DE19806154C2 - Kraftfahrzeugtürverschluß - Google Patents
KraftfahrzeugtürverschlußInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Kraftfahrzeugtürverschluß mit
in einer Kraftfahrzeugtür untergebrachtem Schloß mit
Schloßgehäuse, Gesperre aus Sperrklinke, Auslösehebel und
Drehfalle, welche mit einem Schließbolzen wechselwirken,
ferner mit einer Betätigungseinrichtung mit Innenbetäti
gungshebel sowie mit einer Zentralverriegelungseinrichtung
mit Zentralverriegelungshaupthebel, und mit einer bei offe
ner Kraftfahrzeugtür mittels eines Betätigungskopfes zu
betätigenden, zwischen ihren beiden Endstellungen frei ver
schwenkbaren, Betätigungswelle mit einem an ihr angeord
neten Exzenter.
Ein Kraftfahrzeugtürverschluß der eingangs beschriebenen
Ausführungsform ist durch das deutsche Gebrauchsmuster
88 09 256 bekannt geworden. Hier dient die Betätigungswelle
mit Exzenter dazu, den Innenbetätigungshebel sichernd in
eine Stellung "Kindersicherung ein" und entsichernd in eine
Stellung "Kindersicherung aus" zu steuern. Mithin dient die
Betätigungswelle mit Exzenter letztlich dazu, die Innenbe
tätigungseinrichtung bzw. den Innenbetätigungshebel ein-
und auszukuppeln, und zwar im Sinne einer Kindersicherungs
funktion. In der Sicherungsstellung bewirkt die Kindersi
cherung, daß die Kraftfahrzeugtür von innen nicht geöffnet
werden kann. Eine Außenbetätigung ist dagegen nach wie vor
möglich.
Regelmäßig ist bei derartigen Kraftfahrzeugtürverschlüssen
kein Schließzylinder vorhanden, weil es sich vorliegend um
solche an einer hinteren Tür, sogenannte Hintertürschlösser
handelt. - Üblicherweise arbeitet der Zentralverriegelungs
antrieb dergestalt, daß hiermit der Zentralverriegelungs
haupthebel zwischen den Positionen "entriegelt" und
"verriegelt" verschwenkt wird.
Bei einem Ausfall des Zentralverriegelungsantriebes besteht
im allgemeinen die Möglichkeit, den Kraftfahrzeugtürver
schluß über die (ohnehin vorhandene) Innenverriegelung zu
verriegeln. Bei dieser Innenverriegelung handelt es sich im
einfachsten Fall um einen Innenverriegelungsknopf, welcher
auf einen Innenverriegelungshebel arbeitet, der seinerseits
den Zentralverriegelungshaupthebel in die Stellung
"verriegelt" überführt. Jedenfalls läßt sich üblicherweise
der Zentralverriegelungshaupthebel mittels der vorbeschrie
benen Innenverriegelungseinrichtung in die Stellung
"verriegelt" überführen, und zwar auch bei defektem Zen
tralverriegelungsantrieb.
Aus ästhetischen Gründen, um Bauteile einzusparen und um
die Montage beim Kunden zu erleichtern (Einhängen der
Innenveriegelungsstange entfällt) ist man neuerdings dazu
übergegangen, auf eine solche Innenverriegelungseinrichtung
mit Innenverriegelungsknopf zu verzichten. Dementsprechend
kann eine Verriegelung der Zentralverriegelungsanlage beim
Ausfall des Zentralverriegelungsantriebes, das heißt im
Schadensfall, nicht (mehr) vorgenommen werden. Dies gilt
letztlich für sämtliche Kraftfahrzeugtürverschlüsse ohne
Außenverriegelung und ohne Innenverriegelung, also z. B.
für Beifahrertüren, aber auch (von innen zu betätigende)
Heckklappen usw. - Sobald ein entsprechender Verriegelungs
mechanismus - neben der Zentralverriegelungseinrichtung für
den Kraftfahrzeugtürverschluß - fehlt, kann die zugehörige
Klappe, Tür usw. bei einem Ausfall der Zentralverriegelung
nicht mehr verschlossen werden.
