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DE1920169A1 - Cellulose-Formkoerper mit verbesserten flammverzoegernden Eigenschaften - Google Patents

Cellulose-Formkoerper mit verbesserten flammverzoegernden Eigenschaften

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Publication number
DE1920169A1
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DE
Germany
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cellulose
solution
vinyl chloride
mixture
molded body
Prior art date
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Pending
Application number
DE19691920169
Other languages
English (en)
Inventor
Mcclure Robert Leslie
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Beaunit Corp
Original Assignee
Beaunit Corp
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Publication date
Application filed by Beaunit Corp filed Critical Beaunit Corp
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Pending legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F2/00Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
    • D01F2/06Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from viscose
    • D01F2/08Composition of the spinning solution or the bath
    • D01F2/10Addition to the spinning solution or spinning bath of substances which exert their effect equally well in either

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)

Description

BBAÜNIT CORPORATION, New York, N.Y. / V.St.A.
Cellulose-Formkörper mit verbesserten flammverzögernden
Eigenschaften
Die Erfindung betrifft einen Cellulose-Formkörper mit verbesserten flammverzögernden Eigenschaften, welcher durch Ausfällung einer Cellulose-Spinnlösung gebildet wird.
Cellulosemassen, Insbesondere solche, die Fasern bilden können, weisen eine Anzahl von Eigenschaften auf, die sie für eine Vielzahl von textiltechnischen und anderen Verwendungszwecken geeignet machen. Für manche Anwendungsgebiete 1st es jedoch notwendig, sie so zu modifizieren bzw. zu behandeln, daß sie mit flammverzögernden Eigenschaften ausgestattet werden. Die herkömmlichen Verfahren, Formkörpern, wie Fasern oder Fäden aus Cellulose oder Cellulosederivaten flammverzögernde Eigenschaften zu verlelen, sehen ein Imprägnieren oder Beschichten der Cellulose enthaltenden Folien, Fäden oder Fasern bzw. der daraus gebildeten Stoffe mit einer geeigneten flammverzögernden Masse und anschließendes Trocknen oder Aushärten vor. Diese flammverzögernden Behandlungen verändern aber die physl-
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. kaiischen Eigenschaften, z.B. die Griffigkeit der behandelten Materialien. Außerdem werden diese Appreturen im allgemeinen durch Waschen, Trockenreinigen oder Einweichen in Wasser leicht entfernt, so daß sie bereits nach kurzen Zeiträumen des normalen Gebrauchs unwirksam werden· Aus diesen Gründen haben solche behandelten Fasern, Fäden und Stoffe in der Textilindustrie nur eine begrenzte Anwendung gefunden.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Mängel und Unzulänglichkeiten der bisherigen Verfahren zu beseitigen. Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch einen Cellulose-Formkörper gelöst, der dadurch gekennzeichnet ist, daß er eine zur Flammverzögerung ausreichende Menge eines Gemisches aus einem Vlnylchlorid-Polymeren und einem Antimonoxyd enthält.
Die Erfindung sieht auch Cellulose-Splnnlösungen vor, dl© aus einer herkömmlichen Cellulose-Spinnlösung oder einem Lack, z.B. aus einer Kupferoxyd-Cellulose-Spinnlösung oder einem -Lack, Viskose-Spinnlösung oder einem -Lack, oder Celluloseester-Splnnlösung oder einem -Lack besteht und die ein Gemisch aus einem Viny!chlorid-Polymeren und einem Antimonoxyd in solchen Mengen enthält, daß den beim Ausfällen dieser Spinnlösungen oder -Lacke in den herkömmlichen Koagulierungsbädern und durch anschließendes Auswaschen und Trocknen erhaltenen Gebilden flammverzögernde Eigenschaften verliehen werden.
