DE2058525B2 - Verfahren zum regenerieren von verbrauchter schwefelsaeurebeize - Google Patents
Verfahren zum regenerieren von verbrauchter schwefelsaeurebeizeInfo
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Description
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fender Schwefelsäure, die aus einer anschließenden Stufe erhalten wurde, vermischt wird, das erhaltene
flüssige Gemisch zur Konzentrierung in einem Vakuumverdampfer erhitzt wird, die Schwefelsäure von
Eisen(II)-sulfatmonohydratkristallen zur Rückgewinnung abgetrennt wird und ein Teil der rückgewonnenen
Schwefelsäure im Umlauf geführt wird, das dadurch gekennzeichnet ist, daß die im Umiauf geführte
Schwefelsäure eine Konzentration an freier Säure von 40 bis 55 Gew.% aufweist und das erhaltene flüssige
Gemisch auf eine Schwefelsäurekonzentraiion von 40 bis 55 Gew,% und eine Aufschlämmungskonzentration
an darin dispergierten Eisen(ll)-sulfatmonohydratkristallen
von 10 bis 30Gew.% konzentriert wird, wobei die Schwefelsäure von den Eisen(ll)-sulfatmonohydratkristallen
in einem Absitzbehälter getrennt urd ais überstehende Flüssigkeit abgezogen und zur Mischung
mit einer verbrauchten Schwefelsäurebe'ze umgepumpt wird und aus der konzentrierten Aufschlämmung die
Eisen(Ii)-sulfatmonohydratkristalle unter Rückgewinnung der Schwefelsäure abgetrennt werden und die
dabei gewonnene Schwefelsäurelösung zur Herbeiführung von Kristallwachstum noch vorhandener Eisen(Il)-sulfatmononydratkristalle
stehengelassen wird und erneut von den Eisen(II)-su!fatmonohydratkristallen abgetrennt und rückgeführt wird.
Aufgrund eigener Untersuchungen wurde festgestellt, daß, während die direkte Konzentrierung einer
verbrauchten Schwefelsäurebeize nach dem bekannten Verfahren eine beträchtliche Menge feiner Kristalle
erzeugt, die schwierig oder unmöglich abzufiltrieren sind, der Zusatz von umlaufender, in einem anschließenden
Schritt erhaltener Schwefelsäure zu der verbrauchten Schwefelsäurebeize, um, wenn die Mischung
konzentriert ist, eine Schwefelsäurekonzentration von 40 bis 55 Gew.°/o und eine Aufschlämmungskonzentration
von 10 bis 30 Gew.% zu erhalten, die Menge an feinen Eisen(II)-sulfatmonohydratkristallen, die schwierig
oder unmöglich abzufiltrieren sind, merkbar vermindert, mit dem Ergebnis, daß praktisch alle
erzeugten Kristalle, die ausreichend grob sind und nicht durch ein Sieb mit Sieböffnungen von 74 μιτι hindurchgehen,
leicht abfnitriert werden können.
Folglich ist es möglich, Schwefelsäure mit hoher Reinheit rückzugewinnen, die praktisch frei von
Eisen(ll)-sulfatmonohydratkristallen ist, die sonst als Verunreinigungen enthalten sind. Außerdem können die
erhaltenen groben Kristalle leicht durch übliche Filteranordnungen abgetrennt werden, ohne die Notwendigkeit,
eine teure Vorrichtung oder komplizierte Filterverfahren anzuwenden. Wenn dagegen die verbrauchte
Schwefelsäurebeize direkt nach dem üblichen Verfahren unter Erhalt einer Schwefelsäurekonzentration
von 50 Gew.% und einer Aufschlämmungskonzentration von 40 Gew.% konzentriert wird, ergeben sich
nur zu 59,2 Gew.% grobe Kristalle, die ausreichend groß sind und nicht durch ein Sieb mit Sieböffnungen
von 74 μιτι hindurchgehen. Ein anderer Teil der Kristalle
von 23,6% ist kleiner, geht jedoch nicht durtii ein Sieb
mit Sieböffnungjen von 61 um. Der Rest der Kristalle, fto
das heißt 17,2 Gew.%, ist so fein, daß er durch das Sieb
mit Sieböffnungen von 61 μηι hindurchgeht und nicht abfiltriert werden kann. Wenn andererseits die verbrauchte
Schwefelsäurebeize mi< umlaufender Schwefelsäure vermischt und die Mischung konzentriert wird, fts
um eine Schwefelsäurekonzentration von 40 Gew.% und eine Aufschlämmungskonzentration von 10 Gew.%
gemäß der Erfindung zu erhalten, weisen die sich daraus ergebenden in der Aufschlämmung enthaltenen
Eisen(ll)-sulfatmonohydratkristalle sehr großer Abmessungen
auf. Tatsächlich sind 982 Gew.-% der erhaltenen Kristalle ausreichend grob und gehen nichi durch
ein Sieb mit Sieböffnungen von 74 μηι, wobei der Rest
der Kristalle, das heißt 1,8 Gew.% kleiner, jedoch von solcher Größe sind, daß sie nicht durch ein Sieb mit
Sieböffnungen von 61 μπι hindurchgehen.