Durch die deutsche Patentschrift 41 08 561 ist ein Kraft
fahrzeugtürverschluß mit in einer Kraftfahrzeugtür unterge
brachtem Schloß mit nicht explizit dargestelltem Schloßge
häuse, Sperrklinke, Auslösehebel und Drehfalle bekannt
geworden. Außerdem ist ein ebenfalls nicht gezeigter
Schließbolzen verwirklicht. Darüber hinaus finden sich eine
Betätigungseinrichtung und ein Sicherungshebel, welcher
zwischen Zentralverriegelung und Kraftfahrzeugtürverschluß
angeordnet ist. Der vorgenannte Sicherungshebel läßt sich
mittels eines Drehkörpers mit Hebelarm verschwenken.
Im einzelnen wird nach Ausfall der bekannten Zentralverrie
gelungseinrichtung beispielsweise die betreffende hintere
seitliche Fahrzeugtür geöffnet, damit der vorgenannte Dreh
körper zugänglich wird. Dabei wirkt der Hebelarm des Dreh
körpers über einen zweiarmigen Schwenkhebel mit dem Siche
rungshebel zusammen. Durch einfaches Aneinanderliegen kommt
ein Hebelarm des Schwenkhebels in Mitnahmeverbindung mit
dem Hebelarm des Drehkörpers. Dies gilt auch für einen
anderen Hebelarm des Schwenkhebels, welcher in Mitnahmever
bindung mit dem Sicherungshebel gebracht wird. Jedenfalls
läßt sich durch Drehen des Drehkörpers der Sicherungshebel
in eine strichpunktiert dargestellte Sicherungsstellung
verschwenken. In dieser Sicherungsstellung verharren die
vorgenannten Bauteile - auch nach dem anschließenden Ver
schließen der Fahrzeugtür.
Eine Öffnung der entsprechenden (hinteren) Fahrzeugtür ist
nur noch so möglich, daß zunächst eine vordere Fahrzeugtür
von außen geöffnet werden muß. Erst im Anschluß hieran kann
die mit dem Drehkörper ausgerüstete hintere Fahrzeugtür von
innen über einen Innenzughebel geöffnet werden. Dies
gelingt darüber hinaus nur dann, wenn eine entsprechende
Betätigung des Innenzughebels den Sicherungshebel in seine
Entriegelungsstellung verstellt.
Im Ergebnis ist es immer erforderlich, zunächst den Fahr
gastraum zugänglich zu machen, damit erst im Anschluß
hieran eine Öffnung von innen her erfolgen kann. Eine sol
che Vorgehensweise ist vom Bedienungskomfort her nicht
zufriedenstellend.
Schließlich kennt man durch die DE 694 03 425 eine Vorrich
tung zur Unbenutzbarmachung eines Türschlosses eines Kraft
fahrzeuges, und zwar der Gattung "Kindersicherung". Zu die
sem Zweck ist ein von außen her zugängliches Betätigungs
mittel vorgesehen. Ferner finden sich Sichtbarmachungsmit
tel, welche mit einem Glied zur Unbenutzbarmachung befesti
gungsfest verbunden sind.
Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, einen
Kraftfahrzeugtürverschluß zu schaffen, welcher bei Ausfall
der Zentralverriegelungsanlage eine einfache und funktions
sichere Ver- und Entriegelung ermöglicht, und zwar unter
Rückgriff auf sämtliche Betätigungsmittel bzw. Betätigungs
einrichtungen.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist Gegenstand der Erfindung ein
Kraftfahrzeugtürverschluß mit in einer Kraftfahrzeugtür
untergebrachtem Schloß mit Schloßgehäuse, Gesperre aus
Sperrklinke, Auslösehebel und Drehfalle, welche mit einem
Schließbolzen wechselwirkt, ferner mit einer Betätigungs
einrichtung mit Innenbetätigungshebel und mit einem auf
einen Zapfen wirkenden Außenbetätigungshebel, sowie mit
einer Zentralverriegelungseinrichtung mit einem auf einer
Achse verschwenkbar gelagerten Zentralverriegelungs
haupthebel, weiter mit einer bei offener Kraftfahrzeugtür
mittels eines Betätigungskopfes zu betätigenden, zwischen
ihren beiden Endstellungen frei verschwenkbaren, Betäti
gungswelle mit einem an ihr angeordneten Exzenter, wobei
die Betätigungswelle achsparallel versetzt zur vorgenannten
Achse angeordnet ist, und mit einem verschwenkbar gelager
