DE20108434U1 - Bearbeitungsvorrichtung für Platten aus Natur- oder Kunststein - Google Patents
Bearbeitungsvorrichtung für Platten aus Natur- oder KunststeinInfo
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Description
G 281a Galeski, Peter, Boschstraße 4, 56457 Westerburg
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Bearbeiten einer über eine Formkante in eine vertiefte Arbeitsfläche übergehende Oberfläche einer Arbeitsplatte aus Natur- oder Kunststein, bestehend aus einem mit einem Ende mit einer Arbeitsmaschine kuppelbaren Schaft und mit einem an dessen anderen Ende befindlichen Bearbeitungswerkzeug, welches stirnseitig eine kreis- bzw. ringförmige Arbeitsgrundfläche und eine sich daran umlaufend anschließende, konische oder profilierte Arbeitsringfläche besitzt.
Insbesondere bei Küchenarbeitsplatten aus Naturstein ist die eigentliche Arbeitsfläche, die auch als Abtropffläche bezeichnet wird, um ein vorgegebenes Maß tiefer als die Oberfläche der Küchenarbeitsplatte angeordnet. Im Übergangsbereich von der Oberfläche der Küchenarbeitsplatte zur Arbeitsfläche ist eine Kante vorhanden, die normalerweise als Schrägkante ausgebildet ist und unter einem Winkel von 30° bis 90° verläuft. Je nach Bedarf kann diese Kante auch anderes ausgebildet sein und ein besonderes Profil besitzen. Bei der Bearbeitung einer solchen Küchenarbeitsplatte durch einen Schleif- oder Poliervorgang wird ein Werkzeug benötigt, welches in einem Arbeitsgang sowohl die Arbeitsgrundfläche als auch die Kante der Platte bearbeiten kann. Dazu sind tellerartige Bearbeitungswerkzeuge bekannt geworden, die einerseits eine ringförmige Arbeitsgrundfläche und andererseits eine sich daran umlaufend anschließende, konische Arbeitsringfläche besitzen. Sowohl in die Arbeitsgrundfläche als auch in die Arbeitsringfläche des Bearbeitungswerkzeuges sind über eine vorgegebene Wandstärke bei der Herstellung d<as .Werkzeuges
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Schleifpartikel, beispielsweise Diamantpartikel, eingearbeitet. Derartige Werkzeuge sind verhältnismäßig teuer. Beim schleifenden Bearbeiten der Küchenarbeitsplatte ergibt sich zwangsläufig immer ein ungleichmäßiger Verschleiß im Bereich der konischen Arbeitsringfläche, da deren für den SchleifVorgang wirksamer Bereich nur selten in der gesamten Höhe zum Einsatz kommt. Dieser ungleichmäßige Verschleiß bringt es mit sich, dass das Bearbeitungswerkzeug nach verhältnismäßig kurzer Zeit im Bereich der Arbeitsringfläche seine Form verliert und eigentlich unbrauchbar wird, obwohl noch viel Schleifbelag vorhanden ist. Um ein solches Bearbeitungswerkzeug wieder nutzen zu können, muß dessen Arbeitsringfläche mit einem Spezialwerkzeug nachgerichtet werden, was einen zusätzlichen, zeitaufwendigen Arbeitsgang mit sich bringt.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum schleifenden Bearbeiten einer über eine Formkante in eine vertiefte Arbeitsfläche übergehende Oberfläche einer Arbeitsplatte aus Natur- oder Kunststein zu schaffen, die einerseits preiswert herstellbar ist und bei der immer sichergestellt ist, dass das Bearbeitungswerkzeug genau die exakte Kantenform aufweist. Das bisher erforderliche Nachrichten mittels eines Spezialwerkzeuges soll entfallen.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der Erfindung bei einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen Gattung vorgeschlagen, dass die kreis- bzw. ringförmige Arbeitsgrundfläche und die konische Arbeitsringfläche einstückig als dünner, flexibler, kappenartiger und mit Diamantpartikel versehener Arbeitsbelag ausgebildet sind und der Arbeitsbelag lösbar auf einem tellerartigen Aufnahmekörper befestigt ist.
Durch die Ausgestaltung der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist dieselbe äußerst preiswert, was insbesondere darauf zurückzuführen ist, dass der Arbeitsbelag preisgünstig hergestellt werden kann. Sobald der Arbeitsbelag verschlissen ist, kann er problemlos und in kürzester Zeit gegen einen neuen Arbeitsbelag ausgetauscht werden. Mit jedem neuen Arbeitsbelag wird immer wieder die exakte Kantenform erreicht. Ein Auswechseln des Aufnahmekörpers ist nicht erforderlich, dass heißt, der Aufnahmekörper kann immer wieder verwendet werden. Der Querschnittsverlauf der konischen Arbeitsringfläche des Aufnahmekörpers und damit des Arbeitsbelages kann verschiedene Formen aufweisen, unterschiedlich profiliert sein und auf die angestrebten Winkel ausgelegt werden.
Weitere Merkmale einer Vorrichtung gemäß der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 5 offenbart.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand in einer Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Dabei zeigen
Fig. 1 eine Aufrißdarstellung einer Vorrichtung gemäß der Erfindung und
Fig. 2 eine andere Ausgestaltung der Vorrichtung.
