DE20020390U1 - Baumstumpffräse - Google Patents
BaumstumpffräseInfo
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- A01G23/06—Uprooting or pulling up trees; Extracting or eliminating stumps
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Description
PATENTANWÄLTE
DlPL-PHYS. DR. RER. NAT. JOST LEMPERT D-76207 KARLSRUHE (DURLACH)
POSTFACH 410760
DIPL-ING. HARTMUT LASCH TELEFON: (0721)9432815 TELEFAX: (0721)9432840
LIPCO GmbH
Am Fuchsgraben 5b 77880 Sasbach
18070.1/00 La/fe 29. November 2000
Die Erfindung betrifft eine fahrbare Baumstumpffräse mit einem Fahrwerk, das über auf zumindest einer angetriebenen Achse angeordnete Räder am Untergrund abgestützt ist, und einer Fräsvorrichtung, die an einem am Fahrwerk gehaltenen Ausleger gelagert ist.
In der Forstwirtschaft und auch in Garten- und Landschaftsbaubetrieben tritt die Notwendigkeit auf, den nach dem Fällen eines Baumes im Erdboden verbleibenden Baumstumpf zu roden. Während die Baumstümpfe früher manuell gerodet wurden, werden heutzutage für diese Arbeit üblicherweise sogenannte Baumstumpffräsen eingesetzt, von denen unterschiedliche Bauarten bekannt sind.
Für hohe Fräsleistungen werden in der Regel selbstfahrende Baumstumpffräsen verwendet, die ein auf Ketten oder Rädern fahrbares Fahrzeug umfassen, das einen hydraulisch verstellbaren Ausleger trägt, an dem die Fräsvorrichtung angebracht ist. Die Fräsvorrichtung kann von einer Bedienperson ferngesteuert auf einen Baumstumpf abgesenkt und über diesen querverlagert werden, wodurch der Baumstumpf herausge-
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fräst wird. Eine derartige Baumstumpffräse ist konstruktiv jedoch sehr aufwendig und somit teuer und läßt sich wirtschaftlich nur dann sinnvoll einsetzen, wenn eine relativ große Anzahl von Baumstümpfen zu roden ist. Diese Voraussetzung ist jedoch bei Garten- und Landschaftsbaubetrieben in der Regel nicht gegeben. Es ist deshalb versucht worden, eine kostengünstigere, weniger leistungsfähige Lösung zu finden, von der im Oberbegriff des Anspruchs 1 ausgegangen wird. Diese baut auf dem Grundgedanken eines Anbaugerätes an ein kleines selbstfahrendes Fahrwerk auf, das in Form eines sogenannten selbstfahrenden Einachsers in den Betrieben üblicherweise vorhanden ist. Der Einachser besteht aus einem Motor, der auf einem kleinen Chassis angeordnet ist und die einzige Radachse treibt, die zwei Räder trägt. Der Einachser wird von einem Benutzer an zwei Haltebügeln ergriffen, festgehalten und geführt.
Am vorderen, den Bügeln entgegengesetzten Ende kann an dem Einachser die Fräsvorrichtung angebaut werden, die einen 0 Ausleger umfaßt, an dessen vorderem Ende ein Fräskopf sitzt, der von dem Motor des Einachsers angetrieben wird. Um einen Baumstumpf zu roden, wird der Einachser mit der angebauten Fräsvorrichtung derart an den Baumstumpf herangefahren, daß der Fräskopf oberhalb des Baumstumpfes angeordnet ist und auf diesen abgesenkt werden kann. Die für die Rodung des Baumstumpfs notwendige pendelnde Querverlagerung des Fräskopfes wird von dem Benutzer manuell erzeugt, indem er den Einachser an den Haltebügeln verschwenkt, wobei die Räder über den Boden bzw. Untergrund 0 rutschen. Da die Reibung zwischen den Rädern und dem Untergrund relativ groß ist, bedarf es einer großen Körperkraft, um den Fräskopf über den Baumstumpf quer hin und her zu verlagern. Dies führt dazu, daß die Bedienperson häufig eine Pause einlegen oder durch eine andere Bedienperson er-
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setzt werden muß. Dieses Vorgehen ist nachteilig und uneffektiv.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Baumstumpffräse der genannten Art zu schaffen, die sich von einer Bedienperson während des Fräsvorganges in einfacher Weise handhaben läßt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer fahrbaren Baumstumpffräse der eingangs genannten Art durch eine Hubvorrichtung mit einem verstellbaren Stützelement gelöst, das zwischen einer vom Untergrund abgehobenen Ruhestellung und einer am Untergrund aufliegenden Hubstellung verstellbar ist, in der die Räder vom Untergrund abgehoben sind.