Gemäß der Erfindung ist es erforderlich, daß eine verbrauchte Schwefelsäurebeize mit einer aus einer
anschließenden Stufe erhaltenen umlaufenden Schwefelsäure vermischt wird, die eine Schwefelsäurekonzentration
von 40 bis 55 Gew.% aufweist. Obwohl das Verhältnis der umlaufenden Schwefelsäure zu der
verbrauchten Schwefelsäurebeize, mit der sie vermischt werden soll, in einem weiten Bereich abhängig von der
Schwefelsäurekonzentration und der Eisen(II)-sulfatkon;tentration der verbrauchten Beize und der Schwefelsäurekonzentration
der umlaufenden Schwefelsäure variabel ist, muß das Verhältnis so bemessen sein, daß,
wenn die Mischung auf eine Schwefelsäurekonzentration von 40 bis 55 Gew.% konzentriert ist, die erhaltene
Aufschlämmung aus Eisen(Il)-sulfatmonohydraikristalien eine Aufschlämmungskonzentration von 10 bis
30 Gew.% aufweist. Insbesondere ist es erwünscht, die
Konzentrierung auf ein solches Ausmaß durchzuführen, daß eine Schwefelsäurekonzentration von 45 bis
50 Gew.% und eine Aufschlämmungskonzentration von 10 bis 15 Gew.% erhalten wird. Das heißt, wenn
verbrauchte Schwefelsäurebeize direkt auf eine Schwefelsäurekonzentration von 40 bis 55 Gew.% konzentriert
wird, ergibt sich eine Aufschlämmung von ausgefällten Kristallen, deren Konzentration deutlich
über 30 Gew.% liegt und es werden feine Kristalle erzeugt, die schwierig oder unmöglich abzufiltrieren
sind.
Gewöhnlich beträgt das Gewichtsverhältnis der umlaufenden Schwefelsäure zu der Menge der aufzubereitenden
verbrauchten Schwefelsäurebeize 0,01 :1 bis 1,65 :1, wobei ein geeignetes Verhältnis in Abhängigkeit
von der Zusammensetzung der aufzubereitenden verbrauchten Schwefelsäurebeize bestimmt wird. Die
Bedingungen zum Konzentrieren der Mischung sind annähernd die gleichen, wie beim herkömmlichen
Verfahren, und die Wärmekonzentrierung wird vorzugsweise in einem Vakuumverdampfer bei einem
Druck von etwa —700 mm Hg ausgeführt.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachfolgend anhand der Durchführung in einer geeigneten Vorrichtung
beschrieben.