In der Fig. 1 der Zeichnung ist eine Vorrichtung zum schleifenden Bearbeiten einer über eine Formkante in eine vertiefte Arbeitsfläche übergehende Oberfläche einer Arbeitsplatte aus Natur- oder Kunststein gezeigt, die zunächst aus einem tellerartigen Aufnahmekörper 1 besteht. Dieser Aufnahmekörper 1 besitzt an einer Stirnfläche einen Schaft 2, mit dem der Aufnahmekörper 1 mit einer Arbeitsmaschine kuppelbar ist. Der Aufnahmekörper 1 besitzt im dargestellten AusfuhrungsbgispieJ,.zunächst .einen zy-
lindrischen Grundkörper 3, der in einen konischen Arbeitskörper
4 übergeht. Dieser konische Arbeitskörper 4 besitzt gemäß der Fig. 1 der Zeichnung eine kreisförmige Stützgrundfläche 5, die in Richtung auf den zylindrischen Grundkörper 3 in eine konische Stützringfläche 6 übergeht. Der Querschnitt der konischen Stützringfläche 6 kann weitgehend beliebig sein. Dies bedeutet, dass die konische Stützringfläche 6 unterschiedlich geformt, profiliert und geneigt ausgebildet sein kann. Ein solcher tellerartiger Aufnahmekörper ist preiswert herstellbar.
Die Stützgrundfläche 5 und die Stützringfläche 6 des Arbeitskörpers 4 sind nun an ihrer Oberfläche so ausgestaltet, dass sie einen Arbeitsbelag 7, der dem Querschnitt des Arbeitskörpers 4 angepaßt ist, aufnehmen können. Diese Aufnahme muß dabei so ausgebildet sein, dass der Arbeitsbelag 7 jederzeit entfernt und durch einen neuen Arbeitsbelag ersetzt werden kann. Die Befestigung des Arbeitsbelages kann, je nach Bedarf, über eine Klettoder Haftkleberschicht erfolgen, die jedoch in der Zeichnung nicht dargestellt ist. Eine solche Verbindung ist verhältnismäßig problemlos, da aufgrund der Wasserkühlung beim Arbeitsvorgang keine die Verbindung beeinträchtigende Wärme entsteht. Dabei ist es grundsätzlich auch möglich, den Arbeitsbelag 7 mittels eines Klemm- bzw. Keilringes auf dem Aufnahmekörper 1 zu befestigen.
Der Arbeitsbelag 7 weist eine verhältnismäßig dünne Wandstärke auf und besteht aus einer Tragschicht, in deren äußerer Oberfläche beispielsweise Diamantpartikel eingebettet sind. Der Arbeitsbelag 7 besteht aus einer kreisförmigen Arbeitsgrundfläche 5a und einer konischen Arbeitsringfläche 6a, die in ihrem Querschnitt genau der Außenkontur der kreisförmigen Stützgrundfläche
5 und der konischen Stützringfläche 6 entsprechen. Im darge-
stellten Ausführungsbeispiel ist im Zentrum des Arbeitsbelages 7 eine Öffnung 8 vorgesehen.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß der Fig. 2 besitzt der Aufnahmekörper 1 eine solche Form, dass er an beiden Stirnflächen eine Arbeitsgrundfläche 5 und eine konische Arbeitsringfläche 6 aufweist und in diesen Bereichen jeweils einen Arbeitsbelag 7 aufnehmen kann. Die beiden Arbeitsbeläge 7 gemäß der Fig. 2 können gleiche Körnungen aufweisen, wodurch sich eine doppelte Standzeit des Bearbeitungswerkzeuges ergibt. Bei gleicher Körnung ergibt sich ein schnellerer Werkzeugwechsel und die Anzahl der Aufnahmekörper 1 reduziert sich. Die beidseitigen Arbeitsgrundflächen 5 und Arbeitsringflächen 6 können unterschiedlich gestaltet sein. Im gezeichneten Ausführungsbeispiel der Fig. 2 weisen die konischen Arbeitsringflächen 6 einen unterschiedlichen Winkel auf. Beim schleifenden Bearbeiten kommt jedoch immer nur ein Arbeitsbelag 7 zur Wirkung. Der tellerartige Aufnahmekörper 1 besitzt eine zentrale, mit Gewinde versehene Bohrung 9, über die derselbe auf einem Gewindezapfen befestigt werden kann.
In Abänderung des erläuterten Ausführungsbeispieles kann die Stützringfläche bzw. Arbeitsringfläche 6 auch profiliert ausgebildet sein.
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Bearbeiten einer über eine Formkante in eine vertiefte Arbeitsfläche übergehende Oberfläche einer Arbeitsplatte aus Natur- oder Kunststein, bestehend aus einem mit einem Ende mit einer Arbeitsmaschine kupgelbaren Schaft und mit einem an dessen anderen Ende befindlichen Bearbeitungswerkzeug, welches stirnseitig eine kreis- bzw. ringförmige Arbeitsgrundfläche und eine sich daran umlaufend anschließende, konische oder profilierte Arbeitsringfläche besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass die kreis- bzw. ringförmige Arbeitsgrundfläche (5) und die Arbeitsringfläche (6) einstückig als dünner, flexibler, kappenartiger und mit Diamantpartikel versehener Arbeitsbelag (7) ausgebildet sind und der Arbeitsbelag (7) lösbar auf einem tellerartigen Aufnahmekörper (1) befestigt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsbelag (7) zumindest auf einer Seite des tellerartigen Aufnahmekörpers (1) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsbelag (7) durch eine Klett- oder Haftkleberschicht mit dem Aufnahmekörper (1) verbunden ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsbelag (7) durch Klemmung lösbar mit dem Aufnahmekörper (1) verbunden ist.
5. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der tellerartige Aufnahmekörper (1) aus Kunststoff oder Metall gebildet ist.
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