DE2923319A1 - Selbsttaetig verzwirntes garn und verfahren und vorrichtung zu seiner herstellung - Google Patents
Selbsttaetig verzwirntes garn und verfahren und vorrichtung zu seiner herstellungInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verzwirnung einer Textilfaser
bzw. eines Textilfaserstrangs derart, daß in Längsrichtung voneinander beabstandete Zonen entstehen, die in entgegengesetzten
Richtungen verdrillt sind, und eine Vorrichtung zur Verzwirnung einer Textilfaser bzw. eines Textilfaserstrangs
derart, daß in Längsrichtung voneinander beabstandete Zonen entstehen, die in entgegengesetzten Richtungen verdrillt sind.
Allgemein befaßt sich die Erfindung mit dem Gebiet von selbsttätig verzwirnten Garnen und Verfahren sowie Vorrichtungen zur
Herstellung derartiger Garne.
Selbsttätig verzwirnte Garne sind solche, die dadurch gebildet werden, daß eine Faser bzw. ein Faserstrang verdrillt wird, so
daß er abwechselnde Abschnitte mit S-förmiger Verdrillung und Z-förmiger Verdrillung aufweist. Die in abwechselnder Richtung
verdrillte Faser ist insofern instabil, als sie, wenn sie freigelassen wird, sich zurückdreht, um die in der Verdrillung
steckende Energie freizusetzen, die sie durch die abwechselnde Verdrillung aufgenommen hat. Wenn zwei derartige Faserstränge
parallel zueinander und aneinander angrenzend derart angeordnet werden, daß Abschnitte entsprechender Verdrillung Seite an
Seite liegen, so werden diese Faserstränge losgelassen und drehen sich zurück und winden sich umeinander, so daß ein selbsttätig
verzwirntes Verbundgarn entsteht. Eine Mehrzahl derartiger Garne kann dann mittels einer ähnlichen Technik verzwirnt
werden, um ein "Seil" oder "Kabel" zu bilden. In der vorliegenden Beschreibung wird der Kurzbegriff "Faser" zur Bezeichnung
von einfädigen Strängen, Verbundgarnen und seilartigen Garnen und dgl. verwendet. Bei der "Faser" kann es sich also
um ein kontinuierliches bzw. ununterbrochenes Bündel aus Fasern, aus einer kontinuierlichen bzw. ununterbrochenen Einheit aus
einzelnen Faserstücken, um gestrecktes, kardiertes Band, das unbehandelt oder zur Steigerung seiner Zugfestigkeit vorbehandelt
ist, um kontinuierliche bzw. endlose Fasern handeln, die
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durch ein Towing-Verfahren (Verfahren zur Garnbildung aus Einzelfasern)
gebildet sind, oder um eine Kombination aus einzelnen Faserstücken mit einer oder mehreren endlosen Fasern handeln.
Allgemeine Grundlagen der selbsttätig verzwirnten Garne sind in "Self-Twist Yarn" von D.E. Henshaw, Merrow Publishing
Company Ltd., Watford, Herts, England, 1971, beschrieben. Zum Stand der Technik können folgende Druckschriften angeführt
werden:
US-PS (Reissue) 27 717
US-PS 4 074 511
3 225 533
" 3 306 023
3 353 344
3 434 275
3 488 939
3 507 108
3 537 251
3 717 988
3 775 955
3 940 917
4 055 039 4 068 459
" 4 084 400
Einige bekannte selbstätig verzwirnte Systeme sind insofern kontinuierlich,
als die Faser bzw. der Faserstrang verdrillt wird und verzwirnt wird, während er sich mit konstanter Geschwindigkeit
bewegt. Es wird angenommen, daß wenigstens einige kontinuierlich arbeitende Systeme für industrielle·Zwecke geeignet sind,
z.B. das System nach der US-PS 4 074 511, wonach feststehende, umsteuerbare Fluid-Wirbelvorrichtungen verwendet werden, um in
die Faser eine abwechselnde Verdrillung einzubringen, und fer-
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ner eine Vorrichtung verwendet wird, die sich mit der Geschwindigkeit
der Faser mitbewegt, um die Verdrillungsumkehrpunkte oder "Knoten" von aneinander angrenzenden Fasern zu vereinigen,
bevor sie losgelassen werden, um sich selbsttätig miteinander zu verzwirnen. Dieser Vorgang erfordert eine präzise Takt-
und Phasensteuerung, und derartige Steuerungen sind kompliziert und umfangreich, begrenzen die Arbeitsgeschwindigkeit des
Systems und sind äußerst empfindlich, insbesondere wenn die Arbeitsweise der Verdrillungsexnrichtungen derart in Phase gebracht
werden muß, daß sie einem zuvor bereits vorhandenen Verdrillungszustand in der verarbeiteten Faser entspricht.
Bei den bekannten selbsttätig verzwirnenden Systemen können Schwierigkeiten hinsichtlich der Verdrillungsverteilung und
der Häufigkeit der Verdrillungsumkehrknoten entstehen. Hinsichtlich der Verdrillungsverteilung besteht die Neigung, daß die Verdrillung
sich hinter der umsteuerbaren bzw. umkehrbaren Verdrillungseinrichtung zurückbildet, so daß bei Änderung der Verdrillungsrichtung
ein entgegengesetzter Verdrillungsstoß freigesetzt wird, der ausgeglichen und verteilt werden muß, bevor ein gutes
Endprodukt durch selbstätige Verzwirnung hergestellt werden kann. Dieses Problem ist in der vorstehend genannten US-PS bereits angesprochen.
Bezüglich der Häufigkeit der Knoten ist zu erwähnen, daß diese eine sichtbare Unregelmäßigkeit in dem Garn darstellen,
denn sie sind praktisch ohne Verdrillung. Daher wird es angestrebt, die Verdrillungsumkehrknoten so weit wie möglich
voneinander zu entfernen. Bei den bisherigen Systemen ist der Abstand zwischen den Knoten begrenzt, und zwar auf den Abstand,
über den eine Verdrillung in der Praxis von einer Verdrillungsstelle ausgehend ausgedehnt werden kann.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Verzwirnung von Fasersträngen zu schaffen, durch die
die vorstehend dargelegten Mangel behoben werden können und insbesondere der Abstand zwischen zwei Verdrillungsknoten vergrößert
werden kann.
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Das Verfahren zur Lösung dieser Aufgabe ist im Anspruch 1 gekennzeichnet.
Die Vorrichtung zur Lösung der Aufgabe ist im Anspruch 34 gekennzeichnet.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße
Vorrichtung wird erreicht, daß der Abstand, um den die Verdrillung, die von einer Verdrillungsstelle ausgeht, ausgedehnt
werden kann, verdoppelt wird.
Durch die Erfindung wird also ein unkompliziertes, jedoch wirksames
System zur Herstellung von selbsttätig verzwirnten Garnen geschaffen, das von den vorstehend dargelegten Mangeln frei
ist. Die verschiedenen vorgeschlagenen Ausführungsformen haben
den Vorteil, daß sie einen hohen Ausstoß haben, relativ einfach sind, daß umsteuerbare bzw. umkehrbare Verdrillungseinrichtungen
vermieden werden und folglich auch die damit verbundenen Schwierigkeiten, so daß einzigartige Endprodukte geschaffen
werden können, bei denen der Abstand von Knoten zu Knoten wesentlich länger und ferner ungleichmäßig sein kann. Die zwischen
irgendwelchen zwei Knoten verdrillten Fasern bzw. Faserstränge können ungleiche Länge aufweist.
