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DE2544036A1 - Verfahren zur gewinnung von quecksilber aus kohlenstoffhaltigen filterhilfsmitteln - Google Patents

Verfahren zur gewinnung von quecksilber aus kohlenstoffhaltigen filterhilfsmitteln

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Publication number
DE2544036A1
DE2544036A1 DE19752544036 DE2544036A DE2544036A1 DE 2544036 A1 DE2544036 A1 DE 2544036A1 DE 19752544036 DE19752544036 DE 19752544036 DE 2544036 A DE2544036 A DE 2544036A DE 2544036 A1 DE2544036 A1 DE 2544036A1
Authority
DE
Germany
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mercury
filter aid
filter
sludge
aid
Prior art date
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Pending
Application number
DE19752544036
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English (en)
Inventor
Rr S Pacheco
Bruce T Smith
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Honeywell International Inc
Original Assignee
Allied Chemical Corp
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Filing date
Publication date
Application filed by Allied Chemical Corp filed Critical Allied Chemical Corp
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Pending legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B03SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
    • B03BSEPARATING SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS
    • B03B5/00Washing granular, powdered or lumpy materials; Wet separating
    • B03B5/28Washing granular, powdered or lumpy materials; Wet separating by sink-float separation
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D41/00Regeneration of the filtering material or filter elements outside the filter for liquid or gaseous fluids
    • B01D41/02Regeneration of the filtering material or filter elements outside the filter for liquid or gaseous fluids of loose filtering material
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B43/00Obtaining mercury

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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Filtration Of Liquid (AREA)
  • Physical Water Treatments (AREA)

Description

Dr. Hans-Heinridi Willrath *-« Wiesbaden ι 30.9.1975
T^ ΓΝ- W/ 1- Postfadl 6145 l:t/eP
Dr. Dieter Weber cn*™*«**^*
T^v. ι ΓΜ 17Ί C ·£Γ -* * (06121) ϊ7272°
Dipl.-rhys. Klaus beittert
PATENTANWÄLTE Te.«, 4-18624/
P.D. 5600-448
Allied Chemical Corporation Morristown, New Jersey 07960 USA
Verfahren zur Gewinnung von Quecksilber aus kohlenstoffhaltigen Filterhilfsmitteln
Priorität; v.10.Oktober 1974 in USA Serial No.: 513 691
Chlor und Alkalihydroxide werden fast ausschließlich durch Elektrolyse von Alkalichlorid-Salzlösungen produziert. Chlor und Wasserstoff erhält man als die gasförmigen Produkte, wenn die Salzlösung in eine Alkalihydroxidlösung umgewandelt wird. Zwei Typen von Zellenkonstruktionen werden herkömmlicherweise für dieses Verfahren verwendet, nämlich Diaphragmazellen und Quellsilberzellen. In Diaphragmazellen sind Anode und Kathode durch ein Asbestdiaphragma voneinander getrennt, was eine getrennte Gewinnung des Chlors und des Wasserstoffes gestattet. Bei Quellsilberzellen wird die Salzlösung kontinuierlich eingespeist und in einer ersten Kammer zwischen einer Graphitanode und einer fließenden Quecksilberkathode teilweise zersetzt,
Postsdieck: Frankfurt/Main 67 6DS827/0827 "den' Konto"Nr·
wobei sich Chlorgas an der Anode und ein Alkaliamalgam an der Kathode bildet. Das Amalgam fließt zu einer zweiten Kammer, der "Denudierkammer", wo es die Anode für eine kurz geschaltete Eisen- oder Graphitkathode in einer Alkalihydroxidlösung wird. Gereinigtes Wasser wird der Denudierkammer zugeführt, und die Alkalimetallkomponente des Amalgams reagiert mit aem Wasser unter Bildung von Wasserstoffgas und Alkalihydroxid, welches mit hoher Reinheit in wäßriger Lösung mit einer 30- bis 70-%igen Konzentration gewonnen wird.
Kleine Mengen Quecksilber in feinteiliger Form werden zusammen mit dem Produkt aus der Denudierkammer mitgeführt und müssen von dem Produkt durch Filtration abgetrennt werden. Dies erfolgt gewöhnlich durch Filtrieren des Alkalihydroxidproduktes, wie es aus der Denudierkammer erhalten wird, durch ein Filter, das mit einem Kohlenstoff-Filterhilfsmittel, wie mit aktivierter Kohle, bedeckt ist. Das metallische Quecksilber wird in dem Kohlenstoff-Filterhilfsmittel zurückgehalten, und man bekommt ein äußerst reines Alkalihydroxidprodukt, das im wesentlichen frei von Quecksilber ist.
