DE102007059067B4 - Mobile Sprunganlage - Google Patents
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Abstract
Stützgestell für eine mobile Sprunganlage, bestehend aus mehreren schräg nach oben wegstehenden Streben, an deren Spitze nicht-elastische Seile umgelenkt oder befestigt werden, wobei am freien Ende dieser Seile elastische Seile anbringbar sind und diese an einer Trageinrichtung für einen Benutzer derart befestigt sind, dass der Benutzer unter Zuhilfenahme der nach oben ziehenden elastischen Seile, vorzugsweise zusätzlich unterstützt durch eine Sprunghilfeeinrichtung, springen kann,
dadurch gekennzeichnet, dass
– das Stützgestell aus 2 Tetraedern besteht, die aus je zwei seitlichen Streben (4) und einer hinteren Strebe (5) gebildet werden,
– die Abstützung für das Stützgestell auf den Untergrund durch eine Konstruktion erfolgt, die eine Längstraverse (1), die von der einen hinteren Strebe (5) des einen Tetraeders zu der anderen hinteren Strebe (5) des gegenüberliegenden Tetraeders reicht, und Stützen (3) an senkrecht zur Längstraverse (1) angeordneten Quertraversen (2), die jeweils die seitlichen Streben (4) der...
dadurch gekennzeichnet, dass
– das Stützgestell aus 2 Tetraedern besteht, die aus je zwei seitlichen Streben (4) und einer hinteren Strebe (5) gebildet werden,
– die Abstützung für das Stützgestell auf den Untergrund durch eine Konstruktion erfolgt, die eine Längstraverse (1), die von der einen hinteren Strebe (5) des einen Tetraeders zu der anderen hinteren Strebe (5) des gegenüberliegenden Tetraeders reicht, und Stützen (3) an senkrecht zur Längstraverse (1) angeordneten Quertraversen (2), die jeweils die seitlichen Streben (4) der...
Description
- Die Erfindung betrifft ein Stützgestell für eine Sprunganlage, das mehrere nach schräg oben wegstehende Streben umfasst, von denen jeweils 3 einen Tetraeder bilden, an dessen Spitze nicht-elastische Seile umgelenkt werden. Am freien Ende dieser Seile sind elastische Seile anbringbar, wobei diese elastischen Seile an einer Trageinrichtung für einen Benutzer derart befestigt sind, dass der Benutzer unter Zuhilfenahme der nach oben ziehenden elastischen Seile, vorzugsweise unter Zuhilfenahme eines Trampolins, zwischen zwei Tetraedern springen kann. Die Streben sind auf einer Unterkonstruktion aus Längs- und Quertraversen befestigt, die unter dem Trampolin angeordnet ist.
- Mittels eines derartigen Stützgestell für eine Sprunganlage kann ein Benutzer nach Anlegen der Trageinrichtung mittels der eigenen Sprungkraft, die über das Trampolin sowie die über die elastischen Seile erzeugten Zugkräfte erheblich verstärkt wird, ohne weiteres mehrere Meter hoch springen.
- Die herkömmlichen Sprunganlagen sind durch die üblicherweise verwendete Anordnung von Streben und Seilabspannungen nicht besonders stabil.
- Außerdem benötigen die bisherigen Stützgestelle einen großen Platzbedarf und sind umständlich auf- und abzubauen, was den Transport der Sprunganlage von einem zum anderen Einsatzort erschwert; sperrige Transportfahrzeuge (6 Meter lange Anhänger) und ein hoher personeller Einsatz beim Auf- und Abbau sind erforderlich. Ferner sind zum Aufbau teilweise Hilfsgeräte wie Kräne etc. notwendig.
- Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Stützgestell für eine Sprunganlage anzugeben, das die o. g. Nachteile vermeidet und sich auf einer kleinen Stellfläche zuverlässig und mit geringem Personaleinsatz auf- und abbauen lässt.
- Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
- Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Längs- und Quertraversen auf einem Fahrgestell montiert sind. Durch diese Ausbildung werden zwei Vorteile erreicht: Zum einen wird die Montage und Demontage des Stützgestells noch mehr erleichtert und beschleunigt, da das Stützgestell nicht mehr auf einem separaten Transportfahrzeug befördert werden muss und zum anderen bewirkt das Eigengewicht des Fahrgestells mit dessen niedrigem Schwerpunkt eine Erhöhung der Stabilität des Stützgestells im Betrieb, was dazu führen kann, dass die horizontale Länge der Stützbeine reduziert, oder aber die Länge der Stützarme vergrößert werden kann.
- Gemäß einer anderen Weiterbildung bestehen die Streben vorzugsweise aus einem Hohlträger, sind halbiert und durch einen Längsverbinder verbunden. Durch diese Ausbildung lässt sicht ein sehr geringes und damit transportgünstiges Raummaß erreichen. Zur Arretierung der Streben sind die Arretiereinrichtungen für die Streben vorzugsweise als Durchgangsbohrungen ausgebildet, in die Fixierstifte einsteckbar sind.
- Die Weiterbildung, dass an den Traversenenden Verlängerungen gelenkig angebracht sind, die in einer ausgefahrenen Stellung die Traversen axial verlängern und mittels Arretiereinrichtungen in dieser Stellung arretierbar sind, bewirkt ebenfalls ein geringes Raummaß des zusammengelegten Stützgestells zum Zweck des Transportes, während in der Betriebsstellung durch die langen Traversen eine hohe Betriebssicherheit gewährleistet ist, also ein Umkippen des Stützgestells durch außerordentliche Resonanzschwingungskräfte durch Benutzer oder Windkräfte nicht zu befürchten ist.
- Auch wenn dies nicht stets explizit erläutert oder dargestellt ist, kann die erfindungsgemäße Vorrichtung mittels Hydraulikeinrichtungen versehen werden, um über geeignet angebrachte Hydraulikzylinder eine Montage oder Demontage der Vorrichtung zu erleichtern bzw. beschleunigen.
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand der beiliegenden Zeichnungen weiter erläutert. Dabei zeigt:
-
1 : eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Stützgestells ohne Fahrgestell in einer 3-D-Sicht im aufgebauten Zustand (Betriebsstellung); -
2 : die Ausführungsform gemäß1 im zusammengelegten Zustand (Transportstellung); -
3 : die Ausführungsform gemäß1 bei der Montage; hervorgehoben Sprungseil links und Sprungseil rechts -
4 : die Ausführungsform gemäß1 bei der Montage; hervorgehoben Seil zum Motor; -
5 : die Ausführungsform gemäß1 bei der Montage; hervorgehoben Seile beim Aufrichten der Masten; -
6 : die Ausführungsform gemäß1 bei der Montage; hervorgehoben Sicherungsseil; -
7 : eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Stützgestells in der Draufsicht; -
8 : die Ausführungsform gemäß1 mit Seilführung in der Betriebsstellung; hervorgehoben Sprungseil links und Sprungseil rechts; -
9 : die Ausführungsform gemäß1 mit Seilführung in der Betriebsstellung; hervorgehoben Seil zum Motor; -
10 : automatische Aufstellhilfe; -
11 : Vorderansicht des Verbindungsdetails an der Tetraederspitze; -
12 : Seitenansicht des Verbindungsdetails an der Tetraederspitze; -
13 : Steckverbinder; -
14 : Stützen; -
15 : Werbeflächen. - In den Figuren bezeichnen gleiche Bezugsziffern stets gleiche Teile.
