DE19750784C2 - Lastaufnahmemittel - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Lastaufnahmemittel für Hebezeuge gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
Derartige Lastaufnahmemittel sind aus DE-Z: fördern und heben 22 (1972) Nr. 1, S. 48
bzw. S. A66 bekannt.
Beim Verpacken von senkrecht stehenden achssymmetrischen Hohlkörpern, wie
beispielsweise Zylinderlaufbuchsen in Kisten, deren Abstellfläche durch enge
Pappquadrate unterteilt ist, entsteht das Problem, dass beim Absetzen der Hohlkörper
mit einer herkömmlichen Greifvorrichtung diese sich nicht mehr öffnen lässt. Dies
bedeutet ein mühsames, zeitaufwendiges manuelles Öffnen der Greifvorrichtung mit
der Gefahr eines Quetschens der Hand. Das Problem verschärft sich, wenn zwei oder
sogar drei Hohlkörper übereinander gestapelt werden. Dann erfolgt das Absetzender
Hohlkörper quasi in einem engen Schacht mit einer hohen Verletzungsgefahr.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Lastaufnahmemittel für Hebezeuge anzugeben, mit
dem in einfacher Weise achssymmetrische Hohlkörper, die an einem Ende einen
Außenkragen oder eine umlaufende Nut aufweisen, angehoben und auch in enge
Verpackungseinheiten ohne Verletzungsgefahr abgesetzt werden können.
Diese Aufgabe wird ausgehend vom Oberbegriff in Verbindung mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen sind Bestandteil von Unteransprüchen.
Erfindungsgemäß wird zum einen auf der Unterseite des Haltekörpers ein
Zentrierkörper angeordnet, dessen Außenmaß etwas geringer ist als ein Innenmaß
des zu transportierenden Hohlkörpers. Dieser Zentrierkörper stellt sicher, dass die
Enden der Greifarme zentrisch zur Achsmittellage des Hohlkörpers an der
Kragenunterseite bzw. in der umlaufenden Nut zur Anlage kommen. Deshalb genügen
für eine erste einfache Ausführungsform zwei einander gegenüberliegende Greifarme.
Um die Greifsicherheit zu erhöhen, können auch drei oder vier symmetrisch über den
Umfang verteilt liegende Arme angeordnet werden. Für die Verriegelung der L-förmig
ausgebildeten Greifarme sind diese im Anlenkbereich mit einer nach oben sich
erstreckenden Nase versehen. Diese Nasen wirken mit einer Fixierhülse zusammen,
die axial verschiebbar auf der Tragstange angeordnet ist und auf dem den Greifarmen
zugewandten Ende glockenartig erweitert ist.
Wird nun der mit der Greifvorrichtung angehobene Hohlkörper abgesetzt, dann werden
durch das Absenken des Haltekörpers die Greifarme mindestens in die horizontale
Lage gebracht und die Fixierhülse rutscht unter ihrem Eigengewicht über die Nasen.
Beim Wiederanheben der Greifvorrichtung bleiben die Greifarme fixiert und die
Greifvorrichtung kann ohne Probleme aus der Verpackungseinheit herausgehoben
werden. Damit die Fixierung der Greifarme sichergestellt ist, schließt die oben liegende
Schmalseite des langen Schenkels der Greifarme mit der außenliegenden schmälen
Stirnfläche der Nase einen spitzen Winkel ein. Dieser Winkel ergibt im
Zusammenwirken mit der glockenartigen Erweiterung der Fixierhülse eine Verkeilung,
so dass beim Anheben der Tragstange die Greifarme in der fixierten Stellung bleiben.
Damit beim Handling mit der Greifvorrichtung die Oberfläche des möglicherweise
mechanisch bearbeiteten Hohlkörpers nicht beschädigt wird, ist der Zentrierkörper
vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt und die Kontaktstellen der Greifarme mit dem
Hohlkörper sind mit Kunststoffplatten belegt.
Die Greifvorrichtung kann Hohlkörper mit verschiedenen Querschnitten und
verschiedenen Abmessungen transportieren, da der Zentrierkörper, als auch die
Greifarme auswechselbar angeordnet sind.