Die Erfindung geht von der Grundüberlegung aus, für die Schwenkung der Baumstumpffräse während des Fräsvorganges ein definiertes Schwenklager vorzusehen, das der manuellen Hin- und Herbewegung der Baumstumpffräse möglichst geringe Widerstandskräfte entgegensetzt. Zu diesem Zweck ist das mittels der Hubvorrichtung verstellbare Stützelement vorgesehen, das während eines Fahrvorganges der Baumstumpffräse angehoben ist und mit dem Untergrund bzw. Erdboden nicht in Kontakt steht, so daß die Baumstumpffräse in herkömmlicher Weise über die Räder am Untergrund abgestützt ist und mit diesen verfahren werden kann.
Sobald die Baumstumpffräse korrekt relativ zu einem zu rodenden Baumstumpf positioniert ist, wird das Stützelement mit der Hubvorrichtung derart abgesenkt, daß es mit dem Untergrund in Anlage kommt und die Räder vom Boden abhebt, so daß die Baumstumpffräse in diesem Zustand alleine über das Stützelement am Untergrund aufgelagert ist. Eine Schwenkung der Baumstumpffräse, die für die pendelnde Querbewegung des 5 Fräskopfes über den Baumstumpf notwendig ist, erfolgt somit
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alleine um das Stützelement, das so ausgestaltet ist, daß es einerseits die Gewichtskraft der Baumstumpffräse und die bei deren Betrieb auftretenden dynamischen Lasten zuverlässig in den Untergrund übertragen kann, ohne daß die Baumstumpffräse zu tief einsinkt und andererseits möglichst geringe Reibungswiderstände für die Schwenkbewegung der Baumstumpffräse bietet.
Nach Beendigung des Fräsvorganges wird das Stützelement wieder angehoben, wodurch die Baumstumpffräse sich wieder über ihre Räder am Untergrund abstützt und in gewohnter Weise verfahren werden kann.
Vorzugsweise weist die Hubvorrichtung ein schwenkbares Gestange auf, das an seinem unteren Ende das Stützelement trägt. Durch Schwenkung des Gestänges kann das Stützelement zwischen seiner Ruhestellung und seiner Hubstellung verstellt werden. Die Verstellbewegung kann dabei entweder hydraulisch oder auch mittels eines manuell oder motorisch betätigten Spindeltriebes erreicht werden.
Um die pendelnde Querbewegung bzw. Schwenkung der Baumstumpffräse für den Bediener zu erleichtern, ist in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, daß das Stützelement in seiner abgesenkten Hubstellung im wesentlichen unterhalb des Schwerpunktes der Baumstumpffräse angeordnet ist.
Das angetriebene Fahrwerk bzw. der Einachser ist üblicherweise mit zwei mit Handgriffen versehenen Haltebügeln ausgestattet, an denen ein Benutzer den Einachser ergreifen und führen kann. Zusätzlich dazu sollte auch an der Fräsvorrichtung bzw. dem Fräskopf ein Handgriff ausgebildet sein, so daß gegebenenfalls eine zweite Bedienerperson während des Fräsvorganges die Baumstumpffräse an dem Handgriff 5 der Fräsvorrichtung führen und schwenken kann, wodurch die
Positioniergenauigkeit erhöht ist. Die Bügel des Einachsers und der Handgriff der Fräsvorrichtung liegen auf entgegengesetzten Seiten des Stützelementes und somit des Drehpunktes und können insbesondere diametral zu diesem angeordnet sein. Der Handgriff der Fräsvorrichtung ist vorzugsweise rahmenartig als T- oder U-Rahmen ausgebildet und erstreckt sich von dem Fräskopf schräg nach oben, so daß er von dem Benutzer in einfacher Weise ergriffen werden kann.