Die Cellulos«-Spinnlösungen oder -Lack· naoh der Erfindung sollen Kupferoxydanmoniak- und Vlskose-Spinnlöeungen, sowie Cellulose/tfeeter-Spinnlösungen umfassen. Diese Spinnlösungen umfassen Cellulos«lösungen oder die Reaktionsprodukt t aus Cellulose und Kupftrammoniakkompl*-
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ien in der wässrigen Lösung des Kupfer-Ammoniakkomplexes, -beispielsweise Kupferoxyd-Ammoniak-Spinnlösungen oder -Lacke} Lösungen von Cellulose-Xanthogenat in Wasser und wässrigen Alkalien, z.B. wässriger Natronlauge, wie Viskose-Sirups und -Lacket Cellulosederivate organischer Säuren oder Anhydride, wie Celluloseacetat-Lösungen, CeI-lulosepropionat-Lösungen bzw. andere Lösungen von Produkten, die durch Umsetzung von Cellulose mit organischen Säuren oder organischen Anhydriden erhalten werden. Die Herstellung der Cellulose-Spinnlösungen geschieht auf die herkömmliche Weise· Die Herstellung von Kupferoxyd-Ammoniak-Spinnlösungen, Vlskose-Splnnlösungen und Cellulose-Acetat-Spinnlösungen wird beispielsweise In "The Rayon Industry" (I929)f D. Van Kostrand Company, New York, N.Y, Seiten 523-5^3. ^36-522 bzw. 559-580 und in "Man-Made Fibers" von R.W. Moncrlef, John Wiley & Sons, Inc., New York, N.Y. (1966), Seiten 196-2O3* 138-195 bzw. 2ο**-233 beschrieben. Für die Zwecke der Erfindung wird die Verwendung von Kupfer oxyd-Ammoniak-Lösungen und die Herstellung von flammwidrigen Kupferoxyd-Ammoniak-Rayon-ArtIkeln bevorzugt. Die aus Viskose-Spinnlösungen erhaltenen Formkörper sind normalerweise aufgrund von Nebenreaktionen, die zwischen dem Antimonoxyd und dem in den herkömmlichen Cellulose-Xanthogenat- oder Viskose-Spinnlösungen enthaltenen Schwefel oder Sulfiden stattfinden, verfärbt. Darüber hinaus erscheinen die* normalen Spinnvorrichtungen vom Triohtertyp, di· Spinndüsen alt großen Löchern vorsehen, bei der Herstellung von Kupferoxyd-Ammoniak-Rayon-Gegenständei für die Zwecke der Erfindung am geeignetsten zu sein.
Di· bei d«m berortugten Kupftroxyd-Aasioniak-Vtrfahren verwendete Spinnlösung wird dadurch erhalten, daJ «an Ctllulo·· In eines Kupf•roxyd-Ammoniak-Löeungemitt·!,
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das im wesentlichen eine wässrige Lösung von Kupfer und Ammoniak darstellt und durch das Cuprammin-Ion gekennzeichnet ist, auflöst. Das wässrige Lösungsmittel muß spezifische Mengen oder Konzentrationen des zweiwertigen Kupfers und von Ammoniak enthalten, damit die Cellulose darin gelöst bleibt. Diese Anteile erstrecken sich normalerweise von etwa 2 bis ^ % Kupfer und von etwa Jj- bis 7 % Ammoniak. Im allgemeinen nimmt man an, daß das Cuprammin-Ion des Lösungsmittels mit der Cellulose einen Komplex bildet, wodurch eine lösliche kupferoxyd-Ammoniak-Cellulose-Verbindung erhalten wird.Diese Kupferoxyd-Ammonlak-Celluloselösurig kann dann extrudier t oder versponnen werden, beispielsweise in einem wässrigen Spinn- oder Fällungsbad zu Fäden. Das wässrige Fällungsbad, das neutral oder basisch sein kann, wirkt im wesentlichen als Verdünnungsmittel zur Erniedrigung der Ammoniak- und Kupferkonzentration bis zu dem Punkt, bei welchem die Cellulose in der extrudierten Form auszufällen beginnt. Das Spinnbad kann auch dazu dienen, einen Teil des Lösungsmittels aus den ausgefällten Fäden zu entfernen.
Obgleich es möglich ist, als Fällungsbad für die gesponnenen Fäden Wasser allein zu verwenden, hat doch die Anwendung alkalischer Fällbäder zur Erzielung einer guten Ausfällung und besserer Eigenschaften der Endprodukte eine weitere Verbreitung gefunden. Vermutlich wird nach der Ausfällung ein Kupfer-Alkali-Cellulosekomplex welcher durch anschließende Behandlung in Bad zur vollständigen Rückbildung der Cellulose zersetzt werden kann. Ee hat sich in manchen Fällen als sw©©t»iä-Big erwiesen, das aus den alkalisch®"*! "Bad ausgefällt© Ma= terlal mit Wasser allein zu behandeln, im die Kupt9T-Alkali-Cellulose vor der Behandlung mit der Säure hy&roly-
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tisch zu zersetzen· Die Säurebehandlung dient dann dsoi, das Kupferhydroxyd zu entfernen, wenn es in Verbindung mit dem darauffolgenden Waschen zur Entfernung der Salze und anhängender Säure vorgenommen wird· Nach dem Waschen wird der Cellulose-Gegenstand getrocknet und auf die übliche Weise aufbewahrt.
