DE19750784A1 - Greifvorrichtung - Google Patents
GreifvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Greifvorrichtung mit einer Tragstange und einem daran
befestigten Haltekörper, an dem mindestens zwei anlenk- und fixierbare Greifarme
angeordnet sind, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Beim Verpacken von senkrecht stehenden achssymmetrischen Hohlkörpern, wie
beispielsweise Zylinderlaufbuchsen in Kisten, deren Abstellfläche durch enge
Pappquadrate unterteilt ist, entsteht das Problem, daß beim Absetzen der Hohlkörper
mit einer herkömmlichen Greifvorrichtung diese sich nicht mehr öffnen läßt. Dies
bedeutet ein mühsames, zeitaufwendiges manuelles Öffnen der Greifvorrichtung mit
der Gefahr eines Quetschens der Hand. Das Problem verschärft sich, wenn zwei oder
sogar drei Hohlkörper übereinander gestapelt werden. Dann erfolgt das Absetzen der
Hohlkörper quasi in einem engen Schacht mit einer hohen Verletzungsgefahr.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Greifvorrichtung anzugeben, mit der in einfacher
Weise achssymmetrische Hohlkörper, die an einem Ende einen Außenkragen oder
eine umlaufende Nut aufweisen, angehoben und auch in enge Verpackungseinheiten
ohne Verletzungsgefahr abgesetzt werden können.
Diese Aufgabe wird ausgehend vom Oberbegriff in Verbindung mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen sind Bestandteil von Unteransprüchen.
Erfindungsgemäß wird zum einen auf der Unterseite des Haltekörpers ein
Zentrierkörper angeordnet, dessen Außenmaße etwas geringer sind als die
Innenmaße des zu transportierenden Hohlkörpers. Dieser Zentrierkörper stellt sicher,
daß die Enden der Greifarme zentrisch zur Achsmittellage des Hohlkörpers an der
Kragenunterseite bzw. in der umlaufenden Nut zur Anlage kommen. Deshalb
genügen für eine erste einfache Ausführungsform zwei einander gegenüberliegende
Greifarme. Um die Greifsicherheit zu erhöhen, können auch drei oder vier
symmetrisch über den Umfang verteilt liegende Arme angeordnet werden. Für die
Verriegelung der L-förmig ausgebildeten Greifarme sind diese im Anlenkbereich mit
einer nach oben sich erstreckenden Nase versehen. Diese Nasen wirken mit einer
Fixierhülse zusammen, die axial verschiebbar auf der Tragstange angeordnet ist und
auf dem den Greifarmen zugewandten Ende glockenartig erweitert ist.
Wird nun der mit der Greifvorrichtung angehobene Hohlkörper abgesetzt, dann
werden durch das Absenken des Haltekörpers die Greifarme mindestens in die
horizontale Lage gebracht und die Fixierhülse rutscht unter ihrem Eigengewicht über
die Nasen. Beim Wiederanheben der Greifvorrichtung bleiben die Greifarme fixiert
und die Greifvorrichtung kann ohne Probleme aus der Verpackungseinheit
herausgehoben werden. Damit die Fixierung der Greifarme sichergestellt ist, schließt
die oben liegende Schmalseite des langen Schenkels der Greifarme mit der
außenliegenden schmalen Stirnfläche der Nase einen spitzen Winkel ein. Dieser
Winkel ergibt im Zusammenwirken mit der glockenartigen Erweiterung der Fixierhülse
eine Verkeilung, so daß beim Anheben der Tragstange die Greifarme in der fixierten
Stellung bleiben.
Damit beim Handling mit der Greifvorrichtung die Oberfläche des möglicherweise
mechanisch bearbeiteten Hohlkörpers nicht beschädigt wird, ist der Zentrierkörper
vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt und die Kontaktstellen der Greifarme mit dem
Hohlkörper sind mit Kunststoffplatten belegt.
