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DE1578084C3 - Kupplungsglied für einen raketengetriebenen Flugkörper - Google Patents

Kupplungsglied für einen raketengetriebenen Flugkörper

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Publication number
DE1578084C3
DE1578084C3 DE1578084A DE1578084A DE1578084C3 DE 1578084 C3 DE1578084 C3 DE 1578084C3 DE 1578084 A DE1578084 A DE 1578084A DE 1578084 A DE1578084 A DE 1578084A DE 1578084 C3 DE1578084 C3 DE 1578084C3
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DE
Germany
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coupling member
missile
launching device
launch tube
hand
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DE1578084A
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DE1578084B2 (de
DE1578084A1 (de
Inventor
Guenther 8012 Ottobrunn Karpa
Franz 8131 Hochstadt Pfister
Arnold Dipl.-Ing. 8012 Ottobrunn Stangl
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Airbus Defence and Space GmbH
Original Assignee
Messerschmitt Bolkow Blohm AG
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Publication date
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    • F41WEAPONS
    • F41FAPPARATUS FOR LAUNCHING PROJECTILES OR MISSILES FROM BARRELS, e.g. CANNONS; LAUNCHERS FOR ROCKETS OR TORPEDOES; HARPOON GUNS
    • F41F3/00Rocket or torpedo launchers
    • F41F3/04Rocket or torpedo launchers for rockets
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41FAPPARATUS FOR LAUNCHING PROJECTILES OR MISSILES FROM BARRELS, e.g. CANNONS; LAUNCHERS FOR ROCKETS OR TORPEDOES; HARPOON GUNS
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  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)
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Description

Die Erfindung betrifft ein Kupplungsglied für einen raketengetriebenen Flugkörper, das vor dem Laden der Abschußvorrichtung mit der Ladeeinheit des Flugkörpers und nach dem Abschuß mit der Abschußeinrichtung lösbar verbunden ist.
Die Verbindung zwischen Flugkörper und Abschußeinrichtung, die entweder unmittelbar oder aber über ein meist gleichzeitig als Verpackung für den Flugkörper dienendes Abschußrohr erfolgt, mpß so starr sein, daß der Flugkörper alle bis zu seinem Abschuß durchgeführten Richtbewegungen der Abschußeinrichtung ohne jede Änderung seiner relativen Lage mitmachen kann, sich aber andererseits im Moment des Abschusses in der eingestellten Zielrichtung möglichst kräfte-
frei von der Äbschußeinrichtung lösen kann.
Die durch die Abschußeinrichtung bestimmte Flugrichtung wird während des Starts des Flugkörpers durch die Verbindung zwischen Flugkörper und Abschußeinrichtung aufrechterhaltende Gleitführungen bewirkt, in denen der Flugkörper während dieser Phase gleitet.
Aus der schwedischen Patentschrift 2 08 500 ist eine Abschußvorrichtung für Raketen bekannt, bei der die Ladeeinheit — bestehend aus einer als Kupplungsglied dienenden Führungsschiene mit aufgeschobener Rakete — durch seitliches Bewegen an einen parallel zur Rakete sich erstreckenden Trägerkopf ansetzbar ist. Beim Abschuß gleitet die Rakete auf der Führungsschiene, weiche am Trägerkopf zurückbleibt.
Da im Ladezustand die Führungsschiene mit dem Trägerkopf und dem Abschußstativ in der Abschußrichtung des Flugkörpers blockiert ist, wird der beim Abschuß wirksam werdende nach rückwärts gerichtete Impuls im wesentlichen auf den Trägerkopf und das Stativ übertragen. Bei fest verankerten Abschußvorrichtungen, wie es auf Schiffen üblich ist, tritt diese Eigenart der Abschußvorrichtung nicht in Erscheinung. Bei auf tragbaren Lafetten angeordneten Abschußvorrichtungen hingegen muß ein möglichst vollständiger Ausgleich der beim Abschuß auftretenden Vorwärts- und Rückwärtsimpulse vorhanden sein, um die Lafette nicht unnötig schwer auszuführen oder gar in der Erde verankern zu müssen.