ten Betätigungshaupthebel, der bei in Verriegelungsstellung
befindlichem Zentralverriegelungshaupthebel vom Innenbetä
tigungshebel verschwenkt werden kann und dabei einen die
Sperrklinke beaufschlagenden Übertragungshebel verschwenkt,
wobei
- - der Zentralverriegelungshaupthebel, der Übertragungshe bel, der Auslösehebel und der Außenbetätigungshebel über den Zapfen koppelbar und entkoppelbar sind, wobei außerdem der Zentralverriegelungshaupthebel eine abstehende Kante aufweist und eine Rückstellfeder am Exzenter angreift, so daß
- - der Zentralverriegelungshaupthebel im Sinne eines manuel len Verriegelns über die Betätigungswelle mittels des Exzenters von seiner Ausgangsstellung in seine Verriege lungsstellung verschwenkbar ist, wobei ferner
- - die Betätigungswelle dabei unter Spannen der Rückstellfe der sowie Überführen des Zentralverriegelungshaupthebels von seiner Ausgangsstellung in seine Verriegelungsstellung verschwenkbar ist, wobei weiter
- - die Betätigungswelle und der Exzenter nach Betätigungs ende selbsttätig unter dem Einfluß der gespannten Rück stellfeder wieder in ihre Anfangsstellung zurückgeschwenkt und der Zentralverriegelungshaupthebel in seiner Verriege lungsstellung verbleibt, und wobei
- - der Zentralverriegelungshaupthebel durch Beaufschlagung der Kante mittels eines Innenbetätigungshebels oder mittels des Zapfens durch den Außenbetätigungshebel wieder in seine Stellung "entriegelt" überführt werden kann.
Folglich übernimmt die Betätigungswelle mit Exzenter
gleichsam die Aufgabe einer Verriegelungsvorrichtung bei
ausgefallener Zentralverriegelungseinrichtung. Selbstver
ständlich ist es denkbar, daß der Exzenter - neben dem Zen
tralverriegelungshaupthebel - zusätzlich den Innenbetäti
gungshebel sichernd in die Stellung "Kindersicherung ein"
und entsichernd in die Stellung "Kindersicherung aus" steu
ert, wie dies in dem eingangs bereits genannten DE-GM 88 09 256
beschrieben ist. Hierbei handelt es sich jedoch nicht
um den Normalfall, da der erfindungsgemäße Kraftfahrzeugtürver
schluß üblicherweise bei solchen Türen eingesetzt wird, die
nicht mit einer Kindersicherung ausgerüstet sind, bei
spielsweise die Beifahrertür.
Nach bevorzugter Ausführungsform ist der Exzenter an die
Betätigungswelle einstückig oder formschlüssig angeschlos
sen. Bei dem Exzenter kann es sich um einen Hebelarm mit
außermittig angeschlossener Betätigungswelle und mit gegen
über der Betätigungswelle spitzwinkligem Auge handeln.
Der Betätigungskopf der Betätigungswelle mit mit Betäti
gungseinrichtung liegt im allgemeinen in einer Stirnseite
der Kraftfahrzeugtür frei und weist beispielsweise einen
Schlitz oder ein Griffstück als Betätigungseinrichtung auf.
Selbstverständlich sind auch andere Betätigungsmöglich
keiten und Einbaubedingungen denkbar. So könnte man bei
einer (von innen auszulösenden) Heckklappe daran denken,
daß die Betätigungswelle einen in bezug auf das Innenblech
bzw. die Innenverkleidung der Heckklappe freiliegenden Be
tätigungskopf mit Betätigungseinrichtung besitzt. Ja es ist
sogar denkbar, beispielsweise die Tankklappe mit einer ent
sprechenden Betätigungswelle auszurüsten, so daß bei ausge
fallener Zentralverriegelungsanlage der Tankverschluß den
noch sicher geschlossen werden kann. Hier würde es sich an
bieten, den Betätigungskopf freiliegend im Bereich des
Tankstutzens anzuordnen. Selbstverständlich sind auch
jedwede andere Einsatzmöglichkeiten denkbar, und zwar ins
besondere bei Schlössern bzw. Kraftfahrzeugtürverschlüssen,
die mittels der Zentralverriegelungsanlage verriegelt wer
den und gleichzeitig keine zusätzliche Verriegelungsein
richtung aufweisen.