Ein von außen beheizter Vakuumverdampfer 1 ist mit einer Verdampfungskammer 2 versehen, deren unteres
Ende mit dem unteren Ende eines Erhitzers 3 durch ein Rohr 4 für den Flüssigkeitsumlauf verbunden ist und
deren oberer Teil mit einem Kondensator 34 in Verbindung steht, der an eine Vakuumpumpe (nicht
dargestellt) angeschlossen ist. Ein mittlerer Teil des Rohres 4 ist mit einer Leitung 5 verbunden, um eine
Flüssigkeit zu befördern, die in den Vakuumverdampfer 1 eingeführt werden soll. Das Rohr 4 ist ebenfalls an
seinem mittleren Teil mit einer Leitung 6 zum Abzug einer konzentrierten Flüssigkeit aus dem Vakuumverdampfer
1 verbunden. Das äußerste Ende der Leitung 5 ist mittels einer Pumpe 7 mit einem Mischbehälter 8
verbunden. Das äußerste Ende der Leitung 6 ist mit einer Vorrichtung zum Trennen der konzentrierten
Flüssigkeit in Schwefelsäure und Eisen(II)-sulfatmonohydratkristalle verbunden. Ein Rotationsvakuumfilter
20 53
wird im allgemeinen als Trennvorrichtung verwendet. In
diesem Fall wird die gesamte konzentrierte Flüssigkeit direkt durch einen derartigen Filter behandelt, oder die
konzentrierte Flüssigkeit wird zuerst in einem Absitzbehälter durch Absetzen in eine überstehende Flüssigkeit
und eine konzentrierte Aufschlämmung getrennt und nur die erhaltene konzentrierte Aufschlämmung wird
danach durch den Filter aufbereitet. Gemäß der Erfindung sind beide Verfahren anwendbar. Bei dem
letzteren Verfahren ist die Menge der zu filtrierenden ι ο Flüssigkeit geringer als bei dem ersteren und damit
insofern vorteilhaft, als ein Filter von kleinerer Kapazität verwendet werden kann. Darüber hinaus
kann die überstehende Flüssigkeit des Absitzbehälters, so wie sie ist, als umlaufende Schwefelsäure verwendet
werden. Die Zeichnung gibt eine Vorrichtung unter Anwendung des letzteren Verfahrens wieder. Somit ist
das äußerste Ende der Leitung 6 mittels einer Pumpe 9 mit einem Absitzbehälter 10 verbunden. Der Absitzbehälter
10 ist mit einer Tauchplatte 11 versehen, um eine Turbulenz der Flüssigkeit an ihrer Oberfläche zu
verhindern, und eine Überlaufrinne 12 ist an dem oberen Ende der Seitenwand angeordnet, wobei eine durch die
Überlaufrinne 12 und die Innenwand des Absitzbehälters 10 definierte Flüssigkeitskammer 13 mittels eines
Auslaßrohres 14 mit dem Mischbehälter 8 in Verbindung steht. Der Mischbehälter 8 ist mit einem Behälter
15 für verbrauchte Schwefelsäurebeize durch eine eine Pumpe 16 aufweisende Leitung 17 verbunden. Mittels
einer Leitung 18 ist das untere Ende des Absitzbehälters 10 mit einem Behälter 20 für ein Rotationsvakuumfilter
19 verbunden. Durch den Filter 19 abgeschiedene Kristalle werden über einen Trichter 21 in einem
Vorratsbehälter (nicht dargestellt) rückgewonnen. Andererseits wird Schwefelsäure an einer Flüssigkeitskammer
22 des Filters 19 rückgewonnen. Da fast alle Kristalle von der Schwefelsäure getrennt worden sind,
könnte die Schwefelsäure, so wie sie ist, in zufriedenstellender Weise für einen Beizvorgang verwendet werden,
zur Gewinnung einer Säure höherer Reinheit wird jedoch die somit rückgewonnene Schwefelsäure ferner
in einen Kristallwachstumsbehälter eingeführt, um das Wachstum einer geringen Menge der darin enthaltenen
feinen Kristalle zu bewirken, worauf man die Kristalle absetzen läßt und abtrennt, um reine Schwefelsäure zu
erhalten. Die dargestellte Ausführungsform zeigt ein Beispiel einer Vorrichtung zur Durchführung eines
Verfahrens, bei dem die durch den Filter 19 abgetrennte Schwefelsäure von der Flüssigkeitskammer 22 des
Filters 19 über eine Leitung 23 in den Kristallwachs- tumsbehälter 24 gebracht wird. Die die Flüssigkeitskammer
22 mit dem Kristallwachstumsbehälter 24 verbindende Leitung 23 ist mit einem Filtratbehälter
versehen, der durch eine Vakuumpumpe (nicht dargestellt) und eine Pumpe 27 vermindertem Druck
ausgesetzt isL Der Kristallwachstumsbehälter 24 weist eine Tauchplatte 25 zur Ausschaltung von Turbulenz an
der Flüssigkeitseberfläche und eine an dessen oberem Ende angeordnete Oberlaufrinne 28 auf, wobei eine
durch die Überlaufrinne 28 und die Innenwand des Kristallwachstumsbehälters 24 definierte Flüssigkeitskammer 29 über eine Leitung 30 mit einem Behälter
zum Lagern der rückgewonnenen Säure in Verbindung steht Der Kristallwachstumsbehäiter 24 ist an seinem
Boden mit einer Leitung 32 zum Herausnehmen gewachsener Kristalle versehen, wobei das entfernte
Ende dieser Leitung mittels einer Pumpe 33 mit einen mittleren Teil der Leitung 6 verbunden ist, um erneut dii
gewachsenen Kristalle abzufiltrieren, die am Boden de: Kristallwachstumsbehälters 24 abgesetzt worden sind.
