DE19914665A1 - Waffensimulator für ein Kampffahrzeug, insbesondere einem Kampfpanzer - Google Patents
Waffensimulator für ein Kampffahrzeug, insbesondere einem KampfpanzerInfo
- Publication number
- DE19914665A1 DE19914665A1 DE19914665A DE19914665A DE19914665A1 DE 19914665 A1 DE19914665 A1 DE 19914665A1 DE 19914665 A DE19914665 A DE 19914665A DE 19914665 A DE19914665 A DE 19914665A DE 19914665 A1 DE19914665 A1 DE 19914665A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- carriage
- breech
- closure
- weapon simulator
- movement
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
- 238000000926 separation method Methods 0.000 claims description 5
- 238000010304 firing Methods 0.000 claims description 4
- 230000001133 acceleration Effects 0.000 claims description 3
- 238000000034 method Methods 0.000 description 4
- 210000000078 claw Anatomy 0.000 description 2
- 238000004088 simulation Methods 0.000 description 2
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 description 2
- 230000003111 delayed effect Effects 0.000 description 1
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 1
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 1
- 230000007257 malfunction Effects 0.000 description 1
- 108090000623 proteins and genes Proteins 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 230000000007 visual effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A33/00—Adaptations for training; Gun simulators
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)
- Toys (AREA)
- Management, Administration, Business Operations System, And Electronic Commerce (AREA)
- Details Of Garments (AREA)
Abstract
Ein Waffensimulator für ein Kampffahrzeug, insbesondere einen Kampfpanzer, mit einem im Fahrzeug schwenkbar gelagerten Wiegenkörper (1), der an seinem inneren Ende einen einem Waffenverschluß nachgebildeten Verschluß (2) trägt und in den anstelle eines Waffenrohres ein Führungsgestell (3) eingesetzt ist. Im Führungsgestell (3) ist ein Schlitten (5) zum Transport eines Übungsgeschosses aus dem Verschluß (2) in eine außerhalb des Fahrzeugs liegende Abgabeposition und wieder zurückbewegbar. Der Verschluß (2) ist gegenüber dem Wiegenkörper (1) in eine den Rücklauf des Waffenrohres simulierende, nach hinten versetzte Position und wieder nach vorne bewegbar. Als Antriebsvorrichtung für den Schlitten (5) dient ein erster Elektromotor (6), der am Führungsgestell (3) angeordnet ist und dessen Abtriebswelle über ein Ritzel (6.1) in eine Zahnstange (7) eingreift, die am Schlitten (5) befestigt ist. Als Antriebsvorrichtung für den Verschluß (2) dienen zwei zu beiden Seiten des Wiegenkörpers (1) angeordnete Spindelantriebe (8.1, 8.2), deren Spindelmuttern jeweils mit dem Verschluß (2) verbunden sind und deren Spindeln jeweils über einen zweiten und dritten Elektromotor (9.1, 9.2) angetrieben werden. Die Elektromotoren (6, 9.1, 9.2) werden von einer Regelelektronik (11) derart angesteuert, daß die Bewegungen des Schlittens (5) und des Verschlusses (2) aufeinander abgestimmt nach einem vorgegebenen Programm ablaufen.
Description
Die Erfindung betrifft einen Waffensimulator für ein Kampffahrzeug, insbeson
dere einen Kampfpanzer, mit den Merkmalen aus dem Oberbegriff des Pa
tentanspruchs 1.
Derartige Waffensimulatoren sind an sich bekannt. Sie werden unter anderem
eingesetzt zur Ausbildung des Ladeschützen an der schweren Waffe eines
Kampfpanzers.
Die Simulation besteht dabei im vorschriftsmäßigen Beladen des Waffensi
mulators mit Übungsgeschossen, in der Ausführung der Rücklaufbewegung
des Waffenrohres bei Betätigen des Abfeuerimpulses, gegebenenfalls Abtren
nen des Hülsenbodens des Übungsgeschosses mit automatischem
Hülsenbodenauswurf sowie Transport des verbrennbaren Teils des Übungs
geschosses mittels des Schlittens in eine Auffangvorrichtung außerhalb des
Fahrzeugs.
