DE1935385B2 - Zweiraumproduktionskamera mit veränderlichem Reproduktionsmaßstab und selbsttätiger Scharfeinstellung - Google Patents
Zweiraumproduktionskamera mit veränderlichem Reproduktionsmaßstab und selbsttätiger ScharfeinstellungInfo
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- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
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Description
Die Erfindung betrifft eine Zweiraumreproduktionskamera mit veränderlichem Reproduktionsmaßstab,
selbsttätiger Scharfeinstellung und geknickter optischer Achse, mit einem gehäusefesten Objektiv und einem
Umkehrspiegel, mit einem Modellträger und einem Bildträger, die in zwei zueinander senkrechten Richtun
gen translatorisch verschieblich auf zwei Seiten einer Gehäusewand angeordnet sind, von der ein Teil für das
Heranfahren des Bildträgers ausfahrbar und für das Heranfahren des Modellträgers einziehbar ist, sowie mit
einem zwischen Hell- und Dunkelraum bzw. zwischen Modellträger und Bildträger angeordneten, die Gehäusewand
einbeziehenden und mit dem Objektivträger verbindenden Lichtabdichtungssystem.
Eine bekannte Zweiraumreproduktionskamera dieser Art (DE-PS 1131084) ist in Vertikalbauweise mit
geknickter optischer Achse ausgeführt. Derartige Geräte haben sich wegen ihrer raumsparenden Bauart
und der bequemen Bedienung gut eingeführt. Zur weiteren Ausdehnung des zur Verfügung stehenden
Reproduktionsmaßstabbereiches in Vergrößerung und Verkleinerung werden mehrere Objektive verschiedener
Brennweite verwendet. Das ermöglicht eine Formatvererößerune sowohl für den Vorlagen- oder
Modellträger als auch für den Schicht- bzw. Bildträger. Dieser Ausnutzungsmöglichkeit steht jedoch die
Schwierigkeit entgegen, daß in den extremen Vergrößerungs- und Verkleinerungsstellungen Überschneidungen der Führungen für Modell- bzw. Bildträger
miteinander und mit Gehäuseteilen auftreten kennen.
Es muß deshalb das Lichtabdichtungssystem zwischen Hell- und Dunkelraum verformbar ausgebildet werden.
Das geschieht bei dem bekannten Gerät dadurch, daß der untere Teil des vor die eigentliche Gehäusewand
vorgebauten und als Objektivträger dienenden Kamerakastens aus zwei miteinander scharnierartig verbundenen Platten gefertigt wird, deren jeweils freies Ende
ebenfalls scharnierartig bei der einen mit der Gehäuse wand, bei der anderen mit dem Kamerakasten
verbunden ist In ausgefahrenem Zustand ermöglicht diese Konstruktion das Heranfahren des Bildträgers an
das Objektiv bis in den Innenraum des Kamerakastens vor der Gehäusewand. In dieser Stellung extremer
Verkleinerung ist der Modellträger in Abstand vom Kamerakasten und wird durch das Heranfahren von
dessen unterem Teil nicht behindert Andererseits kann für extreme Vergrößerung, bei der der Bildträger in
erheblichem Abstand vom Objektiv hinter der Gehäuse wand zwischen Hell- und Dunkelraum zu liegen kommt,
der untere Teil des Kamerakastens in den Scharnieren eingeschwenkt und somit eingezogen, so daß nunmehr
der Modellträger ungehindert nahe an das Objektiv bzw. den ihm im Strahlengang vorgeschalteten Spiegel
herangefahren werden kann.
Der auf diese Weise ausfahrbar bzw. einziehbar ausgebildete untere Teil des Kamerakastens bringt
jedoch Probleme der mechanischen Betätigung und Lichtdichtigkeit mit sich. Es ist nämlich notwendig, die
Verstellung mit dem Verstelltrieb der Träger zu koppeln, und auch eine seitliche Lichtabdichtung
sicherzustellen. Hierfür werden die über die Scharniergelenke verbundenen Platten seitlich durch nachgiebiges leichtdichtes Material, wie Leder oder Balgenstoffe,
*° ergänzt und die Scharniergelenke in seitlich vorgesehenen Kurvenschlitzen geführt Das erfordert jedoch von
der mechanischen Betätigung her und in Hinblick auf die sicherzustellende Lichtabdichtung einen nicht geringen
Aufwand.