In der Zeichnung wird anhand eines Ausführungsbeispieles das erfindungsgemäß
ausgebildete Lastaufnahmemittel näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt in Richtung A-A in Fig. 2
Fig. 2 eine Draufsicht von Fig. 1
In Fig. 1 ist in einem Schnitt und in Fig. 2 in einer Draufsicht ein Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäß ausgebildeten Lastaufnahmemittels 1 dargestellt. Dieses
besteht aus einer Tragstange 2 und einem daran befestigten Haltekörper 3. An diesen
Haltekörper 3 sind in diesem Ausführungsbeispiel vier um je 90° versetzt angeordnete
Greifarme 4, 4', 4", 4''' angelenkt. Mit diesem Lastaufnahmemittel 1 können
achssymmetrische Hohlkörper 5, die an einem Ende einen nach außen sich
erstreckenden umlaufenden Kragen 6 aufweisen, angehoben und abgesetzt werden.
Dazu ist erfindungsgemäß auf der Unterseite des Haltekörpers 3 auswechselbar ein
Zentrierkörper 7 angeordnet, dessen äußerer Durchmesser 8 etwas geringer ist als der
Innendurchmesser 9 des zu transportierenden Hohlkörpers 5. Die Greifarme 4-4'''
sind L-förmig ausgebildet und weisen im Anlenkbereich eine nach oben sich
erstreckende Nase 10-10''' auf. Die Tragstange 2 wird von einer auf ihr axial
verschiebbaren Fixierhülse 11 umfaßt, die an dem dem Greifarm 4-4''' zugewandten
einen glockenartig erweiterten Abschnitt 12 aufweist.
Der Haltekörper 3 weist entsprechend der Anzahl der Greifarme 4-4''' ein gabelartig
ausgebildetes, nach außen sich erstreckendes Stegelement 13-13''' auf, wobei
zwischen den zwei Gabeln des Stegelementes 13-13''' der Endbereich der Greifarme
4-4''' mittels eines durch das Stegelement 13-13''' und die Greifarme 4-4''' sich
erstreckenden Stiftes 14-14''' angelenkt ist. Damit das Lastaufnahmemittel 1 mittels
eines Hebezeuges erfaßt werden kann, ist am oberen Ende der Tragstange 2 eine
Anschlagöse 15 angeordnet.
In Fig. 1 ist auf der rechten Hälfte das Lastaufnahmemittel 1 in Transportstellung und
auf der linken Hälfte in Absetzposition dargestellt. Nachfolgend wird dazu der
Verfahrensablauf erläutert. Das Lastaufnahmemittel 1 wird bei verriegelter Stellung der
Greifarme 4-4''', d. h. die über die Nasen 10-10''' gestülpte Fixierhülse 11 verhindert
ein Herunterschwenken der Greifarme 4-4''' über den zu transportierenden
Hohlkörper 5 positioniert und beim Absenken der Vorrichtung der Zentrierkörper 7 in
den Hohlkörper 5 eingefahren. Sobald die Greifarme 4-4''' mit den kurzen Schenkeln
(17-17''') unterhalb des Kragens 6 des Hohlkörpers 5 sich befinden, wird von Hand
die Fixierhülse 11 nach oben geschoben und die Greifarme 4-4''' schwenken nach
innen. Beim Anheben kommen die kurzen Schenkel 17-17''' der Greifarme 4-4''' auf
der Unterseite des Kragens 6 zur Anlage. Gesichert vor Verrutschen durch den
Zentrierkörper kann der Hohlkörper 7 ohne Probleme transportiert werden. Beim
Absenken des Hohlkörpers 7 in einen Transportbehälter setzt am Ende die untere
Stirnseite des Hohlkörpers 5 auf dem Boden auf. Das Lastaufnahmemittel 1 wird weiter
abgesenkt, so dass der lange Schenkel 16-16''' der Greifarme 4-4''' auf der oberen
Stirnfläche des Hohlkörpers 5 zur Anlage kommt. Die Greifarme 4-4''' schwenken
dabei nach oben, bis die Spitzen der Nasen 10-10''' in den Innenbereich des
glockenartig erweiterten Abschnittes 12 der Fixierhülse fassen. Durch das
Eigengewicht rutscht die Fixierhülse 11 weiter nach unten, bis sie auf dem langen
Schenkel 16-16''' der Greifarme 4-4''' zur Anlage kommt. Beim Anheben der
Tragstange 2 schwenken die Greifarme 4-4''' nach unten und die Spitzen der Nasen
10-10''' drücken auf die Innenwand der Fixierhülse 11. Infolge des spitzen Winkels
zwischen Nase 10-10''' und langem Schenkel 16-16''' der Greifarme 4-4''' kommt
es zu einer Verkeilung, so daß die Greifvorrichtung mit fixierten Greifarmen 4-4''' ohne
Schwierigkeiten nach oben gezogen werden kann.