Ein grundlegendes Prinzip der Erfindung besteht darin, daß eine Faser-Verzwirnungsvorrichtung bzw. -Verdrillungsvorrichtung gemeinsam
mit einer in Längsrichtung bewegten Faser und in Eingriff mit dieser bewegt wird, um die Faser zu verdrehen und auf
den beiden der Verdrillungsvorrichtung gegenüberliegenden Seiten mit entgegengesetzter Verdrillung zu versehen. Die abwechselnd
verdrillte Faser wird mit einer zweiten Faser bzw. einem zweiten Faserstrang zusammengebracht und freigelassen, so daß
sie sich zurückdreht und mit der zweiten Faser verzwirnt wird und ein selbsttätig verzwirntes Garn bildet. Zwei derartige Verzwirnungsvorrichtungen
können die Faser an voneinander beabstandeten Stellen erfassen und in entgegengesetzten Richtungen wirksam
werden, so daß die Faser über den Längsabschnitt zwischen den Verdrxllungsvorrichtungen eine Verdrillung in einer Rich-
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tung aufweist. Die Faser kann drehfest zwischen zwei Verdrillungseinrichtungen
gehalten werden, indem sie mit der an sie angrenzenden Faser vereinigt wird oder von einer Faser-Klemmvorrichtung
erfaßt wird. Die Erfindung kann mittels drei aufeinanderfolgend angeordneten Verdrillungseinrichtungen ausgeführt
werden, die sich mit der Faser mitbewegen, also im wesentlichen mit der Geschwindigkeit der Faser. Die dazwischen
liegende Verdrillungseinrichtung wird in entgegengesetzter Richtung in bezug auf die vordere und hintere Verdrillungseinrichtung
betrieben, so daß die Faser zwischen der vorderen und der mittleren Verdrillungseinrichtung in der einen Richtung und
zwischen der mittleren und der hinteren Verdrillungseinrichtung in der anderen Richtung verdrillt wird, wodurch die Länge einer
Verdrillungszone mit einer Richtung maximal gemacht wird. Die Verdrillungseinrichtungen können ungleichmäßig voneinander oder
von dazwischenliegenden Klemmvorrichtungen beabstandet werden, um eine in einer Richtung verdrillte Faserlänge zu schaffen,
die verschieden von der Länge des in der anderen Richtung verdrillten Faserstücks ist.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung sind fünf Verdrillungsvorrichtungen
vorgesehen, die mit der Faser mitbewegt und mit dieser in Eingriff gebracht werden können. In der Anfangsphase
werden die erste und die fünfte Verdrillungseinrichtung in einer Richtung betätigt, während die zweite und die vierte Verdrillungseinrichtung
in entgegengesetzter Richtung betätigt werden. Die Faser wird dann an der ersten, zweiten, vierten und fünften
Stelle drehfest gehalten, während die dritte Faser-Verzwirnungsvorrichtung in der entgegengesetzten Richtung arbeitet, so daß
die Faser bzw. der Faserstrang von der ersten bis zur dritten Stelle eine Verdrillungsrichtung und von der dritten bis zur
fünften Stelle die entgegengesetzte Verdrillungsrichtung aufweist.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird die Faser von einer
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Verdrillungsvorrichtung, einer Haltevorrichtung und einer Vereinigungsvorrichtung
erfaßt, die alle mit der Faser mitbewegt und mit dieser in Eingriff gebracht werden. Diese Anordnungen
werden vorzugsweise auf konzentrischen oder voneinander beabstandeten Kreisbahnen bewegt. Die Haltevorrichtung hält die
Faser drehfest, und die Vereinigungsvorrichtung vereinigt die Faser mit einer anderen Faser, um in bekannter Weise eine Knotenverbindung
zu schaffen. Die Vereinigungsvorrichtung kann derart betrieben werden, daß sie eine Fluidturbulenz bzw. Gasturbulenz
schafft, um die Einzelfasern der Faser bzw. des Faserstrangs ineinander zu verfangen.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind hintereinander
angeordneten Einheiten vorgesehen, um anfangs ein selbsttätig verzwirntes Garn aus Einzelfäden zu bilden und anschließend
aus den verzwirnten Garnen durch selbsttätige Verzwirnung ein seilartiges oder kabelartiges Garn zu bilden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform werden die Verdrillungsvorrichtungen
bzw. VerZwirnungsvorrichtungen und die Vereinigungsvorrichtungen
durch ein Fluid bzw. Gas betrieben und sind derart angeordnet, daß die Faser und die Verdrillungs- bzw.
Vereinigungsvorrichtungen sich relativ zueinander in seitlicher Richtung bewegen, bis die Faser von der Bohrung einer der
Vorrichtungen erfaßt ist.
Weitere Ausfuhrungsformen der Erfindung sind besonders geeignet
zur Verarbeitung von Fasern bzw. Fasersträngen, die eine sehr
geringe Zugfestigkeit haben, wobei es sich z.B. um Fasern handelt, die aus kurzen Einzelfaserstücken gebildet sind. Bei diesen
Ausführungsformen wird die Faser entweder gefestigt, oder aber es wird deren nicht verstärkte Länge, die Zugkräften ausgesetzt
ist, auf ein Minimum reduziert.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Figuren.
Von den Figuren zeigen:
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Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 2 eine weitere schematische Darstellung der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung;
Fig. 3 Schnittansichten einer Faser-VerZwirnungsvorrichtung
bzw. einer Faser-Vereinigungsvorrichtung in dem System nach den Fig. 1 und 2;
Fig. 5 eine andere Ausführungsform, die derjenigen nach Fig. 1 ähnlich ist, jedoch mit einer Einrichtung zur Steigerung
der in dem hergestellten Garn vorhandenen Verdrillung versehen ist;
Fig. 6 ein System, das dem in Fig. 5 gleicht, jedoch ferner mit einer Einrichtung zur Vereinigung zweier verdrillter
Verbundgarne an voneinander beabstandeten Stellen als Vorbereitung zur Verseilung derselben versehen ist;
Fig. 7 eine Querschnittsansicht einerVorrichtung zur Verdrillung und Verbindung von zwei darin befindlichen Fasern;
Fig. 8 eine Seitenansicht bzw. Vorderansicht einer weiteren un Ausführungsform der Erfindung zur Herstellung von verdrillten
Verbundgarnen und Verseilung dieser Garne;
Fig. 10 eine weitere Ausführungsform zur Herstellung eines Garns
mit ungleichem Abstand zwischen den Verdrillungsumkehrknoten;
Fig. 11 zwei Stufen bei der Herstellung eines Garns, das sich
un nur minimal zurückdreht, wenn es unter Spannung gesetzt
wird;
Fig. 13 ein System zur Verstärkung von Fasern mit geringer Zugfestigkeit;
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Fig. 14 eine weitere Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 15 eine Querschnittsansicht einer Vorrichtung, die in der Vorrichtung nach Fig. 14 Anwendung finden kann;
Fig. 16 schematische Darstellungen zur Erläuterung einer bevorzugten
Betriebsweise der in Fig. 14 gezeigten Vorrichtung:
Fig. 18 eine Querschnittsansicht einer abgewandelten Ausführungsform der Faser-Verzwirnungsvorrichtung, die ferner ein
Faser-Klemmelement enthält: und
Fig. 19 eine schematische Ansicht eines Systems, in dem die Vorrichtungen
nach Fig. 18 zum Einsatz gelangen.
Das Grundprinzip der Erfindung ist in Fig. 1 dargestellt. Dort sind Faser-Verzwirnungsvorrichtungen bzw. -Verdrillungsvorrichtungen
2 und Faser-Vereinigungsvorrichtungen 4 am Umfang eines Rades 6 angeordnet, das um eine Achse 8 herum von einem Antriebsmotor
angetrieben wird. Eine Faser bzw. ein Fasernstrang B wird durch Zugrollen 10 dem Rad zugeführt, wobei die Oberflächengeschwindigkeit
der Zugrollen unwesentlich geringer ist als die Geschwindigkeit der Faser-Verzwirnungsvorrichtungen 2 und Faser-Vereinigungsvorrichtungen
4. Die Faser-Verzwirnungsvorrichtungen 2 können derart ausgebildet sein, daß sie in Abschnitten 12 und
14 der Faser B Verdrillungen in derselben Richtung oder in entgegengesetzten Richtungen erzeugen. Die unterste Verdrillungsvorrichtung
2 erzeugt gleichzeitig Verdrillungen in Abschnitten 14 und 16. In der gezeigten Stellung hat der Abschnitt 17 der
Faser noch nicht seine volle Verdrillung erfahren, eine weitere Verdrillung erfolgt jedoch, wenn die oberste Verdrillungsvorrichtung
2 in eine Stellung gelangt, in der sie die Faser von den Zugrollen 10 entgegennimmt und erfaßt.
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Durch diese Radgruppe werden in Wirklichkeit zwei Fasern A und B verarbeitet, wie in Fig. 2 gezeigt ist. Beide Fasern werden in
die Vereinigungsvorrichtungen 4 geführt, durch welche sie miteinander
verbunden werden. Diese Fasern werden einzeln den Verzwirnungsvorrichtungen 2 zugeführt, von welchen sie mit abwechselnder
Verdrillung geliefert werden, die für die selbsttätige Verzwirnung erforderlich ist.
In Fig. 3 ist eine aus zwei Verzwirnungsvorrichtungen 2 gezeigte
Einheit dargestellt, in der zylindrische Bohrungen 18 für die Fasern in einem gemeinsamen Block vorgesehen sind. Längsgerichtete
Faserführungsschlitze 20 stehen in Verbindung mit den Bohrungen 18 und bilden einen Kanal, durch den die geeignet geführten
Fasern sich seitlich in die Bohrungen 18 hinein und daraus heraus bewegen können. Durch Kanäle 22 werden kontinuierlich
oder intermittierend tangentiale Luftströmungen in die Bohrungen 18 eingeleitet und bilden Wirbel, welche die Fasern um ihre
jeweiligen Achsen herumdrehen, so daß stromaufwärts und stromabwärts von der Verzwirnungsvorrichtung 2 eine Verdrillung eingeleitet
wird. Es hat sich herausgestellt, daß die Fasern sich nicht um die mittlere Achse der Bohrung 18 drehen, sondern einer
etwa kreisförmigen Bahn um diese Achse herum folgen, wodurch eine Vibrationsbewegung des Garns verursacht wird, welche
die Ausbreitung der Verdrillung längs der Fasern unterstützt, wenn sie mit einer Oberfläche in Berührung sind. Der innerhalb
der Bohrung 18 befindliche Teil der Faser ist ein unverdrillter
kurzer Längenabschnitt, der als Knoten bezeichnet wird? die in den Fasern erzeugte Verdrillung hat notwendigerweise auf den
jeder Verdrillungsvorrichtung gegenüberliegenden Seiten entgegengesetzte Richtung. In diese Verdrillungs- bzw. Verzwirnungsvorrichtung
kann durch den Schlitz 20 leicht eingefädelt werden, da die Fasern in der Bohrung 18 stets in derselben Richtung gedreht
werden, und der Schlitz 20 kann relativ zum Bohrungsradius und zur Achse der Bohrung geneigt werden.
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Eine Faser-Vereinigungsvorrichtung 4 ist in Fig. 4 gezeigt. Sie enthält einen Block mit einer längsgerichteten zylindrischen
Bohrung 24, die beide Fasern A und B über einen längsgerichteten Einfädelungsschlitz 26 empfängt und wieder freigibt. Luft
oder ein anderes Fluid bzw. Gas wird in die Bohrung 24 durch einen Kanal 28 eingeleitet, der zur Mitte der Bohrung gerichtet
ist, wodurch ein Turbulenzbereich geschaffen wird, der die Fasern bzw. Fasernstränge dadurch miteinander verbindet, daß
deren Einzelfasern sich ineinander verfangen. Wenn die Vereinigung durchgeführt ist, kann sich über die Verbindungsstelle
hinaus keinerlei Verdrillung fortpflanzen, die in einer der miteinander verbundenen Fasern vorhanden ist. Hilfsklemmeinrichtungen
können der Vorrichtung 4 zugeordnet werden, um die Fasern und/oder die Verbindung dazwischen drehfest zu halten.