Zur Herstellung von Fäden wird die Kupferoxyd-Ammoniak-Spinnlösung gewöhnlich in einen Trichter oder ein Bad, durch den das wässrige Fällmedium zirkuliert, extrudiert, worauf die Cellulose des ausgefällten Fadens durch Behandlung in einem Säurebad, durch Waschen und Trocknen, regeneriert wird. Bin Teil des Ammoniaks und Kupfers wird während der Ausfällung und zwar im wesentlichen durch Verdünnung der Spinnlösung entfernt. Das mit der Cellulose nach der Ausfällung zurückbleibende Ammoniak und Kupfer wird während der Säurebehandlung und des darauf folgenden Waschens weggeführt.
Die für die Zwecke der Erfindung eingesetzten verschiedenen Spinnlösungen oder "lacke können unterschiedliche Mengen Cellulose oder Cellulosederivate enthalten, die je nach der verwendeten Spinnlösung und den gewünschten Produkten schwanken, beispielsweise davon, ob das Material zu Fäden versponnen werden soll, ob Stapelfasern hergestellt werden sollen oder ob Folien oder Überzüge gegossen werden sollen. Im allgemeinen enthalten die Lösungen oder Lacke etwa 2 bis ko Gew.-^ Cellulose oder Cellulosederivate. Bei Durchführung der Erfindung enthalten die Kupferoxyd-Ammoniak- und Viskose-Spinnlösungen oder -Lacke normalerweise etwa 2.bis 15 Qtw.-# Cellulose oder Celluloe«-Derivate, während der Anteil der
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Celluloseester-Spinnlösungen an Cellulose oder Cellulosederivaten normalerweise 25 bis 35 % "beträgt.
Die hierin beschriebenen Spinnlösungen oder -Lacke können neben den spezifischen Zusatzmassen der Erfindung herkömmliche Additive» wie Mattierungsmittel, kationische und nichtionogene oberflächenaktive Stoffe, Farbstoffe, Pigmente und Stabilisatoren, enthalten·
Der Anteil der flammverzögernden Gemische kann variieren. Es hat sich gezeigt, daß der Spinnlösung oder dem -Lack etwa Io bis loo Gewichtsteile des flammverzögernden Gemisches, bezogenauf loo Gewichtsteile Cellulose oder Cellulosederivat, zugesetzt werden können, um Formkörper zu erhalten, die genügende Festigkeit besitzen, um als Fäden, Fasern oder Gewebe geeignet zu sein. Die Anwendung von etwa Io bis 5o Gewichtsteilen des flammverzögernden Gemische, bezogen auf loo Gewichtsteile Cellulose oder Cellulosederivat, wird bevorzugt.
In den aus diesen Spinnlösungen hergestellten Formkörpern sollte Im wesentlichen die gleiche gewiditsmäßige Verteilung wie in der Spinnlösung vorliegen, wobei das flammverzögernde Gemisch in dem ganzen Cellulosegegenstand gleichförmig verteilt sein soll. Ss hat sioh gezeigt,daß mindestens 75 % des flammverzögernden Gemisches in dem erhaltenen Gegenstand zurückbehalten werden. Die exakt· Menge hängt von der Löslichkeit des Gemisches in der Spinnlösung ab.
Das flammverzögernd· Gemisch der Erfindung kann aus etwa 2o bis 9o Gew.-% eines Vinylchlorid-Pclymerttn und etwa Io bis 8o Gew.-^ eines Antimonoxyds bestehen. Vorzugsweise ent-
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hält das flammverzögernde Gemisch In den Formkörpern etwa 5o bis 75 GeK.-% des Vinylchlorid-Polymeren und etwa 25 bis 5o Gew.-Ji des Antimonoxyds. Diese Kombination aus einem Vinylohlorid-Polymeren und einem Antimonoxyd ergibst eine SynergistIsehe Wirkung, bei welcher die gesamte flammverzögernde Wirkung größer als diejenige der Summe der einzelnen Komponenten ist.
