DE19511988C1 - Pressenpartie für eine Papiermaschine - Google Patents
Pressenpartie für eine PapiermaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Pressenpartie für eine Papiermaschine
im einzelnen mit den im Oberbegriff des Anspruches 1
angegebenen Merkmalen.
Eine derartige Pressenpartie, die eine doppelt befilzte
Presseinheit aufweist, ist bekannt aus EP 0 598 991 A1.
Allgemein ist der Übergabebereich zwischen der Preßeinheit (die die
einzige Preßeinheit oder eine von mehreren Preßeinheiten sein kann)
und dem nachgeschalteten Aggregat mit Problemen behaftet.
Einerseits soll nämlich der Übergabebereich derart gestaltet sein,
daß die Papierbahn in der Preßeinheit in optimaler Weise entwässert
wird. Dies ist natürlich die wichtigste Funktion einer
Pressenpartie. Andererseits soll aber auch beim Anfahren der
Papiermaschine nach deren Stillstand der Überführstreifen (oder die
Papierbahn in voller Breite) leicht und zuverlässig von der
Preßeinheit auf das nachgeschaltete Aggregat überführt werden.
Diese beiden Forderungen konnten bis heute nicht gleichzeitig in
befriedigender Weise erfüllt werden. Bei einer doppeltbefilzten
Preßeinheit läuft ja die Papierbahn gemeinsam mit dem Oberfilz und
dem Unterfilz durch den Preßspalt der Preßeinheit. Hierbei ist die
Papierbahn sandwichartig zwischen diesen beiden Filzen eingehüllt.
Die beiden Filzbänder nehmen im Preßspalt Wasser aus der Papierbahn
auf. Beim Austreten aus dem Preßspalt hört der Preßdruck natürlich
auf. An dieser Stelle besteht die Gefahr, daß Wasser aus den beiden
Filzbändern wieder zur Papierbahn zurückströmt, so daß diese
rückbefeuchtet wird. Um dies zu vermeiden, sollten die beiden
Filzbänder nach dem Durchlaufen des Preßspaltes möglichst sofort
von der Papierbahn getrennt werden.
Demgemäß wird das eine der beiden Filzbänder nach dem Verlassen des
Preßspaltes derart geführt, daß ein Divergenzwinkel zwischen
Papierbahn und Filzband entsteht. Es ist aber unvermeidbar, daß die
Papierbahn zunächst ein Stück weit mit dem anderen Filzband läuft;
dieses wird nachfolgend als "Übergabeband" bezeichnet. Dieses
Übergabeband soll nun die Papierbahn an ein sogenanntes
"Abnahmeband" übergeben; dieses ist ein Filzband oder Siebband des
nachgeschalteten Aggregates. An der Übergabestelle läuft das
Abnahmeband über eine Abnahmeeinrichtung, die beim Gegenstand der
EP 0 598 991 als eine Abnahmesaugwalze ausgebildet ist. Diese soll
dafür sorgen, daß die Papierbahn hinter der Übergabestelle dem
Abnahmeband folgt.
Ein häufiger Unsicherheitsfaktor beim Überwechseln der Papierbahn
vom Übergabeband zum Abnahmeband ist die Qualität und der sich mit
der Zeit ändernde Zustand der endlosen Bänder, insbesondere wenn es
sich um Filze handelt. Einerseits gibt es bekanntlich Filze, deren
Aufbau so gewählt ist, daß sie sich primär zum Transport der Bahn
eignen. Dabei kommt es häufig vor, daß die Bahn an der Unterseite
des Filzes hängen muß, unterstützt durch Adhäsionskräfte der noch
relativ nassen Bahn an der befeuchteten Außenseite des Filzes.
