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Laufbildkamera mit einer Überblendvorrichtung Die Erfindung betrifft
eine Laufbildkamera mit einer elektromotorisch angetriebenen, vorzugsweise vollautomatisch
arbeitenden Überblendvorrichtung Bei den bekannten Laufbildkameras mit einer Überblendvorrichtung
gestalten sich vornehmlich für einen Amateur Überblendszenen als schwierig, da im
Ablauf einer Uberblendung immer mehrere Aufgaben gelöst werden müssen. So muß etwa
der Kamerastop manuell erfolgen oder aber die Filmrückwicklung eingeleitet werden.
Dies führt zu Bedienungsfehler der überlasteten Bedienungsperson, die die vorgenommenen
Aufnahmen unbrauchbar werden lassen. Aber auch bei einer bekannten automatischen
Überblendvorrichtung besteht diese Gefahr.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine Laufbildkamera mit einer selbsttätigen
Überblendvorrichtung zu schaffen, mit der sich in einfachster Bedienungsweise Überblendszenen
herstellen
lassen, wobei es ausgeschlossen sein soll, daß selbst
von weniger geübten Kamerabenutzern Bedienungsfehler gemacht werden können.
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Gemäß der Erfindung sind zur Lösung der genannten Aufgabe bei einer
Laufbildkamera der eingangs genannten Art Einrichtungen vorgesehen, die eine Abschaltung
der Kamera während der Abblendphase und/oder Filmrücktransportphase verhindern.
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Bei einer Kamera mit einer eine Auslösetaste umfassenden, vorzugsweise
mechanischen Auslösevorrichtung ist es besonders vorteilhaft, daß eine in eine Ausnehmung
der gedrückten Auslöstetaste einfallende Sperrklinke vorgesehen ist. Beim Einschalten
der Überblendvorrichtung wird die Sperrklinke durch ein Schiebergestänge freigegeben.
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Ist eine Kamera hingegen mit einer elektrischen Auslösevorrichtung
ausgerüstet, die einen Magnetauslöser umfaßt, ist erfindungsgemäß ein den Magnetauslöser
überbrückender Schalter vorgesehen, während die Überblendvorrichtung zur Betätigung
des Schalters bewegte Bauteile umfaßt.
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In weiterer Ausbildung umfaßt die Überblendvorrichtung einen vorzugsweise
als Programmrad ausgebildeten Drehkörper, der eine Auslösescheibe aufweist, durch
die über einen Hebel der Schalter bis zum Ende des Filmtransports geschlossen wird
Die Erfindung wird anhand zweier, in den Figuren 1 bis 11 dargestellter Ausführungsbeispiele
beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 die schematische Darstellung einer Laufbildkamera
mit einer ersten Ausführungsform der Überblendvorrichtung, Figuren 2-7 Einzelheiten
dieser Ausführungsform, Fig. 8 eine Laufbildkamera mit einer zWeiten Ausführungsform
der Überblendvorrichtung, Figuren 1 - 11 eine Laufbildkamera mit einer Überblend
vorrichtung nach Fig 1, bei der Filmkassetten mit und ohne Rückspulmöglichkeit wahlweise
zur Verwendung kommen.
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Das erste Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren i bis 7 zeigt eine
Schmalfilmkamera mit einer Überblendvorrichtung und mit einer elektronischen Auf-
und Abblendautomatik, bei der eine Filmkassette ohne Filmrückspulmöglichkeit zur
Verwendung kommt. Der Filmtransportmechanismus der Schmalfilmkamera ist schematisch
dargestellt durch die Antriebsschnecke 37, antreibbar durch den Kameramotor 19,
das Filmaufwickelrad 38, das über eine Friktion mit dem Mitnehmer 39 verbunden ist,
der
schließlich in den Filmaufwickelkern einer in die Kamera eingelegten
Filmkassette eingreift. Die Blende, in bekannter Weise gesteuert durch die elektronische
Auf- und Abblendautomatik, ist mit 57 bezeichnet.