Bei bekannten Waffensimulatoren dienen als Antriebsvorrichtungen Hydrau
likzylinder, wobei als hydraulische Energieversorgung je nach Verwendungs
zweck ein separates Aggregat oder die serienmäßige hydraulische Kraftver
sorgung des Fahrzeugs dienen.
In letzter Zeit sind zur Kampfwertsteigerung bei Kampfpanzern die hydrauli
schen Antriebe der Turmrichtanlage durch elektrische Antriebe ersetzt wor
den. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Waffensimulator mit den
im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmalen auf ein elek
trisches Antriebskonzept umzustellen, wobei der äußere Aufbau des Waffen
simulators möglichst unverändert sein sollte und insbesondere die der realen
Waffenanlage nachgebildeten Teile erhalten bleiben sollten und alle oben er
wähnten Simulationsschritte durchgeführt werden sollten. Der Bewegungs
ablauf sollte automatisch gesteuert erfolgen und die Möglichkeit eines manu
ellen Notbetriebs sollte vorgesehen sein.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den Merkmalen aus
dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildun
gen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
Der Grundgedanke der Erfindung besteht nicht nur darin, die hydraulischen
Antriebsvorrichtungen durch entsprechende, für den speziellen Zweck geeig
nete elektromotorische Antriebe zu ersetzen, sondern die Vorteile der sehr
genauen Steuerungsmöglichkeit des elektromotorischen Antriebs auszunut
zen durch eine eigene Steuervorrichtung, die den Bewegungsablauf von
Schlitten und Verschluß nach einem vorgegebenen Programm automatisch
ablaufen läßt.
Diese Ausbildung eröffnet auch die Möglichkeit, durch entsprechende Schal
tungen im Handbetrieb die Elektromotoren mit vorgegebenen minimalen Ge
schwindigkeiten durch manuelle Betätigung von Schaltern anzusteuern.
Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn als Elektromotoren bür
stenlose Servomotoren verwendet werden, die mit einer Bremsvorrichtung
und integrierten Drehgebern versehen sind. Die Spindelantriebe für die Bewe
gung des Verschlusses können in besonders vorteilhafter Weise in Gehäusen
angeordnet sein, die den Rohrbremsen nachgebildet sind, so daß auch hier
der reale Eindruck einer Waffenanlage erhalten bleibt.
Weitere Vorteile bestehen darin, daß das reale Geschehen beim Abschuß
auch insofern simuliert werden kann, als bei Übungsgeschossen mit abtrenn
barem Hülsenboden während der Vorwärtsbewegung des Schlittens der Hül
senboden des Übungsgeschosses abgetrennt wird und im Verschluß ver
bleibt, so daß er nach dem Zurück- und wieder Nachvornelaufen des Ver
schlusses ausgeworfen werden kann. Dabei kann der automatische Ablauf so
gesteuert sein, daß der Vorlauf des Schlittens nur ausgelöst wird, wenn das
Abtrennen des Hülsenbodens erfolgt ist. Die Beschleunigungen von Schlitten
und Verschluß in den verschiedenen Teilphasen ihrer Bewegung können von
der Steuervorrichtung aufgrund des vorgegebenen Programms genau vorge
geben werden.
Im folgenden wird anhand der beigefügten Zeichnungen ein Ausführungsbei
spiel für einen Waffensimulator nach der Erfindung und seine Funktionsweise
näher erläutert.