Diese ist in diesem Fall derart ausgebildet, daß sie in ihren Poren
relativ viel Wasser enthält. Andererseits gibt es Filze, die primär
dazu bestimmt sind, daß die Entwässerungsleistung der Presse
gesteigert wird. Solche Filze sind derart konstruiert, daß sie aus
der Papierbahn viel Wasser aufnehmen und in ihrem Inneren (also in
einer mittleren Schicht) speichern können. Dabei wandert das Wasser
rasch durch die Außenseite des Filzes hindurch, so daß die
Außenseite relativ trocken bleibt. Folglich haftet die Bahn weniger
gut an der Außenseite des Filzes; somit besteht die Gefahr, daß die
Bahn - insbesondere wenn sie an der Unterseite des Filzes hängt - sich
vom Filz löst. In diesem Fall wird der Betrieb der
Papiermaschine vorübergehend gestört; das heißt, es kommt zu
Abrissen der Papierbahn und die Papierbahn muß erneut in die
Papiermaschine eingefädelt werden. Gegebenenfalls muß auch der Filz
vorzeitig ausgetauscht werden. Solche Betriebsunterbrechungen
bedeuten aber, daß der sogenannte Laufwirkungsgrad (die
"Runability") der Papiermaschine auf einen unbefriedigenden Wert
absinkt.
Zu der bekannten Anordnung gemäß EP 991 ist noch anzumerken, daß
die genannte Abnahmesaugwalze durch ihre Saugwirkung das
Rückbefeuchten der Papierbahn aus dem Übergabeband verstärkt, so
daß die Entwässerungsleistung der Presseneinheit nicht befriedigend
ist.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine
Pressenpartie, welche die Merkmale des Oberbegriffes des Anspruches
1 aufweist, derart zu gestalten, daß nicht nur eine möglichst hohe
Entwässerungsleistung der Preßeinheit vorhanden ist, sondern daß
insbesondere auch ein hoher Laufwirkungsgrad sichergestellt ist.
Insbesondere soll das Überwechseln der Papierbahn von der
Preßeinheit zum nachgeschalteten Aggregat möglichst weitgehend
störungsfrei stattfinden.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Diese besagen mit anderen Worten, daß dem Maschinenführer - für den
normalen Dauerbetrieb der Papiermaschine - zwei Möglichkeiten zum
Führen des Übergabebandes zur Auswahl gestellt werden:
Hier kann der Maschinenführer dafür sorgen, daß das Übergabeband
nur an einem nicht-besaugbaren Leitelement mit dem Abnahmeband in
Kontakt kommt. Es wurde nämlich erkannt, daß man hierdurch während
des normalen Dauerbetriebes das bisher an der Abnahmesaugwalze
stattfindende zusätzliche Rückbefeuchten der Papierbahn aus dem
Übergabeband vollkommen vermeiden kann. Daraus resultiert eine
beträchtliche Erhöhung der Entwässerungsleistung der Preßeinheit.
Hier kann der Maschinenführer - durch Verschwenken der genannten
beweglichen Umlenkwalze - dafür sorgen, daß das Übergabeband derart
geführt wird, daß es hinter dem nicht-besaugbaren Leitelement bis
zu einem Saugelement mit dem Abnahmeband in Kontakt bleibt.
Hierdurch wird - unabhängig von der Qualität und/oder dem
momentanen Zustand der Bänder - ein zuverlässiges Übergeben der
Papierbahn auf das Abnahmeband gewährleistet. Dies bedeutet mit
anderen Worten: Betriebsunterbrechungen, die durch das bisherige
gelegentliche Abfallen der Papierbahn von einem der Bänder
verursacht wurden, können vollkommen (oder nahezu vollkommen)
vermieden werden. Dadurch wird der Laufwirkungsgrad der
Papiermaschine erhöht. Eine gewisse Rückbefeuchtung der Bahn unter
der Wirkung des Saugelements muß allerdings in Kauf genommen
werden.
Die Entscheidung, ob man die Betriebsweise I oder die Betriebsweise
II anwenden soll, wird man in erster Linie von der Qualität und dem
Zustand der Sieb- oder Filzbänder treffen. Die Betriebsweise I wird
man vorzugsweise dann wählen, wenn das Übergabeband im wesentlichen
als ein Entwässerungsband ausgebildet ist, so daß die mit der
Papierbahn in Kontakt kommende Seite auch hinter dem Preßspalt nur
wenig Feuchtigkeit enthält. Dadurch wird die Papierbahn im
allgemeinen problemlos (und ohne Zuhilfenahme eines Saugelements)
auf das Abnahmeband überwechseln. Eine derartige Ausbildung des
Übergabebandes wirkt auch in Richtung einer zusätzlichen Steigerung
der Entwässerungsleistung der Preßeinheit.