Die Greifvorrichtung kann Hohlkörper mit verschiedenen Querschnitten und
verschiedenen Abmessungen transportieren, da der Zentrierkörper, als auch die
Greifarme auswechselbar angeordnet sind.
In der Zeichnung wird anhand eines Ausführungsbeispieles die erfindungsgemäß
ausgebildete Greifvorrichtung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt in Richtung A-A in Fig. 2
Fig. 2 eine Draufsicht von Fig. 1.
In Fig. 1 ist in einem Schnitt und in Fig. 2 in einer Draufsicht ein
Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäß ausgebildeten Greifvorrichtung 1
dargestellt. Diese besteht aus einer Tragstange 2 und einem daran befestigten
Haltekörper 3. An diesen Haltekörper 3 sind in diesem Ausführungsbeispiel vier um je
90° versetzt angeordnete Greifarme 4, 4', 4'', 4''' angelenkt. Mit dieser
Greifvorrichtung 1 können achssymmetrische Hohlkörper 5, die an einem Ende einen
nach außen sich erstreckenden umlaufenden Kragen 6 aufweisen, angehoben und
abgesetzt werden. Dazu ist erfindungsgemäß auf der Unterseite des Haltekörpers 3
auswechselbar ein Zentrierkörper 7 angeordnet, dessen äußerer Durchmesser 8
etwas geringer ist als der Innendurchmesser 9 des zu transportierenden Hohlkörpers
5. Die Greifarme 4-4''' sind L-förmig ausgebildet und weisen im Anlenkbereich eine
nach oben sich erstreckende Nase 10-10''' auf. Die Tragstange 2 wird von einer auf
ihr axial verschiebbaren Fixierhülse 11 umfaßt, die an dem dem Greifarm 4-4'''
zugewandten einen glockenartig erweiterten Abschnitt 12 aufweist.
Der Haltekörper 3 weist entsprechend der Anzahl der Greifarme 4-4''' ein gabelartig
ausgebildetes, nach außen sich erstreckendes Stegelement 13-13''' auf, wobei
zwischen den zwei Gabeln des Stegelementes 13-13''' der Endbereich der
Greifarme 4-4''' mittels eines durch das Stegelement 13-13''' und die Greifarme 4-4'''
sich erstreckenden Stiftes 14-14''' angelenkt ist. Damit die Greifvorrichtung 1
mittels eines Hebezeuges erfaßt werden kann, ist am oberen Ende der Tragstange 2
eine Anschlagöse 15 angeordnet.
In Fig. 1 ist auf der rechten Hälfte die Greifvorrichtung 1 in Transportstellung und auf
der linken Hälfte in Absetzposition dargestellt. Nachfolgend wird dazu der
Verfahrensablauf erläutert. Die Greifvorrichtung 1 wird bei verriegelter Stellung der
Greifarme 4-4''', d. h. die über die Nasen 10-10''' gestülpte Fixierhülse 11 verhindert
ein Herunterschwenken der Greifarme 4-4''' über den zu transportierenden
Hohlkörper 5 positioniert und beim Absenken der Vorrichtung der Zentrierkörper 7 in
den Hohlkörper 5 eingefahren. Sobald die Greifarme 4-4''' mit den kurzen Schenkeln
(17-17''') unterhalb des Kragens 6 des Hohlkörpers 5 sich befinden, wird von Hand
die Fixierhülse 11 nach oben geschoben und die Greifarme 4-4''' schwenken nach
innen. Beim Anheben kommen die kurzen Schenkel 17-17''' der Greifarme 4-4''' auf
der Unterseite des Kragens 6 zur Anlage. Gesichert vor Verrutschen durch den
Zentrierkörper kann der Hohlkörper 7 ohne Probleme transportiert werden. Beim
Absenken des Hohlkörpers 7 in einen Transportbehälter setzt am Ende die untere
Stirnseite des Hohlkörpers 5 auf dem Boden auf. Die Greifvorrichtung 1 wird weiter
abgesenkt, so daß der lange Schenkel 16-16''' der Greifarme 4-4''' auf der oberen
Stirnfläche des Hohlkörpers 5 zur Anlage kommt. Die Greifarme 4-4''' schwenken
dabei nach oben, bis die Spitzen der Nasen 10-10''' in den Innenbereich des
glockenartig erweiterten Abschnittes 12 der Fixierhülse fassen. Durch das
Eigengewicht rutscht die Fixierhülse 11 weiter nach unten, bis sie auf dem langen
Schenkel 16-16''' der Greifarme 4-4''' zur Anlage kommt. Beim Anheben der
Tragstange 2 schwenken die Greifarme 4-4''' nach unten und die Spitzen der Nasen
10-10''' drücken auf die Innenwand der Fixierhülse 11. Infolge des spitzen Winkels
zwischen Nase 10-10''' und langem Schenkel 16-16''' der Greifarme 4-4''' kommt
es zu einer Verkeilung, so daß die Greifvorrichtung mit fixierten Greifarmen 4-4'''
ohne Schwierigkeiten nach oben gezogen werden kann.
