DE3108018C2 - - Google Patents
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- G02—OPTICS
- G02B—OPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
- G02B13/00—Optical objectives specially designed for the purposes specified below
- G02B13/22—Telecentric objectives or lens systems
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein telezentrisches Projektionsobjektiv
mit einer am objektseitigen Brennpunkt
angeordneten Eintrittspupille.
Es sind bereits Vorlagen-Abtastverfahren entwickelt und
verwendet worden, bei denen Festkörper-Bildaufnahmeelemente
als Abtasteinrichtung für Lesegeräte verwendet
werden. Zur Durchführung dieser bekannten Abtastverfahren
muß ein Projektionsobjektiv verwendet werden, um ein Bild
der Vorlage in der Ebene der Festkörper-Bildaufnahmeelemente
zu erzeugen. Ferner ist üblicherweise ein Farbtrennprisma
zwischen dem Projektionsobjektiv und den
Festkörper-Bildaufnahmeelementen angeordnet, um die Farben
des Vorlagenbildes voneinander trennen zu können.
Wenn ein gewöhnliches, nicht telezentrisches Objektiv in
diesem Fall als Projektionsobjektiv verwendet wird,
fallen die Außerachs-Strahlen schräg auf das Farbtrennprisma
ein. Dies verursacht eine Abschattung. Zur Behebung
des Abschattungsproblems ist daher die Verwendung
eines telezentrischen Projektionsobjektives zweckmäßig.
Bei Verwendung eines telezentrischen Projektionsobjektives
gehen die Hauptstrahlen des einfallenden Lichtes
durch den objektseitigen Brennpunkt. Deshalb können die
Hauptstrahlen des austretenden Lichtbündels einschließlich
der Außerachs-Strahlen auf der Bildseite parallel
zur optischen Achse verlaufen.
Projektionsobjektive, die für ein Vorlagen-Abtastverfahren
geeignet sind, haben jedoch gleichzeitig eine
Vielzahl von Forderungen zu erfüllen. Im allgemeinen sollen
derartige Projektionsobjektive die folgenden Forderungen
erfüllen.
- 1. Die relative Öffnung des Projektionsobjektives sollte möglichst groß sein. Um eine Hochgeschwindigkeitsabtastung unter Verwendung von Festkörper-Bildaufnahmeelementen auszuführen, ist es wünschenswert, die Beleuchtungsstärke an jedem Bildaufnahmeelement so groß wie möglich zu machen. Andererseits ist es erwünscht, zur Beleuchtung der Vorlage eine Lichtquelle zu verwenden, deren Lichtstärke so niedrig wie möglich ist. Um diese beiden Forderungen gleichzeitig erfüllen zu können, ist es zweckmäßig, wenn das Projektionsobjektiv eine vergleichsweise große relative Öffnung hat.
- 2. Um die Größe der Vorlagen-Abtasteinrichtung verringern zu können, d. h. den Abstand zwischen der Vorlagenebene und der Bildebene zu verkleinern, sollte das Projektionsobjektiv einen vergleichsweise großen Bildfeldwinkel haben.
- 3. Das Projektionsobjektiv sollte ein großes Auflösungsvermögen haben, da die Abmessungen der einzelnen Bildaufnahmeelemente in der Größenordnung von 15 µm liegen.
- 4. Das Projektionsobjektiv soll auch in den Bereichen außerhalb der Achse eine Helligkeitsausbeute von 100% haben. Diese Forderung rührt daher, daß die Verteilung der Beleuchtungsstärke über alle Bildaufnahmeelemente gleichförmig sein soll.
- 5. Das Projektionsobjektiv soll in der Lage sein, die Objektebene gleichförmig zu projizieren, d. h. die Verzeichnung des Projektionsobjektives sollte gering sein.
- 6. Da ein Farbtrennprisma zwischen dem Projektionsobjektiv und den Festkörper-Bildaufnahmeelementen angeordnet sein soll, sollte das Projektionsobjektiv eine relativ lange hintere Schnittweite haben.
