DE19815575A1 - Klosett, insbesondere für Frauen - Google Patents
Klosett, insbesondere für FrauenInfo
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-
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Description
Die Erfindung betrifft ein Klosett, insbesondere für Frauen, gemäß Oberbegriff des
Anspruches 1.
Der hygienische Zustand öffentlicher und halböffentlicher Toiletten ist der Grund,
daß viele Personen, insbesondere auch Frauen dort häufig von der Benutzung der
üblicherweise aufgestellten Klosetts absehen. Durch die Abneigung gegen das frem
de Klosett oder aus Angst vor Ansteckung mit Krankheiten üben insbesondere Frau
en auf öffentlichen oder halböffentlichen Toiletten teilweise körperlich schwierige
Praktiken aus, um sich nicht auf den Klosettsitz setzen zu müssen.
Aus der DE 298 02 629.5 ist ein Urinal insbesondere für Frauen zur körperkontakt
freien Benutzung bekannt mit einem Urinaufnahmemittel, das als topfartig vertieftes
Becken ausgebildet, zumindest an Teilen der Innenflächen des Beckens mit Spül
wasser beaufschlagbar und über einen Geruchsverschluß an eine Abwasserleitung
anschließbar ist, und im Inneren des Beckens eine zum Geruchsverschluß hin ab
fallende Urinauftrefffläche ausgebildet ist, die oberseitig durch einen am Becken
umlaufenden Rand begrenzt ist. Dabei fällt die Urinauftrefffläche im wesentlichen
parallel zur Auftreffrichtung des Urinstrahles zum Geruchsverschluß hin steil geneigt
ab und zumindest der an den Bereich der Urinauftrefffläche angrenzende Teil des
umlaufenden Randes ist niedriger als in restlichen Randbereichen des Beckens aus
gebildet. Ein derartiges Urinal ermöglicht ein bequemes Urinieren, jedoch ist eine
Benutzung des ansonsten ergonomisch ausgebildeten Urinals auch als WC für Fä
kalien aller Art nicht beschrieben und ggf. auch nicht möglich, da durch die beschrie
bene Ausbildung des Geruchsverschlusses ein Abführen von festen Fäkalien nicht
gewährleistet ist.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, ein derartiges Urinal dahingehend weiterzubilden,
daß dieses auch ein besonders bequemes und berührungsfreies Benutzen als Klo
sett insbesondere für Frauen und für Fäkalien aller Art ermöglicht und bei dem die
Aufnahme der Fäkalien sicher gelöst ist und die Infektionsgefahr, der Verschmut
zungsgrad insbesondere auch beim Einwurf von Toilettenpapier und/oder Hygiene
artikeln und die damit verbundenen Reinigungskosten gesenkt sind und daher die
Akzeptanz derartiger Klosetts gewährleistet ist.
Die Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabe ergibt sich bezüglich des erfindungs
gemäßen Klosetts aus den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 in Zu
sammenwirken mit den Merkmalen des Oberbegriffes. Weitere vorteilhafte Ausge
staltungen der Erfindung ergeben sich aus den jeweiligen Unteransprüchen.
Die Erfindung bildet das Urinal für eine Benutzung als Klosett dadurch weiter, daß
eine Fäkalienauftrefffläche im wesentlichen parallel zur Auftreffrichtung der Fäkalien
zum Geruchsverschluß hin steil geneigt abfällt und zumindest der an den Bereich
der Fäkalienauftrefffläche angrenzende Teil des umlaufenden Randes niedriger als
in restlichen Randbereichen des Beckens ausgebildet ist. Hierdurch wird zum einen
die Zugänglichkeit des für die Aufnahme der Fäkalien bestimmten Bereiches des
Klosetts stark verbessert, da durch den heruntergezogenen Rand die Innenseite des
Beckens in der Benutzungshaltung weiter zum Benutzenden geöffnet ist. Durch die
Anordnung der für alle Arten von Fäkalien geeigneten Fäkalienauftrefffläche, die
vorteilhafterweise als lange geneigte oder gewölbte Fläche ausgebildet werden
kann, treffen die Fäkalien unter einem kleinen Auftreffwinkel auf die Fäkalienauftreff
fläche und verlieren dadurch den Großteil ihrer kinetischen Energie, ohne daß sich
unerwünschte und die Benutzung unhygienischer und unvorteilhafter machende
Spritzer bilden können. Z.B. läuft der Urin über die Fäkalienauftrefffläche in Richtung
auf den Geruchsverschlußeinlauf ab, wobei auch durch unterschiedliche Körpergrö
ßen oder Haltungen bedingte Unterschiede in Auftreffrichtung und Auftreffhöhe des
Urinstrahles keine wesentliche Verschlechterung des Ablaufverhaltens des Urins
bewirken. Dies läßt sich trotz und gerade wegen des im Bereich der Fäkalienauftreff
fläche heruntergezogenen Randes erreichen, da dem Benutzenden eine natürliche
Haltung möglich ist, die auch leicht und keinen Kontakt mit dem Klosett hervorrufend
verändert werden kann. Neben der rückspritzerfreien Aufnahme des Urins ist auch
ein sicheres Aufnehmen der festen Fäkalienbestandteile insbesondere durch die
Gestaltung der Fäkalienauftrefffläche gewährleistet. Auch ist das Klosett gleicher
maßen für die Benutzung durch Frauen und Männer geeignet.
