DE19725631C1 - Heizungsreinigungsgerät - Google Patents
HeizungsreinigungsgerätInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Heizungsreinigungsgerät, welches
sich insbesondere zur Reinigung von Konvektionsheizkörpern,
wie sie in Wohn- und Arbeitsräumen eingesetzt werden, eignet.
Das Reinigungsgerät verwendet zur Reinigung der Heizkörper
eine Reinigungsflüssigkeit, welcher bei Bedarf ein herkömmli
ches Reinigungsmittel zugesetzt werden kann.
In letzter Zeit wächst der Bedarf an Reinigungsgeräten, die
die Reinigung von herkömmlichen Heizkörpern auf einfache Art
und Weise ermöglichen. In den meisten Wohn- und Arbeitsräumen
werden zu Heizzwecken gewöhnliche Konvektionsheizkörper
verwendet, die an ein zentrales Warmwasserheizsystem ange
schlossen sind. Derartige Heizkörper besitzen Konvektionsflä
chen mit möglichst großer Oberfläche, die u. a. dadurch
bereitgestellt wird, daß im Inneren der Heizkörper eine Viel
zahl von Lamellen oder dergleichen angebracht sind. Prinzip
bedingt durchströmt die zu erwärmende Luft die Heizkörper und
gleitet dabei an den inneren Oberflächen entlang. Insbeson
dere in den schwer zugänglichen, mit Lamellen bestückten
Innenbereichen der Heizkörper lagern sich mit der Zeit eine
Vielzahl von Schmutzpartikeln ab. Daher wird insbesondere
während der Heizperiode die zu erwärmende Luft häufig mit
derartigen Schmutzpartikeln belastet. Das Klima in den zu
beheizenden Räumen verschlechtert sich dadurch drastisch.
Besonders betroffen von der Staubbelastung der erwärmten Luft
sind Allergiker, bei denen staubhaltige Luft symptomatische
Überreaktionen auslösen kann.
Seit langem wird aus diesen Gründen nach geeigneten Möglich
keiten gesucht, solche Heizkörper auch an den inneren Konvek
tionsflächen zu reinigen. Aufgrund der lamellenartigen Struk
tur dieser Oberflächen ist häufig eine Reinigung nur an den
Randbereichen möglich, da herkömmliche Reinigungsgeräte nicht
in tiefer gelegene Bereiche vordringen können.
Aus der amerikanischen Patentschrift US 4 372 787 ist ein
Reinigungsgerät bekannt, welches insbesondere zur Säuberung
der Kopfbereiche von Radiatoren eingesetzt wird. Zur Reini
gung muß der Radiator beispielsweise aus dem Kfz ausgebaut
werden, um kopfüber in ein Reinigungsbad eingesetzt werden zu
können, wobei die Reinigung unter Einleitung von Ultraschall
frequenzen im Reinigungsbad durchgeführt wird. Derartige
Reinigungsgeräte besitzen den Nachteil, daß die zu reinigen
den Radiatoren bzw. Heizkörper von ihrem eigentlichen
Einsatzort abmontiert werden müssen. Dabei macht sich übli
cherweise auch das Ablassen der im Heizkörper unter Betriebs
bedingungen zirkulierenden Flüssigkeit erforderlich.
In der US 3 910 493 ist ein transportabler Reinigungsapparat
beschrieben, der für die mobile Reinigung an Kfz-Kühlern oder
sonstigen Wärmetauschgeräten konzipiert ist. Der Reinigungs
apparat besitzt einen Wassertank mit einem elektrischen Heiz
element, welches das Wasser stark erhitzt. Damit wird im
Reinigungsapparat unter Druck stehender Wasserdampf erzeugt,
der über eine Sprühpistole beim Reinigungsvorgang abgegeben
wird. Beim Einsatz dieses Reinigungsapparates wird jedoch die
Umgebung des zu reinigenden Elements durch das Spritzwasser
zum Teil erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Der Einsatz
dieses Apparates in Wohn- oder Arbeitsräumen an herkömmlichen
Heizkörpern ist daher nicht möglich.