In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 einen Waffensimulator ohne das ihn aufnehmende Fahrzeug in Drauf
sicht;
Fig. 2 einen vertikalen Längsschnitt durch den Waffensimulator nach Fig. 1
in der Grundstellung;
Fig. 3 in einer Darstellung analog Fig. 2 den Waffensimulator in den Um
kehrpositionen von Schlitten und Verschluß;
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie A-A in Fig. 2;
Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie B-B in Fig. 2:
Fig. 6 eine Ansicht des Waffensimulators nach Fig. 1 von vorne;
Fig. 7 ein Blockschaltbild für die elektrische Versorgung der Antriebsvor
richtungen des Waffensimulators nach Fig. 1 bis 6;
Fig. 8 in graphischer Darstellung die Abhängigkeit der Geschwindigkeiten
von Schlitten und Verschluß von der Zeit in verschiedenen Phasen des Bewe
gungsablaufes.
Wie den Fig. 1 bis 6 zu entnehmen, besitzt der dargestellte Waffensimulator
einen im Turm eines im übrigen nicht dargestellten Kampfpanzers über zwei
Schildzapfen 1.1 schwenkbar gelagerten Wiegenkörper 1, der an seinem hin
teren Ende einen Verschluß 2 trägt, der einem realen Waffenverschluß genau
nachgebildet ist. Anstelle des Waffenrohres ist in den Wiegenkörper ein nach
vorne aus dem Turm herausgeführtes Führungsgestell 3 eingesetzt, das Füh
rungsschienen 7.1 besitzt, auf denen ein Schlitten 5 zum Transport eines
Übungsgeschosses ÜG läuft. Als Antriebsvorrichtung für den Schlitten 5 dient
ein als Servomotor mit Bremsvorrichtung und integrierten Drehgebern ausge
bildeter Elektromotor 6, der fest am Führungsgestell 3 angeordnet ist und
dessen Abtriebswelle ein Ritzel 6.1 trägt, welches in eine Zahnstange 7 ein
greift, die mit dem Schlitten 5 fest verbunden ist und parallel zu dessen Be
wegungsrichtung verläuft. Bei der Vorwärtsbewegung des Schlittens 5 ist die
Zahnstange 7 in der im Führungsgestell 3 angeordneten Führung 7.1 geführt.
Als Antriebsvorrichtung für den Verschluß 2 dienen zwei zu beiden Seiten des
Wiegenkörpers 1 angeordnete Spindelantriebe 8.1 und 8.2, deren Spindeln
jeweils über Elektromotoren 9.1 bzw. 9.2 angetrieben werden und deren Spin
delmuttern mit dem Verschluß 2 zu dessen Bewegung in Richtung der Ver
schlußachse verbunden sind. Im Verschluß 2 ist weiterhin eine Vorrichtung
zum Abtrennen des Hülsenbodens HB des Übungsgeschosses ÜG angeord
net mit einem Hebel 10, der in nicht genauer dargestellter Weise in eine Ver
riegelung des Übungsgeschosses ÜG eingreift, wenn sich der Schlitten 5 nach
vorne bewegt.
Fig. 7 zeigt den Anschluß der Elektromotoren 6, 9.1 und 9.2 an ein eine Re
gelelektronik 11 enthaltendes Regel- und Steuerungssystem. Der Regelelek
tronik 11 werden durch Taster oder von Sensoren ausgehend Steuersignale,
beispielsweise bezüglich der Betätigung des Verschlußkeils im Verschluß, des
Ladezustands, des Vorhandenseins eines Notsignals oder zur Abgabe des
Abfeuerimpulses zugeführt. Die elektrische Versorgung der Regelelektronik 11
erfolgt aus dem sogenannten Feinnetz der Energieversorgungseinrichtung.
Die Funktion der Regelelektronik wird in nicht eigens erläuterter, an sich be
kannter Weise, von einem vorgegebenen Programm gesteuert. Ihre Regel-
und Steuersignale werden einer Leistungselektronik 12 zugeführt, deren
Netzteil an das sogenannte Grobnetz der Energieversorgungseinrichtung des
Kampfpanzers angeschlossen ist. An die Leistungselektronik 12 sind die An
schlußstecker der Elektromotore 6, 9.1 und 9.2 angeschlossen. In Fig. 7 sind
neben den elektrischen Bauteilen der Wiegenkörper 1 mit den seitlich ange
ordneten Spindelantrieben 8.1 und 8.2 sowie der Verschluß 2 dargestellt, des
sen Bewegung nach hinten und wieder nach vorne durch die "Verschlußach
se" angegeben ist. Der im Führungsgestell 3 laufende Schlitten 5 bewegt sich
in Richtung der angegebenen "Schlittenachse".
