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Zweiraumreproduktionskamgra
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Die Erfindung betrifft eine Zweiraumreproduktionskar.erc gemäß Oberbegriff
des Hauptanspruches.
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Zweiraumreporduktionskameras der genannten Art sind bspwe nach der
DE-PS 1 131 084 bekannt. Es handelt sich dabei grundsatzlich um Reproduktionskameras,
bei denen die optische Achse mittels eines der Optik vorgeschalteten Spiegels rechtwinklig
geknickt und wobei die Kamera in der Trennwand zwischen einem Heliraum (vorlageseitig)
und einem Dunkelraum (aufnahmeseitig) installiert ist.
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Um mit solchen Zweiraunreproduktionskameras extreme Verkleinerungen
und Vergrößerungen vornehmen zu können, ist es notwendig, den Vorlagenhalter oder
den Kamerakasten möglichst dicht an das Objektiv heranfahren zu können, wobei aber
selbstverständlich die Lichtabdichtung zwischen Hell- und Dunkelraum auErechterhalten
werden muß. Problematisch ist hierbei, daß sich die Verstellwege von Vorlagenhalter
und Kamerakasten, in dem sich die AuEnahmeebene befindet;, im optiknahenExtremaleinstellbereich
überschneiden, was es nicht möglich macht, das Gestell mit seiner Lichtabdichtung
so weit vorzuziehen und starr auszbildc'n, daß der Kamerakasten in die zu fördernde
optimale @@@@@@.
stellung eingestellt werden kann, da eine solche
starre und entsprechend vorgezogene Lichtabdichtung einer optimalen Extremaleinstellung
des Vorlagenhalters im Wege stünde. Die eingangs erwähnte DE-PS 1 131 084 bietet
hierfür zwar eine Lösung au, die aber nicht als optimal bezeichnet werden kann,
da hier mit gelenkig verbundenen Klappen gearbeitet wird, die seitlich durch nachgiebiges,
lichtdichtes Material, wie Leder, Balgenstoff od.dgl. ergänzt sind. Sofern hier
nicht unständlich mit einer manuellen Betätigung der Klappen gearbeitet wird, die
auch vorgesehen ist, ist es notwendig, die Verstellung der Lichtabdichtungsklappen
mit einem Verstelltrieb der Träger (Vorlagenhalter oder Kamerakasten) zu koppeln.
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Ein anderer und späterer Lösungsvorschlag gemäß DE-AS 1 935 385 knüpft
an diese Lösung an und schlägt als lichtdichtes System einen beweglichen Gestellrahmen
vor, der einerseits durch einen Balgen mit der Kamerastandarte und mit einem weiteren
zusätzlichen Balgen mit dem Gestell verbunden ist, um damit die Durchgriffsöffnung
für den Kamerakasten am Gestell lichtdicht abzudichten. Ein weiterer Balgen ist
dann zwischen dem beweglichen, vom Kamerakasten mitführbaren Rahmen und dem Kameraksten
notwendig.
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Abgesehen vom erSorderlichen Aufwand der Verwendung dreier Balgen
ist hierbei zu berücksichtigen, daß die beiden, den eigentlichen Kamerabalgen bildenden
Balgen selbst in zusammengedrücktem Zustand noch einen beträchtlichen kamin beawlspruchenF
was
natürlich ein extremes Heranfahren des Kamerakastens bzw von dessen Aufnahmeebene
an die Optik behindert, was aber heute in Verbindung mit den verfügbaren kurzbrennweitigen
Objektive erfUllbar sein muß.
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Außerdem muß bei dieser vorbekannten Kamerakonstruktion der ganze
obere und für den eigentlichen Überschneidungsbereich der Stellwege von Vorlagenhalter
und Kamerakasten letztlich uninteressante Bereich der Kamera bzw. des Kameragestelles
mit in Anspruch genonunen werden, so daß eine bspwn wünschenswerte Uberkop£führung
des Kamerakastens nicht mehr ohne weiteres, zumindest nicht ohne nennenswerte Eingriffe
in die Gesamtkonstruktion der Kamera bezüglich der Kamerakastenführung möglich ist.
