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DE1938549A1 - Verfahren zur Herstellung von wechselgedrehtem Garn - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wechselgedrehtem Garn

Info

Publication number
DE1938549A1
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
twist
point
twisted
yarn
yarns
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19691938549
Other languages
English (en)
Inventor
Hildebrand Cleveland L
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EIDP Inc
Original Assignee
EI Du Pont de Nemours and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by EI Du Pont de Nemours and Co filed Critical EI Du Pont de Nemours and Co
Publication of DE1938549A1 publication Critical patent/DE1938549A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G3/00Yarns or threads, e.g. fancy yarns; Processes or apparatus for the production thereof, not otherwise provided for
    • D02G3/22Yarns or threads characterised by constructional features, e.g. blending, filament/fibre
    • D02G3/26Yarns or threads characterised by constructional features, e.g. blending, filament/fibre with characteristics dependent on the amount or direction of twist
    • D02G3/28Doubled, plied, or cabled threads
    • D02G3/286Doubled, plied, or cabled threads with alternatively "S" and "Z" direction of twist, e.g. Self-twist process

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

Description

Verfahren zur Herstellung von wechselgedrehtem Garn
Die britische Patentschrift 1 04-7 503 und USA-Patentschrift 3 225 533 "beschreiben wechselgedrehte Zwirne und ihre Herstellung, bei der man mindestens einem von mehreren, parallelen und getrennten Textilfadenläufen oder Einzelgarnen intermittierend in einer' Richtung oder alternierend in entgegengesetzten Richtungen Pialschdrall erteilt, um in dem Garn oder den Garnen abwechselnde Zonen gegensinnigen Dralls auszubilden, die von als "Knoten" bezeichneten, ungedrallten Zonen voneinander getrennt sind. Dabei werden die Garne nach dem Punkt der Faleshörallelnführung zusammengeführt und das bzw. die gedrallte(n) Garn(e) sich teilweise aufdrehen gelassen, wobei durch diesen Aufdrelivorgang die Game ©it Wechseldrall verzwirnt werden·
Bei den in den obengenannten Patentschriften beschriebenen Au3-führungsformen dieses Verfahrens werden die Garne an einem Breraspunkt zusammengeführt, welcher den in das oder die Garn(3) eingeführten Drall aufhält. Mit andoran Worten, der Drallgeber übt auf das oder die Garn(e) abstromseitig des Zusammenführungspunktes keine Drehkraft aus. Nach der USA-"Patentschrift werden die Garne im Spalt eines Zahnradpaars, nach übt britischen
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BAD ORIGINAL
RD-1577 -2-
Patentsohrift auf Bremswalzen zusammengeführt. Die gedrallten Garne erlangen dementsprechend die Freiheit, mit der Aufdrehung zu "beginnen, sobald sie den Zusammenführungspunkt passieren, und der Faehungs- "bzw. Zwirnungsvorgang beginnt somit im wesentlichen kontinuierlich mit dem Durchlauf der Garne durch diesen Punkt einzusetzen. Bei diesen bekannten Arbeitsweisen ist somit die Zwirnungszone von der Drallzone durch den Zusammenführungspunkt zwangsläufig getrennt oder isoliert.
Es wurde nunmehr gefunden, dass sich die Güte des nach der obenbeschriebenen Arbeitsweise,. bei welcher die Drallrichtung periodisch umgekehrt wird, erhaltenen Zwirns verbessern lässt, indem man die Einzelgarne ohne Bremsung unmittelbar abstromseitig des Drallpunktes zusammenführt und an einem Punkt ab« stromseitig des Drallpunktes bremst, dessen Entfernung von dem Drallpunkt unter dem Abstand zwischen Knoten liegt und von dem Zusanmenführungspunkt den halben Abstand zwischen Knoten überschreitet. Der Begriff der "Bremsung" ist, wie sich aus der obigen Erörterung schon ergibt, hier in dem besonderen Sinne gebraucht, dass auf das oder die gedrallte(n) Einzelgarn(e) eine genügende Hemmkraft zur Einwirkung gebracht wird, damit ein Weiterwirken der durch das Falschdrallen erzeugten Drehkraft über den Punkt, an dem diese Hemmkraft einwirkt, hinaus in auf- oder abstromseitiger Richtung verhindert wird. Der Punkt, an dem eine solche Hemmkraft zur Einwirkung gebracht wird, ist hier als Bremspunkt bezeichnet.