- Das erfindungsgemäße Stützgestell (
7 ) umfasst im wesentlichen eine Längs- (1 ) und zwei Quertraversen (2 ), an denen Stützen (3 ) oder Räder montiert sind, sowie seitliche (4 ) und hintere (5 ) Streben. Die Quertraversen können einklappbar, höhenverstellbar, zusammenschiebbar und zerlegbar sein. - Die Streben (
4 ) und (5 ) können teilbar sein und müssen dann vor dem Aufrichten zusammengesteckt werden. Jeweils drei Streben (4 ) und (5 ) bilden einen Tetraeder, wobei sie an der Spitze (9 ) verbunden sind. Die zwei- oder mehrteiligen Streben (4 ) und (5 ) können mittels Steckverbinder (8 ) verbunden werden. - Die Stützen (
3 ) sind höhenverstellbar und lassen sich den örtlichen Gegebenheiten anpassen. - Streben (
4 ) und (5 ) und Traversen (1 ) und (2 ) bestehen aus Hohlprofilen, die z. B. aus Aluminium oder Stahl gefertigt sein können. - Die Abstützung auf den Untergrund erfolgt durch die Längstraverse (
1 ) und die Stützen (3 ) der Quertraversen (2 ). Die Traversen können teilbar sein. - Das gesamte Stützgestell (
7 ) ist zusammenklappbar oder zerlegbar, damit es transportiert werden kann. - Auf den Quertraversen werden die seitlichen Streben (
4 ) befestigt. Die hinteren Streben (5 ) werden auf der Längstraverse befestigt. Die Befestigung erfolgt am Boden liegend, danach werden die Streben mittels einer automatischen Aufstellhilfe (6 ) mit Motor aufgerichtet. Die für das Aufrichten der Streben notwendigen Seile werden im Betriebszustand für die Befestigung der Trageinrichtung für den Benutzer verwendet. Die Seilführung ist für das Aufrichten der Streben eine andere als für das Springen. Mit Hilfe des Motors der automatischen Aufstellhilfe können die Seile in ihrer Länge variiert werden. Zwischen der Trageinrichtung für den Benutzer und dem Ende der nichtelastischen Seile sind elastische Seile eingebaut. - Die Demontage des erfindungsgemäßen Stützgestells erfolgt dadurch, dass zunächst die Verbindung der Streben (
4 ) und (5 ) auf der Quertraverse (3 ) gelöst wird und die Streben mittels der beim Aufstellen beschriebenen Seile kontrolliert vorzugsweise mit Hilfe eines Elektromotors (alternativ auch hydraulisch unterstützt) umgelegt werden. Die Streben (4 ) und (5 ) werden an den Arretiereinrichtungen zu den Traversen (1 ) und (2 ) gelöst und an den Steckverbindern (8 ) geteilt. Anschließend werden die Verbindungsschrauben der Quertraversen (2 ) von der Längstraverse gelöst. Die Bolzen der Stützfüße (3 ) werden von den Quertraversen gelöst und die Längstraverse (1 ) wird an der Steckverbindung geteilt. - Alle Teile können sich bei einer maximalen Länge von 3,50 m in einem Anhänger transportieren lassen.
