DE19853783A1 - Übergabevorrichtung - Google Patents
ÜbergabevorrichtungInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21F—PAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
- D21F2/00—Transferring continuous webs from wet ends to press sections
Landscapes
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Übergabe einer Faserstoffbahn (1), insbesondere einer Papier-, Karton- oder Tissuebahn, zwischen zwei Bändern (2, 3). DOLLAR A Dabei wird eine einfache und sichere Übergabe der Faserstoffbahn (1) dadurch gewährleistet, daß beide Bänder (2, 3) im Übergabebereich (4) jeweils eine Leitwalze (5, 6) teilweise umschlingen, wobei das abgebende Band (2) seine Leitwalze (5) im wesentlichen vor der Übergabe und das übernehmende Band (3) seine Leitwalze (6) zumindest nach der Übergabe der Faserstoffbahn (1) umschlingt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Übergabe einer Faserstoffbahn,
insbesondere einer Papier-, Karton- oder Tissuebahn zwischen zwei Bändern.
Anwendung finden derartige Vorrichtungen in Maschinen zur Herstellung und/oder
Veredelung von Faserstoffbahnen, insbesondere in Papier- oder Streichmaschinen. In
diesen Maschinen wird die Faserstoffbahn häufig von zumindest einem Band geführt,
wobei die Faserstoffbahn oft, insbesondere aus konstruktiven oder technologischen
Gründen zwischen zwei Bändern übergeben werden muß. Vor allem bei den immer
höher werdenden Geschwindigkeiten gestaltet sich die Übergabe in der Regel als
Schwachpunkt.
Zur Lösung dieses Problems erhielten die Bänder eine besondere Konstruktion,
insbesondere bezüglich ihrer Oberfläche. Auch die Befeuchtung des übernehmenden
Bandes soll die Übergabe verbessern.
Letztendlich sicher erschien bisher jedoch nur die Unterstützung der Übergabe durch
Blas- und/oder Saugvorrichtungen, beispielsweise in Form einer die Übernahme
unterstützenden, besaugten Leitwalze. Dies ist jedoch nicht nur sehr aufwendig,
sondern setzt im allgemeinen auch luftdurchlässige Bänder voraus.
Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zu schaffen, die eine relativ
einfache und sichere Übergabe der Faserstoffbahn zwischen zwei Bändern
gewährleistet.
Erfindungsgemäß wurde die Aufgabe dadurch gelöst, daß beide Bänder im
Übergabebereich jeweils eine Leitwalze teilweise umschlingen, wobei das abgebende
Band seine Leitwalze im wesentlichen vor der Übergabe und das übernehmende Band
seine Leitwalze zumindest nach der Übergabe der Faserstoffbahn umschlingt.
Im Umschlingungsbereich der Bänder kommt es zur Dehnung der außen liegenden
Seite der Bänder. Dies bedeutet, daß die Faserstoffbahn vor der Übergabe wegen der
Umschlingung des abgebenden Bandes gedehnt wird. Kurz vor oder während der
Übergabe kommt es wegen des Lösens des abgebenden Bandes von seiner Leitwalze
zum Wegfall bzw. zur Reduzierung der Krümmung des abgebenden Bandes. Im
Ergebnis stellt sich an der von der Faserstoffbahn berührten Seite des abgebenden
Bandes eine Verringerung der Oberflächengeschwindigkeit ein, was zum Ablösen der
Faserstoffbahn führt.
Außerdem hat die Umschlingung des übernehmenden Bandes wegen der Dehnung der
Außenseite eine Erhöhung der Oberflächengeschwindigkeit des übernehmenden
Bandes zur Folge, was wiederum den Weitertransport der Faserstoffbahn an dem
übernehmenden Band fördert.
Das Lösen des abgebenden Bandes von seiner Leitwalze sollte dabei spätestens 3 cm
nach der Übergabe der Faserstoffbahn erfolgen.
Das übernehmende Band kann bei der Übergabe der Faserstoffbahn etwa tangential zu
seiner Leitwalze laufen oder vor der Übergabe seine Leitwalze oder die des
abgebenden Bandes teilweise umschlingen. Dies hängt vom Einbauort in der Maschine
sowie den konstruktiven und technologischen Gegebenheiten ab.