Gemäß der DT-AS 15 78 029 ist eine nicht zum Stande der Technik gehörende Abschußvorrichtung für Geschosse, insbesondere für Lenkgeschosse, vorgeschlagen worden, bei der die Geschosse aus einem Abschußrohr verschossen werden, welches in Richtung der Geschoßachse gleitend auf einem Schießstand montiert ist und durch den Impuls des abfliegenden Geschosses von dem Schießstand entgegen der Flugrichtung des Geschosses abgeworfen wird, so daß die Lafette momentenfrei bleibt. Über die Ausführung der zwischen dem Abschußrohr und dem Schießstand zu verwendenden Gleitführungen sowie über ihre Befestigung und deren Verriegelung ist jedoch nichts ausgesagt.
. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Kupplungsglied für eine Abschußvorrichtung für Flugkörper oder Raketen zu schaffen, mit dessen Hilfe der Flugkörper nach dem Laden verriegelt, vor dem Abschuß entriegelt und beim Beschleunigen geführt werden kann, damit der Flugkörper und die Abschußvorrichtung sich von der Lafette momentenfrei lösen können.
; Ausgehend von dem eingangs genannten Kupplungsglied ist diese Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß das Kupplungsglied eine pyrotechnische Betätigungsvorrichtung für einen Hebel als Riegelorgan aufweist, das einen Ansatz, der mit Gleitführungen für den den Flugkörper tragenden Teil der Ladeeinheit versehen ist, einerseits mit dem Kupplungsglied und andererseits mit dem Flugkörper verriegelt bzw. beim Abschuß freigibt und daß die Verbindung des Kupplungsgliedes mit dem Visierträger der Abschußvorrich-
tung als Dreipunktverbindung ausgebildet ist, die aus zwei Gleitführungen und einem weiteren Riegelorgan besteht.
Ein Merkmal der Erfindung sieht vor, daß der den-,, Flugkörper tragende Teil der Ladeeinheit aus einem " Abschußrohr mit einem einen vorderen Teil und einen hinteren Teil aufweisenden Ansatz besteht, und daß der Hebel als Riegelorgan in dem hinteren Teil des An'sai zes gelagert ist und zweiarmig mit an jedem Ende angeordneten Riegeln ausgebildet ist, von denen der <ine Riegel durch das Abschußrohr hindurch den Flugkörper verriegelt und der andere Riegel beim Entriegeln des Flugkörpers das Kupplungsglied freigibt, wobei zwei federbeaufschlagte, je einen Mikroschalter zur Auslösung von elektrischen Schaltkreisen betätigende Sperrstifte in eine Ausnehmung des Hebels einrasten.
Ferner sind nach einem weiteren Merkmal der Erfindung Gleitführungen zwischen dem Ansatz und dem Kupplungsglied gegeneinander höhenversetzt angeordnet, wobei bei der vorderen Gleitführung das Kupplungsglied den vorderen Teil des Ansatzes in einer Nut aufnimmt, bei der hinteren Gleitführung dagegen der hintere Teil des Ansatzes in einer Nut das Kupplungsglied aufnimmt und in den Seitenflächen'der Nuten bzw. in den Gegenflächen halbzylindrische Nuten zur Aufnahme von Zylinderstiften vorgesehen sind.
In weiterer Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Riegelorgan vom Kupplungsglied zur Abschußeinrichtung eine Steckverbindung ist, die gleichzeitig als elektrische Kupplung zwischen der Abschußeinrichtung einerseits sowie zwischen Kupplungsglied und Flugkörper andererseits ausgebildet ist.
