DE19919239A1 - Vorrichtung zum Stauen von fließenden Gewässern - Google Patents
Vorrichtung zum Stauen von fließenden GewässernInfo
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- E02B7/00—Barrages or weirs; Layout, construction, methods of, or devices for, making same
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Stauen von fließenden Gewässern. Diese ist erfindungsgemäß transportierbar und umfaßt mindestens ein an die Breite des Gewässers anpaßbares Tafelelement.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum
Stauen von fließenden Gewässern nach dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
Zur Entnahme von Wasser aus fließenden Gewässern insbesondere
für Feuerlöschzwecke muß das Gewässer eine Mindesttiefe
aufweisen, die das Einbringen von Tauchpumpen beziehungsweise
von Saugschläuchen ermöglicht. Viele Gewässer verfügen zwar
über einen ausreichenden Wasserdurchsatz jedoch über eine zu
geringe Wassertiefe, um mit gängigen Mitteln Wasser zu
entnehmen. Derartige Gewässer müssen zur Wasserentnahme daher
aufgestaut werden. Bekannt sind dafür ortsfeste Wehre oder
ortsfeste Sockel, die das Einbringen von Brettern zur Bildung
eines Stauwehrs ermöglichen. Die DE 196 30 774 C2 stellt
einen Entnahmeschacht für das Ableiten und Absaugen von
Wasser aus Oberflächengewässern vor, welche einen am
Montageort gegossenen Sockel und montagefähige Wandelemente
umfaßt. Weiterhin verfügt die Vorrichtung über einen Zulauf
sowie einen Ablauf und Stauelemente zur Festlegung des
Wasserspiegels sowie eine Sauganordnung für Löschwasser.
Nachteilig an der Vorrichtung nach dem Stand der Technik ist,
daß es sich um eine ortsfeste Einrichtung handelt. Es müssen
daher in geeigneten Abständen zu Wohngebäuden oder sonstigen
im Falle eines Brandes gefährdeten Einrichtungen derartige
Entnahmeschächte angebracht werden, wobei zur Bereitstellung
von Löschwasser innerhalb eines größeren Gebietes eine
Vielzahl derartiger Entnahmeschächte vorzusehen ist. Neben
dem Aufwand zur Erstellung eines Entnahmeschachtes ist hier
jeweils ein Unterhaltungsaufwand zu kalkulieren.
Der vorliegenden Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine
Entnahmemöglichkeit für Wasser aus Oberflächengewässern zu
schaffen, welche den Bau- und Unterhaltungsaufwand
verringert.
Dieses Problem wird durch eine Vorrichtung zum Stauen von
fließenden Gewässern nach Patentanspruch 1 gelöst.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß diese transportierbar
ist. Die Vorrichtung umfaßt mindestens ein an die Breite des
Gewässers anpaßbares Tafelelement. Die Vorrichtung wird erst
bei Bedarf am Entnahmeort aufgebaut und nach Entnahme des
Wassers wieder abgebaut und abtransportiert. Es sind keine
Baumaßnahmen vor Ort erforderlich. Das Tafelelement ist
aufgrund seiner geringen Tiefe leicht transportierbar und zum
Beispiel als Außenlast an einem Fahrzeug anbringbar.
In der bevorzugten Ausführungsform ist weiterhin vorgesehen,
daß das Tafelelement aus zwei gelenkig miteinander
verbundenen Schenkeln besteht. Die Anpassung der Sperrbreite
an das Gewässer kann damit durch Drehen der Platten um den
gemeinsamen Drehpunkt erfolgen.
Die Schenkel sind vorteilhaft mit einer Folie überzogen,
wobei in einer bevorzugten Ausführungsform die Folie
wasserundurchlässig ist.
Eine besonders leichte Ausführung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung wird durch Ausführung der Schenkel als
Stabstrukturen erreicht.
In der bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß die
Stabstruktur ein erstes Profil sowie ein zweites Profil, die
voneinander beabstandet sind und mittels mehrerer Streben
miteinander verbunden sind, umfaßt. Die Stabstruktur spricht
in ihrem Aufbau damit handelsüblichen Leitern und kann daher
zum Beispiel aus Aluminiumleitern hergestellt werden.