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Ferner muß der Kamerakasten in Bezug auf die eigentliche AuS-nahmeebene
einen Anschlagvorbau erhalten, um den zusarunengedrückten, vom Rahmen zum Kamerakasten
führenden Balgen aufnehmen zu können. Dieser Raum geht jedenfais fttr eine ex treme
Nahstellung des Kamerakastens v@@loren.
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Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, eine Zueiraumkarnera
zu schaffen, mit der die Nachteile der vorbekannten Kameras vermieden sind, d.h.
e*. soll eine Zweiraumreproduktionskamera der eingangs genannten Art dahingehend
vorbessert werden, daß mit einfachsten Mitteln das Lichtabdichtungssystem
tatsächlich
nur dort vorgesehen wird, wo es effektiv nötig ist, daß man mit nur einem Balgen
auskorrunt, daß jegliche Rahmen - oder ScharnierVerbindungen verlangende Klappenanordnungen
in Wegs all kommen können, daß für den Kamerakasten extreme Naheinstellungen in
Bezug auf das Objektiv möglich sind und daß schließlich das Lichtabdichtungssystem
nur dann in Anspruch genommen wird wenn tatsächlich entweder Kamerakasten oder VorlaSenhalter
in den kritischen Verstellbereich einzugreifen beg-innens Diese Aufgabe ist mit
einer Zweiraumreporduktionskamera der eingangs genannten Art nach der Erfindung
durch das im Kennzeichen des Hauptanspruches Erfaßte gelöst Vorteilhafte Weiterbildungen
ergeben sich nach den Unteransprüchen.
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Wie erkennbar, ist die erfindungsgemäße Lösung an Einfachheit nicht
mehr zu überbieten, da lediglich eine in sich dehnbare Flache aus bevorzugt matt
schwarzem Gummi tuch vorzusehen ist, die etwa im Neutralverlauf zwischen den Extremalstellungen
mehr oder weniger vorge spannt angeordnet ista Eine Verstellung irgendwelcher Zwischenelemente;
wie Rahmen, Klappen oder Zwischenbalgen kommt völlig in Wegfall, da irgendwelche
zusätzlichen Abdichtungsmaßnahmen hinsichtlich Abdichtung von Gelenken od. dgl.
nicht mehr erforderlich sind, und außerdem besteht völlig Konstruk-tionsfreiheit
bezüglich der Kamera kastenführung.
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Der Wegfall zusätzlicher Abdichtungsmaßnaliinen an Klappen, Scharniergelenken.od.dgl,
ist insofern besonders vorteilhaft, weil solche Elemente an ihren Berührungs- bzw.Verbindungs
stellen schwer dauerhaft lichtdicht zu bekommen wären. Wesentlich ist bQ der er£indungsgemaßen
Lösung, daß die dehnbare 3odenflache aufgrund ihrer Anordnung wechselweise vom Kamerakasten
und vom Vorlagenhalter betätigt wird, und zwar vom Kamerakasten im extre«'.e:l Verkleinerungsbereich
und vom Vorlagenhalter bei starken Vergrößerungen. Soweit starre Seitenwände benutzt
werden, hat dies mit der Maßgabe zu erfolgen, daß diese nach unten nur so lang zu
bemessen sind, daß ein Teilbereich der Abdichtungsflanken noch vom elastischen Material
mit erfaßt wird, da dieser Bereich noch etwas mit gedehnt (vom Kamerakasten) bzw.
etwas mit nach innen verformt (vom Vorlagenhalter) wird. Die erfindungsgernäße Lösung
hat außerdem den Vorteil, wesentlich weniger zu kosten als alle bisherigen Abdichtungssysteme.
Ferner ist sie einfacher montierbar und dariit auch leichter auswechselbar Die erfindungsgemäße
Zweiraumreproduktionskamera wird nachfolgend anhand der zeichnerischen Darstellung
von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
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Es zeigen schematisch Fig, 1 eine Seitenansicht der Zweiraumreproduktionskamera;
Fig. 2 in Seitenansicht den Kamerkasten in optiknaher Extremalstellung; Fig. 3 in
Seitenarisicht den Vorlagenhalter in optiknaher Extremalstellui;
Fig.