Die Anordnung der Gleitführungen nicht nur zwischen den Ansätzen am Abschußrohr und dem Kupplungsglied, sondern auch zwischen dem Kupplungsglied und der Abschußeinrichtung sowie die in der Höhe unterschiedliche Anordnung der ersten beiden Gleitführungen zum Kupplungsglied gewährleisten ein sicheres Aufbringen des den Flugkörper enthaltenden Abschußrohres sowie das einwandfreie Freikommen desselben. Durch die Entriegelung des Flugkörpers bereits vor seinem Abschuß ist in jedem Fall gewährleistet, daß der Start unterbrochen werden kann, wenn die Entriegelung nicht einwandfrei durchgeführt wurde. Außerdem ist es vorteilhaft, daß zugleich beim Entriegeln die für den Start des Flugkörpers erforderlichen Schaltungen betätigt werden und dazu nicht ein gesonderter Schalter benötigt wird. Da die Ladeeinheit aus dem Abschußrohr mit seinen Ansätzen und dem Kupplungsglied besteht, wird für jeden Startvorgang ein neues Kupplungsglied verwendet. Alle diese Maßnahmen tragen dazu bei, eine einwandfreie Funktion5;zu gewährleisten und die Möglichkeit eines Fehlstartes zu unterbinden. :v ;- ./ '~:y''[ \;:/" :'':"' '■'■y ~-]'i;>-· /'■"·■■ '"1^-
Durch die Dreipunktlagerung des Küppiungsgliedes in der Abschußeinrichtung ist ferner gewährleistet; daß die senkrecht zur Abschüßeinrichtung5 auftretenden Kräfte durch die Steckverbindung, die Längskräfte durch das Riegelörgan und die Drehmomente durch die nutenförmigen Gleitführungen momentenfrei aufgenommen werden können, so daß jeder Lagerpunkt im wesentlichen nur in einer Kraftrichtung beansprucht ist. Es brauchen daher die Toleranzen für die Lägerpünkte nicht extrem klein gehalten werden, um trotzdem eine genaue Startrichtung einhalten zu können.
Die mechanische Verriegelung zwischen dem Abschußrohr mit dem Flugkörper und dem Kupplungsglied ist allein beim Start des Flugkörper? zu lösen. Da außerdem das Kupplungsglied die mechanische Verbindung zwischen Abschüßrohr und Abschußeinrichtung herstellt, kann auch kein weiteres Abschußrohr mit der Abschußeinrichtung verbunden werden, so lange ein noch vom vorher verschossenen Flugkörper stammendes Kupplungsglied mit der Abschußeinrichtung verbunden ist. Insbesondere bei einem über Draht ferngelenkten Flugkörper wird durch diese Ausbildung des Kupplungsgliedes dabei gleichzeitig sichergestellt, daß die vom vorhergehenden Flugkörper noch mit der Abschußeinrichtung verbundene Drahtverbindung beseitigt wird. Da nach dem Fernlenkvorgang eines Flugkörpers immer das Kupplungsglied entfernt wird, wird dabei auch der mit der Abschußeinrichtung noch verbundene Lenkdraht gleichzeitig beseitigt.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung weist das Kupplungsglied eine Aufnahme für eine der Stromversorgung dienende Batterie auf.
Hierdurch wird gewährleistet, daß die elektrische Energie für die beim Abschuß erforderlichen Funktionen jeweils durch eine in jedem Kupplungsglied vorhandene frische Batterie zur Verfugung steht. Ein Versagen der elektrischen Zündeinrichtungen infolge einer zu schwachen oder beschädigten Batterie ist somit ausgeschlossen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine vereinfachte Darstellung einer Abschußeinrichtung mit einer auf dieser aufzubringenden, aus Flugkörper und Abschußrohr bestehenden Munition,
F i g. 2 Einzelteile eines Ansatzes am Abschußrohr und eines Kupplungsgliedes,
F i g. 3 den hinteren Teil des Ansatzes und des Kupplungsgliedes nach F i g. 2 in der Draufsicht gesehen,
Fig.4 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles IV der Fig.2,
F i g. 5 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles V der Fig.2.