Allerdings verlieren viele derartige (hauptsächlich zur
Entwässerung dienende) Bänder die beschriebene vorteilhafte
Eigenschaft mit zunehmender Betriebsdauer; das heißt, die Fähigkeit
Wasser im Inneren zu speichern, läßt allmählich nach, so daß der
Filz bzw. das Sieb hinter dem Preßspalt relativ viel Wasser an der
papierberührten Oberfläche führt. Wenn nun dieser Fall eintritt,
dann hat der Maschinenführer dank der Erfindung die Möglichkeit,
von der Betriebsweise I auf die Betriebsweise II überzugehen.
Mit anderen Worten: er kann die Papiermaschine mit der
Betriebsweise II eine zeitlang weiterbetreiben bis zu einem
Maschinenstillstand, an dem das verbrauchte Übergabeband durch ein
neues ersetzt wird.
Eine andere Möglichkeit der Nutzung der unterschiedlichen
Betriebsweisen I und II besteht im folgenden: man benutzt die
Betriebsweise II (d. h. gemeinsames Führen von Übergabeband und
Abnahmeband bis zum Saugelement) nur vorübergehend während des
Anfahrens der Papiermaschine oder nach einem evtl. Bahn-Abriß, also
immer wenn die Papierbahn wieder neu in die Papiermaschine
"eingefädelt" werden muß. Dabei wird mittels des Saugelements ein
zuverlässiges Übergeben des Papierbahn-Anfanges auf das Abnahmeband
gewährleistet. Danach wird dann durch Verschwenken der beweglichen
Umlenkwalze auf die Betriebsweise I übergegangen, um die
Möglichkeiten zur Erhöhung der Entwässerungsleistung zu nutzen.
Es kann auch vorkommen, daß das Übergabeband primär die Aufgabe
eines Transportbandes hat, also nur in zweiter Linie als
Entwässerungsband dient. Dieser Fall liegt beispielsweise dann vor,
wenn das Übergabeband zunächst die Papierbahn von der Siebpartie
abnehmen und dann durch die Preßeinheit hindurchführen muß. Hier
wird man also in der Regel von vornherein die Betriebsweise II
wählen, nämlich um einen möglichst hohen Laufwirkungsgrad der
Papiermaschine zu erzielen.
In besonderen Fällen kann auch noch eine dritte Betriebsweise
angewandt werden, bei der die bewegliche Umlenkwalze in eine
derartige Position verstellt ist, daß das Übergabeband dauernd ohne
Kontakt mit dem Abnahmeband ist. In diesem Fall muß also die
Papierbahn während des normalen Dauerbetriebes über einen freien
Papierzug vom Übergabeband zum Abnahmeband laufen. Hierdurch kann
man den Trennpunkt der Papierbahn vom relativ nassen Übergabeband
noch weiter nach rückwärts in Richtung zum Auslauf aus dem
Preßspalt verlagern und somit die Rückbefeuchtung noch weiter
reduzieren. Diese dritte Betriebsweise ist beispielsweise bei der
Herstellung von naßfesten Papiersorten durchaus möglich und
vorteilhaft. Es versteht sich, daß das Einfädeln einer derartigen
naßfesten Papierbahn vorzugsweise in gleicher Weise erfolgt wie
oben beschrieben.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, daß der Papiermaschinen-Be
treiber dank der Erfindung mehr Freiheit als bisher bei der
Auswahl der Filze oder Siebe für die Pressenpartie hat. Auch kann
er aus mehreren möglichen Betriebsweisen die jeweils günstigste
auswählen.