In der Deutschen Offenlegungsschrift DE 24 57 294 ist eine
Reinigungsvorrichtung zum Reinigen von Heizlamellen eines
Heizkörpers gezeigt. Die beschriebene Reinigungsvorrichtung
dient insbesondere der Säuberung von Gasheizungen, die in
ihrem Inneren eine Vielzahl von Lamellen aufweisen. Die
Reinigungsvorrichtung weist ein in die Unterseite des Reiz
körpers einsetzbares Unterteil und ein auf die Oberseite des
Heizkörpers aufsetzbares haubenartiges Oberteil auf. Unter- und
Oberteil sind mit Sprühdüsen ausgerüstet, die das
Einspritzen einer Reinigungsflüssigkeit in den Heizkörper
ermöglichen. Diese beiden Teile der Reinigungsvorrichtung
weisen weiterhin umlaufende Gummischläuche auf, die als Dich
tungselemente dienen. Damit wird die Abdichtung von Unter- bzw.
Oberteil gegenüber dem jeweiligen Heizkörperrand
bewirkt. Aufgrund dieser Konstruktion ist der Einsatz der
Reinigungsvorrichtung nur bei speziellen Heizkörpern möglich,
wobei die Abmaße von Unter- und Oberteil exakt auf den Heiz
körper abgestimmt sein müssen.
Aus der DE PS 276 567 ist eine Reinigungsvorrichtung für
Heizkörper bekannt, wobei an jedem einer Vielzahl von Heiz
körpern eine Berieselungsvorrichtung fest installiert ist.
Eine derartige Installation ist sehr aufwendig, da entspre
chende Versorgungsrohre zu jedem Teil der Berieselungsvor
richtung verlegt werden müssen. Bei unsachgemäßer Bedienung
besteht auch die Gefahr, daß die Vorrichtung unkontrolliert
mit Wasser gespeist wird und daraus eine Überschwemmungsge
fahr für die entsprechenden Räumlichkeiten resultiert.
Heutzutage werden die in Wohn- und Arbeitsräumen eingesetzten
Konvektionsheizkörper individuell an die Größe des zu behei
zenden Raumes angepaßt. Dafür stehen eine Vielzahl von Heiz
körpern zur Verfügung, die sich erheblich in ihren äußeren
Abmessungen unterscheiden. Dabei variieren Länge, Breite und
Höhe der Heizkörper. Bei einer angestrebten Heizkörperreini
gung in einem Bürokomplex müßten daher eine Vielzahl von
Reinigungsvorrichtungen zur Verfügung stehen, die jeweils an
die Heizkörper angepaßt sind. Ein mobiler Einsatz dieser
vorgeschlagenen Reinigungsvorrichtung ist daher nicht
möglich.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin,
ein Heizungsreinigungsgerät zur Verfügung zu stellen, mit
welchem die genannten Nachteile des Standes der Technik über
wunden werden. Das Heizungsreinigungsgerät soll die Reinigung
der inneren Konvektionsflächen von gewöhnlichen Konvektions
heizkörpern im mobilen Einsatz ermöglichen, ohne die Heizkör
per von ihrem Einsatzort entfernen zu müssen. Mit einem
Heizungsreinigungsgerät soll die Reinigung verschiedenster
Heizkörpervarianten möglich sein. Die Umgebung der Heizkörper
soll bei der Reinigung nicht beschmutzt oder naßgespritzt
werden.
Diese Aufgabe wird durch das in Anspruch 1 definierte
Heizungsreinigungsgerät gelöst. Dieses Heizungsreinigungsge
rät bietet den Vorteil, daß die inneren Konvektionsflächen
von Heizkörpern mittels einer Reinigungsflüssigkeit gereinigt
werden können, ohne daß eine Demontage des Heizkörpers erfor
derlich ist. Die spezielle Ausgestaltung des wannenartigen
Auffangbehälters ermöglicht dessen Anpassung an unterschied
liche Abmessungen der zu reinigenden Heizkörper. In der Regel
ist es ausreichend, daß der wannenartige Auffangbehälter in
Längsrichtung an die Abmaße des Heizkörpers angepaßt wird.
Die an dem haubenartigen Sprühdüsenträger befestigten Dich
tungselemente ermöglichen die Verschiebung des Sprühdüsenträ
gers in Längsrichtung auf dem Kopfbereich des zu reinigenden
Heizkörpers, ohne das die Gefahr des Austretens von Reini
gungsflüssigkeit besteht.
Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform des Heizungsreini
gungsgerätes besteht die Betriebseinheit aus einem den Flüs
sigkeitsvorratsbehälter enthaltenden Unterteil und einem
lösbar mit diesem verbundenen Oberteil. Im Oberteil sind alle
elektrischen Anschlüsse, Schalter und Anzeigen der Steuerein
heit untergebracht, so daß keine Gefahr des Eindringens von
Reinigungsflüssigkeit in die Steuereinheit besteht. Zum
Auswechseln der Reinigungsflüssigkeit kann das Oberteil
einfach vom Unterteil der Betriebseinheit getrennt werden.
Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform zeichnet sich
dadurch aus, daß weiterhin ein Gebläse vorgesehen ist,
welches sowohl als Saugeinrichtung als auch als Blaseinrich
tung betrieben werden kann. Damit ist es möglich, vor der
eigentlichen Reinigung mit der Reinigungsflüssigkeit locker
sitzende Staub- und Schmutzpartikel vom Heizkörper abzusaugen
und nach der Anwendung der Reinigungsflüssigkeit den Heizkör
per mit dem Gebläse zu trocknen.
Eine besondere Ausführungsform des Heizungsreinigungsgerätes
zeichnet sich dadurch aus, daß zwischen dem Auffangbehälter
und dem Druckerzeugungselement eine zweite Pumpe angeordnet
ist, die die Reinigungsflüssigkeit aus dem Auffangbehälter
absaugt und in den Flüssigkeitsvorratsbehälter einpumpt.
Damit ist sichergestellt, daß die im Auffangbehälter gesam
melte Reinigungsflüssigkeit, die bereits durch den Heizkörper
gespült wurde, unter allen Betriebsbedingungen in den Flüs
sigkeitsvorratsbehälter zurückgepumpt wird.
Eine zweckmäßige Ausführungsform weist an der Unterseite des
Sprühdüsenträgers weiterhin bürstenartige Reinigungselemente
auf, die beim Bewegen des Sprühdüsenträgers entlang der
Längsrichtung des Heizkörpers der besonderen Reinigung des
Kopfbereiches des Heizkörpers dienen. Eine zusätzliche manu
elle Reinigung der bekannten gitterförmigen Heizkörperab
deckungen kann damit entfallen.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform besitzt der
Sprühdüsenträger in Querrichtung verstellbare Seitenwände.
Dadurch ist der Sprühdüsenträger an verschiedene Breiten des
Kopfbereiches des Heizkörpers anpaßbar, so daß mit ein und
dem selben Sprühdüsenträger Heizkörper verschiedener Baufor
men gereinigt werden können.
Eine abgewandelte Ausführungsform des Heizungsreinigungsgerät
zeichnet sich dadurch aus, daß ein zweiter Auffangbehälter
vorgesehen ist, der zwei mit umlaufenden Dichtungen versehene
Rohrdurchführungen aufweist. Dieser zweite Auffangbehälter
besitzt relativ geringe Außenabmessungen und wird während des
Reinigungsvorganges an der Unterseite des Heizkörpers im
Bereich der Versorgungsleitungen angeordnet, um das dort aus
dem Heizkörper austretenden Reinigungswasser aufzufangen.
Damit ist es möglich, auch Heizkörper ohne vorherige Demon
tage zu reinigen, die über zwei an der Unterseite angeschlos
sene Versorgungsleitungen betrieben werden, welche aus dem
Fußboden heraus an den Heizkörper herangeführt werden. Es ist
aber auch möglich, diesen zweiten Auffangbehälter in den
ersten Auffangbehälter zu integrieren, beispielsweise indem
an einem Ende des Auffangbehälters ein Abschnitt vorgesehen
ist, der diese Rohrdurchführungen aufweist.
Weitere Vorteile, Einzelheiten und Weiterbildungen der vor
liegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele, unter Bezug
nahme auf die Zeichnung. Es zeigen:
Fig. 1 in einer schematischen Darstellung den Gesamtaufbau
eines Heizungsreinigungsgerätes beim Reinigungsein
satz an einem Heizkörper;
Fig. 2 in einer vereinfachten Schnittdarstellung eine
Betriebseinheit des Heizungsreinigungsgerätes;
Fig. 3 in einer vereinfachten perspektivischen Ansicht einen
haubenartigen Sprühdüsenträger des Heizungsreini
gungsgerätes;
Fig. 4 den Sprühdüsenträger aus Fig. 3 in einer geschnitte
nen Seitenansicht;
Fig. 5 in einer vereinfachten perspektivischen Darstellung
einen wannenartigen ersten Auffangbehälter;
Fig. 6 eine seitliche Schnittansicht des ersten Auffangbe
hälters entlang der Schnittlinie A-A in Fig. 5;
Fig. 7 in einer schematischen perspektivischen Ansicht eine
zweite Pumpe des Heizungsreinigungsgerätes, die
zwischen dem Auffangbehälter und dem Druckerzeugungs
element angeordnet ist;
Fig. 8 in einer vereinfachten perspektivischen Ansicht einen
zweiten Auffangbehälter des Heizungsreinigungs
gerätes.