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Fig. i zeigt die Überblendvorrichtung in eingeschaltetem Zustand und
in einer Stellung, die dem beendeten Filmrücktransport entspricht. Die Überblendvorrichtung
besteht im wesentlichen aus einem Winkelschieber i, durch den Funktionsmittel der
Überblendvorrichtung zum Ablauf des Überblendvorganges in Bereitstellung bringbar
sind und einem Programmrad 2, durch das die Funktionsmittel steuerbar sind. Auf
dem horizontalen Winkel des Winkelschiebers 1 ist drehbar eine Sperrklinke 3 gelagert
und ein durch eine Feder 7 ein längs einer Stift-Schlitzführung 5, 6 senkrecht zu
diesem Arm verschiebbarer Kupplungshebel 4 angelenkt. Über eine Stift-Schlitzverbindung
8,9 ist der Kupplungshebel 4 mit einem Hebel 10 verbunden, der andererseits ein
Zahnrad 11 trägt und um den Stift 12, den er mit dem Schlitz iOa umgreift, drehbar
und verschiebbar gelagert ist. Das Zahnrad 11 weist einen Exzenter 11a auf, der
in einem Schlitz 13 eines auf dem Hebel 8 liegenden und längs des Stiftes 12 geführten
Steuerhebels 14 eingreift. Der Steuerhebel 14 trägt andererseits eine Transportklinke
15, die mit einer Verzahnung 2a des Programmrades zusammenzuwirken vermag.
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Ein rechtwinkliger Arm des Kupplungshebels 4 besitzt einen Stift 4a,
der in einen Schrägschlitz 16a eines um den Drehpunkt 17 schwenkbaren Kontakthebels
16 eingreift. Der Kontakthebel 16 trägt einen Kontaktarm 18a eines Notorschalters
18, der in der gezeichneten Stellung vor einem Nocken 2b des Programmrades 2 liegt,
so daß der Motorschalter 18 des Kameramotors 19 geöffnet ist. Im Wirkbereich des
Nockens 2b befindet sich weiterhin ein zweiter Kontakthebel 20, auf dem ein Kontaktarm
21b eines Schalters 21 der Auf- und Abblendautomatik befestigt ist. In die Verzahnung
2a des Programmrades 2 greift unter der Wirkung einer Feder 22, die auch mit der
Transportklinke 15 verspannt ist, eine Sperrklinke 23 ein, die das Programmrad 2
in ihrer Endstellung hält. Ebenso liegt im Wirkbereich des Programmrades 2 ein Kontaktsatzträger
24, der im Drehpunkt 25 gelagert ist und dessen Kontaktarme 26, 27 durch eine Zugfeder
50 über einen Winkel 49 in die gezeichnete Stellung mit den Kontakten eines Umschalters
29 für den Vorwärtslauf des Kameramotors 19 gehalten werden.
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Der senkrechte Winkel des Winkelschiebers 1, längs dessen Stift~Schlitzführung
30, 31 der Winkelschieber 1 verschiebbar ist, greift mit einem endseitigem Lappen
1a in eine Sperrklinke 32 für die Kameraauslösetaste 33 ein.
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Die Wirkungsweise der Überblendvorrichtung ist nun folgende: Durch
Drehen eines Hauptschalters 34 sei die Kamera eingeschaltet. Durch Drehen eines
Überblendknopfes 35 in die in Fig. 1 gezeichnete Lage zieht eine Zugfeder 36 den
Winkelschieber 1 nach unten in die in Fig. 1 gezeichnete Lage. Der Lappen la des
senkrechten Winkels des Winkelschiebers 1 gibt dadurch die Sperrklinke 32 frei,
die zunächst funktionslos am Kameraauslöseschieber 33 anliegt. Der Kupplungshebel
4 schwenkt über den Hebel 10 das Zanrad 11 in die Antriebsschnecke 37 des Filmaufwickelrades
38 ein Gleichzeitig kommt die Transportklinke 15 in Eingriff mit der Verzahnung
2a des Programmrades 2. Der Stift 4a des Kupplungshebels 4 drückt den Kontakthebel
i6 über den Schrägschlitz 16 in Richtung auf das Programmrad 2, so daß der Kontaktarm
18a des Motorschalters sich hinter den Nocken 2b des Programerades 2 legt und der
Motorßchalter 18 ge!chlosen ist (Fig. 2). Weiterhin ist die Sperrklinke 3 in die
Verzahnung 39a des Mitnehmers 39 eingefallen.
