DE1967014B2 - Vorrichtung für Kopierzwecke mit automatischer Scharfeinstellung bei Veränderung des Reproduktionsmaßstabes - Google Patents
Vorrichtung für Kopierzwecke mit automatischer Scharfeinstellung bei Veränderung des ReproduktionsmaßstabesInfo
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Description
Fotografische Reproduktionsgeräte für Kopierzwekke sind häufig mit einer Einrichtung zur Veränderung
des Reproduktionsmaßstabes versehen. Zur Bedienungsvereinfachung werden solche Geräte mit automatischer
Scharfeinstellung ausgerüstet Diese bewirkt, daß bei Maßstabverstellung die eingestellte Bildschärfe
der Abbildung über das oder die Objektive des Gerätes aufrecht bleibt
Hierfür wird üblicherweise der Vorlagehalter oder Modellträger mit dem die Bildbühne darstellenden
Bildiräger durch einen starren Schwenkhebel verbunden, der im Gerät um einen festen Anlenkpunkt
schwenkbar und fest über eine Gleitlagerung mit Modellträger und Bildträger verbunden ist Die
Geometrie dieser Mechanik wird in Abhängigkeit von den Brennweiten der verwendeten Objektive und in
Abhängigkeit vom gewünschten Maßstabsbereich für die Maßstabverstellung festgelegt
Eine bekannte Mechanik dieser Art besteht aus dem sogenannten »Carpentier-Winkel«, der den beweglichen
Modellträger mit dem beweglichen Bildträger verbindet, während das Objektiv im Gehäuse ortsfest
angeordnet ist. Durch Verschwenken des den Carpentier-Winkel bildenden Hebels wird die Maßstabverstellsteuerung
erzielt Je nach der Angriffsrichtung der Hebelarme an den beweglichen Trägern sind aber unter
Umständen erhebliche Kräfte für die Betätigung einer solchen Maßstabverstellsteuerung erforderlich. Überdies
ist du-ch die Art der Mechanik der konstruktiv zur Verfügung stehende Maßstabverstellbereich beschränkt.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, die bekannte Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 mit
einer Maßstabverstellsteuerung zu versehen, die den zur Verfügung stehenden Maßstabverstellbereich erheblich
ausweitet, an ein- und demselben Gerät Vergrößerungen und Verkleinerungen zuläßt und überdies im
gesamten ausgeweiteten Maßstabverstellbereich einfach und leicht zu betätigen ist Die Lösung dieser
Aufgabe ergibt sich aus dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1. Zweckmäßige Ausgestaltungen sind in den
Unteransprüchen angegeben.
Man erkennt, daß hier zusätzlich zum Schwenkhebel eine Transmission vorgesehen ist. Diese besteht
vorzugsweise aus einer Kette. Mit dieser Transmission wird jeweils nur einer der beweglichen Träger verlagert.
Der andere der beiden beweglichen Träger wird bei der Bewegung des von der Transmission verlagerten
Trägers über den Schwenkhebel nachgeführt. Die Maßstabverstellversteuerung muß also nicht mehr am
Schwenkhebel selbst angreifen und durch dessen Bewegung gleichzeitig beide Träger verlagern. Die
Maßstabverstellsteuerung greift vielmehr über die leicht zu betätigende Transmission unmittelbar an einem der
beiden Träger an. Nur der andere wird dann vom Schwenkhebel in die für die Scharfeinstellung richtige
Lage gebracht. Die aufzubringenden Kräfte sind dadurch vermindert. Die mechanische Betätigung ist
einfacher und leichter zu bedienen. Auch hierbei könnte es aber noch zu mechanischen Problemen kommen,
wenn der Schwenkhebel eine ungünstige Stellung zu dem zu verstellenden Träger hat. Es wird deshalb so
vorgegangen, daß die Transmission wahlweise den einen oder den anderen der beiden Träger betätigt.
