DE2004676C3 - Verfahren zur Herstellung eines verbesserten Schlichtemittels - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines verbesserten SchlichtemittelsInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
In der Textilindustrie ist es üblich, Garne und insbesondere Kettgarne aus Baumwolle oder andere
Cellulosefasern enthaltende Stapelfasergarne mit heißen, d. h. nahezu kochenden wäßrigen Zubereitungen
von Mais- oder Kartoffelstärke zu behandeln, bevor sie auf dem Webstuhl verarbeitet werden. Diese Garnvorbehandlung,
die man in der Fachsprache als Schlichten bezeichnet, wird vorgenommen, um die Gespinste in
sich zu verkleben und ihre mechanische Widerstandsfähigkeit zu erhöhen, so daß sie der hohen Beanspruchung
beim Webprozeß besser standhalten als im rohen und unbehandelten Zustand. Außer den natürlichen Pflanzenstärken
werden auch chemisch modifizierte Stärkeprodukte zum Schlichten von Baumwolle ν erwendet, die
leichter als die gewöhnlichen Stärken aufgeschlossen werden und Flotten mit verhältnismäßig niedriger
Viskosität ergeben. Als Zusätze zu Schlichteflotten, deren Hauptbestandteil Stärke ist, kommen insbesondere
Fette, wie z. B. Rindertalg zur Anwendung. Durch Fettzusatz wird eine verbesserte Gleitfähigkeit der
Fäden angestrebt und eine zu starke Versprödung vermieden. Vor den weiteren Veredlungsprozessen
müssen diese Schlichtemitiel im allgemeinen wieder aus
den Geweben entfernt werden, was nur durch die mehrstündige Einwirkung enzymatischer Hilfsmittel
einigermaßen befriedigend gelingt.
Vereinzelt werden Baumwolle oder andere Cellulosefasergarne
auch mit Substanzen geschlichtet, die durch chemische Modifikation von Cellulose gewonnen
werden. Hierher gehören Celluloseäther, z. B. Carboxymethylcellulose oder Methylcellulose. Diese Substanzen
sind meistens in Form von Pulvern auf dem Markt, die sich nur durch längeres Stehenlassen in Wasser, durch
heftiges Rühren oder Kneten, oder durch Erhitzen in kolloidale wäßrige Lösungen überführen lassen. Diese
Lösungen sind im allgemeinen nicht homogen, sondern trüb und verhältnismäßig hoch viskos. Häufig enthalten
diese Pulver, bedingt durch die chemische Umsetzung
an der Cellulose, auch größere Mengen Kochsalz. Ein Kochsalzgehalt der Schlichte führt aber bekanntlich
leicht zur Korrosion der Metallteile des Webgeschirrs. Auch die Produkte auf Basis Carboxymethylcellulose
müssen in der Regel aus einer heißen Flotte auf den Faden gebracht werden, was außer einem hohen
Dampfverbrauch auch eine gewisse Schädigung der Garne (Dehnbarkeitsverlust) zur Folge hat Durch das
Schlichten mit Celluloseäthern erhält man auf Cellulosefasergarnen auch nur verhältnismäßig schwache
Schlichteeffekte und somit nur geringfügige Verbesserungen der mechanischen Garneigenschaften. Das
Ergebnis solcher Schlichtungen sind oft zu weiche Fäden.