Nachdem die Fasern A und B um das Rad herumgelaufen sind, laufen sie um eine Entnahmerolle 30 und können entweder durch
Zwangseinwirkung verdrillt werden oder sich von allein durch Freisetzung des darin gespeicherten Drehmoments verdrillen.
Diese letztgenannte Art der Verdrillung wird durch das Drehmoment verursacht, das durch die Verdrillung in den einzelnen
Fasern eingeleitet wurde, die in Abständen miteinander verbunden sind und daher bezüglich des Drehmoments nicht im Gleichgewicht
sind, bis sie sich umeinander gedreht haben. Dadurch wird das Verdrillungsdrehmoment der einzelnen Fasern reduziert, jedoch
ein Verdrillungsdrehmoment der Verbundfaser erzeugt, durch welches auf irgendeinem Wert des Verdrillungsdrehmoments ein
Gleichgewicht entsteht, wie in früheren Druckschriften erläutert ist.
Fig. 2 zeigt schematisch das durch das Rad 6 erzeugte Verdrillungsmuster
in einem idealisierten Fall, wo sich die Verbindungsstellen der Fasern auf dem Rad nicht drehen. In der Praxis
kann eine solche Verdrehung stattfinden, wenn nicht die Knoten
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festgeklemmt werden oder eine Drehsperre zwischen den zwei Fasern
vorgesehen wird. In Fig. 2 sind die von den Vereinigungsvorrichtungen 4 erzeugten Verbindungen mit 32 bezeichnet, und
die nicht verbundenen Umkehrknoten aus den Verzwirnungsvorrichtungen 2 sind mit 34 bezeichnet. Die Abstände zwischen den Punkten 32 und 34 hängen ab von den Abständen zwischen den Verzwirnungsvorrichtungen 2 und Vereinigungsvorrichtungen 4 längs des Umfangs des Rades 6.
die nicht verbundenen Umkehrknoten aus den Verzwirnungsvorrichtungen 2 sind mit 34 bezeichnet. Die Abstände zwischen den Punkten 32 und 34 hängen ab von den Abständen zwischen den Verzwirnungsvorrichtungen 2 und Vereinigungsvorrichtungen 4 längs des Umfangs des Rades 6.
Die Verdrillung auf den Seiten, die den Verdrillungs-Einleitungspunkten
34 gegenüberliegen, müssen unterschiedlich sein, die Verdrillung auf den Seiten, die den Punkten gegenüberliegen, welche
durch die Verbindungseinrichtungen 4 vereinigt werden, können
jedoch die gleiche oder eine unterschiedliche Verdrillung aufweisen, je nach der Verdrillungsrichtung der aufeinanderfolgenden Verzwirnungsvorrxchtungen 2 am Rad 6. In Fig. 2 wird durch quergerichtete Pfeile angedeutet, daß die Verzwirnungsvorrichtungen 2 die zugehörigen Fasern in entgegengesetzten Richtungen verdrehen, so daß eine Verdrillung in einer Richtung erfolgt, die sich über den Längenabschnitt zwischen den Verdrillungs-Einleitungspunkten 34 erstreckt. Wenn alle Verzwirnungsvorrichtungen 2 ihre entsprechenden Fasern in derselben Drehrichtung drehen würden, so hätten die Verdrillungszonen mit einer Richtung die Hälfte der in Fig. 2 gezeigten Länge. Das bei der Anordnung nach Fig. 2 erzeugte Produkt ist jedoch vorteilhafter, insbesondere wenn die Vereinigungsvorrichtungen 4 eine sehr kurze Verdrillungsdiskontinuität schaffen, denn dies ist
praktisch nicht wahrnehmbar, wenn die Fasern bzw. Fasernstränge mit anderen vereinigt sind. Dadurch wird bei selbsttätig verzwirnten Garnen eine wesentlich größere Länge erzielt, auf der die Verdrillung dieselbe Richtung hat, als bei den bekannten
Systemen.
jedoch die gleiche oder eine unterschiedliche Verdrillung aufweisen, je nach der Verdrillungsrichtung der aufeinanderfolgenden Verzwirnungsvorrxchtungen 2 am Rad 6. In Fig. 2 wird durch quergerichtete Pfeile angedeutet, daß die Verzwirnungsvorrichtungen 2 die zugehörigen Fasern in entgegengesetzten Richtungen verdrehen, so daß eine Verdrillung in einer Richtung erfolgt, die sich über den Längenabschnitt zwischen den Verdrillungs-Einleitungspunkten 34 erstreckt. Wenn alle Verzwirnungsvorrichtungen 2 ihre entsprechenden Fasern in derselben Drehrichtung drehen würden, so hätten die Verdrillungszonen mit einer Richtung die Hälfte der in Fig. 2 gezeigten Länge. Das bei der Anordnung nach Fig. 2 erzeugte Produkt ist jedoch vorteilhafter, insbesondere wenn die Vereinigungsvorrichtungen 4 eine sehr kurze Verdrillungsdiskontinuität schaffen, denn dies ist
praktisch nicht wahrnehmbar, wenn die Fasern bzw. Fasernstränge mit anderen vereinigt sind. Dadurch wird bei selbsttätig verzwirnten Garnen eine wesentlich größere Länge erzielt, auf der die Verdrillung dieselbe Richtung hat, als bei den bekannten
Systemen.
Wenn ein selbsttätig verzwirntes Garn freigelassen wird, um sich zu verdrillten, so verbleibt notwendigerweise eine gewisse Ver-
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drillung von Einzelfäden, die sich durch den Ausgleich zwischen dem Drehmoment bei der Verbundverzwirnung und dem entgegengesetzten
Drehmoment der Einzelverdrillungen ergibt. Für Teppiche und andere kommerzielle Anwendungen muß jedoch die tatsächlich
in dem Verbundgarn verbleibende Einzelfädenverdrillung gering oder verschwindend sein. Um diese Forderungen zu erfüllen, kann
das verzwirnte Garn weiter verdrillt werden, um die Verdrillung des Verbundgarns zu steigern und die Verdrillung der Einzelfäden
zu verringern, in einem instabilen Drehmomentzustand gehalten
werden und thermofixiert werden, um das überschüssige Verdrillungsdrehmoment
zu zerstören und den geringen Verdrillungszustand der Einzelfäden zu stabilisieren. Dies kann dadurch geschehen,
daß zwei Verbundgarne miteinander "verseilt" werden, also wie bei einem Seil miteinander verbunden werden, und zwar
mit geeignet angeordneten Verdrillungsumkehrpunkten, wobei dann diese Verbundstruktur thermofixiert wird und zu Verbundgarnen
bzw. Zwirngarnen auseinandergezogen werden, welche die richtige Verdrillung aufweisen. Diese Technik ist Gegenstand der US-Patentanmeldung
No. 906,483 vom 27. Mai 1978.
Fig. 5 zeigt ein kontinuierlich arbeitendes System zur Umformung von einfädigen Garnen in Verbundgarne bzw. Zwirne und zur
"Verseilung" der Verbundgarne bzw. Zwirne als Vorbereitung für die Thermofixierung. Dabei wird ein Rad verwendet, wie es anhand
von Fig. 1 erläutert wurde; ferner wird ein Verseilungsrad 36 verwendet, das Garn-VerZwirnungsvorrichtungen 38 trägt,
die den Verzwirnungsvorrichtungen 2 gleichen. Eine Rolle 40
führt die Verbundgarne bzw. Zwirne an die Verzwirnungsvorrichtungen 38 heran, die derart voneinander beabstandet sind, daß
sie nach den Verdrillungsumkehrknoten der zwei Verbundgarne ausgerichtet sind und mit diesen in Eingriff gelangen. Die Verdrillungsrichtung
der Verzwirnungsvorrichtungen 38 ist derart ausgerichtet, daß die Verbundverdrillung gesteigert und die
Einzelverdrillung auf beiden Seiten der Verdrillungseinleitungsstelle reduziert wird. Der auf diese Weise hergestellte seilartige
Strang enthält dann wenigstens vier Einzelstränge bzw.
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Einzelfasern, die im Abschnitt 31 zu Paaren verzwirnt sind, um
zwei Zweifach-Zwirngarne zu bilden, die miteinander verdrillt
bzw. verzwirnt werden. Dieser Abstand entspricht dem Umfangsabstand
zwischen den Verdrillungsvorrichtungen 2, ist jedoch etwas geringer aufgrund der Längenkontraktion, die durch die
Verzwirnung verursacht wird. Bei der in Fig. 5 gezeigten Vorrichtung erfolgt die Verzwirnung des Garns zwischen den Rollen
3 0 und 40, die vorzugsweise voneinander einen Abstand aufweisen, der das 0,7fache der Verdrillungs-Zykluslänge beträgt.
Auf dem Rad 36 sind natürlich zwei Seite an Seite liegende Paare von Verdrillungsvorrichtungen 38 vorgesehen, wobei jedes
Paar auf eines der zugeführten Zwirngarne einwirkt.
Die Garne laufen über eine Entnahmerolle 42 und werden so zusammengeführt,
daß sie sich im Abschnitt 44 umeinanderwinden und seilförmig verbinden. Dann gelangen sie in der üblichen
Weise zur Thermofixierung oder Verpackung.