Während der Filtration sammelt sich Quecksilber in dem Filterhilfsmittel an und wird aus diesem periodisch gewonnen. Zu diesem Zweck wird Filterkuchen, der Kohlenstoff-Filterhilfsmittel mit Quecksilbergehalt umfaßt, aus dem Filter entfernt und in eine Apparatur zur Quecksilbergewinnung eingespeist, gewöhnlich in die Retorte einer Destillationsapparatur, worin Quecksilbermetall durch Destillation im Kopfprodukt gewonnen
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wird. Der Destillationsrückstand, der in der Retorte verbleibt und Kohlenstoff-Filterhilfsmittel umfaßt, ist für weitere Verwendung nicht geeignet und wird weggeworfen.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß die von dem Filter zurückgehaltenen Quecksilberteilchen nicht gleichförmig zwischen den Filterhilfsmittelteilchen verteilt sind und daß es möglich ist, das Filterhilfsmittel einer Behandlung zu unterziehen, die eine getrennte Gewinnung von quecksilberreichen Filterhilfsmittelteilchen, die äußerst geeignet für die Verwendung in der Quecksilberrückgewinnung sind, und quecksilberarmen Filterhilfsmittelteilchen, die für die Wiederverwendung bei der Filtration geeignet sind, gestattet. Dies hat den doppelten Vorteil, daß man eine Beschickung für die Quecksilbergewinnungsapparatur bekommt, die Quecksilber in konzentrierter er Form enthält, was die Quecksilbergewinnung erleichtert, und daß man die Möglichkeit einer Wiederverwendung von quecksilberarmem Kohlenstoff-Filterhilfsmittel hat, was den Verbrauch von Filterhilfsmittel vermindert.
Die vorliegende Erfindung liefert ein Verfahren zur Auftrennung von quecksilberhaltigem Kohlenstoff-Filterhilfsmittel, das bei der Filtration einer Alkalihydroxidlösung aus einer Quecksilberzelle verwendet wurde, in einen quecksilberreichen und einen quecksilberarmen Anteil. Nach der vorliegenden Erfindung bekommt man ein Verfahren zur Gewinnung von Quecksilber aus Kohlenstoff-Filterhilfsmittel, das bei der FiI-
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tration von Alkalihydroxidlösung aus einer Quecksilberzelle zur Entfernung von Quecksilber daraus verwendet wurde, und die Verfahrensstufen bestehen darin, daß man
a) das Filterhilfsmittel in einem flüssiasn Medium aufschlämmt,
b) das aufgeschlämmte Filterhilfsmittel sich unter Bildung einer quecksilberreichen Filterhilfsmittelschlammschicht mit einer darüberliegenden quecksilberarmen Filterhilfsmittelschlammschicht absetzen läßt und
c) die quecksilberreiche Schicht getrennt gewinnt.
Die beiliegende Zeichnung ist eine Darstellung einer bevorzugten Ausfuhrungsform einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der vorliegenden Erfindung.
Beim herkömmlichen Arbeiten zur Entfernung von Quecksilber aus einer Alkalihydroxidlösung einer Quecksilberzelle wird ein Filter, gewöhnlich ein Vorbeschichtungsdruckfilter üblicher Blattgestalt, mit Kohlenstoff-Filterhilfsmittel in einer Schicht ausreichender Tiefe vorbeschichtet, um eine Quecksilberentfernung in annehmbarem Umfang zu gewährleisten. Das Alkalihydroxid wird dann durch das Filter geleitet, und Proben werden periodisch abgenommen, um die Quecksilberverunreinigung in dem Filterauslauf zu bestimmen. Wenn die Vorbeschichtung aus dem Kohlenstoff-Filterhilfsmittel mit Quecksilbermetall gesättigt ist, steigt die Quecksilberverunreinigung in dem Produkt auf