In der US-PS 26 87 063 ist ein Projektionsobjektiv
beschrieben, das aus einer mehrlinsigen, positiven
objektseitigen Linsengruppe und einer positiven
bildseitigen Linsengruppe besteht, die zwei Linsen
aufweist. Wenn die im Zusammenhang mit diesem bekannten
Objektiv gemachten Angaben zur Objekt- und Bildlage
unberücksichtigt bleiben, d. h. für verkleinernde Abbildungen,
weist dieses bekannte Projektionsobjektiv auf
seiner optischen Achse nebeneinander angeordnet eine
einzelstehende, erste Linse positiver Brechkraft mit
einer konvexen ersten Linsenfläche, eine einzelstehende,
zweite Linse negativer Brechkraft sowie eine Linsengruppe
auf, die aus drei Linsengliedern besteht, von denen eines
eine Kittfläche hat.
Auch bei dem erfindungsgemäßen Objektiv sollen die
vorstehend genannten Forderungen erfüllt sein.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein
telezentrisches Projektionsobjektiv mit ausreichender
bildseitiger Schnittweite für Abbildungen etwa im Maßstab
1/10 zu schaffen, das eine gleichmäßige Verteilung der
Beleuchtungsstärke in der Bildebene aufweist und das über
einen großen Bildfeldwinkel und eine große relative
Öffnung hinsichtlich Verzeichnung, sphärischer Aberration,
Koma und Bildfeldkrümmung vergleichsweise gut
korrigiert ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die beiden
Projektionsobjektive gemäß den Patentansprüchen 1 und 3
gelöst. Die erfindungsgemäßen Projektionsobjektive sind
jeweils durch die im Anspruch 1 bzw. 3 angegebenen
Merkmale definiert, die in ihrem Zusammenwirken das
Erreichen der angestrebten Eigenschaftskombination ermöglichen.
Insbesondere zurückzuführen sind die günstigen
Eigenschaften der erfindungsgemäßen Projektionsobjektive
auf deren Ausbildung aus zwei einzelstehenden Linsen und
einer bildseitigen Linsengruppe, auf die Brechkraftfolge
positiv-negativ-positiv, auf die durch die Bedingungen
angegebene Brennkraftverteilung auf die beiden Einzellinsen
und die Linsengruppe sowie auf die bikonkave Ausbildung
der zweiten Einzellinse. Die beiden Einzellinsen
sowie die Linsengruppe haben jeweils eine vergleichsweise
große Brennkraft. Die Korrektur der Bildfeldkrümmung wird
im wesentlichen mittels der zweiten Linse erzielt. Ferner
hat diese die Aufgabe, die sphärische Aberration der
ersten Linse weitgehend zu kompensieren.
Das Projektionsobjektiv gemäß der US-PS 26 87 063 erfüllt
keine der für die erfindungsgemäßen Projektionsobjektive
wesentlichen Bedingungen, und seine zweite Linse ist
nicht bikonkav.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen
dargestellt und werden im folgenden näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1A eine Schnittbilddarstellung eines ersten Beispiels
des Projektionsobjektives;
Fig. 1B Bildfehler des ersten Beispiels gemäß Fig. 1A;
Fig. 1C Querfehler des ersten Beispiels gemäß Fig. 1A in
der Gaußschen Bildebene; und
Fig. 2A und 2B bis 21A und 21B jeweils eine Schnittbilddarstellung
eines zweiten bis einundzwanzigsten Beispiels
des Projektionsobjektives sowie die zugehörigen Bildfehler.
Zunächst sollen die Bedingungen (1) bis (3) erläutert
werden, die sich auf das Projektionsobjektiv gemäß einer
ersten Ausführungsform beziehen.