In einer bevorzugten Ausgestaltung ist die obere Umfangsform des Beckens langge
zogen, annähernd oval, und mit einer Verjüngung zum Bereich der Fäkalienauftreff
fläche ausgebildet. Hierdurch kann der Benutzende gerade im Bereich der Fäkalien
auftrefffläche einfach auch seitlich zum Klosett seine Haltung verändern.
Von besonderem Vorteil ist es, wenn gegenüberliegend der Fäkalienauftrefffläche
eine steil abfallende Begrenzungsfläche ausgebildet ist sowie darüber hinaus an
dem Becken seitlich von Fäkalienauftrefffläche und Begrenzungsfläche im wesentli
chen konkav geformte, in Fäkalienauftrefffläche und Begrenzungsfläche übergehen
de und steil abfallende Seitenwände ausgebildet sind, insbesondere wenn Begren
zungsfläche und Seitenwände der vertieften Beckenform von der Fäkalienauftreffflä
che abspritzenden Urin auffangen. Dabei können auch die nicht vollständig vermeid
bare Spritzer auffangenden Auffangflächen des Urinals z. B. für einen auftreffenden
Urinstrahl weitestgehend so gekrümmt werden, daß unter Berücksichtigung des Auf
treffverhaltens eines Urinstrahls auch auf andere als die Fäkalienauftrefffläche ein
Zurückspritzen vermieden wird. Dies wird durch die unterhalb des umlaufenden
Randes angeordneten Flächen des Beckens unterstützt, wenn diese eine zum Ge
ruchsverschluß hin abfallende topfartige Form des Beckens bilden. Durch einen zur
Mittelachse des topfartigen Beckens hin gelagerten Einlauf des Geruchsverschlus
ses und die Tiefe des Beckens kann das mittelbare Auftreffen z. B. des Urinstrahls
auf die Wasseroberfläche des Einlaufs weitestgehend vermieden werden und even
tuell auftreffende Rückspritzer werden so umgeleitet, daß diese gegen die Seiten
wände des Beckens treffen und nicht den Benutzenden berühren. Auch ein direktes
Hineinplumpsen von festen Fäkalien in die Wasseroberfläche des Einlaufs und da
durch hervorgerufene Geräusche werden durch die Gestaltung der Fäkalienauftreff
fläche verhindert.
Durch die topfartige Form des Beckens kann weiterhin ein Abspülen von Toiletten
papier und/oder Hygieneartikel mit einer geringen Spülwassermenge, vorzugsweise
zwischen 2 und 4 Litern Spülwasser gewährleistet werden, da beim Spülen durch die
Flüssigkeitsleitung und die Schwerkraft das Becken besonders einfach und gründlich
gereinigt wird, insbesondere wenn an der tiefsten Stelle der topfartigen Form des
Beckens eine Ablauföffnung vorgesehen ist, in deren Bereich der Geruchsverschluß
angeordnet ist.
Eine besonders wirkungsvolle Spülung läßt sich auch erreichen, wenn die Fäkalien
auftrefffläche im Inneren des Beckens einer Zulaufeinrichtung für Spülwasser ge
genüberliegend ausgebildet ist.