Im Bereich des Betätigungskopfes an der Stirnseite der
Kraftfahrzeugtür können Positionsmarkierungen zur reprodu
zierbaren Verschwenkung der Betätigungswelle mittels der
Betätigungseinrichtung vorgesehen werden. Schließlich ist
es bevorzugt vorgesehen, daß das Schloßgehäuse einen oder
mehrere Anschläge zur Begrenzung eines maximalen Ver
schwenkwinkels des Exzen
ters und somit der Betätigungswelle aufweisen, um Beschädi
gungen des Zentralverriegelungshaupthebels und/oder der ge
spannten Rückstellfeder zuverlässig ausschließen zu können.
Jedenfalls wird im Rahmen der Erfindung eine gleichzeitig
einfach zu betätigende und preiswerte sowie sicher funktio
nierende "Notverriegelungseinrichtung" für den Zentralver
riegelungshaupthebel zur Verfügung gestellt. Die hierfür
erforderlichen Eingriffe an der Karosserie sind minimal, da
letztlich nur eine Bohrung für die hindurchgeführte Betäti
gungswelle zur Verfügung gestellt werden muß. Folglich wer
den Design und Optik nicht gestört. Insgesamt ermöglicht
die Erfindung die Verwirklichung eines Kraftfahrzeugtürver
schlusses in Kombination mit einer Zentralverriegelungs
anlage, welcher unter Verzicht auf eine im allgemeinen aus
ästhetischen oder funktionellen Gründen störende Innenver
riegelungseinrichtung auch bei ausgefallenem Zentralverrie
gelungsantrieb zuverlässig ver- und entriegelt werden kann.
Darüber hinaus können kostenmäßige Vorteile insofern gel
tend gemacht werden, als der Verzicht auf eine Innenverrie
gelungseinrichtung, eine Außenverriegelungseinrichtung oder
andere Verriegelungsmaßnahmen zu einer deutlichen Preis
reduzierung beim Schloß führt, die jedenfalls unverändert
auch bei verwirklichter Betätigungswelle mit Exzenter be
steht. Das heißt, die durch den vorgenannten Verzicht er
möglichte Kostenreduktion wird nur zum Teil durch die er
findungsgemäße Betätigungswelle mit Exzenter und Rückstell
feder kompensiert, so daß im Ergebnis unverändert ein deut
licher Preisvorteil verbleibt. Dies ist insbesondere unter
Berücksichtigung der Tatsache, daß es sich bei Kraftfahr
zeugtürverschlüssen um Massenartikel handelt, von besonde
rer Bedeutung.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein
Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläu
tert; es zeigen:
Fig. 1 den erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugtürver
schluß mit seinen wesentlichen Bauteilen und
Komponenten in Explosionsdarstellung,
Fig. 2 die zugehörige Drehfalle mit Sperrklinke und
Fig. 3 bis 6 verschiedene Funktionsstellungen.
In den Figuren ist ein Kraftfahrzeugtürverschluß mit einem
in einer Kraftfahrzeugtür untergebrachten Schloß mit
Schloßgehäuse 1 gezeigt. Dieser Kraftfahrzeugtürverschluß
weist in seinem grundsätzlichen Aufbau ein Gesperre aus
Sperrklinke 2 mit Auslösestift 2' und Drehfalle 4 (Fig. 2)
sowie Auslösehebel 3 (vgl. insbesondere Fig. 1) auf. Sämt
liche vorgenannten Bauteile wechselwirken zusammengenommen
mit einem lediglich in Fig. 2 angedeuteten Schließbolzen 5.
Ferner findet sich eine Betätigungseinrichtung mit einem im
Schloßgehäuse 1 gelagerten Innenbetätigungshebel 6 (vgl.
insbesondere Fig. 3). Dieser Innenbetätigungshebel 6 er
streckt sich größtenteils senkrecht zu der in den Fig. 1
bis 6 gewählten Zeichenebene. Selbstverständlich ist vom
Prinzip her anstelle dieses Innenbetätigungshebels 6
jedwede andere (Innen-)Betätigungseinrichtung, beispiels
weise ein Bowdenzug oder dergleichen denkbar, welcher die
Funktion des dargestellten Innenbetätigungshebels 6 über
nehmen kann.
Außerdem ist ein Außenbetätigungshebel verwirklicht, wel
cher jedoch aus Gründen der Deutlichkeit nicht gezeichnet
ist. Dieser Außenbetätigungshebel wirkt hauptsächlich auf
einen im folgenden noch näher zu beschreibenden Zapfen 17
ein. Der Innenbetätigungshebel 6 arbeitet seinerseits auf
einen Betätigungshaupthebel 7. Wie eine solche Betätigung
aussieht, läßt sich insbesondere beim Übergang von Fig. 3
auf Fig. 4 mit dem dargestellten Verschwenken des Betäti
gungshaupthebels 7 erkennen.
