DE2001953C - Weitwinkelokular - Google Patents
WeitwinkelokularInfo
- Publication number
- DE2001953C DE2001953C DE2001953C DE 2001953 C DE2001953 C DE 2001953C DE 2001953 C DE2001953 C DE 2001953C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- lens
- field
- eyepiece
- aberration
- lenses
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Description
Die Erfindung betrifft ein Weitwinkelokular für ein
Mikroskop mit Feldlinsen und Augenlinsen, die durch einen Luftabstand voneinander getrennt sind. Insbesondere
betrifft die Erfindung ein Ultra-Weitwinkelokular mit einer hohen Feldzahl und einem großen S
Augenpunktabstand.
Bei bekannten Weitwinkelokularen fehlt im allgemeinen Licht in den ringförmigen Randbereichen
des Blickfeldes, wenn nicht die sphärische Aberration des Bildes der Austrittspupille des mit dem Okular
verwendeten Objektivs am Punkt des Auges genügend vermieden wird. Das hat seinen Grund in der Tatsache,
daß der Durchmesser der Austrittspupille des Objektivs relativ klein ist und daß daher der Durchmesser
der Austrittspupille am Augenpunkt des Okulars im allgemeinen kleir. gemacht wird, und zwar in der
Größenordnung von 1 mm, während das Blickfeld sehr hell ist und daher der Durchmesser der Pupille
des Beobachters notwendigerweise verringert ist, so daß ein Ausfall von Licht in den ringförmigen Randbereichen
des Blickfeldes auftritt, auch wenn nur eine geringe sphärische Aberration auftritt. Es ist daher
notwendig, die sphärische Aberration genügend zu kompensieren, um Lichtausfall in den ringförmigen
Randbereichen des Blickfeldes zu vermeiden. »5
Es ist weiterhin notwendig, die Feldlinse eines Okulars* vor der Augenlinse desselben in einem geeigneten
Abstand anzuoi Jnta, um Jie Hauptstrahlen,
die vom Objektiv ausgehen, oirzufangen und in die Hülse des Okulars einzuführen, die b. grenzten Durchmesser
hat. Daher neigt man dazu, in einem Weitwinkelokular den Augenpunktabsiand klein zu machen.
Der Augenpunktabstand ist im allgemeinen genügend groß, wenn er 6 mm, d. ii. die mittlere Länge, die eine
menschliche Augenwimper hat, überschreitet. Auf der anderen Seite ist es, wenn der AugenpunktaUstand zu
groß ist, als Folge unstetiger Bewegungen des Kopfes für den Beobachter schwierig, das Bild stabil zu beobachten.
Daher sollte die obere Grenze für den Augenpunktabstand 20 mm nicht übersteigen. Daher
wird angenommen, daß der geeignete Augenpunktabstand in der Größe von 14 bis 15 mm liegt.
. Wenn ein Weitwinkelokular zusammen mit einem Objektiv mit hoher Vergrößerung in einem Mikroskop verwendet wird, ist es notwendig, dem Okular eine Überkorrektion der chromatischen Aberration der Vergrößerung zu geben, um die Unterkorrektion der chromatischen Aberration der Vergrößerung des Objektivs zu kompensieren.