4 in Draufsicht den Gummischürzenzuschnitt Fig. 5 perspektivisch einen Blick in
die Lichtabdichtung vo;1 Kamerakasten her; Fig. 6 - 8 besondere Ausführungsformen
von Vorlagenhalter und Kamerakasten und Fig. 9 in Draufsicht einen Blick von oben
auf eine oesol der Ausführuiigsform der Lichtabdichtung.
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Wie aus Fig. 1 erkennbar, hat die Zweiraumreproduktionskamera bezüglich
ihres Gestelles 2 die heute übliche T-Form, wobei vorn an der Horizontalführung
2' für den horizontal verstellbaren Kamerakasten 6 stationär die Standarte 1 mit
Objektiv 12 und Umlenkspiegel 13 sitzt. Am vertikalen Gestellteil 2" ist vertikal
verstellbar der Vorlagenhalter 5 angeordnet.
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Der kritische Überschneidungsbereich der Extremalstellungen von Kamerakasten
6 und Vorlagenhalter 5 (natUrlich wechselweise im Sinne der Fig. 2,3) ist strichpunktiert
in Fig. 1 angedeutet und mit 15 bezeichnet.
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Die lic-htdichte Verbindung zwischen Standarte 1 und Kamerakasten
6 erfolgt wie bei: einer normalen Einraumkamera mit einem einzigen, zum Objektiv
hin konvergierenden Balgen 14 bekannter Art.
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Um den Kamerakasten 6 in Extremalstellung gemaß Fig, 2 verstellen
zu können, ist im vertikalen Gestelltei@ 2" eine entsprechend
große
Durchgriffsöf£nung 16 vorgesehen.
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Für die Lichtabdichtung vom Hell- (I) zum Dunkelraum (II) die durch
eine Trennwand 17 getrennt sind, sind die drei Freiflächen zwischen Standarte 1
und vertikalem Gestellteil 2" (eine Abdichtung nach oben erübrigt sich durch die
geschlosselle obere Horizontalführung 2') gemäß Fig, 1 u. 9 mit starren Scitenwänden
3 und einer elastisch dehnbaren Bodenfläche 4 abgedeckt, wobei die Bodenfläche 4
zwischen den unteren Rändern der Seitenwände 3 und den unteren Rändern der Standarte
1 und der Durchgriffsöffnung 16 mehr oder weniger straff membranartig verspannt
angeordnet ist.
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Die Seitenflanken können, aber müssen nicht aus starrem Naterial,
bspw. dünnem Blech gebildet sein, sondern alle drei Freiflächen können auch mit
einem entsprechenden Gummituch zuschnitt 7 gemäß Fig. 4,5 abgedeckt werden, wobei
also der Zuschnitt 7 die Bodenfläche 4 und die Seitenwände 3' mit umfaßt die na-türlich
auch als Einzelteile in entsprechender Form zusammengeklebt bzw. zusammenvulkanisiert
sein können.
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Vorteilhaft werden dabei entweder die BodenEläche 4 (im Falle der
Fig. 1,9) oder der4;ganze Zuschnitt im Sinne der h'igO 5 mit Anschlußrahmen 8 versehen,
die den Einbau bzw Cir;ie Auswechselung erleichtern.
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Da Vorlagenhalter 5 bzw. Kamerakasten 6 jeweils von der einen oder
anderen Seite zur Erreichung der Extremalstellungen auf die elastische Bodenfläche
4 mit ihren Rändern 9 auflaufen, sind die Ränder dieser Kamerateile vorteilhaft
mit Auflauferleichterungselementen, wie Anschrägungen lo oder im Querschnitt runden
und ggf. drehbar gelagerten Auf laufstäben 11 versehen. Außerdem kann zumindest
die BodenfLäche 4 mit einer verstrkten Textilstruktur (eingebaut oder beidflächig
außen angeordnet) versehen werden.
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Nur ein relativ kleiner unterer Bereich der Seitenflanken der Abdichtung
nimmt, wie ohne weiteres vorstellbar, an einer Verformung teil, die vorteilhaft
ohne alle Faltvorgänge der Lichtabdichtung im herkömmlichen Sinne auskommt, wobei
die Abdichtung insgesamt absolut dicht zwischen Standarte 1, Horizontalführung 2'
und vertikalem Gestell" angeordnet ist.