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unannehmbare Werte, und dann muß die Vorbeschichtung ausgetauscht werden. Dies erfolgt gewöhnlich durch "Rückspülen" des Filters, gewöhnlich mit einer Alkalihydroxidlösung, und anschließend erneutes Vorbeschichten. Das beim Rückspülen erhaltene Kohlenstoff-Filterhilfsmittel erhält man als einen Schlamm in der Rückspülflüssigkeit. Man läßt absitzen, die klare oben stehende Alkalihydroxidlösung wird abgegossen und das Filterhilfsmittelsediment, das noch merkliche Mengen an Alkalihydroxid enthält, in die Retorte überführt.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß ein vollständiges Absitzen des Filterhilfsmittels in der Rückspülflüssigkeit weder erforderlich noch erwünscht ist. Vielmehr wurde gefunden, daß ein Absitzen des quecksilberbeladenen Filterhilfsmittels in der Rückspülflüssigkeit zur Bildung einer quecksilberreichen Filterhilfsmittelschlammschicht im unteren Teil des Kessels, worin das Absetzen erfolgt, und einer darüberstehenden quecksilberarmen Filterhilfsmittelschlammschicht führt. Es wurde weiterhin gefunden, daß das Filterhilfsmittel aus der quecksilberarmen Schlammschicht geeignet für die Wiederverwendung in der Filtration ist. Die quecksilberreiche untere Schicht enthält das meiste des "Quecksilbers und ist geeignet für die Beschickung des Quecksilberrückgewinnungsverfahrens, vorzugsweise nach weiterem Trocknen. Es sei bemerkt, daß beim Absitzenlassen die Quecksilberkonzentration des Filterhilfsmittels in dem flüssigen Medium am höchsten im Bodenbereich und am niedrigsten im obersten Bereich ist, wobei die Quecksilberkönzentration allmählich vom Bodenbereich zum obersten Bereich abnimmt, so daß
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die Zwischenbereiche dazwischenliegende Quecksilbermengen enthalten und es keine scharfe Trennlinie zwischen diesen Schichten gibt. Somit wird der Ausdruck "Schicht", wenn er sich hier auf quecksilberreiche und quecksilberarme Filterhilfsmittelschlammschichten bezieht, verwendet, um eine willkürliche Trennlinie zu bezeichnen, die auf der Grundlage von Betrachtungen gewählt wird, wie des zulässigen Maximalquecksilbergehaltes des Filterhilfsmittels aus der quecksilberarmen Schicht, welche wiederverwendet werden soll, und der erwünschten Quecksilberkonzentration in der Retortenbeschickung.
Es ist jedes flüssige Medium geeignet für die Verwendung in den Verfahrensstufen der vorliegenden Erfindung, vorausgesetzt, daß seine Schwere nicht so groß ist, daß es ein Absitzen der mit Quecksilber beladenen Filterhilfsmittelteilchen verhindert, und vorausgesetzt, daß es nicht mit dem in dem Filterhilfsmittel enthaltenen Quecksilber reagiert. Geeignete flüssige Medien sind beispielsweise wäßrige Lösungen des Alkalihydroxids irgendeiner Konzentration, vorausgesetzt, daß das spezifische Gewicht niedrig genug ist, um ein Absitzen des Filterhilfsmittels zu gestatten, und außerdem sind wäßrige Medien geeignet. Bei einem bevorzugten Arbeiten erfolgt das Rückspülen unter Verwendung von Wasser, und das Wasser dient dann als das Absitzmedium für das Filterhilfsmittel. Die Temperatur und der Druck, bei denen das Absitzenlassen gestattet wird, sind nicht kritisch.
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Das Absitzenlassen des Filterhilfsmittels nach dem Verfahren der vorliegenden Erfindung kann auf der Schwerkraft beruhen, wie durch Sedimentation oder Schlämmen, oder es kann durch Zentrifugalkraft induziert werden oder durch eine Kombination beider Kräfte. Es kann in irgendeiner geeigneten Apparatur vorgenommen werden, doch erfolgt es bequemerweise in einem Klärgefäß mit einem Bodenabschnitt in der Form eines umgekehrten Kegels mit einem Bodenauslaß an dessen Apex.
