DE20008913U1 - Personen-Lasten-Aufzug mit Antriebs-Anordnung - Google Patents
Personen-Lasten-Aufzug mit Antriebs-AnordnungInfo
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Description
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B E S C H R E i B U N
eines PERSONEN-LASTEN-AUFZUGES und der ANTRIEBS - ANORDNUNG
Die Erfindung beschreibt einen Personen - Lasten - Aufzug unter Beachtung der europäischen Aufzug-Richtlinie und der Norm EN 81-1 zum Einbau in vorhandene oder neu zu schaffende Mauer-, Beton- oder in offene oder verkleidete Stah1gerüst-Fahrschächte (genannt Schachtgerüste).
Der Aufzugschacht bildet an der untersten Haltestelle eine Schachtgrube für die Unterfahrt des Fahrkorbtragrahmens und des Gegengewichtes.
An der obersten Haltestelle bildet der Aufzugschacht einen Schachtkopf in der Höhe des Fahrkorbtragrahmens mit dem Fahrkorb und dem erforderlichen Schutzraum von der Fahrkorbdecke bis zur Schacht kopfdecke nach überfahrt des Fahrkorbtragrahmens.
über der Schacht kopfdecke ist dann in der Regel der Maschinenraum des Seilaufzuges angeordnet, der den Aufzugantrieb, die Aufzugsteuerung und weitere Sicherheitseinrichtungen aufnimmt.
- 01 -
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Um diese, teilweise architektonisch unschönen, Maschinenraumaufbauten zu vermeiden, werden Lösungen erarbeitet, den Antrieb und die Steuerung des Aufzuges in den Fahrschacht oder in den Schachtkopf zu verlegen.
Hierzu gibt es bereits verschiedene Entwicklungen / Erfindungen, z.B. auch ölydraulisch direkt oder indirekt angetriebene Aufzüge.
Die hier vorgestellte Lösung spart u. a. umbauten Raum, zusätzliche Seilumlenkrollen und Seillängen.
Die Ausgestaltung dieses Personen-Lasten-Aufzug enthält nachstehende Bauteile.
Über besonders ausgebildete Schienenhalterungen werden die Fahrkorb- und Gegengewichts-Führungsschienen paarweise zueinander angeordnet und bilden damit die Führungsbahnen für das Gegengewicht bzw. für den Fahrkorbtragrahmen.
Die Fahrkorb- und Gegengewichts-Führungsschienen werden vorzugsweise aus blankgezogenen oder oberflächenbearbeiteten T - oder L - Profilen ausgeführt und an ihren Stößen mit Nut und Feder zusammengelascht.
Der Höhenabstand der Schienenhalterungen ergibt sich aus der berechneten Knickung der Fahrkorb-Führungsschienen beim Beladen, Fahren oder Fangen des Aufzuges.
- 02 -
Das Gegengewicht kann aus einem kompakten Profil-Tragrahmen mit sehwerbrennbaren oder metallischen Einlagen oder aus einer oder mehreren festen Platten bestehen. An der Oberseite des Gegengewichtes ist die Seilaufhängung angeordnet, an der Unterseite eine Aufsetzplatte für oder mit dem Aufsetzpuffer zur Begrenzung der Senkbewegung des Gegengewichtes in der Schachtgrube nach Überfahren des Aufzuges in der obersten Haltestelle.
Seitlich am Gegengewicht sind oben und unten, paarweise Führungen angeordnet, die an den Gegengewichts-Führungsschienen gleitend oder rollend aufgenommen werden.
Der Fahrkorbtragrahmen aus Profilen verfügt über Gleitoder Rollenführungen, die an den Fahrkorb-Führungsschienen gleitend oder rollend aufgenommen werden. Weiterhin sind am Fahrkorbtragrahmen paarweise Fangvorrichtungen angeordnet, die bei Betätigung auf die Fahrkorb-Führungsschienen einwirken und den Fahrkorbtragrahmen an den Führungsschienen zum Halten bringen. Ausgelöst wird diese Betätigung durch einen im Schachtkopf angeordneten Geschwindigkeitsbegrenzer bei Überschreiten der Fahrgeschwindigkeit des Aufzuges sowohl in der Abwärts- alsauch in der Aufwärtsfahrt. Die Verbindung zwischen dem Geschwindigkeitsbegrenzer im Schachtkopf und dem Betätigungshebel der Fangvorrichtungen am Fahrkorbtragrahmen erfolgt über ein umlaufendes Stahldrahtsei1 mit einer Gewichtsspannvorrichtung in der Schachtgrube.