Die jeweiligen Positionen des Schlittens 5 und des Verschlusses 2 werden
durch in den Elektromotoren integrierte Drehgeber überwacht, deren Aus
gangssignale zusätzlich der Regelelektronik zugeführt werden.
Die Funktionsweise des dargestellten Waffensimulators ist folgende:
In der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Grundstellung liegt der Verschluß 2 an einem Gummiring 1.2 des Wiegenkörpers 1 an und der Schlitten an einem Anschlag im Führungsrohr 2.1 des Schlittens 2.
In der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Grundstellung liegt der Verschluß 2 an einem Gummiring 1.2 des Wiegenkörpers 1 an und der Schlitten an einem Anschlag im Führungsrohr 2.1 des Schlittens 2.
Diese Grundstellung wird an der Regelelektronik durch Aufleuchten einer LED
angezeigt.
Bevor im Automatikbetrieb der Waffensimulator in Gang gesetzt wird, über
prüft die Regelelektronik 11, ob Schlitten und Verschluß sich in Grundstellung
befinden, der Verschlußkeil geschlossen ist, ein Übungsgeschoß geladen ist
und kein "NOT-AUS-Signal" anliegt. Wenn ein Abfeuerimpuls zugeführt wird,
beginnt die Funktion des Waffensimulators im Automatikbetrieb, der aus zwei
aufeinander abgestimmten Bewegungsabläufen besteht, von denen einer vom
Schlitten 5 und der andere vom Verschluß 2 vollzogen wird. Fig. 8 zeigt in
beispielhafter Weise die beiden Bewegungsabläufe für den Schlitten und den
Verschluß, wobei in der graphischen Darstellung jeweils die Schlittenge
schwindigkeit VS bzw. die Verschlußgeschwindigkeit VV gegen die Zeit t auf
getragen sind.
Während eines ersten Zeitraumes, der in Fig. 8 zwischen den Punkten 0 und I
abläuft, durchläuft der Schlitten 5 eine vorgegebene Wegstrecke (beispiels
weise 35 mm). Auf dieser Wegstrecke wird der Hülsenboden HB vom
Übungsgeschoß ÜG abgetrennt. Nach erfolgter Abtrennung fährt der Schlitten
5 mit dem Rest des Übungsgeschosses ÜG nach vorne in Richtung auf sei
nen Umkehrpunkt VI. Sobald der Schlitten 5 den Punkt I erreicht hat, wird die
Bewegung des Verschlusses 2 ausgelöst. Erfolgt keine Abtrennung des Hül
senbodens, so erreicht der Schlitten den Punkt I nicht. Es kann also in diesem
Fall auch kein Startsignal für die Bewegung des Verschlusses 2 gegeben
werden und der Automatikzyklus wird nach einer vorgegebenen Zeit (bei
spielsweise 5 Sekunden) abgebrochen.
Die beim Punkt I beginnende Bewegung des Verschlusses 2 verläuft in einem
ersten Teilabschnitt zwischen den Punkten I und II erst beschleunigt, dann mit
maximaler Geschwindigkeit gleichförmig und schließlich abgebremst bis zur
Umkehrposition bei II und dann in entgegengesetzter Richtung wiederum erst
beschleunigt, dann mit maximaler Geschwindigkeit gleichförmig bis zum Punkt
III. Ab Punkt 111 wird die maximale Geschwindigkeit des Verschlusses 2 weg
abhängig verzögert und es wird im Teilabschnitt zwischen III und IV der Ver
schluß 2 geöffnet. Während dieses Bewegungsvorganges fährt ein Auflauf
nocken an einer Schräge einer Auflauframpe hoch und zieht dabei den Ver
schlußkeil nach unten. Ab dem Zeitpunkt IV trifft der Verschlußkeil auf Aus
werferkrallen. Durch den harten Aufschlag werden die Auswerferkrallen nach
hinten bewegt und werfen bei diesem Vorgang den Hülsenboden HB in den
Hülsenkasten aus.