Wenn die Zwirngarne an den Seil-Verdrillungsknoten vereinigt
werden sollen, so kann dies durch die in Fig. 6 gezeigte Anordnung erreicht werden, die derjenigen nach Fig. 5 entspricht,
jedoch ferner ein drittes Rad 46 enthält, das eine Knoten-Vereinigungseinrichtung
48 trägt, die derjenigen in Fig. 2 gleicht. Diese Vereinigungsvorrichtungen 48 sind derart taktgesteuert,
daß sie mit den Stellungen zusammenfallen, die den Verdrillungsumkehrknoten des verseilten Strangs entsprechen. In diesem Falle
sind die Elemente derart voneinander beabstandet und so ausgebildet, daß verhindert wird, daß die selbsttätige seilförmige
Verdrillung erfolgt, bis die mit Überschuß verdrillten Zwirngarne das Rad 46 verlassen.
Anstelle der Verwendung von zwei verschiedenen Rädern 36 und für die Verdrillung und Vereinigung der Zwirngarne kann auch
ein einzelnes Rad verwendet werden, das mit Vorrichtungen versehen ist, die imstande sind, sowohl die Verdrillung als auch
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die Vereinigung auszuführen. Eine derartige Vorrichtung ist in Fig. 7 gezeigt und mit 50 bezeichnet; sie gleicht der Verdrillungsvorrichtung
2, außer daß die Lage der Fluid-Einlaßdüse 52 näher an die Mitte der Faseraufnahmebohrung 54 herangebracht
ist. Es wird angenommen, daß dadurch die Fasern in der Bohrung 5 4 verdrillt werden und sich verfangen. Bei Anordnung derartiger
Vorrichtungen auf dem Rad 36 erfährt das das Rad verlassende Garn 32 eine zusätzliche Zwirnverdrillung und weist miteinander
vereinigte Knoten auf. Durch selbsttätig verzwirnende Seilbildung, Thermofixierung und Aufspaltung kann dann ein
stabiles Zwirngarn mit vereinigten Knoten geschaffen werden.
Fig. 8 und 9 zeigen ein System, bei dem ein einzelnes Rad die Funktion der drei Räder bei der Ausführungsform nach Fig. 6 erfüllt,
wodurch die Kosten für die Vorrichtung reduziert werden und Schwierigkeiten bezüglich der Phasenlage vermieden werden.
Bei dieser Ausführungsform weist ein Rad 56 Außenabschnitte 58 und 60 und einen inneren Abschnitt 62 auf. Beide Außenabschnitte
58 und 60 sind derart ausgebildet, daß sie ähnlich arbeiten wie das Rad 6, einfädige Stränge aufnehmen und in diese abwechselnde
Verdrillung einleiten, so daß sie sich selbsttätig verzwirnen,
wenn sie nach Verlassen des Rades zusammengebracht werden. Die abwechselnd verdrillten Stränge bzw. Fasern werden von den Radabschnitten
58 und 60 durch eine Führungsrolleneinheit 64 abgehoben, die drei unabhängig voneinander drehbare, mit Flanschen
versehene Führungsrollen aufweist. Diese Rollen führen das Garn von den jeweiligen Abschnitten des Rades 56 fort und zu diesen
hin. Von Zugrollen 66 werden vier Stränge derart auf das Rad 56 geführt, daß jeder Strang in eine Verdrillungsvorrichtung 2 eintritt
und jedes Strängepaar in eine Vereinigungsvorrichtung 4 eintritt, im wesentlichen wie beider in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform.
Nach einer fast vollständigen Umdrehung des Rades 56 haben die Stränge bzw. Fasern abwechselnde Verdrillung und werden
von den Abschnitten 58 und 60 durch die Rolleneinheit 64 ab-
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gehoben und zu Verdrillungs-Vereinigungsvorrichtung 50 am inneren Abschnitt 62 des Rades 56 zurückgeführt. Die Vorrichtungen
5 0 wurden bereits zuvor in Verbindung mit Fig. 7 beschrieben. Der innere Abschnitt 62 hat einen geringeren Umfang als die Abschnitte
58 und 60, um der Längenkontraktion gerecht zu werden, die durch die Verzwirnung in dem Garn verursacht wird. Die
Stränge führen eine fast vollständige Umdrehung auf dem Abschnitt 62 des Rades 56 aus, wo sie zusätzlich Verzwirnungsdrehungen
erfahren und an den Knoten des Zwirngarns vereinigt werden. Die Zwirngarne werden dann vom Abschnitt 62 durch die
Führungseinheit 64 abgehoben und verwinden sich in einem kurzen Abstand davon umeinander, um eine seilartige Garnstruktur
zu bilden.
Durch die Erfindung wird es ermöglicht, Garne herzustellen, bei denen der Abstand zwischen Verdrillungsumkehrknoten ungleichmässig
ist, so daß die in Längsrichtung aufeinanderfolgenden Längenabschnitte
mit Verdrillung in einer Richtung nicht gleich sind. Ein System zur Herstellung dieser Garne ist in Fig. 10
dargestellt, wo das Rad 67 Verdrillungsvorrichtungen 2 aufweist, die nicht gleichmäßig von den Vereinigungsvorrichtungen 4 beabstandet
sind und unsymmetrisch in bezug auf diese angeordnet sind. In dem hergestellten Garn sind die Knotenstellen mit 68
bezeichnet und die Verdrillungsrichtungen durch Buchstaben S und Z bezeichnet.
Die zwei in Fig. 10 gezeigten Verdrillungsvorrichtungen 2 können
unterschiedlich starke Verdrillungen vornehmen, und dies macht sich in dem Garn dadurch bemerkbar, daß unterschiedlich starke
Verdrillungen in unterschiedlichen Längenabschnitten vorhanden sind.
Durch die Erfindung wird es ferner ermöglicht, ein selbsttätig
verzwirntes Garn herzustellen, das aus nebeneinander liegenden Strängen gebildet ist, bei denen die Länge zwischen den mitein-
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ander verbundenen Verdrillungsumkehrknoten ungleich ist. Bei derartigen Garnen nehmen die Stränge Zuglasten nicht in gleicher
Weise auf, so daß ihre Tendenz zur Rückdrehung, die dann auftritt, wenn sie unter Spannung gesetzt werden, reduziert
wird.
Das unerwünschte Verhalten von herkömmlichen selbsttätig verzwirnten
Garnen unter Spannung ist wohlbekannt. Wenn derartige Garne unter Spannung gesetzt werden, so dreht sich der Knoten
in einer Richtung entgegengesetzt derjenigen Richtung, in der sich der Knoten des einfädigen Garns zu drehen bestrebt ist,
wenn er nicht mit einem anderen gleichartigen einfädigen Garn verzwirnt wäre. Diese spannungsabhängige Rückdrehung des
selbsttätig verzwirnten Garns kann dadurch reduziert werden, daß gewährleistet wird, daß die Spannung darin von den einzelnen
Garnen ungleichmäßig getragen wird. Ein solcher Effekt kann dadurch verwirklicht werden, daß eines der Einzelgarne
etwas kürzer gemacht wird als das andere Einzelgarn des Verbundgarns
.
Ein derartiges Verbundgarn bzw. Zwirngarn kann gemäß Fig. 11
hergestellt werden, wo zwischen aufeinanderfolgenden Verbindungsstellen 70 die Stränge bzw. Fasern D und E dieselbe Verdrillungsrichtung,
jedoch ungleiche Längen aufweisen. Die Stränge können gleiche Länge aufweisen, wenn diese zwischen
abwechselnden Verbindungsstellen gemessen wird. Offensichtlich nimmt bei der Verzwirnung derartiger Stränge bzw. Fasern
der kürzere Strang eine Stellung ein, die näher an der Garnachse liegt als dies bei dem längeren Strang der Fall ist.
Wenn also die in Fig. 11 gezeigten Stränge freigelassen werden, so verzwirnen sie sich miteinander und bilden das in Fig. 12
gezeigte Garn. Es entsteht ein etwas ungleichmäßiges Garn, bei dem das längere Garn etwas stärker um das kürzere herumgewunden
ist und umgekehrt. Wenn ein solches Garn unter Spannung gesetzt wird, so zeigt es ein Rückwindungsdrehmoment aufgrund des
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selbsttätig verzwirnten Garns, das dazu neigt, die Knoten 70
in einer Richtung zu drehen, und ein Rückwindungsdrehmoment aufgrund der Einzelstränge, das dazu neigt, den Knoten in der
entgegengesetzten Richtung zu drehen. Dadurch wird die Spannung stark vermindert und der Verdrillungsverlust des Garns reduziert.
Die vorstehend beschriebene Vorrichtung dient hauptsächlich der Verarbeitung von Strängen aus endlosen Fasern oder Strängen aus
kurzen Faserstücken, z.B. verzwirnte bzw. verdrillte Garne, die eine ausreichende Zugfestigkeit aufweisen, um der vorgesehenen
Verarbeitung zu widerstehen. In einer solchen Vorrichtung kann auch ein gestrecktes kardiertes Band aus Fasern einer Länge von
etwa 190 mm (7,5 Zoll) verarbeitet werden, insbesondere wenn die Abstände zwischen den aufeinanderfolgenden Verdrillungsvorrichtungen
auf den Rädern in geeigneter Weise reduziert werden. Für die Verarbeitung von kurzen Fasern ist der Abstand
zwischen den Rollen 13 und 14 minimal.