Als Folge dieser Arbeitswelse ergibt sich in der Zone zwischen dem Zusammenfülirungspunkt und dem Bremspmikt intermittierend eine Zwlrmmg, während ein am Drallpunkt bei der Umkehrung der Drallrichtung erzeugter Knoten die Zwirnungszone durchläuft und sich frei zu drehen i/ermag. Während der Zwischenzeiten tritt keine Zwirnung ein, da die durch das Falschdrallen erzeugte Drehkraft das oder die gedrallten Einzelgarn(e) an einer
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Aufdrehung hindert und da sich in der.Zwirnungszone kein Knoten befindet, der sich drehen kann. Wenn eine Zwirnung eintritt, erfolgt sie gleichzeitig auf beiden Seiten eines Knotens, während sich der Knoten mit der Aufdrehung des Einzelgarns dreht.
Uach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird der Falschdrall allen Einzelgarnen gleichphasig, d, h. bei übereinstimmender Lage der Knoten und gleichen Drallzonen, erteilt und werden die Einzelgarne gleichphasig zusammengeführt, wodurch die Knoten in dem Zwirn den Knoten in den Einzelgarnen, entsprechen. Ferner wird bei dieser Aus führungs form die Drallrichtung in gleich grossen Abständen umgekehrt, wodurch die Knotenintervalle (d. h. Abstände zwischen Knoten) konstant sind.
Zu den gemäss der Erfindung erzielbaren Verbesserungen der Güte des Garns gehören längere Knotenintervalle, kürzere Knoten und ein stärkerer Drehungsgrad benachbart den Knoten.
Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform werden die gedrallten Einzelgarne in der Zwirnungszone (d. h. der Zone zwischen Zusammenführungs- und Bremspunkt) genügend gehemmt, um das Aufdrehen zu verlangsamen, ohne es Jedoch zu verhindern. Dies erlaubt die Erzeugung eines Garns von sehr gleichmassigen Zwirndrehungsprofil.
In den Zeichnungen zeigt
Fig. 1 bis 6 an schematischen Darstellungen des zur praktischen Durchführung der Erfindung eingesetzten Systems verschiedene Arbeitsphasen beim Durchlaufen eines vollständigen Arbeitszyklus,
Fig. 7 schematisch das zur Erzeugung von wechselgedrehten Zwirnen nach dem Stand der Technik, insbesondere entsprechend Fig. 9 von USA-Patentschrift 3 225 533 ϊ angewandten Systems,
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Fig. 8 schematisch eine bevorzugte Apparatüranordnung zur praktischen Durchführung der Erfindung, Pig. 9 in schema tischer Darstellung einen Teil eines gemäss der Erfindung erzielbaren Zwirns und Fig. 10 und 11 in graphischer Darstellung zwei gemäss der Erfindung erzielbare Arten des Zwiradrehungsprofils.
Das in den Pig. 1 bis 6 gezeigte System zur Durchführung der Erfindung weist aufstromseitig einen Spalt bildende Walzen (oder eine andere Bremseinrichtung ) 12 (nachfolgend kurz "Spaltwalzen")j einen Falschdrallgeber 14» eine Zusammenftihrung 20 und angetriebene, einen Spalt bildende Walzen (oder eine andere Brems- und Aufnahmeeinrichtung) 22 (nachfolgend kurz "Spaltwalzen") auf. Im Betrieb werden parallele, getrennte Fadenläufe oder Einzelgarne 10 durch den Drallgeber 14 geführt, der ihnen einzeln abwechselnd in entgegengesetzter Richtung Falschdrall erteilt. Unmittelbar abstromseitig des Drallgebers 14 werden die Garne durch Hindurchleiten durch die Führung 20 zusammengeführt. Zwischen der Führung 20 und den Spaltwalsen 22 erfolgt unter intermittierendem Eintreten des Zwirnungsvorgangs das Terzwiraen der Garne zur Bildung eines beständigen mit Wechseldrall gezwirnten Garns 18. Die gezwirnten Abschnitte des Zwirns 18 sind in den Figuren als "x" und die Knoten als Ellipsen dargestellt·
Als weitere Symbole bezeichnen in Fig. 1 bis 6. "ZS", "SS" und "OS" ein Vorliegen von Z- bzw. S-Drall bzw. keinem Drall in den Einzelgarnen 10, "ZP" und "SP" Z- bzw. S-Drall in dem Zwirn und "U1", "N2" und "N3" drei aufeinanderfolgende Knoten.