- 03 -
Der Fahrkorbtragrahmen nimmt den Fahrkorb auf, der in der Regel aus sechs festen Umwandungsf1ächen besteht : Dem festen Fahrkorbfußboden, der Fahrkorbdecke, den festen Seitenwänden und den Fahrkorbzugängen mit festen Türen. Vorzugsweise werden horizontal bewegte Schiebetüren eingesetzt, die einseitig oder mittig öffnend ausgeführt sind. Bekannt sind auch vertikal öffnende Hubtüren.
Die Größe des Fahrkorbes ergibt sich aus der Tragfähigkeit des Aufzuges und den Ausstattungsanforderungen des Bestellers. Z.B. verfügt ein Aufzug mit 630 kg Tragfähigkeit über eine Grundfläche von 1,66 m2.
Die bewegliche Verbindung zwischen dem Fahrkorbtragrahmen und dem Gegengewicht erfolgt über hochwertige Aufzugstahldrahtseile, mit Sei 1 aufhängungen, die mit ihren Enden jeweils federnd und über Gewindestangen längenausgleichend einstellbar am Fahrkorbtragrahmen und am Gegengewicht befestigt sind.
Zur vertikalen Bewegung des Fahrkorbtragrahmens und des Gegengewichtes werden die Aufzugstahldrahtseile über eine Treibscheibe mit Antriebseinheit geführt.
Entsprechend der Anzahl der Tragseile sind in der Treischeibe gehärtete Rillen vorgesehen, die durch ihre Rillenform und Reibung die Treibfähigkeit bewirken. Die Anzahl und die Stärke der Seile ergeben sich aus der erforderlichen Treibfähigkeit und Sei 1 sicherheit.
- 04 -
Die Antriebseinheit kann als Schneckengetriebe ausgeführt sein, wobei die Schneckenwelle mit einem polumschaltbaren oder regelbaren Drehstrommotor gekuppelt ist. Die im Getriebegehäuse gelagerte Schneckenradwelle bildet die Aufnahme der bereits genannten Treibscheibe. Je nach Bedarf der Untersetzung des Getriebes kann auch noch eine Stirnraduntersetzung dem Schneckengetriebe vorgeschaltet werden.
In der hier beschriebenen Erfindung wird ein Schneckengetriebe gewählt, bei dem die Schneckenwelle mit Motor, Bremse und Handrad vertikal und die Schneckenradwelle mit der Treibscheibe horizontal angeordnet ist.
Die Achsen der paarig angeordneten Gegengewichts- und Fahrkorb-Führungsschienen laufen parallel zueinander und die Fahrkorbtragrahmenachse rechtwinklig dazu. Die Gegengewichtsmittenachse bildet die Verlängerung der Fahrkorbtragrahmenachse.
Die Antriebseinheit wird nunmehr oberhalb der obersten Haltestelle des Aufzuges zwischen den Gegengewichtsund Fahrkorb-Führungsschienen angeordnet.
Die Achse der Schneckenradwelle mit der Treibscheibe ist um 40 bis 50 Grad versetzt zu den Achsen der Fahrkorbund Gegengewichts-Führungsschienen. Die von der Treibscheibe ablaufenden Tragseile treffen damit die Schienenachsen vom Fahrkorbtragrahmen und Gegengewicht und enden in den bereits beschriebenen Seilaufhängungen dieser Bauteile.
- 05 -
Die Aufhängepunkte vom Fahrkorbtragrahmen und Gegengewicht liegen außermittig in den beschriebenen Schienenachsen / Stichmaße in den paarig angeordneten Fahrkorb- und Gegengewichts-Führungsschienen.
Durch die erfindungsgemäße Anordnung können zusätzliche Sei 1 um 1 enkro11 en im Schachtkopf des Aufzugschachtes entfallen. Es erfolgt eine direkte Aufhängung -1:1-des Fahrkorbtragrahmens und des Gegengewichtes.