Man hat auch schon versucht, synthetische Polymerisate als Schlichtemittel für Stapelfasergarne zu verwenden,
die aus Cellulosefasern oder aus Acrylnitrilpolymerisatfasern bestehen oder diese enthalten. So ist in der
US-PS 28 19 189 schon vorgeschlagen worden, zum Schlichten von Garnen aus Endlosfasern und Stapelfasergarnen
der verschiedensten Art Mischpolymerisate zu verwenden, die freie, oder an Natrium, Kalium
oder Ammonium gebundene Carboxylgruppen und Nitrilgruppen im Molverhältnis 0,3 :1 bis 0,75 : 1
enthalten, in wäßriger, 5%iger Lösung bei 600C einen pH-Wert zwischen 5 und 9 und eine Viskosität zwischen
5 und 200 cP aufweisen. Dabei wird besonders betont, daß zur Erzielung der entsprechenden Schlichteergebnisse
die Einhaltung der angegebenen Molverhältnisse wesentlich ist. Dies wird a!s besonders wichtig
beschrieben, weil bereits an den Grenzen der angegebenen Molverhältnisse die Schlichteigenschaften der
betreffenden Polymerisate merklich abfallen. Ein entscheidender Nachteil dieser, im wesentlichen neutralen
Polymerisate ist aber der Umstand, daß sie nur teilweise in Wasser löslich sind. Ein Teil dieser
Polymerisate, insbesondere diejenigen mit einem hohen Nitrilgehalt, ist in Wasser nur noch kolloidal löslich oder
gar unlöslich und liegt dann in Form wäßriger Dispersionen vor. Diese sind zum Teil so unbeständig,
daß sie oft schon bei ihrer Herstellung koagulieren und dadurch unbrauchbar werden. Schlichtemittel dieser
Art, die nicht vollständig in Wasser löslich sind, sind naturgemäß auch nicht so leicht aus den Geweben
auswaschbar wie wasserlösliche Polymerisate.
Aus der DE-OS 15 94 905 ist es weiterhin bekannt, daß man Stapelfasergarne, die aus Cellulosefasern
und/oder aus Acrylnitrilpolymerisatfasern bestehen oder diese in Mengen von mindestens 3U Gewichtsprozent
enthalten, schlichten kann, wenn man als Schlichtemittel wasserlösliche Mischpolymerisate verwendet,
welche a) Acrylnitril und b) Acrylsäure und deren Natrium- oder Ammoniumsalze im Molverhältnis
(a :b) zwischen 1 : 1,5 und 1 : 7, vorzugsweise zwischen 1 : 2 und 1 :6 einpolymerisiert enthalten und in 10%iger
wäßriger Lösung bei 20°C eine Viskosität zwischen 20 und 2000 cP und einen pH-Wert zwischen 2,5 und 6,5,
vorzugsweise zwischen 3 und 5,5, aufweisen.
Diese Schlichtemittel sind zwar im allgemeinen hervorragend wirksam, doch haben sie gewisse
Nachteile, die sich störend bemerkbar machen können. Vor allem sind die mit ihnen erzeugten Faserüberzüge
um so hygroskopischer, je näher der pH-Wert ihrer Lösungen dem Neutralpunkt liegt; bei feuchtem Klima
neigen daher die mit solchen nur schwach sauren Lösungen geschlichteten Garne dazu, miteinander zu
verkleben. Will man diesen Nachteil vermeiden, so muß man die Schlichteflotten stärker sauer einstellen;
dadurch aber wird die Korrosion der Schlichtemaschine vergrößert und deren Lebensdauer verkürzt Weiterhin
hat sich herausgestellt, daß die aus der genannten Offenlegungsschrift bekannten Schlichtemittei nicht mit
allen Stärkeschlichten ausreichend verträglich sind. Gelegentlich hat sich auch gezeigt, daß diese bekannten
Schlichtemittel sich nach einer Hitzebehandlung des geschlichteten Materials nur unvollständig auswaschen
ließen, möglicherweise in Folge einer chemischen Umsetzung ihrer Carboxylgruppen mit reaktiven
Gruppen des Fasermaterials.
Es wurde nun ein neues Verfahren zur Herstellung eines verbesserten, die obengenannten Nachteile nicht
oder nicht mehr in störendem Ausmaß aufweisenden Schlichtemittels durch Polymerisation von Acrylnitril
mit Acrylsäure gefunden. Das neue Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man a) Acrylnitril und b)
zu 20 bis 60%, vorzugsweise zu 25 bis 45%, mit Alkalioder Ammoniumionen, vorzugsweise mit Natrium- oder
unsubstituierten Ammoniumionen, neutralisierte Acrylsäure in wäßriger Lösung im Molverhältnis a: b von
1 :0,8 bis 1 :1,4 polymerisiert und die erhaltene wäßrige
Polymerisatlösung auf einen pH-Wert zwischen 6 und 8, vorzugsweise zwischen 6 und 7, einstellt.
