DE2058525C3 - Verfahren zum Regenerieren von verbrauchter Schwefelsäurebeize - Google Patents
Verfahren zum Regenerieren von verbrauchter SchwefelsäurebeizeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Regenerieren von verbrauchter Schwefelsäurebeize, indem eine
verbrauchte Schwefelsäurebeize mit umlaufender Schwefelsäure, die aus einer anschließenden Stufe
erhalten wurde, vermischt wird, das erhaltene flüssige Gemisch zur Konzentrierung in einem Vakuumverdampfer
erhitzt wird, die Schwefelsäure von Eisen(Il)-sulfatmonohydratkristallen
zur Rückgewinnung abgetrennt wird und ein Teil der rückgewonnenen Schwefelsäure im Umlauf geführt wird.
Im allgemeinen wurde Schwefelsäure bisher weitgehend zum Beizen von Eisen und Stahl verwendet. Von
einem Beizvorgang abfließende verbrauchte Schwefelsäurebeize enthält gewöhnlich 5 bis 15 Gew.% Schwefelsäure
und 10 bis 18 Gew.% Eisen(II)-sulfat, und wenn sie als solche weggeschüttet wird, ergibt sich ein Verlust
wertvoller Substanzen sowie eine Verunreinigung von Flüssen. Die Regenerierung von verbrauchter Beize ist
deshalb notwendig.
Üblicherweise erfolgte die Regenerierung von verbrauchter Schwefelsäurebeize bisher durch Wärmeaufbereitung.
Nach dem Wärmeaufbereitungsverfahren wird die verbrauchte Schwefelsäurebeize direkt auf eine
Konzentration von 40 bis 55 Gew.% konzentriert, wodurch ein kristallisiertes Eisen(ll)-sulfatmonohydrat
in einer Konzentration von über 30 Gew.% enthaltende Aufschlämmung erhalten wird und durch Filtration
Schwefelsäure und Eisen(II)-sulfatmonohydrat zur Rückgewinnung getrennt werden. Bei diesem üblichen
Verfahren enthalten jedoch die ausgefällten Eisen(Il)-sulfatkristalle
eine große Menge feiner Kristalle, so daß es für gewöhnliche Filtereinrichtungen, wie beispielsweise
ein Vakuumdrehfilter, unmöglich ist, diese Kristalle vollständig abzufiltrieren, so daß ein Teil der
Kristalle durch das Filtergewebe in die rückgewonnene Schwefelsäure wandern kann. Tatsächlich wurde festgestellt,
daß nach dem üblichen Verfahren mehr als 30 Gew.% der Eisen(ll)-suliatmonohydratkristalle feine
Kristalle sind, die durch ein Sieb mit Sieböffnungen von 76 μίτι, insbesondere durch ein Sieb mit Sieböffnungen
ίο von 63 μΐη, hindurchgehen, wobei '/2 bis Vs davon
Kristalle sind, die durch ein Sieb mit Sieböffnungen von
51 μπι hindurchgehen, welche nicht abfiltriert werden können. Folglich sind feine Eisen(ll)-sulfatmonohydratkristalle,
die das Filtergewebe passiert haben, schließlich in der rückgewonnenen Schwefelsäure enthalten,
verschlechtern den Beizwirkungsgrad und verstopfen Rohre und andere Teile der Vorrichtung, wenn die
Säure für einen Beizvorgang wieder verwendet wird. Beim Versuch, solche unerwünschten feinen Kristalle zu
entfernen, wird die konzentrierte Aufschlämmung möglicherweise durch ein Spezialfilter filtriert, dies
erfordert jedoch eine teure Vorrichtung und komplizierte Maßnahmen.
Nach dera aus der US-PS 26 68 130 bekannten Verfahren wird im Rahmen eines Beizvorgangs die Schwefelsäurekonzentration im Regenerierungsverfahren auf 14 bis 22 Vol.% eingestellt ohne jegliche Regelung der Aufschlämmungskonzentration durch Umlauf-Schwefelsäure. Bei diesem Verfahren ergeben sich zahlreiche, sehr feine Eisen(II)-sulfatmonohydratkristalle, die während der Konzentrierung nicht zu groben Kristallen wachsen und daher nicht in zufriedenstellender Weise abfiltriert werden können, demzufolge die Beizwirksamkeit erheblich herabsetzen und zu Blockierungen der Vorrichtung führen.