Die praktische Ausführung der Erfindung wird nut unter Verwendung der obigen Vorrichtung beschrieben
Durch Leitung 17 mit der Pumpe 16 wird eine verbrauchte Schwefelsäurebeize mit einem Gehalt ar
lOGew.% H2SO4 und 15Gew.°/o FeSO4 von den
Behälter 15 in den Mischbehälter 8 in einer Menge vor 1000 kg/h zugeführt, während umlaufende Schwefelsäu
re, die 50 Gew.% H2SO4 und I Gew.% FeSO4 enthält
von dem Absitzbehälter 10 in einer Menge vor 1500 kg/h in den Mischbehälter 8 geschickt wird, worir
die zwei Flüssigkeiten vermischt werden. Selbst wenr die umlaufende Schwefelsäure eine geringe Menge vor
feinen Eisen(lJ)-sulfatmonohydratkristallen enthält werden sie in der verbrauchten Schwefelsäurebeiz«
gelöst, wodurch der nachteilige Effekt solcher feiner Kristalle auf das Wachstum von neu gebildeter
Eisen(II)-sulfatmonohydratkristallen ausgeschaltet wird Die Mischung in dem Mischbehälter 8 wird dann mittel!
Leitung 5 mit der Pumpe 7 in das Rohr 4 de: VakuumverdampferE 1 gebracht und durchläuft der
Erhitzer 3, die Verdampfungskammer 2 und das Rohr A für den Flüssigkeitsumlauf bei etwa -700 mm Hg
während sie dadurch der Wärmekonzentrierung ausge setzt ist. Während dieses Schrittes wird Wasser in einei
Menge von 635 kg/h abgedampft und Eisen(II)-sulfat monohydratkristalle werden ausgefällt, wobei eine
Aufschlämmung erhalten wird, die 10 Gew.% Eisen(II) sulfatmonohydratkristalle enthält, die in 50Gew.°/c
Schwefelsäure dispergiert sind. Durch die Leitung ί wird diese Aufschlämmung mit der Pumpe 9 in einei
Menge von 1900 kg/h in den Absitzbehälter IC eingebracht. Während sich die Kristalle absetzer
können, läßt man die überstehende Flüssigkeit in einei
Menge von 1500 kg/h über die Überlaufrinne 12 durch das Auslaßrohr 14 und in den Mischbehälter 8 fließen
um mit verbrauchter Schwefelsäurebeize vermischt zu werden. In einer Menge von etwa 400 kg/h wird die
konzentrierte Aufschlämmung von Eisen(ll)-sulfatkristallen aus dem Behälter entnommen und über die
Leitung 18 in den Behälter 20 des Vakuumfilters 19 eingeführt, wo die Kristalle von der Schwefelsäure
getrennt werden. Als Ergebnis werden Eisen(lI)-SuIfatmonohydratkristalle
über den Trichter 21 in einer Menge von etwa 200 kg/h und die Schwefelsäure wird
über die Leitung 23 in einer Menge von etwa 165 kg/h
rückgewonnen. Die rückgewonnene Schwefelsäure enthält nur etwa 0,5 bis 1,0 Gew.% Eisen(II)-sulfatmonohydratkristalle.