Um die Oberflächengeschwindigkeit des übernehmenden Bandes im
Umschlingungsbereich zu erhöhen, sollte die neutrale Faser des übernehmenden
Bandes von der, von der Faserstoffbahn berührten Seite weiter entfernt sein, als von
der gegenüberliegenden Seite des Bandes. Die neutrale Faser ist dabei eine Linie im
Band, die ihre Länge unabhängig von der Krümmung des Bandes nicht ändert.
Um die Verringerung der Oberflächengeschwindigkeit des abgebenden Bandes zu
verstärken, ist es von Vorteil, wenn das abgebende Band dicker als das übernehmende
Band ist. Allgemein wird die Übergabe der Faserstoffbahn noch unterstützt, wenn das
abgebende Band eine hydrophobe Oberfläche besitzt und/oder das abgebende Band
eine andere vorzugsweise geringere Temperatur als das übernehmende Band aufweist.
Die oft gewünschte Dehnung der Faserstoffbahn wird verstärkt, wenn der Radius der
umschlungenen Walze möglichst klein ist. Für die erfindungsgemäße Vorrichtung ist es
in diesem Zusammenhang von Vorteil, wenn die Leitwalze des abgebenden Bandes
einen kleineren Radius als die Leitwalze des übernehmenden Bandes hat, wobei der
Radius der Leitwalze des abgebenden Bandes kleiner als 800 mm sein sollte.
Zur Schonung der Bänder sollten die Leitwalzen rotierbar gelagert sein. Es ist jedoch
auch möglich, daß nur die Leitwalze des übernehmenden Bandes rotierbar gestaltet ist,
während die Leitwalze des abgebenden Bandes als Leitstange ausgeführt ist.
Die Übergabe kann außerdem noch unterstützt werden, wenn wenigstens eine der
Leitwalzen im Übergabebereich zur jeweils anderen Leitwalze hin preßbar ist. Dies führt
insbesondere zur Verstärkung des Kontaktes der Faserstoffbahn mit dem
übernehmenden Band.
Allgemein sollte dabei zumindest eines der Bänder als Filz, Sieb oder
wasserundurchlässiges Band ausgeführt sein, wobei beide Bänder gleich oder
verschieden gestaltet sein können.
Nachfolgend soll die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In
der beigefügten Zeichnung zeigt die Figur eine schematische Darstellung der
erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Dabei erfolgt die Übergabe der Faserstoffbahn 1 zwischen den beiden Bändern 2, 3
derart, daß beide Bänder 2, 3 im Übergabebereich jeweils eine Leitwalze 5, 6 teilweise
umschlingen, wobei das abgebende Band 2 seine Leitwalze 5 im wesentlichen vor der
Übergabe und das übernehmende Band 3 seine Leitwalze 6 nach der Übergabe der
Faserstoffbahn umschlingt.
Infolge des Lösens des abgebenden Bandes 2 von seiner Leitwalze 5, was spätestens
3 cm nach der Übergabe erfolgen sollte, verringert sich die Oberflächengeschwindigkeit
der Außenseite des Bandes 2. Dies führt zum Ablösen der Faserstoffbahn 1. Verstärkt
dies noch dadurch, daß das abgebende Band 2 dicker als das übernehmende Band 3
ist und die Leitwalze 5 des abgebenden Bandes 2 einen möglichst kleinen Radius
aufweist, der kleiner als 800 mm sein sollte.
Nach dem Übergabebereich 4 schließt sich eine Umschlingung der Leitwalze 6 durch
das übernehmende Band 3 an. Die damit verbundene Erhöhung der
Oberflächengeschwindigkeit der Außenseite des übernehmenden Bandes 3 führt zur
Mitnahme der Faserstoffbahn 1.
Außerdem ist in beiden Bändern 2, 3 die neutrale Faser von der, von der
Faserstoffbahn berührten Seite weiter entfernt, als von der gegenüberliegenden Seite
des jeweiligen Bandes 2, 3, was die Geschwindigkeitsveränderungen an der jeweiligen
Außenseite bei Veränderung der Krümmung vergrößert. Das übernehmende Band 3
wird hier beispielhaft etwa tangential zum Übergabebereich 4 geführt.