Nach dera aus der US-PS 26 68 130 bekannten Verfahren wird im Rahmen eines Beizvorgangs die Schwefelsäurekonzentration im Regenerierungsverfahren auf 14 bis 22 Vol.% eingestellt ohne jegliche Regelung der Aufschlämmungskonzentration durch Umlauf-Schwefelsäure. Bei diesem Verfahren ergeben sich zahlreiche, sehr feine Eisen(II)-sulfatmonohydratkristalle, die während der Konzentrierung nicht zu groben Kristallen wachsen und daher nicht in zufriedenstellender Weise abfiltriert werden können, demzufolge die Beizwirksamkeit erheblich herabsetzen und zu Blockierungen der Vorrichtung führen.
Aus der US-PS 26 16 790 ist ein Verfahren zum Regenerieren einer verbrauchten Schwefelsäurebeize
bekannt, bei dem eine Konzentrierung der Säure durch Innenfeuerung unter Abdampfen des Wassers erfolgt.
Diese abrupte Konzentrierung mittels einer Flamme hoher Temperatur führt zu sehr feinen Eisen(ll)-sulfatmonohydratkristallen,
die sehr schwierig zu filtrieren sind und sonnt ein hoher Anteil in der Lösung verbleibt
und deren Beizfähigkeit stark beeinträchtigt. Ein Vergleich dieses Verfahrens mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren zeigt, daß die gemäß der Erfindung zurückgewonnene Schwefelsäure praktisch frei von
Eisen(II)-sulfatmonohydratkristallen ist, und ohne Verschlechterung ihre Wirksamkeit für einen erneuten
Beizvorgang ausübt, während die nach dem bekannten Verfahren zurückgewonnene Schwefelsäure noch erhebliche
Anteile an feinen Eisensulfatkristallen aufweist und nur mehr geringe Beizfähigkeit besitzt.
Die Aufgabe der Erfindung besteht in einem Verfahren zur Rückgewinnung von Schwefelsäure aus
verbrauchter Schwefelsäurebeize durch Wärmebehandlung, wobei die Schwefelsäure praktisch frei von
Eisen(II)-sulfatmonohydratkristallen ist und somit in der Lage ist, einen zufriedenstellenden Beizvorgang ohne
merkliche Verschlechterung der Leistungsfähigkeit auszuführen. Dabei soll eine hochreine Schwefelsäure
von einer verbrauchten Schwefelsäurebeize durch Wärmebehandlung wiedergewonnen werden, ohne ein
Spezialfilter und komplizierte Filterverfahren zu benötigen.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Regenerieren einer verbrauchten Schwefelsäurebeize,
indem eine verbrauchte Schwefelsäurebeize mit umlau-
fender Schwefelsäure, die aus einer anschließenden Stufe erhalten wurde, vermischt wird, das erhaltene
flüssige Gemisch zur Konzentrierung in einem Vakuumverdampfer erhitzt wird, die Schwefelsäure von
Eisenfl I)-SuIfatmonohydratkristallen zur icückgewinnung
abgetrennt wird und ein Teil der rückgewonnenen Schwefelsäure im Umlauf geführt wird, das dadurch
gekennzeichnet ist, daß die im Umlauf geführte Schwefelsäure eine Konzentration an freier Säure von
40 bis 55 Gew.% aufweist und das erhaltene flüssige ίο
Gemisch auf eine Schwefelsäurekonzentration von 40 bis 55 Gew.% und eine Aufschlämmungskonzentration
an darin dispergierten Eisen(II)-sulfatmonohydratkristallen von 10 bis 30 Gew.% konzentriert wird, wobei
die Schwefelsäure von den Eisen(ll)-sulfatmonohydratkristallen in einem Absitzbehälter getrennt und als
überstehende Flüssigkeit abgezogen und zur Mischung mit einer verbrauchten Schwefelsäurebeize umgepumpt
wird und aus der konzentrierten Aufschlämmung die Eisen(II)-sulfatmonohydratkristalle unter Rackgewinnung
der Schwefelsäure abgetrennt werden und die dabei gewonnene Schwefelsäurelösung zur Herbeiführung
von Kristallwachstum noch vorhandener Eisen(II)-sulfatmononydratkristalle
stehengelassen wird und erneut von den Eisen(ll)-sulfatmonohydratkristallen
abgetrennt und rückgeführt wird.