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Durch Drücken der Kameraauslösetaste 33 wird die Abblendung eingeleitet.
Die Sperrklinke 32 fällt in eine Ausnehmung 33a der Kameraauslösetaste 33 ein und
sperrt diese (Fig. i). Dbr Abblendvorgang und der Filmrücktransport erfolgen nun
zzangläufig.
Das Greifersystem transportiert den Film vorwärts und
drückt ihn in den freien Kassetten- oder Spulenrau, wo er nicht aufgewickelt wird,
da die Sperrklinke 3 den Mitnehmer 39 hält. Durch die auf den Steuerhebel 14 übertragene
Bewegung des Exzenters 11a des von der Antriebsschnecke 37 angetriebenen Zahnrades
11 dreht die Transportklinke 15 das Programmrad 2 schrittweise entsprechend der
Teilung der Verzahnung 2a entgegen dem Uhrzeigersinn. Dabei drückt zuerst der Nocken
2b des Programmrades 2 den Kontakthebel 20 entgegen einer Feder 59 so weit aus seiner
Bahn, daß der Schalter 21 geschlossen wird. Eine Klinke 44, gelagert auf dem waagrechten
Arm des Kupplungshebels 4, fällt vor eine Nase des Kontakthebels 20 und sichert
ihn in der eingenommenen Lage, Der Schalter 21 ist Teil der elektronischen Auf-
und Abblendautomatik Die Schließung des Schalters 21 leitet die Schließung der Blende
57 entsprechend dem durch die Automatik vorgegebenen Programm ein.
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Hat sich das Programmrad 2 um 1800 gedreht, erfolgt die Umschaltung
des Kameramotors 19 mittels des Umschalters 29 auf Rucklauf, so daß das Greifersystem
den.Filmabschnitt der Abblendszene wieder aus dem Filmaufnahmeraum der Kassette
herauszieht und ihn in den Filmabwickelraum der Kassette zurücktransportiert. Dazu
läuft die Nocke 2b des Programmrades 2 vor
Beendigung der ersten
180 - Drehung zuerst gegen eine Blattfeder 40 des Kontaktsatzträgers 24 Da der Kontaktsatzträger
24 mittels einer Klinke 419 durch eine Feder 42 um den Drehpunkt 43 gezogen, zuerst
in der Stellung für Vorwärtslauf gehalten wird, erhält die Blattfeder 40 nur eine
gewisse Vorspannung, Erst wenn die weiterlaufende Nocke 2b bei Beendigung der ersten
1800 - Drehung die Klinke 41 aus der Sperrstellung des Kontaktsatzträgers 24 drückt,
springt dieser in die Rücklaufstellung für den Kameraantriebsmotor 19, in der die
Kontaktarme 26, 27 an den bisher freien Kontakten des Umschalters 29 zur Anlage
kommen. Der Kontaktsatzträger 24 wird durch eine über 1800 reichende Nockenkurve
2c des Programmrades in dieser Stellung gehalten. Nach Umschaltung des Kameraantriebsmotors
19 schaltet das Programmrad 2 gleichsinnig weiter. Hat es sich um 3600 gedreht,
läuft der Nocken 2b gegen den Kontaktarm 18a, der in der Ausgangsstellung hinter
ihm lag, öffnet damit den Motorschalter 18 und stoppt den Kameramotor 19. Der Film
ist in die Abblend-Ausgangsstellung zurücktransportiert. Kurz vor dem Öffnen des