Hierfür wird selbsttätig jeweils derjenige ausgewählt, der günstigere mechanische Bedingungen erbringt.
Deshalb werden zwischen den Trägern und der Transmission kuppelnde Verbindungselemente angeordnet,
die selbsttätig mit der Transmission kuppelbar bzw, von dieser abkuppelbar sind. Die Kupplung kann
innerhalb der Maßstabverstellsteuerung auch zwischen
dem Betätiger der Ma3stabverstellsteuerung einerseits und den Verbindungselementen andererseits erfolgen.
Wesentlich ist, daß auf diese Weise über die leicht zu
betätigende Transmission durch die selbsttätige Kupplung
jeweils für optimale mechanische Verhältnisse gesorgt wird. Das ist nunmehr in einem sehr großen
Verstellbereich der beiden beweglichen Träger möglich. Die Verstellung über eine Transmission, vorzugsweise
über auf KeUenrädern laufende Ketten, stellt überdies
die leichte Betätigung und Bedienbarkeit sicher.
Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der folgenden Beschreibung der Erfindung anhand der Zeichnung, auf
die bezüglich aller nicht näher erläuterten Einzelheiten ausdrücklich verwiesen wird. Es zeigt
F i g. 1 schematisch einen Carpentier-Winkel im Fall
einer gradlinigen optischen Achse,
F i g. 2 eine F i g. 1 ähnliche Ansicht für eine geknickte optische Achse mit einem starren Schwenkhebel,
F i g. 3 eine schematische Ansicht einer Ausführungsform,
F i g, 4 und 5 eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit
mehreren Objektiven und mit mehreren verschiedenen Objektiven entsprechenden Anlenkpunkten des
Schwenkhebels,
Fi g. 6 perspektivisch eine Ansicht einer die Vorrichtungen
der F i g. 3, 4 und 5 in sich vereinigenden Vorrichtung,
F i g. 7 und 8 zwei Ausführungsformen der Betätigung über ein Stellrad und
F i g. 9 eine weitere Ausführungsform.
Fig. 1 zeigt einen Carpentier-Winkelhebel Efür eine
geradlinige optische Achse. Man erkennt die Modellebene Mund die Bildebene /. Der Winkelhebel Ewird zu
einem geradlinigen starren Schwenkhebel L (Fig.2),
wenn die Ebenen M und / zueinander senkrecht angeordnet sind.
Die optischen Bedingungen sind befriedigt, wenn die Brennweite f des verwendeten Objektivs eine Konstruktion
festlegt, deren Hebel die geradlinige oder die geknickte optische Achse so schneiden, daß das Produkt
der in den Figuren angegebenen Strecken d und d' gleich dem Quadrat der Brennweite ist (d χ d' = f2).
Fig. 3 zeigt als Beispiel einen einfachen Antriebsmechanismus
für den Modellträger 12 und den Bildträger 13 einer vertikal angeordneten Vorrichtung für das
Herstellen fotografischer Reproduktionen mit einem einzigen Objektiv 10 und einem Spiegel 11. Die
Einstellung ist automatisch durch einen starren Schwenkhebel L von der auf Fig. 2 gezeigten Bauart
sichergestellt.
Das auf Fig.3 gezeigte Gerät weist einen beweglichen
Modellträger 12 und einen beweglichen Bildträger 13 auf, die durch Schwenkhebel L miteinander
verbunden sind. Dieser sorgt unabhängig vom Reproduktionsmaßstab selbsttätig für die Scharfeinstellung.
Überdies ist eine von Hand betätigbare Maßstabverstellung mit Stellhebel 23 vorgesehen.
