DE19632265A1 - Vorrichtung zum Einstellen der Linsenposition in einem Varioobjektiv - Google Patents
Vorrichtung zum Einstellen der Linsenposition in einem VarioobjektivInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einstellen der
axialen Position eines Linsenelements eines Varioobjektivs
bei dessen Montage.
Bei den neueren Kompaktkameras mit eingebauten Objektiven mit
veränderbarer Brennweite (beispielsweise ein Objektiv mit
mehreren Brennweiten, ein Varioobjektiv, usw. mit einer Viel
zahl verschiedener Brennweiten in einem Objektiv) wird die
axiale Position eines Linsenelements im allgemeinen bei der
Montage und der Einstellung des Objektivs eingestellt
(Varioeinstellung) so daß nach der Scharfeinstellung auf ein
zu fotografierendes Objekt während dem Zoomen (Veränderung
der Brennweite) keine Verschiebung des Bildpunktes erfolgt.
Im allgemeinen erfolgt die Einstellung der axialen Position
des Linsenelements/der Linsenelemente durch Ändern der rela
tiven Eingriffsposition einer Linsenfassung, die das Linsen
element trägt, und eines separaten Linsenträgers, der mit der
Linsenfassung verschraubt ist.
Ist die Bewegung des Linsenelements während der Einstellung
groß, so muß ein ausreichend großer Raum in der Kamera vorge
sehen werden, damit sich das Linsenelement bewegen kann. Da
durch wird die Kamera größer. Die Anmelderin der vorliegenden
Erfindung hat zur Vermeidung dieses Problems einen Einstell
mechanismus vorgeschlagen, mit dem die axiale Position des
Objektivs durch Bewegen der hintersten (letzten) Linsen
gruppe, die sich am nächsten zur Bildfläche befindet, in
Richtung der optischen Achse eingestellt wird, weil die Ver
schiebung der Bildposition pro Bewegungseinheit bei der hin
tersten Linsengruppe größer ist als bei einer anderen Linsen
gruppe (US-PS 5 475 457).
Bei diesem Einstellmechanismus hat die Linsenfassung, die
die hinterste Linsengruppe trägt, auf einer äußeren Umfangs
fläche eine Umfangszahnung, die mit einem Ritzel eines von
der Kamera separaten Werkzeugs in Eingriff treten kann, so
daß die Rotation des Werkzeugs eine Rotation der Linsenfas
sung bewirkt. Es hat sich jetzt jedoch herausgestellt, daß
die Umfangszahnung an der Linsenfassung der Miniaturisierung
der Kamera entgegensteht. Deshalb soll ein kleinerer Mecha
nismus zum Einstellen des Objektivs realisiert werden.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zum
Einstellen der axialen Position einer hintersten Linsengruppe
eines Varioobjektivs anzugeben, wobei ein für die Einstellbe
wegung der hintersten Linsengruppe erforderlicher Innenraum
einer dazugehörigen Kamera verringert werden kann.
Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die Merkmale des Pa
tentanspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand
der Unteransprüche.
Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 1 ist es nicht mehr
erforderlich, die zuvor erwähnte Umfangszahnung auf der äuße
ren Umfangsfläche der Linsenfassung auszubilden. Folglich be
nötigt man keinen Raum zum Einführen des Ritzels des Werk
zeugs über der äußeren Umfangsfläche der Linsenfassung. Da
durch kann das Varioobjektiv miniaturisiert werden.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher
erläutert, wobei ähnliche Teile mit übereinstimmenden Bezugs
zeichen bezeichnet sind. Darin zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Explosionsansicht eines Va
rioobjektivtubus, an dem eine Vorrichtung zum Ein
stellen der Linsenposition für ein Varioobjektiv
gemäß der Erfindung angebracht ist;
Fig. 2 eine perspektivische Explosionsansicht einer drit
ten Linsengruppe und einer Linsenfassung, die die
in Fig. 1 gezeigte dritte Linsengruppe trägt;
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht einer Anordnung der
dritten Linsengruppe und der Linsenfassung, die die
in Fig. 2 gezeigte dritte Linsengruppe trägt;
Fig. 4 eine vergrößerte Abwicklung eines Teils der in
Fig. 3 gezeigten Linsenfassung;
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht eines Werkzeugs, das
während der Zoomeinstellung mit der Linsenfassung
in Eingriff stehen kann;
Fig. 6 eine perspektivische Explosionsansicht eines Werk
zeugs und einer Linsenfassung, die nicht in Ein
griff stehen;
Fig. 7 eine perspektivische Ansicht eines Werkzeugs und
einer Linsenfassung, die in Eingriff stehen;
Fig. 8 eine vergrößerte Abwicklung der Eingriffszahnung
einer Linsenfassung gemäß einem weiteren Ausfüh
rungsbeispiel der vorliegenden Erfindung; und
Fig. 9 einen Längsschnitt eines Varioobjektivtubus, an dem
eine Vorrichtung zum Einstellen der Linsenposition
gemäß der vorliegenden Erfindung angebracht ist.