Motorschalters 18 springt die Blattfeder 40 von der Nockenkurve 2c ab. Die Kontaktsatzplatte
24 schwenkt schlagartig in die Vorlaufstellung unter der Wirkung der Vorspannung
der Blattfeder 40 zurück und die Klinke 41 arretiert die Kontaktsatzplatte 24 in
dieser Stellung. Die Motorumschaltung erfolgt damit äußerst kurzzeitig, um für eine
exakte Überblendung
durch eine Umpolung ein Nachlaufen des Kameramotors
zu verhindern. Die Abblendung ist damit beendet. Das Programmrad 2 dreht sich demnach
um 360°, wobei auf den ersten 1800 die Abblendung gesteuert wird, auf den zweiten
1800 der Filmrücktransport erfolgt. Für die folgende Aufblendung muß bei eingeschaltetem
Hauptschalter 34 der Überblendknopf 35 um 90 entgegen dem Uhrzeigersinn aus der
gezeichneten Stellung gedreht werden. Der Winkelhebel wird nach oben gezogen und
damit die Auslösetaste 33 durch die Sperrklinke 32 entriegelt, das Zahnrad 11 von
der Antriebsschnecke 37 entkuppelt, die Transportklinke 15 von dem Programmrad 2
abgehoben und die Klinke 44 von dem Kontakthebel 20 abgezogen, so daß der Schalter
21 sich öffnet. Bei gedrückter Auslösetaste 33 wird der Film vorwärts transportiert.
Die Blende 57 öffnet sich innerhalb der in die Auf- und Abblendautomatik eingegebenen
Zeit.
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Es ergibt sich folgender Bedienungsablauf: Überblendknopf drehen und
damit Überblendvorrichtung einschalten, Kameraauslösetaste drücken, Überblendknopf
zurückdrehen1 Auslösetaste drücken.
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Um Bedienungsfehler zu verhindern, weist die Uberblendvorrichtung
Sicherungseinrichtungen auf. Der waagrechte Arm des Winkelschiebers 1 trägt einen
zum Kupplungshebel 4 parallelen Arretierhebel 45, der an seinem etwas abgewinkelten
Ende einen Schlitz 45a besitzt. Eine Arretierklinke 46, deren einer Arm 46a durch
eine Feder 47 gegen das Programmrad 2 geführt ist, fällt beim Einschalten der Überblendvorrichtung
mit einem gegen den Arretierhebel 45 rechtwinklig abgewinkelten Arm 46b in den Schlitz
45a des Arretierhebels 45 ein. Erst kurz bevor das Programmrad sich um 3600 gedreht
hat und die Abblendszene beendet ist, verschwenkt ein nicht dargestellter Nocken
des Programmrades 2 die Arretierklinke 46 entgegen der Wirkung der Feder 47, wodurch
der in Verschwenkrichtung abgeschrägte abgewinkelte Arm 46b aus dem Schlitz 45a
gehoben wird (Fig. 4). Der Arretierhebel ist durch eine Feder 48 in dieser Abhebrichtung
gefedert (Fig. 3). Die Überblendvorrichtung wird so lange in der Abblendstellung
gehalten, bis die Abblendung und der Filmrücktransport beendet ist, da der Überblendknopf
35 nicht eher gedreht werden kann.
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Es sind weiter Maßnahmen getroffen, nach erfolgter Abblendung die
Blende auch bei ausgeschalteter Kamera in ihrer geachlossenen Stellung zu halten.