Die Maßstabverstellung besteht aus einer Transmission 19, die sowohl längs der Bahn des Modellträgers 12,
als auch längs der Bahn des Bildträgers 13 geführt ist. An die Transmission 19 ist der Modellträger 12 über ein
erstes kuppelndes Verbindungselement 24 und der Bildträger 13 über ein zweites kuppelndes Verbindungselement
25 angeschlossen. Der Stellhebel 23 dient der Verschiebung der Transmission 19 entlang ihrer
Führungsbahnen. Mit den als Klinken ausgebildeten Verbindungselementen 24.2S kuppelbare Zapfen 26 und
27 sind an der Transmission 19 vorgesehen und den Verbindungselementen 24 und 25 derart zugeordnet,
daß bei Betätigung des Stellhebels 23 in der einen oder anderen Richtung des Doppelpfeils derjenige der
beiden Träger 12,13 über die an ihm angelenkte Klinke und dem zugehörigen Zapfen von der Transmission 19
mitgenommen wird, der mechanisch in Hinblick auf die Lage des Schwenkhebels 11 günstiger liegt Der nicht
von der Transmission 19 mitgenommene andere Träger wird von dem von der Transmission 19 mitgenommenen
Träger über den Schwenkhebel L zwangsläufig unter Beibehaltung der Scharfeinstellung mitgeführt
Die Vorrichtung soll nun ins Einzelne gehend beschrieben werden. Die zur Aufnahme der Vorlage
dienende Modellebene M des Modellträgers 12 und die zur Aufnahme der lichtempfindlichen Schicht dienende
Bildebene / des Bildträgers 13 sind senkrecht zu einer geknickten optischen Achse XOX' angeordnet, deren
beiden Halbachsen OX und OX' sich in einem Punkt O
treffen, der auf dem Spiegel 11 liegt Dieser ist seinerseits in der Nähe des Objektivs 10 angeordnet.
Die Ebenen Mund /sind, wie der F i g. 3 im Einzelnen zu entnehmen, jeweils durch die als Schlitten ausgebildeten
Träger 12, 13 getragen. Diese Schlitten sind derart montiert, daß sie längs von Gleitbahnen 14, 15 gleiten,
die parallel zur Halbachse OXbzw. OX'der geknickten
optischen Achse XOX' liegt. Der starre Schwenkhebel
11 ist um einen festen Anlenkpunkt 16 schwenkbar, der
auf der Winkelhalbierenden B des von der optischen
^o Achse XOX' gebildeten Winkels an einer Stelle liegt,
durch die die oben anhand von F i g. 2 erläuterten Bedingungen für die Lage der Ebenen M und / in
Abhängigkeit vom jeweils verwendeten Objektiv 10 erfüllt sind.
Der Schwenkhebel 11 verbindet die Ebenen Mund /
untereinander, und zwar mit Hilfe von Gleitzapfen 17 und 18, die von den als Schlitten ausgebildeten Trägern
12 bzw. 13 gehalten sind.
Die Transmission 19 besteht beispielsweise aus einer
ίο Kette, die über Kettenräder 20, 21 und 22 läuft. Der
Stellhebel 23 dient dazu, das Kettenrad 20 um seine Achse zu drehen, um die Kette so in für den
gewünschten Maßstab richtige Stelle zu ziehen. Die Transmission ist alternativ entweder mit dem einen oder
4> mit dem anderen der beiden Träger 12, 13 verbunden
und demnach mit dem Schwenkhebel L auf der einen bzw. der anderen Seite von dessen Anlenkpunkt 16. Die
Verbindung des jeweiligen der Träger 12 bzw. 13 mit der Transmission 19 geschieht, wie gezeigt, durch die als
Klinken ausgeführten Verbindungselemente 24 und 25, die an den Trägern 12 und 13 angelenkt sind, und durch
mit den Klinken kuppelbare Zapfen, die fest mit der als Transmission 19 dienenden Kette verbunden und von
dieser getragen sind.
Die wahlweise Kupplung der als Klinken ausgebildeten Verbindungselemente 24, 25 mit den von der
Transmission getragenen Zapfen 26, 27 wird durch Rampen 28, 29 gesteuert. Beim Vorbeilaufen an diesen
Rampen 28, 29 wird deren Oberfläche durch eine an einem Arm der Klinke ausgebildete Rolle abgetastet.