Die in Fig. 1 vereinfacht dargestellte Abschußeinrichtung besteht aus einem Untergestell 1, das mit einem aufklappbaren Dreibein 2 verbunden ist. Das Untergestell 1 ist nach Höhe und Seite über Einrichtungen 3 und 4 richtbar, die hier jedoch nicht näher beschrieben sind, da sie nicht Bestandteil der Erfindung sind." · ■'- '■ ■' ■ '■;■ ■ ; r '■ ' '·'"■■■
Mit dem Untergestell 1 ist ein Visierträger 5 verbindbar, der ein Visier 6 trägt und auf dem eine aus einem hier nicht dargestellten Flugkörper bestehende Munition aufgebracht ist, die in einem Abschußrohr 7, welches zugleich als Verpackung dient/ gelagert ist. Mit dem Abschußrohr 7 ist ein Ansatz 20 fest verbunden. Der Ansatz besteht aus Teilen 20a und 206, die über noch näher zu beschreibende Gleitführüngeri 9a und 9b mit einem Kupplurigsgjied 8 verbunden sind. Das Kupplungsglied ist an dem hinteren Ende entsprechend einem Pfeil 50 in eine muldenförmige Ausnehmung 10 des Visierträgers 5 einführbär, wobei es auf Gleitführungen 11 zur Auflage kommt. λ ί : ^ : j : ;;
Am vorderen Ende wird es entsprechend einem Pfeil 51 mit einem Steckdosenteil 15 in einem an der Stirnseite der Ausnehmung ; 10 befindlichen elektrischen Stecker 12 höhen-'und seitenrichtig eingeführt. Das Kupplungsglied 8 ist weiterhin mit dem Visierträger 5 durch einen in der Ausnehmung 10 befindlichen federbeaufschlagten Riegelknopf 13, der in eine Nut 14 eingreift, verriegelbar.
Die Fig.2 zeigt Einzelteile des Ansatzes und des
Kuppiungsgliedes. Der aus den beiden Teilen 20a und 20b bestehende Ansatz ist mit dem Kupplungsglied 8 mit den Gleitführungen 9a und 9b verbunden. Das Kupplungsglied 8 weist an seiner Stirnseite das bereits erwähnte Steckdosenteil 15 auf, das mit dem elektrisehen Stecker 12 des Visierträgers 5 (vergleiche F i g. 1) korrespondiert. Im Innern ist eine aktivierbare Batterie 16 eingebaut, deren Anschlüsse mit entsprechenden elektrischen Kontakten des Steckdosenteils 15 verbunden sind. Weiterhin ist am Steckdosenteil 15 ein mit dem Flugkörper verbundener Lenkdraht 17 befestigt. Am in Abschußrichtung hinteren Teil des Kupplungsgliedes 8 ist ein pyrotechnischer Sprengsatz 18 eingelassen, der über einen in einer Bohrung 19 gleitenden Kolben 43 auf eine im hinteren Teil des Ansatzes 20a befindliche mechanische Verriegelungseinrichtung wirkt.
Im Teil 20a ist ein um eine Achse 21 drehbarer wip-• penartiger Hebel 22 gelagert, der an seiner Vorderseite einen ersten Riegel 23 aufweist Der Riegel 23 greift dabei durch eine öffnung des Abschußrohres 7 in eine Ausnehmung des hier ebenfalls nicht dargestellten Flugkörpers und arretiert diesen damit im Abschußrohr. An seiner hinteren Seite weist der Hebel 22 einen zweiten Riegel 31 mit einer kugelförmigen Kuppe auf, der in die Bohrung 14 des Kupplungsgliedes 8 eingreift. Der Hebel 22 verriegelt somit den Flugkörper und das Abschußrohr mit dem Ansatz und das Kupplungsglied untereinander. Der Hebel 22 wird in seiner verriegelnden Stellung durch eine Blattfeder 24 gehalten, die sich am Gehäuse des hinteren Teiles des Ansatzes 20a abstützt. Entsprechend F i g. 3 sind im Teil 20a noch zwei von Schraubenfedern 25 und 26 beaufschlagte Sperrstifte 27 und 28 eingebaut, die jedoch erst bei einem Kippen des Hebels 22 um die Achse 21 in eine im Hebei 22 vorgesehene Ausnehmung 29 (s. F i g. 2) einrasten können. Die Sperrstifte 27 und 28 betätigen bei ihrem Einrasten in die Ausnehmung 29 je einen Mikroschalter 30, über die zum Start des Flugkörpers erforderliche Zündstromkreise geschlossen werden. Die elektrischen Anschlüsse der Mikroschalter 30 sind über Leitungen 32 mit dem Abschußrohr 7 und dem in ihm befindlichen Flugkörper verbunden und außerdem auf eine lösbare elektrische Verbindung 33 geführt (s. F i g. 2).