Beide Leitwalzen 5, 6 sind rotierbar gelagert, wobei die Leitwalze 5 des abgebenden
Bandes 2 zur gegenüberliegenden Leitwalze 6 preßbar ist, was den Kontakt im
Übergabebereich 4 verstärkt.
Die Bänder 2, 3 sind hier ebenfalls beispielhaft als Filz oder Sieb ausgeführt und
gleichartig gestaltet. Anwendung findet die Vorrichtung dadurch insbesondere in
Pressen- oder Trockenpartien von Maschinen zur Herstellung und/oder Veredelung von
Faserstoffbahnen.
Claims (17)
1. Vorrichtung zur Übergabe einer Faserstoffbahn (1), insbesondere einer
Papier-, Karton- oder Tissuebahn zwischen zwei Bändern (2, 3), dadurch
gekennzeichnet,
daß beide Bänder (2, 3) im Übergabebereich (4) jeweils eine Leitwalze (5, 6)
teilweise umschlingen, wobei das abgebende Band (2) seine Leitwalze (5) im
wesentlichen vor der Übergabe und das übernehmende Band (3) seine
Leitwalze (6) zumindest-nach der Übergabe der Faserstoffbahn (1) umschlingt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Faserstoffbahn (1) während des Lösens des abgebenden Bandes (2) von
seiner Leitwalze (5) oder höchstens 3 cm danach an das übernehmende Band
(3) übergeben wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das übernehmende Band (3) seine Leitwalze (6) vor der Übergabe der
Faserstoffbahn (1) teilweise umschlingt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das übernehmende Band (3) bei der Übergabe der Faserstoffbahn (1)
tangential zu seiner Leitwalze (6) läuft.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das übernehmende Band (3) vor der Übergabe der Faserstoffbahn (1) die
Leitwalze (5) des abgebenden Bandes (2) teilweise umschlingt.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß
die neutrale Faser (7) des übernehmenden Bandes (3), von der, von der
Faserstoffbahn (1) berührten Seite weiter entfernt ist, als von der
gegenüberliegenden Seite des Bandes (3).
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß
das abgebende Band (2) dicker als das übernehmende Band (3) ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß
das abgebende Band (2) eine hydrophobe Oberfläche besitzt.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß
das abgebende Band (2) eine andere Temperatur als das übernehmende
Band (3) aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß
die Leitwalze (5) des abgebenden Bandes (2) einen kleineren Radius als die
Leitwalze (6) des übernehmenden Bandes (3) hat.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
der Radius der Leitwalze (5) des abgebenden Bandes (2) kleiner als 800 mm
ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß
zumindest die Leitwalze (6) des übernehmenden Bandes (3) rotierbar gelagert
ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die Leitwalze (5) des abgebenden Bandes (2) als Leitstange ausgeführt ist.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß
wenigstens eine der Leitwalzen (2) im Übergabebereich zur jeweils anderen
Leitwalze (3) hin preßbar ist.
15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß
zumindest eines der Bänder (2, 3) als Filz, Sieb oder wasserundurchlässiges
Band (2, 3) ausgeführt ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß
beide Bänder (2, 3) gleich gestaltet sind.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß
beide Bänder (2, 3) verschieden gestaltet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998153783 DE19853783A1 (de) | 1998-11-21 | 1998-11-21 | Übergabevorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998153783 DE19853783A1 (de) | 1998-11-21 | 1998-11-21 | Übergabevorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19853783A1 true DE19853783A1 (de) | 2000-05-25 |
Family
ID=7888578
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998153783 Withdrawn DE19853783A1 (de) | 1998-11-21 | 1998-11-21 | Übergabevorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19853783A1 (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE4309053A1 (en) * | 1993-03-20 | 1993-09-02 | Voith Gmbh J M | Paper-making machine - has continuous elastic belt to carry web through roller gps. to prevent web damage and distortion |
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-
1998
- 1998-11-21 DE DE1998153783 patent/DE19853783A1/de not_active Withdrawn
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