. Wenn ein Weitwinkelokular zusammen mit einem Objektiv mit hoher Vergrößerung in einem Mikroskop verwendet wird, ist es notwendig, dem Okular eine Überkorrektion der chromatischen Aberration der Vergrößerung zu geben, um die Unterkorrektion der chromatischen Aberration der Vergrößerung des Objektivs zu kompensieren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile bekannter Weitwinkelokulare zu vermeiden, bei
denen die Feldlinse ein achromatisches Kittglied ist, das positive Brechkraft hat, und die Augenlinsen ein
dickes Meniskusglied enthalten, das aus einer vorderen negativen Linre und einer hinteren positiven Linse
besteht, wobei die Kittfläche negative Brechkraft hat und die vordere konkave Fläche der vorderen negativen
Linse auf das Objektiv zu gerichtet ist, und daß ferner Linsen positiver Brechkraft in kurzem Abstand
hinter dem dicken Meniskusglied angeordnet sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Okular folgende numerische Daten aufweist:
| T | d | nd | 1 | Vd | |
| 1 | 161,0 | 1,5 | 1,6204 | ||
| 2 | 30,0 | 6,5 | 1,6259 | 60,3 | |
| 3 | -48,7 | 22,0 | 1 | 35,6 | |
| 4 | -51,9 | 1,8 | 1,7174 | ||
| 5 | 16,9 | 9,8 | 1,5891 | 29,5 | |
| 6 | -30,7 | 0,3 | 1 | 61,2 | |
| 7 | 30,7 | 3,5 | 1,5891 | ||
| 8 | -240,3 | 0,3 | 1 | 61,? | |
| 9 | 15,0 | 3,5 | 1,5891 | ||
| 10 | 28,8 | 1 | 61,2 | ||
| 11 |
Brennweite F = 25,0
Feldzahl = 26,0
Vergrößerung — lOfach
Augenpunktabstand E.P. = 14,6
Das erfindungsgemäße Weitwinkelokular hat eine große Feldzahl und einen großen Augenpunktabstand.
Es vermeidet Lichtverluste in dem ringförmigen Randbereich des Blickfeldes. Trotz der einfachen Konstruktion
erzeugt es Bilder hoher Qualität.
Da bei dem erfindungsgemäßen Okular das Feldlinsenglied mit achromatischer Kittfläche und positiver
Brechkraft als Ganzes vorgesehen ist, können die Hauptstrahlen, die von der Austrittspupille des mit
deir Okular verwendeten Objektivs kommen, durch das Feldlinsenglied unter einem größeren Winkel in
bezug auf die optisch; Achse eingefangen werden.
Dies erlaubt, einen wesentlich weiteren Bereich zu beobachten.
Um die chromatische Aberration der Vergrößerung wie auch die Verzeichnung zu kompensieren, hat die Kittfläche des Meniskusgliedes negative Brechkraft. Die Verwendung des Meniskusgliedes ist außerordentlich wirksam für die Verlängerung des Augenpunktabstandes und gleichzeitig für die Kompensation der Feldkrümmung des Okulars. Die Anordnung von einer oder mehreren Linsen mit positiver Brechkraft in geringem Abstand hinter dem Meniskusglied ist erforderlich, um die Brennweite des Okulars auf einem
Um die chromatische Aberration der Vergrößerung wie auch die Verzeichnung zu kompensieren, hat die Kittfläche des Meniskusgliedes negative Brechkraft. Die Verwendung des Meniskusgliedes ist außerordentlich wirksam für die Verlängerung des Augenpunktabstandes und gleichzeitig für die Kompensation der Feldkrümmung des Okulars. Die Anordnung von einer oder mehreren Linsen mit positiver Brechkraft in geringem Abstand hinter dem Meniskusglied ist erforderlich, um die Brennweite des Okulars auf einem
Claims (1)