In Fig. 1 ist in einer schematischen Darstellung ein
Heizungsreinigungsgerät bei einem Reinigungsvorgang an einem
Heizkörper 1 dargestellt. Der Heizkörper 1 ist ein gewöhnli
cher Konvektionsheizkörper, der während der Reinigung an
seinem Einsatzort, z. B. an einer nicht dargestellten Raum
wand, verbleibt. Das Heizungsreinigungsgerät besteht aus
einer Betriebseinheit 2, einem haubenartigen Sprühdüsenträger
3, einem wannenartigen ersten Auffangbehälter 4 und im darge
stellten Beispiel einer zweiten Pumpe 5. Die Betriebseinheit
2 umfaßt einen Flüssigkeitsvorratsbehälter 10, der einen
Ausgang 11 zur Abgabe der Reinigungsflüssigkeit und einen
Eingang 12 zur Aufnahme der kontaminierten Reinigungsflüssig
keit aufweist. Der Sprühdüsenträger 3 ist mit dem Ausgang 11
verbunden, während der erste Auffangbehälter 4 über die
zweite Pumpe 5 mit dem Eingang 12 in Verbindung steht. Die
Verbindungen zwischen den einzelnen Elementen des Heizungs
reinigungsgerätes wird zweckmäßigerweise durch flexible
Schläuche hergestellt. Den Kreislauf, in welchem die Reini
gungsflüssigkeit zirkuliert, symbolisieren die eingezeichne
ten Pfeile.
Bei der Reinigung des Heizkörpers 1 ist der erste Auffangbe
hälter 4 an der Unterseite des Heizkörpers angeordnet und an
dessen Abmaße angepaßt, wie später detailliert beschrieben
wird. Auf den Kopfbereich des Heizkörpers 1 ist der Sprühdü
senträger 3 aufgesetzt, wobei dieser während der Reinigung
auf dem Heizkörper in Längsrichtung hin- und herbewegt wird,
um den gesamten Heizkörper einer Reinigung zu unterziehen.
Die Betriebseinheit 2 versorgt über den Ausgang 11 den Sprüh
düsenträger 3 mit der Reinigungsflüssigkeit, welche in den
Innenraum des Heizkörpers eingesprüht wird. Die an den inne
ren Konvektionswänden des Heizkörpers entlangfließende und
diese dabei reinigende Reinigungsflüssigkeit läuft an der
Unterseite des Heizkörpers aus diesem heraus und wird im
ersten Auffangbehälter 4 gesammelt. Gegebenenfalls vermittelt
über die zweite Pumpe 5 gelangt die kontaminierte Reinigungs
flüssigkeit über den Eingang 12 zurück in den Flüssigkeits
vorratsbehälter 10 der Betriebseinheit 2.
In einer schematischen Schnittansicht ist in Fig. 2 ein
möglicher Aufbau der Betriebseinheit 2 gezeigt. Die
Betriebseinheit 2 ist in ein den Flüssigkeitsvorratsbehälter
10 bildendes Unterteil und ein Oberteil 15 unterteilt. Inner
halb des Flüssigkeitsvorratsbehälter 10 ist ein Druckerzeu
gungselement, insbesondere eine Tauchpumpe 16 angeordnet, die
über ein Steigrohr 17 den Ausgang 11 mit unter Druck stehen
der Reinigungsflüssigkeit versorgt. Das Druckerzeugungsele
ment kann auch derart ausgelegt sein, daß gleichzeitig über
den Eingang 12 die kontaminierte Reinigungsflüssigkeit aus
dem ersten Auffangbehälter 4 angesaugt wird, wodurch die
zweite Pumpe 5 eingespart wird. In einer abgewandelten
Ausführungsform ist es möglich, auch die zweite Pumpe 5
innerhalb des Flüssigkeitsvorratsbehälters 10 anzuordnen. Im
Oberteil 15 ist die komplette Steuereinheit des Heizungsrei
nigungsgerätes stationiert. Damit sind sämtliche elektrische
Anschlüsse, Schalter, Anzeigen und ähnliches im Oberteil 15
flüssigkeitsgeschützt angeordnet. Über eine Zuleitung 18 wird
die Tauchpumpe 16 mit elektrischer Energie versorgt. Die
Zuleitung 18 ist über einen Steckkontakt mit dem Oberteil 15
verbunden, so daß beim Entleeren des Flüssigkeitsvorratsbe
hälters 10 oder bei dessen Reinigung das Unterteil völlig
stromlos gemacht werden kann.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform ist im Oberteil
15 außerdem ein Gebläse 19 angeordnet, welches als Saugein
richtung und/oder als Blaseinrichtung betrieben werden kann.