Durch Erfüllen der Bedingung (1) kann die sphärische
Aberration gut korrigiert werden, wobei das Gleichgewicht
der Brechkräfte der einzelstehenden, ersten Linse und der
einzelstehenden, zweiten Linse eingehalten wird. Das
beschriebene Objektiv ist ein telezentrisches System und
der Abstand zwischen den Hauptpunkten der zweiten Linse
und der bildseitigen Linsengruppe ist größer als der
Abstand zwischen den Hauptpunkten der ersten und zweiten
Linse. Die Durchtrittshöhen der Öffnungsstrahlen an der
ersten positiven Linse sind vergleichsweise groß, wodurch
eine große sphärische Aberration erzeugt wird. Wenn
|f₁/f₂| unterhalb der unteren Grenze 1,69 liegt, wird die
Brechkraft der ersten Linse hoch und werden die durch die
objektseitige Linsenfläche der ersten Linse hindurchgehenden
Öffnungsstrahlen stark in Richtung auf die
optische Achse gebrochen. Als Ergebnis hiervon wird eine
große negative sphärische Aberration erzeugt. Wenn
andererseits |f₁/f₂| die obere Grenze 2,55 übersteigt,
wird die Brechkraft der zweiten Linse hoch und die zweite
Linse erzeugt eine derart große positive sphärische
Aberration, daß diese die in der ersten Linse erzeugte
negative sphärische Aberration überkompensiert.
Die Bedingung (2) muß zur Korrektur der Bildfeldkrümmung
des Linsensystems erfüllt sein.
Wenn f₂/f größer als die obere Grenze -0,19 ist, ist die
Petzvalsumme überkompensiert und die Bildfeldkrümmung zu
stark korrigiert. Um dies zu kompensieren, müßte die
Brechkraft der bildseitigen Linsengruppe in ihrem
Absolutwert angehoben werden. Wenn der Absolutwert der
Brechkraft der bildseitigen Linsengruppe dementsprechend
erhöht würde, würde - wie untenstehend in Verbindung mit
der Bedingung (3) erläutert ist - in der bildseitigen
Linsengruppe eine große Verzeichnung erzeugt werden, die
schwierig zu korrigieren ist. Wenn andererseits f₂/f
kleiner als die untere Grenze von -0,33 ist, wird es
schwierig, die Petzvalsumme des gesamten Objektivs zu
korrigieren; hierdurch wird eine Unterkorrektur der
Bildfeldkrümmung verursacht.
Bedingung (3) ist zur Korrektur der Bildfeldkrümmung und
Verzeichnung notwendig. Da das Objektiv zu den telezentrischen
Systemen gehört, sind die Stellen, an denen
die Hauptstrahlen durch die bildseitige Linsengruppe
hindurchgehen, weit von der optischen Achse entfernt.
Wenn f₃/f kleiner als die untere Grenze von 0,41 ist,
wird die Brechkraft dieser Linsengruppe hoch und werden
die durch diese Linsengruppe hindurchgehenden Hauptstrahlen
stark in Richtung auf die optische Achse
gebrochen. Hierdurch wird eine große Verzeichnung
erzeugt. Wenn andererseits f₃/f größer als die obere
Grenze 0,59 ist, bekommt die Bildfeldkrümmung ein so
großes Ausmaß, daß sie schwer zu korrigieren ist.
Im folgenden werden die Linsenformen des Projektionsobjektives
gemäß der ersten Ausführungsform ausführlicher
beschrieben.
Wie vorstehend beschrieben worden ist, soll das
Projektionsobjektiv eine vergleichsweise große relative
Öffnung haben. Um dies zu erreichen, ist es zweckmäßig,
die sphärische Aberration der ersten Linse effektiv zu
korrigieren, nämlich derjenigen Linse, in der die
Öffnungsstrahlen den größten Abstand von der optischen
Achse haben. Hierzu ist die objektseitige Linsenfläche
der ersten Linse konvex geformt.
Bei dem beschriebenen Projektionsobjektiv ist die Linse,
die die Petzvalsumme korrigiert, lediglich die zweite
Linse. Deshalb ist die Brechkraft der zweiten Linse
vergleichsweise hoch. Aus diesem Grunde ist die negative
zweite Linse bikonkav ausgebildet, um die sphärische
Aberration in der zweiten Linse zu verringern.
Da ein Farbtrennfilter zwischen die Bildebene und die der
Bildebene am nächsten gelegene Linsenfläche einsetzbar
sein soll, muß das Projektionsobjektiv eine ausreichend
große hintere Schnittweite haben. Hierzu ist die
bildseitige Linsengruppe aus zwei positiven Linsen
zusammengesetzt und vorzugsweise derart ausgebildet, daß
die von den zwei positiven Linsen gebildete Luftlinse
bikonkav ist.