- vorbestimmten positiven Wert zu halten. Durch das Bedingung 4:Vorsehen solcher positiver Linsen kann der Astig- η 7 f < 1 < 1 S Fmatismus, der von dem dicken Meniskusglied her- ' = 3 =rührt, das direkt an der Vorderseite der positiven wobei d3 eier Luftabstand zwischen dem Feldlinsen-Linsen angeordnet ist, kompensiert werden 5 glied und den Auge.ilinsengliedern ist.Der Kittradius r5 im dicken Meniskusglied, d:; Wenn der Wert von d3 kleiner gemacht wird als die Differenz in den Brechungsindizcs ns — /;„ zwischen oben beschriebene Grenze, ist die Fähigkeit, die Hauptder vorderen und hinteren Linse des dicken Meniskus- strahlen einzufangen, die von dem Feldlinsenglied gliedes, die Differenz in der Abbesciien Zahl vn2 — vn3 unter gröEzren Winkeln zur optischen Achse des zwischen der vorderen und hinteren Linse der Feld- io Okulars divergieren, ungenügend. Auch die Brechlinse und der Li-itabstand d3 zwischen der Feldlinse kraft für die chromaiüche Aberration der Vergröße- und den Augenlinsen genügen folgender Bedingungen: rung des Okulars ist verschlechtert. Außerdem nähertsich in diesem Falle die bildseitige, mit der Luft in Be-U,->r = rs < 0,8 F rührung stehende Oberfläche des Feldlinsengliedes der("s — ne) = 0,1 15 Bildebene des Objektivs. Daher erscheinen Beschädi-20 < (vn — ) gungen oder Kratzer, fremde Teile oder Staub, die2 3 auf den mit Luft in berührung stehenden Flächen0,7FS d3 S 1,5F, sitzen, oder kleine Bläscnei in dem Material, das dieFeldlinsenelemente bildet, im Blickfeld des Okulars.wobei F die Brennweite des gesamten optischen ao Wenn andererseits der Wert von d3 die vorbeschrie-Systems des Okulars bezeichnet. bene obere Grenze überschreitet, verringert sich derDie physikalische Wirksamkeit der \orbeschriebenen Abstand des Augenpunktes, da die resultierendevier Bedingungen soll im folgenden ausführlich er- Brennweite der Augenlinsen '..ein gemacht werdenläutert werden. muß, um der Brennweite des Okulars einen vorbestimm-Bedingung 1: 25 ten festen Wert zu geben.0^5 f < r < 08F ^'e Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Hszeigtwobei F die Brennweite des Okulars und r5 6er Krüm- F i g. 1 einen schematischen Längsschnitt durch dieinungsradius der Kittfläche im dicken Meniskusglied Anordnung der Linsen,ist· 30 F i g. 2 bis 6 verschiedene Aberrationskurven des inWenn der Wert von r5 kleiner gemacht wird als die F i g. 1 dargestellten Okulars.\orstehend definierte untere Grenze, d. h. kleiner als F i g. 2 zeigt die sphärischen Aberrationen, wobei die 0,5F, wächst die sphärische Aberration der Pupille, ausgezogene Linie die Aberration für die i/-Linie zeigt, und die Verzeichnung wird überkorrigiert. Wenn an- Die gestrichelte Linie ist die der r-Linie. Die mit einem dererseits der Wert von r5 die vorbeschriebene obere 35 Punkt unterbrochene Linie zeigt die F-Linie, während Grenze überschreitet, ist die Korrektivkraft der chro- die sphärische Aberration für dieg-Linie durch die mit rnatischen Abeiration der Vergrößerung erheblich ver- zwei Punkten unterbrochene Kurve dargestellt ist.
schlechten. F i g. 3 zeigt die chromatische Aberration der VerBedingung 2: größerung,
(n — η ) > 0 1 4° F i g. 4 den Astigmatismus und die Feldkrümmung,* - ' ' währendwobei /J5 und /ι, die Brechungsindizes der vorderen F i g. 5 die Verzeichnung darstellt,
negativen Linse und der hinteren positiven Linse sind, Wie den in den F i g. 2 bis 5 dargestellten Aberdie zusammen das Meniskusglied bilden, und die Kitt- rationen entnommen werden kann, ist die sphärische fläche negative Brechkraft hat. 45 Aberration außerordentlich gut kompensiert, während Wenn die Differenz (/J5 - ne) kleiner gemacht wird die Überkorrektion der chromatischen Aberration der aU die im vorstehenden definierte untere Grenze, d. h. Vergrößerung an das Okular weitergegeben wird, so kleiner als 0,1, wird die Korrektivkraft für die Ver. daß die Unterkorrektion der chromatischen Aberzeichnung, die chromatische Aberration der Ver- ration der Vergrößerung des Objektivs im wesentgrcßerung wie auch die sphärische Aberration der 50 liehen, genau kompensiert wird. Der Astigmatismus Pupille ungenügend. wie auch die Feldkrümmung ist innerhalb 3 mm über Bedingung 3· ^as 6anze · e'd reduziert und erreicht die Feldzahl 26. _Λ . . '. Außerdem ist die Verzeichnung innerhalb von 2% 20S(Vn2-VH3), verringert.wobei ν«, und vn3 die Abbeschen Zahlen der vorderen 55 F i g. 6 zeigt die sphärische Aberration der Pupille,und hinteren Linse sind, die das positive Feldlinsen- Die sphärische Aberration iit innerhalb von etwaglied mit der achromatischen Kittfläche bilden. 