Claims (7)
1. Greifvorrichtung mit einer Tragstange und einem daran befestigten
Haltekörper, an dem mindestens zwei anlenk- und fixierbare Greifarme
angeordnet sind zum Heben und Absetzen von achssymmetrischen
Hohlkörpern, die an einem Ende einen nach außen sich erstreckenden
umlaufenden Kragen oder eine nach innen sich erstreckende umlaufende Nut
aufweisen,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Unterseite des Haltekörpers (3) auswechselbar ein Zentrierkörper
(7) angeordnet ist, dessen Außenmaße (8) etwas geringer sind als die
Innenmaße (9) des zu transportierenden Hohlkörpers (5) und die L-förmig
ausgebildeten und einen langen (16-16''') und einen kurzen (17-17''')
Schenkel aufweisenden Greifarme (4-4''') im Anlenkbereich eine nach oben
sich erstreckende Nase (10-10''') aufweisen und die Tragstange (2) von einer
axial auf ihr verschiebbaren Fixierhülse (11) umfaßt wird, die an dem dem
Greifarm (4-4''') zugewandten Ende mit einem glockenartig erweiterten
Abschnitt (12) versehen ist.
2. Greifvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die obenliegende Schmalseite des langen Schenkels (16-16''') der
Greifarme (4-4''') mit der außenliegenden schmalen Stirnfläche der Nase
(10-10''') einen spitzen Winkel einschließt.
3. Greifvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei horizontaler Lage der Greifarme (4-4''') die beiden
gegenüberliegenden Nasen (10, 10'' bzw. 10', 10''') in Höhe der Nasenspitzen
einen Abstand aufweisen, der gleich ist der lichten Weite des glockenartig
erweiterten Abschnittes (12) der Fixierhülse (11).
4. Greifvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Zentrierkörper (7) aus Kunststoff gefertigt und mit dem Haltekörper
(3) verschraubbar ist.
5. Greifvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die mit dem zu transportierenden Hohlkörper (5) in Kontakt tretenden
Bereiche der Greifarme (4-4''') mit Kunststoffplatten belegt sind.
6. Greifvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-5,
dadurch gekennzeichnet,
daß symmetrisch über den Umfang verteilt vier Greifarme (4-4''') angeordnet
sind.
7. Greifvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Greifarme (4-4''') mittels Stifte (14-14''') auswechselbar am
Haltekörper (3) angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1997150784 DE19750784C2 (de) | 1997-11-06 | 1997-11-06 | Lastaufnahmemittel |
Applications Claiming Priority (1)
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| Country | Link |
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1997
- 1997-11-06 DE DE1997150784 patent/DE19750784C2/de not_active Expired - Fee Related
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|---|---|
| DE19750784C2 (de) | 2002-07-11 |
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| D2 | Grant after examination | ||
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| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
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