Nach 1800, d. h. beendeter Abblendung, wird der Kontaktsatzträger 24 von dem Programmrad
2
weggeschwenkt. Dabei wird er gegen den Winkel 49 gedrückt, der entgegen der Feder
50 um seinen Drehpunkt 51 im Uhrzeigersinn verschwenkt. Der Winkel 49 bewegt seinerseits
über eine Stift-Schlitzoerbindung 52, 53 einen Blendenhebel 54 entgegen einer an
ihm angreifenden Feder 55 um den Drehpunkt 56 derart, daß er die Blende 57 klemmt
(Fig0 1) oder hinter eine Verriegelungsnase 57a der Blende 57 gelangt (Fig. 5),
um diese in ihrer geschlossenen Stellung bis zum beendeten Filmrücktransport zu
halten. Der Blendenhebel 54 muß auch dann in der blockierenden Stellung bleiben,
wenn das Programmrad 2 in seine Ausgangsstellung gekommen und damit der Kontaktsatzträger
24 vom Winkel 49 weggeschwenkt ist.
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Dazu wird der Blendenhebel 54 nun durch den vertikalen Winkel des
Winkelschiebers 1 gehalten Der Blendenhebel 54 liegt, bevor er in die blockierende
Stellung übergeführt wird, durch Eigenfederung auf dem vertikalen Winkel des Winkelschiebers
1 (Fig. 6). In der blockierenden Stellung springt der Blendenhebel 54 hinter einen
Schräganschlag 1b des vertikalen Winkels des Winkelschiebers 1, durch den der Blendenhebel
54 bei hochgehendem Winkelschieber 1 auch wieder ausgehoben wird, so daß er in die
Ausgangslage zurückgeht. Bedingt durch den Schlitz 53 kann der Winkel 49 dem Kontaktsatzträger
24 funktionslos folgen.
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Um zu verhindern, daß bei ausgeschaltetem Hauptschalter 34, wodurch
die Stromquelle der Kamera abgeschaltet ist, der Überblendknopf 35 nach beendeter
Filmrückspulung auf die "O"-Stellung geschaltet wird, was ein Öffnen der Objektivblende
zur Folge hätte, ist ein Sperrhebel 58 vorgesehen, der nur bei eingeschaltetem Hauptschalter
34 aus dem Bereich des horizontalen Arms des Winkelschiebers 1 gebracht ist und
somit ein Zurückschalten des Winkelschiebers i gestattet.
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Der Hebel 10 des Zahnrades 11 ist längs der Stift-Schlitzverbindung
10a, 12 in geringem Maß verschiebbar und auch über die Stift-Schlitzverbindung 8,
9 mit dem Kupplungshebel 4 verschiebbar verbunden, so daß er, sollte das Zahnrad
11 mit der Antriebsschnecke 37 zuerst in falschen Eingriff kommen, so weit ausweichen
kann, daß sich der richtige Eingriff von Zahnrad 11 und Antriebswelle 37 einstellen
kann.
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Fig. 8 zeigt eine Schmalfilmkamera mit einer zweiten Ausführungsform
der Überblendvorrichtung und mit einer gesteuerten Sektorenblende, bei der eine
Filmkassette mit Rückspulmöglichkeit verwendet wird. Ein exzentrischer Überblendknopf
70. ist in der Gabel eines Schiebers 71 angeordnet, der unter der Wirkung einer
Feder 72 längs einer Stift-Schlitzführung 73, 74 gegen den Uberblendknopf 70 gezogen
wird. Ein Kupplungshebel 75,
an dem eine Feder 76 zieht, ist um
einen Stift 77, der in einem Schlitz 75a des Kupplungshebels 75 eingreift, schwenkbar
und verschiebbar gelagert. Der Kupplungshebel 75 trägt einerseits einen Zwischenhebel
78, der an dem Schieber 71 anliegt und zur Zulassung eines Überhubs durch eine Feder
78a auf dem Kupplungshebel 75 verspannt ist, andererseits entsprechend der ersten
Ausführungsform das Zahnrad 11 mit Exzenter lla, den Steuerhebel 14 und die Transportklinke
15.
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Die Transportklinke 15 wirkt in beschriebener Weise mit einem Programmrad
zusammen, das insgesamt mit 79 bezeichnet ist.