Außerdem ist eine Zentralverriegelungseinrichtung mit einem
im Schloßgehäuse 1 gelagerten Zentralverriegelungshaupt
hebel 8 verwirklicht. Zentralverriegelungshaupthebel 8 und
Drehfalle 4 sind in Frontansicht hintereinander koaxial auf
einer gemeinsamen Welle bzw. Achse A gelagert (vgl. Fig. 1
und 2). Schließlich ist eine bei offener Kraftfahrzeugtür
zu betätigende Betätigungswelle 9 mit einem Exzenter 10
vorgesehen.
Die Betätigungswelle 9 weist einen in einer Stirnseite der
Kraftfahrzeugtür freiliegenden Betätigungskopf 11 mit einer
Betätigungseinrichtung 12, im Ausführungsbeispiel einem
Schlitz 12 auf. Selbstverständlich kann an dieser Stelle
auch ein Griffstück verwirklicht sein. Der Betätigungskopf
11 ist in einer mit der Stirnseite der Kraftfahrzeugtür
fluchtenden Stirnflächenebene angeordnet. Diese Stirn
flächenebene befindet sich oberhalb der jeweiligen Zeichen
ebene. Im Bereich des Betätigungskopfes 11 an der Stirn
seite der Kraftfahrzeugtür können Positionsmarkierungen zur
reproduzierbaren Verschwenkung der Betätigungswelle 9 mit
tels der Betätigungseinrichtung 12 vorgesehen werden. Diese
Positionsmarkierungen sind nicht dargestellt und können als
Striche oder Symbole zur Kennzeichnung der Stellungen der
Betätigungswelle 9 dienen. Im einfachsten Fall der Verwirk
lichung eines Schlitzes 12 muß dieser Schlitz 12 mit ent
sprechenden Positionsmarkierungen in Deckung gebracht
werden, um die gewünschte manuelle Verriegelung des Zen
tralverriegelungshaupthebels 8 zu verwirklichen.
Ausgehend von der Stirnflächenebene mit dem Betätigungskopf
11 erstreckt sich die Betätigungswelle 9 in Richtung auf
das Schloßgehäuse 1 bzw. das Kraftfahrzeugtürschloß. An
deren Ende, das heißt am freien Ende, ist der vorgenannte
Exzenter 10 vorgesehen, welcher den Zentralverriegelungs
haupthebel 8 im Sinne eines manuellen Verriegelns ver
schwenkt.
Im einzelnen läßt sich mittels des Exzenters 10 der Zen
tralverriegelungshaupthebel 8 im Sinne eines manuellen Ver
riegelns über die Betätigungswelle 9 von seiner Ausgangs
stellung (vgl. Fig. 3 und 4) in seine Verriegelungsstellung
(vgl. Fig. 5 und 6) verschwenken. Die Fig. 3 und 4 zeigen
dementsprechend den Zentralverriegelungshaupthebel 8 in der
Stellung "geöffnet oder offen", während in den Fig. 5 und 6
die Stellung "verriegelt" des Zentralverriegelungs
haupthebels 8 gezeigt ist.
Der vorgenannte Exzenter 10 ist an die Betätigungswelle 9
einstückig oder formschlüssig angeschlossen. Denkbar ist es
in diesem Zusammenhang, daß Betätigungswelle 9 und Exzenter
10 ein einstückiges Metallspritzgußteil oder sogar Kunst
stoffspritzgußteil bilden. Ein formschlüssiger Anschluß
kann im Sinne einer Verschraubung, Verrastung oder Vernie
tung realisiert sein.
Die Betätigungswelle 9 ist unter Spannen einer Rückstell
feder 13 sowie Überführen des Zentralverriegelungs
haupthebels 8 von seiner Ausgangsstellung in seine Verrie
gelungsstellung verschwenkbar. Das heißt, beim Drehen bzw.