Zur Verbesserung der Zugänglichkeit des Beckens des Klosetts trägt bei, wenn der
das Becken oberseitig begrenzende, am Becken umlaufende Rand von der Zulauf
einrichtung für Spülwasser zur Fäkalienauftrefffläche mit 10° bis 30°, vorzugsweise
mit 20°, gegenüber der Horizontalen, vorzugsweise mit einem geradlinigen oberen
Abschluß, geneigt verlaufend ausgebildet ist. Hierdurch wird nicht nur der der Fäka
lienauftrefffläche zugeordnete Randbereich besonders gut zugänglich, sondern es
ergibt sich eine großflächig sich zum Benutzenden hin öffnende Beckenform.
Eine für die meisten Benutzenden auch unterschiedlicher Körpergrößen vorteilhafte
Haltung bei der Benutzung läßt sich erreichen, wenn der das Becken oberseitig be
grenzende, am Becken umlaufende Rand im Bereich der Fäkalienauftrefffläche 25
bis 31 cm, vorzugsweise 28 cm höher als die Mitte des Abwasseranschlusses eines
herkömmlichen Klosetts angeordnet ist.
Unter hygienischen Gesichtspunkten kann vorteilhafterweise unter oder innerhalb
des am Becken umlaufenden Randes eine Einrichtung zur zusätzlichen Führung und
Abgabe von Spülwasser vorsehbar sein, die eine vollflächige Ausspülung der Innen
flächen des Beckens gewährleistet. Das Becken kann oberseitig von einem durch
laufenden Rand zur Wasserverteilung im Becken umrandet sein, der vom Was
sereinlauf zum vorderen Becken eine Verjüngung erfahren kann, die eine einwand
freie Ausspülung des Beckens und des Randes gewährleistet, wobei in einer beson
deren Ausführung dieser Rand mit einer besonderen zusätzlichen Wasserführung
ausgestattet werden kann.
Bauseits ist es von besonderer Bedeutung, wenn die Zulaufeinrichtung für Spülwas
ser sowie der Geruchsverschluß so ausgebildet sind, daß sie einen Anschluß an
vorhandene Anschlußleitungen eines herkömmlichen Klosettbeckens ermöglichen.
Eine Änderung der meistens unter Putz oder verdeckt liegenden Verrohrung ist da
bei überflüssig, ein Austausch eines herkömmlichen Klosetts gegen ein erfindungs
gemäß es Klosett einfach möglich.
Dies kann in einer ersten Ausprägung erreicht werden, wenn das Klosett mit seiner
der Fäkalienauftrefffläche gegenüberliegenden Außenfläche an einer Befestigungs
wand aufgehängt und von einem Benutzenden mit dem Rücken zu der Befesti
gungswand benutzbar ist. Hierdurch ist einfach eine Benutzerhöhe erhaltbar, die ei
ne sichere Aufnahme der Fäkalien unter Berücksichtigung einer angenehmen, von
unterschiedlichen Körpergrößen unabhängigen Körperhaltung und der dem Stand
der Technik entsprechenden Abwasseranschlußsituation von Klosetts gewährleistet.
In einer anderen Weiterbildung kann das Klosett frei im Raum aufgestellt sein und
von der der Fäkalienauftrefffläche zugeordneten Seite benutzbar sein.
Optisch und reinigungstechnisch vorteilhaft ist es, wenn bei hängendem oder frei
aufgestelltem Klosett unterseitig des topfartigen Beckens schürzenartige Teile des
Klosetts den Geruchsverschluß und/oder Anschlußrohre oder dgl. umgreifen und
diesen verdecken.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Klosetts zeigt
die Zeichnung.
Es zeigen:
Fig. 1 eine isometrische Ansicht eines erfindungsgemäßen Klosetts in
wandhängender Ausführung von seitlich vorne oben,
Fig. 2a, 2b eine geschnittene Seitenansicht des Klosetts gemäß Fig. 1 sowie
eine Draufsicht,
Fig. 3 eine Prinzipskizze zur Benutzung des Klosetts gemäß Fig. 1.