Die Vinylchlorld-Polymere, die einen wesentlichen Teil des flammverzögernden Gemisches der Erfindung darstellen, umfassen Homopolymere, wie Polyvinylchlorid und Polyvinylidenchlorid, und Copolymere aus Vinylchlorid oder Vinylidenchlorid mit anderen polymerlsierbaren, olefinisch ungesättigten Verbindungen, wie Vinylacetat, Methylacrylat, Methylmetacrylat, Methylohloracrylat und Acrylnitril, wobei das Vinylchlorid oder Vinylidenchlorid in Mengen von mindestens So Gew.-# vorliegt. Vorzugsweise werden als Vinylchlorld-Polymere Polyvinylchlorid, Polyvinylidenchlorid oder Copolymere aus Vinylchlorid oder Vinylidenchlorid verwendet, in denen das Vinylchlorid oder Vinylidenchlorid In Mengen von mindestens etwa 85 Gew.-% vorliegt«
Die Antimonoxyde, die gleichfalls einen wesentlichen Teil der flammverzögernden Gemische darstellen« umfassen Antimontrloxyd, Antimontetraoxyd und Antimonpentoxyd. Für die Zwecke der Erfindung wird vorzugsweise Antlmontrioxyd eingesetzt·
Die regenerierten Cellulosegebilde werden dadurch hergestellt, daß man die Celluloie-SplnnlBeungen oder -Laoke, die die flammverzogernden Gemisohe enthalten« in die gewünschte Formgestalt verformt und die verformte Lösung
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-βοά er den verformten Lack einem Fällungsbad unterwirft, wodurch die Cellulose oder das Cellulosederivat ausgefällt wird. Die Spinnlösungen oder -Lacke, die die Vinylchlorid-Polymere-Antimonoxyd-Gemische enthalten,koagulieren und erhärten in dem Fällmedium. Der erhaltene Gegenstand kann dann gewaschen und getrocknet werden. Die Kupferoxyd-Ammoniak-Gegenstände können mit verdünnter Schwefelsäure entkupfert und mit Wasser gewaschen werden. Die erhaltenen Cellulose-Gebilde enthalten darin disperglert das flammverzögernde Gemisch und weisen daher selbst nach wiederholten Waschvorgängen oder wiederholten Trockenreinigungen ausgezeichnete flammverzögernde Eigenschaften auf.
Aus den Spinnlösungen können auf die herkömmliche Weise eine Vielahl von flammwidrigen Artikeln, wie Fäden, Fasern, Folien und Beschichtungen, hergestellt werden.Aus den Spinnlösungen werden durch Extrudieren der Cellulose-Spinnlösung oder des -Lacks durch die Öffnungen einer Spinndüse in ein Fällmedium, z.B. in ein Bad zur Regenerierung der Cellulose oder des Cellulosederivats in Fadenform vorzugsweise Fäden und Fasern hergestellt, die danach auf Spulen oder in Zentrifugaltöpfen gesammelt werden. Die Fäden werden darin auf die normale Weise weiterverarbeitet. Es hat sich gezeigt, daß die Verwendung herkömmlicher Spinnvorrichtungen vom Trichtertyp bei der Herstellung der Fäden zu bevorzugen ist, um ein möglicherweise erfolgendes Verstopfen der SplnndüsenöffmÄSi= gen zu vermeiden..
Die aus den Massen der Erfindung erhaltenen Fäden und Stapelfasern können auf die herkömmliche Weise su Gewirken raad Geweben verarbeitet werden. Die Fäden etc. können zugerichtet werden und dann zu Stoffen gewebt oder gewirkt werden, während die Stapelfasern etc. zu Fäden oder Garnen verar-
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beitet werden, die nach dem Zurichten zu Stoffen gewebt oder gewirkt werden können. Diese Stoffe besitzen ausgezeichnete flammwidrige Eigenschaften und behalten diese auch nach wiederholten Waschvorgängen oder nach wiederholten herkömmlichen Trockenreinigungen bei. Die Fäden, Stapelfasern etc. nach der Erfindung können auch mit anderen Textilgarnen oder Fasern gemischt werden und auf die übliche Weise zu Stoffen mit guten flammwidrigen Eigenschaften gewirkt oder gewebt werden.