Weiterhin ist bei der bevorzugten Ausführungsform vorgesehen,
daß der linke Schenkel sowie der rechte Schenkel in
Verwendungslage an ihrer unterseitigen Oberstromrichtung des
Gewässers über je ein Bodenelement verfügen. Das Bodenelement
wird durch den Wasserdruck auf den Gewässergrund gedrückt und
verhindert ein Abtreiben der Vorrichtung. Besonders
vorteilhaft ist es, wenn das Bodenelement eine Folie ist. Die
zum Überziehen der Schenkel verwendete Folie kann dazu
verlängert werden, so daß die Folien übergangslos ineinander
übergehen.
Vorteilhaft ist es, wenn die Schenkel über je mindestens eine
Befestigungsstange an ihrer in Einsatzlage an der Oberseite
gelegenen Seite verfügen. Die Vorrichtung läßt sich so
zusätzlich durch Befestigung am Ufer gegen Abtreiben sichern.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel unter Bezugnahme
auf die beiliegenden Zeichnungen näher beschrieben. Dabei
zeigen
Fig. 1 eine räumliche Darstellung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung;
Fig. 2 einen Schnitt gemäß II-II in Fig. 1;
Fig. 3 einen Schenkel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
in der Draufsicht ohne Folienverkleidung.
Zunächst wird auf Fig. 1 Bezug genommen. Eine Vorrichtung 1
besteht aus einem linken Schenkel 2 sowie einem rechten
Schenkel 3. Der linke Schenkel 2 und der rechte Schenkel 3
sind an jeweils einem Ende mittels eines Gelenkes 4 drehbar
miteinander verbunden. Das Gelenk 4 verfügt über eine
Drehachse 5, die außerhalb des linken Schenkels 2
beziehungsweise rechten Schenkels 3 liegt, so daß linker
Schenkel 2 und rechter Schenkel 3 aufeinandergeklappt werden
können. Der linke Schenkel 2 sowie der rechte Schenkel 3
verfügen über eine Verkleidung 6, die beispielsweise eine
Kunststoffplane sein kann. Auf der Seite des rechten und
linken Schenkels 2, 3, die jeweils auf den anderen Schenkel
2, 3 zusammenklappbar ist, ist ein Bodenelement 7, vergleiche
dazu auch Fig. 2, angeordnet. Das Bodenelement 7 kann eine
Verlängerung der Verkleidung 6 sein, dies ist insbesondere
sinnvoll bei einer Verkleidung aus einer Folie, ebenso kann
dies aber auch ein Brett oder dergleichen sein, welches mit
einem Scharnier an dem linken Schenkel 2 beziehungsweise
rechten Schenkel 3 angeordnet ist. An den der Drehachse 5
entfernten Enden des linken Schenkels 2 und rechten Schenkels
3 ist jeweils eine Befestigungsstange 8 angeordnet, welche im
wesentlichen senkrecht an der dem Bodenelement 7,
gegenüberliegenden Seite des linken Schenkels 2
beziehungsweise rechten Schenkels 3 von diesem ragt.
Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch einen rechten Schenkel 3
gemäß II-II in Fig. 1. Rechter Schenkel 3 und linker Schenkel
2 sind im Prinzip gleich aufgebaut und im wesentlichen
symmetrisch zur Drehachse 5. Der rechte sowie linke Schenkel
2, 3 verfügt über ein Gerüst 9, welches im wesentlichen
leiterartig aufgebaut ist. Ein erstes Profil 10 sowie ein
zweites Profil 11 sind durch mehrere Streben 12 miteinander
verbunden. Erstes Profil 10 sowie zweites Profil 11 sind
Hohlprofile etwa rechteckigen Querschnitts, die Streben 12
sind runde Hohlprofile. Die Befestigungsstange 8 des
Schenkels 2, 3 wird so angebracht, daß dieser in die
Hohlbohrung einer Strebe 12 ragt und so biegesteif mit dieser
verbunden ist. Die Befestigungsstange 8 kann zum Beispiel mit
einer Strebe 12 vernietet sein oder beispielsweise
verschweißt sein, oder mit dem ersten Profil 10 an dessen
Oberseite verschweißt sein. Die Verkleidung 6 wird
vollständig um das Gerüst 9 geschlungen und beispielsweise
durch Nieten festgelegt. Die Streben 12 ragen durch Bohrungen
in dem ersten Profil 10 sowie dem zweiten Profil 11. Die
Verkleidung 6 ist eine imprägnierte Plane, zum Beispiel eine
mit Kunststoff beschichtete Gewebeplane oder eine
Kunststoffplane, und umschließt das Gerüst 9 vollständig. Im
Bereich der Durchgangsbohrung 13 verfügt die Verkleidung 6
über Ösen 14. Durch die Ösen 14 sind Befestigungsbolzen 15 in
die Durchgangsbohrung 13 der Strebe 12 eingebracht. Die
Verkleidung 6 wird durch die Befestigungsbolzen 15 fest mit
dem Gerüst 9 verbunden und kann nach Entfernen der
Befestigungsbolzen 15 abgenommen werden.
Die Vorrichtung 1 kann bei aufeinandergeklappten linken
Schenkel 2 und rechten Schenkel 3 ähnlich einer Leiter auf
einem Fahrzeug transportiert werden und ist tragbar. Zur
Anwendung der Vorrichtung 1 werden linker Schenkel 2 und
rechter Schenkel 3 auseinandergeklappt entsprechend der
Breite des zu stauenden Gewässers und in das Gewässer
hineingelegt. Das Bodenelement 7 wird durch den Wasserdruck
auf den Gewässerboden gedrückt und verhindert ein Abtreiben
der Gewässersperre. Zusätzlich kann diese mit den
Befestigungsstangen 8 und in das Ufer zum Beispiel mit
Heringen oder an Bäumen beziehungsweise sonstigen
Gegenständen befestigten Seilen festgelegt werden. Das
Gewässer wird entsprechend der Höhe der Schenkel 2, 3 gestaut
und ermöglicht das Betreiben zum Beispiel von Saugpumpen oder
dergleichen.
Claims (9)
1. Vorrichtung zum Stauen von fließenden Gewässern, dadurch
gekennzeichnet, daß diese transportierbar ist und
mindestens ein an die Breite des Gewässers anpaßbares
Tafelelement (1, 2, 3) umfaßt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Tafelelement einen linken Schenkel (2) und einen
rechten Schenkel (3) umfaßt, die gelenkig miteinander
verbunden sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der linke Schenkel (2) sowie der rechte Schenkel (3) an
mindestens einer Seite mit einer Folie (6) überzogen
sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Folie (6) wasserundurchlässig ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der linke Schenkel (2) sowie der
rechte Schenkel (3) durch eine Stabstruktur (9, 10, 11,
12) aufgespannt sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Stabstruktur ein erstes Profil (10) sowie ein zweites
Profil (11), die voneinander beabstandet sind und mittels
mehrerer Streben (12) miteinander verbunden sind, umfaßt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der linke Schenkel (2) sowie der
rechte Schenkel (3) in Verwendungslage an ihrer
Unterseite in Oberstromrichtung des Gewässers über je ein
Bodenelement (7) verfügen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
das Bodenelement (7) eine Folie ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß der linke Schenkel (2) sowie der
rechte Schenkel (3) über je mindestens eine
Befestigungsstange (8) an ihrer in Einsatzlage an der
Oberseite gelegenen Seite verfügen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999119239 DE19919239A1 (de) | 1999-04-28 | 1999-04-28 | Vorrichtung zum Stauen von fließenden Gewässern |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1999119239 DE19919239A1 (de) | 1999-04-28 | 1999-04-28 | Vorrichtung zum Stauen von fließenden Gewässern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19919239A1 true DE19919239A1 (de) | 2000-11-09 |
Family
ID=7906112
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999119239 Ceased DE19919239A1 (de) | 1999-04-28 | 1999-04-28 | Vorrichtung zum Stauen von fließenden Gewässern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19919239A1 (de) |
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-
1999
- 1999-04-28 DE DE1999119239 patent/DE19919239A1/de not_active Ceased
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