Bei der üblichen Praxis der Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung wird die Filterrückspülflüssigkeit, die mit Quecksilber beladenes Kohlenstoff-Filterhilfsmittel enthält, zu einem Klärgefäß mit einem Bodenauslaß überführt, worin sie gegebenenfalls gerührt oder bewegt werden kann, um die Bildung eines homogenen Filterhilfsmittelschlammes zu gewährleisten. Den Schlamm läßt man dann stehen, um zu gestatten, daß Quecksilber enthaltende Kohlenstoff-Filterhilfsmittelteilchen sich in dem Schlamm nach unten absetzen und eine an mit Quecksilber beladenem Kohlenstoff-Filtermittel reiche Schicht und eine , darüberstehende entsprechend an quecksilberarmem Kohlenstoff-Filterhilfsmittel reiche Schicht bilden. Nachdem die Sedimentation in dem erwünschten Umfang erfolgt ist, gewöhnlich innerhalb einer Zeit von 2 bis 14 Stunden, stärker bevorzugt innerhalb von 8 bis 12 Stunden, wird die quecksilberreiche Filterhilfsmittelschlammschicht durch den Bodenauslaß des Klärgefäßes abgezogen. Die für das Absitzen unter Schwerkraft erforderliche Zeit hängt gewöhnlich von Faktoren, wie der Schlammtiefe in dem Klärgefäß, der Teilchengröße des Filterhilfsmittels, der
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Feststoffkonzentration in dem Schlamm unddem spezifischen Gewicht und der Viskosität des flüssigen Mediums ab und kann leicht für jede Kombination der Bedingungen durch einfache Experimente bestimmt werden. Wenn erwünscht, kann das quecksilberreiche Filterhilfsmittel in der abgetrennten quecksilberreichen Filterhilfsmittelschlammschicht von der flüssigen Phase durch einfache Filtration abgetrennt werden, wie beispielsweise, indem man sie durch eine geeignete Filtermembran preßt, die Flüssigkeiten von Feststoffen trennt. Auf der Filtermembran verbleibende Feststoffe können dann der Quecksilberrückgewinnung zugeführt werden, gewöhnlich der Retorte einer Quecksilberrückgewinnungsdestillationsapparatur.
Die quecksilberarme Filterhilfsmittelschlammschicht kann für dasVorbeschichten des Filters verwendet werden, so daß man das quecksilberarme Filterhilfsmittel wiederverwenden kann. Es ist vorteilhaft, dieses quecksilberarme Filterhilfsmittel zu benützen, um die obere Schicht der Filtervorbeschichtung zu liefern. So wird bei einem bevorzugten Arbeiten das Filter zunächst unter Verwendung von frischem Kohlenstoff-Filterhilfsmittel vorbeschichtet, wonach man den quecksilberarmen rilterhilfsmittelschlamm durch das vorbeschichtete Filter führt. Beim Arbeiten auf diese Weise bekommt man auf dem Filter einen ersten Überzug aus quecksilberfreiem Filterhilfsmittel und darüber einen zweiten Überzug von Filterhilfsmittel, das bereits etwas Quecksilber enthält. Wenn quecksilberhaltiges Hydroxid durch das so überzogene Filter geführt wird, wird zunächst der zweite Filterhilfsmittelüberzug dem Quecksilber
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in der zu filtrierenden Lösung ausgesezt, was dazu führt, daß dieser zweite überzug selektiv mit Quecksilber angereichert wird, was die selektive Sedimentation des _Filterhilfsmittels in der Sedimentationsstufe des Verfahrens nach der vorliegenden Erfindung erleichtert.
Die folgende detaillierte Beschreibung erläutert eine bevorzugte Ausfuhrungsform und beschreibt die derzeit als am günstigsten angesehene Praxis bei der Durchführung der vorliegenden Erfindung.
Gemäß der Zeichnung ist die verwendete Apparatur ein Klärgefäß 1, das mit einem überlauf 3, einem Seitenauslaß 4, einem Bodenauslaß 5 und einer Schlammbeschickungsleitung 2 ausgestattet ist. Der Seitenauslaß 4 sowie der Bodenauslaß 5 sind mit Ventilen 6 und 7 ausgestattet. In das Klärgefäß 1 wird durch die Schlammbeschickungsleitung 2 bis zur Höhe des Überlaufes 3 Rückspülschlamm von Kohlenstoff-Filterhilfsmittel eingespeist, das man durch Rückspülen eines vorbeschichteten Blattdruckfilters mit Wasser erhalten hat, nachdem dieses Filter zum Filtrieren von Natriumhydroxid einer Quecksilberzelle zur Entfernung, von Quecksilberverunreinigungen daraus verwendet wurde. Der Schlamm enthält etwa 20 g/l Kohlenstoff-Filterhilfsmittel, bezogen auf das Gewicht des wäßrigen Mediums. Die Schlammbeschick,ung wird dann unterbrochen, und maß läßt den Schlamm in dem Klärgefäß 1 sich während 2 bis 14 Stunden absetzen. Während dieser Zeit setzt sich aufgeschlämmtes Kohlenstoff-Filterhilfsmittel unter Bildung einer quecksilber-