Die in F i g. 4 und 5 näher dargestellten Gleitführungen 9a und 9b zwischen den beiden Teiles des Ansatzes und dem Kupplungsglied sind jeweils verschieden ausgeführt. In F i g. 4 ist die Gleitführung 9b, die die Stirnseite des Kupplungsgliedes mit dem vorderen Teil des Ansatzes 20b verbindet, dargestellt Der Teil 20b ist an seiner Unterseite als Schieber 34 und das Kupplungsglied B an seiner oberen Seite als Nut 35 ausgebildet
Zwischen den Berührungsflächen der Nut 35 und des Schiebers 34 ist dabei ausreichender Abstand vornanden. In die Seitenflächen der Nut 35 und des Schiebers 34 sind jeweils halbzylindrische Nuten 37 und 38 eingelassen, in die als alleinige Halterungs- und Führungsmittel wirkende Zylinderstifte 39 eingesteckt sind. Der Steckdosenteil 15 und der mit dem Flugkörper verbundene Lenkdraht 17 sind ebenfalls zu erkennen.
Die in F i g. 5 dargestellte, in Abschußrichtung hintere Gleitführung 9b zwischen dem hinteren Teil des Ansatzes 20a und dem Kupplungsglied 8 ist in ähnlicher Weise ausgebildet. Mit dem Abschußrohr 7 ist der Teil 20a, der an seiner Unterseite als Nut 41 ausgebildet ist fest verbunden. Dagegen ist die Oberseite des Kupplungsgliedes 8 als Schieber 40 ausgebildet so daß diese Teile zu der in F i g. 4 dargestellten Ausführungsform in umgekehrter Weise miteinander korrespondieren. Auch die in F i g. 5 dargestellte Gleitführung 9a verfügt über Zylinderstifte 39, die, die einzigen Führungs- und Halterungsmittel zwischen: dem Schieber 40 und der Nut 41 bilden. Außerdem sind im Kupplungsglied 8 seitliche Führungsnuten 42 eingelassen, die mit den in F i g. 1 zu erkennenden Gleitführungen 11 des Visierträgers 5 korrespondieren.
Diese unterschiedliche Ausbildung der beiden Gleitführungen 9a und 9b ist notwendig, um ein Verhaken des mit dem Abschlußrohr 7 verbundenen Teiles 20b der vorderen Gleitführung 96 mit dem Teil des Kupplungsgliedes 8 an der hinteren Trennstelle 9a beim Lösen des Abschußrohres 7 vom Kupplungsglied zu vermeiden.
Beim Ladevorgang wird die aus dem Abschußrohr 7 mit dem nicht gezeigten Flugkörper, dem Ansatz 20 und dem Kupplungsglied 8 bestehende Ladeeinheit von einem Schützen auf den Visierträger 5 so aufgebracht, daß das Kupplungsglied 8 von hinten in die Ausnehmung 10 des Visierträgers eingeführt wird, wobei zwangläufig die aus dem Steckerteil 12 und dem Steckdosenteil 15 bestehende elektrische Steckverbindung hergestellt wird und das Kupplungsglied über den Riegelknopf 13 und die Nut 14 sowie die in die Nuten 42 eingreifenden Gleitführungen 11 arretiert wird.
Die Steckverbindung 12 und 15 nimmt dabei alle wesentlichen senkrecht zur Längsachse des Kupplungsgliedes wirkenden Kräfte, die aus Nuten 42 und Gleitführungen 11 gebildete Verbindung alle um die Längsachse wirksamen Drehmomente und die aus dem Riegelknopf 13 und der Nut 14 gebildete Verbindung alle in Längsrichtung wirkenden Kräfte auf.