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Das Programmrad 79 hat prinzipiell die gleiche Funktion wie das Programmrad
2 der ersten Ausführungsform, ist aber entsprechend den unterschiedlichen Kamerakonzeptionen,
bei denen die beiden Aus führungsbeispiele der Überblendvorrichtung zur Anwendung
kommen, anders aufgebaut. Das Programmrad 2 des ersten Ausführungsbeispieles leitet
die Abblendung ein, die durch die elektronische Abblendautomatik ausgeführt wird,
und steuert den Filmrücktransport. Das Programmrad 2ist dementsprechend in zwei
Sektoren zu 1800 eingeteilt. Gemäß Fig. 8 ist eine Sektorenblende 80 vorgesehen,
die auf- und abblendet und während des Filmrücktransports das Objektiv geschlossen
hält. Dementsprechend ist das Programmrad 79 in drei Sektoren 0 zu 120 eingeteilt.
In einfacher Weise baut sich das Programmgrad
auf aus einer Sektorensteuerscheibe
81, einer Programmsteuerscheibe 82 und einer Auslösescheibe 83, die konzentrisch
gelagert und über eine Verzahnung 79a gemeinsam fortschaltbar sind. Eine in die
Verzahnung 79a einfallende Sperrklinke 84 sichert die Ausgangsstellung der Programmscheibe
79. Im Wirkbereich des Programmrades 79 sind analog zum ersten Ausführungsbeispiel
der Motorschalter 18 und die Kontaktsatzplatte 24, die mit dem Umschalter 29 für
die Umkehrung der Laufrichtung des Kameramotors zusammenarbeitet, angeordnet.
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In Fig. 8 ist die Überblendvorrichtung eingeschaltet und befindet
sich in einer Stellung, die dem Beginn der Abblendung entspricht. Durch Drehen des
Überblendknopfes 70 in die gezeichnete Stellung, entweder bei bereits laufender
oder stillstehender Kamera, wurde der Schieber 71 entgegen der Feder 72 nach unten
geschoben. Über den gefederten Zwischenhebel 78 wurde der Kupplungshebel 75 im Uhrzeigersinn
verschwenkt und das Zahnrad 11 mit der Antriebsschnecke 37 gekuppelt. Gleiche zeitig
fiel die Transportklinke 15 in die Verzahnung 79a des Programinrades 79 ein. Eine
Sperrklinke 85 hat sich unter der Wirkung einer Feder 86 vor den Zwischenhebel 78
geklinkt und hält das Programmrad 79 mit der Antriebsschnecke 37 in getrieblicher
Verbindung. Der Motorschalter 18, der in diesem
Ausführungsbeispiel
zweckmäßigerweise auf dem Schieber 71 angeordnet ist, wurde in geschlossenem Zustand
in den Drehbereich eines Nockens 82b der Programmsteuerscheibe 82 gebracht.
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Wird jetzt erst der Auslöser 33 gedrückt, der in diesem Beispiel als
Magnetschalter ausgebildet ist, läuft die Antriebs schnecke 37, wodurch das Programmrad
79 entgegen dem Uhrzeigersinn transportiert wirt. Eine über 240 reichende Kurve
83a der Auslosescheibe 83 verschwenkt einen Hebel 87 entgegen der Wirkung seiner
Feder 88, so daß der Hauptkontakt 79 den Motorstromkreis 90 schließt und der Kameramotor
trotz losgelassenem Auslöser 33 läuft, Der Hauptkontakt 89 bleibt während der Abblendung
und dem Filmrücktransport geschlossen. Die Sektorenblende 80 ist über eine ausgefederte
oder zwangsgesteuerte Schubstange 91 mit der Sektorensteuerscheibe 81 verbunde,
Über diese wird die Sektorenblende 80 auf den ersten 1200 der Programmraddrehung
in durch die Kurve der Sektorensteuerscheibe 81 vorgegebener Weise geschlossen.