Es ist auch schon bekannt (DE-PS 12 34 515), den Objektivträger durch einen Balg mit einer Gehäusewand zu verbinden. Das geschieht beim bekannten
Gerät deshalb, weil das Objektiv an einem Schlitten befestigt ist, der in Richtung der optischen Achse des
Objektivs verschoben werden kann. Der Schlitten bildet zusammen mit dem Objektivträger eine längsverschiebliche
Querwand in einem stationären Tunnel mit lichtundurchlässigen Wänden. Er ist jedoch nicht ein
Element der Gehäusewand und letztlich als translatorisch verschieblicher Objektivträger anzusehen.
Für Reproduktionskameras ist es überdies bekannt (OE-PS 79 228, GB-PS 09 349), einerseits den Objektivträger
mit dem Bildträger, andererseits aber auch letzteren mit einer Gehäusewand über ein Balgsystem
6« zu verbinden, das gegebenenfalls auch mehr als einen
Balg aufweisen kann.
Es wird als Aufgabe der Erfindung angesehen, bei einer Zweiraumreproduktionskamera der eingangs
genannten Art für ein Objektiv und Bildträger
h'> verbindendes Lichtabdichtungssystem zu sorgen, das
auf eine bezüglich der Konstruktion und der mechanischen Betätigung einfache Weise die Verformungen
zuläßt, die für das Verschieben von Bildträger und
Modellträger in ihre Extremlagen bezüglich des Reproduktionsmaßstabes erforderlich sind. Die Lösung
dieser Aufgabe ist im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegeben. Zweckmäßige Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Man erkennt, daß hier aus der Gehäusewand ein rahmenartiges Wandelement herausgelöst ist, das von
der Gehäusewand in Richtung auf das vor dieser angeordnete Objektiv — und in Gegenrichtung —
verschieblich angeordnet ist Die Verschieberichtung des rahmenartigen Wandelements stimmt also mit
derjenigen des Bildträgers überein. Es ist so ohne weiteres möglich, Wandelement und Bildträger bewegungsmäßig miteinander zu koppeln. Vorzugsweise läßt
man aber das rahmenartige Wandelement vom Bildträger nur in der einen Richtung seiner Bewegungsmöglichkeiten, nämlich in Richtung auf das Objektiv,
mitführen. Hierzu bedarf es keiner eigenen mechanischen Koppelung oder irgendwelcher zusätzlicher
Führungen. Es genügt vielmehr, den Bildträger von hinten auf das in seiner Bewegungsbahn befindliche
rahmenartige Wandelement auflaufen und dieses so nach vorne in Richtung auf das Objektiv mitführen zu
lassen. Der Bildträger drückt damit selbsttätig dann, wenn er in seiner Extremstellung für extreme
Verkleinerung durch die öffnung der Gehäusewand an das Objektiv herangeführt wird, das hier liegende
rahmenartige Wandelement nach vorne. Dieser Bewegung steht der Modellträger nicht im Wege, der in
dieser Stellung weit unten vor der Gehäusewand liegt Für die Lichtdichtigkeit ist dennoch gesorgt, weil das
rahmenartige Wandelement mit der Gehäusewand lichtabdichtend verbunden ist. Das erfolgt über einen
besonderen Balg, der am Umfang des rahmenartigen Wandelements zusätzlich zu demjenigen Balg vorgesehen ist, der den Objektivträger je nach der Konstruktion
mit der Gehäusewand bzw. dem Bildträger verbindet
Fährt der Bildträger bei Veränderung des Reproduktionsmaßstabes im Sinne einer Vergrößerung nun hinter
die Gehäusewand zurück und gleichzeitig der Modellträger vor der Gehäusewand nach oben, so bewegt sich
auch das rahmenartige Wandelement unter der Federwirkung des zwischen ihm und der Gehäusewand
vorgesehenen Balges oder seiner gegebenenfalls vorgesehenen federnden Abstützung an der Gehäusewand «
nach hinten in die Gehäusewandöffnung hinein und gibt somit die Bewegungsbahn für den Modellträger frei, der
bis unmittelbar ,in den Objektivträger herangefahren
werden kann. Der Modellträger kann auch in dieser Extremlage noch voll von den Beleuchtungskörpern v>
ausgeleuchtet werden, da durch die Einziehbewegung des rahmenartigen Wandelementes und des ihn mit der
Gehäusewand verbindenden zusätzlichen Ba!ps vor der
Gehäusewand kein Kamerakasten stehenbleibt, der die gute Ausleuchtung stören könnte. Man erhält also ein in 'Λ
Konstruktion und mechanischer Betätigung sehr einfaches Lichtabdichtungssystem, dessen Verformbarkeit
dennoch auch in den Extremstellungen äußerster Verkleinerung oder Vergrößerung dem Bildträger bzw.