Die Fig. 1 erläutert den Zustand des Systems unmittelbar am f Ende eines Intervalls, in welchem den Einzelgarnen 10 ein Drall entgegen dem Uhrzeigersinn (in Richtung des Garnlaufs gesehen) erteilt und somit in den Einzelgarnen 10 vor dem
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· J ι I.
Drailgeber H S-Drall und nach diesem Z-Drall erzeugt worden ist. Der S-Drall in den Einzeigamen 10 läuft zurück bis zu den Spaltwalzen 12 und der Z-Dzall vorwärts bis sma Punkt 24« an dem die Fachung bzw. Swiammiig S©r Einzelgara© erfolgt. Die Führung 20 bewirkt ein® ZtieaumenfUhnaBg der Siaselgaiiie 10 ohne Bremsung, d. h. Mit eiern t©s Brallgeber 14 ©ingefUhrten Drall nicht auf. Die susammesgefiätrtem Einzelg©ns© 10 unterliegen zwischen Führung 20 und Punkt 24 ±n dieser Phase des Arbeitsvorgangs keiner Zwimirag, da die Wirkung i©s Ifeallgebers 14 sie an einer· Auf drehung hindert und da auch In der Zwiraungssone swiechen dem giisaMEsmführuagspunfet 20 nad aen Spaltvmlsen 22 kein Knotau vorliegt, äer siefe üT®h®n kann* Die Walzen 22' bilden dem ersten Bremspixnkt nach dem Austritt der Einselgsrae aus dem Drallgeber "14· Abstromseitig des Punktes 24 befindet sich ein Abschnitt zuvor gebildeten Zwirns 18 mit einem Knoten H1 und mit S-Zwiraärehimg vor und Z-Zuirädrehung nach dem Knoten. Der Drall in den Binselgarnen 10 nach dem Punkt 24 entspricht einem Uulldrall am Knoten H1 ms& ist der Zwirndrehung in den gezwirnten Teilen des Zwirns 18 entgegengesetzt.
Die Fig. 2 erläutert den Zustand des Systems kurze Zeit später» nachäem die Dralleinwirkung momentan unterbrochen und dann zur Drallung der Einzelgarne 10 in der entgegengesetzten Richtung (im Uhrzeigersinn) umgekehrt wurde. Diese momentane Unterbrechung der Drehkraftwirkung zum Zeitpunkt der Drallrichtungsumkehrung wird bevorzugt, stellt aber keine Bedingung dar· In Jedem Falle passieren in dem Moment der Unterbrechung der Drehkraftwirkung und bzw. oder der Drallumkehrung die in den Einzelgarnen 10 ausgebildeten Knoten den Drallgeber 14 und beginnen abstromseitig weiterzulaufen. Auch nach dem Drallgeber 14 beginnen sich die Einzelgarne an den Knoten zu drehen, da sie nunmehr die Freiheit zur Aufdrehung erlangt haben. Im Ergebnis beginnen sich die Einzelgarne 10 in dem Bereich zwischen Führung 20 und Punkt 24 zu verzwirnen· Wenn die Knoten
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iu den Einzelgsraen die Führung 20 erreichen, beginnt die ■Verzwirnung gleichzeitig auf beiden Seiten der Knoten, wobei sich in dem Zwirn ein Knoten ΒΓ2 bildet, der den Knoten in den Einzelgarnen entspricht. Der Auf dreh- und Zwirnungsvorgang läuft von dem Knoten H2 mit hoher Geschwindigkeit, die weit über der Geschwindigkeit des öarnlaufs liegt, abstromseitig zum Punkt 24. Zeitlupenaufnahmen des Vorgangs zeigen mit der Bildung des Zwirns von dem