Jede der Fig. 1 bis 5 zeigt eine erfindungsgemäße Pressenpartie,
oder einen Teil davon, in einer schematischen Seitenansicht.
Dargestellt ist in Fig. 1 eine Preßeinheit, gebildet durch eine
normale Preßwalze 1 und durch eine Schuh-Preßwalze mit Preßschuh 2
und Preßband 3. Beide Walzen bilden miteinander einen Preßspalt,
durch den eine nicht sichtbare Papierbahn zusammen mit zwei
Filzbändern 4 und 5 hindurchläuft.
Das obere Filzband 4 transportiert die Papierbahn in bekannter
Weise von einer Siebpartie in die Pressenpartie; dabei kommt die
Papierbahn im Bereich einer Leitwalze 6 mit dem unteren Filzband 5
in Kontakt. Unmittelbar am Austritt aus dem Preßspalt trennt sich
das obere Filzband 4 von der Papierbahn und läuft über eine
Leitwalze 7 und über weitere nicht sichtbare Leitwalzen zurück zur
Siebpartie. Die Papierbahn läuft zusammen mit dem unteren Filzband
oder "Übergabeband" 5 bis zu einer Übergabestelle, die in möglichst
geringer Entfernung vom Austritt aus dem Preßspalt angeordnet ist.
Die Übergabestelle ist gebildet durch eine Abnahmewalze 8a, an der
ein Abnahmeband 14 mit der Papierbahn in Kontakt kommt.
Während des normalen Dauerbetriebes der Pressenpartie läuft die
Papierbahn von der Abnahmewalze 8a zusammen mit dem Abnahmeband 14
zu einer Saugwalze 8b und von dort in eine nachgeschaltete zweite
Preßeinheit 11-13 (oder in ein anderes nachgeschaltetes Aggregat).
Dabei löst sich das Übergabeband 5 unmittelbar an der Abnahmewalze
8a von der Papierbahn. Hierdurch wird sichergestellt, daß ein
Rückbefeuchten der Papierbahn aus dem Übergabeband nur auf einer
sehr kurzen Strecke stattfinden kann. Das bisher ungewollte
zusätzliche Rückbefeuchten der Papierbahn durch den an der
bisherigen Abnahmesaugwalze herrschenden Unterdruck wird vollkommen
vermieden. Gleichzeitig sorgt die erfindungsgemäße Saugwalze 8b
dafür, daß die Papierbahn sicher am Abnahmeband 14 haftet.
Dadurch wird - insbesondere bei der Herstellung von relativ dünnen
Papierbahnen und bei hoher Arbeitsgeschwindigkeit - der Gefahr
begegnet, daß sich am Einlauf in die zweite Preßeinheit 11-13 (oder
an der Auflaufstelle auf einen ersten Trockenzylinder) Blasen
bilden. Diese Wirkung der Saugwalze 8b kann unterstützt werden
durch einen nachfolgenden stationären Blasensauger 9 (Fig. 2).
Während des erstmaligen Überführens der Papierbahn von der ersten
zur zweiten Preßeinheit (beim Anfahren oder nach einem Bahn-Abriß)
ist die schwenkbare Umlenkwalze 10 in einer derartigen Position
(10′), daß das Übergabeband 5 bis zur Saugwalze 8b mit der
Papierbahn in Kontakt bleibt. Diese Betriebsweise gewährleistet
mittels der Saugwalze 8b ein zuverlässiges Übergeben des Bahn-An
fanges auf das Abnahmeband 14. Diese Betriebsweise kann aber auch
vorübergehend oder dauernd angewandt werden, wenn das Übergabeband
5 nach längerer Betriebsdauer die Papierbahn nur ungern an das
Abnahmeband 14 abgibt oder wenn das Übergabeband vor der
Preßeinheit 1-3 die Funktion eines Abnahmebandes hat, wie z. B.
gemäß Fig. 2.