dem Modellträger nicht im Wege ist. Es ergibt sich ein to Gerät hoher Zuverlässigkeit mit einem besonders
großen Bereich des zur Verfügung gestellten Reproduktionsmaßstabes.
Zweckmäßig weist das Lichtabdichtungssystem drei Balgen auf, von denen der zusätzliche Balg auf die oben h">
erläuterte Weise das rahmenartige Wandelement mit der Gehäusewand, die anderen den Objektivträger und
den Bildträger, und zwar unter Einschluß des rahmenartigen Wandelelementes, verbinden.
Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der folgenden Beschreibung und der Zeichnung, auf die bezüglich aller
nicht näher erläuterten Einzelheiten ausdrücklich verw iesen wird. Es zeigt
Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch eine Zweiraumreproduktionskamera in einer die geknickte optische
Achse enthaltenden Ebene, in Vergrößerungsstellung, und
F i g. 2 eine F i g. 1 entsprechende Darstellung in Verkleinerungsstellung.
Die Figuren zeigen eine Reproduktionskamera, die es
gestattet, die unterschiedlichen Brennweiten mehrerer, an einem Objektivträger vorzugsweise nach Art eines
Objektivrevolvers auswechselbar befestigter Objektive voll zur Erweiterung des zur Verfugung stehenden
Reproduktionsmaßstabbereiches mit großen Bild- bzw. Vorlageformaten auszuwerten.
Eines der Objektive 10 der Reproduktionskamera ist in den Figuren an seinem Objektivträger befestigt
gezeigt Mit dem Objektivträger ist überdies auch der Halter für den Umkehrspiegel 11 verbunden, der in
unmittelbarer Nachbarschaft des Objektives 10 vor diesem angeordnet ist Auf diese Weise ergibt sich eine
geknickte optische Achse XOX', die den Modellträger M im Hellt aum außerhalb der Reproduktionskamera
mit dem Bildträger / im Dunkelraum innerhalb der Reproduktionskamera verbindet
Das Lichtabdichtungssystem besteht aus Balgen 61,
62 und 63 im rahmenartigen Wandelement 64 und der Gehäusewand 65. Das rahmenartige Wandelement 64
sitzt auf die gezeigte Weise vor einer öffnung, die in der Gehäusewand 65 für den Durchtritt des Bildträgers /
(F i g. 2) geschaffen ist Das rahmenartige Wandelement
64 ist elastisch an der Gehäusewand 65 abgestützt Unter Wirkung dieser Abstützung wird der Balg 62
zusammengedrückt, der das rahmenartige Wandelement an seinem Umfang mit dem Umfang der
Gehäusewandöffnung verbindet. Der Balg 61 ist zwischen Objektivträger und der Zentralöffnung des
rahmenartigen Wandelements, der Balg 63 zwischen dem Umfang dieser Zentralöffnung und dem Bildträger
/eingesetzt.