Vom Zeitpunkt V an ist der Bewegungsvorgang des Verschlusses 2 abge
schlossen und er liegt wieder am Gummiring 1.2 des Wiegenkörpers 2 an. Er
befindet sich somit wieder in der Grundstellung.
Wenn sich der Verschluß 2 wieder in der Grundstellung befindet, läuft ab Zeit
punkt VI der Schlitten 5 von seinem Umkehrpunkt wieder zurück, wobei in
einem ersten Teilabschnitt dieser Bewegung die Beschleunigung relativ gering
ist, um ein sicheres Auswerfen des Übungsgeschosses ÜG zu ermöglichen.
Zu diesem Zweck wird der im Schlitten 5 liegende Teil des Übungsgeschos
ses ÜG, der dort durch eine Arretierung 13 bereits festgehalten ist, während
der Rückwärtsfahrt gegen eine Auswurfvorrichtung 14 gedrückt und damit in
sei
ner Bewegung festgehalten, bis der Schlitten 5 die Länge dieses Teils des
Übungsgeschosses ÜG durchfahren hat und dieser in eine Auffangvorrichtung
fällt. Vom Zeitpunkt VII an wird die Rückwärtsfahrt des Schlittens 5 bis zum
Erreichen der maximalen Geschwindigkeit stark beschleunigt. Um den Schlit
ten 5 ohne Beschädigung in die Grundposition einzufahren, wird er aus der
Maximalgeschwindigkeit abgebremst und fährt mit einer Restgeschwindigkeit
in die Grundposition ein. Im Punkt VIII hat der Schlitten 5 seinen Bewegungs
vorgang abgeschlossen. Er schlägt mechanisch am Verschluß 2 an und be
findet sich damit in seiner Grundstellung.
Bei Störungen und in Notfällen kann der Waffensimulator über die Regelelek
tronik 11 betrieben werden, und es könnten sowohl der Schlitten 5 als auch
der Verschluß 2 durch Betätigen entsprechender Taster mit minimaler Ge
schwindigkeit einzeln verfahren werden.
Claims (8)
1. Waffensimulator für ein Kampffahrzeug, insbesondere einem Kampfpan
zer, mit einem im Fahrzeug schwenkbar gelagerten Wiegenkörper (1), der
an seinem inneren Ende einen, einem Waffenverschluß nachgebildeten
Verschluß (2) trägt und in den anstelle eines Waffenrohres ein Führungs
gestell (3) eingesetzt ist mit Führungsschienen (7.1) auf denen ein Schlit
ten (5) zum Transport eines Übungsgeschosses (ÜG) aus dem Verschluß
(2) in eine außerhalb des Fahrzeugs liegende Abgabeposition und wieder
zurück bewegbar ist und bei welchem der Verschluß (2) gegenüber dem
Wiegenkörper (1) in eine den Rücklauf des Waffenrohres simulierende,
nach hinten versetzte Position und wieder nach vorne bewegbar ist, wobei
die Bewegungen des Schlittens (5) und des Verschlusses (2) durch ge
trennte Antriebsvorrichtungen erzeugt werden, dadurch gekennzeichnet,
daß als Antriebsvorrichtung für den Schlitten (5) ein erster Elektromotor (6)
dient, der an dem Führungsgestell (3) angeordnet ist und dessen Ab
triebswelle ein Ritzel (6.1) trägt, welches in eine mit dem Schlitten (5) ver
bundene, parallel zu dessen Bewegungsrichtung verlaufende Zahnstange
(7) eingreift, und als Antriebsvorrichtung für den Verschluß (2) zwei zu
beiden Seiten des Wiegenkörpers (1) angeordnete Spindelantriebe (8.1,
8.2) dienen, deren Spindelmuttern jeweils mit dem Verschluß (2) verbun
den sind und deren Spindel jeweils über einen zweiten und dritten Elek
tromotor (9.1, 9.2) angetrieben werden, und daß die Elektromotoren
(6, 9.1, 9.2) von einer Regelelektronik (11) derart angesteuert werden, daß
die Bewegungen des Schlittens (5) und des Verschlusses (2) aufeinander
abgestimmt nach einem vorgegebenen Programm ablaufen.