Wenn nicht besondere Vorkehrungen getroffen werden, so sind die oben beschriebenen Systeme ungeeignet zur Herstellung von Garnen
aus Fäden geringer Stärke, z.B. kardiertes Band, das aus kurzen Faserstücken gebildet ist. Der Grund hierfür ist, daß
die Faserlänge eines derartigen Bandes geringer ist als die unverdrillte Länge des Bandes zwischen den Zugrollen 10 und
dem Rad 6 in Fig. 1. Bei Hochgeschwindigkeitsverarbeitung erzeugt die Richtungsänderung eine Spannung, die größer ist als
der Faserzusammenhalt, wodurch der Strang reißt.
Um die Erfindung auch für die Verarbeitung von Fasern bzw. Strängen geringer Festigkeit geeignet zu machen, kann es erforderlich
sein, die Stränge bzw. Fasern zu verstärken, das System zu verändern, um den Abstand zwischen den auf die Stränge
bzw. Fasern einwirkenden Elementen zu reduzieren oder das System so zu verändern, daß die Höhe der Spannung reduziert wird, der
die Stränge bzw. Fasern ausgesetzt werden.
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Eine Verstärkung von Strängen aus kurzen Fasern kann dadurch erreicht werden, daß sie mit starken endlosen Faserkomponenten
kombiniert werden, indem ihre Fasern so miteinander verfangen werden, daß ihr Haftvermögen verstärkt wird, oder indem die
Stränge in den Abschnitten verdrillt werden, wo sie gegen Riß am empfindlichsten sind. Bei der erstgenannten Technik ist es
möglich, eine endlose bzw. kontinuierliche Faser zwischen den Rollen 10 in Fig. 1 einzufügen und die Faser in das so hergestellte
Garn aus kurzen Fasern einzuspinnen. Dieses als Kernspinnen (core spinning) bekannte Verfahren wird bei der Herstellung
von Fäden auf Ringspinnmaschinen angewandt.
Fig. 13 zeigt eine Maßnahme zur Verstärkung der Faser bzw. des Strangs, bei welcher der Strang in seinem empfindlichsten Bereich
verdrillt wird. Ein Band 72 aus kurzen Fasern wird von Zugrollen 74 erfaßt, bei denen.es sich um die vorderen Rollen
eines herkömmlichen Strecksystems handeln kann. An der mit 76 bezeichneten Stelle hat das Band das gewünschte Endgewicht pro
Längeneinheit und erfährt durch eine Fluidwirbel-Verdrillungseinrichtung
78 eine tatsächliche Verdrillung. Wenn dieser Vorgang eine kurze Zeitdauer stattgefunden hat, so verlbeibt nur
noch eine geringe Verdrillung in dem stromabwärts liegenden Teil 80 des Bandes, der stromaufwärts liegende Teil 76 ist jedoch
verdrillt und daher stärker. Der im wesentlichen unverdrillte Bandteil 80 wird eine Vorrichtung 84 zugeführt, welche
die Zugfestigkeit des Strangs dadurch vergrößert, daß die Fasern durch Fluidturbulenz miteinander verfangen werden. Aus der
Vorrichtung 84 gelangt das verstärkte Band zu den Rollen 74 und läuft zum Rad 85.
Fig. 14 zeigt ein System, durch das ein nicht gestützter Strang durch eine intermittierend betriebene, in einer Richtung wirksame
Fluidwirbel-Verdrillungseinrichtung 86 verstärkt wird.
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Wenn die Verdrillungseinrichtung 86 in Betrieb war, so befinden sich in dem stromaufwärts liegenden Strangabschnitt 88 Z-Windungen
und nur wenige oder keine S-förmigen Windungen in dem stromabwärts liegenden Längenabschnitt 90. Die Verdrillungseinrichtung
86 wird kurzzeitig angehalten, wodurch der Strang mit Z-förmigen Windungen zur Stelle 90 gelangen kann und die Verdrillung
sich über die Längenabschnitt 88 und 90 verteilen kann. Eine effektive Z-Verdrillung wird auf das Rad 6 übertragen.
Durch neue Inbetriebnahme der Verdrillungseinrichtung 86 wird in dem Längenabschnitt 88 eine größere Anzahl von Z-Windungen
erzeugt, während mehr S-Windungen im Längenabschnitt 90 erscheinen und vom Rad 93 übernommen werden. Die periodische
Funktion der Verdrillungseinrichtung 86 kann so zeitlich mit der Lage der Verdrillungseinrichtungen 92 am Rad 93 synchronisiert
werden, daß eine regelmäßige oder unregelmäßige oder unregelmäßige geringe Änderung der gesamten Strangverdrillung
vor der Verzwirnung erreicht wird. Dies kann auch dazu ausgenutzt werden, um ein unregelmäßiges Garn herzustellen. Die
Verdrillungseinrichtung 86 ist vorzugsweise so ausgebildet, daß in der allgemeinen Strangbewegungsrichtung Luft freigelassen
wird, wodurch die Spannung in dem stromabwärts gelegenen Längenabschnitt 90 reduziert wird. Diese Luftfreisetzung kann
dadurch erreicht werden, daß die Bohrungen am Einlaß und Auslaß der Verdrillungseinrichtung 86 abgestimmt werden, indem
die Düse der Verdrillungseinrichtung stromabwärts geneigt wird oder durch beide Maßnahmen.
Durch die Vorrichtung nach Fig. 14 wird nicht nur der freitragende
Strangabschnitt verstärkt, sondern es werden auch die Abstände zwischen den Verdrillungseinleitungspunkten verkürzt,
während weiterhin ein Endprodukt entsteht, das relativ geringe Abstände zwischen den Verdrillungsumkehrknoten aufweist. Letztere
Eigenschaft ist teilweise auf die in Fig. 15 gezeigte Vorrichtung 92 zurückzuführen, die eine Vielzahl von Funktionen
erfüllt. Sie ist imstande, einen Strang in beiden Richtungen zu
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verdrillen, die nebeneinanderliegenden Stränge dadurch zu vereinigen,
daß ihre Fasern miteinander verfangen werden, und einen Strang festzuklammern, um ihn drehfest zu halten. Die Vorrichtung
enthält Düsen 94, 96 und 98, die mit einem unter Druck stehenden Fluid bzw. Gas gespeist werden und so gesteuert sind,
daß sie in geeigneter Aufeinanderfolge im Hinblick auf den beabsichtigten Zweck betrieben werden. Die Düsen 94 und 98 verdrehen
den Strang in entgegengesetzten Richtungen. Die Düsenbohrung 96 führt ähnlich wie die Vorrichtung nach Fig. 4 zu einem
Verfangen der Fasern. Eine Klemmeinrichtung 100 wird durch eine elektrische, fluidbetätigte oder mechanisch gesteuerte
Betätigungseinrichtung aus der mit durchgehendem Strich gezeigten zurückgezogenen Stellung in die gestrichelt gezeichnete
Klemmstellung bewegt. Die Düsenbohrungen 94, 96, 98 und die Klemmeinrichtung 100 sind zur Vereinfachung der Darstellung
in derselben Ebene gezeichnet, eine solche Anordnung ist jedoch nicht wesentlich.
Das in Fig. 14 gezeigte System enthält ein Rad 93, das Vorrichtungen
92 in relativ geringen Abständen voneinander trägt, derart, daß ein Band aus kurzen Fasern verarbeitet werden kann.
Derartige kurze Abstände reduzieren die Länge der Verdrillungszonen in den Strängen und führen normalerweise zu einer Häufigkeit
der Knoten in dem hergestellten Garn; in diesem Falle werden die Vorrichtungen 92 jedoch so betrieben, daß die Länge
zwischen den Verdrillungsumkehrknoten reduziert wird, ohne die Länge der nicht unterstützten Strangabschnitte zu vergrößern.
Wie in den Fig. 16 und 17 schematisch gezeigt ist, ist der Abstand
zwischen den Vorrichtungen 92 geeignet, damit einzelne Fasern in dem Band F aus kurzen Faserstücken unter Spannung
stehende Längenabschnitte zwischen aufeinanderfolgenden Vorrichtungen 92 überbrücken, so daß sich der Bereich einer Verdrillung
von F1 bis F3 und der Bereich entgegengesetzter Verdrillung von F3 bis F5 erstreckt.
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Die auf dem Rad 85 erzeugte erste Strangverdrillung ist in Fig. 16 gezeigt. Aufeinanderfolgende Vorrichtungen 92 werden
als Verdrillungseinrichtungen in entgegengesetzten Richtungen betrieben, wie durch quergerichtete Pfeile angedeutet ist, so
daß die Verdrillung dazwischen in derselben Richtung erfolgt. Anschließend werden die Vorrichtungen gleichzeitig oder in
Reihe umgesteuert, wie dies in Fig. 17 dargestellt ist, wo die Buchstaben C zeigen, daß die Verdrillungseinrichtungen
an den mit F1, F2, F4 und F5 bezeichneten Stellen den Strang
drehfest festklammern. Die Vorrichtung an der Stelle F3 wird umgesteuert, so daß der Bereich einer Verdrillung sich von F1
bis F3 und der Bereich der entgegengesetzen Verdrillung von F3 bis F5 erstreckt. Aus Fig. 16 geht hervor, daß in dem Strang
nur eine geringe Spannung vorhanden ist, und dieser wird ohnehin zu seiner Unterstützung in Abständen festgeklammert. Diese
Klammern werden gelöst, damit der Strang F das Rad 16 verlassen
kann, um verzwirnt zu werden, vorzugsweise mit einem in gleicher Weise verarbeiteten gleichen Strang.
Um die teilweise Rückdrehung eines Strangs nach dessen abwechselnder
Verdrillung und vor seiner selbsttätigen Verzwirnung mit dem daneben liegenden Strang zu verhindern, ist es zweckmäßig,
die Verdrillungsdüsen so nahe wie möglich beieinander anzuordnen und die Stränge so festzuklammern, daß sie drehfest
gehalten werden.
