DE10161989A1 - Übergabevorrichtung - Google Patents
ÜbergabevorrichtungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Übergabe einer Papier-, Karton-, Tissue- oder einer anderen Faserstoffbahn (1) zwischen zwei mitlaufenden, endlosen Bändern (3, 4, 5, 6) in der Pressenpartie einer Maschine zur Herstellung und/oder Veredlung der Faserstoffbahn (1). DOLLAR A Dabei soll eine sichere Übergabe der Faserstoffbahn (1) dadurch gewährleistet werden, dass die Bänder (3, 4, 5, 6) vor der Übergabe der Faserstoffbahn (1) gemeinsam mit der dazwischen liegenden Faserstoffbahn (1) durch einen Pressspalt geführt werden.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Übergabe einer Papier-, Karton-, Tissue- oder einer anderen Faserstoffbahn zwischen zwei mitlaufenden, endlosen Bändern in der Pressenpartie einer Maschine zur Herstellung und/oder Veredlung der Faserstoffbahn.
- Insbesondere bei schnell laufenden Maschinen bereitet die Übergabe der Faserstoffbahn in der Pressenpartie zunehmend Schwierigkeiten. Einerseits kann die Haftung zumindest stellenweise am abgebenden Band zu stark und andererseits am übernehmenden Band zu schwach sein. Im Ergebnis kann es zu Ein- oder gar Abrissen bei der Faserstoffbahn kommen. Besonders bei Faserstoffbahnen mit einem großen Flächengewicht und einem oberhalb der Faserstoffbahn laufenden, übernehmenden Band führt dies oft zum Abheben der Bahnränder und dadurch zu Einrissen.
- Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, die Übergabe der Faserstoffbahn sicher zu gestalten.
- Erfindungsgemäß wurde die Aufgabe dadurch gelöst, dass insbesondere in Pressenpartien zur Entwässerung der Faserstoffbahn die Bänder vor der Übergabe der Faserstoffbahn gemeinsam mit der dazwischen liegenden Faserstoffbahn durch einen Pressspalt geführt werden. Dies führt zu einer Stärkung der Haftung der Faserstoffbahn am übernehmenden Band. Die Beeinflussung der Haftung am abgebenden Band wird dabei in Kauf genommen.
- Besonders einfach gestaltet sich die Vorrichtung, wenn der Pressspalt von zwei gegeneinander gedrückten Walzen gebildet wird und jede Walze von einem Band umschlungen ist. Die Walzen können dabei als einfache Leitwalzen oder zumindest eine Walze als Schuhpresswalze ausgebildet sein. Schuhpresswalzen besitzen einen flexiblen Walzenmantel, der zur Bildung eines verlängerten Pressspaltes mit der anderen Walze über eine Stützeinrichtung mit konkaver Stützfläche geführt wird. Durch die Verlängerung der Verweilzeit der Faserstoffbahn im verlängerten Pressspalt ergeben sich Vorteile bei der Verbesserung der Haftung der Faserstoffbahn am übernehmenden Band. Der Pressspalt kann aber auch dadurch etwas verlängert werden, dass zumindest eine Walze einen weichen Walzenbezug besitzt.
- Die Linienkraft im Pressspalt sollte zwischen 1 und 200 N/mm liegen. Dieser Pressdruck reicht zur gewünschten Beeinflussung der Haftung völlig aus und erlaubt einen einfachen Aufbau der Walzen.
- Um die verbesserte Haftung der Faserstoffbahn am übernehmenden Band möglichst schnell auszunutzen, sollte das die Faserstoffbahn abgebende Band sofort nach dem Pressspalt von der Faserstoffbahn weggeführt werden. Falls das abgebende Band luftdurchlässig ist, so genügt eventuell eine schnelle Belüftung/Beblasung der der Faserstoffbahn abgewandten Seite dieses Bandes.
- Die Übergabevorrichtung eignet sich für Fälle, bei denen beide Bänder von einem luftundurchlässigen Band oder beide Bänder von einem luftdurchlässigen Band in Form eines Siebes oder Filzes oder ein Band luftdurchlässig und das andere luftundurchlässig ausgeführt ist.
- Falls das die Faserstoffbahn übernehmende Band luftdurchlässig ist, so kann die von diesem Band umschlungene Walze vorteilhafterweise besaugt werden. Hierzu besitzt die Walze einen perforierten Walzenmantel, wobei der Innenraum mit einer Vakuumquelle verbunden ist. Dabei reicht es aus, wenn das Vakuum der besaugten Walze zwischen 0 und 10 mWs vorzugsweise zwischen 0 und 8 mWs liegt.