Die Erfindung wird in den Beispielen erläutert. Sämtliche Angaben bezüglich der Teile, der Verhältnisse und der prozentualen Anteile sind, wenn nicht anders angegeben, auf das Gewicht bezogen. Die Flammfestigkeit wurde nach der A.A.T.C.C. (American Association of Textile Colorists and Chemists) Methode Nr. 3^-1966 bestimmt.
Herstellung des flammverzögernden Gemisches.
Zu einer gerührten Lösung von 28o g hochviskoser Carboxymethylcellulose (eine dispergierende Säure) und 13oo g Octylphenoxypolyäthoxyäthanol (als Netzmittel) in 3o 1 Wasser wurden 76,2 kg einer 5o#-igen wässrigen Dispersion eines Vinylidenchlorid-Vlnylchlorü-Copolymeren mit weniger als etwa 5 % Vinylchlorid und mit einem Chloridanteil von etwa 7o %% 25,**· kg eines 5°#-igen wässrigen Antimontrioxydschlamms mit einer Teilchengröße von etwa 1,5/U und 12 1 einer 26^-igen wässrigen Ammoniumhydroxydlösung gegeben. Dieses Gemisch wurde mit Wasser auf ein Volumen von etwa 28o 1 verdünnt. Auf diese Weise wurde eine Vorratslösung mit einem Feststoffgehalt von etwa g/l erhalten. Diese enthielt etwa 136 g/l Vinylchlorid-Polymeres und etwa ^5 s/l Antlmontrloxyd.
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-lo-Belsplel 1
Das auf die obige Weise hergestellte flammverzögernde Gemisch wurde zu einer herkömmlichen Kupferoxyd-Ammoniak-Spinnlösung, die etwa 8 1/2 % Cellulose enthielt, gegeben, wobei ein Verhältnis gewählt wurde, das eine Spinnlösung mit etwa 5,66 % Cellulose und etwa 2,83 % flammverzögerndes Gemisch ergab. Diese modifizierte Spinnlösung wurde dann zu einer festen weißen Folie mit etwa 66 2/3 Teilen Cellulose, etwa 25 Teilen des Vinylidenchlorld-Vinylchlorid-Copolymeren und 8 1/3 Teilen des Antimontrloxyds gegossen. Der Film wurde nach dem Standard A.A.T.C,C.-Flammtest untersucht, wobei festgestellt wurde, daß die Nachflammzelt weniger als eine Sekunde betrug.
Eine in ähnlicher Weise bereitete Folie, die etwa 72,8 Teile Cellulose und etwa 27,2 Teile des Vlnylidenchlorid-Vlnylchlorid-Copolymeren enthielt, wurde auf die gleiche Weise untersucht, wobei festgestellt wurde, daß sie vollständig verbrannte.
Eine in ähnlicher Weise bereitete Folie, die etwa 88 Teile Cellulose und etwa 5 Teile Antimontrioxyd enthielt, wurde gleichfalls diesem Test unterworfen,wobei festgestellt wurde, daß die Nachflammzelt mehr als 2 Sekunden betrug.
Beispiel 2
Das flammverzögernde Gemisch wurde zu einer herkömmlichen Kupf eroxyd-rAmmoniak-Splnnlösung mit etwa 8 1/2 % Cellulose gegeben, wobei ein Verhältnis gewählt wurde, das eine Spinnlösung mit etwa 5,66 % Cellulose und
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etwa 2,83 % flammverzögerndes Gemisch erhalten wurde. Diese modifizierte Spinnlösung wurde dann in ein herkömmliches Fällungsbad extrudiert, wodurch ein fester weißer Faden mit etwa 66 2/3 % Cellulose und etwa 33 1/3 % flammverzögerndes Gemisch erhalten wurde. Dieser Faden besaß eine Griffigkeit, die dem des unmodifizierten Kupferoxyd-Ammoniak-Rayongarns im wesentlichen identisch war.
Ein aus den auf die obige Welse hergestellten Fäden erhaltenes Gewebe wurde dem Standard A.A.T;C.C.-Flammtest unterworfen, wobei festgestellt wurde, daß die Nachflammzeit weniger als 1 Sekunde betrug. Ein aus dem unmodifizlerten Kupferoxyd-Ammoniak-Rayongarn hergestelltes Gewebe verbrannte bei dem obigen Test vollständig.