Schwenken der Betätigungswelle 9 von der in den Fig. 3 und
4 gezeigten Ausgangsstellung in die Verriegelungsstellung
nach den Fig. 5 und 6 wird gleichzeitig die Rückstellfeder
13 gespannt. Hierzu ist die Rückstellfeder 13 einerseits an
den Exzenter 10, andererseits an das Schloßgehäuse 1 ange
lenkt. Nach Betätigungsende schwenkt die Betätigungswelle 9
selbsttätig unter dem Einfluß der gespannten Rückstellfeder
13 wieder in ihre Anfangsstellung zurück. Diese
Anfangsstellung mag zur Anlage des Exzenters 10 an einem
rechten Anschlag 22 des Schloßgehäuses 1 korrespondieren
(vgl. Fig. 3).
Die Funktionsweise und Anordnung der einzelnen Bauelemente
des gezeigten Kraftfahrzeugtürverschlusses wird im folgen
den beschrieben. So arbeitet der Innenbetätigungshebel 6
auf den Betätigungshaupthebel 7, welcher seinerseits über
einen angeformten Kupplungszapfen 14 beim Verschwenken
einen Übertragungshebel 15 mitnimmt, und zwar dergestalt,
daß der Kupplungszapfen 14 auf eine an den Übertragungs
hebel 15 angeformte Anschlagkante 16 einwirkt. Dieser Über
tragungshebel 15, welcher von der Topologie her zwischen
Betätigungshaupthebel 7 und Auslösehebel 3 angeordnet ist
(vgl. Fig. 1), ist seinerseits durch einen Zapfen 17 mit
dem Auslösehebel 3 verbunden. Dieser Zapfen 17 durchdringt
in Frontansicht den Zentralverriegelungshaupthebel 8, den
Übertragungshebel 15 und schließlich den Auslösehebel 3.
Das heißt, Zentralverriegelungshaupthebel 8, Übertragungs
hebel 15 und Auslösehebel 3 sind in dieser Reihenfolge in
Frontansicht hintereinander angeordnet. "Vor" dem Zentral
verriegelungshaupthebel 8 befindet sich ausweislich der
Fig. 1 der Betätigungshaupthebel 7. Dabei sind Betätigungs
haupthebel 7, Übertragungshebel 15 und Auslösehebel 3
koaxial auf einer gemeinsamen Achse 18 im Schloßgehäuse 1
gelagert (vgl. Fig. 1). Der Zentralverriegelungshaupthebel
8 befindet sich seinerseits in einer Ebene zwischen Betäti
gungshaupthebel 7 und Übertragungshebel 15. Der Zapfen 17
ist auf einer Scheibe angeordnet, welche zwischen dem Zen
tralverriegelungshaupthebel 8 und dem Übertragungshebel 15
liegt.
Neben der vorerwähnten Schloßtopologie ist es nach einem
nicht gezeigten Ausführungsbeispiel auch denkbar, den Über
tragungshebel 15, den Auslösehebel 3 und darauf den Betäti
gungshaupthebel 7 in Frontansicht in dieser Reihenfolge
hintereinander auf der gemeinsamen Achse 18 anzuordnen. In
diesem Fall liegt der Zentralverriegelungshaupthebel 8 oben
darüber.
Jedenfalls läßt sich der dargestellte Kraftfahrzeugtürver
schluß von der Verriegelungsstellung der Drehfalle 4 (Fig.
3 und 6) in die Entriegelungsstellung der Drehfalle 4 (Fig.
4 und 5) dergestalt überführen, daß der Innenbetäti
gungshebel 6 nach unten bewegt wird, auf den Betätigungs
haupthebel 7 einwirkt, welcher seinerseits über den Kupp
lungszapfen 14 den Übertragungshebel 15 um die gemeinsame
Achse 18 von Betätigungshaupthebel 7, Übertragungshebel 15
und Auslösehebel 3 verschwenkt. Dabei nimmt der Übertra
gungshebel 15 den Auslösehebel 3 über den Zapfen 17 mit,
welcher sich seinerseits in der Fig. 3 in der Stellung
"entriegelt", in der Fig. 4 in der Position "öffnend" und
schließlich in den Fig. 5 und 6 im Status "verriegelt" be
findet. Hierauf wird später im einzelnen noch eingegangen
werden. Beim Nachuntenbewegen des Innenbetätigungshebels 6
entsprechend den in den Fig. 3 und 4 dargestellten Bewe
gungsabläufen wird der in diesen Figuren in Entriegelungs
stellung befindliche Zentralverriegelungshaupthebel 8 nicht
beeinflußt, weil der Zapfen 17 in einem dortigen Füh
rungsschlitz 19 verschwenkt wird, das heißt von der Stel
lung "entriegelt" (Fig. 3) in die Position "öffnend" (Fig.