Knoten H2 das Einzelgarn entlanglaufende Wellen. Da die Drallrichtung der Einseigarne 10 dem Uhrzeigersinn entspricht, erhalten die Einzelgarne nach dem Drallgeber 14 S- und vor diesem Z-Drall. Im Moment der Drallumkehrung Jedoch liegt aufstromseitig etwas S-Restdrall aus dem vorherigen Intervall vor und hat sich ein "Durchschlupf11 von etwas S-Drall durch den Drallgeber 14 ergeben. Es gibt dementsprechend, wie in Pig. 2 erläutert, einen Zeitpunkt, zu dem der den Einzelgarnen auf stromseitig des Drallgebers 14 durch Drehung entgegen dem Ohrzeigersinn erteilte S-Drall durch auf stromseitig durch Drehung im Uhrzeigersinn erteilten Z-Drall gerade aufgewogen wird, so dass der aufstromseitige Nettodrall gleich Hull ist. Ferner wird der aufstromseitige, auf einem Schlupf durch den Drallgeber 14 bei der Umkehrung von entgegen dem Uhrzeigersinn zum Uhrzeigersinn beruhende S-Drall durch die Drehung im Uhrzeigersinn während der in Fig. 2 gezeigten Phase verstärkt. Der Drallgeber 14 unterstützt somit die Zwirnung in dieser Stufe, da er eine Drehung der Einzelgarne 10 abstromseitig in der Richtung bewirkt, die sie zur Aufdrehung aus dem in dem vorhergehenden Intervall eingeführten Drall einzuschlagen bestrebt sind.
Die Fig. 3 erläutert den Zustand des Systems kurze Zeit später in der Mitte eines Intervalls, in welchem die Einzelgarne im Uhrzeigersinn gedrallt werden. Der Knoten S2 hat sich abstromseitig bewegt, und die Zwirnung ist beidseitig dieses Knotens abstromseitig bis zum Punkt 24 und auf stromseitig bis zum Punkt 24* vollständig, Abstromseitig des Knotens N2 liegt
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eine S-Zwiradrehung und aufstromseitig ein© Z-Zwimdrehung vor, die naturgemäss jeweils dem Drall in denEinzelgamen 10 entgegengesetzt ist. In den noch nicht verzwirnten linzelgarnem 10 liegt vor dem Drallgeber 14 Z- trad nach diesem S-Drajl vor. Eine Verzwirnung abstromseitig in dem Bereich zwischen Führung 20 und Punkt 24* wird von der Wirkung des Drallgebers 14 verhindert, der die Einzelgame an einer Aufdrehung hindert.
Die Pig. 4, 5 und 6 erläutern die zweite Hälfte des Arbeitszyklus und entsprechen Pig. 1, 2 bzw, 3. Die Pig. 4 zeigt das System unmittelbar am Ende eines Intervalls der Drallung im Uhrzeigersinn, Fig. 5 im Anfangsstadium in einem Intervall der Drallung entgegen dem Uhrzeigersinn, wenn die Verzwirnung gerade begonnen hat, und Pig* 6 in der Mitte eines Intervalls der Drallung entgegen dem Uhrzeigersinn, wenn.der Verzwiraungsvorgang vollständig ist. In Pig. 5 ist mit N3 der neue Knoten bezeichnet, der bei der Umkehrung der Drallung von entsprechend dem Uhrzeigersinn in entgegen dem Uhrzeigersinn gebildet wird, und in Pig. 6 mit 24" der neue Punkt, an dem die Verzwirnung aufstromseitig des Knotens JH3 aufhört, bis die Drallrichtung wieder umgekehrt wird.