Beispiel 3
Eine Kupferoxyd-Ammoniak-Splnnlösung mit etwa 6 % Cellulose und etwa 33 %* bezogen auf den Cellulosegehalt der Lösung eines flammverzögernden Gemisches, bestehend aus etwa 75 % des oben beschriebenen Vinylidenchlorid-Viiylchlorid-Copolymer en und etwa 25 % Antlmontrioxyd mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von etwa 1,5 /U wurde durch eine Spinndüse mit 225 Lodern mit einem Durchmesser vonfetwa o,8 mm in ein wässriges Fällungsbad, an das sich ein wässriges Bad mit etwa *J#-iger Schwefelsäure anschloß, mit einer solchen Geschwindigkeit extrudiert, daß ein 4oo/225 endloser Kupferoxyd-Ammoniak-Rayon-Faden erhalten wurde. Das ausgefällte Garn wurde auf einer Rolle gesammelt, zn einem Strang gebunden und den herkömmlichen Wasch« und Rel°·
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nigungsverfahren unterworfen. Das erhaltene Garn, welches eine dem des unmodlflzierten Kupferoxyd-Ammoniak-Rayon-Garns praktisch identische Griffigkeit besaß, wurde zu einem Gewebe verarbeitet und dem obengenannten A.A.T.C.C.-Flammtest unterworfen, wobei festgestellt wurde, daß die Nachflammzeit weniger als eine Sekunde betrug.
Beispiel k
Gemäß Beispiel 3 wurde eine Kupferoxyd-AmmoniakSpinnlösung mit etwa 6 % Cellulose und etwa 25 %% bezogen auf den Cellulosegehalt der Lösung des flammverzögern den Gemisches des Beispiels 1 zu einem Kupferoxyd-Ammoniak-Rayon-Garn mit einer der des unmodifizierten Kupferoxyd-Ammoniak-Rayon-Garns praktisch identischen Griffigkeit versponnen. Dieses Garn wurde zu einem Stoff verwebt und dem Standard A.A.T.C.C.-Flammtest unterworfen. Dabei wurde festgestellt, daß die Nachflammzeit weniger als eine Sekunde betrug.
Beispiel 5
Gemäß Beispiel 3 wurde eine Kupferoxyd-Ammoniak-Splnnlösung mit etwa 6 % Cellulose und etwa 2o %t bezogen auf den Cellulosegehalt der Lösung des flammverzögernden Gemlsches6.es Beispiels 3 zu einem Kupferoxyd-Ammoniak-Rayon-Garn mit einer der des unmodifizierten Kupferoxyd-Ammonlak-Rayon-Garns praktisch identischen Griffigkeit versponnen. Dieses Garn wurde zu einem Stoff verwoben und dem Standard A.A,T.C.C.-Flammtest unterworfen. Dabei wurde festgestellt, daß die Nachflammzeit weniger als eine Sekunde betrug.
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Beisplel 6
Es wurde eine herkömmliche Viskose-Spinnlösung hergestellt, die etwa 66 2/3 Teile Cellulose, etwa 25 Teile des Vinylidenchlorld-Vinylchlorid-Copolymeren, das in dem oben beschriebenen flammverzögernden Gemisch verwendet worden war, und etwa 8 1/3 Teile Antimontriozyd enthielt. Aus dieser Lösung wurde auf die herkömmliche Weise eine Folie gegossen. Diese Folie war orange-braun g^ärbt, doch wurde festgestellt, daß die Nachflammzeit dieser Folie beim Standard A.A.T.CC-Flammtest weniger als eine Sekunde betrug.
Beispiel 7
Bs wurde eine herkömmliche Cellulose-Acetat-Spinnlösung hergestellt, die etwa 66 2/3 Teile Celluloseacetat,etwa 25 Teile des in Beispiel 6 genannten Vlnylidenchlorid-Vinylchlorid-Copolymeren und etwa 8 1/3 Antimontrioxyd enthielt. Aus dieser Lösung wurde auf die herkömmliche Weise eine feste weiße Folie gegossen. Diese wurde dem Standard A.A.T.CC-Flammtest unterworfen, wobei festgestellt wurde, daß die Nachflammzeit weniger als eine Sekunde betrug.