Über den in Fig. 1 gezeigten Luftschlauch 20 kann somit
sowohl lockerer Schmutz aus dem Heizkörper 1 abgesaugt werden
als auch nach dem Reinigungsvorgang mit Druckluft die
Trocknung des Heizkörpers beschleunigt werden
Fig. 3 zeigt in einer schematischen perspektivischen Darstel
lung den Sprühdüsenträger 3 und dessen im Inneren angeordnete
Einzelheiten. Der Sprühdüsenträger 3 ist haubenartig ausge
staltet und besitzt einen Versorgungsanschluß 21, über
welchen die Verbindung mit dem Ausgang 11 des Flüssigkeits
vorratsbehälters hergestellt wird. Im Inneren des Sprühdüsen
trägers 3 sind einzelne Sprühdüsen 21 angeordnet, die über
ein Rohrsystem 23 mit dem Versorgungsanschluß 21 verbunden
sind. Die Sprühdüsen 22 sind so ausgerichtet, daß sie die
zugeführte Reinigungsflüssigkeit in einem vorherbestimmten
Strahlwinkel, vorzugsweise 180°, nach unten abgeben. Damit
wird die Reinigungsflüssigkeit unmittelbar auf die inneren
Konvektionswände des Heizkörpers gerichtet. Die Sprühdüsen 22
können einstellbar ausgestaltet sein, so daß eine Anpassung
des Sprühverhaltens an die Bauform der inneren Konvektions
wände des Heizkörpers und den Verschmutzungsgrad möglich ist.
Fig. 4 zeigt den Sprühdüsenträger in einer seitlichen
Schnittansicht. An den Unterkanten der Längsseiten des Sprüh
düsenträgers 3 sind Dichtungselemente 25 angebracht, die in
ihrer Form an die üblichen Kantengestaltungen des Kopfberei
ches des Heizkörpers 1 angepaßt sind. Die Dichtungselemente
25 verhindern ein Austreten der Reinigungsflüssigkeit an den
Außenseiten des Heizkörpers. Weiterhin sind beim dargestell
ten Beispiel an der Unterseite des Sprühdüsenträgers 3
bürstenartige Reinigungselemente 26 befestigt, die der
gezielten Reinigung der i.d.R. gitterförmig gestalteten Heiz
körperabdeckungen dienen.
Bei einer abgewandelten Ausführungsform kann der Sprühdüsen
träger so ausgebildet sein, daß seine Breite variabel einge
stellt werden kann. Damit läßt sich der Sprühdüsenträger an
unterschiedliche Breiten der Heizkörper anpassen. Es ist aber
auch möglich, einem Heizungsreinigungsgerät mehrere Sprüh
düsenträger unterschiedlicher Breite zuzuordnen, womit die
Standardbreiten der üblichen Heizkörper abgedeckt sind.
Fig. 5 zeigt in einer perspektivischen Ansicht den ersten
Auffangbehälter 4. Der erste Auffangbehälter 4 ist wannenar
tig ausgebildet, wobei die Breite so gewählt ist, daß alle
gängigen Heizkörper an ihrer Unterseite vollständig umgriffen
werden. Am ersten Auffangbehälter 4 sind nicht dargestellte
Stützbeine angebracht, die z. B. eine höhenvariable Positio
nierung unterhalb des Heizkörpers ermöglichen. Es können auch
Räder am ersten Auffangbehälter vorgesehen sein, wodurch der
Transport vereinfacht wird.