2. Waffensimulator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Elek
tromotoren (6, 9.1, 9.2) bürstenlose Servomotoren dienen, die mit einer
Bremsvorrichtung und integrierten Drehgebern versehen sind.
3. Waffensimulator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Spindelantriebe (8.1, 8.2) für die Bewegung des Verschlusses (2) in
Gehäusen angeordnet sind, die den Rohrbremsen nachgebildet sind.
4. Waffensimulator nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß bei Übungsgeschossen (ÜG) mit abtrennbarem Hülsenbo
den (HB) die Abtrennung während der Vorwärtsbewegung des Schlittens
(5) nach einer vorgegebenen Wegstrecke durch Einrasten eines Hebels
(10) in eine Verriegelung des Übungsgeschosses (ÜG) erfolgt.
5. Waffensimulator nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Re
gelelektronik (11) zuerst den Elektromotor (6) für den Schlitten (5) und erst
nach dem Abtrennen des Hülsenbodens (HB) die Elektromotoren (9.1, 9.2)
für den Verschluß (2) ansteuert.
6. Waffensimulator nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Elektromotoren (6, 9.1, 9.2) von der Regelelektronik (11) gemäß dem vor
gegebenen Programm derart angesteuert werden, daß folgender Bewe
gungsablauf erzielt wird:
- a) Nach Auslösen eines Abfeuerimpulses durchläuft der Schlitten (5) während eines ersten Zeitraums (0-I) eine vorgegebene Wegstrecke, auf der die Abtrennung des Hülsenbodens (HB) erfolgt;
- b) nach Abtrennung des Hülsenbodens (HB) läuft der Schlitten (5) weiter bis in seine Umkehrposition (6);
- c) nach Ablauf des ersten Zeitraums (0-I) setzt sich der Verschluß (2) in Bewegung und läuft während eines zweiten Zeitraums (I-VI) erst be schleunigt, dann gleichförmig und schließlich abgebremst in seine Umkehrposition (2) und in entgegengesetzter Richtung in einer ent sprechenden Bewegung wieder nach vorne in seine Ausgangsposition (V), wobei im letzten Teilabschnitt (III-IV) dieser Vorlaufbewegung der Verschluß (2) geöffnet und der Hülsenboden (HB) ausgeworfen wird;
- d) nach Ablauf des zweiten Zeitraums (I-V) läuft der Schlitten in seine Ausgangsposition (VIII) zurück, wobei in einem ersten Teilabschnitt (VI-VII) der Rücklaufbewegung, in welcher das Übungsgeschoß (ÜG) ausgeworfen wird, die Beschleunigung niedriger ist als in einem zwei ten Teilabschnitt (VII-VIIA) und dann in einem dritten Teilabschnitt (VIIA-VIII) der Schlitten (5) abgebremst in die Grundposition (VIII) be wegt wird.
7. Waffensimulator nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Positionen des Schlittens (5) und des Verschlusses (2)
durch Sensoren überwacht werden, deren Ausgangssignale der Regele
lektronik (11) zugeführt werden.
8. Waffensimulator nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß im Notbetrieb die Elektromotoren (6, 9.1, 9.2) über die Re
gelelektronik (11) manuell ansteuerbar sind, wobei die Bewegungen des
Schlittens (5) und des Verschlusses (2) mit herabgesetzter Geschwindig
keit erfolgen.