Außer den Komponenten a und b kann man bei dem Verfahren der Erfindung bis zu 20 Gewichtsprozent,
bezogen auf die Gesamtmenge der Monomeren, an weiteren, wenigstens teilweise wasserlöslichen Monomeren,
z. B. Acrylamid, Methacrylamid, Acrylsäuremethylester, Methacrylsäure und ihre Alkali- und Ammoniumsalze,
Maleinsäure und ihre Salze und Halbester, Methacrylnitril und Vinylpyrrolidon, in das Schlichtemittel
mit einpolymerisieren.
Für die teilweise Neutralisation der Acrylsäure kann man alle Verbindungen heranziehen, die in der Lage
sind, das Proton der Acrylsäure gegen Alkali- oder Ammoniumionen auszutauschen, vor allem Alkali- und
Ammoniumhydroxide, aber auch Alkali- und Ammoniumsalze schwacher, flüchtiger Säuren, z. B. die Carbonate.
Die Polymerisation wird in an sich bekannter Weise in wäßriger Lösung, vorzugsweise unter Mitverwendung
eines Initiators durchgeführt.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhält man klare, homogene und gut lagerstabile wäßrige Copolymerisatlösungen,
die nicht korrodierend auf die Schlichtemaschine wirken und nicht zur Koagulation
neigen. Neutralisiert man dagegen die Acrylsäure vor der Polymerisation vollständig oder überhaupt nicht, so
erhält man unbrauchbare Produkte: Im ersten Falle erhält man trübe, inhomogene Lösungen, die nicht
lagerstabil sind und zur Schichtenbildung neigen. Im zweiten Falle koagulieren die Ansätze meist schon vor
Beendigung der Polymerisation.
Die erfindungsgemäß erhaltenen Mischpolymerisate haben in 10%iger wäßriger Lösung bei 20°C eine
Viskosität von 30 bis 300OcP, gemessen mit einem Kugelf all-Viskosimeter nach Höppler, gemäß DIN
53 015.
Die erfindungsgemäß erhaltenen wäßrigen Polymerisatlösungen
eignen sich zum Schlichten von Stapelfasergarnen verschiedenster Art. Die Schlichteüberzüge
zeichnen sich durch besonders geringe Hygroskopizität aus. Stapelfasergarne, die geschlichtet werden können,
sind z. B. solche aus natürlichen und/oder regenerierten Cellulosefasern, wie Baumwolle, Zellwolle, Leinen und
deren Mischungen miteinander und mit anderen Stapelfasern, wie Polyester-, Polyamid- und Acrylnitrilpolymerisatfasern,
sowie Garne aus reinen Acrylnitrilpolymerisatfasern. Unter Acrylnitrilpolymerisatfasern
sind dabei sowohl Fasern aus Homopolymerisaten des Acrylnitril als auch solche aus Mischpolymerisaten des
Acrylnitril mit bis zu ungefähr 20 Gewichtsprozent anderer Monomerer zu verstehen. Die zum Schlichten
verwendeten wäßrigen Flotten enthalten vorzugsweise 0,5 bis 20 Gewichtsprozent der Polymerisate. Besonders
bewährt haben sich folgende Konzentrationen: Für Zellwolle und Leinen 0,5 bis 5, für Baumwolle 3 bis 10
und für Acrylnitrilpolymerisat-Stapelfasern 5 bis 15 Gewichtsprozent
Außer den erfindungsgemäß erhaltenen Polymerisatlösungen können die Schlichteflotten noch übliche
Schlichtemittel und/oder Schlichtehilfsmittel enthalten, z. B. Stärke, chemisch modifizierte Stärke, Carboxymethylcellulose,
Methylcellulose, Polyvinylalkohol und emulgierte Fette; in diesem Zusammenhang sei
besonders auf die sehr gute Verträglichkeit der Polymerisate mit nativen und modifizierten Pflanzenstärken
hingewiesen.