Der erste Auffangbehälter 4 besitzt einen mittleren Abschnitt
30 und rechts und links von diesem angeordnete verschiebbare
Auffangbehälterabschnitte 31. Diese verschiebbaren Abschnitte
31 sind in Längsrichtung in Bezug zum mittleren Abschnitt 30
verschiebbar, wodurch die Längsausdehnung des ersten Auffang
behälters an die Abmessung des zu reinigenden Heizkörpers
angepaßt werden kann. An den Verbindungsbereichen zwischen
dem mittleren Abschnitt 30 und den verschiebbaren Abschnitten
31 sind Dichtungen angeordnet, die ein Austreten der aufge
fangenen Reinigungsflüssigkeit verhindern.
Fig. 6 zeigt eine seitliche Schnittansicht des ersten
Auffangbehälters 4 entlang der in Fig. 5 gezeichneten
Schnittlinie A-A. In der Darstellung ist erkennbar, daß am
ersten Auffangbehälter 4 weiterhin ein Ablaufstutzen 32
vorgesehen ist, über welchen die Verbindung zum Eingang 12
des Flüssigkeitsvorratsbehälters 10 hergestellt ist. Vorzugs
weise ist der Ablaufstutzen 32 mit einer Kupplungsvorrichtung
für einen Schlauchschnellverbinder ausgerüstet. Derartige
Schlauchschnellverbinder können auch an den anderen Kopp
lungsstellen zwischen den Einzelteilen des Heizungsreini
gungsgerätes vorgesehen sein.
In einer schematischen perspektivischen Ansicht ist in Fig. 7
die zweite Pumpe 5 dargestellt. Wie erwähnt dient die zweite
Pumpe 5 dem Absaugen der kontaminierten Reinigungsflüssigkeit
aus dem ersten Auffangbehälter 4 und der Weiterleitung dieser
Reinigungsflüssigkeit in den Flüssigkeitsvorratsbehälter 10.
Zur Schonung der zweiten Pumpe 5 und auch der in der
Betriebseinheit angeordneten Tauchpumpe 16, sowie zur Wieder
aufbereitung der Reinigungsflüssigkeit werden zweckmäßiger
weise vor dem Zulauf der zweiten Pumpe 5 Filterelemente ange
ordnet, die größere Schmutzbestandteile aus der Reinigungs
flüssigkeit herausfiltern. Es ist auch möglich, an mehreren
Stellen des Reinigungsflüssigkeitskreislaufes derartige
Filterelemente anzuordnen, um eine noch bessere Säuberung der
kontaminierten Reinigungsflüssigkeit zu erreichen.
Fig. 8 zeigt in einer vereinfachten perspektivischen Ansicht
einen zweiten Auffangbehälter 40. Der zweite Auffangbehälter
40 weist zwei Rohrdurchführungen 41 auf, die mit umlaufenden
Dichtungen ausgestattet sind. Am zweiten Auffangbehälter 40
ist ein Scharnier 42 vorgesehen, wodurch die Öffnung entlang
einer Ebene möglich ist, die durch den Mittelpunkt der beiden
Rohrdurchführungen 41 verläuft. Damit kann der zweite
Auffangbehälter 40 um die Versorgungsleitungen des Heizkör
pers herum angeordnet werden, und die dort aus dem Heizkörper
ausfließende Reinigungsflüssigkeit auffangen. Der zweite Auf
fangbehälter 40 wird beispielsweise mit Befestigungshacken 43
am Heizkörper oder am ersten Auffangbehälter 4 befestigt.
Zweckmäßig ist die Befestigung aufgrund der Klemmwirkung, die
sich beim Umgreifen der Versorgungsleitungen im Bereich der
Rohrdurchführungen ergibt, so daß auf zusätzliche Befesti
gungsmittel auch ganz verzichtet werden kann. Die gesammelte
Reinigungsflüssigkeit wird vorzugsweise in den ersten
Auffangbehälter weitergeleitet.
Bei einer abgewandelten Ausführungsform ist es auch möglich,
die Rohrdurchführungen unmittelbar im ersten Auffangbehälter
anzuordnen, wobei zumindest dieser Bereich des Auffangbehäl
ters aufklappbar und um die Versorgungsleitungen des Heizkör
pers herum schließbar sein muß. Für Einsatzfälle, bei denen
eine oder beide Versorgungsleitungen nicht vom Fußboden her
zum Heizkörper geführt werden, müssen die Rohrdurchführungen
mit geeigneten Hilfselementen verschlossen werden, um das
Austreten von Reinigungsflüssigkeit zu verhindern.