Die Entfernung zwischen dem Punkt in dem Drallgeber 14* welchem der Drall erteilt wird, und dem ersten abströmeeitigen Bremspunkt (Aufnahmewalzen 22) soll unter dem einfachen Abstand zwischen Knoten liegen, damit sichergestellt ist, dass bei der Drallumkehrung der durch die vorherige Umkehrung erzeugte Knoten den abstromseitigen Bremspunkt passiert hat. Ferner muss die Entfernung zwischen dem Zusammenführungspuiakt (z. B. Führung 20) und dem ersten abstromseitigen Brennpunkt den halben Abstand zwischen Knoten überschreiten, damit sichergestellt ist, dass das Ende (24, 24* oder 24" in Fig. 1 bis 6) des vorherigen Zwirnabschnitte sich zu dem Zeitpunkt des Zwirnungsbeginns noch in der Zwirnungszone befindet. Anderenfalls
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wird der Zwirnvorgang abgebrochen, bevor er das Ende der vorherigen Zwirnung erreicht. Auf Grund eines Eigenkompensationsvorgangs zeigt jeder nichtgezwirnte Abschnitt das Bestreben, nach den Walzen 22 einen Gleichgewichtszustand anzunehmen» aber der so "selbstgeheilte" Abschnitt weist einen geringeren Drallgrad auf.
Wie die obige Beschreibung zeigt, arbeitet das Verfahren gemäss der Erfindung intermittierend oder "absatzweise", wobei als "Absatz" das gezwirnte Garn betrachtet werden kann, das als Ergebnis eines vollständigen Intervalls der Drehung in einer gegebenen Richtung erhalten wird, und dieses einen Zwiraknoten, einen Abschnitt mit S-Zwirndrehung und einen Abschnitt mit Z-Zwirndrehung aufweist. Die Pig. 9 zeigt drei Absätze A, B und C, die sich zu Pig. 1 bis 6 in Beziehung setzen lassen. Absatz A ist in Pig. 1 bereits erzeugt. Die Pig. 1, 2 und 3 zeigen die Erzeugung von Absatz B und die Pig* 4» 5 und 6 die Erzeugung von Absatz C. Wie in Pig» 9 gezeigt, wird das gezwirnte Garn von abwechselnden Zonen entgegengesetzten Dralls gebildet. Bei dem Verfahren gemäss der Erfindung wird die eine Hälfte einer gegebenen Zone in dem einen und die andere Hälfte in dem vorhergehenden oder folgenden Absatz erzeugt.
Die schematischen Darstellungen und Erklärungen sind bei der obigen Erörterung im Interesse der Klarheit und des Verständnisses idealisiert. Bei der tatsächlichen Durchführung können sich Abweichungen von diesen idealisierten Zuständen ergeben. Z. B. ist es zwar für das Verständnis der Arbeitsweise der Erfindung zweckmässig, der Betrachtung bestimmte Funkte 24, 24* und 24" zugrunde zulegen, aber naturgemäes kann der Pail eintreten, dass der Drall aufstromseitig eines Knotens von einem vorherigen "Absatz" zu der Führung 20 zurückläuft. Auch ist zwar zu irgendeinem Zeitpunkt des Vorgänge der Drall in den Einzelgarnen 10 aufetromseltlg des Drallgebers 14 gleich Hull,
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aber dies muss nicht zwangsläufig in dem Moment eintreten, in dem der Knoten die in Fig. 2 und 5 gezeigte Lage hat* Es können auch noch weitere Variationen auftreten, und die Erfindung ist nicht auf die obige, idealisierte Betrachtung beschränkt.
Zum Vergleich erläutert Fig. 7 das System und die Arbeitsweise des Standes der Sechnik. Die Spaltwalzen 16 wirken nicht nur im Sinne einer Zusammenführung der Einzelgame 10, sondern halten auch den in die Einzelgarne durch den Falschdrallgeber H eingeführten Drall auf. Die Einzelgarne 10, die von dem Drallgeber 14 in einer Richtung gedrallt worden sind, erlangen somit die Freiheit, mit der Aufdrehung durch Drehung in der entgegengesetzten Richtung zu beginnen, sobald sie die Brems- und Zusammenführeinrichtung 16 passieren. Im Ergebnis werden die Einzelgarne beim Verlassen der Walzen 16 kontinuierlich verzwirnt (ausgenommen natürlich die Fälle, in denen Knoten in den Einzelgarnen 10 einander entsprechen oder in denen der Drall in benachbarten Einzelgarnen 10 entgegengesetzt gerichtet ist und im wesentlichen die gleiche Grossen-Ordnung hat). Bei der bekannten Arbeitsweise wird daher das Drehungsprofil des gezwirnten Garns von den Drehungsgraden in den Einzelgärnen beim Passieren von Bremspunkt 16 bestimmt.