Das Stützelement kann unterschiedliche Formen aufweisen. Zum einen kann vorgesehen sein, daß das Stützelement eine Fußplatte ist, die,insbesondere kreisförmig ausgebildet ist. Die Fußplatte kann auf ihrer Unterseite eben sein, so daß eine großflächige Auflagerung auf dem Untergrund gegeben ist, es ist jedoch auch möglich, die Fußplatte unterseitig konvex auszubilden, wodurch die Schwenkbewegung erleichtert ist. In einer speziellen Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen ein, daß das Stützelement ein sich nach unten verjüngender Kegel oder Kegelstumpf ist, der teilweise in den Untergrund, bei dem es sich üblicherweise um Erdboden handelt, eindringt und die Standfestigkeit erhöht.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung sind aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung ersichtlich. Es zeigen:
Figur 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Baumstumpffräse während eines Fahrvorganges und
Figur 2 die Baumstumpffräse gemäß Fig. 1 während eines Fräsvorganges.
Gemäß Fig. 1 umfaßt eine fahrbare Baumstumpffräse 10 ein selbstfahrendes Fahrwerk in Form eines sogenannten Einachsers 11, der ein Chassis 15 aufweist, auf dem ein Motor angeordnet ist. Das Chassis 15 ist über Räder 12, die auf einer vom Motor 14 angetriebenen Achse 33 sitzen, am Untergrund 13 abgestützt. Am Chassis 15 ist desweiteren ein sich schräg nach oben und hinten erstreckender Haltebügel 16 angebracht, der an seinem hinteren Ende einen Handgriff 16a trägt. Insbesondere können senkrecht zur Zeichenebene zwei Haltebügel nebeneinander angeordnet sein. Ein Benutzer kann den Einachser 11 an den Handgriffen 16a erfassen und während der Fahrbewegung führen und lenken.
An dem dem Haltebügel 16 entgegengesetzten Ende des Einachsers 11 ist ein nach vorne auskragender Ausleger 18 angebaut, der an seinem vorderen Ende eine Fräsvorrichtung 17 in Form eines angetriebenen Fräskopfes 19 trägt, auf dem radial vorstehende Frässchneiden 2 0 angeordnet sind. Die Fräsvorrichtung 17 wird in nicht näher dargestellter Weise von dem Motor 14 des Einachsers 11 angetrieben. Auf seiner Oberseite ist der Fräskopf 19 mit einer Schutzabdeckung versehen, an der ein sich schräg nach oben und nach vorne erstreckender bügelartiger Handgriff 22 angebracht ist.
Im mittleren Bereich des Auslegers 18, d.h. zwischen dem Einachser 11 und der Fräsvorrichtung 17 ist eine Hubvorrichtung 30 vorgesehen. Die Hubvorrichtung 3 0 umfaßt ein schwenkbares Gestänge in Form eines ersten Pendelstabs 23, der nahe seinem oberen Ende an einem Lager 24 schwenkbar am Ausleger 18 angebracht ist. Am entgegengesetzten unteren Ende des ersten Pendelstabs 23 ist über ein Gelenk 35 ein Stützelement in Form einer im wesentlichen horizontal ausgerichteten Fußplatte 32 angebracht.
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Im mittleren Bereich des ersten Pendelstabs 23 ist über ein Gelenk 25 ein zweiter, sich im wesentlichen nach oben erstreckender Pendelstab 26 angeschlossen, der an seinem oberen Ende über ein Gelenk 27 an einer Schiebehülse 2 8 gehalten ist. Die Schiebehülse 28 ist an ihrem oberen Ende mit einer manuell zu bestätigenden Kurbel 29 mit zwei Handgriffen 34 versehen und sitzt auf einer sich im wesentlichen nach oben erstreckenden Führung 31 des Auslegers 18. Bei Drehung der Kurbel 29 kann die Schiebehülse 2 8 in Abhängigkeit von der Drehrichtung auf der Führung 31 nach oben oder unten verstellt werden. Durch die Bewegung der Schiebehülse 28 verstellt sich auch das an dieser ausgebildete obere Schwenklager 27 des zweiten Pendelstabs 26, der dadurch ebenfalls angehoben oder abgesenkt wird. Infolge der Bewegung des zweiten Pendelstabs 26 kann der erste Pendelstab 23 um sein fest am Ausleger 18 ausgebildetes Schwenklager 24 verschwenkt werden, so daß die Fußplatte 3 2 in ihrer vertikalen Position verstellt werden kann.
