus einer am Ausleger 2 lösbar befestigten Grundplatte 6, an der für jeden einzelnen Flaschenkasten 23 im Bereich der Flaschenkastenentleerungsstation 11 eine Halteplatte 9 über Führungsbolzen 7 vertikal verschiebbar gelagert ist, wobei die Halteplatten 9 durch die Führungsbolzen 7 umfassende Druckfedern 8 permanent vertikal nach unten beaufschlagt werden. An den Halteplatten 9 sind der jeweiligen Gefacheanordnung der einzelnen Flaschenkästen 23 entsprechend ausgerichtete, senkrecht nach unten abstehende Ausstoßdorne 10 befestigt, wobei diese Ausstoßdorne 10 zur Anpassung an verschiedene Flaschenkästen mit unterschiedlicher Ausbildung der Gefache bzw. Bodenverstrebungen an der Halteplatte 9 verstellbar angebracht sein können. Alternativ können die Halteplatten 9 mit entsprechend voreingestellten Ausstoßdornen schnell austauschbar gestaltet sein.
Nachfolgend wird der Funktionsablauf erläutert:
Durch eine Kastenwendevorrichtung auf den Kopf gestellte Flaschenkästen 23 werden durch den Zuförderer 27 pulkweise, z.B. in 4er-Gruppen, auf die in dieser Phase angetriebenen Scharnierbandketten 16a und 16b überführt, wobei diese die in Figur 2a gezeigte, parallel ohne gegenseitigen
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Zwischenabstand nebeneinander liegende erste Betriebsstellung einnehmen, in der sie eine geschlossene Auflageebene für die auf dem Kopf stehenden Flaschen 24 und Flaschenkästen 23 bilden. Sobald sich die Flaschenkästen fluchtend unter den zugeordneten Ausstoßdornen 10 befinden, wird der Antrieb des Zuförderers 27 und der Scharnierbandketten 16a und 16b gestoppt. Um eine exakt fluchtende Ausrichtung sicherzustellen, können nicht dargestellte steuerbare Anschläge für die Flaschenkästen vorgesehen sein.
Nun werden die Scharnierbandketten durch ihre programmgesteuerten Verschiebeantriebe 17 quer zur Förderrichtung F parallel soweit auseinander gefahren, bis die in Figur 2b dargestellte zweite Betriebsstellung erreicht ist, in der die Flaschenkästen nur noch an ihren äußeren, zur Förderrichtung F parallel ausgerichteten Rändern durch die Scharnierbandketten 16a, 16b unterstützt werden. Der dazwischen liegende Bereich über der Kastenentleerungsstation 11 ist in dieser Betriebsstellung offen, so dass die Flaschen 24 in einen tieferliegenden Behälter oder Auffangschacht 22 fallen.
Damit auch evtl. festsitzende Flaschen zuverlässig aus den Flaschenkästen entfernt werden, wird der Ausstoßkopf 5 soweit nach unten abgesenkt, dass die Ausstoßdorne 10 Öffnungen im Flaschenkastenboden durchgreifend zwischen die Gefache vollständig in die Flaschenkästen eintauchen und die Flaschen aktiv herausdrücken.
Vom Auffangschacht 22 aus können die Flaschen in nicht dargestellter Weise durch ein Förderband einem Schredder oder einer Presse zugeführt werden.
Anschließend werden die Scharnierbandketten wieder in die erste Betriebsstellung zurückgestellt und der Ausstoßkopf in seine ursprüngliche obere Aussgangsstellung angehoben. Durch Einschalten der Antriebe des Abförderers 28, der Scharnierbandketten 16a, 16b und des Zuförderers 27 werden die eben geleerten Kästen abgeführt und gleichzeitig neue Kästen nachgeschoben.
Die beschriebene Vorrichtung ist besonders vorteilhaft zum Entfernen von nur ein sehr geringes Eigengewicht aufweisenden Einweg-Kunststoffflaschen aus Flaschenkästen einsetzbar.
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Entleeren von Flaschen (24) enthaltenden Flaschenkästen (23) mit einer Fördereinrichtung (16a, 16b) zum Transportieren der Flaschenkästen mit nach unten weisender Öffnung im Bereich einer Flaschenkastenentleerungsstation (11), dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung quer zur Förderrichtung (F) abstandserweiterbare, in einer ersten Betriebsstellung eine Auflageebene für die Flaschenkästen und die darin enthaltenen Flaschen bildende Förderbänder (16a, 16b) aufweist, wobei die Förderbänder in einer zweiten Betriebsstellung die Flaschenkästen an den in Förderrichtung verlaufenden Rändern unterstützen und den dazwischenliegenden Bereich über der Flaschenkastenentleerungsstation (11) freigeben.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderbänder (16a, 16b) durch eine motorische, vorzugsweise programmsteuerbare Betätigungseinrichtung (17) aus der ersten in die zweite Betriebsstellung und umgekehrt quer zur Förderrichtung (F) verfahrbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der in der zweiten Betriebsstellung quer zur Förderrichtung (F) vorhandene gegenseitige Abstand der Förderbänder (16a, 16b) in Abhängigkeit der Flaschenkastenbreite verstellbar ist, vorzugsweise durch eine programmsteuerbare, motorische Betätigungseinrichtung (17).
4. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich über der Flaschenkastenentleerungsstation (11) ein vertikal in die Flaschenkästen (23) eintauchbarer Flaschenausstoßer (5, 10) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderbänder (16a, 16b) der Fördereinrichtung intermittierend antreibbar sind und die Querverstellung der Förderbänder aus der ersten Betriebsstellung in die zweite Betriebsstellung und umgekehrt nur bei Stillstand der Förderbänder erfolgt.
6. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Förderband (16a, 16b) einen eigenen elektromotorischen Antrieb (25) aufweist und mit diesem gemeinsam quer zur Förderrichtung (F) verfahrbar ist.
7. Vorrichtung zum Entleeren von Flaschen (24) enthaltenden Flaschenkästen (23) mit einer Fördereinrichtung (16a, 16b) zum Transportieren der Flaschenkästen mit nach unten weisender Öffnung im Bereich einer Flaschenkastenentleerungsstation (11), dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich über der Flaschenkastenentleerungsstation (11) ein vertikal in die Flaschenkästen (23) eintauchbarer Flaschenausstoßer (5, 10) angeordnet ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
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| DE20115502U DE20115502U1 (de) | 2001-09-19 | 2001-09-19 | Vorrichtung zum Entleeren von Flaschen enthaltenden Flaschenkästen |
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2001
- 2001-09-19 DE DE20115502U patent/DE20115502U1/de not_active Expired - Lifetime
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