Die folgenden Beispiele 1 bis 12 erläutern in Verbindung
mit den Fig. 1 bis 12 das vorstehend erläuterte Projektionsobjektiv
gemäß der ersten Ausführungsform und demonstrieren
die erzielte Wirkung.
In den Beispielen ist
Ri der Krümmungsradius der i-ten Linsenfläche,
Di die Dicke oder der Luftabstand auf der Achse zwischen der i-ten Linsenfläche und der (i+1)-ten Linsenfläche,
ω der Bildfeldwinkel,
β der Abbildungsmaßstab,
Ni der Brechungsindex der i-ten Linse für die d-Linie,
νi die Abbesche Zahl der i-ten Linse,
f die Brennweite des Projektionsobjektives,
f₁ die Brennweite der ersten Linse,
f₂ die Brennweite der zweiten Linse,
f₃ die Brennweite der bildseitigen Linsengruppe, und
D0 der Luftabstand gemessen an der Achse zwischen der Pupille SL und der ersten Linsenfläche.
Di die Dicke oder der Luftabstand auf der Achse zwischen der i-ten Linsenfläche und der (i+1)-ten Linsenfläche,
ω der Bildfeldwinkel,
β der Abbildungsmaßstab,
Ni der Brechungsindex der i-ten Linse für die d-Linie,
νi die Abbesche Zahl der i-ten Linse,
f die Brennweite des Projektionsobjektives,
f₁ die Brennweite der ersten Linse,
f₂ die Brennweite der zweiten Linse,
f₃ die Brennweite der bildseitigen Linsengruppe, und
D0 der Luftabstand gemessen an der Achse zwischen der Pupille SL und der ersten Linsenfläche.
In Tabelle 1 sind die Aberrationskoeffizienten dritter
Ordnung der vorstehend gezeigten Beispiele zusammengefaßt.
In der Tabelle ist mit I die sphärische
Aberration, mit II die Koma, mit III der Astigmatismus,
mit P die Petzvalsumme und mit V die Verzeichnung
bezeichnet.
Im folgenden sollen die Bedingungen (A) bis (C) erläutert
werden, die für das Projektionsobjektiv gemäß der zweiten
Ausführungsform gelten.
Die Bedingung (A) ist notwendig für eine gute Korrektur
der sphärischen Aberration, wozu das Gleichgewicht der
Brechkräfte der ersten und zweiten Linse eingehalten
wird. Das beschriebene Objektiv gehört zu den telezentrischen
Systemen und der Abstand zwischen den Hauptpunkten
der zweiten Linse und der bildseitigen Linsengruppe
ist größer als der Abstand zwischen den Hauptpunkten
der ersten und zweiten Linse. Die
Durchtrittshöhen der Öffnungsstrahlen an der ersten,
positiven Linse sind vergleichsweise groß. Hierdurch wird
eine große sphärische Aberration erzeugt. Wenn |f₁/f₂|
kleiner als die untere Grenze 1,72 ist, so ist die
Brechkraft der ersten Linse hoch; deshalb die
durch die objektseitige Linsenfläche der ersten Linse
hindurchgehenden Öffnungsstrahlen stark in Richtung auf
die optische Achse gebrochen, so daß eine große negative
sphärische Aberration erzeugt wird. Wenn andererseits
|f₁/f₂| oberhalb der oberen Grenze 2,58 liegt, so wird
die Brechkraft der zweiten Linse hoch und die zweite
Linse erzeugt eine derart große sphärische Aberration,
daß die von der ersten Linse erzeugte negative sphärische
Aberration überkompensiert wird.
Die Bedingung (B) dient zur Korrektur der Bildfeldkrümmung.
Wenn f₂/f die obere Grenze -0,19 überschreitet,
ist die Petzvalsumme überkorrigiert und die Korrektur der
Bildfeldkrümmung wird zu groß. Um diesen Nachteil zu
beseitigen, müßte der Absolutwert der Brechkraft der
bildseitigen Linsengruppe erhöht werden. Wie jedoch
später in Verbindung mit Bedingung (C) erläutert wird,
würde eine Anhebung des Absolutwertes der Brechkraft in
dieser Linsengruppe eine starke Verzeichnung bewirken,
deren Korrektur schwer ist. Wenn andererseits f₂/f
kleiner als die untere Grenze ist, so wird die Korrektur
der Petzvalsumme des Projektionsobjektives schwierig und
die Bildfeldkrümmung unterkorrigiert.