Aufgrund eigener Untersuchungen wurde festgestellt, daß, während die direkte Konzentrierung einer
verbrauchten Schwefelsäurebeize nach dem bekannten Verfahren eine beträchtliche Menge feiner Kristalle
erzeugt, die schwierig oder unmöglich abzufiltrieren sind, der Zusatz von umlaufender, in einem anschließenden
Schritt erhaltener Schwefelsäure zu der verbrauchten Schwefelsäurebeize, um, wenn die Mischung
konzentriert ist, eine Schwefelsäurekonzentration von j$
40 bis 55 Gew.% und eine Aufschlämmungskonzentration von 10 bis 30 Gew.% zu erhalten, die Menge an
feinen Eisen(ll)-sulfatmonohydratkristallen, die schwierig oder unmöglich abzufiltrieren sind, merkbar
vermindert, mit dem Ergebnis, daß praktisch alle erzeugten Kristalle, die ausreichend grob sind und nicht
durch ein Sieb mit Sieböffnungen von 74 μπι hindurchgehen,
leicht abfiltriert werden können.
Folglich ist es möglich, Schwefelsäure mit hoher Reinheit rückzugewinnen, die praktisch frei von
Eisen(ll)-sulfatmonohydratkristallen ist, die sonst als Verunreinigungen enthalten sind. Außerdem können die
erhaltenen groben Kristalle leicht durch übliche Filteranordnungen abgetrennt werden, ohne die Notwendigkeit,
eine teure Vorrichtung oder komplizierte Filterverfahren anzuwenden. Wenn dagegen die verbrauchte
Schwefelsäurebeize direkt nach dem üblichen Verfahren unter Erhalt einer Schwefelsäurekonzentration
von 50 Gew.% und einer AufschlämmungSKonzentration von 40 Gew.% konzentriert wird, ergeben sich
nur zu 59,2 Gew.% grobe Kristalle, die ausreichend groß sind und nicht durch ein Sieb mit Sieböffnungen
von 74 μπι hindurchgehen. Ein anderer Teil der Kristalle
von 23,6% ist kleiner, geht jedoch nicht durch ein Sieb mit Sieböffnungen von 61 μιτι. Der Rest der Kristalle,
das heißt 17,2 Gew.%, ist so fein, daß er durch das Sieb
mit Sieböffnungen von 61 μιτι hindurchgeht und nicht
abfiltriert werden kann. Wenn andererseits die verbrauchte Schwefelsäurebeize mit umlaufender Schwefelsäure
vermischt und die Mischung konzentriert wird, um eine Schwefelsäurekonzentration von 40 Gew.%
und eine Aufschlämmungskonzentration von 10 Gew.% gemäß der Erfindung zu erhalten, weisen die sich daraus
ergebenden in der Aufschlämmung enthaltenen Eisen(ll)-sulfatmonohydratkristalle sehr großer Abmessungen
auf. Tatsächlich sind 98,2 Gew. % der erhaltenen Kristalle ausreichend grob und gehen nicht durch
ein Sieb mit Sieböffnungen von 74 μπτ, wobei der Rest
der Kristalle, das heißt 1,8 Gew.% kleiner, jedoch von solcher Größe sind, daß sie nicht durch ein Sieb mit
Sieböffnungen von 61 μηι hindurchgehen.
Gemäß der Erfindung ist es erforderlich, daß eine verbrauchte Schwefelsäurebeize mit einer aus einer
anschließenden Stufe erhaltenen umlaufenden Schwefelsäure vermischt wird, die eine Schwefelsäurekonzentration
von 40 bis 55 Gew.% aufweist Obwohl das Verhältnis der umlaufenden Schwefelsäure zu der
verbrauchten Schwefelsäurebeize, mit der sie vermischt werden soll, in einem weiten Bereich abhängig von der
Schwefelsäurekonzentration und der Eisen(II)-sulfatkonzentration
der verbrauchten Beize und der Schwefelsäurekonzentration der umlaufenden Schwefelsäure
variabel ist, muß das Verhältnis so bemessen sein, daß, wenn die Mischung auf eine Schwefelsäurekonzentration
von 40 bis 55 Gew.% konzentriert ist, die erhaltene Aufschlämmung aus Eisen(II)-sulfatmonohydratkristallen
eine Aufschlämmungskonzentration von 10 bis 30 Gew.% aufweist. Insbesondere ist es erwünscht, die
Konzentrierung auf ein solches Ausmaß durchzuführen, daß eine Schwefelsäurekonzentration von 45 bis
50 Gew.% und eine Aufschlämmungskonzentration von 10 bis 15 Gew.% erhalten wird. Das heißt, wenn
verbrauchte Schwefelsäurebeize direkt auf eine Schwefelsäurekonzentration von 40 bis 55 Gew.% konzentriert
wird, ergibt sich eine Aufschlämmung von ausgefällten Kristallen, deren Konzentration deutlich
über 30 Gew.% liegt und es werden feine Kristalle erzeugt, die schwierig oder unmöglich abzufiltrieren
sind.