Fig. 1 zeigt eine angehobene Ruhestellung der Fußplatte 32, in der diese deutlich vom Untergrund 13 abgehoben ist, so daß die gesamte fahrbare Baumstumpffräse 11 über die Räder 12 am Untergrund 13 aufliegt. Wenn die Fußplatte 32 durch Betätigung der Kurbel 29 abgesenkt wird, tritt sie mit dem Untergrund 13 im wesentlichen vollflächig in Kontakt. Bei weiterer Absenkung der Fußplatte 32 werden die Räder 12 vom Untergrund 13 abgehoben, so daß die Baumstumpffräse 10 lediglich über die Fußplatte ;32 am Untergrund 13 aufliegt. Diese Situation ist in Fig. 2 dargestellt. Dabei ist die 0 Fußplatte 32 vorzugsweise unterhalb des Schwerpunktes der Baumstumpffräse 10 angeordnet, so daß übermäßige Verkantungen und Querstellungen der Baumstumpffräse verhindert sind.
In der in Fig. 2 dargestellten Hubstellung, in der die Baumstumpffräse 10 nur über die Fußplatte 32 am Untergrund
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abgestützt ist, kann ein Benutzer die Baumstumpffräse 10 entweder an den Haltebügeln 16 oder dem Handgriff 22 erfassen und den Fräskopf 19 pendelnd quer über einen zu rodenden Baumstumpf S führen, der dabei mittels des Fräskopfes 19 weitestgehend herausgefräst werden kann. Nach Beendigung des Fräsvorganges hebt der Benutzer durch Drehung der Kurbel 29 die Fußplatte 32 wieder an, wodurch zunächst die Räder auf den Untergrund 13 abgesenkt werden und dann die Fußplatte vom Untergrund 13 in die in Fig. 1 dargestellte Ruhestellung abgehoben wird.
Claims (9)
1. Fahrbare Baumstumpffräse mit einem Fahrwerk (11), das über auf zumindest einer angetriebenen Achse (33) angeordnete Räder (12) am Untergrund (13) abgestützt ist, und einer Fräsvorrichtung (17), die an einem am Fahrwerk (11) gehaltenen Ausleger (18) gelagert ist, gekennzeichnet durch eine Hubvorrichtung (30) mit einem verstellbaren Stützelement (32), das zwischen einer vom Untergrund (13) abgehobenen Ruhestellung und einer am Untergrund (13) aufliegenden Hubstellung verstellbar ist, in der die Räder (12) vom Untergrund (13) abgehoben sind.
2. Baumstumpffräse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubvorrichtung (30) ein schwenkbares Gestänge (23, 26) aufweist, das an seinem unteren Ende das Stützelement (32) trägt.
3. Baumstumpffräse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützelement (32) in seiner Hubstellung im wesentlichen unterhalb des Schwerpunktes der Baumstumpffräse angeordnet ist.
4. Baumstumpffräse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützelement (32) hydraulisch verstellbar ist.
5. Baumstumpffräse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützelement (32) mittels eines Spindeltriebes (28, 31) verstellbar ist.
6. Baumstumpffräse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an der Fräsvorrichtung (17) ein Handgriff (22) ausgebildet ist.
7. Baumstumpffräse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Handgriff (22) rahmenartig ausgebildet ist.
8. Baumstumpffräse nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützelement eine Fußplatte (32) ist.
9. Baumstumpffräse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Fußplatte (32) kreisförmig ist.
Priority Applications (2)
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| DE9012956U1 (de) | 1990-09-11 | 1991-02-28 | Willibald, Artur, 7770 Überlingen | Wurzelstockfräse, vornehmlich als Anbaugerät an einen Schlepper o.ä. Trägerfahrzeug |
| DE4218005A1 (de) | 1992-06-01 | 1993-12-02 | Helmut Hagedorn | Selbstfahrende Arbeitsgerätschaft |
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- 2000-12-01 DE DE20020390U patent/DE20020390U1/de not_active Expired - Lifetime
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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