Diese Absicht wird mit dem in den Fig. 17 und 18 gezeigten System
verfolgt, bei welchem die Verdrillungseinriehtungen 102 abwechselnd um dis Rad herum angeordnet sind. Aus Fig. 17 ist ferner
zu sehen, daß jede Verdrillungseinrichtung 102 mit einer externen Federklammer 104 versehen ist, die den angrenzenden Strang
drehfest hält. Die Federklammer 104 ist durch einen Niet 106 an der Außenoberfläche der Verdrillungseinrichtung 102 befestigt.
Fig. 19 zeigt die abwechselnd angeordneten Verdrillungseinrich-
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tungen 102, die sich mit der Geschwindigkeit der erfaßten Strän ge G und H bewegen. Die auf den Strang G einwirkenden Verdrillungseinrichtungen
sind alle in einer Richtung wirksam, und die auf Strang H einwirkenden Verdrillungseinrichtungen arbeiten
alle in der entgegengesetzten Richtung. Zwischen jeweils zwei Verdrillungseinrichtungen wird jeder Strang drehfest festgeklammert,
und folglich ist eine entgegengesetzte Verdrillungsrichtung auf den der Klemmstelle gegenüberliegenden Seiten vorhanden.
Der Strang G ist an der Stelle G3 zwischen den Verdrillungseinleitungspunkten G1 und G2 festgeklammert: der Strang H
ist an der Stelle H3 zwischen den Punkten H1 und H2 festgeklammert. Jeder Punkt, wo der Strang G festgeklammert ist, grenzt
an einen Verdrillungseinleitungspunkt im Strang H an und umgekehrt. Die Verdrillungen in den Strängen G und H sind derart,
daß bei Zusammenführung derselben eine selbsttätige Verzwirnung erfolgt. Vorzugsweise werden ihre Verdrillungsknoten vor der
selbsttätigen Verzwirnung vereinigt, und zwar unter Verwendung von Vorrichtungen wie die in Fig. 4 gezeigten Vereinigungsvorrichtungen
oder die Vorrichtungen 50 oder 92.
Im allgemeinen wird es angestrebt, die die Verdrillungseinrichtungen
tragenden Räder möglichst groß zu machen und sie mit einer großen Anzahl von Verdrillungs-Vereinigungs- oder Klemmvorrichtungen
zu versehen. Dadurch wird das Vermögen der Verdrillungsvorrichtungen gesteigert, die Verdrillung rund um den Radumfang
herum auszubreiten, und es wird die Zeitspanne verlängert, während der die Verdrillungseinrichtungen und Vereinigungseinrichtungen
auf die Stränge einwirken können. Durch eine längere Verweilzeit wird für eine gegebene Herstellungsgeschwindigkeit
der Fluiddruck reduziert, und die Verdrillung kann gleichmäßiger verteilt werden. Im idealen Falle sollen die
Verdrillungseinrichtungen einen einzigen Hochdruckimpuls kurz nach Erfassen des Strangs hzw. der Faser erhalten, und anschließend
wird der Druck auf einem Halteniveau gehalten, um eine Rückdrehung des Strangs auf dem Rad zu verhindern.
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Für den Fachmann ist ersichtlich, daß die hier beschriebenen Ausführungsformen in vielfältigster Weise abgewandelt werden
können, um Verfahren und Produkte zu schaffen, die bisher unerreichbar waren. Eine aussichtsreiche Anwendung besteht darin,
Garne seilförmig zusammenzufügen bzw. "zu verseilen", die zuvor in der Weise verzwirnt wurden, wie dies in der US-PS 4 074 511
beschrieben ist, wobei jegliche Gefahr vermieden wird, daß die Garnstruktur durch eine Relativbewegung durch eine feststehende
Verdrillungsvorrichtung unterbrochen wird.
Die Verdrillungseinrichtungen, Vereinigungsvorrichtungen und Klammern können ferner durch Taktsteuerung bzw. Synchronisation
und Ventilmechanismen derart gesteuert werden, daß die Aufeinanderfolge der Arbeitsvorgänge an der Faser verändert wird. Vor
der selbsttätigen Verzwirnung können z.B. zwei Stränge an voneinander beabstandeten Stellen vereinigt werden, bevor eine
Verdrillung in jede einzelne Faser bzw. jeden einzelnen Strang dazwischen eingeleitet wird, um die Strukture mit abwechselnder
Verdrillung zu schaffen. Die Verdrillungseinleitungspunkte können vor der selbsttätigen Verzwirnung oder gleichzeitig damit
vereinigt werden, mit oder ohne Einleitung einer zusätzlichen Verdrillung des verzwirnten Garns.
Es kann eine breite Vielzahl von Strangverbindungsvorrichtungen und Techniken Anwendung finden. Für endlose Fasern können derartige
Vorrichtungen entsprechend der US-Patentanmeldung 891 068 vom 29. März 1978 ausgebildet sein und betrieben werden.
Stränge aus kurzen Faserstücken können durch Vorrichtungen miteinander verbunden werden, wie sie in den US-Patentschriften
4 074 511 und 4 142 355 und in der US-Patentanmeldung 850 690 vom 11. November 1977 beschrieben sind. Es können ferner
verschiedene elektrische Einrichtungen und Einrichtungen zum Aufbringen von Haftmitteln verwendet werden.
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3?.
Leerseite
Claims (1)
- MÜLLER-BORE · DEUFEL · SCHÖN · HF-PTELP AT E Ν TA IT WA L X EDR. WOLFGANG MÜLLER-BORE (PATENTANWALT VON 1927 - 1975} DR. PAUL DEUFEL. DIPL.-CHEM. DR. ALFRED SCHÖN, DIPL.-CHEM. WERNER HERTEL, DIPL.-PHYS.ZUGELASSENE VERTRETER BEIM EUROPÄISCHEN PATENTAMT REPRESENTATIVES BEFORE THE EUROPEAN PATENT OFFICE MANDATAIRES AGREES PRES L'OFFICE EUROPEEN DES BREVETS8. Juni 1979 Hl/De/ga-W 1257WWG Industries, Inc.
Rome, Georgia 30161/ USASelbsttätig verzwirntes Garn und Verfahren
und Vorrichtung zu seiner HerstellungPatentansprüche1. Verfahren zur Verzwirnung einer Textilfaser bzw. eines Textilfaser Strangs derart, daß in Längsrichtung voneinander beabstandete Zonen gebildet werden, die in entgegengesetzten Richtungen verdrillt sind, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:Bewegung der Faser in Längsrichtung,909885/0641MÜNCHEN 86 · SIEBERTSTR. 4 · POSTFACH 860720 · KABEL: MTTEBOPAT · TEI.. (089) 474003 · TELEX 5-24285Bewegung einer ersten Faser-Verzwirnungsvorrichtung gleichzeitig mit der Faser und Erfassen einer ersten Stelle der Faser durch die erste Faser-Verzwirnungsvorrichtung,Drehung der Faser mit der ersten Faser-Verzwirnungsvorrichtung derart, daß die Faser mit entgegengesetzten Verdrillungen auf den der ersten Stelle gegenüberliegenden Seiten versehen wird,die verdrillte Faser wird parallel und angrenzend an eine zweite Faser herangebracht unddie verdrillte Faser wird losgelassen, so daß sie sich wenigstens teilweise zurückdreht und mit der zweiten Faser verdrillt,2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine zweite Faser-Verzwirnungsvorrichtung gleichzeitig mit der Faser mitbewegt wird, daß eine zweite Stelle der Faser von der zweiten Faser-Verzwirnungsvorrichtung erfaßt wird, wobei diese zweite Stelle im Abstand von der ersten Stelle liegt, und daß die Faser an der zweiten Stelle mit der zweiten Faser-Verzwirnungsvorrichtung gedreht wird.3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Faser an einer dritten Stelle zwischen der ersten und der zweiten Stelle gegen Drehung festgehalten wird, daß durch die Verfahrensschritte, in denen die Drehung erfolgt, die Faser sowohl an der ersten als auch an der zweiten Stelle in derselben Richtung verdrillt wird, und daß dadurch die Faser mit entgegengesetzten Verdrillungen aufeinander gegenüberliegenden Seiten der dritten Stelle versehen wird.4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Faser gegen Drehung dadurch festgehalten wird, daß sie an der dritten Stelle mit der zweiten Faser verbunden wird.909885/06415. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Faser an der dritten Stelle dadurch gegen Drehung festgehalten wird, daß sie von einer Faser-Klemmeinrichtung erfaßt wird.6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Faser denselben Verfahrensschritten wie die erste Faser unterzogen wird und daß die dritte Stelle der zweiten Faser angrenzend an die erste oder zweite Stelle der ersten Faser herangebracht wird.7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine zweite Faser-Verzwirnungsvorrichtung gleichzeitig mit der Faser mitbewegt wird, daß diese zweite Faser-Verzwirnungsvorrichtung eine zweite Stelle der zweiten Faser erfaßt, wobei diese zweite Stelle im Abstand von der ersten Stelle liegt, daß eine dritte Faser-Verzwirnungsvorrichtung gleichzeitig mit der Faser mitbewegt wird, daß eine dritte Stelle der Faser von der dritten Faser-Verzwirnungsvorrichtung erfaßt wird, wobei diese zweite Stelle zwischen der ersten und dritten Stelle der Faser liegt, und daß die Faser mit der ersten und mit der dritten Faser-Verzwirnungsvorrichtung an der ersten und an der dritten Stelle in einer Richtung gedreht wird und die Faser mit der zweiten Faser-Verzwirnungsvorrichtung an der zweiten Stelle in der entgegengesetzten Richtung gedreht wird, wodurch die Faser zwischen der ersten und zweiten Stelle in einer Richtung und zwischen der zweiten und dritten Stelle in der entgegengesetzten Richtung verdrillt wird.8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen der ersten und der zweiten Stelle verschieden von dem Abstand zwischen der zweiten und dritten Stelle ist, wodurch die Länge der in der einen Richtung verdrillten Faser verschieden von der Länge der in der anderen Richtung verdrillten Faser ist.909885/06419. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine vierte und eine fünfte Faser-Verzwirnungsvorrichtung gleichzeitig mit der Faser mitbewegt werden und die vierte bzw. fünfte Faser-Verzwirnungsvorrichtung eine vierte bzw. fünfte Stelle der Faser erfaßt, daß die vierte Stelle zwischen der dritten und der fünften Stelle liegt, daß die Faser an der ersten und an der fünften Stelle in einer Richtung und an der zweiten und vierten Stelle in der entgegengesetzten Richtung gedreht wird, daß die Faser an der ersten, zweiten, vierten und fünften Stelle drehfest gehalten wird und daß währenddessen die Faser durch die dritte Faser-Verzwirnungsvorrichtung an der dritten Stelle in der entgegengesetzten Richtung verdreht wird, wodurch die Faser zwischen der ersten und dritten Stelle in einer Richtung und zwischen der dritten und fünften Stelle in der entgegengesetzten Richtung verdrillt wird.10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzwirnung der verdrillten Faser mit der zweiten Faser ein Zwirngarn bildet, daß das Zwirngarn mit einem weiteren Zwirngarn verseilt wird, daß eine erste Garn-Verzwirnungsvorrichtung gleichzeitig mit dem Zwirngarn mitbewegt wird und eine erste Stelle des Garns erfaßt, daß das Garn an der ersten Stelle gedreht wird, so daß es auf den gegenüberliegenden Seiten dieser Stelle entgegengesetzte Verdrillungen aufweist, daß das verdrillte Garn parallel angrenzend an ein zweites Garn herangebracht wird und daß das verdrillte Garn freigelassen wird, so daß es sich wenigstens teilweise zurückdreht und mit dem zweiten Garn verzwirnt, so daß ein seilartiges bzw. kabelartiges Garn gebildet wird.11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Faser-Verzwirnungsvorrichtungen und die Garn-Verzwirnungsvorrichtungen auf kreisförmigen Wegen bewegt werden, daß die Fasern aus dem kreisförmigen Weg der Faser-Ver-909885/0641Zwirnungsvorrichtungen entfernt werden und daß das Garn an die Bahn der Garn-Verzwxrnungsvorrxchtungen herangeführt wird.12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelpunkte der kreisförmigen Wege voneinander beabstandet sind.13. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die kreisförmigen Wege konzentrisch sind.14. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Faser-Verzwirnungsvorrichtung auf einem kreisförmigen Weg bewegt wird.15. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Faser und die erste Faser-Verzwirnungsvorrichtung sich relativ zueinander seitlich bewegen, bis die Faser von der ersten Faser-Verzwirnungsvorrichtung erfaßt wird.16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Fasern in seitlicher Richtung in eine Längsbohrung einer Faser-Vereinigungsvorrichtung bewegt werden und die Fasern dadurch miteinander vereinigt werden, daß in der Bohrung eine solche Fluidturbulenz erzeugt wird, daß die Fasern sich ineinander verfangen.17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Faser in der Bohrung drehfest gehalten wird.18. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Verfahrensschritt, in dem die Drehung erfolgt, dadurch ausgeführt wird, daß ein Fluid bzw. Gas in einen tangentialen Einlaß einer längsgerichteten Faser-Aufnahmebohrung eingeleitet wird, und daß die relative seitliche Bewegung die Faser durch einen Schlitz hindurchbewegt, der in die Bohrung mündet.909885/064119. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beabstandete Stellen auf der Faser mit beabstandeten Stellen auf einer zweiten Faser vereinigt werden, bevor die verdrillte Faser freigelassen wird, so daß sie sich selbsttätig in die zweite Faser hineinverzwirnen kann.20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der ersten Faser zwischen zwei der beabstandeten Stellen verschieden von der Länge der zweiten Faser zwischen den genannten zwei beabstandeten Stellen ist.21. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verfahrensschritt, in dem die Drehung erfolgt, eine Faserlänge vor der Faser-Verzwirnungsvorrichtung verdreht, deren Länge verschieden von der Länge der hinter dieser Faser-Verzwirnungsvorrichtung verdrillten Faser ist.22. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Faser durch eine feststehende Fluidstrahl-Verdrillungseinrichtung geführt wird, bevor die Faser von der ersten Faser-Verzwirnungsvorrichtung erfaßt wird.23. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die Faser eine kontinuierliche dünnere Faser mit höherer Zugfestigkeit eingeführt wird.24. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Faser-Haltevorrichtung gemeinsam mit der Faser mitbewegt wird, daß die Faser von der Faser-Haltevorrichtung erfaßt wird und daran drehfest gehalten wird, daß eine Faser-Vereinigungsvorrichtung gemeinsam mit der Faser mitbewegt wird und daß die Faser von der Faser-Vereinigungsvorrichtung erfaßt und darin mit der zweiten Faser vereinigt wird.909885/064125. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Faser-Haltevorrichtung gemeinsam mit der
Faser mitbewegt wird und die Faser von dieser Vorrichtung
drehfest gehalten wird.26. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Faser-Vereinigungsvorrichtung gemeinsam mit der Faser mitbewegt wird und die Faser von dieser Vorrichtung erfaßt und darin mit der zweiten Faser vereinigt wird.27. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Faser ein kontinuierliches Bündel aus Einzelfasern ist.28. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Faser eine kontinuierliche bzw. ununterbrochene Fasereinheit aus einzelnen Faserstücken ist.29. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Faser ein gestrecktes, kardiertes Band ist, das aus Einzelfasern gebildet ist, die zur Steigerung ihrer Zugfestigkeit vorbehandelt sind.30. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Faser ein gestrecktes, kardiertes Band ist.31. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Faser durch ein Towing-Verfahren (Garnbildung aus Faserstücken) gewonnen ist.32. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Faser eine Kombination aus Faserstücken und einer oder mehreren kontinuierlichen bzw. ununterbrochenen
Fasern ist.909885/064133. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet/ daß die Faser eine Komponente eines Verbundgarns ist.34. Vorrichtung zur Verzwirnung einer Textilfaser bzw. eines Textilfaserstrangs zur Bildung von in Längsrichtung beabstandeten Zonen, die in entgegengesetzter Richtung verdrillt sind, gekennzeichnet durcheine Einrichtung (10) zur Bewegung der Faser bzw. des Faserstrangs in Längsrichtung,eine Einrichtung zur Bewegung einer ersten Faser-Verzwirnungsvorrichtung (2) gemeinsam mit der Faser und in Eingriff mit dieser an einer ersten Stelle der Faser,wobei die erste Faser-Verzwirnungsvorrichtung (2) eine Einrichtung zur Drehung der Faser (A) an der ersten Stelle derart, daß die Faser auf den der ersten Stelle gegenüberliegenden Seiten entgegengesetzte Verdrillung aufweist, enthält,eine Einrichtung (4) zum Heranbringen der verdrillten Faser (A) parallel und angrenzend an eine zweite Faser bzw. an einen zweiten Faserstrang (B) und zum Loslassen der verdrillten Faser derart, daß sie sich wenigsten teilweise zurückdreht und mit der zweiten Faser (B) verzwirnt.35. Vorrichtung nach Anspruch 34, gekennzeichnet durch eine zweite Faser-Verzwirnungsvorrichtung, die von der ersten beabstandet ist,durch eine Einrichtung zur Bewegung der zweiten Faser-Verzwirnungsvorrichtung gemeinsam mit der Faser und in Eingriff mit dieser an einer zweiten Stelle der Faser,909885/0641wobei die zweite Faser-Verzwirnungsvorrichtung eine Einrichtung zur Drehung der Faser an der zweiten Stelle aufweist, derart, daß die Faser auf den der zweiten Stelle gegenüberliegenden Seiten entgegengesetzt verdrillt wird.36. Vorrichtung nach Anspruch 35, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum drehfesten Halten der Faser an einer dritten Stelle zwischen der ersten und der zweiten Faser-Verzwirnungsvorrichtung, wobei diese Verzwirnungsvorrichtungen die Faser an der ersten und an der zweiten Stelle in derselben Richtung verdrehen, wodurch diese Faser auf den der dritten Stelle gegenüberliegenden Seiten entgegengesetzte Verdrillungen aufweist.37. Vorrichtung nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet , daß die Einrichtung zum drehfesten Halten der Faser Mittel zum Vereinigen der Faser mit der zweiten Faser an der dritten Stelle aufweist.38. Vorrichtung nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum drehfesten Halten der Faser eine Faser-Klemmeinrichtung ist.39. Vorrichtung nach Anspruch 38., dadurch gekennzeichnet, daß eine dritte und eine vierte Faser-Verdrillungsvorrichtung zur Verdrehung der zweiten Faser an voneinander beabstandeten Stellen derselben vorgesehen sind, die dazu bestimmt sind, die zweite Faser auf den Seiten, die den Stellen gegenüberliegen, wo die Verdrillung vorgenommen wird, mit entgegengesetzter Drillung zu versehen, daß eine zweite Faser-Klemmeinrichtung