Fig. 9 zeigt einen Varioobjektivtubus 10, an dem eine Vor
richtung zum Einstellen der Linsenposition gemäß der vorlie
genden Erfindung angebracht ist. Der Varioobjektivtubus 10
befindet sich in einer Kamera mit Objektivverschluß und einem
Kameragehäuse 11. Die untere Hälfte der Fig. 9 (die Hälfte
unter der optischen Achse O) zeigt den Varioobjektivtubus 10
in dem Gehäuse, während die obere Hälfte der Fig. 9 (die
Hälfte oberhalb der optischen Achse O) den Varioobjektivtubus
10 in der Weitwinkel-Grenzstellung darstellt.
Der Varioobjektivtubus 10 hat drei Linsengruppen, d. h. eine
erste Linsengruppe 12, eine zweite Linsengruppe 14 und eine
dritte Linsengruppe (hinterste Linsengruppe) 16 in dieser
Reihenfolge von der Objektseite her gesehen. Die erste Lin
sengruppe 12 besteht aus einem ersten, zweiten und dritten
Linsenelement L1, L2 und L3. Die zweite Linsengruppe 14 be
steht aus einem vierten, fünften, sechsten, siebenten und
achten Linsenelement L4, L5, L6, L7 und L8. Die dritte Lin
sengruppe 16 besteht aus einem neunten, zehnten und elften
Linsenelement L9, L10 und L11. Die Brennweite wird durch Be
wegen der drei Linsengruppen 12, 14 und 16 entlang der opti
schen Achse O in einer vorbestimmten Beziehung zueinander
eingestellt.
Ein Tubus (nicht dargestellt) ist an dem Kameragehäuse 11 be
festigt. Ein stationärer Ring 20 ist drehfest in den Tubus
block eingesetzt. Der stationäre Ring 20 hat in seiner äuße
ren Umfangsfläche ein Außengewinde (Mehrfachgewinde) 20a, das
mit einem Innengewinde (Mehrfachgewinde) 22a in der inneren
Umfangsfläche des Einstellrings 22 verschraubt ist. Der Ein
stellring 22 hat an seiner vorderen inneren Umfangsfläche ei
ne Lichtabdichtung 23. Diese steht in Gleitkontakt mit der
äußeren Umfangsfläche eines Nockenrings 24.
Der stationäre Ring 20 hat in seiner inneren Umfangsfläche
ein Innengewinde (Mehrfachgewinde) 20b, das mit dem Nocken
ring 24 in Eingriff steht. Der Nockenring 24 hat in seiner
äußeren Umfangsfläche ein Außengewinde (Mehrfachgewinde) 24a
und eine Zahnung 24b. Der Nockenring 24 sitzt in dem statio
nären Ring 20, wobei das Außengewinde 24a mit der Innen
schnecke 20b eingreift. Die Zahnung 24b ist bezüglich der Um
fangsrichtung des Nockenrings 24 geneigt und parallel zur Ge
windesinnrichtung des Außengewindes 24a. Die Zahnung 24b
steht in Eingriff mit einem Antriebsritzel (nicht darge
stellt), das sich an einer vorbestimmten Position dreht. Der
Nockenring 24 hat in seiner inneren Umfangsfläche ein Innen
gewinde (Mehrfachgewinde) 24c und innere Nockenbahnen 24d und
24e. Das Innengewinde 24b bewegt die erste Linsengruppe 12.
Die inneren Nockenbahnen 24d und 24e bewegen die zweite und
dritte Linsengruppe 14 und 16, und bestehen jeweils aus meh
reren in Umfangsrichtung beabstandeten Nuten, die durch teil
weises Ausschneiden des Innengewindes 24c gebildet sind.
Ein Geradführungsring 25 sitzt in der inneren Umfangsfläche
des Nockenrings 24. Er hat an seinem hinteren Ende einen äu
ßeren Umfangsflansch 25a. Dieser liegt an einem inneren Um
fangsflansch 24f des Nockenrings 24 an. Eine Geradführungs
platte 26 ist mit Sicherungsstiften 27 an dem hinteren Ende
des Führungsrings 25 befestigt, so daß der innere Umfangs
flansch 24f zwischen dem äußeren Umfangsflansch 25a und der
Geradführungsplatte 26 gehalten ist.
Die Geradführungsplatte 26 hat radiale Vorsprünge 26a, die in
Geradführungsnuten 20c des stationären Rings 20 sitzen. Folg
lich kann sich der Geradführungsring 25 relativ zum Nocken
ring 24 frei drehen und zusammen mit diesem entlang der Rich
tung der optischen Achse O bewegen.
Das Innengewinde 24c des Nockenrings 24 steht mit einem in
der äußeren Umfangsfläche einer ersten Linsenfassung 28 aus
gebildeten Außengewinde (Mehrfachgewinde) 28a in Eingriff.
Die erste Linsengruppe 12 ist an der ersten Linsenfassung 28
befestigt. Der Gewindesinn des Innengewindes 24c und der des
Außengewindes 28a ist dem des Innengewindes 20b bzw. des Au
ßengewindes 24a entgegengesetzt.
Die zweite Linsengruppe 14 ist an einer beweglichen Linsen
fassung 29 befestigt. Auf der äußeren Umfangsfläche der be
weglichen Linsenfassung 29 sind Nockenstifte 30 vorgesehen,
die in den inneren Nockenbahnen 24d des Nockenrings 24 sit
zen.
Die dritte Linsengruppe 16 ist an einer dritten Linsenfassung
50 befestigt. Ein Tragring (Fassungshalter) 31 trägt die
dritte Linsenfassung 50. Auf der äußeren Umfangsfläche des
Tragrings 31 sind Nockenstifte 32 vorgesehen. Die Nocken
stifte 32 sitzen in den inneren Nockenbahnen 24e des Nocken
rings 24. Der Geradführungsring 25 hat zwei Geradführungsnu
ten (nicht dargestellt), die sich parallel zur optischen
Achse O erstrecken, so daß die Nockenstifte 30 und 32 in ih
nen gleiten können. Somit werden die zweite und die dritte
Linsengruppe 14 und 16 mit dem Linearbewegungs-Geradführungs
ring 25 linear bewegt.
Wie Fig. 1 zeigt, hat der Tragring 31 in seiner Innenum
fangsfläche ein Innengewinde 31a. Das Innengewinde 31a greift
in ein in der Außenumfangsfläche der dritten Linsenfassung 50
ausgebildetes Außengewinde 50a ein. Folglich ändert sich bei
Drehung der dritten Linsenfassung 50 um die optische Achse O
relativ zum Tragring 31 die axiale Position der dritten Lin
senfassung 50 relativ zum Tragring 31.
Die neunte Linse L9 ist mit einer elastisch verformbaren
ringförmigen Halteplatte 55 an dem vorderen Ende der dritten
Linsenfassung 50 befestigt. Die Halteplatte 50 ist eine dünne
Metallplatte. Die dritte Linsenfassung 50 hat auf der äußeren
Umfangsfläche drei sich radial erstreckende Rastnasen 50b,
wie in Fig. 3 dargestellt ist. Die Rastnasen 50b sind in Um
fangsrichtung der dritten Linsenfassung 50 mit gleichen Ab
ständen angeordnet. Die Halteplatte 55 hat drei Schenkel 55a,
die sich von ihrer Umfangskante nach hinten erstrecken. Die
Schenkel 55a sind mit gleichen Abständen in Umfangsrichtung
der Halteplatte 55 angeordnet. Jeder Schenkel 55a hat ein
Rastloch 55b, in dem die entsprechende Rastnase 50b sitzt. So
ist die neunte Linse L9 durch die Halteplatte 55 an dem vor
deren Ende der dritten Linsenfassung 50 befestigt, während
die Rastnasen 50b in den entsprechenden Rastlöchern 55b sit
zen.
Die zehnte Linse L10 und die elfte Linse L11 sind an dem in
neren hinteren Ende der dritten Linsenfassung 50 befestigt.
Die zehnte Linse L10 und die elfte Linse L11 sind verkittet
und bilden eine gekittete Linseneinheit mit einer im allge
meinen V-förmigen Ringnut 60 in ihrer äußeren Umfangsfläche.
Die dritte Linsenfassung 50 hat an ihrer inneren Umfangsflä
che einen Halteteil 50c zum Halten des vorderen Endes 61 der
Umfangskante der zehnten Linse L10. Der Halteteil 50c besteht
aus einer runden Haltefläche 50f und einem runden Haltevor
sprung 50g. Die runde Haltefläche 50f erstreckt sich im we
sentlichen in der axialen Richtung. Der runde Haltevorsprung
50g erstreckt sich zum hinteren Ende der optischen Achse O
(d. h. nach rechts in Fig. 9). Der runde Haltevorsprung 50g
befindet sich näher an der optischen Achse O als die runde
Haltefläche 50f.
Die zehnte Linse L10 wird von der dritten Linsenfassung 50
derart getragen, daß die äußere Umfangsfläche 63a des vorde
ren Teils der zehnten Linse L10 in Oberflächenkontakt mit der
runden Haltefläche 50f, und die Umfangskante 63b der vorderen
Oberfläche der zehnten Linse L10 in Kontakt mit dem Haltevor
sprung 50g gebracht wird. Die dritte Linsenfassung 50 hat an
ihrem hinteren Ende drei Rastnasen 50d. Die Rastnasen 50d ha
ben gleichwinkligen Abstand in Umfangsrichtung der dritten
Linsenfassung 50 und stehen mit der Ringnut 60 in Eingriff.
Somit sind die einstückige zehnte und elfte Linse L10 und L11
fest mit dem inneren Endbereich der dritten Linsenfassung 50
verbunden, wenn die äußere Umfangsfläche 63a mit der Halte
fläche 50f in Oberflächenkontakt gebracht wird, die Umfangs
kante 63b der vorderen Oberfläche an dem Haltevorsprung 50g
anliegt und die Rastnasen 50d in der Ringnut 60 sitzen.
Das hintere Ende der dritten Linsenfassung 50 hat eine Ein
griffszahnung 52. Die Eingriffszahnung 52 besteht aus einer
Vielzahl Eingriffszähne 52a, die parallel zur optischen Achse
O nach hinten stehen und in Umfangsrichtung im wesentlichen
gleichmäßig beabstandet sind, mit Ausnahme des Abschnitts am
hinteren Ende der dritten Linsenfassung 50 mit den Rastnasen
50d. D.h. die Eingriffszähne 52a sind im wesentlichen gleich
mäßig auf dem Abschnitt des Endumfangs der dritten Linsenfas
sung 50 vorgesehen, mit Ausnahme des Abschnitts, in dem die
Rastnasen 50d ausgebildet sind.
Die Eingriffszahnung 52 kann mit einem Spezialwerkzeug 70
(Fig. 5), das von außen in die Kamera eingeführt wird, in
Eingriff gebracht werden. Das Werkzeug 70 besteht aus einem
zylindrischen Abschnitt 71 und drei Eingriffsvorsprüngen 73,
die an einem Ende 72 des zylindrischen Abschnitts 71 vorgese
hen sind. Die drei Eingriffsvorsprünge 73 sind in gleichwink
ligem Abstand in Umfangsrichtung des zylindrischen Abschnitts
71 angeordnet. Jeder Eingriffsvorsprung 73 kann mit einer
zwischen zwei nebeneinander liegenden Eingriffszähnen 52b der
Eingriffszahnung 52 definierten Nut in Eingriff treten.
Das Werkzeug 70 dient zum Drehen der dritten Linsenfassung 50
relativ zum Tragring 31, wobei die axiale Position der drit
ten Linsengruppe 16 während der Varioeinstellung eingestellt
wird, nachdem das Objektiv auf ein zu fotografierendes Objekt
fokussiert ist. Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, hat jeder
Eingriffszahn 52a eine Breite, die zum hinteren Ende (äußeren
Ende) hin allmählich abnimmt (nach oben in Fig. 4). D.h. die
Eingriffszähne 52a laufen nach hinten konisch zu, so daß die
Eingriffsvorsprünge 73 des Werkzeugs 70 leicht und weich mit
der Eingriffszahnung 52 eingreifen. In Fig. 4 ist das mit
gestrichelter Linie dargestellte Werkzeug 70 in einer Positi
on unmittelbar vor dem Eingriff in eine zwischen zwei benach
barten Zähnen 52a definierte Nut dargestellt.
Fig. 6 zeigt eine Position außer Eingriff (oder vor einem
Eingriff) des Werkzeugs 70, in der sich das Werkzeug 70 außer
Eingriff mit der dritten Linsenfassung 50 befindet (oder in
eine Eingriffsposition bewegt wird). Fig. 7 zeigt eine Posi
tion, in der das Werkzeug mit der dritten Linsenfassung in
Eingriff steht. Die dritte Linsenfassung 50, der Tragring 31
und die Eingriffszahnung 52 usw. stellen eine Vorrichtung zur
Einstellung der Linsenposition dar.
Eine AF/AE-Einheit 33, die an sich bekannt ist, ist an dem
vorderen Ende der beweglichen Fassung 29 zur Bewegung der
zweiten Linsengruppe 14 befestigt. Ein beweglicher Lichtdich
tring 35 ist an dem vorderen Ende der AF/AE-Einheit 33 befe
stigt. Die AF/AE-Einheit 33 hat in ihrer inneren Umfangsflä
che ein Innengewinde (Mehrfachgewinde) 33a, das in Eingriff
mit einem Außengewinde (Mehrfachgewinde) 36a in der äußeren
Umfangsfläche einer zweiten Linsenfassung 36 steht. Die zwei
te Linsenfassung trägt die zweite Linsengruppe 14.
Die AF/AE-Einheit 33 hat einen Antriebsstift 33b, der in Ab
hängigkeit von Objektentfernungsdaten mit einer Winkelver
setztung in Umfangsrichtung angetrieben wird. Der Antriebs
stift 33b steht in Eingriff mit einem Verbindungsarm 37, der
in radialer Richtung der zweiten Linsenfassung nach außen
hervorsteht. Folglich wird die zweite Linsenfassung 36 und
entsprechend die zweite Linsengruppe 14 entsprechend der Win
kelversetzung des Antriebsstifts 33b und des Gewindesinns der
Gewinde 33a und 36a zur Scharfstellung in Richtung der opti
schen Achse O bewegt. Außerdem öffnet und schließt die AF/AE-
Einheit 33 Verschlußlamellen 38 in Abhängigkeit von Objekt
helligkeitsdaten (Beleuchtungsdaten).
Die erste Linsenfassung 28 hat in ihrer inneren Umfangsfläche
einen Geradführungskeil (nicht dargestellt). Dieser sitzt
gleitend in einer Geradführungsnut (nicht dargestellt), die
in der äußeren Umfangsfläche des Geradführungsrings 25 ausge
bildet ist. Somit werden die erste Linsenfassung 28 und die
erste Linsengruppe 12 durch den Geradführungsring 25 in Ab
hängigkeit von dem Eingriff des Geradführungskeils mit der
Geradführungsnut linear bewegt.
Ein Haltezylinder 40 ist in der ersten Linsenfassung 28 zum
direkten Halten der ersten Linsengruppe 12 befestigt. Eine
Lichtdichtung 42 ist zwischen dem Haltezylinder 40 und dem
beweglichen Lichtdichtring 35 vorgesehen. Die Lichtdichtung
42 sperrt Licht, das ansonsten in einen Raum zwischen dem
Haltezylinder 40 und dem Lichtdichtring 35 eintreten würde.
Die Lichtdichtung 42 besteht aus einem ersten, zweiten und
dritten Lichtdichtring 42a, 42b und 42c, die jeweils konzen
trisch angeordnet sind und von der ersten Linsenfassung 28
und dem beweglichen Lichtdichtring 35 zur relativen Bewegung
in Richtung der optischen Achse O gehalten werden.
Bei dem Varioobjektivtubus 10, an dem die vorliegende Erfin
dung angewandt wird, wird die Zoomeinstellung folgendermaßen
durchgeführt.
Die an der hinteren Endkante der dritten Linsenfassung 50
ausgebildete Eingriffszahnung 52 wird in Eingriff mit dem
Werkzeug 70 gebracht. Wenn das Werkzeug 70 gedreht wird, wird
die dritte Linsenfassung 50 relativ zum Tragring 31 gedreht.
Folglich wird die axiale Position der dritten Linsengruppe 16
entsprechend dem Außengewinde 50a und dem Innengewinde 31a
eingestellt. Beim Stand der Technik beispielsweise hat die
Linsenfassung, die die dritte Linsengruppe 16 trägt, auf ih
rer äußeren Umfangsfläche eine Umfangszahnung, die mit einem
Ritzel eines Werkzeugs in Eingriff gebracht werden kann, so
daß die Drehung des Werkzeugs eine Drehung der Linsenfassung
verursacht, wodurch die axiale Position der Linse eingestellt
wird.
Bei dem Varioobjektivtubus 10 der vorliegenden Erfindung ist
eine Umfangszahnung auf der äußeren Umfangs fläche der Linsen
fassung (dritte Linsenfassung 50), die die dritte Linsen
gruppe 16 trägt, nicht erforderlich. Ferner ist der Raum zum
Einführen des Ritzels des Werkzeugs oberhalb der äußeren Um
fangsfläche der Linsenfassung nicht erforderlich, wodurch
sich eine Miniaturisierung des Varioobjektivtubus ergibt.
Ferner kann das Werkzeug 70 leicht mit der Eingriffszahnung
52 an einer beliebigen von vielen Winkelpositionen in Ein
griff gebracht werden, da die zahlreichen Eingriffszähne 52a
in regelmäßigen Abständen an dem hinteren Ende der dritten
Linsenfassung 50 ausgebildet sind.
Der so konstruierte Varioobjektivtubus arbeitet wie folgt:
Wenn das mit der Zahnung 24b des Nockenrings 24 in Eingriff stehende Antriebsritzel (nicht dargestellt) durch einen Motor (nicht dargestellt) in Richtung zur Weitwinkelstellung ge dreht wird (obere Hälfte in Fig. 9), wird der Nockenring 24 während der Drehung entsprechend dem Eingriff des Außengewin des 24a mit dem Innengewinde 20b in Richtung der optischen Achse bewegt. Folglich wird die erste Linsenfassung 28, die vom Geradführungsring 25 linear geführt wird, entsprechend dem entgegegengesetzten Gewindesinn des Außengewindes 28a und des Innengewindes 24c weiter in Richtung der optischen Achse zum Nockenring 24 bewegt. In ähnlicher Weise werden die be wegliche Fassung 29 und der Tragring 31, die vom Geradfüh rungsring 25 zur Linearbewegung getragen werden, durch die Drehung des Nockenrings 24 in Richtung der optischen Achse O entsprechend dem Profil der Nockenbahnen 24d und 24e zum Zoo men bewegt, da die Nockenstifte 30 und 32 des Tragrings 31 in den Nockenbahnen 24d bzw. 24e des Nockenrings 24 sitzen.
Wenn das mit der Zahnung 24b des Nockenrings 24 in Eingriff stehende Antriebsritzel (nicht dargestellt) durch einen Motor (nicht dargestellt) in Richtung zur Weitwinkelstellung ge dreht wird (obere Hälfte in Fig. 9), wird der Nockenring 24 während der Drehung entsprechend dem Eingriff des Außengewin des 24a mit dem Innengewinde 20b in Richtung der optischen Achse bewegt. Folglich wird die erste Linsenfassung 28, die vom Geradführungsring 25 linear geführt wird, entsprechend dem entgegegengesetzten Gewindesinn des Außengewindes 28a und des Innengewindes 24c weiter in Richtung der optischen Achse zum Nockenring 24 bewegt. In ähnlicher Weise werden die be wegliche Fassung 29 und der Tragring 31, die vom Geradfüh rungsring 25 zur Linearbewegung getragen werden, durch die Drehung des Nockenrings 24 in Richtung der optischen Achse O entsprechend dem Profil der Nockenbahnen 24d und 24e zum Zoo men bewegt, da die Nockenstifte 30 und 32 des Tragrings 31 in den Nockenbahnen 24d bzw. 24e des Nockenrings 24 sitzen.
Obwohl die einstückig ausgebildete zehnte Linse L10 und elfte
Linse L11 in dem dargestellten Ausführungsbeispiel mit Rast
nasen 50d von der dritten Linsenfassung gehalten werden, ist
es möglich, die einstückige zehnte und elfte Linse L10 und
L11 mit Klebstoff oder dergleichen an der dritten Linsenfas
sung 50 zu sichern, ohne Rastnasen 50d auf der dritten Lin
senfassung 50 zu benötigen. In diesem Fall ist es auch mög
lich, die Vielzahl von Eingriffszähnen 52a, die die Ein
griffszahnung 52 darstellen, auf der gesamten hinteren End
fläche der dritten Linsenfassung 50 in gleichmäßigem Abstand
in Umfangsrichtung vorzusehen.
Ferner ist die Anzahl der Vorsprünge 73 des Werkzeugs, das in
dem oben genannten Ausführungsbeispiel an einem Ende drei
Vorsprünge 73 hat, nicht auf drei beschränkt, sondern es kann
auch zwei oder mehr als drei Vorsprünge haben.
Obwohl die Eingriffszähne 52a in dem dargestellten Ausfüh
rungsbeispiel zur Verminderung ihrer Breite nach hinten zur
optischen Achse hin konisch zulaufen, um einen weichen Ein
griff mit den Eingriffsvorsprüngen 73 des Werkzeugs 70 und
der Eingriffszahnung 52 zu gewährleisten, ist es ferner mög
lich, abgeschrägte Kanten 52b am hinteren Ende jedes Ein
griffszahnes 52a vorzusehen, wie in Fig. 8 dargestellt ist.
Die abgeschrägten Kanten 52b sorgen für einen weichen Ein
griff der Vorsprünge 73 des Werkzeugs 70 und den zwischen den
benachbarten Eingriffszähnen 52a definierten Aussparungen,
wie in der Anordnung in Fig. 4 gezeigt ist.
Wie aus der oben stehenden Diskussion verständlich wird,
stellt die vorliegende Erfindung eine Vorrichtung zum Ein
stellen der Linsenposition bei Montage eines Varioobjektivs
bereit, und zwar zum Einstellen der axialen Position der hin
tersten Linsengruppe einer Vielzahl von in einem Varioobjek
tiv vorgesehenen Linsengruppen, wobei die Vorrichtung zum
Einstellen der Linsenposition eine Linsenfassung hat, die die
hinterste Linsengruppe trägt, einen Fassungshalter, der durch
ein Gewinde mit der Linsenfassung in Eingriff steht, und eine
am hinteren Ende der Linsenfassung ausgebildete Eingriffszah
nung mit einer Vielzahl von Eingriffszähnen, die jeweils im
wesentlichen parallel zu der optischen Achse nach hinten ste
hen. Dabei kann der Innenraum der Vorrichtung zur Linsenein
stellung vermindert und somit eine kleine Kamera realisiert
werden.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Einstellen der axialen Position der hin
tersten Linsengruppe mehrerer in einem Varioobjektiv vor
gesehener Linsengruppen bei dessen Montage, mit einer
Linsenfassung der hintersten Linsengruppe, und einem Lin
senträger, der mit der Linsenfassung verschraubt ist, ge
kennzeichnet durch eine am hinteren Ende der Linsenfas
sung ausgebildete Eingriffszahnung mit einer Vielzahl
Eingriffszähne, die jeweils im wesentlichen parallel zur
optischen Achse nach hinten stehen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
sich der Linsenträger bei Änderung der Brennweite des Va
rioobjektivs entlang der optischen Achse bewegt, ohne
sich um diese zu drehen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Linsenfassung relativ zum Linsenträger um die opti
sche Achse drehbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Linsenfassung durch eine Drehung eines Werkzeugs
drehbar ist, wobei das Werkzeug mindestens zwei Ein
griffsvorsprünge hat, die mit den Eingriffszähnen in Ein
griff stehen.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Eingriffszähne ein koni
sches Ende haben und ihre Breite nach hinten allmählich
abnimmt.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß jeder Eingriffszahn ein abge
schrägtes Ende hat.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Eingriffszähne im wesentli
chen im gleichmäßigem Abstand in Umfangsrichtung des hin
teren Endes der Linsenfassung angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die hinterste Linsengruppe ein
vorderes und ein hinteres Linsenelement enthält, wobei
das vordere Linsenelement mit einem mit der Linsenfassung
in Eingriff stehenden Ringelement an der Linsenfassung
befestigt ist und das hintere Linsenelement mit minde
stens einer einstückig mit der Linsenfassung ausgebilde
ten Rastnase an der Linsenfassung befestigt ist.
Applications Claiming Priority (1)
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