Um die Reinheit weiter zu verbessern wird die rückgewonnene Schwefelsäure über die
Leitung 23 in den Kristallwachstumsbehälter eingeführt, wo sie 10 bis 30 Stunden, z. B. 20 Stunder
stehenbleibt Die überstehende Flüssigkeit wird dann durch die Leitung 30 in einer Menge von 165 kg/h in den
Behälter 31 geführt, um hochreine Schwefelsäure zu gewinnen, die nur etwa 0,1 bis 03 Gew.% Eisen(II)-sul·
fatmonohydratkristalle enthält Andererseits werden die in dem Kristallwachstumsbehälter 24 abgesetzten
gewachsenen Kristalle zusammen mit einem Teil der Schwefelsäure zur weiteren Behandlung in dem
Absitzbehälter 10 durch die Leitung 32 zur Leitung € und zum Absitzbehälter 10 rückgeführt
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zum Regenerieren einer verbrauchten Schwefelsäurebeize, indem (1) eine verbrauchte Schwefelsäurebeize mit umlaufender Schwefelsäure, die aus einer anschließenden Stufe erhalten wurde, vermischt wird. (2) das erhaltene flüssige Gemisch zur Konzentrierung in einem Vakuumverdampfer erhitzt wird, (3) die Schwefelsäure von Eisen(Il)-sulfatmonohydratkristallen zur Rückgewinnung abgetrennt wird und (4) ein Teil der rückgewonnenen Schwefelsäure im Umlauf geführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die im Umlauf geführte Schwefelsäure eine Konzentration an freier Säure von 40 bis 55 Gew.°/o aufweist und das erhaltene flüssige Gemisch auf eine Schwetelsäurekonzsntration von 40 bis 55Gew.% und eine Aufschlämmungskonzentration an darin dispergieren Eisen(II)-sulfatmonohydratkristaIlen von 10 bis 30 Gew.% konzentriert wird, wobei die Schwefelsäure von den Eisen(U)-sulfatmonohydratkristallen in einem Absitzbehälter getrennt und als überstehende Flüssigkeit abgezogen und zur Mischung mit einer verbrauchten Schwefelsäurebeize umgepumpt wird und aus der konzentrierten Aufschlämmung die Eisen(l l)-sulfatmonohydratkristalle unter Rückgewinnung der Schwefelsäure abgetrennt werden und die dabei gewonnene Schwefelsäurelösung zur Herbeiführung von Kristallwachstum noch vorhandener Eisen(II)-sulfatmonohydratkristalle stehengelassen wird und erneut von den Eisen(ll)-suifatmonohydratkristallen abgetrennt und rückgeführt wird.35Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Regenerieren von verbrauchter Schwefelsäurebeize, indem eine verbrauchte Schwefelsäurebeize mit umlaufender Schwefelsäure, die aus einer anschließenden Stufe erhalten wurde, vermischt wird, das erhaltene flüssige Gemisch zur Konzentrierung in einem Vakuumverdampfer erhitzt wird, die Schwefelsäure von Eisem(II)-sulfatmonohydratkristallen zur Rückgewinnung abgetrennt wird und ein Teil der rückgewonnenen Schwefelsäure im Umlauf geführt wird.Im allgemeinen wurde Schwefelsäure bisher weitgehend zum Beizen von Eisen und Stahl verwendet. Von einem Beizvorgang abfließende verbrauchte Schwefelsäurebeize enthält gewöhnlich .5 bis 15 Gew.% Schwefelsäure und 10 bis 18 Gew.% Eisen(II)-sulfat, und wenn sie als solche weggeschüttet wird, ergibt sich ein Verlust wertvoller Substanzen sowie eine Verunreinigung von Flüssen. Die Regenerierung von verbrauchter Beize ist deshalb notwendig.Üblicherweise erfolgte die Regenerierung von verbrauchter Schwefeisäurebeize bisher durch Wärmeaufbereitung. Nach dem Wärnieaufbereitungsverfahren wird die verbrauchte Schwefelsäurebeize direkt auf eine Konzentration von 40 bis 55 Gew.% konzentriert, wodurch ein kristallisiertes Eisen(ll)-sulfatmonohydrat in einer Konzentration von über 30 Gew.% enthaltende Aufschlämmung erhalten wird und durch Filtration Schwefelsäure und Eisen(U)-sulfatmonohydrat zur Rückgewinnung getrennt werden. Bei diesem üblichen Verfahren enthalten jedoch die ausgefällten Eisen(ll)-sulfatkristalle eine große Menge feiner Kristalle, so daß es für gewöhnliche Filtereinrichtungen, wie beispielsweise ein Vakuumdrehfilter, unmöglich ist, diese Kristalle vollständig abzufil» rieren, so daß ein Teil der Kristalle durch das Filtergewebe in die rückgewonnene Schwefelsäure wandern kann. Tatsächlich wurde festgestellt, daß nach dem üblichen Verfahren mehr als 30 Gew.