Damit ist jedem einzelnen Lagerpunkt der Dreipunktlagerung zwischen dem Kupplungsglied 8 und dem Visierträger 5 nur eine wesentliche Kraftrichtung der auf das Kupplungsglied wirkenden Kräfte zugeordnet, so daß seine Ausbildung und die ihm zugeordneten Lagerpunkte relativ große Toleranzen aufweisen können.
Die in dem Kupplungsglied.8 enthaltene Batterie 16 versorgt alle zum Start, zur Bahnverfolgung und zur Lenkung des Flugkörpers erforderlichen elektronischen und elektrischen Einrichtungen. Der im Abschußrohr 7 befindliche, nicht gezeigte Flugkörper ist über den Lenkdraht 17 mit dem Kupplungsglied 8 und über die elektrische Steckverbindung mit dem Visierträger 5 elektrisch verbunden. Bei Betätigung eines hier nicht gezeigten Startknopfes durch den Schützen wird der im Kupplungsglied untergebrachte pyrotechnische Sprengsatz 18 elektrisch gezündet und damit durch die auftretende Druckwelle über den in der Bohrung 19 gleitenden Kolben 43 und den Riegel 31 der Hebel 22 gegen die Rückstellkraft der Blattfeder 24 gekippt. Die Bohrung 19 und der Kolben 43 sind dabei so ausgebildet, daß der Riegel 31 vollständig aus der Bohrung 19 und damit aus dem Kupplungsglied 8 herausgestoßen wird. Sobald der Hebel 22 mit seinem hinteren Ende hochkippt, können die Sperrstifte 27 und 28 unter Einwirkung der sie beaufschlagenden Schraubenfedern 25 und 26 in die Ausnehmung 29 einrasten, so daß der Hebel 22 in dieser Lage fixiert wird. Beim Kippen des Hebels 22 hat der Riege! 23 den Flugkörper relativ zum Abschußrohr 7 und der Riegel 31 das Abschußrohr 7 relativ zum Kupplungsglied 8 freigegeben. Mit dem Einrasten der Sperrstifte 27 und 28 wurden die Mikroschalter 30 betätigt, wodurch die an ihnen angeschlos-
senen elektrischen Zündstromkreise des Flugkörpers geschlossen werden.
Im Abschußrohr 7 befindet sich bei derartigen Waffen meist ein hier nicht gezeigter Gasgenerator, der ebenfalls über die Mikroschalter gezündet wird und seinerseits durch den von ihm erzeugten Gasdruck den Flugkörper aus dem Abschußrohr 7 treibt und das Triebwerk des Flugkörpers zündet. Der Flugkörper und das Abschußrohr sind nun derart ausgelegt, daß das Abschußrohr beim Start des Flugkörpers eine Beschleunigungskraft nach hinten erfährt, so daß sich dieses über die Gleitführungen 9a und 9b vom Kupplungsglied 8 und damit auch vom Visierträger 5 nach hinten löst.
Nach dem Start des Flugkörpers ist also nur noch das Kupplungsglied mit dem Visierträger 5 und über diesen mit der gesamten Abschuß- und Lenkeinrichtung verbunden. Mit dem Kupplungsglied 8 ist aber auch der auf das Ziel zufliegende Flugkörper über den Lenkdraht 17 verbunden, so daß dieser die von der Lenkeinrichtung abgegebenen Lenksignale während seines gesamten gelenkten Fluges erhält.
Hat der Flugkörper sein Ziel erreicht, oder ist die Flugzeit des Flugkörpers auf andere Weise beendet, so wird das Kupplungsglied 8 nach Lösen der aus den Bauteilen 13 und 14 bestehenden Verriegelungseinrichtung vom Visierträger 5 entweder von Hand oder mittels eines hier nicht dargestellten, in der elektrischen Steckverbindung enthaltenen Kraftspeichers selbsttätig ausgeworfen. Mit dem Auswerfen des Kupplungsgliedes wird gleichzeitig der noch mit dem Visierträger 5 verbundene Lenkdraht 17 des abgeschossenen Flugkörpers gelöst, sowie die im Kupplungsglied enthaltene, für den Lenkvorgang dieses Flugkörpers benutzte Batterie 16 entfernt.