Wegen der guten Wasserlöslichkeit der erfindungsgemäß
erhaltenen Schlichtemittel können die mit ihnen angesetzten Flotten bei Temperaturen zwischen 0 und
1000C auf die Garne aufgebracht werden. Es kann aber in vielen Fällen besonders vorteilhaft sein, mit einer
Flotte zu arbeiten, deren Temperatur zwischen 10 und 30°C, also in der Nähe der Raumtemperatur liegt Die
Polym~risatlösungen können aber auch bei höheren Temperaturen verarbeitet werden, was in Folge des
damit verbundenen Viskositätsabfalls eine Verarbeitung in höherer Konzentration zuläßt.
Das Aufbringen der Schlichte auf die Garne erfolgt in üblicher Weise, d. !i. vornehmlich mit den bekannten
Maschinen zum Breitschlichten von Ketten. Es kann aber auch durch Schlichten von Einzelfäden, z. B. auf der
Kreuzspule erfolgen. Eine Applikation der Schlichte mit Hilfe von Färbeapparaten auf Spulen oder Kettbäumen
ist ebenfalls möglich.
Die in den folgenden Beispielen angegebenen Teile und Prozente sind Gewichtsteile und Gewichtsprozente.
Die Garnprüfungen wurden im Normalklima (20cC,
65% relative Luftfeuchte) durchgeführt Die in den Tabellen angegebenen mechanischen Werte sind
Mittelwerte aus 15 bzw. 20 Einzelbestimmungen. Die Scheuerzahl ist die mittlere Anzahl von Scheuerungen
bis zum Fadenbruch. Sie ist auf dem von E. Kenk in Textil-Praxis 7 (1952), 9, 698, beschriebenen Gerät
gemessen worden.
In einem Polymerisationsgefäß werden 1250 Teile
Wasser unter Stickstoff auf 80°C erhitzt. Nun werden 230 Teile einer 2%igen wäßrigen K2S2OB-Lösung
zugefügt und eine Mischung aus 1450 Teilen Wasser,
w) 600 Teilen Acrylsäure (98%ig), 322 Teilen Acrylnitril
und X Teilen NH4OH (25%ig) unter Rühren im Verlaufe von 4 h bei 75°C zugetropft. Nach einer weiteren
Stunde werden zur Vervollständigung der Polymerisation nochmals 140 Teile einer 2%igen K2S2Oj-Lösung
t,i zugegeben und 1,5 h nachpolymerisiert. Nach Abkühlung
auf Raumtemperatur wird der pH-Werl der
Lösung mit N H4OH (25%ig) auf 6,5 eingestellt.
In der folgenden Tabelle sind die Ergebnisse in
In der folgenden Tabelle sind die Ergebnisse in
Abhängigkeit von dem Neutralisationsgrad der Acrylsäure vor der Polymerisation zusammengestellt:
| Nr. | XTe-Ie | Neutrali | Ergebnis |
| NH4OH, | sations- | ||
| 25%ig | grad [%] | ||
| a | 0 | 0 | Koagulation |
| b | 56,6 | 10 | sehr trübe Lösung mit |
| dicken Flocken | |||
| C | 1133 | 20 | leicht trübe Lösung |
| d | 170,0 | 30 | sehr klare Lösung |
| e | 2833 | 50 | leicht trübe Lösung |
| f | 340,0 | 60 | leicht trübe Lösung |
| g | 510,0 | 90 | trübe Lösung |
| h | 566,6 | 100 | sehr trübe Lösung, |
| Separation |
X Teile
NH4OH,
25%ig
Neutralisationsgrad [%]
Ergebnis
a 0 0 Koagulation
b 18,7 10 Koagulation
c 37,4 20 leicht trübe Lösung
X Teile
NH4OH,
25%ig
Neutralisationsgrad [%]
Ergebnis
Das Produkt d besitzt einen Feststoffgehah von 25% und ist eine schwach gelbe, sehr klare Lösung. Die
Viskosität der 10%igen Lösung beträgt bei 200C 370 cR
In einem Polymerisationsgefäß werden 496 Teile Wasser unter Stickstoff auf 80° C erhitzt. Nun werden
90 Teile einer 2%igen wäßrigen K2S2Oe-Lösung zugefügt
und eine Mischung aus 450 Teilen Wasser, 198 Teilen Acrylsäure (98%ig), 162 Teilen Acrylnitril und X
Teilen NH4OH (25°/oig) unter Rühren im Verlaufe von
4 h bei 750C zugetropft Nach einer weiteren Stunde werden zur Vervollständigung der Polymerisation
nochmals 54 Teile einer 2%igen K2S2O,-Lösung zugegeben
und 1,5 h nachpolymerisiert Nach Abkühlung auf Raumtemperatur wird der pH-Wert der Lösung mit
NH4OH (25%ig) auf 6,5 gestellt
In der folgenden Tabelle sind die Ergebnisse in Abhängigkeit von dem Neutralisationsgrad der Acrvlsäure
vor der Polymerisation zusammengefaßt:
d 56,1 30 sehr klare Lösung
e 934 50 leicht trübe Lösung
f 130,9 70 trübe Lösung
g 187,0 100 sehr trübe Lösung,
Separation
Das Produkt d ist eine klare, gelbe Lösung und besitzt einen Feststoffgehalt von 25%. Die Viskosität der
10%igen Lösung beträgt bei 20° C 330 cP.