Gewöhnlich beträgt das Gewichtsverhältnis der umlaufenden Schwefelsäure zu der Menge der aufzubereitenden
verbrauchten Schwefelsäurebeize 0,01 :1 bis 1,65 :1, wobei ein geeignetes Verhältnis in Abhängigkeit
von der Zusammensetzung der aufzubereitenden verbrauchten Schwefelsäurebeize bestimmt wird. Die
Bedingungen zum Konzentrieren der Mischung sind annähernd die gleichen, wie beim herkömmlichen
Verfahren, und die Wärmekonzentrierung wird vorzugsweise in einem Vakuumverdampfer bei einem
Druck von etwa - 700 mm Hg ausgeführt.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachfolgend anhand der Durchführung in einer geeigneten Vorrichtung
beschrieben.
Ein von außen beheizter Vakuumverdampfer 1 ist mit einer Verdampfungskammer 2 versehen, deren unteres
Ende mit dem unteren Ende eines Erhitzers 3 durch ein Rohr 4 für den Flüssigkeitsumlauf verbunden ist und
deren oberer Teil mit einem Kondensator 34 in Verbindung steht, der an eine Vakuumpumpe (nicht
dargestellt) angeschlossen ist. Ein mittlerer Teil des Rohres 4 ist mit einer Leitung S verbunden, um eine
Flüssigkeit zu befördern, die in den Vakuumverdampfer 1 eingeführt werden soll. Das Rohr 4 ist ebenfalls an
seinem mittleren Teil mit einer Leitung 6 zum Abzug einer konzentrierten Flüssigkeit aus dem Vakuumverdampfer
1 verbunden. Das äußerste Ende der Leitung 5 ist mittels einer Pumpe 7 mit einem Mischbehälter 8
verbunden. Das äußerste Ende der Leitung 6 ist mit einer Vorrichtung zum Trennen der konzentrierten
Flüssigkeit in Schwefelsäure und Eisen(II)-sulfatmonohydratkristalle verbunden. Ein Rotationsvakuumfilter
20
525
wird im allgemeinen als Trennvorrichtung verwendet. In
diesem Fall wird die gesamte konzentrierte Flüssigkeit direkt durch einen derartigen Filter behandelt, oder die
konzentrierte Flüssigkeit wird zuerst in einem Absitzbehälter durch Absetzen in eine überstehende Flüssigkeit
und eine konzentrierte Aufschlämmung getrennt und nur die erhaltene konzentrierte Aufschlämmung wird
danach durch den Filter aufbereitet. Gemäß der Erfindung sind beide Verfahren anwendbar. Bei dem
letzteren Verfahren ist die Menge der zu filtrierenden Flüssigkeit geringer als bei dem ersteren und damit
insofern vorteilhaft, als ein Filter von kleinerer Kapazität verwendet werden kann. Darüber hinaus
kann die überstehende Flüssigkeit des Absitzbehälters, so wie sie ist, als umlaufende Schwefelsäure verwendet
werden. Die Zeichnung gibt eine Vorrichtung unter Anwendung des letzteren Verfahrens wieder. Somit ist
das äußerste Ende der Leitung 6 mittels einer Pumpe 9 mit einem Absitzbehälter 10 verbunden. Der Absitzbehälter
10 ist mit einer Tauchplatte 11 versehen, um eine Turbulenz der Flüssigkeit an ihrer Oberfläche zu
verhindern, und eine Überlaufrinne 12 ist an dem oberen Ende der Seitenwand angeordnet, wobei eine durch die
Überlaufrinne 12 und die Innenwand des Absitzbehälters 10 definierte Flüssigkeitskammer 13 mittels eines
Auslaßrohres 14 mit dem Mischbehälter 8 in Verbindung steht. Der Mischbehälter 8 ist mit einem Behälter
15 für verbrauchte Schwefelsäurebeize durch eine eine Pumpe 16 aufweisende Leitung 17 verbunden. Mittels