Beispiel 8
Eine gemäß Beispiel 2 hergestellte modifizierte Spinnlösung wurde In einem regulären Kupferoxyd-Ammonlak-Trlchter unter Verwendung einer Viskose-Spinndüse mit 2ooo Löchern und 2oo/U extrudlert. Dabei wurde ein endloser looo/2ooo/o-Faden mit etwa 66 2/3 Teilen Cellulose,
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35 Teilen des Vlnylidenchlqrld-Vinylchlorid-Copolymeren der Beispiele 6 und ? und 8 1/3 Teilen Antimontrioxyd erhalten. Dabei wurde ein brauchbarer Faden erhalten,
obwohl ein gewisses Verstopfen der Öffnungen beobachtet wurde. Der Faden wurdedem Standard A.A.T.CC-Flammtest unterworfen, wobei festgestellt wurde, daß die Nachflämmzeit weniger als eine Sekunde betrug.
Verglelchsbelsplel
Ein Gewebe aus Rayongarn wirde In eine wässrige Dispersion getaucht, die etwa 85 g/l Feststoffe enthielt.Die Feststoffe bestanden aus etwa 75 % Vinylidenchlorid-Vinylchlorid-Copolymeres des Beispiels 8 und etwa 25 % Antimontrioxyd. Das beschichtete Gewebe wurde ausgedrückt und getrocknet, um eine Aufnahme von etwa Io % des Gemisches auf das Gewebe zu erhalten. Das beschichtete Gewebe war steif und besaß eine Griffigkeit, die wesentlich schlechter war als die des nicht beschichteten Garns. Das beschichtete Gewebe wurde dem Standard A.A.T.CC.-Flammtest unterworfen, wobei festgestellt wurde, daß die Nachflämmzeit mehr als 2 Sekunden betrug.
Es können zwar höhere Konzentrationen der Zusatzstoffe genommen werden, um ein beschichtetes Gewebe mit verbesserten flammbeständigen Eigenschaften zu erhalten, doch besitzen diese Stoffe dann eine sehr schlechte Griffigkeit und darüber hinaus verschlechtern sich die flammbeständigen Eigenschaften beim wiederholten Waschen oder Trockenreinigen. .
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Claims (1)

  1. Patentansprüche
    1. Cellulose-Formkörper mit verbesserten flammverzögernden Eigenschaften, welcher durch Ausfällung einer Cellulose-Spinnlösung gebildet wird, dadurch g ekennzeichnet, daß er eine zur Flammverzögerung ausreichende Menge eines Gemisches aus einem Vinylchlorid-Polymeren und einem Antimonoxyd enthält.
    2. Cellulose-Formkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzei chnet, daß das Gemisch aus einem Vinylchlorid-Polymeren und einem Antimonoxyd aus 2o bis 9o Gew.-# des Vinylchlorid-Polymeren und Io bis 8o Gew.-% eines Antimonoxyd besteht, und daß dieses in dem Formkörper in Mengen von Io bis loo Teilen pro loo Teile Cellulose oder Cellulosederivat enthalten ist.
    3. Cellulose-Formkörper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch aus dem Vinylchlorid-Polymeren und Antimonoxyd ein Gemisch aus 5o bis ?5 Gew.-% eines Vlnylidenchlorid-Vinylchlorid-Copolymeren und 25 bis 5° Gew.-% Antimontrioxyd ist, und daß dieses Gemisch in dem Formkörper in Mengen von Io bis 5o Teilen pro loo Teile Cellulose oder Cellulosederivat enthalten ist.
    h, Cellulose-Formkörper nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 3t dadurch gekennzeichnet, daß der Formkörper die Form von Fäden, Fasern oder Filmen bzw. aus diesen Fäden oder Fasern hergestellter Textilstoffe aufweist.
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    5. Cellulose-Formkörper nach einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 4·, dadurch gekennzeich net, daß die zur Herstellung verwendete Cellulose» Spinnlösung eine Viskose-Lösung, eine Kupferoxyd-Ammoniak-Celluloselösung oder eine Celluloseesterlosung ist, und daß diese Lösung eine zur Flammverzögerung ausreichende Menge eines Gemisches aus einem Vinylchlorid- Polymer en und einem Antimonoxyd enthält.
    6. Cellulose-Lösung zur Verwendung zur Herstellung von Formkörpern nach einem der Ansprüche 1 bis 5* dadurch gekennzeichnet, daß die Cellulose-Lösung eine zur Flammverzögerung ausreichende Menge eines Gemisches aus einem Vinylchlorld-Polymeren und einem Antimonoxyd enthält.
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