Die beschriebene Antriebseinheit mit Getriebe, Motor und Treibscheibe wird mit einem Grundrahmen versehen, der zu den Fahrkorb- und Gegengewichts-Führungsschienen ausgerichtet und fixiert ist, jedoch seine Last über Schwingungsisolatoren zur Schachtwand ableitet.
Diese Anordnung der Antriebseinheit erlaubt ein Verfahren des Fahrkorbtragrahmens an den Fahrkorb-Führungsschienen bis in den Schachtkopf und ein Verfahren des Gegengewichtes unterhalb des Grundrahmens der Antriebseinheit in dem erforderlichen Hub, der sich aus der Förderhöhe des Aufzuges, der unteren Nachfahrt und der oberen Überfahrt ergibt.
Im Bereich der auf einem Grundrahmen angeordneten Antriebseinheit bildet die Schachtwand eine Öffnung und damit eine Zugänglichkeit zur Antriebseinheit, die damit zur Kontrolle/Wartung oder zur Notbetätigung erreichbar ist. Eine elektrische oder mechanische Fernbedienung der Antriebseinheit ist daher nicht erforderlich.
- 06 -
Die beschriebene Öffnung in der Schachtwand wird durch eine ein- oder zwei-flügelige Tür in entsprechender Größe, Brandschutz klasse und Isolation verschlossen.
Je nach Ausgestaltung kann hinter dieser Tür in der Wandöffnung auch die elektrische Steuerung des Aufzuges angeordnet werden.
Die Wandöffnung mit der beschriebenen Antriebseinheit kann wahlweise den Aufzugschachtwandseiten zugeordnet werden, die ohne Fahrkorb- oder Fahrschacht-Zugänge ausgestaltet sind.
Bei der hier beschriebenen Erfindung entfällt der sonst über dem Fahrschacht liegende Maschinenraum mit besonderem Zugang; die Erfindung erbringt eine erhebliche Kosteneinsparung. Die Montagearbeiten des Aufzuges sind daher nur im Aufzugschacht auszuführen.
- 07 -
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L £ G E N D E z_^_r Z E I C H N U N G
PERSONEN - LASTEN - AUFZUG und der ANTRIEBS - ANORDNUNG
1 Fahrkorb-Führu&eegr;gssehienen
2 Gegengewichts-Führungsschienen
3 Schienenhalterungen
4 Gegengewi cht
5 Fahrkorbtragrahmen
6 Fahrkorb mit Fahrkorbtür
7 Antriebseinheit
8 Trei bschei be
9 Geschwindigkeitsbegrenzer
10 Fahrschachttür
11 Zugangsöffnung mit Tür
12 leer
Claims (6)
1. Personen-Lasten-Aufzug mit Antriebsanordnung zum Einbau in einem Gebäude oder an einem Gebäude oder in einem Schachtgerüst, bestehend aus:
Schienenhalterungen mit den Fahrkorb- und Gegengewichts-Führungsschienenbahnen,
Gegengewicht mit Aufhängung und Führungen zu den Gegengewichts-Führungsschienen,
Fahrkorbtragrahmen mit Aufhängung und Führungen zu den Fahrkorb-Führungsschienen, Fangvorrichtungen mit Auslösevorrichtung durch den Geschwindigkeitsbegrenzer, und zur Aufnahme des
Fahrkorbes mit Boden, Decke, Wänden und Zugangstüren,
Aufzugstahldrahtseile als Verbindung vom Gegengewicht zum Fahrkorbtragrahmen über die Treibscheibe geführt,
Antriebseinheit als/mit Schneckengetriebe aus Schneckenwelle mit Motor, Bremse und Handrad, sowie Schneckenrad mit Schneckenradwelle und Treibscheibe mit gehärteten Rillen, dadurch gekennzeichnet, daß die horizontal angeordnete Schneckenradwelle mit der Treibscheibe nicht rechtwinklig zu den Achsen der paarig angeordneten Gegengewichts- und Fahrkorb-Führungsschienen, sondern etwa halbrechtwinklig versetzt verläuft und daß die von der Treibscheibe nach unten ablaufenden Tragseile direkt - 1 : 1 - auf die Stichmaßachsen der Gegengewichts- bzw. der Fahrkorb-Führungsschienen mittig versetzt treffen.