einer Leitung 18 ist das untere Ende des Absitzbehälters 10 mit einem Behälter 20 für ein Rotationsvakuumfilter
19 verbunden. Durch den Filter 19 abgeschiedene Kristalle werden über einen Trichter 21 in einem
Vorratsbehälter (nicht dargestellt) rückgewonnen. Andererseits wird Schwefelsäure an einer Flüssigkeitskammer
22 des Filters 19 rückgewonnen. Da fast alle Kristalle von der Schwefelsäure getrennt worden sind,
könnte die Schwefelsäure, so wie sie ist, in zufriedenstellender Weise für einen Beizvorgang verwendet werden,
zur Gewinnung einer Säure höherer Reinheit wird jedoch die somit rückgewonnene Schwefelsäure ferner
in einen Kristallwachstumsbehälter eingeführt, um das Wachstum einer geringen Menge der darin enthaltenen
feinen Kristalle zu bewirken, worauf man die Kristalle absetzen läßt und abtrennt, um reine Schwefelsäure zu
erhalten. Die dargestellte Ausführungsform zeigt ein Beispiel einer Vorrichtung zur Durchführung eines
Verfahrens, bei dem die durch den Filter 19 abgetrennte Schwefelsäure von der Flüssigkeitskammer 22 des
Filters 19 über eine Leitung 23 in den Kristallwachstumsbehälter 24 gebracht wird. Die die Flüssigkeitskammer
22 mit dem Kristallwachstumsbehälter 24 verbindende Leitung 23 ist mit einem Filtratbehälter 26
versehen, der durch eine Vakuumpumpe (nicht dargestellt) und eine Pumpe 27 vermindertem Druck
ausgesetzt ist Der Kristallwachstumsbehälter 24 weist eine Tauchplatte 25 zur Ausschaltung von Turbulenz an
der Flüssigkeitsoberfläche und eine an dessen oberem Ende angeordnete Oberlaufrinne 28 auf, wobei eine
durch die Überlaufrinne 28 und die Innenwand des Kristallwachstumsbehälters 24 definierte Flüssigkeitskammer 29 über eine Leitung 30 mit einem Behälter 31
zum Lagern der rückgewonnenen Säure in Verbindung steht Der Kristallwachstumsbehälter 24 ist an seinem
Boden mit einer Leitung 32 zum Herausnehmen gewachsener Kristalle versehen, wobei das entfernte
Ende dieser Leitung mittels einer Pumpe 33 mit einen· mittleren Teil der Leitung 6 verbunden ist, um erneut die
gewachsenen Kristalle abzufiltrieren, die am Boden de« Kristallwachstumsbehälters 24 abgesetzt worden sind.
Die praktische Ausführung der Erfindung wird nun unter Verwendung der obigen Vorrichtung beschrieben
Durch Leitung 17 mit der Pumpe 16 wird eine verbrauchte Schwefelsäurebeize mit einem Gehalt an
lOGew.% H2SO4 und 15Gew.% FeSO4 von dem
Behälter 15 in den Mischbehälter 8 in einer Menge von 1000 kg/h zugeführt, während umlaufende Schwefelsäure,
die 50 Gew.% H2SO4 und 1 Gew.% FeSO4 enthält
von dem Absitzbehälter 10 in einer Menge vor 1500 kg/h in den Mischbehälter 8 geschickt wird, worir
die zwei Flüssigkeiten vermischt werden. Selbst wenr die urnlaufende Schwefelsäure eine geringe Menge vor
feinen Eisen(II)-sulfatmonohydratkrista!len enthält werden sie in der verbrauchten Schwefelsäurebeizt
gelöst, wodurch der nachteilige Effekt solcher feiner Kristalle auf das Wachstum von neu gebildeter
Eisen(Il)-sulfatmonohydratkristallen ausgeschaltet wird Die Mischung in dem Mischbehälter 8 wird dann mittel!