Claims (9)
1. Heizungsreinigungsgerät zur Reinigung von Konvektionsheiz
körpern (1) mittels Reinigungsflüssigkeit bestehend aus
- - einer Betriebseinheit (2), welche
- - einen Flüssigkeitsvorratsbehälter (10) mit
- - einem Ausgang (11) zur Abgabe der Reinigungsflüssig keit und
- - einem Eingang (12) zur Aufnahme der kontaminierten Reinigungsflüssigkeit,
- - wenigstens ein Druckerzeugungselement (16), und
- - eine Steuereinheit besitzt,
- - einen Flüssigkeitsvorratsbehälter (10) mit
- - einem haubenartigen Sprühdüsenträger (3) zur Auflage auf
den Kopfbereich des zu reinigenden Heizkörpers (1) und
zur Abgabe der Reinigungsflüssigkeit mit
- - im Inneren angeordneten Sprühdüsen (22),
- - einem Versorgungsanschluß (21), über den die Sprühdü sen (22) mit dem Ausgang (11) am Flüssigkeitsvorrats behälter (10) verbunden sind, und
- - an den Unterkanten angeordneten Dichtungselementen (25) und
- - einem ersten wannenartigen, teleskopartigen
Auffangbehälter (4) zur Anordnung unterhalb des
Heizkörpers (1) und zum Sammeln der durch den Heizkörper
hindurchgespülten Reinigungsflüssigkeit mit
- - einem Ablaufstutzen (32), der mit dem Eingang (12) am Flüssigkeitsvorratsbehälter (10) verbunden ist,
- - wenigstens einem in Längsrichtung teleskopartig verschiebbaren Auffangbehälterabschnitt (31), welcher der Anpassung des ersten Auffangbehälters (4) an die Längserstreckung des Heizkörpers (1) dient.
2. Heizungsreinigungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Betriebseinheit (2) aus einem den Flüs
sigkeitsvorratsbehälter (10) enthaltenden Unterteil und
einem lösbar mit diesem verbunden Oberteil (15) besteht,
welches die Steuereinheit mit elektrischen Anschlüssen,
Schaltern und Anzeigen enthält, daß im Oberteil (15)
weiterhin ein Gebläse (19) integriert ist, und daß das
Druckerzeugungselement eine im Flüssigkeitsvorratsbehälter
(10) angeordnete Tauchpumpe (16) ist.
3. Heizungsreinigungsgerät nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Gebläse (19) sowohl als Saugeinrichtung,
als auch als Blaseinrichtung schaltbar ist.
4. Heizungsreinigungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Reinigungsflüs
sigkeitskreislaufs, vorzugsweise zwischen erstem Auffang
behälter (4) und Flüssigkeitsvorratsbehälter (10) wenig
stens eine Filtereinrichtung vorgesehen ist.
5. Heizungsreinigungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen erstem Auffangbehäl
ter (4) und Druckerzeugungselement (16) eine zweite Pumpe
(5) angeordnet ist, die die Reinigungsflüssigkeit aus dem
ersten Auffangbehälter (4) absaugt und in den Flüssig
keitsvorratsbehälter (10) einpumpt.
6. Heizungsreinigungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Sprühdüsenträger (3) an
der Unterseite weiterhin bürstenartige Reinigungselemente
(26) aufweist.
7. Heizungsreinigungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Sprühdüsenträger (3) in
Querrichtung verstellbare Seitenwände besitzt und damit an
die Breite des Kopfbereichs des Heizkörpers (1) anpaßbar
ist.
8. Heizungsreinigungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß am ersten Auffangbehälter (4)
rechts und links eines mittleren Abschnitts (30) ver
schiebbare Auffangbehälterabschnitte (31) angeordnet sind,
die mit dem mittleren Abschnitt jeweils über eine Dichtung
verbunden sind und in Längsrichtung verschiebbar sind.
9. Heizungsreinigungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter Auffangbehälter
(40) vorgesehen ist, der zwei mit umlaufenden Dichtungen
versehene Rohrdurchführungen (41) aufweist und während des
Reinigungsvorgangs im Bereich der Versorgungsleitungen des
Heizkörpers (1) an dessen Unterseite angeordnet ist.
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