Schienenhalterungen mit den Fahrkorb- und Gegengewichts-Führungsschienenbahnen,
Gegengewicht mit Aufhängung und Führungen zu den Gegengewichts-Führungsschienen,
Fahrkorbtragrahmen mit Aufhängung und Führungen zu den Fahrkorb-Führungsschienen, Fangvorrichtungen mit Auslösevorrichtung durch den Geschwindigkeitsbegrenzer, und zur Aufnahme des
Fahrkorbes mit Boden, Decke, Wänden und Zugangstüren,
Aufzugstahldrahtseile als Verbindung vom Gegengewicht zum Fahrkorbtragrahmen über die Treibscheibe geführt,
Antriebseinheit als/mit Schneckengetriebe aus Schneckenwelle mit Motor, Bremse und Handrad, sowie Schneckenrad mit Schneckenradwelle und Treibscheibe mit gehärteten Rillen, dadurch gekennzeichnet, daß die horizontal angeordnete Schneckenradwelle mit der Treibscheibe nicht rechtwinklig zu den Achsen der paarig angeordneten Gegengewichts- und Fahrkorb-Führungsschienen, sondern etwa halbrechtwinklig versetzt verläuft und daß die von der Treibscheibe nach unten ablaufenden Tragseile direkt - 1 : 1 - auf die Stichmaßachsen der Gegengewichts- bzw. der Fahrkorb-Führungsschienen mittig versetzt treffen.
2. Personen-Lasten-Aufzug mit Antriebsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lage der paarig angeordneten, parallel verlaufenden Gegengewichts- und Fahrkorb-Führungsschienenachsen zur Achse der Schneckenradwelle mit der Treibscheibe zwischen 40 bis 50 Grad versetzt angeordnet sind.
3. Personen-Lasten-Aufzug mit Antriebsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebseinheit mit Grundrahmen, Getriebe, Motor, Bremse und Treibscheibe zwischen den Fahrkorb- und Gegengewichts- Führungsschienen ausgerichtet und fixiert ist und die Last vom Grundrahmen über Schwingungsisolatoren zur Schachtwand abgeleitet wird.
4. Personen-Lasten-Aufzug mit Antriebsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnung der Antriebseinheit mit Grundrahmen an allen Schachtseitenwänden möglich ist, die keine Fahrkorb- oder Fahrschachtzugangstüren aufweisen.
5. Personen-Lasten-Aufzug mit Antriebsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebseinheit mit Grundrahmen durch eine mit Türen oder als Schrank mit Türen verschlossene Öffnung in der Schachtwand zugänglich, kontrollierbar und die Aufzugsteuerung zugeordnet ist.
6. Personen-Lasten-Aufzug mit Antriebsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gegengewicht mit Führungen in den paarig angeordneten Gegengewichts- Führungsschienenbahnen vorzugsweise unterhalb der Antriebseinheit verläuft und die Hubbewegung aus der Förderhöhe des Aufzuges, der Unterfahrt und der Überfahrt erreicht.
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE20008913U DE20008913U1 (de) | 2000-05-22 | 2000-05-22 | Personen-Lasten-Aufzug mit Antriebs-Anordnung |
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| DE20008913U1 true DE20008913U1 (de) | 2000-12-07 |
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Family Applications (1)
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| DE20008913U Expired - Lifetime DE20008913U1 (de) | 2000-05-22 | 2000-05-22 | Personen-Lasten-Aufzug mit Antriebs-Anordnung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20008913U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2008012593A1 (en) * | 2006-07-25 | 2008-01-31 | Otis Elevator Company | Governor arrangement for a rucksack elevator |
| EP1422183A4 (de) * | 2001-08-29 | 2010-06-16 | Mitsubishi Electric Corp | Aufzug |
-
2000
- 2000-05-22 DE DE20008913U patent/DE20008913U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
| EP1422183A4 (de) * | 2001-08-29 | 2010-06-16 | Mitsubishi Electric Corp | Aufzug |
| WO2008012593A1 (en) * | 2006-07-25 | 2008-01-31 | Otis Elevator Company | Governor arrangement for a rucksack elevator |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 20010111 |
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20031114 |
|
| R157 | Lapse of ip right after 6 years |
Effective date: 20061201 |