In Fig. 1 (und in Fig. 2) ist mit strichpunktierten Linien eine
weitere Position 10′′ der Umlenkwalze 10 dargestellt, bei der die
beiden Bänder 5 und 14 ohne Kontakt bleiben. Diese Position ist
vorteilhaft z. B. beim Leerlauf der Pressenpartie, oder wenn eine
der beiden Preßeinheiten stillsteht oder mit anderer
Arbeitsgeschwindigkeit als die andere Preßeinheit läuft. Diese
Position ist aber auch, wie oben erläutert, in besonderen Fällen
beim normalen Dauerbetrieb anwendbar, z. B. bei der Herstellung von
naßfesten Papierbahnen. Die Erfindung ist in gleicher Weise
realisiert bei der zweiten Preßeinheit 11-20 oder Fig. 1.
Gemäß Fig. 2 ist das Übergabeband 5 nicht das untere sondern das
obere Filzband der ersten Preßeinheit 1, 2, 3. Vor dieser
Preßeinheit dient das Übergabeband 5 als Abnahmeband; denn es nimmt
in bekannter Weise mittels einer Abnahmesaugwalze 5A die Papierbahn
von der Siebpartie ab; von dieser ist nur ein kleines Stück des
Siebbandes S dargestellt.
Zunächst hängt die Papierbahn an der Unterseite des Übergabebandes
5; dasselbe trifft zu beim Auslauf der Papierbahn zusammen mit dem
Übergabeband aus der Preßeinheit 1-3. Die Gefahr, daß sich die
Papierbahn vom Übergabeband 5 löst, ist jedoch dank der Erfindung
sehr gering; denn die Bahnlaufstrecke vom Auslauf aus dem Preßspalt
bis zur Abnahmestelle an der Walze 8a wird erfindungsgemäß sehr
kurz gehalten.
Während in Fig. 1 Schuh-Preßwalzen mit je einem schlauchförmigen
(und an den beiden Stirnseiten geschlossenen) Preßband 3 vorgesehen
sind, hat die Anordnung gemäß Fig. 2 Preßbänder 3′ bzw. 13′, die
über mehrere Leitwalzen umlaufen. Es ist aber auch in Fig. 2 eine
Schutzpreßwalzen-Anordnung entsprechend Fig. 1 möglich. Hinter der
zweiten Preßeinheit 11, 12, 13′ läuft in Fig. 2 die Papierbahn in
einem kurzen freien Papierzug von der Preßwalze 11 zu einem
Überführsieb oder Überführfilz 24, der unter anderem über eine
Leitwalze 25 und über einen ersten Trockenzylinder 28 läuft. An
diesem wird die Papierbahn an ein Trockensieb 27 übergeben, das
über eine Leitwalze 26 zum Trockenzylinder 28 läuft und danach die
Papierbahn in bekannter Weise über die weiteren nicht dargestellten
Trockenzylinder führt. Für den Fall, daß auch die 2. Presse doppelt
befilzt ist, kann die Leitwalze 25 durch eine Walzenanordnung
ähnlich 8a/8b/10 (10′/10′′) ersetzt werden. Der Trockenzylinder 28
kann durch eine normale Leitwalze ersetzt werden. Die
Übergabestelle der Bahn an das Trockensieb 27 kann auch hinter dem
Zylinder 28 bzw. hinter der normalen Leitwalze angeordnet werden.
Die Fig. 3 zeigt eine Abwandlung zu Fig. 1 bzw. Fig. 2. Anstelle
der beiden Walzen 8a und 8b der Fig. 1 bzw. Fig. 2 ist in Fig. 3
ein stationärer Leitsaugschuh 30 vorgesehen mit einer konvex
gekrümmten Führungsfläche für das Abnahmeband 14. Diese
Führungsfläche umfaßt einen nicht-besaugbaren Teil 30a, der in
möglichst geringer Entfernung von der Preßeinheit 1-3 angeordnet
ist, sowie eine daran anschließende Saugzone 30b.
Gemäß Fig. 4 ist anstelle des zuvor beschriebenen stationären
Leitschuhes eine Leitsaugwalze 40 vorgesehen, die anstelle des im
Anspruch 1 genannten nicht-besaugbaren Leitelements eine nicht
besaugbare Zone 40a und daran anschließend eine relativ kleine
Saugzone 40b aufweist.