- Die erfindungsgemäße Ausführung mit Reifen unterscheidet nachfolgende Punkte:
Die Längstraverse (1 ) und Quertraversen (2 ) lassen sich in ihrer Länge teleskopartig aus- und einfahren. Für den Transportzustand ist eine Quertraverse (2 ) eingefahren die andere parallel zur Längstraverse eingeklappt. Die Längstraverse kann ebenfalls eingefahren sein. Die Längs- und Quertraversen bilden das Fahrgestell auf denen die ungeteilten Streben aufliegen. Für den Montagezustand müssen Streben an Längs- und Quertraverse befestigt werden. Auf- und Abbau erfolgt analog zum Stützgestell ohne Reifen. Die erfindungsgemäße Ausführung erfolgt mit zwei Reifen (10 ) an der einen Quertraverse, die im Betriebszustand durch Stützfüße (3 ) ersetzt sein können, sowie zwei Stützfüße (3 ) an der anderen Quertraverse. Die Reifen (10 ) lassen sich für den Transportzustand in ihrer Höhenlage verstellen. - Die Erfindung hat folgende wesentliche Vorteile:
Durch die erfindungsgemäße Konstruktion ist das gesamte Stützgestell eine Einheit, die mittels einer automatischen Aufrichthilfe von nur einer Person aufgerichtet und zusammengebaut sowie auch wieder demontiert werden kann. - Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass kein zusätzlicher Montage- und Demontageplatz zum eigentlichen Stellplatz benötigt wird. Der Platzbedarf des betriebsbereiten Sprunggestells reicht für sämtliche Montagearbeiten aus. Dieser Vorteil tritt besonders bei Volksfesten etc. zu Tage, wo beim Auf- und Abbau ein großes Gedränge herrscht und häufig viel Zeit dafür verloren geht, weil der erforderliche Montage- oder Demontageplatz nicht zur Verfügung steht.
- Ein weiterer Vorteil bietet die große Werbefläche der Tetraeder, die von allen Seiten gut einsehbar ist und den Betreibern eine zusätzliche Einnahmequelle ermöglicht.
Claims (10)
- Stützgestell für eine mobile Sprunganlage, bestehend aus mehreren schräg nach oben wegstehenden Streben, an deren Spitze nicht-elastische Seile umgelenkt oder befestigt werden, wobei am freien Ende dieser Seile elastische Seile anbringbar sind und diese an einer Trageinrichtung für einen Benutzer derart befestigt sind, dass der Benutzer unter Zuhilfenahme der nach oben ziehenden elastischen Seile, vorzugsweise zusätzlich unterstützt durch eine Sprunghilfeeinrichtung, springen kann, dadurch gekennzeichnet, dass – das Stützgestell aus 2 Tetraedern besteht, die aus je zwei seitlichen Streben (
4 ) und einer hinteren Strebe (5 ) gebildet werden, – die Abstützung für das Stützgestell auf den Untergrund durch eine Konstruktion erfolgt, die eine Längstraverse (1 ), die von der einen hinteren Strebe (5 ) des einen Tetraeders zu der anderen hinteren Strebe (5 ) des gegenüberliegenden Tetraeders reicht, und Stützen (3 ) an senkrecht zur Längstraverse (1 ) angeordneten Quertraversen (2 ), die jeweils die seitlichen Streben (4 ) der Tetraeder verbinden, aufweist, und – das gesamte Stützgestell (7 ) zusammenklappbar oder zerlegbar sein kann, damit es transportiert werden kann. - Stützgestell nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet dass die Streben (
4 ) und (5 ) über einen Steckverbinder (8 ) teilbar sind und die seitlichen Streben (4 ) und die hintere Strebe (5 ) an der Spitze mit einem Steckverbinder (9 ) zusammengefügt sind. - Stützgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Streben (
4 ) und (5 ) mittels eines motorbetriebenen automatischen Seilzugs aufgerichtet werden können. - Stützgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Montagefläche der Sprunggestellgrundfläche entspricht.
- Stützgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Streben (
4 ) und (5 ) und Traversen (1 ) und (2 ) jeweils aus einem Hohlprofil bestehen. - Stützgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützfüße (
3 ) mit Einrichtungen zur manuellen Niveauregelung versehen sind. - Stützgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Streben (
4 ) und (5 ) in horizontaler Richtung über die Längstraverse (1 ) hinausragen. - Stützgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Traversen (
1 ,2 ) mit Rädern versehen als Anhänger benutzt werden können. - Stützgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenflächen der Tetraeder, die durch die Streben gebildet werden, als Werbefläche benutzt werden können.
- Stützgestell nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprunghilfeeinrichtung ein Trampolin ist, das zwischen den Tetraedern, die durch die Streben gebildet werden, und über der Unterkonstruktion angeordnet ist.
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