- Die Übergabe der Faserstoffbahn kann noch dadurch unterstützt werden, dass das übernehmende Band schneller als das abgebende Band läuft.
- Um die Geschwindigkeit der Bänder und damit auch eine Geschwindigkeitsdifferenz zwischen diesen besser beeinflussen zu können, sollte zumindest eines der Bänder angetrieben werden.
- Nachfolgend soll die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In der beigefügten Zeichnung zeigt die Figur einen schematischen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung.
- In der Pressenpartie durchläuft die Faserstoffbahn 1 gemeinsam mit zumindest einem wasseraufnehmenden Band 2, 3, 4 hier mehrere Pressspalte zur Entwässerung. Die Entwässerungspressspalte werden je von zwei Presswalzen 13, 14, 15, 16 gebildet, wobei jeweils die obere Presswalze 13, 15 als Schuhpresswalze ausgebildet ist. Die Schuhpresswalzen besitzen einen flexiblen Walzenmantel, der zur Bildung eines verlängerten Entwässerungspressspaltes über eine Stützeinrichtung mit einer konkaven Pressfläche geführt wird. Diese verlängerten Entwässerungspressspalte ermöglichen eine intensive und dennoch schonende Entwässerung der Faserstoffbahn 1. Die erfindungsgemäße Übergabevorrichtung ist jedoch auch bei anders aufgebauten Pressenpartien einsetzbar.
- Durch den ersten Entwässerungspressspalt läuft die Faserstoffbahn 1 gemeinsam mit beidseitig je einem luftdurchlässigen Band 2, 3 in Form eines Pressfilzes zur Aufnahme des im Entwässerungspressspalt ausgepressten Wassers. Nach diesem Entwässerungspressspalt wird das obere Band 2 weggeführt und die Faserstoffbahn 1 vom unteren Band 3 allein zur Übergabestelle geleitet. An der Übergabestelle wird die Faserstoffbahn 1 vom oberen ebenfalls luftdurchlässigen Band 4 des folgenden Entwässerungspressspaltes übernommen. Um die Übergabe zu unterstützen, durchläuft die Faserstoffbahn 1 an der Übergabestelle gemeinsam mit dem abgebenden 3 und dem übernehmenden 4 Band einen von zwei Walzen 8, 9 gebildeten Pressspalt, wobei die Linienkraft im Pressspalt zwischen 1 und 200 N/mm liegt. Dieser Pressspalt verstärkt die Haftung der Faserstoffbahn 1 am übernehmenden Band 4, so dass sich die Gefahr von Ein- oder Abrissen der Faserstoffbahn 1 wesentlich verringert. Um dabei den Pressspalt und damit auch die Verweilzeit der Faserstoffbahn 1 in diesem zu verlängern, besitzt die Walze 8 des abgebenden Bandes 3 einen weichen Walzenbezug. Die gegenüberliegende Walze 9 des Pressspaltes ist als besaugte Walze 9 ausgeführt. Hierzu besitzt die Walze 9 einen perforierten Walzenmantel, wobei der Innenraum mit einer Unterdruckquelle verbunden ist. Das Vakuum hat dabei eine Höhe zwischen 0 und 8 mWs.
- Durch den zweiten Entwässerungspressspalt läuft die Faserstoffbahn 1 gemeinsam mit dem oberen Band 4 in Form eines Pressfilzes und einem unteren glatten, luftundurchlässigen Band 5 in Form eines Transferbandes. Da der Feuchtegehalt der Faserstoffbahn 1 nach dem ersten Entwässerungspressspalt bereits erheblich verringert ist, genügt im zweiten Entwässerungspressspalt ein wasseraufnehmendes Band 4. Das glatte Band 5 führt die Faserstoffbahn 1 nach dem zweiten Entwässerungspressspalt allein zur zweiten Übergabestelle. Auch dort wird die Übergabe von einem Pressspalt unterstützt, durch den neben der Faserstoffbahn 1 das abgebende Band 5 und das übernehmende Band 6 geführt wird. Da das übernehmende Band 6 luftdurchlässig ausgeführt ist, kann hier die Übernahme ebenso durch eine besaugte Walze 11 des übernehmenden Bandes 6 unterstützt werden. Diese besaugte Walze 11 bildet mit einer Walze 10 des abgebenden Bandes 5 in Form einer Schuhpresswalze einen verlängerten Pressspalt zur Unterstützung der Übernahme der Faserstoffbahn 1.