Die Bedingung (C) soll zur Korrektur der Bildfeldkrümmung
und der Verzeichnung erfüllt sein. Dies hat seine Ursache
darin, daß das beschriebene Objektiv zu den telezentrischen
Systemen gehört und die Hauptstrahlen durch die
bildseitige Linsengruppe an Stellen hindurchgehen, die
weit von der optischen Achse entfernt sind. Wenn f₃/f
unterhalb der unteren Grenze von 0,41 liegt, so ist die
Brechkraft dieser Linsengruppe hoch und die durch diese
Linsengruppe hindurchgehenden Hauptstrahlen werden stark
in Richtung auf die optische Achse gebrochen. Hierdurch
wird eine große Verzeichnung erzeugt. Wenn andererseits
f₃/f oberhalb der oberen Grenze von 0,59 liegt, nimmt die
Bildfeldkrümmung ein so großes Ausmaß an, daß es nicht
länger möglich ist, diesen Bildfehler zu korrigieren.
Im folgenden werden die Linsenformen des Projektionsobjektives
gemäß der zweiten Ausführungsform näher
erläutert.
Wie bereits erläutert, soll das Projektionsobjektiv eine
vergleichsweise große relative Öffnung haben. Um dieses
Erfordernis zu erfüllen, ist es zweckmäßig, daß die sphärische
Aberration in der ersten Linse korrigiert wird, in
der die Öffnungsstrahlen den größten Abstand von der
optischen Achse des Objektivs haben. Hierzu ist die
objektseitige Linsenfläche der ersten Linse konvex.
Bei dem beschriebenen Projektionsobjektiv wird die
Petzvalsumme zuallererst durch die Brechkraft der zweiten
Linse korrigiert. Deshalb wird die Brechkraft der zweiten
Linse oft außerordentlich hoch und könnte die zweite
Linse die verschiedensten Bildfehler erzeugen. Um diese
so weit wie möglich zu verringern, ist die zweite Linse
bikonkav ausgebildet.
Da das beschriebene Projektionsobjektiv zu den telezentrischen
Objektiven gehört, sollten die außeraxialen Hauptstrahlen
mit einer bestimmten Höhe von der optischen
Achse durch die bildseitige Linsengruppe beabstandet
sein. Es ist vorzuziehen, daß die dem Objektiv nächste
Linse der bildseitigen Linsengruppe als positive Meniskuslinse
ausgebildet ist, die objekseitig konkav ist.
Weiter ist es vorzuziehen, daß die der Bildebene nächste
Linse dieser Linsengruppe als Meniskuslinse ausgebildet
ist, die bildseitig konkav ist. Bei einer solchen Ausbildung
sind die Hauptstrahlen von der optischen Achse
durch die zuerst erwähnte Meniskuslinse beabstandet und
werden die Aberrationen durch die konkave Linsenfläche
der zweitgenannten Meniskuslinse korrigiert. Da zusätzlich
die der Bildebene nächste Linse vorzugsweise keine
negative Brechkraft hat, kann das Erfordernis, die
hintere Schnittweite des Objektivs zu vergrößern, gleichzeitig
erfüllt werden.
Die folgenden Beispiele 13 bis 21 erläutern zusammen mit
den Fig. 13 bis 21 das Projektionsobjektiv gemäß der
zweiten Ausführungsform. In den folgenden Beispielen ist
die Brennweite f des Projektionsobjektives auf 1 normiert,
die Blendenzahl 5,0, der Bildfeldwinkel ω=25,2°
und der Abbildungsmaßstab β=-0,12343. Erneut ist
Ri der Krümmungsradius der i-ten Linsenfläche,
Di die Dicke oder der Luftabstand auf der Achse zwischen der i-ten und der (i+1)-ten Linsenfläche,
Ni der Brechungsindex der i-ten Linse für die d-Linie,
νi die Abbesche Zahl der i-ten Linse,
f₁ die Brennweite der ersten Linse,
f₂ die Brennweite der zweiten Linse,
f₃ die Brennweite der bildseitigen Linsengruppe, und
D0 der Luftabstand auf der Achse zwischen der Pupille SL und der ersten Linsenfläche.