Gemäß Fig. 5 ist wie in Fig. 1 bzw. Fig. 2 eine nicht-besaugbare
Leitwalze 8a vorgesehen und anstelle der Saugwalze 8b der Fig. 1
bzw. Fig. 2 ein stationärer Saugschuh 38. Nicht dargestellt ist
eine weitere Möglichkeit, nämlich die Walze 8a der Fig. 1 bzw. Fig.
2 durch einen stationären Schuh zu ersetzen und die Saugleitwalze
8b beizubehalten.
Claims (9)
1. Pressenpartie für ein Papiermaschine,
mit
wenigstens einer Preßeinheit, sowie mit einem der
Preßeinheit nachgeschalteten Aggregat,
mit den
folgenden Merkmalen:
- 1.1 die Preßeinheit umfaßt zwei Preßorgane die jeweils einen Preßspalt miteinander bilden;
- 1.2 beide Preßorgane (1; 2, 3 bzw. 3′) sind jeweils von einem Band (Siebband oder Filzband) umschlungen;
- 1.3 eine Umlenkwalze (10), über die hinter dem Preßspalt eines der Bänder ("Übergabeband" 5) läuft, ist beweglich, das heißt, in ihrer Position veränderbar, gelagert;
- 1.4 das Übergabeband (5) transportiert die Bahn vom Preßspalt zu einem "Abnahmeband" des nachgeschalteten Aggregates, wobei das Abnahmeband an der Übergabestelle über eine Abnahmeeinrichtung (8) läuft;
gekennzeichnet durch die folgenden weiteren Merkmale:
- 1.5 die Abnahmeeinrichtung (8) umfaßt ein nicht besaugbares Leitelement (8a) und ein diesem nachgeschaltetes Saugelement (8b);
- 1.6 die Position der Umlenkwalze (10) ist derart veränderbar, daß das Übergabeband (5) entweder allein an dem nicht-besaugbaren Leit element (8a) oder nacheinander am nicht-besaug baren Leitelement (8a) und am Saugelement (8b) mit dem Abnahmeband (14) in Kontakt kommt.
2. Pressenpartie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das nicht-besaugbare Leitelement in möglichst
kurzem Abstand hinter dem Preßspalt angeordnet ist, so
daß das Abnahmeband (14) so früh wie physikalisch
möglich hinter dem Preßspalt mit der Bahn in Kontakt
kommt.
3. Pressenpartie nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Position der Umlenkwalze (10)
derart veränderbar ist, daß das Übergabeband
- (a) während des normalen Dauerbetriebes nur an dem nicht-besaugbaren Leitelement (8a),
- (b) dagegen während des Einfädelns der Bahn in die Pressenpartie sowohl am nicht-besaugbaren Leit element (8a) als auch am Saugelement (8b) mit dem Abnahmeband (14) in Kontakt kommt.
4. Pressenpartie nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die bewegliche Umlenkwalze
(10) in eine zusätzliche Position (10′′) verstellbar
ist, daß das Übergabeband (5) ohne Kontakt mit dem
Abnahmeband (14) ist.
5. Pressenpartie nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- 5.1 das nicht besaugbare Leitelement (8a) ist eine Leitwalze oder ein stationärer Leitschuh,
- 5.2 das Saugelement (8b) ist eine Saugwalze oder ein stationärer Saugschuh (38).
6. Pressenpartie nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das nicht-besaugbare
Leitelement (30a) und das Saugelement (30b) einen
einheitlichen Leit-Saug-Schuh (30) bilden.
7. Pressenpartie nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß das nicht-besaugbare
Leitelement (40a) und das Saugelement (40b) zu einer
Leitsaugwalze (40) zusammengefaßt sind.
8. Pressenpartie nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß hinter der Preßeinheit (1
bis 10) eine zweite Preßeinheit (11-20) vorgesehen
ist, welche die Merkmale eines der Ansprüche 1 bis 7
aufweist.
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