Claims (7)
1. Lastaufnahmemittel für Hebezeuge mit einer Tragstange und einem daran
befestigten Haltekörper, an dem mindestens zwei in einer vertikalen Ebene
bewegbare und in Offenstellung fixierbare Greifarme angelenkt sind zum Heben
und Absetzen von achssymmetrischen Hohlkörpern mit vertikalen Achsen, die
an einem Ende einen nach außen sich erstreckenden horizontal umlaufenden
Kragen oder eine nach innen sich erstreckende horizontal umlaufende Nut
aufweisen,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf der Unterseite des Haltekörpers (3) auswechselbar ein Zentrierkörper
(7) angeordnet ist, dessen Außenmaß (8) etwas geringer ist als ein Innenmaß
(9) des zu transportierenden Hohlkörpers (5) und die L-förmig ausgebildeten
und um horizontale Achsen schwenkbaren Greifarme (4-4''') einen langen
Schenkel (16-16''') zur Anlage an einer Unterseite des Hohlkörpers (3) und
einen kurzen Schenkel (17-17''') aufweisen, wobei freie Enden der kurzen
Schenkel (17-17''') eine abgewinkelte, in Offenstellung der Greifarme (4-4''')
nach oben sich erstreckende Nase (10-10''') aufweisen und die Tragstange (2)
von einer axial auf ihr verschiebbaren Fixierhülse (11) umfasst wird, die an
ihrem den Greifarmen (4-4''') zugewandten Ende mit einem glockenartig
erweiterten Abschnitt (12) versehen ist und wobei Spitzen der Nasen (10-10''')
beim Schwenken der Greifarme (4-4''') in Offenstellung in einen Innenbereich
eines glockenartig erweiterten Abschnitts (12) der Fixierhülse (11) fassen.
2. Lastaufnahmemittel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die obenliegende Schmalseite des langen Schenkels (16-16''') der
Greifarme (4-4''') mit der außenliegenden schmalen Stirnfläche der Nase (10-
10''') einen spitzen Winkel einschließt.
3. Lastaufnahmemittel nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei horizontaler Lage der Greifarme (4-4''') die beiden
gegenüberliegenden Nasen (10, 10" bzw. 10', 10''') in Höhe der Nasenspitzen
einen Abstand aufweisen, der gleich ist der lichten Weite des glockenartig
erweiterten Abschnittes (12) der Fixierhülse (11).
4. Lastaufnahmemittel nach einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Zentrierkörper (7) aus Kunststoff gefertigt und mit dem Haltekörper (3)
verschraubbar ist.
5. Lastaufnahmemittel nach einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mit dem zu transportierenden Hohlkörper (5) in Kontakt tretenden
Bereiche der Greifarme (4-4''') mit Kunststoffplatten belegt sind.
6. Lastaufnahmemittel nach einem der Ansprüche 1-5,
dadurch gekennzeichnet,
dass symmetrisch über den Umfang verteilt vier Greifarme (4-4''') angeordnet
sind.
7. Lastaufnahmemittel nach einem der Ansprüche 1-6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Greifarme (4-4''') mittels Stifte (14-14''') auswechselbar am
Haltekörper (3) angeordnet sind.
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Also Published As
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