Bei dem Verfahren gemäss der Erfindung ist das Zwimdrehungsprofil von anderen Faktoren als dem Drehungsgrad in den Einzelgärnen abhängig und z. B. lenkbar, indem man die Einzelgarne in der Zwimüngszone genügend hemmt, um ihre Aufdrehungsgeschwindigkeit zu vermindern. Die Fig, 10 erläutert die Art des Drehungsprofils, die ohne Hemmung der Einzelgarne in der Zwirnungszone erzielbar ist. Der Drehungsgrad steigt, wie die Kurve zeigt, rasch auf ein Maximum auf der einen Seite eines Knotens, sinkt jedoch auf der anderen Seite allmählich ab. Der Grund hierfür ist aus Fig. 2 und 5 ersichtlich; wenn die Zwirmmg beginnt, ist der Abstand abstromseitig eines Knotens
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(H2 oder lö) "bis zum Endpunkt eines zuvor gezwirnten Abschnitts (24 oder 24*) wesentlich grosser als der Abstand von dem Knoten aufstromseitig zu dem Punkt der Zusammenführung C2O)* 33ie Drehung des Knotens ergibt eine Einführung der gleichen Zahl von Zwirndrehungen auf- und abstromseitig des Knotens. Da der aufstromseitige Abstand für die Zwirnung anfänglieh unter dem abstromseitigen liegt, muss der unmittelbar aufstronseitig eingeführte Drehungsgrad (Drehungen/lÄngeneinheit) grosser sein. Ein anderer zur Ausbildung dieser Art von Brofil beitragender Faktor liegt in dem hohen Drehungsgrad in den Sinzelgaraen unmittelbar aufstromseitig eines Knotens, der sich aus der Verstärkung des Dralls in den Einseigamen -unmittelbar abstromseitig des Drallgebers unmittelbar nach übt Umkehrung der Drallrichtung ergibt·
Die Fig. 11 erläutert die durch Hemmung der Einzelgarne und dadurch Verlangsamung des Zwirnvorgangs erzielbare Art von Drehungspfofil. Durch die Verlangsamung des Swirnungsvorgangs erhält der Knoten (H2 oder H3 in Fig. 2 oder 5) Zeit, sich abstromseitig zu bewegen, bevor eine grosse Zahl von Zwirndrehungen eingeführt worden ist.
Einen anderen die Knotenlänge und die Steigung des Anfangsteils des Drehungsprofils beeinflussenden Faktor bildet die Art und Weise, in welcher der Drallvorgang angehalten unä umgekehrt wird. Zur Erzielung kurzer Knoten und starker Steigungen miss man die Drehkraft so lange wie möglich vor der Bekehrung auf ihrem Maximalwert halten und ihren Maximalwert in der entgegengesetzten Richtung nach der Umkehrung rasch erreichen lassen. Mechanische Dralleinrichtungen sind hierzu befähigt, aber Luftdüsen, wie die in der britischen Patentschrift 1 047 503 beschriebenen, werden bevorzugt, da sie ein Drallen bei höheren Garngeschwindigkeiten erlauben. Bein Arbeiten mit Luftdüsen sollen zur Erzielung kurzer Knoten und starker Steigungen der Drehungsprofilkurven in den Luftzuführleitungen zur
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TJmkehrung der Brallrichtung rasch, wirkende Ventile, ζ. B. ein Magnetventil anstelle von Drehventilen, eingesetzt werden·
Die Pig. 8 zeigt eine "bevorzugte apparative Anordnung zur Herstellung eines Teppich-Dreifachgaras mit einem Drehungsprofil ähnlich Fig. 11. Die Binze!garne 10, die z. B. von Kunstendlosmultifilen gebildet werden können, werden durch (nicht eingezeichnete) Spannvorrichtungen zugeführt, welche eine gleichmässige Zugspannung auf den Einzelgarnen sichern, und um die Yialzen 12 und durch die Rohre 30 geführt, welch letztgenannte ein Zusammenkommen der Einzelgame und eine Zwirnung vor dem Drallgeber 14- verhindern. Die Garne durchlaufen