Da erst nach dem Entfernen des Kupplungsgliedes vom Visierträger ein Nachladen der Abschußeinrichtung möglich ist, ist zwangläufig sichergestellt, daß für jeden neu zu verschießenden Flugkörper auch eine neue Batterie eingesetzt und der den neuen Flugkörper mit der Abschußeinrichtung verbindende Lenkdraht befestigt wird.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
509517/146

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Kupplungsglied für einen raketengetriebenen Flugkörper, das vor dem Laden der Abschußvorrichtung mit der Ladeeinheit des Flugkörpers und nach dem Abschuß mit der Abschußeinrichtung lösbar verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Kupplungsglied (8) eine pyrotechnische Betätigungsvorrichtung (18, 19, 43) für einen Hebel (22) als Riegelorgan aufweist, das einen Ansatz (20), der mit G|eitführungen für den den Flugkörper tragenden Teil der Ladeeinheit versehen ist, einerseits mit dem Kupplungsglied (8) und andererseits mit dem Flugkörper verriegelt bzw. beim Abschuß freigibt und daß die Verbindung des Kupplungsgliedes (8) mit dem Visierträger (5) der Abschußvorrichtung als Dreipunktverbindung ausgebildet ist, die aus zwei Gleitführungen (11, 42) und einem weiteren Riegelorgan (13) besteht.
2. Kupplungsglied nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der den Flugkörper tragende Teil der Ladeeinheit aus einem Abschußrohr (7) mit einem einen vorderen Teil (2Qb) und einen hinteren Teil (20a) aufweisenden hinteren Teil des Ansatzes (20a) gelagert ist und zweiarmig mit an jedem Ende angeordneten Riegeln (23, 31) ausgebildet ist, von denen der eine Riegel (23) durch das Abschußrohr (7) hindurch den Flugkörper verriegelt und der andere Riegel (31) beim Entriegeln des Flugkörpers das Kupplungsglied (8) freigibt, wobei zwei federbeaufschlagte, je einen Mikroschalter (30) zur Auslösung von elektrischen Schaltkreisen betätigende Sperrstifte (27,28) in eine Ausnehmung (29) des Hebels (22) einrasten.
3. Kupplungsglied nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Gleitführungen (9a, 9b) zwischen dem Ansatz (20) und dem Kupplungsglied (8) gegeneinander höhenversetzt angeordnet sind, wobei bei der vorderen Gleitführung (9b) das Kupplungsglied (8) den vorderen Teil des Ansatzes (206) in einer Nut (35) aufnimmt, bei der hinteren Gleitführung (9a) dagegen der hintere Teil des Ansatzes (20a) in einer Nut (41) das Kupplungsglied (8) aufnimmt und in den Seitenflächen der Nuten (35, 41) bzw. in den Gegenflächen halbzylindrische Nuten (37, 38) zur Aufnahme von Zylinderstiften (39) vorgesehen sind.
4. Kupplungsglied nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Riegelorgan vom Kupplungsglied (8) zur Abschußeinrichtung (5) eine Steckverbindung (12, 15) ist, die gleichzeitig als elektrische Kupplung (15) zwischen der Abschußeinrichtung einerseits sowie zwischen Kupplungsglied und Flugkörper andererseits ausgebildet ist.
5. Kupplungsglied nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Kupplungsglied (8) eine Aufnahme für eine der Stromversorgung dienende Batterie (16) aufweist.
DE1578084A 1967-05-19 1967-05-19 Kupplungsglied für einen raketengetriebenen Flugkörper Expired DE1578084C3 (de)

Applications Claiming Priority (1)

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DEB0092604 1967-05-19

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DE1578084B2 DE1578084B2 (de) 1975-04-24
DE1578084C3 true DE1578084C3 (de) 1975-12-11

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DE1578084A Expired DE1578084C3 (de) 1967-05-19 1967-05-19 Kupplungsglied für einen raketengetriebenen Flugkörper

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CH (1) CH470647A (de)
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