Leitung 5 mit der Pumpe 7 in das Rohr 4 de; Vakuumverdampfers 1 gebracht und durchläuft der
Erhitzer 3, die Verdampfungskammer 2 und das Rohr ' für den Flüssigkeitsumlauf bei etwa —700 mm Hg
während sie dadurch der Wärmekonzentrierung ausge setzt ist. Während dieses Schrittes wird Wasser in eine:
Menge von 635 kg/h abgedampft und Eisen(II)-sulfat monohydratkristalle werden ausgefällt, wobei eine
Aufschlämmung erhalten wird, die 10 Gew.% Eisen(II) sulfatmonohydratkristalle enthält, die in 50Gew.°/<
Schwefelsäure dispergiert sind. Durch die Leitung ( wird diese Aufschlämmung mit der Pumpe 9 in einei
Menge von 1900 kg/h in den Absitzbehälter K eingebracht. Während sich die Kristalle absetzer
können, läßt man die überstehende Flüssigkeit in einei Menge von 1500 kg/h über die Überlaufrinne 12 durcl
das Auslaßrohr 14 und in den Mischbehälter 8 fließen um mit verbrauchter Schwefelsäurebeize vermischt zi
werden. In einer Menge von etwa 400 kg/h wird di< konzentrierte Aufschlämmung von Eisen(II)-sulfatkri
stallen aus dem Behälter entnommen und über di< Leitung 18 in den Behälter 20 des Vakuumfilters 1!
4j eingeführt, wo die Kristalle von der Schwefelsäun
getrennt werden. Als Ergebnis werden Eisen(Il)-sulfat monohydratkristalle über den Trichter 21 in eine:
Menge von etwa 200 kg/h und die Schwefelsäure wire über die Leitung 23 in einer Menge von etwa 165 kg/1
rückgewonnen. Die rückgewonnene Schwefelsäun enthält nur etwa 0,5 bis 1,0 Gew.% Eisen(II)-sulfatmo
nohydratkristalle. Um die Reinheit weiter zu verbessern wird die rückgewonnene Schwefelsäure über die
Leitung 23 in den Kristallwachstumsbehälter 2' eingeführt, wo sie 10 bis 30 Stunden, z. B. 20 Stundei
stehenbleibt. Die überstehende Flüssigkeit wird dam durch die Leitung 30 in einer Menge von 165 kg/h in dei
Behälter 31 geführt, um hochreine Schwefelsäure zi gewinnen, die nur etwa 0,1 bis 03 Gew.% Eisen(II)-sul
fatmonohydratkristalle enthält Andererseits werden dii in dem Kristallwachstumsbehälter 24 abgesetzter
gewachsenen Kristalle zusammen mit einem Teil dei Schwefelsäure zur weiteren Behandlung in den
Absitzbehälter 10 durch die Leitung 32 zur Leitung ( und zum Absitzbehälter 10 rückgeführt
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zum Regenerieren einer verbrauchten Schwefelsäurebeize, indem (1) eine verbrauchte Schwefelsäurebeize mit umlaufender Schwefelsäure, die aus einer anschließenden Stufe erhalten wurde, vermischt wird, (2) das erhaltene flüssige Gemisch zur Konzentrierung in einem Vakuumverdampfer erhitzt wird, (3) die Schwefelsäure von Eisen(II)-sulfatmonohydratkristallen zur Rückgewinnung abgetrennt wird und (4) ein Teil der rückgewonnenen Schwefelsäure im Umlauf geführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die im Umlauf geführte Schwefelsäure eine Konzentration an freier Säure von 40 bis 55 Gew.% aufweist und das erhaltene flüssige Gemisch auf eine Schwefelsäurekonzentration von 40 bis 55 Gew.% und eine Aufschiämmung-skonzentration an darin dispergierten Eisen(ll)-sulfatmonohydratkristallen von 10 bis 30 Gew.% konzentriert wird, wobei die Schwefelsäure von den Eisen(H)-sulfatmonohydratkristallen in einem Absitzbehälter getrennt und als überstehende Flüssigkeit abgezogen und zur Mischung mit einer verbrauchten Schwefelsäurebeize umgepumpt wird und aus der konzentrierten Aufschlämmung die Eisen(II)-sulfatmonohydratkristalle unter Rückgewinnung der Schwefelsäure abgetrennt werden und die dabei gewonnene Schwefelsäurelösung zur Herbeiführung von Kristallwachstum noch vorhandener Eisen(U)-sulfat'nonohydratkristalle stehengelassen wird und erneut von den Eisen(ll)-sulfatmonohydratkristallen abgetrennt und rückgeführt wird.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP10969 | 1969-12-30 | ||
| JP10970 | 1969-12-30 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2058525A1 DE2058525A1 (de) | 1971-07-08 |
| DE2058525B2 DE2058525B2 (de) | 1977-05-12 |
| DE2058525C3 true DE2058525C3 (de) | 1978-01-26 |
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