Der Bildträger / ist an Parallelführungen 66 translatorisch verschieblich, die aus parallel zur
Halbachse OX' angeordneten Schienen und Rollen besteht, die auf diesen Schienen laufen und an einem den
Bildträger / aufnehmenden Kasten vorgesehen sind. Der Modellträger M ist auf gleiche Weise mit einer
Parallelführung 67 versehen, die aus parallel zur Halbachse OX vor der Gehäusewand 65 befestigten
Schienen und auf diesen laufenden Rollen besteht. Die Schienen der Parallelführung 67 sind in einem Abstand
voneinander vorgesehen, der die Breite des zusätzlichen Balges 62 übersteigt.
Fig. 1 zeigt die Reproduktionskamera in einer Stellung für fotografische Vergrößerung. Der Bildträger
/ ist längs seiner Parallelführung 66 bis weit hinter die Gehäusewand 65 zurückgefahren. Das rahmenartige
Wandelement 64 ist unter Federwirkung unter Komprimieren des zusätzlichen Balges 62 an die Gehäusewand
65 angelegt; dadurch kann der Modellträger M durch eine selbsttätige mit der Bewegung des Bildträgers /
gekoppelte Maßstabverstellsteuerung nach oben an den Objektivträger herangeführt werden. Er wird bei dieser
Bewegung vom eingezogenen rahmenartigen Wandelement 64 nicht behindert, wie der Figur klar entnommen
werden kann.
F i g. 2 zeigt die Reproduktionskamera in ihrer Stellung für extreme Verkleinerung. Der Modellträger
M ist längs seiner Parallelführung 67 vor der Gehäusewand 65 nach unten weggefahren. Der
gekoppelt mit dieser Bewegung nach vorne verfahrbare Bildträger / nimmt bei seinem Durchtritt durch die
Gehäusewand 65 das rahmenartige Wandelement 64 unter Ausziehung des zusätzlichen Balge:
Federwirkung mit und komprimiert gleic Balgen 61 und 63. Der zusätzliche Balg 62 soi
seitliche Lichtabdichtung. Dieser Ausfahrbe Lichtabdichtungssystems steht der Mode
dabei nicht im Wege.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Zweiraumreproduktionskamera mit veränderlichem Reproduktionsmaßstab, selbsttätiger Scharfeinstellung und geknickter optischer Achse (XOX'),
mit einem gehäusefesten Objektiv (10) und einem Umkehrspiegel (11), mit einem Modellträger (M)
und einem Bildträger (I), die in zwei zueinander senkrechten Richtungen translatorisch verschieblich
auf zwei Seiten einer Gehäusewand (65) angeordnet sind, von der ein Teil für das Heranfahren des
Bildträgers ausfahrbar und für das Heranfahren des Modellträgers einziehbar ist, sowie mit einem
zwischen Hell- und Dunkelraum bzw. zwischen Modeüträgcr und Bildträger angeordneten, die
Gehäusewand einbeziehenden und mit dem Objektivträger verbindenden Lichtabdichtungssystem,
dadurch gekennzeichnet, daß das Lichtabdichtungssystem in der Gehäusewand (65) zwischen
Objektiv (10) und Bildträger (I) ein rahmenartiges
Wandelement (64) aufweist, das koaxial zur optischen Achse zwischen Objektiv und Bildträger, vom
Bildträger (I) mitführbar, verschieblich angeordnet ist, und über einen zusätzlichen Balg (62) mit der
Gehäusewand (65) lichtabdichtend verbunden ist
2. Reproduktionskamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das rahmenartige Wandelement (64) vom Bildträger (I) bei seiner Bewegung
in Richtung auf das Objektiv (10) mitführbar ist
3. Reproduktionskamera nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das rahmenartige
Wandelement (64) an der Gehäusewand (65) federnd abgestützt ist
4. Reproduktionskamera nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Lichtabdichtungssystem zwischen Hell- und Dunkelraum neben dem rahmenartigen Wandelement (64)
aus insgesamt drei zwischen Objektivträger und Bildträger (I) angeordneten Balgen (61 bis 63)
besteht.
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