Während der zweiten 120°-Drehung des Programmrades 79 wird der Filmrücktransport
bewerkstelligt. Die Sektorenblende 80 bleibt dabei geschlossen, so daß die Kurve
der Sektorenscheibe 81 ein Kreis ist Zur Umschaltung des Kameramotors auf Rücklauf
läuft eine über 1200 reichende Nocke 82a der Programmsteuerscheibe 82 gegen die
Blattfeder 40 des Kontaktsatzträgers 24,
wodurch in oben beschriebener
Weise dieser ausschwenkt und damit den Umschalter 29 betätigt. Der Film wird rückwärts
transportiert und durch den Aufwickelkern aufgespult, während das Programmrad 79
gleichsinnig weiterschaltet.
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Die Rückschaltung des Umschalters 29 auf Vorlauf erfolgt nach weiteren
1200 Programmraddrehung unter dem Einfluß der Blattfeder 40 schlagartig. Kurz danach
läuft die Nocke 82b gegen den Kontaktarm 18a des Motorschalters 18 und öffnet den
Motorschalter 18. Der Kameramotor stoppt und der Filmrücktransport ist beendet Der
Hebel 78 fällt von der Kurve 93a der Auslösescheibe 83 ab und öffnet den Hauptkontakt
89 des Motorstromkreises 90 Die Überblendvorrichtung wird durch Drehen des Überblendknopfefis
o 70 um 90 entgegen dem Uhrzeigersinn ausgeschaltet, wodurch der Schieber 71 unter
der Wirkung der Feder 72 nach oben geht.
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Die getriebliche Verbindung von Antriebsschnecke 37 und Programmscheibe
79 wird weiter durch den Sperrhebel 75 gehalten.
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Durch Drücken des Auslösers 33 wird der Film vorwärts transportiert.und
das Programmrad 79 dreht sich um die dritten 1200.
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Über die Kurve der Sektorensteuerscheibe 81 öffnet sich die Sektorenblende
80. Ist das Programmrad 79 in seine Aueganglage zurückgekehrt, hat sich die Sektorenblende
80 voll geöffnet
Ohne Kamerastop kann nun die Entkupplung des
Programmrades 79 von der Antriebsschnecke 37 erfolgen. Dazu drückt ein Stift 92
eines Arms 93 des Programmrades 79 den Sperrhebel 85 aus dem Eingriff mit dem Kupplungshebel
75. Der Kupplungshebel 75 hebt unter der Wirkung der Feder 76 das Zahnrad 11 von
der Antriebsschnecke 37 und die<Transportklinke von der Verzahnung 79a des Programmrades
79 ab. Der Sperrhebel 85 muß mittels des Einstellschlitzes 85a zu dem Stift 92 des
Armes 93 so justiert werden, daß sich beide vor einem neuen Transportklinkenhub
treffen, um einen exakten Eingriff der Transportklinke 15 in die Verzahnung 79a
bei'der nächsten Überblendung zu gewährleisten. Die Teilung der Verzahnung 79a und
das Übersetzungsverhältnis von Stift 92 und Sperrhebel 85 müssen entsprechend abgestimmt
sein. Der Bedienungsvorgang für eine Uberblendung ist bei dieser Ausführungsform
der Überblendvorrichtung der gleiche wie bei der ersten.
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Auch bei der zweiten Ausführungsform der Überblendvorrichtung sind
Mittel vorgesehen, Bedienungsfehler zu vermeiden. Ist beispielsweise die Kamera
mit einem Schnellgang ausgerüstet, soll eine Überblendung im Schnellgang verhindert
werden. Dazu trägt der Schieber 71 einen Arm 94, über den beim Einschalten
der
Überblendvorrichtung ein Schalter 95 im Stromkreis 96 des Schnellgangs geoffnet
wird, wodurch der eventuell geschlossene Hauptschalter des Stromkreises 96 für den
Schnellgang unwirksam gestellt wird.
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Die Laufbildkamera mit einer Überblendvorrichtung gemäß der ersten
Ausführungsform ist geeignet für die Verwendung einer Filmkassette ohne Rückspulmöglichkeit.