In den Fig. 1 bis 3 ist eine erste Ausführungsform eines vorzugsweise wandhän
gend angebrachten Klosetts 1 gemäß der Erfindung dargestellt, bei dem ein topfför
miges Becken 7 von einer innenseitig als Fäkalienauftrefffläche 2 ausgebildeten vor
deren Wandung, zwei sich seitlich daran anschließenden Seitenflächen 9 sowie ei
ner befestigungswandseitig angeordneten Begrenzungsfläche 8 gebildet wird. Ober
seitig des topfförmigen Beckens 7 ist ein das Becken 7 oberseitig abschließender
Rand 3 angeordnet, der unter einem Neigungswinkel 12 gegenüber der Horizontalen
im angebauten Zustand des Klosetts 1 geneigt ist. In der unterseitig an dem Becken
7 topfförmig gebildeten Vertiefung ist eine Auslauföffnung 10 für einen nicht darge
stellten Geruchsverschluß zu erkennen. Der Rand 3 ist wulstartig verstärkt und um
greift einen halb offenen Innenraum 27, der in für herkömmliche Klosetts grundsätz
lich bekannter Weise mit einem Spülwasserzulauf 5 derart verbunden sein kann, daß
aus dem Spülwasserzulauf 5 austretendes Spülwasser entlang des Innenraumes 27
des Randes 3 verteilt wird und das Becken 7 innenseitig vollflächig abspült.
Die Benutzung und die Funktion des Klosetts 1 läßt sich wie folgt beschreiben. Das
Klosett 1 zur körperkontaktfreien Benutzung insbesondere auch von Frauen ermög
licht eine für den Benutzenden 13 des Klosetts 1 bequeme und berührungsfreie
Haltung, bei der etwa gemäß Fig. 3 die Benutzung mit einer in den Knien gebeug
ten und mit dem Oberkörper vorgeneigten Stellung möglich ist. Diese Haltung kann
beispielsweise durch Haltestangen oder sonstige hier nicht weiter interessierende
Halteeinrichtungen für den Benutzenden 13 einfach und bequem einzunehmen und
aufrechtzuerhalten sein. In etwa in dieser Haltung treffen die Fäkalien etwa senk
recht nach unten oder leicht nach unten und vorderseitig des Klosetts 1 im Inneren
des Beckens 7 auf die Fäkalienauftrefffläche 2, die im wesentlichen mit einem steilen
Gefälle von dem oberen Rand 3 des Klosetts 1 zur Auslauföffnung 10 abfällt. Die
Strahlrichtung des Urins bzw. die Fallrichtung der Fäkalien und die Neigung der Fä
kalienauftrefffläche 2 stimmen dabei im wesentlichen überein, so daß die Fäkalien
unter weitgehendem Verlust ihrer kinetischen Energie und ohne nennenswerte Bil
dung von Spritzern von der Fäkalienauftrefffläche 2 zu der Auslauföffnung 10 gelan
gen können. Aufgrund der langen und konkav zu den Seitenwänden 11 gekrümmten
und in diese Seitenwände 11 übergehenden Gestaltung der Fäkalienauftrefffläche 2
bewirken auch Positionsänderungen des Benutzenden 13 oder unterschiedliche
Körpergrößen oder Haltungen nichts wesentliches an diesem vorteilhaften Auftreffen
der Fäkalien. Sollten doch einmal geringe Spritzer z. B. des Urins entstehen, so wer
den diese durch die vertiefte Form des topfartigen Beckens 7 sowie die Seitenwände
11 und die Begrenzungsfläche 8 aufgefangen und ohne Nachteile für den Benutzen
den 13 abgeleitet.
Die dieses günstige Ableiten wesentlich ermöglichende Ausgestaltung des Klosetts 1
vermag darin gesehen werden, daß der Rand 3 des Beckens 7, der das Becken 7
oberseitig begrenzt und abschließt, eine im wesentlichen lineare Neigung 12 gegen
über der Horizontalen aufweist. Hierdurch wird bei guter Zugänglichkeit des Inneren
des Beckens 7 dem Benutzenden 13 von oberhalb des Beckens 7 eine Haltung
möglich, die auch bei den schon genannten unterschiedlichen Größen, Haltungsun
terschieden oder dgl. weitgehend für ein Auftreffen der Fäkalien auf die Fäkalienauf
trefffläche 2 sorgt. Auch wird durch diese Neigung 12 die Möglichkeit geschaffen,
auch bei den genannten Abweichungen von der Sollposition z. B. beim Urinieren eine
hygienisch und psychologisch unerwünschte Berührung mit dem Klosett 1 zu ver
meiden. Dies trägt zu einem hohen Benutzungskomfort und einer großen Akzeptanz
bei den Benutzenden 13 bei.