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reichen Filterhilfsmittelschlammschicht im unteren Teil des Klärgefäßes ab, und im oberen Teil des Klärgefäßes bildet sich eine darüberstehende quecksilberarme Filterhilfsmittelschlammschicht. Die quecksilberarme Filterhilfsmittelschlammschicht wird dann durch den Seitenauslaß 4 durch Öffnung des Ventils 6 abgezogen. Nach dem Abziehen der obenstehenden quecksilberarnien Filterhilfsmittelschlammschicht wird die quecksilberreiche Filterhilfsmittelschlammschicht durch den Auslaß 5 durch öffnen des Ventils 7 abgezogen. Den so abgezogenen quecksilberreichen Filterhilfsmittelschlamm läßt man durch einen Dynel-Filterbeutel laufen, um Flüssigkeiten von Feststoffen zu trennen. Das quecksilberhaltige Filterhilfsmittel, das in dem Dynel-Filterbeutel zurückgehalten wird, wird zu der Retorte einer Quecksilberrückgewinnungsdestillationsapparatur geführt. Das Kohlenstoff-Filterhilfsmittel in dem Beschickungsschlamm enthält etwa 100 000 bis 500 000 ppm Quecksilber auf Gewichtsbasis des trockenen Filterhilfsmittels. Das durch den Seitenauslaß 4 abgezogene quecksilberarme Filterhilfsmittel enthält etwa 1000 bis 10 OOO ppm Quecksilber, bezogen auf das trockene Filterhilfsmittel. Das durch den Bodenauslaß 5 abgezogene quecksilberreiche Filterhilfsmittel enthält mehr als etwa 100 000 ppm Quecksilber, bezogen auf das trockene Filterhilfsmittel, gewöhnlich zusammen mit etwas freiem metallischem Quecksilber.
Während man das oben beschriebene Absitzenlassen unter der Wirkung der Schwerkraft allein vorsich-gehen läßt, kann das Absitzenlassen zu einer quecksilberreichen Filterhilfsmittel-
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schlammschicht und einer quecksilberaraien Filterhilfsmittelschlammschicht auch in der Weise erfolgen, daß man den Schlamm Zentrifugalkräften aussetzt, wie in der Weise, daß man ihn durch eine geeignete Zentrifuge herkömmlicher Bauart schickt und getrennt eine quecksilberreiche Filterhilfsmittelschlammschicht und eine quecksilberarme Filterhilfsmittelschlammschicht gewinnt.
Die Verfahrensstufen nach der vorliegenden Erfindung können mit Kohlenstoff-Filterhilfsmittelschlämmen einer Konzentration in einem sehr weiten Bereich durchgeführt werden. Filterhilfsmittelschlämme können so wenig wie 5 g/l Kohlenstoff-Filterhilfsmittel enthalten, und sie können so konzentriert sein, daß sie 100 g/l Kohlenstoff-Filterhilfsmittel enthalten. Bevorzugte Schlämme enthalten zwischen etwa 10 und 50 oder stärker bevorzugt zwischen etwa 20 und etwa 4O g Kohlenstoff-Filterhilfsmittel je Liter.
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Claims (6)

Patentansprüche
1. Verfahren zur Gewinnung von Quecksilber aus Kohlenstoff-Filterhilfsmittel, das zur Filtration einer Alkalihydroxidlösung aus einer Quecksilberzelle zur Gewinnung von Quecksilber daraus verwendet wurde, dadurch gekennzeichnet, daß
a) das Filterhilfsmittel in einem flüssigen Medium aufschlämmt,
b) das aufgeschlämmte Filterhilfsmittel unter Bildung einer quecksilberreichen Filterhilfsmittelschlammschicht und einer darüberstehenden quecksilberarmen Filterhilfsmittelschlammschicht absitzen läßt und
c) die quecksilberreiche Schicht getrennt gewinnt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Filterhilfsmittel in einem wäßrigen Medium aufschlämmt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man das Filterhilfsmittel in einem wäßrigen Medium zu einem Filterhilfsmittelschlamm mit einem Gehalt von etwa 5 bis 100, vorzugsweise etwa 10 bis 50 g/l Filterhilfsmittel aufschlämmt.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man das Filterhilfsmittel in Wasser zu einem Schlamm mit einem Gehalt von etwa 10 bis 50 g/l Filterhilfsmittel aufschlämmt.
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5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man zum Aufschlämmen des Filterhilfsmittels in dem flüssigen Medium das bei der Filtration der Alkalihydroxidlösung aus der Quecksilberzelle verwendete Filter mit Wasser unter Bildung eines Filterhilfsmittelschlainmes mit einem Gehalt von etwa 5 bis 100 g, vorzugsweise etwa 10 bis 50 g/l Filterhilfsmittel rückspült.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man zusätzlich die getrennt gewonnene quecksilberreiche Schicht filtriert und so die wäßrige Phase von der festen Phase trennt.
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