dann den Drallgeber 14, in dem sie getrennt und abwechselnd in entgegengesetzten Eichtungen gleichphasig gedrallt werden. Jeder Drallgeber 14 wird von einem Paar von beieinander angeordneter Luftdüsen gebildet, deren eine das Garn im Uhrzeigersinn und andere entgegen dem Uhrzeigersinn dreht· Kurz nach dem Drallgeber 14 ist ein Urneehliessungsrohr 32 vorgesehen, welches die Einzelgarne zusammenführt und auf sie genügend hemmend einwirkt, um den Zwirnungsvorgang zu verlangsamen· Der Zwirnungsvorgang erfolgt in dem Rohr 32 in der für Fig· 1 bis 6 beschriebenen Weise. Abstromseitig des Rohrs läuft das gezwirnte Garn über die Sremswalze 22, dann um die Führungswalze 26, von dort zu den Aufnahmewalzen 28 und schliesslich zur Aufwicklung. Die Pfeile in Fig. θ zeigen die Richtung des Garnlaufs.
Bei einer besonders bevorzugten, zur Erläuterung beschriebenen Aueführungsform werden als Einzelgarne 10 gekräuselte PoIvhexanethylenadipamid-Hultifiie von jeweils 1300 den eingesetzt, wobei die von (nicht eingezeichneten) Spannungseinrichtungen vor den Bremswalzen 12 aufrechterhaltene Zugspannung auf den .Einzelgarnen 0,06 g/den und die Garngeschwindigkelt 320 w/Wiiü, beträgt. Die Rohre 30 haben ein« Länge von 22,9 cm trad einen Durchmesser von 2,4 ma· Dae Rohr 32 hat «ine Länge von 61,0 cm
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und einen Durchmesser von 1,6 mm« Der Abstand zwischen den Walzen 12 und dem Drallgeber 14 betrögt 88,9 cm, zwischen dem Drallgeber 14 und dem unteren Ende des Rohrs 32 7»6 cm und zwischen dem unteren Ende des Rohrs 32 und der Bremswalze 22 81,3 cm. Den Drehdüsen H wird Luft von 4,3 atti zugeführt, und die Drallrichtung wird viermal in der Sekunde umgekehrt. Das anfallende, gezwirnte Garn weist ein Knotenintervall von 133,3 cm, eine durchschnittliche Knotenlänge von 4t6 cm, einen durchschnittlichen Drall von 1,7 Drehungen/2,54 cm, einen durchschnittlichen Maximaldrall von 2,3 Drehungen/2,54 cm und einen Gleichmässigkeitsindex von 1,3 auf. Die Form der Drehungsprofilkurve ähnelt Pig. 11. Der Knotenintervall ist gleich dem Abstand zwischen zwei Knoten in dem gezwirnten Garn, der Maximaldrall gleich dem in einem S- oder Z-Abschnitt anzutreffenden maximalen Drehungsgrad (Drehungen/2,54 cm), der durchschnittliche Maximaldrall gleich dem Mittel der maximalen Drehungsgrade in einer beispielhaften Zahl von S- und Z-Abschnitten und der Gleichmässigkeitsindex gleich dem Verhältnis des durchschnittlichen Maximaldrehs zum durchschnittlichen Drall, wobei der letztere gleich dem absoluten numerischen Mittel des Dralls Je Längeneinheit, bestimmt an einer beispielhaften Garnlänge (mehrere Knotenintervalle), unabhängig von der Drallrichtung ist. Ein Teppichzwirn mit einem Gleichmässigke its index zwischen etwa 1,1 und 1,6 liefert einen in dem Sinne verhältnismässig gleichmässigen Teppich, dass keine Bereiche offensichtlich viel stärkerer Zwirndrehung als in anderen vorliegen. Solche Garne werden im allgemeinen für Teppiche bevorzugt. Garne mit einem Gleichmässigkeitsindex von etwa 2,5 oder noch darüber und einem ähnlichen Drehungsprofil wie in Fig. 10 eignen sich jedoch zur Effektausbildung bei Teppichen. Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung liegt darin, die Erzeugung wechselgedrehter Zwirne guter Qualität mit langen Knotenintervallen, z. B. von über 76 cm (30 Zoll), zu erlauben.