Durch die vertiefte Form des Beckens 7 sowie die lange, gekrümmte Form der Fäka
lienauftrefffläche 2 wird darüber hinaus vermieden, daß bei einem direkten Auftreffen
der Fäkalien auf das in dem nicht dargestellten Geruchsverschluß und innerhalb der
Auslauföffnung 10 stehende Wasser unerwünschte Plätschergeräusche entstehen
können. Auch ist, vor allem im Zusammenwirken mit dem Geruchsverschluß eine
besonders gute Reinigung des Inneren des Beckens 7 möglich, da z. B. Toilettenpa
pier und Hygieneartikel bei der Spülung entlang der Innenflächen des Beckens 7
sicher der Auslauföffnung 10 und damit dem abwasserseitigen Geruchsverschluß
zugeführt werden.
Das Becken 7 selbst hat eine etwa längliche, ellipsoidförmige Gestalt bzw. Öffnung
des Beckens 7, wodurch die Aufstellung an oder nahe seitlich des Klosetts 1 beson
ders einfach möglich ist. Der an der Fäkalienauftrefffläche 2 angeordnete Bereich
des Randes 3 sowie der Seitenflächen 11 kann zur weiteren Bequemlichkeit des Be
nutzenden 13 ohne Verlust an Auffangeigenschaften für die Fäkalien verjüngt aus
gebildet werden.
Es versteht sich von selbst, daß ein derartiges erfindungsgemäßes Klosett 1 sowohl
in einer wandhängenden als auch in einer auf dem Boden aufgebauten, freistehen
den Variante hergestellt werden kann, wobei insbesondere vermieden werden kann,
daß der Benutzende 13 mit dem Gesicht zur Wand das Klosett 1 benutzen muß.
Insbesondere die Höhen und Abmessungen des Klosetts 1 lassen sich nach grund
sätzlich bekannten Richtwerten festlegen und variieren.
1
Klosett
2
Fäkalienauftrefffläche
3
Rand
4
Öffnung
5
Spülwasserzulauf
6
Befestigungsflächen
7
Becken
8
Begrenzungsfläche
9
Schürze
10
Auslauföffnung für Geruchsverschluß
11
Seitenwände
12
Neigungswinkel Rand
13
Benutzender
27
Innenraum
Claims (17)
1. Klosett (1), insbesondere für Frauen, zur körperkontaktfreien Benutzung, mit
einem Fäkalienaufnahmemittel, das als topfartig vertieftes Becken (7) ausgebil
det, zumindest an Teilen der Innenflächen des Beckens (7) mit Spülwasser be
aufschlagbar und über einen Geruchsverschluß an eine Abwasserleitung an
schließbar ist, und im Inneren des Beckens (7) eine zum Geruchsverschluß hin
abfallende Fäkalienauftrefffläche (2) ausgebildet ist, die oberseitig durch einen
am Becken (7) umlaufenden Rand (2) begrenzt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Fäkalienauftrefffläche (2) im wesentlichen parallel zur Auftreffrichtung der
Fäkalien zum Geruchsverschluß hin steil geneigt abfällt und zumindest der an
den Bereich der Fäkalienauftrefffläche (2) angrenzende Teil des umlaufenden
Randes (3) niedriger als in restlichen Randbereichen des Beckens (2) ausge
bildet ist.
2. Klosett (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Um
fangsform des Beckens (7) langgezogen, annähernd oval, und mit einer Ver
jüngung zum Bereich der Fäkalienauftrefffläche (2) ausgebildet ist.
3. Klosett (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß gegenüberliegend der Fäkalienauftrefffläche (2) eine steil abfallende Be
grenzungsfläche (8) ausgebildet ist.
4. Klosett (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
an dem Becken (7) seitlich von Fäkalienauftrefffläche (2) und Begrenzungsflä
che (8) im wesentlichen konkav geformte, in Fäkalienauftrefffläche (2) und Be
grenzungsfläche übergehende und steil abfallende Seitenwände (11) ausgebil
det sind.