4) überführt wird. Jedenfalls korrespondiert das in Fig. 4
dargestellte Bewegungsschema mit dem verschwenkten Auslöse
hebel 3 zur Entriegelungsstellung der Drehfalle 4, weil der
Auslösehebel 3 über den Zapfen 2' die Sperrklinke 2 aus
hebt.
Anstelle der dargestellten Betätigung über den Innenbetäti
gungshebel 6 ist es auch möglich, eine entsprechende Außen
betätigung vorzusehen. Zu diesem Zweck läßt sich der Zapfen
17 in der in Fig. 3 dargestellten Stellung "entriegelt"
mittels des Außenbetätigungshebels in die in Fig. 4 ge
zeigte Position "öffnend" überführen. Dies ist aus Gründen
der Übersichtlichkeit jedoch nicht dargestellt. Jedenfalls
besteht unabhängig von der mittels des Innenbetätigungs
hebels 6 dargestellten Schwenkbewegung des Zapfens 17 im
Führungsschlitz 19 die Möglichkeit, dieses Verschwenken
auch mit einem am Zapfen 17 angreifenden Außenbetätigungs
hebel zu vollführen. Im Ergebnis wird durch die in den Fig.
3 und 4 dargestellte Schwenkbewegung des Auslösehebels 3
bzw. des Zapfens 17 eine Entriegelung der Sperrklinke 2
über deren Auslösestift 2' bewirkt. Denn die Sperrklinke 2
läßt sich hierdurch im Uhrzeigersinn zur Öffnung der Dreh
falle 4 verschwenken, wie dies im einzelnen bekannt und
nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist.
Zusammenfassend kann bei den gezeigten Funktionsstellungen
zwischen der Entriegelungsstellung (Fig. 3 und 4) und der
Verriegelungsstellung (Fig. 5 und 6) der Verriegelungsele
mente: Zentralverriegelungsantrieb bzw. Zentralverriege
lungshaupthebel 8, Innenbetätigungshebel 6 und Außenbetä
tigungshebel im Gegensatz zu der bereits erwähnten Offen
stellung (Fig. 4 und 5) sowie Geschlossenstellung (Fig. 3
und 6) der Drehfalle 4 unterschieden werden.
Im Detail ist der Exzenter 10 als Hebelarm mit außermittig
angeschlossener Betätigungswelle 9 und mit gegenüber der
Betätigungswelle 9 spitzwinkligem Auge ausgebildet. An
diesem Auge ist ein Zapfen 20 angeformt, welcher zum Ver
schwenken des Zentralverriegelungshaupthebels 8 an eine
dortige Anschlagkante 21 anschlägt. Die Betätigungswelle 9
läßt sich über den Betätigungskopf 11 bzw. die Betätigungs
einrichtung 12 unter Einhaltung eines bestimmten Schwenk
winkels α verschwenken. Dieser Schwenkwinkel α wird übli
cherweise durch einen oder mehrere Anschläge 22 im Schloß
gehäuse 1 begrenzt. Typische Werte des Schwenkwinkels α
liegen nach dem Ausführungsbeispiel im Bereich von ca. 90.
Sobald der Zentralverriegelungshaupthebel 8 (insbesondere
bei ausgefallenem Zentralverriegelungsantrieb) mittels der
Betätigungswelle 9 mit angeschlossenem Exzenter 10 in seine
Verriegelungsstellung überführt wurde (vgl. Fig. 5 und 6),
hat auch der Zapfen 17 eine Verriegelungsstellung einge
nommen (siehe Fig. 5 und 6 im Vergleich zu Fig. 3, wo die
Stellung "entriegelt" des Zapfens 17 gezeigt ist). In
dieser Stellung (Zapfen 17 "verriegelt") läßt sich das
Schloß über den Innenbetätigungshebel 6 oder den nicht ge
zeigten Außenbetätigungshebel öffnen. So führt beispiels
weise eine Auslösung des Innenbetätigungshebels 6 dazu, daß
dieser über eine am Innenbetätigungshebel 6 anschlagenden
Kante 23 den Zentralverriegelungshaupthebel 8 "mitnimmt".
Folglich wird der Zentralverriegelungshaupthebel 8 in die
Stellung "entriegelt" überführt. Gleichzeitig bewegt sich
der Zapfen 17 in seine Entriegelungsstellung (vgl. bei
spielsweise Fig. 3). Eine Fortführung der Betätigung des
Innenverriegelungshebels 6 führt schließlich dazu, daß die
Drehfalle 4 geöffnet wird (vgl. Fig. 4).