Hierdurch wird jeweils die Klinke mit dem ihr zugeordneten Zapfen gekuppelt. Die Lage der Rampen
erfolgt derart, daß jeweils beim Auflaufen der Rolle an einer Klinke auf die Rampe gerade die Rolle der
b5 anderen Klinke von der ihr zugeordneten Rampe
abfällt. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß jeweils nur einer der Träger 12, 13 über sein Verbindungselement
24. 25 an die Transmission 19 angekuppelt ist.
Außerhalb des Rampenbereichs werden die Klinken jeweils durch Schwerkraft (Fig.3) oder durch eine
Feder außer Eingriff mit dem zugehörigen Zapfen an der Transmission 19 gehalten.
Unter diesen Bedingungen spielt sich die abwechselnde Bewegung der Ebenen / und M bzw. der Träger 12
und 13, die für das Festlegen des Reproduktionsmaßstabes durch den allgemeinen Aufbau des Gerätes
festgelegt ist, unter besten mechanischen Bedingungen ab, ohne daß den Verschiebungen der Teile relativ zum
Objektiv 10 und damit den Maßstabsveränderungen Beschränkungen auferlegt sind.
Nimmt die Vorrichtung beispielsweise die in F i g. 3 gezeigte Stellung ein, in der der Schwenkhebel L gegen
die Horizontale um einen Winke! geneigt ist, der 45°
übersteigt, so wird bei Beteiligung der als Transmission 19 dienenden Kette zum Vergrößern des Maßstabs,
beispielsweise im Sinne des in Uhrzeigerrichtung weisenden Pfeiles von Fig.3, deren Zapfen 26 mit der
als Verbindungselement 24 wirkenden Klinke in Eingriff gebracht, während der Zapfen 27 außer Eingriff vom
klinkenförmigen Verbindungselement 25 ist. Unter diesen Umständen wird der in Anlenkpunkt 16 drehbar
gehalterte Schwenkhebel L von der Bewegung des Gleitzapfens 17 an seinem einen Ende mitgenommen
und führt seinerseits den Bildträger 13 an seinem anderen Ende über den Gleitzapfen 18 mit.
Man stellt fest, daß der spitze Winkel zwischen Schwenkhebel L und Kette beim Gleitzapfen 17 zu
diesem Zeitpunkt kleiner ist als 45°, während der Winkel beim Gieitzapfen 18 45° übersteigt.
Für die gute Funktion spielt es eine geringe Rolle, wenn der Winkel beim Gleitzapfen 17 sehr spitz ist.
Andererseits ist es wichtig, daß der Winkel am Gleitzapfen 18 groß ist und 45° möglichst übersteigt,
wie das bei F i g. 3 der Fall ist.
Diese Verhältnisse bleiben aufrecht, bis bei der Mittellage des Schwenkhebels L von 45° die Verriegelungs-
und Entriegelungsverhältnisse zwischen den Teilen 26,24 und 27,25 umgekehrt werden. Ist dann der
Schwenkhebel L gegen die Horizontale um einen 45° unterschreitenden Winkel geneigt, so werden die
treibenden und mitgeführten Teile ausgetauscht und man erhält am Gleitzapfen 17 die gleichen gutem
Mitnahmebedingungen bzw. Nachführeigenschaften, die man am Gieitzapfen 18 während des ersten Teils der
Bewegung hatte.
Im Rahmen dieses Grundgedankens ist es auch möglich, Reproduktionsgeräte mit mechanischer automatischer
Scharfeinstellung herzustellen, die die gleichen Vorrichtungen für mehrere Objektive verschiedener
Brennweite verwenden.
F i g. 4 zeigt ein zur F i g. 2 ähnliches Schema, bei dem
nun mehrere Anlenkpunkte 16], I62, I63... für den
Schwenkhebel L vorgesehen sind, deren orthogonale Abstände von der geknickten optischen Achse den
Brennweiten verschiedener Objektive entsprechen.