zum drehfesten Halten der zweiten Faser an einer Stelle zwischen der dritten und der vierten Faser-Verzwirnungsvorrichtung vorgesehen ist, daß die dritte und die vierte Faser-Verzwirnungsvorrichtung die zweite Faser an ihren jeweiligen Stellen in derselben Richtung verdrehen und daß die zweite909885/0641Faser-Klemmeinrichtung angrenzend an die erste oder die zweite Faser-Verzwirnungsvorrichtung angeordnet ist.40. Vorrichtung nach Anspruch 34, gekennzeichnet durch eine zweite Faser-Verzwirnungsvorrichtung im Abstand von der ersten Faser-Verzwirnungsvorrichtung, durch eine Einrichtung zur Bewegung der zweiten Faser-Verzwirnungsvorrichtung gemeinsam mit der Faser und in Eingriff mit dieser an einer zweiten Stelle auf der Faser, wobei die zweite Faser-Verzwirnungsvorrichtung eine Einrichtung zur Verdrehung der Faser an der zweiten Stelle aufweist, derart, daß diese Faser auf den der zweiten Stelle gegenüberliegenden Seiten mit entgegengesetzten Verdrillungen versehen wird,durch eine dritte Faser-Verzwirnungsvorrichtung im Abstand von der ersten und der zweiten Faser-Verzwirnungsvorrichtung, eine Einrichtung zur Bewegung der dritten Faser-Verzwirnungsvorrichtung gemeinsam mit der Faser in Eingriff mit dieser an einer dritten Stelle auf der Faser, wobei die dritte Faser-Verzwirnungsvorrichtung eine Einrichtung zur Verdrehung der Faser an der dritten Stelle aufweist, derart, daß die Faser auf den der dritten Stelle gegenüberliegenden Seiten mit entgegengesetzten Verdrillungen versehen wird,wobei die zweite Faser-Verzwirnungsvorrichtung zwischen der ersten und der dritten Faser-Verzwirnungsvorrichtung angeordnet ist und die Verzwirnungs- bzw. Verdrillungseinrichtungen der ersten und der dritten Faser-Verzwirnungseinrichtungen derart ausgebildet sind, daß sie die erste und die dritte Stelle in der einen Richtung verdrehen, die entgegengesetzt zu der Drehrichtung ist, die von der zweiten Faser-Verzwirnungsvorrichtung an der zweiten Stelle vorgenommen wird, wodurch die Faser zwischen der ersten und der zweiten Stell in der einen Richtung verdrillt wird und zwischen der zweiten und der dritten Stelle in der entgegengesetzten Richtung verdrillt wird.909885/0641. Vorrichtung nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen der ersten und der zweiten Faser-VerZwirnungsvorrichtung verschieden von dem Abstand zwischen der zweiten und der dritten Faser-Verzwirnungsvorrichtung ist, wodurch die Länge der in der einen Richtung verdrillten Faser verschieden von der Länge der in der entgegengesetzten Richtung verdrillten Faser ist.42. Vorrichtung nach Anspruch 41, gekennzeichnet durch voneinander beabstandete vierte und fünfte Faser-Verzwirnungsvorrichtungen, eine Einrichtung zur Bewegung der vierten und fünften Faser-Verzwirnungsvorrichtung gemeinsam mit der Faser und in Eingriff mit der vierten bzw. fünften Stelle der Faser, wobei die vierte Faser-Verzwirnungsvorrichtung zwischen der dritten und der fünften Faser-Verzwirnungsvorrichtung liegt und die Verdrillungs- bzw. Verzwirnungseinrichtung derart ausgebildet ist, daß sie anfangs die Faser an der ersten und fünften Stelle in einer Richtung verdreht, während sie die Faser an der zweiten und an der vierten Stelle in der entgegengesetzten Richtung verdreht,und durch eine Einrichtung, die anschließend wirksam wird und die Fasern an der ersten, zweiten, vierten und fünften Stelle drehfest hält, während die Verdrillungseinrichtung der dritten Faser-Verzwirnungsvorrichtung die Faser in der entgegengesetzten Richtung verdrillt, wodurch die Faser zwischen der ersten und der dritten Stelle in einer Richtung und zwischen der dritten und der fünften Stelle in der entgegengesetzten Richtung verdrillt wird.43. Vorrichtung nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß durch Verzwirnung der verdrillten Faser mit der zweiten Faser ein verdrilltes Verbundgarn gebildet wird, daß eine Vorrichtung zur Verseilung bzw. seilartigen Verbindung des Verbundgarns mit einem weiteren Verbundgarn vorgesehen909885/0641ist und daß diese Vorrichtung eine erste Garn-Verzwirnungsvorrichtung, eine Einrichtung zur Bewegung der ersten Garn-Verzwirnungsvorrichtung gemeinsam mit dem Verbundgarn und in Eingriff mit dem Verbundgarn an einer ersten Stelle desselben aufweist, wobei die Garn-Verzwirnungsvorrichtung eine Einrichtung zur Verdrehung des Garns an der ersten Stelle derart enthält, daß das Garn auf den der ersten Stelle gegenüberliegenden Seiten mit entgegengesetzten Verdrillungen versehen ist, und ferner eine Einrichtung zum Heranbringen des verdrillten Garns parallel und angrenzend an ein zweites Garn und Loslassen des verdrillten Garns derart, daß es sich wenigstens teilweise zurückdrehen und mit dem zweiten Garn verzwirnen kann, aufweist,44. Vorrichtung nach Anspruch 43, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungseinrichtung die Faser-Verzwirnungsvorrichtungen und die Garn-Verzwirnungsvorrichtungen auf kreisförmigen Bahnen bewegt, und daß Einrichtungen zur Entfernung der Fasern aus der kreisförmigen Bahn der Faser-Verzwirnungsvorrichtungen und Zuführung des Garns zu der Bahn der Garn-Verzwirnungsvorrichtung vorgesehen sind.45. Vorrichtung nach Anspruch 44, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelpunkte der kreisförmigen Bahnen voneinander beabstandet sind.46. Vorrichtung nach Anspruch 45, dadurch gekennzeichnet, daß die kreisförmigen Bahnen konzentrisch sind.47. Vorrichtung nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungseinrichtung die Faser-Verzwirnungsvorrichtung auf einer kreisförmigen Bahn bewegt.48. Vorrichtung nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungseinrichtung die Faser und die erste Faser-Verzwirnungsvorrichtung relativ zueinander in seitlicher909885/0641Richtung bewegt, bis die Faser von der ersten Faser-Verzwirnungsvorrichtung erfaßt ist.49. Vorrichtung nach Anspruch 48, gekennzeichnet durch eine Faser-Vereinxgungsvorrichtung, eine Einrichtung zur Bewegung von zwei Fasern in seitlicher Richtung und in eine Längsbohrung der Faser-Vereinigungsvorrichtung hinein und eine Einrichtung in der Faser-Vereinigungsvorrichtung, die dazu bestimmt ist, eine Fluidturbulenz in der Bohrung hervorzurufen, um die Fasern dadurch zu vereinigen, daß sich ihre Einzelfasern verfangen.50. Vorrichtung nach Anspruch 49, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum drehfesten Halten der Faser in der Bohrung.51. Vorrichtung nach Anspruch 48, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdrillungseinrichtung eine längsgerichtete Faser-Aufnahmebohrung, einen in diese Bohrung mündenden Schlitz zur Einführung einer Faser in die Bohrung hinein und eine Einrichtung zur Einleitung eines Fluidmittels in einen tangentialen Einlaß der Bohrung aufweist.52. Vorrichtung nach Anspruch 34, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zur Vereinigung von voneinander beabstandeten Stellen der Faser mit voneinander beabstandeten Stellen der zweiten Faser, bevor die Faser sich mit der zweiten Faser verzwirnt.53. Vorrichtung nach Anspruch 52, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zur Bildung eines Längenabschnitts der ersten Faser zwischen zwei der voneinander beabstandeten Stellen und eine Einrichtung zur Bildung eines größeren Längenabschnitts der zweiten Faser zwischen den zwei voneinander beabstandeten Stellen.909885/064154. Vorrichtung nach Anspruch 34, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zur Bildung eines in einer Richtung verdrillten Längenabschnitts der Faser vor der Faser-Verdrillungsvorrichtung, wobei die Länge dieses Längenabschnitts verschieden von derjenigen eines in einer Richtung verdrillten Längenabschnitts der Faser ist, der hinter der Faser-Verzwirnungsvorrichtung liegt.55. Vorrichtung nach Anspruch 34, gekennzeichnet durch eine feststehende Fluidstrahl-Verdrillungseinrichtung zur Verdrillung der Faser, bevor sie von der ersten Faser-Verzwirnungsvorrichtung erfaßt wird.56. Vorrichtung nach Anspruch 34, gekennzeichnet durch eine Faser-Haltevorrichtung, eine Einrichtung zur Bewegung der Faser-Haltevorrichtung gemeinsam mit der Faser und in Eingriff mit dieser, wobei die Faser-Haltevorrichtung eine Einrichtung zum drehfesten Halten der Faser, eine Faser-Vereinigungsvorrichtung, eine Einrichtung zur Bewegung der Faser-Vereinigungsvorrichtung gemeinsam mit der Faser und in Eingriff mit dieser aufweist, und wobei die Faser-Vereinigungsvorrichtung eine Einrichtung zur Vereinigung der Faser mit der zweiten Faser in der Faser-Vereinigungsvorrichtung aufweist.57. Vorrichtung nach Anspruch 34, gekennzeichnet durch eine Faser-Haltevorrichtung, eine Einrichtung zur Bewegung der Faser-Haltevorrichtung gemeinsam mit der Faser und in Eingriff mit dieser, wobei die Faser-Haltevorrichtung eine Einrichtung zum drehfesten Halten der Faser an der Faser-Haltevorrichtung aufweist.909885/0641
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