Claims (6)
1. Kraftfahrzeugtürverschluß mit in einer Kraftfahrzeugtür
untergebrachtem Schloß mit Schloßgehäuse (1), Gesperre aus
Sperrklinke (2), Auslösehebel (3) und Drehfalle (4), welche
mit einem Schließbolzen (5) wechselwirkt, ferner mit einer
Betätigungseinrichtung mit Innenbetätigungshebel (6) und
mit einem auf einen Zapfen (17) wirkenden Außenbetätigungs
hebel, sowie mit einer Zentralverriegelungseinrichtung mit
einem auf einer Achse (A) verschwenkbar gelagerten Zentral
verriegelungshaupthebel (8), weiter mit einer bei offener
Kraftfahrzeugtür mittels eines Betätigungskopfes (11) zu
betätigenden, zwischen ihren beiden Endstellungen frei ver
schwenkbaren, Betätigungswelle (9) mit einem an ihr ange
ordneten Exzenter (10), wobei die Betätigungswelle (9)
achsparallel versetzt zur Achse (A) angeordnet ist, und mit
einem verschwenkbar gelagerten Betätigungshaupthebel (7),
der bei in Verriegelungsstellung befindlichem Zentralver
riegelungshaupthebel (8) vom Innenbetätigungshebel (6) ver
schwenkt werden kann und dabei einen die Sperrklinke (2)
beaufschlagenden Übertragungshebel (15) verschwenkt, wobei
- - der Zentralverriegelungshaupthebel (8), der Übertragungs hebel (15), der Auslösehebel (3) und der Außenbetäti gungshebel über den Zapfen (17) koppelbar und entkoppel bar sind, wobei außerdem der Zentralverriegelungshaupt hebel (8) eine abstehende Kante (23) aufweist und eine Rückstellfeder (13) am Exzenter (10) angreift, so daß
- - der Zentralverriegelungshaupthebel (8) im Sinne eines manuellen Verriegelns über die Betätigungswelle (9) mit tels des Exzenters (10) von seiner Ausgangsstellung in seine Verriegelungsstellung verschwenkbar ist, wobei ferner
- - die Betätigungswelle (9) dabei unter Spannen der Rück stellfeder (13) sowie Überführen des Zentralverriege lungshaupthebels (8) von seiner Ausgangsstellung in seine Verriegelungsstellung verschwenkbar ist, wobei weiter
- - die Betätigungswelle (9) und der Exzenter (10) nach Betä tigungsende selbsttätig unter dem Einfluß der gespannten Rückstellfeder (13) wieder in ihre Anfangsstellung zurückgeschwenkt und der Zentralverriegelungshaupthebel (8) in seiner Verriegelungsstellung verbleibt, und wobei
- - der Zentralverriegelungshaupthebel (8) durch Beaufschla gung der Kante (23) mittels des Innenbetätigungshebels (6) oder mittels des Zapfens (17) durch den Außenbetäti gungshebel wieder in seine Stellung "entriegelt" über führt werden kann.
2. Kraftfahrzeugtürverschluß nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Exzenter (10) an die Betätigungswelle
(9) einstückig oder formschlüssig angeschlossen ist.
3. Kraftfahrzeugtürverschluß nach Anspruch 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Exzenter (10) als Hebelarm mit
außermittig angeschlossener Betätigungswelle (9) und mit
gegenüber der Betätigungswelle (9) spitzwinkligem Auge aus
gebildet ist.
4. Kraftfahrzeugtürverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß der in einer Stirnseite der
Kraftfahrzeugtür freiliegende Betätigungskopf (11) der
Betätigungswelle (9) eine Betätigungseinrichtung (12),
z. B. Schlitz oder Griffstück, aufweist.
5. Kraftfahrzeugtürverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß das Schloßgehäuse (1) zumin
dest einen Anschlag (22) zur Begrenzung eines maximalen
Verschwenkwinkels (α) des Exzenters (10) aufweist.
6. Kraftfahrzeugtürverschluß nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Betätigungs
kopfes (11) an der Stirnseite der Kraftfahrzeugtür Posi
tionsmarkierungen zur reproduzierbaren Verschwenkung der
Betätigungswelle (9) mittels der Betätigungseinrichtung
(12) vorgesehen sind.
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