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914665A DE19914665A1 (de) | 1999-03-31 | 1999-03-31 | Waffensimulator für ein Kampffahrzeug, insbesondere einem Kampfpanzer |
| EP00106310A EP1043561B1 (de) | 1999-03-31 | 2000-03-23 | Waffensimulator für ein Kampffahrzeug, insbesondere einen Kampfpanzer |
| ES00106310T ES2245914T3 (es) | 1999-03-31 | 2000-03-23 | Simulador de armas para un vehiculo de combate, especialmente un carro de combate. |
| DE50010859T DE50010859D1 (de) | 1999-03-31 | 2000-03-23 | Waffensimulator für ein Kampffahrzeug, insbesondere einen Kampfpanzer |
| AT00106310T ATE301275T1 (de) | 1999-03-31 | 2000-03-23 | Waffensimulator für ein kampffahrzeug, insbesondere einen kampfpanzer |
| NO20001656A NO321355B1 (no) | 1999-03-31 | 2000-03-30 | Vapensimulator for et stridskjoretoy |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914665A DE19914665A1 (de) | 1999-03-31 | 1999-03-31 | Waffensimulator für ein Kampffahrzeug, insbesondere einem Kampfpanzer |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19914665A1 true DE19914665A1 (de) | 2000-10-05 |
Family
ID=7903118
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914665A Withdrawn DE19914665A1 (de) | 1999-03-31 | 1999-03-31 | Waffensimulator für ein Kampffahrzeug, insbesondere einem Kampfpanzer |
| DE50010859T Expired - Lifetime DE50010859D1 (de) | 1999-03-31 | 2000-03-23 | Waffensimulator für ein Kampffahrzeug, insbesondere einen Kampfpanzer |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE50010859T Expired - Lifetime DE50010859D1 (de) | 1999-03-31 | 2000-03-23 | Waffensimulator für ein Kampffahrzeug, insbesondere einen Kampfpanzer |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP1043561B1 (de) |
| AT (1) | ATE301275T1 (de) |
| DE (2) | DE19914665A1 (de) |
| ES (1) | ES2245914T3 (de) |
| NO (1) | NO321355B1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL2028658B1 (en) * | 2021-07-08 | 2023-01-16 | Van Halteren Metaal B V | A howitzer training gun |
| DE102024002133A1 (de) * | 2024-07-02 | 2026-01-08 | Diago Schilling | Vorrichtung, Schuss-Lade-Simulator für die Verwendung in einem Computer- /Videospiel |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB2417313B (en) * | 2004-08-21 | 2007-04-25 | David Norman Snook | Motorised breech mechanism |
| FR2878950B1 (fr) * | 2004-12-02 | 2010-05-07 | Giat Ind Sa | Dispositif de simulation de tir pour armes de gros calibre |
| EP2219005B1 (de) | 2009-02-11 | 2011-07-13 | e.sigma Technology AG | Rückstoßimpulserzeuger für einen Waffensimulator |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3140062A1 (de) * | 1980-10-10 | 1982-05-13 | Thomson-CSF, 75360 Paris | Ausbildungssimulator fuer geschuetzladeuebungen |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2486008A (en) * | 1946-04-24 | 1949-10-25 | United Shoe Machinery Corp | Drill gun |
| US3141246A (en) * | 1962-10-26 | 1964-07-21 | Boris Andre | Separable simulated round of ammunition |
| US5201658A (en) * | 1991-11-18 | 1993-04-13 | Ecc International Corporation | Artillery gun simulator having fixed gun tube and recoiling breech assembly |
-
1999
- 1999-03-31 DE DE19914665A patent/DE19914665A1/de not_active Withdrawn
-
2000
- 2000-03-23 ES ES00106310T patent/ES2245914T3/es not_active Expired - Lifetime
- 2000-03-23 EP EP00106310A patent/EP1043561B1/de not_active Expired - Lifetime