Die Anlenkpunkte 16t, I62, I63... haben von der
optischen Achse Abstände /|, /2, /j... und legen
Stellungen der Bild- und der Modellebene (Tj und M\, h
und Mi, h und M3...) relativ zum Objektiv fest, die die
optische Gleichung unter der. gleichen Bedingungen befriedigen, wie in der schematischen Darstellung von
Fig. 2.
Bei einem derartigen Gerät mit mehreren Brennweiten ist also zusätzlich zu den Fig.3 entnehmenden
Einzelheiten eine Möglichkeit erforderlich, den Anlenkpunkt 16, um den der Schwenkhebel L dreht, in eine
Richtung zu verstellen, die mit der Winkelhalbierenden B des Winkels XOX' zusammenfällt, der von der
geknickten optischen Achse gebildet wird.
Eine einfache mechanische Ausführungsform dafür weist eine Gleitführung 30 auf für die Verschiebung des
Anlenkpunktes 16. Dabei sind für einen beweglichen Anlenkzapfenträger vorbestimmte Raststellungen bei
den Anlenkpunkten I61, !62,163... vorgesehen (F i g. 5).
Diese Vorrichtung wird durch entsprechende Anordnung der Rampen 28], 282,283... und 29], 292,29»... und
der Gleitzapfen 17i, 172, 173... und 18,, I82, I83... an
den beweglichen Trägern ergänzt.
F i g. 6 zeigt eine Vorrichtung, bei der Einzelheiten der F i g. 2 und der F i g. 4 miteinander kombiniert sind.
Ein Gehäuse weist eine vertikale Seitenwand 32 und
eine vertikale Vorderwand 33 auf, die aufeinander senkrecht stehen. Das Gehäuse ruht auf dem Boden
über einem Sockel 34. Die Seitenwand 32 umfaßt einen automatischen Verbindungsmechanismus mit dem
Schwenkhebel L, der um einen der Anlenkpunkte 16], I62, I63 schwenkbar ist, die den Brennweiten von
Objektiven 10t, IO2, IO3 entsprechen. Diese Objektive
können nach Belieben in wirksame Stellung gebracht werden. Sie sind auf der Vorderwand 33 in der Nähe
j eines Prismas oder eines Spiegels 11 angeordnet.
Punkte 35 und 36, über die der Schwenkhebel L mit
der Modellebene M und der Bildebene / verbunden ist,
sind auf zwei Endlosketten 37 und 38 angeordnet. Betätigungsritzel 39 und 40 (vgl. Fig.7 und 8) der
JO beiden Kreise sitzen auf einer gemeinsamen Achse 41.
Ein Stellrad 42 erlaubt ein gleichzeitiges Verschieben von Modellebene Mund Bildebene /bzw. ihren Trägern
über eine Mechanik 43, die die Träger in gleichem Sinn mit ungleicher Geschwindigkeit mitführt, und zwar in
i> Abhängigkeit von den Winkelstellungen des Schwenkhebels
L unter Aufrechterhaltung der automatischen Scharfeinstellung.
Fig.7 zeigt ein Beispiel einer Mitnahme-Mechanik 43 mehr im Einzelnen. Die Achse 41 ist fest mit dem
4I» Stellrad 42 verbunden. Sie dreht sich in Lagern 44 und 45
des festen Gehäuses. Die Betätigungsriizel 39 und 40 sind lose auf der Achse 41 aufgesetzt. Das Betätigungsritzel 39 wirkt in Axialanschlag mit dem Lager 44
zusammen. Das Betätigungsritzel 40 ist der axial
Ji wirkenden elastischen Kraft einer tarierten Feder 46
unterworfen, die es gegen das am Lager 44 abgestützte
Betätigungsritzel 39 drückt.