Aus diesem Grund ist die Sperrklinke 3 vorgesehen, die beim Einschalten der Uberblendvorrichtung
in die Verzahnung 39a des Mitnehmers 39 einfällt und ein Rückspulen des Filmes verhindert,
so daß der Film nur durch das Greifersystem zuerst in den freien Aufwickelraum gedrückt
und anschließend wieder herausgezogen wird.
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Weist die Filmkassette eine vor- und rückwärts antreibbare Aufwickelachse
auf, kann die Sperrklinke 3 entfallen, wie es beim zweiten Ausführungsbeispiel geschehen
ist.
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Um nun bei einer Kamera mit einer Überblendvorrichtung beispielsweise
gemäß der ersten Ausführungsform Filmkassetten mit oder ohne Rückspulmöglichkeit
wahlweise verwenden zu können, ist nach den Figuren 9 bis 11 die Sperrklinke 3 steuerbar.
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Dies kann automatisch durch die Kassette oder manuell durch einen
Schalter geschehen. Für die Steuerung mittels einer
Filmkassette
100 weist die Sperrklinke 3 einen Arm 3a auf, der mit einem Steuerschieber 101 zusammenwirkt.
Der Steuerschieber 101 ist in Einlegerichtung der Filmkassette 100 längs einer Stift-Schlitzführung
102,103 geführt. Eine Feder 104 zieht ihn gegen den Arm 3a der Sperrklinke 3, die
entgegen dem Uhrzeigersinn so weit verschwenkt wird, daß sie bei Verwendung einer
Filmkassette mit Rückspulmöglichkeit und bei eingeschalteter Überblendvorrichtung
nicht mehr in die Verzahnung 39a des Mitnehmers 39 eingreifen kann, da ein U-förmiger
Teil 101a des Steuerschiebers 101 die Filmkassette 100 teilweise umgreift und in
eine Nut 105 der Filmkassette 100 einfällt (Fig. 10). Der Mitnehmer 39 kann in Filmrückwärtstransportrichtung
gedreht werden, so daß in bekannter Weise der Filmabwickeldorn der Filmkassette
den Film aufspulen kann.
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Eine Filmkassette 101 ohne Rückspulmöglichkeit weist die Nut 105 nicht
auf. Beim Einlegen dieser Filmkassette 101 wird der Steuerschieber 101 entgegen
der Wirkung der Feder 104 verschoben, so daß der Arm 3a der Sperrklinke 3 freigegeben
wird und die Sperrklinke unter der Wirkung der Feder 3c verschwenkt, so daß sie
bei eingeschalteter Überblendvorrichtung in die Verzahnung 39a des Mitnehmers 39
einfallen kann Der Film wird in diesem Fall während der Überblendung nur vom Greifersystem
transportiert.
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Eine manuelle Steuerung der Sperrklinke 3 erfolgt über den Exzenter
106. Die Sperrklinke 3 weist dann einen Arm 3b auf, der an dem Exzenter 106 anliegt.
In der Exzenterstellung gemäß Fig 9 ist die Sperrklinke 3 in Einfallstellung für
eine Filmkassette ohne Rückspulmöglichkeit. Wird der Exzenter 106 um 900 im Uhrzeigersinn
verdreht 9 schwenkt der Sperrhebel 3 aus und befindet sich in der Stellung für eine
Filmkassette mit Rückspulmöglichkeit Die Erfindung ist selbstverständlich nicht
auf die gezeigten Ausführungsbeispiele beschränkt. Insbesondere die Mittel für die
Vermeidung von Bedienungsfehler sind innerhalb der beiden Ausführungsformen der
Überblendvorrichtung austauschbar. Die Steuermöglichkeit der Sperrklinke 3, in der
Ausführung am ersten Beispiel der Überblendvorrichtung dargestellt, ist ebenso beim
zweiten Beispiel der Überblendvorrichtung anwendbar. Das Programmrad ist selbstverständlich
auch durch eine Nockenwelle ersetzbar, wenn dies die Anordnung der Steuereinrichtung
gefordert.