Di die Dicke oder der Luftabstand auf der Achse zwischen der i-ten und der (i+1)-ten Linsenfläche,
Ni der Brechungsindex der i-ten Linse für die d-Linie,
νi die Abbesche Zahl der i-ten Linse,
f₁ die Brennweite der ersten Linse,
f₂ die Brennweite der zweiten Linse,
f₃ die Brennweite der bildseitigen Linsengruppe, und
D0 der Luftabstand auf der Achse zwischen der Pupille SL und der ersten Linsenfläche.
Die Aberrationskoeffizienten dritter Ordnung der vorstehenden
Beispiele sind in der folgenden Tabelle 2 zusammengefaßt,
wobei I die sphärische Aberration, II die Koma, III der Astigmatismus, P die Petzvalsumme und V die Verzeichnung ist.
Claims (4)
1. Telezentrisches Projektionsobjektiv mit einer am objektseitigen
Brennpunkt angeordneten Eintrittspupille, einer
einzelstehenden, ersten Linse (I) positiver Brechkraft,
deren objektseitige Linsenfläche konvex ist, einer bikonkaven,
einzelstehenden, zweiten Linse (II) negativer
Brechkraft und einer aus zwei positiven Linsengliedern,
von denen eines eine objektseitig konkave Kittfläche hat,
bestehenden Linsengruppe (III), wobei die erste und die
zweite Linse sowie die Linsengruppe in dieser Reihenfolge
gesehen von der Objektseite her angeordnet sind und die
folgenden Bedingungen erfüllen:
(1) 1,69|f₁/f₂|2,55
(2) -0,33f₂/f-0,19
(3) 0,41f₃/f0,59wobei f₁, f₂ und f₃ die Brennweiten der ersten und zweiten Linse sowie der Linsengruppe und f die Brennweite des Objektivs sind.
(2) -0,33f₂/f-0,19
(3) 0,41f₃/f0,59wobei f₁, f₂ und f₃ die Brennweiten der ersten und zweiten Linse sowie der Linsengruppe und f die Brennweite des Objektivs sind.
2. Telezentrisches Projektionsobjektiv nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die zwei
positiven Linsenglieder der Linsengruppe (III) gebildete
Luftlinse bikonkav ist.
3. Telezentrisches Projektionsobjektiv mit einer am
objektseitigen Brennpunkt angeordneten Eintrittspupille,
einer einzelstehenden, ersten Linse (I) positiver Brechkraft,
deren objektseitige Linsenfläche konvex ist, einer
bikonkaven, einzelstehenden, zweiten Linse (II) negativer
Brechkraft und einer aus drei oder vier Linsengliedern,
von denen eines eine Kittfläche hat, bestehenden Linsengruppe
(III), wobei die erste und die zweite Linse sowie
die Linsengruppe in dieser Reihenfolge gesehen von der
Objektseite her angeordnet sind und die folgenden
Bedingungen erfüllen:
(A) 1,72|f₁/f₂|2,58
(B) -0,33f₂/f-0,19
(C) 0,41f₃/f0,59wobei f₁, f₂ und f₃ die Brennweiten der ersten und zweiten Linse sowie der Linsengruppe und f die Brennweite des Objektivs sind.
(B) -0,33f₂/f-0,19
(C) 0,41f₃/f0,59wobei f₁, f₂ und f₃ die Brennweiten der ersten und zweiten Linse sowie der Linsengruppe und f die Brennweite des Objektivs sind.
4. Telezentrisches Projektionsobjektiv nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das objektivseitig erste
Linsenglied der Linsengruppe (III) eine objektseitig konkave
Meniskuslinse ist und daß das bildseitig letzte
Linsenglied der Linsengruppe (III) ein bildseitig konkaves
Meniskuslinsenglied ist.
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-
1981
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- 1981-03-03 DE DE19813108018 patent/DE3108018A1/de active Granted
Also Published As
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| US4441792A (en) | 1984-04-10 |
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