Zwischen den Betätigungsritzeln 39 und 40 ist ein Ring 47 angeordnet, der translatorisch frei verschieb-
v< lieh, jedoch mit der Achse 41 drehschlüssig verbunden
ist. Aus Material, das einen hohen Reibungskoeffizienten aufweist, sind Reibscheiben 48 und 49 hergestellt, die
zwischen das Betätigungsritzel 39 bzw. das Betätigungsritzel 40 und den Ring 47 eingelegt sind.
Dreht man das Stellrad 42 zum Verändern des Maßstabs, so werden die Betätigungsritzel 39 und 40
durch die Reibscheiben 48 und 49 mitgenommen, deren Wirksamkeit durch den Druck gesteuert Ist, der auf ihre
Endflächen durch die elastische Einwirkung der Feder
M) 46 ausgeübt wird.
Unter diesen Bedingungen und unter der Wirkung des Schwenkhebels L können das Betätigungsritzel 39 und
das Betätigungsritzel 40 in gleichem Sinn und mit verschiedenen Winkelgeschwindigkeiten drehen, wobei
je nach der Neigung des Schwenkhebels L die Bewegung des einen oder des anderen Obergewicht hat
Die Mitnahme erfolgt dabei von einem der Endanschläge der Bahn bis zum anderen unter besten Bedingungen
für den mechanischen Wirkungsgrad.
Hat das Stellrad 42 eine Stellung erreicht, in der sich der gewünschte Maßstab ergibt, so wird das ganze
vorteilhafterweise verriegelt. Diese Verriegelung wird beispielsweise mit Hilfe eines Sperrhebels 50 erzielt, der
sich auf einem Gewinde 51 der Achse 41 verschraubt und so auf diese eine Zugkraft auszuüben erlaubt, die
eine Verriegelung ergibt.
Die Reibscheiben 48 und 49 können durch verzahnte Köpfe oder elektromagnetische Kupplungen ersetzt
werden. Auch die Verwendung hydraulischer Kupplungen usw. ist möglich. Es ist lediglich erforderlich, daß
ihre Wirksamkeit durch die Stellung des Schwenkhebels L derart steuerbar ist, daß sich die Rollen der
Betätigungsritzel 39 und 40 beim Durchlauf durch die dem Maßstab 1 :1 entsprechende Stellung vertauschen.
F i g. 8 zeigt eine solche elektrische, hydraulische oder andere Steuervorrichtung beispielsweise. Man erkennt
auf dieser Figur wieder die Betätigungsritzel 39 und 40 und das Stellrad 42.
Den Betätigungsritzeln 39 und 40 sind Kupplungen 52 bzw. 53 zugeordnet, die sie mit dem Stellrad 42 fest
verbinden oder diese Verbindung lösen können.
Die Kupplungen 52 und 53 haben ihrerseits Steuerungen 54 bzw. 55, die von einem Organ 56
gesteuert werden, dessen Tätigkeit von der Stellung des Schwenkhebels L abhängt: Liegt der Schwenkhebel L
auf einer Seite der dem Maßstab 1 :1 entsprechenden Stellung, so ist die Kupplung 52 in Eingriff und die
Kupplung 53 außer Eingriff und umgekehrt.
F i fe. 9 zeigt die Verwendung mehrere Objektive 10i,
IO2..., die hier durch einen drehbaren Objektivrevolver
68 in Form einer Platte erleichtert ist. Die Objektive sind nämlich dabei durch einfaches Drehen der Reihe
nach in Betriebsstellung bringbar. Jedes Objektiv besitzt die gleiche veränderliche Nodaldistanz, die etwa Vioo
der Brennweite ist.
Bei einer Vorrichtung mit automatischer Scharfeinstellung ist es erforderlich, eine solche Veränderung
aufgrund der Nodaldistanz in Rechnung zu stellen. Um die erforderliche Korrektur automatisch zu erhalten, ist
bei der Vorrichtung von Fig.9 eine Versetzung der Stellung des Spiegels 11 vorgesehen, die zu einer
leichten Dezentierung der optischen Achse führt, die ohne praktischen Nachteil ist.