Aus 75 Teilen Wasser, 5 Teilen Kartoffelstärke und 2,5 Teilen der 25%igen Lösung d aus Beispiel 1 werden
durch Einleiten von Direktdampf im Druckkocher bei 1200C 100 Teile einer Schlichteflotte erhalten. Auch
wenn man diese Flotte mehrere Stunden bei dieser Temperatur unter Druck aufbewahrt zeigt sie eine
unveränderte Viskosität, die analog DIN 53 211 mit einer 4 mm Düse bei 8O0C gemessen, etwa 55 see
Auslaufzeit ergibt
Aus 55 Teilen Wasser, 10 Teilen eines wasserlöslichen
Stärkeäthers und 20 Teilen der 25%igen Lösung d aus Beispiel 2 erhält man durch Einleiten von Direktdampf
und Kochen eine Schlichteflotte, die, gemessen nach den .vorstehenden Angaben, eine Auslaufzeit von 52 see hat;
die Auslaufzeit ist auch nach einer Kochdauer von 6 h unverändert
Ein Schlichtemittel, das gemäß den Angaben im Beispiel 1 unter d hergestellt, bei dem aber die
Neutralisation mit Natronlauge durchgeführt worden ist, wird auf einer Schlichtemaschine auf Rohbaumwollgarn
aufgebracht Das Garn wird 1 h auf 1400C erhitzt Danach kann man die Schlichte durch einfaches
Auswaschen praktisch vollständig auf dem Garn wieder entfernen.
Mit einer Laborschlichtmaschine wird ein Baumwollgarn Nm 68/1 mit einer Schlichteflotte bei 8O0C
geschlichtet. Zusammensetzung und Zubereitung der Sch'i·. .üiloue: 400 Teile der 25°/oigen Polymerisatlösung
aus Beispiel Id werden mit 600 Teilen Wasser durch einfaches Zusammenrühren verdünnt Die so
erhaltene Flotte ist farblos, klar, neutral und homogen.
Das mit einer Auftragsmenge von 12,5 Gewichtsprozent
(bezogen auf Rohgarngewicht = 100%) geschlichtete Garn wird einem Scheuertest unterworfen. Es wird
die Scheuerzahl 955 ermittelt; die unbehandelte Baumwolle dagegen hat nur die Scheuerzahl 100.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung eines verbesserten Schlichtemittels durch Polymerisation von Acrylnitril
mit Acrylsäure, dadurch gekennzeichnet, daß man a) Acrylnitril und b) zu 20 bis 60% mit
Alkali- oder Ammoniumionen neutralisierte Acrylsäure in wäßriger Lösung im Molverhältnis a : b von
1 :0,8 bis 1 :1,4 polymerisiert und die erhaltene wäßrige Polymerisatlösung auf einen pH-Wert
zwischen 6 und 8 einstellt
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man als Komponente b) eine zu 25 bis 45% neutralisierte Acrylsäure verwendet
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die wäßrige Polymerisatlösung
auf einen pH-Wert zwischen 6 und 7 einstellt
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet daß man die teilweise
Neutralisation der Acrylsäure mit Natrium- oder unsubstituierten Ammoniumionen vornimmt
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |