DE1966689A1 - Stuurzelement - Google Patents
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Description
DIPL.-ING. A. GRÜNECKER
DR.-ING. W. STOCKMAIR, Ae. E. (cauf.inst
PATENTANWÄLTE
8000 MÜNCHEN 22 MnximiliansiraBo 43
Telefon 297100 / 290744 / 221191
Telegramme Monapaf München Telex 05-28380*1 966689
1 P 2891-11
25. Juni 1973
Brian Robinson
158 Cefn Road
Großbritannien
Sturzelement
Die Erfindung betrifft ein Sturzelement zur Überbrückung von Öffnungen in Einzelwänden.
Derartige Sturzelemente dienen dazu, das oberhalb von Wandöfxnungen,
wie Tür- und Fensteröffnungen angeordnete Mauerwerk zu tragen.
Die bis heute in Einzelwänden verwendeten Sturzelemente bestehen aus massiven Holzbalken oder Holzbohlen, massiven Stahlträgern oder geeigneten Betonbalken. Holzträger sind insofern
nachteilig, als sie von Feuchtigkeit leicht angegriffen werden, während Stahlträger und Betonbalken zumeist sehr schwer ausgebildet
sein müssen, um über eine genügende Festigkeit zum Über-
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spannen von öffnungen von beispielsweise fünf Meter Länge zu
verfugen. Ferner stellen die bekannten Sturzelemente aus Holz-, Stahl- oder Betonbalken keinen guten Haftgrund für einen Bewurf
oder Verputz aus Gips, Zement oder Mörtel dar, weswegen zumeist zusätzliche Haftoberflächen aus Metallgeweben oder dergleichen
an den Stürzen befestigt werden, auf welche dann der Putz aufgebracht wird.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Sturzeleinente ist darin
zu sehen, daß sie nur wenig Möglichkeiten für das Verlegen von
Leitungen und 'dergleichen unter Putz bieten, was häufig ein
nachträgliches und mühsames Ausstemmen geeigneter Eäume für
Leitungen erforderlich macht. Ferner erschweren die bekannten Surzelemente aus Stahl und Beton, die im eingebauten Zustand
lediglich von einer dünnen Putsschicht überzogen sind, das Befestigen von beispielsweise Gardineastangenhaken oberhalb
von Fensteröffnungen oder von Holzverschalungen und dergleichen oberhalb von Türöffnungen.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Sturzelement der eingangs genannten Art zu schaffen, welches bei großer
Festigkeit nur geringes; Eigengewicht besitzt, ein gutes Haften des Bewurfes gestattet und ferner dank seiner Ausgestaltung
sowohl Unterputzarbeiten als auch ein leichtes Befestigen von Nägeln, Schrauben und dergleichen in dem Bereich
des Sturzelementes gestattet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Sturzelement als Hohlkonstruktion mit rechteckiger innerer
Querschnittsfläche ausgebildet ist, die durch je zwei zueinander
parallele Horizontal- und Vertikalplatten definiert :
ist, wobei wenigstens eine der Vertikalplatten als im Querschnitt U-förmiges Bauteil ausgebildet ist, dessen obere
und untere Schenkel nach außen v/eisend x^arallel zu den Ho- rizontalx
>latten verlaufen und mit je einem Ende beider Ho-
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rizontalplatten fest verbunden sind, während das die beiden Schenkel des U-förmigen Bauteils miteinander verbindende
senkrechte Teil von den betreffenden Enden der beiden Horizontalplatten derart nach innen versetzt zwischen den beiden
Horizontalplatten in senkrechter Richtung verläuft, daß die Breite der inneren Querschnittsfläche um die Länge der
Schenkel des U-förmigen Bauteils geringer ist als die Breite der Horizontalplatten und daß zwischen den Schenkeln des U-förmigen
Bauteils eine Hafteinrichtung, die ein Drahtnetz oder ein Metallgitter zum Festhalten eines Bewurfes, z.B,
aus Mörtel, Zement oder Gips angebracht ist.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt
und werden im folgenden näher beschrieben» Es zeigen
Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch ein Sturzelement nach der Erfindung mit
den umgebenden Mauer- und Bauteilen-,
Fig. 2 einen ähnlichen Schnitt durch eine zweite Ausführungsform der Erfindung und
Fig. 3 eine perspektivische Darstellung einer
bevorzugten Ausführungsform' der auf Mauerwerk
ruhenden Endabschnitte des Sturzelement s nach der Erfindung»
Wie Fig. Ί zu entnehmen, besteht das Sturselement aus einer
Hohlkonstruktion mit einer rechteckigen inneren Querschnittsfläche 1, die durch zwei zueinander parallele Horizontalplatten
29 unü JO sowie Vertikalplatten 3 voad. 4 definiert ist.
Dabei besteht bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsforni
der Erfindung die rechte Yertikalplatte 5 a"&s einem im dargestellten
Schnitt U-förmigen Bauteil mit einem oberen Schenkel
4 und einem unter Schenkel 7« Zwischen den beiden Schenkeln
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BAD
erstreckt sich senkrecht zu den Schenkeln das die Yertikalwand
5 bildende Teil eines U-förmigen Bauteils 51· Wie Fig. 1
ferner zu entnehmen, ist das U-förrtiige Bauteil 5' mi^ seinen
beiden Schenkeln derart an den beiden rechten Enden der Horizontalplatten
29 und 30 befestigt, daß die Enden der Schenkel 4 und 7 nach außen, d.h. fort von der Querschnittsflache Λ
weisen und daß die rechte Vertikalplatte 5, d.h. das zwischen
den Schenkeln.4 und 7 angeordnete Teil des U-förmigen Bauteils 5' von den rechten Enden der Horizontalplatten 29 und JO nach
innen versetzt verläuft. Durch die oben beschriebene Anordnung des Bauteils 5' zwischen den waagerechten Platten 29 und
30 ist erreicht worden, daß die Querschnittsfläche 1 eine geringere Breite besitzt als die beiden Horisontalplatten. Dabei
ist die Breite der Querschnittsfläche 1 um die Länge der Schenkel 4 oder 7 geringer als die Breite der Platten 29 und 30. Unter
der Breite der Platten 29 und 30 soll im folgenden ihre
Ausdehnung von links nach rechts in ITig. 1 verstanden werden,
während unter der Länge der Schenkel 4 und 7 die gleichgerichtete Ausdehnung der genannten Schenkel zu verstehen ist.
Fig. 1 zeigt, daß der Abstand zwischen den Vertikalplatten 3
und 5 den schmälsten Querschnitt der erfindungsgemäßen Sturzelementes
bildet, während die um et v/a die Länge der Schenkel 4 und 7 breiteren Horizontslplatten der Breite des unverputzten
bzw. unbeworfenen Kauerwerks entsprechen.
Die Befestigung des U-förmigen Teils 51 zwischen den Innenseiten
der Schenkel 4 und 7 erfolgt bei Verwendung von Stahlwerkstoffen
vorzugsweise durch Punkt schweißung,- so daß das Sturzelenient sich bei Belastung als einstückige Einheit verhält.
Im Bereich zwischen den Schenkeln 4 und 7 des U-förmigen
Bauteils 5' ist eine Hafteinrichtung 6 angeordnet, die
vorzugsweise aus einem Draht- oder Kunststoffnetzt oder einem
Gitter bzw. Lattenwerk besteht.
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BAD
Diese Hafteinrichtung stellt einen ausgezeichneten Haftgrund für den "beispielsitfeise aus Gips, Zement oder Mörtel bestehenden
Bewurf oder Putz dar. Um auch die beispielsweise über die Breite eines Fensterrahmens hinausgehende unter waagerechte
Seite des Sturzelementes leicht verputzen zu können, kann die Hafteinrichtung 6 auch ganz oder teilweise um die
Unterseite des Stoßes herumgeführt sein, wie in Fig. 1 dargestellt.
Der auf die Hafteinrichtung 6 aufgetragene Bewurf oder Putz erstreckt sich in das U-förmige Bauteil 5' hinein und füllt
den oben und unten durch die Schenkel 4- bzs. 7 begrenzten Bereich
aus, wodurch die Dicke des Bexrarfes im Bereich des U-förmigen
Teils 5' größer ist als im Bereich des sich nach oben an das Stoßelement nach der Erfindung anschließenden
Mauerwerks. Die derart erzielte Verbreiterung der Putz- oder Bewurfschicht, die durch die Hafteinrichtung 6 gehalten ist
und, wie Fig. 1 zeigt, in dem Bereich des-U-förmigen Teils
5' zu einer Verdoppelung der Putzschichtdicke gegenüber der
Putzschichtdicke e\r£ dem normalen Mauerwerk führt, gestattet
ein leichtes Vorlegen von Lichtinstallationen und dergleichen
im Bereich des Sturzes. Außerdem können in der verbreiterten Putaschicht im Bereich dos erfindungsgemäßen Sturzelementes
mühelos Nägel, Heiken, Schrauben und dergleichen befestigt
werden, um Gardinenstangen oder Verblendungen oder Vers cha Γιιη gen und dergleichen zu halten.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausf ührungsf osrin. sind die beiden
Horizont«!platten 29 und J;0 sowie die linke Vertikalplatte
ό einstückig in Form eines auf einem Schenkel ruhenden U
ausgebildet, welches als Hauptteil des erfindungsgemäßes
Sturze! oinentes dient. Zwischen den offenen Schenkeln des U-förmigori
Hnuptteils ist dnß bereits erwähnte U-förinige Bau-teil
iy in der zuvor· oj-üäuterten Waise angeordnet und "bcfe- skigt.
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Bei der in" Fig. 2 dargestellten Ausführungsform der Erfindung
bestehen beide Vertikalplatten aus TJ-förmigen Bauteilen 51
mit Hafteinrichtungen 6 der bei Fig. 1 beschriebenen Art, die in der bei Fig. 1 beschriebenen Weise zwischen einer oberen
Horizontalplatte 7 "und einer unteren Horizontalplatte 8 angeordnet
sind. Dadurch, daß bei der Ausführungsform nach Fig. 2
beide Vertikalplatten als U-föriaige Bauteile ausgebildet sind,
deren Tiefe mit Putz ausfüllbar ist, tritt die bei der Ausführungsform nach Fig. 1 nur an einer Vertikalseite erzielbare
Vergrößerung der Putzschichtdicke an beiden Vertikalseiten auf. Da sich bei der Ausführungsform nach Fig·. 2 an beiden
Seiten mühelos eine relativ dicke Putzschicht aufbringen läßt, die durch die jeweiligen Hafteinrichtungen 6 gehalten ist, ist
diese Ausführungsform der Erfindung besonders gut für Innenv:ände
geeignet, die beidseitig verputzt und gegebenenfalls mit
Hageln oder Schrauben oder mit Iristallationseinrichtuugen versehen
v/erden sollen. Auf diese l/eise sind kurze Installationsleitungswege
möglich, da der Bereich der erfindungsgemaßen
Sturzelemente nicht zu umgangen werden braucht.
Bei beiden Ausführungsformen ist oberhalb der oberen Horiz-ontalplatten
29 bzw. 7 das Mauerwerk zu erkennen, das von der jeweiligen Ausführungsform erfindungsgemäßer Sturseleraente getragen
wird, xrobei zu erkennen ist, daß die oberen Horizontalplatten
29 bzw. 7 eine Breite besitzen, die der Stärke des unverputzten Mauerwerks entspricht.
Fig. 3 zeigt die bevorzugte Ausgestaltung der auf dem Mauerwerk
zu beiden Seiten der Wandöffnung aufliegenden Endf*bpc]rtjitte
20 der unteren Horizontalplatten 30 bzw. 8 des SturzelejMcntes
nach der Erfindung. An den äußeren Enden dieser unteren Horisontslplntten sind Uellen oder Kiffelungen 21 ausgebildet,
die einer ungleichen Belastung dec Sburzeleincntes entgegenwirken,
die bei.r.-]vielt.ucir.a bei nicht ,";ei]ru fluchtenden-Auf
Io geebenen für die Sturacl einen hen den auftritt. Infolge der
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Wellengestalt der äußeren Endabschnitte wird ein unerwünschtes
Kippen des Sturzelementes auf seinen "beiden Auflagern vermieden, selbst wenn die Auflageflächen ungleichmäßig ausgebildet
oder ungleich hoch ausgeführt sind.
Die Sturzelemente nach der Erfindung "bestehen vorzugsweise
aus vorgalvanisiertem Stahlblech mit einer korrosionshemmenden
Schicht aus Zink.
Die Hafteiirrichtung 6 "besteht vorzugsweise aus Hetzen oder
Gittern oder Lattenwerken aus Metall oder geeigneten Kunststoffen
.
30 98 45/0008
e*D ORIGINAL
Claims (1)
- Patentan spr. ücheSturzelement zur Überbrückung von Öffnungen in Einzelwänden, dadurch g e k en nzeichnet , daß das Sturzelement als Hohlkonstruktion mit rechteckiger innerer Querschnittsfläche (1) ausgebildet ist, die durch je zwei zueinander parallele Horizontal- und Vertikalplatten (29, 30; 3, 5 und 7, 8; 5', 5') definiert ist, wobei wenigstens eine der Vertikalplatten als im Querschnitt U-förmiges Bauteil (5') ausgebildet ist, dessen obere und untere Schenkel (4,7) nach außen weisend parallel zu den Horizontalplatten verlaufen und mit ^e einem Ende beider Horizontalplatten fest verbunden sind, während das die beiden Schenkel (4, 7) des U-föriaigen Bauteils (51) miteinander verbindende senkrechte Teil von den betreffenden Enden der beiden Horizontalplatten derart nach innen versetzt zwischen den beiden Horisontalplatten in senkrechter Richtung verläuft, daß die Breite der inneren Querschnittsfläche (Ό um die Länge der Schenkel des U-förmigen Bauteils (5') geringer ist als die Breite der Horizontalplatten (29, 30; 7» 8) und daß zwischen den Schenkeln (4-, 7) des U-förmigen Bauteils (51) eine Hafteinrichtung (6) wie ein Drahtnetz oder ein Metallgitter zum Festhalten eines Bewurfes, z.B. aus Mörtel, Zement oder Gips angebracht ist.Sturzelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die beiden Horizontalplatten (29, 30) und eine der Vertikalplatten (3) aus einem einzigen U-förmigen Hauptteil bestehen und daß das U-förmige Bauteil (51) zwischen den Enden der Schenkel des U-förmigen Hauptteils befestigt ist.-309845/000 53. Stützelement nach Anspruch 1, dadurch . gekennzeichnet , daß beide Vertikalplatten als U-förmige Bauteile (5') ausgebildet sind, die zwischen den beiden Horizontalplatten (7j 8) angeordnet und mit diesen fest verbunden sind.4-. Sturzelement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3> dadurch gekennzeichnet , daß auf den Endabschnitten der unteren Horizontalplatten (30; 8)* die auf dem Mauerwerk beiderseits einer Wandöffnung aufliegen, V7ellen oder Riffelungen (21) vorgesehen sind.5. Sturzelement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß es aus vorgalvanisiertem Stahlblech mit einer korrosionshemmenden Schicht aus Zink besteht.6. Sturzelement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet , daß die Hafteinrichtung (6) aus Metall oder Kunststoff besteht.BAD OW 309845/OOOS
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