Fig. 9 zeigt die Montage der Objektive 10i, IO2...,
die in den Objektivrevolver 68 eingeschraubt sind, der sich um eine Achse 69 dreht, auf der der Spiegel 11
verschieblich angeordnet ist. Auf der Seite des
Objektivs sind Vorsprünge 70,71 vorgesehen, deren
Höhe auf die Nodaldistanz abgestimmt sind. Der Spiegel 11 wird von einer Feder 72 in Richtung auf den
Objektivrevolver beaufschlagt und liegt unter ihrer Wirkung über eine Rolle 73 an dem Vorsprung 70, 71
des jeweils gewählten Objektivs an. Die Drehung des Objektivrsvolvers 68 bewirkt so automatisch die
erforderliche Korrektur durch Vorschieben des Spiegels 11, wie in der Figur strichliert bzw. strichpunktiert
angedeutet.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Vorrichtung für Kopierzwecke mit automatischer Scharfeinstellung bei Veränderung des Reproduktionsmaßstabes,
mit einem beweglichen Modellträger, einem beweglichen Bildträger, und einem beide verbindenden starren Schwenkhebel zur
Maßstabverstellung über eine Maßstabverstellsteuerung, dadurch gekennzeichnet, daß die
Maßstabverstellsteuerung zusätzlich zu dem starren Schwenkhebel (L) eine Transmission (19) aufweist,
die sowohl längs der Bahn des Modellträgers (12) als auch längs der Bahn des Bildträgers (13) geführt ist,
daß ein die Transmission (19) mit dem Modellträger (12) kuppelndes erstes Verbindungselement (24) und
ein die Transmission (19) mit dem Bildträger (13) kuppelndes zweites Verbindungselement (25) vorgesehen
sind, daß je nach dem über die Transmission einzustellenden Maßstab selbsttätig der Träger (z. B.
12) eines der beiden Verbindungselemente (24, 25) an die Maßstabverstellsteuerung angekuppelt, der
Träger (z. B. 13) des anderen von der Maßstabverstellsteuerung abgekuppelt ist, und daß der jeweils
abgekuppelte Träger bei Betätigung der Transmission (19) durch einen Betätiger der Maßstabverstell-Steuerung
(19, 23, 24, 25, L) vom an diese angekuppelten Träger über den Schwenkhebel (L)
mitgeführt ist
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Transmission (19) aus einer Kette
besteht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätiger der Transmission ein mit
der Kette gekuppelter Stellhebel (23) ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch 1^
gekennzeichnet, daß die beiden Verbindungselemente (24, 25) an den schlittenartigen Trägern (12, 13)
angelenkte Klinken sind, die mit von der Kette mitgeführten Zapfen (26,27) kuppelbar sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekenn- Ao
zeichnet, daß den Klinken jeweils eine längs eines Abschnittes der Führungsbahn der Träger (12, 13)
angeordnete, den Kupplungseingriff der Klinke mit dem Zapfen (26 bzw. 27) erzwingende Rampe (28,
29) zugeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch :, dadurch gekennzeichnet,
daß die Transmission (19) aus zwei über einen gemeinsamen Betätiger zur Maßstabverstellung
betätigbaren Endlosketten (37,38) besteht.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekenn- Γ)0
zeichnet, daß die beiden Verbindungselemente als Betätigungsritzel (39,40) ausgebildet sind, von denen
ständig das eine mit der einen Endloskette (38) gekuppelt ist, die jedoch vom Betätiger der
Transmission wahlweise abkuppelbar sind. Λ
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätiger der Transmission
als Stellrad (42) ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Objektive b0
(10i, 1O2...) vorgesehen sind und der die beiden
Träger (12, 13) verbindende Schwenkhebel (L) entsprechend mehrere Anlenkpunkte (16ι, Ι62...)
aufweist.
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