- 2000-03-23 AT AT00106310T patent/ATE301275T1/de active
- 2000-03-23 DE DE50010859T patent/DE50010859D1/de not_active Expired - Lifetime
- 2000-03-30 NO NO20001656A patent/NO321355B1/no not_active IP Right Cessation
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3140062A1 (de) * | 1980-10-10 | 1982-05-13 | Thomson-CSF, 75360 Paris | Ausbildungssimulator fuer geschuetzladeuebungen |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL2028658B1 (en) * | 2021-07-08 | 2023-01-16 | Van Halteren Metaal B V | A howitzer training gun |
| DE102024002133A1 (de) * | 2024-07-02 | 2026-01-08 | Diago Schilling | Vorrichtung, Schuss-Lade-Simulator für die Verwendung in einem Computer- /Videospiel |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE50010859D1 (de) | 2005-09-08 |
| EP1043561A3 (de) | 2001-04-25 |
| NO321355B1 (no) | 2006-05-02 |
| EP1043561B1 (de) | 2005-08-03 |
| NO20001656D0 (no) | 2000-03-30 |
| EP1043561A2 (de) | 2000-10-11 |
| NO20001656L (no) | 2000-10-02 |
| ES2245914T3 (es) | 2006-02-01 |
| ATE301275T1 (de) | 2005-08-15 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2516986C3 (de) | Schießscheibenanlage | |
| DE69413682T2 (de) | Spielzeugauto mit fernbedienung das auf kommando eine flüssigkeit verspritzt | |
| DE102009011939B4 (de) | Verriegelungsvorrichtung für einen Verschluss | |
| DE69519935T2 (de) | Ansetzer system | |
| DE3807474A1 (de) | Kampffahrzeug, insbesondere panzerhaubitze | |
| DE3325868A1 (de) | Elektromagnetische abschussvorrichtung | |
| DE3041866A1 (de) | Vorrichtung zum transport von munition aus einem munitionsbehaelter zur verschlussvorrichtung einer waffe | |
| DE19914665A1 (de) | Waffensimulator für ein Kampffahrzeug, insbesondere einem Kampfpanzer | |
| DE3712905A1 (de) | Maschinenwaffe mit schusskontrolle | |
| DE3140062A1 (de) | Ausbildungssimulator fuer geschuetzladeuebungen | |
| DE717255T1 (de) | Vorrichtung zum Auswerfen der leeren Patronenhülsen aus einer Feuerwaffe | |
| EP3665429A1 (de) | Schusswaffe | |
| DE1578084C3 (de) | Kupplungsglied für einen raketengetriebenen Flugkörper | |
| DE69805746T2 (de) | Container zur lagerung und zum abschiessen eines torpedos | |
| DE4003189C2 (de) | ||
| EP1102023A2 (de) | Geschossansetzer für Artillerie | |
| EP0077929A2 (de) | Einrichtung zum automatischen Öffnen des Verschlusskeils an einer halbautomatischen Waffenanlage | |
| DE1603822C3 (de) | Brennkraftbolzensetzer | |
| DE2026293C3 (de) | Pulverkraftbetriebenes Bolzensetzgerät | |
| DE102024104546B3 (de) | Elektrofahrzeug mit einer Ladeschnittstelleneinrichtung einer Traktionsbatterie und Verfahren für eine Ladeschnittstelleneinrichtung eines Elektrofahrzeugs | |
| DE977318C (de) | Einrichtung zum Abschiessen von mit eigener Kraft ausfahrenden Torpedos und von Minen aus Ablaufrohren von Unterwasserfahrzeugen | |
| DE3208941C2 (de) | Vorrichtung zum Übertragen von Energie auf den Verschlußkörper eines Geradzugverschlusses einer automatischen Rohrwaffe | |
| DE2704602C2 (de) | Hilfsvorrichtung für das Auswerfen von kurzen Treibladungshülsen bzw. Hülsenstummeln an Waffenanlagen | |
| DE3423121C2 (de) | Spritzgießform mit einem Auswurfsystem mit zwei Ausstoßpaketen | |
| DE2655708A1 (de) | Schwimmend gelagerte maschinenkanone |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
| 8141 | Disposal/no request for examination |