1 mm im Bereich der Feldzahl 26 verringert, und derWenn die Differenz (vn% — vn3) kleiner gemacht wird Ausfall an Licht im ringförmigen P.andbereich desals 20, wird die Korrektivkraft der chromatischen Feldes ir.t hinreichend vermieden Die numerischeAberration der Vergrößerung des Okular«; ungenügend. 6o Apertur N. A. ist 0,052 bei der Feldnahl 26. Dies er-Diese Bedingung ist erfüllt, wenn die vordere zer- möglicht, die numerische Apertur zu verringern,
streuende Linse des Feldlinsengliedes aus einem Glashergestellt wird, das eine hohe Abbesche Zahl hat, Patentanspruch:während die hintere sammelnde Linse aus einem Glas Weitwinkelokular für ein Mikroskop mit einemmit einer niederen Abbeschen Zahl gemacht wird. 65 Feldlinsenglied und Augenlinsengliedern, die durchDiese Forderung steht also im Gegensatz zu der Be- einen größeren Luftabstand voneinander getrenntdingung, der achromatische Linsen mit hoher posi- sind, wobei das Feldlinsenglied eine achromatischetiver Brechkraft unterliegen. . Kittfläche besitzt und als Ganzes positive Brech-kraft hat und die Augenlinsenglieder ein dickes Meniskusglied enthalten, das aus einer vorderen negativen Linse und einer hinteren positiven Linse besteht, wobei die Kittfläche negative Brechkraft hat und die vordere konkave Fläche der vorderen negativen Linse auf das Objektiv zu gerichtet ist, und daß ferner Linsen positiver Brechkraft in kurzem Abstand hinter dem dicken Meniskusglied angeordnet sind, gekennzeichnet durch die folgenden numerischen Daten:T d ltd 1 vd 1 161 1,5 1,6204 2 30,0 6,5 1,6259 60,3 3 -48,7 22,0 1 35,6 4 -51,9 1,8 1,7174 5 16,9 9,8 1,5891 29,7 6 -30,7 0,3 1 61,2 7 30,7 3,5 1,5891 8 -240,3 0,3 1 61,2 9 15,0 3,5 1,5891 10 28,8 1 61,2 11 Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3241167C2 (de) | Endoskopobjektiv | |
| DE2849801C2 (de) | Foto-Okular | |
| DE4128435A1 (de) | Hochgeoeffnetes weitwinkelobjektiv | |
| DE3108018C2 (de) | ||
| DE3511151C2 (de) | ||
| DE3539009A1 (de) | Vorsatz fuer ein stereoskopisches operationsmikroskop fuer die augenchirurgie | |
| DE2540520C2 (de) | Teleobjektiv | |
| DE60214262T2 (de) | Retrofokus optisches Beobachtungssystem | |
| DE112020005405T5 (de) | Optisches system und optisches instrument | |
| DE3034560A1 (de) | Ansatzobjektive | |
| DE1918860A1 (de) | Objektiv fuer ein Mikroskop | |
| DE2746269C3 (de) | Mikroskopobjektiv für 40-fache Vergrößerung | |
| DE2918731C2 (de) | Okular mit großem Gesichtsfeld | |
| DE2001953C (de) | Weitwinkelokular | |
| DE19746925C1 (de) | Mikroskop-Okular mit 10-facher Vergrößerung | |
| DE3403853A1 (de) | Verfahren zur fokussierung von teleobjektiven und zur durchfuehrung des verfahrens geeignete teleobjektive | |
| DE1810220A1 (de) | Weitwinkelobjektiv | |
| DD286239A5 (de) | Weitwinkelokular | |
| DE3002714C2 (de) | Gauß-Objektiv | |
| DE2807653A1 (de) | Zoom-weitwinkelobjektiv | |
| DE1994559U (de) | Sucher. | |
| DE3241760A1 (de) | Ansatzobjektiv | |
| DE2001953B1 (de) | Weitwinkelokular | |
| DE2907956A1 (de) | Kompaktobjektiv vom typ umgekehrter teleobjektive | |
| DE1100311B (de) | Aus vier Gliedern bestehendes Gaussobjektiv grosser Apertur |