- Das übernehmende Band 6 führt die Faserstoffbahn 1 dann in eine in Bahnlaufrichtung 7 folgende Einheit der Papiermaschine, was beispielsweise ein weiterer Pressspalt oder eine Trockenpartie sein kann.
- Alle Bänder 2, 3, 4, 5, 6 sind über Leitwalzen 12, Presswalzen 13, 14, 15 und 16 sowie Trockenzylinder angetrieben, so dass eine Geschwindigkeitsdifferenz zwischen diesen für einen Zugaufbau eingestellt werden kann. Die Übernahme der Faserstoffbahn 1 wird unterstützt, wenn das übernehmende Band 4,6 geringfügig schneller als das abgebende Band 3, 5 läuft.
- Beispielhaft und in Abhängigkeit von der Art der Pressenpartie wird das abgebende Band 3 des ersten Entwässerungspressspaltes nach der Abgabe der Faserstoffbahn 1 über eine Leitwalze 12 geführt, die die Umschlingung der Walze 8 durch das Band 3 erheblich verringert.
- Dies kann soweit erfolgen, dass das abgebende Band 3 nach dem Pressspalt noch die gegenüberliegende Walze 9 umschlingt, was zu einer schnellen Belüftung des sich öffnenden Zwickels zwischen Walze 8 und dem abgebenden Band 3 führt. Dabei ist die Nachumschlingung der Walze 8 durch das übernehmende Band 4 jedoch größer.
- Im Gegensatz dazu wird das übernehmende Band 6 nach dem zweiten Entwässerungspressspalt vor der Walze 11 des Pressspaltes über eine Leitwalze 12 geführt, die die Umschlingung der Walze 11 durch dieses Band 6 wesentlich reduziert.
Claims (12)
1. Vorrichtung zur Übergabe einer Papier-, Karton-, Tissue- oder einer anderen
Faserstoffbahn (1) zwischen zwei mitlaufenden, endlosen Bändern (3, 4, 5, 6) in
der Pressenpartie einer Maschine zur Herstellung und/oder Veredlung der
Faserstoffbahn (1), dadurch gekennzeichnet, dass
die Bänder (3, 4, 5, 6) vor der Übergabe der Faserstoffbahn (1) gemeinsam mit
der dazwischen liegenden Faserstoffbahn (1) durch einen Pressspalt geführt
werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der Pressspalt von zwei gegeneinander gedrückten Walzen (8, 9, 10, 11)
gebildet wird und jede Walze (8, 9, 10, 11) von einem Band (3, 4, 5, 6) umschlungen
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest eine Walze (10) als Schuhpresswalze ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest eine Walze (8) einen weichen Walzenbezug besitzt.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass
die Linienkraft im Pressspalt zwischen 1 und 200 N/mm liegt.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass
das die Faserstoffbahn (1) abgebende Band (3, 5) nach dem Pressspalt von der
Faserstoffbahn (1) weggeführt wird.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass
zumindest eines der Bänder (3, 4, 5, 6) von einem luftundurchlässigen Band (5)
gebildet wird.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass
zumindest eines der Bänder (3, 4, 5, 6) von einem luftdurchlässigen Band (3, 4,
6) in Form eines Siebes oder Filzes gebildet wird.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das die
Faserstoffbahn (1) übernehmende Band (4, 6) luftdurchlässig ist und die von diesem
Band (4, 6) umschlungene Walze (9, 11) besaugt wird.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass
das Vakuum der besaugten Walze (9, 11) zwischen 0 und 10 mWs,
vorzugsweise zwischen 0 und 8 mWs liegt.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass das übernehmende Band (4, 6) schneller als das abgebende
Band (3, 5) läuft.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass zumindest eines der Bänder (3, 4, 5, 6) angetrieben wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001161989 DE10161989A1 (de) | 2001-12-17 | 2001-12-17 | Übergabevorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001161989 DE10161989A1 (de) | 2001-12-17 | 2001-12-17 | Übergabevorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10161989A1 true DE10161989A1 (de) | 2003-06-18 |
Family
ID=7709552
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE2001161989 Withdrawn DE10161989A1 (de) | 2001-12-17 | 2001-12-17 | Übergabevorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10161989A1 (de) |
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- 2001-12-17 DE DE2001161989 patent/DE10161989A1/de not_active Withdrawn
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