% der Eisen(H)-su!fatmonohydratkristalle feine Kristalle sind, die durch ein Sieb mit Sieböffnungen von 76 μΐη, insbesondere durch ein Sieb mit Sieböffnungen von 63μπι, hindurchgehen, wobei V2 bis V5 davon Kristalle sind, die durch ein Sieb mit Sieböffnungen von 51 μπι hindurchgehen, welche nicht abfiltriert werden können. Folglich sind feine Eisen(U)-sulfatmonohydratkristalle, die das Filtergewebe passiert haben, schließlich in der rückgewonnenen Schwefelsäure enthalten, verschlechtern den Beizwirkungsgrad und verstopfen Rohre und andere Teile der Vorrichtung, wenn die Säure für einen Beizvorgang wieder verwendet wird. Beim Versuch, solche unerwünschten feinen Kristalle zu entfernen, wird die konzentrierte Aufschlämmung möglicherweise durch ein Spezialfilter filtriert, dies erfordert jedoch eine teure Vorrichtung und komplizierte Maßnahmen.Nach dem aus der US-PS 26 68 130 bekannten Verfahren wird im Rahmen eines Beizvorgangs die Schwefelsäurekonzentration im Regenerierungsverfahren auf 14 bis 22Vol.% eingestellt ohne jegliche Regelung der Aufschlämmungskonzentration durch Umlauf-Schwefelsäure. Bei diesem Verfahren ergeben sich zahlreiche, sehr feine Eisen(ll)-sulfatmonohydratkristalle, die während der Konzentrierung nicht zu groben Kristallen wachsen und daher nicht in zufriedenstellender Weise abfiltriert werden können, demzufolge die Beizwirksamkeit erheblich herabsetzen und zu Blockierungen der Vorrichtung führen.Aus der US-PS 26 16 790 ist ein Verfahren zum Regenerieren einer verbrauchten Schwefelsäurebeize bekannt, bei dem eine Konzentrierung der Säure durch Innenfeuerung unter Abdampfen des Wassers erfolgt. Diese abrupte Konzentrierung mittels einer Flamme hoher Temperatur führt zu sehr feinen Eisen(ll)-sulfatmonohydratkristallen, die sehr schwierig zu filtrieren sind und somit ein hoher Anteil in der Lösung verbleibt und deren Beizfähigkeit stark beeinträchtigt. Ein Vergleich dieses Verfahrens mit dem erfindungsgemäßen Verfahren zeigt, daß die gemäß der Erfindung zurückgewonnene Schwefelsäure praktisch frei von Eisen(l I)-sulfatmonohydratkristallen ist, und ohne Verschlechterung ihre Wirksamkeit für einen erneuten Beizvorgang ausübt, während die nach dem bekannten Verfahren zurückgewonnene Schwefelsäure noch erhebliche Anteile an feinen Eisensulfalkristallen aufweist und nur mehr geringe Beizfähigkeit besitzt.Die Aufgabe der Erfindung besteht in einem Verfahren zur Rückgewinnung von Schwefelsäure aus verbrauchter Schwefelsäurebeize durch Wärmebehandlung, wobei die Schwefelsäure praktisch frei von Eisen(ll)-sulfatmonohydratkristallen ist und somit in der Lage ist, einen zufriedenstellenden Beizvorgang ohne merkliche Verschlechterung der Leistungsfähigkeit auszuführen. Dabei soll eine hochreine Schwefelsäure von einer verbra'ichten Schwefeisäurebeize durch Wärmebehandlung wiedergewonnen werden, ohne ein Spezialfilter und komplizierte Filterverfahren zu benötigen.Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Regenerieren einer verbrauchten Schwefeisäurebeize, indem eine verbrauchte Schwefeisäurebeize mit umlau-
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP10969 | 1969-12-30 | ||
| JP10970 | 1969-12-30 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2058525A1 DE2058525A1 (de) | 1971-07-08 |
| DE2058525B2 true DE2058525B2 (de) | 1977-05-12 |
| DE2058525C3 DE2058525C3 (de) | 1978-01-26 |
Family
ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1326958A (en) | 1973-08-15 |
| US3743484A (en) | 1973-07-03 |
| DE2058525A1 (de) | 1971-07-08 |
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