5. Klosett (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß Begrenzungsflä
che (8) und Seitenwände (11) des vertieften Beckens (7) von der Fäkalienauf
trefffläche (2) abspritzenden Urin auffangen.
6. Klosett (1) nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die unterhalb des umlaufenden Randes (3) angeordneten Flächen des
Beckens (7) eine zum Geruchsverschluß hin abfallende topfartige Form des
Beckens (7) bilden.
7. Klosett (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die topfartige Form des Beckens (7) ein Abspülen von Toilettenpapier
und/oder Hygieneartikel mit einer geringen Spülwassermenge, vorzugsweise
zwischen 2 und 4 Litern Spülwasser erlaubt.
8. Klosett (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß an der tiefsten Stelle der topfartigen Form des Beckens (7) eine Aus
lauföffnung (10) vorgesehen ist, in deren Bereich der Geruchsverschluß ange
ordnet ist.
9. Klosett (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Fäkalienauftrefffläche (2) im Inneren des Beckens (7) einer Zu
laufeinrichtung (5) für Spülwasser gegenüberliegend ausgebildet ist.
10. Klosett (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß der das Becken (7) oberseitig begrenzende, am Becken (7) umlaufen
de Rand (3) von der Zulaufeinrichtung (5) für Spülwasser zur Fäkalienauftreff
fläche (2), mit 10° bis 30°, vorzugsweise mit 20°, gegenüber der Horizontalen,
vorzugsweise mit einem geradlinigen oberen Abschluß, geneigt verlaufend
ausgebildet ist.
11. Klosett (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß der das Becken (7) oberseitig begrenzende, am Becken (7) umlaufen
de Rand (3) im Bereich der Fäkalienauftrefffläche (2) 25 bis 31 cm, vorzugs
weise 28 cm höher als die Mitte des Abwasseranschlusses eines herkömmli
chen Klosetts angeordnet ist.
12. Klosett (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß unter oder innerhalb des am Becken (7) umlaufenden Randes (3) eine
Einrichtung zur zusätzlichen Führung und Abgabe von Spülwasser vorsehbar
ist, die eine vollflächige Ausspülung der Innenflächen des Beckens (7) ge
währleistet.
13. Klosett (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Zulaufeinrichtung (5) für Spülwasser sowie der Geruchsverschluß
so ausgebildet sind, daß sie einen Anschluß an vorhandene Anschlußleitungen
eines herkömmlichen Klosettbeckens ermöglichen.
14. Klosett (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß das Klosett (1) so aufgestellt oder aufgehängt ist, daß die Benutzung
des Klosetts (1) berührungsfrei und mit einer in den Knien gebeugten und mit
dem Oberkörper vorgeneigten Stellung möglich ist.
15. Klosett (1) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Klosett (1)
mit seiner der Fäkalienauftrefffläche (2) gegenüberliegenden Außenfläche an
einer Befestigungswand aufgehängt und mit dem Rücken zu der Befestigungs
wand benutzbar ist.
16. Klosett (1) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Klosett (1)
frei im Raum aufgestellt ist und von der der Fäkalienauftrefffläche (2) zugeord
neten Seite benutzbar ist.
17. Klosett (1) nach einem der Ansprüche 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet,
daß unterseitig des topfartigen Beckens (7) des Klosetts (1) schürzenartige
Teile (9) des Klosetts (1) den Geruchsverschluß und/oder Anschlußrohre oder
dgl. umgreifen und diese verdecken.
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| DE19815575A DE19815575A1 (de) | 1998-02-18 | 1998-04-07 | Klosett, insbesondere für Frauen |
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| DE19815575A DE19815575A1 (de) | 1998-02-18 | 1998-04-07 | Klosett, insbesondere für Frauen |
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| DE19833022A1 (de) * | 1998-07-23 | 2000-01-27 | I U W Taeuber Gmbh | Pissoir |
| DE29814231U1 (de) * | 1998-08-07 | 1999-06-10 | N.V. Koninklijke Sphinx Gustavsberg, Maastricht | Damen-Urinal und Damen-Toiletteneinrichtung |
-
1998
- 1998-02-18 DE DE29802629U patent/DE29802629U1/de not_active Expired - Lifetime
- 1998-04-07 DE DE19815575A patent/DE19815575A1/de not_active Withdrawn
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE29802629U1 (de) | 1998-04-16 |
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