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Die Erfindung ist often in Verbindung mit der Erzeugung eines Teppichzwiras aus drei 1300-den-Nylonendlosmultifilen als Einzelgarnen erläutert, ist aber auf die Heretellung von Garnen künstlichen wie auch natürlichen Ursprungs allgemein und der Endlosfaden- wie auch Stapelfaserart wie auch von Garnen verschiedenster Titer anwendbar. Der Titer der Einzelgarne kann von 100 oder darunter bis 4000 oder darüber reichen. Auch die Zahl der Einzelgarne kann variiert werden; z. B. kann man, wenn gewünscht, 2, 4 oder mehr Einzelgarne zwirnen. Auch Garne für andere Bndverwendungszwecke, ζ. B. für Bezugsund Polsterzwecke, sind gemäss der Erfindung herstellbar.
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Claims (3)

  1. RD-1577. 29. Juli
    Paten-tans prüche
    Verfahren zur Herstellung τοη wechselgedrehtem, gezwimtem Garn unter abwechselnd in entgegengesetzter Kichtirag erfolgendem Falschdrallen mindestens eines von mehreren parallelen, getrennten, laufenden Einzelgarnen unter Ausbildung abwechselnder Zonen entgsgengesötsten Dralls, die von ungedrallten Knoten getrennt sind, längs des Einzelgarns oder der Einzelgarne, Zusammenführen und Abbremsen der Einzelgarns abstromseitig des Falschdrallpunktes und teilweisem Aufdrehenlassen und Miteinanderverzwirnenlassen des gedrehten Einzelgarns oder der gedrehten Einzelgame, dadurch gekennzeichnet, dass man durch Zusammenführen der Einzelgarne ohne Bremsung unmittelbar abstromseitig des Drallpunktes und Bremsen an einem Punkte, der abstromseitig des Drallpunktes in einem Abstand von diesem, der den Abstand zwischen Knoten unterschreitet, und auch abstromseitig des Zusammenführungspunktes in einem Abstand von diesem, der den halben Abstand zwischen Knoten tiberschreitet, liegt, eine intermittierende Verzwirnung in der Zone zwischen dem Zusammenführungs punkt und dem Bremspunkt während des Hindurchlaufs eines an dem Drallpunkt bei der Umkehrung der Drallrichtung erzeugten Knotens durch die Zwirnungszone bewirkt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man durch gleichphasiges Falschdrallen aller Einzelgarne, gleichphasiges Zusammenführen der Einzelgarne und Umkehren der Drallrichtung in gleich grossen Intervallen in dem gezwirnten Garn den Knoten in den Einzelgarnen entsprechende Knoten und konstante Knotenintervalle ausbildet.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man durch Hemmen der Einzelgarne in der Zwirnungszone um einen
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    ihr Aufdrehen und Verawirnen verlangsamenden, jedoch dieses nicht verhindernden Betrag ein gezwirntes Garn mit einem Gleichmässigkeitsindex im Bereich von 1,1 bis 1,6 bildet.
    4* Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Geschwindigkeit des Garnlaufs und die Geschwindigkeit der Umkehrung der Drallrichtung entsprechend der Ausbildung eines Knotenintervalls von über 7 1/2 dm einstellt.
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DE19691938549 1968-07-30 1969-07-29 Verfahren zur Herstellung von wechselgedrehtem Garn Pending DE1938549A1 (de)

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DE1938549A1 true DE1938549A1 (de) 1970-04-23

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JP (1) JPS4830008B1 (de)
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