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Die
Erfindung betrifft eine Sweet-Spot-Einheit, die mit mindestens einer
ausgedehnten steuerbaren optischen Matrix und einer optischen Maske Licht
an vorgebbaren Orten im Raum in Sweet-Spots fokussiert.
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Sweet-Spots
bezeichnen die Bereiche übersprechungsfreien
autostereoskopischen Sehens.
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Sweet-Spot-Einheiten
werden vorteilhaft zur Projektion ausgedehnter Bilder oder Videosequenzen
an vorgegebene Orte im Raum verwendet, von denen aus sie durch Steuerung
ihrer Größe mit einem
oder beiden Augen betrachtet werden können.
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Bei
autostereoskopischen Displays durchdringt das Licht der Sweet-Spot-Einheit
großflächig das
in der Ausbreitungsrichtung des Lichts nachfolgende eigentliche
Informationspanel. Das Panel moduliert das Licht alternierend mit
dem rechten oder linken Bildinhalt. Dabei wird das Licht für die linken Sweet-Spots
mit den linken Bildern und für
die rechten Sweet-Spots mit den rechten Bildern moduliert und auf
die linken beziehungsweise rechten Augen der Betrachter fokussiert.
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Dabei
darf weder Übersprechen
auf das jeweils andere Auge noch eine Störung der Homogenität der Bilder
auf dem Informationspanel auftreten, wenn das Panel aus den Sweet-Spots
heraus betrachtet wird.
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Die
Bilder oder Videosequenzen können
dabei in transmissiver Form beispielsweise als durchstrahltes Panel
oder auch in reflektiver Form vorliegen. Ein wichtiges Anwendungsgebiet
sind gerichtete Backlights, wo Personen unterschiedliche Informationen
einsehen können,
wie etwa der Fahrer eines Autos, dem Information über die
Strecke eingeblendet wird, während
sein Beifahrer einen Film sieht. Backlights in autostereoskopischen
Displays können zeitsequentiell
linke und rechte Bildinhalte den linken und rechten Augen von Betrachtern
zuführen.
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Die
optischen Masken haben die Aufgabe, die großflächigen steuerbaren optischen
Matrizen in ihren Pixelkonfiguationen zu Sweet-Spots abzubilden.
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Die
Masken enthalten Arrays von Abbildungselementen, etwa von Mikrolinsen,
oder sind streifenförmig
wie Lentikulare ausgebildet. Sie können auch als holografische
optische Elemente (HOE), schaltbare Elemente wie Linsen mit Veränderung
der Brennweite oder der optischen Achsen, oder als Kombinationen
der einzelnen optischen Elemente untereinander oder miteinander
ausgeführt
sein.
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Vorteilhaft
grenzen die Abbildungselemente möglichst
nahtlos aneinander an. Dadurch werden Übergänge bei der Abbildung der ausgedehnten Lichtquelle
unterdrückt
und erlauben nach Modulation mit Information aus den Sweet-Spots
eine stereoskopische Darstellung einzusehen.
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Die
optische Matrix ist das steuernde Element, das Ort, Anzahl und Ausdehnungen
der Sweet-Spots einstellt und besteht vorteilhaft aus einer Vielzahl
regelmäßig, meist
matrix- oder linienförmig
angeordneter einzeln steuerbarer Pixelelemente.
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Eine
steuerbare optische Matrix wird hier als Oberbegriff für eine selbstleuchtende,
transmissive oder transflexive Lichtmodulatormatrix verwendet, deren
Elemente die Intensität
einzeln ansteuerbar beeinflussen und in der Regel monochrom sind.
Für Farbdarstellungen
der Bilder sind die informationstragenden Medien, wie Panel, entweder
mit Farbfiltern ausgestattet oder sie werden sequentiell monochromatisch
mit Grundfarben aus der optischen Matrix moduliert. Eine steuerbare
optische Matrix bildet in der Regel den aktiven Teil der Sweet-Spot-Einheit
zur Ansteuerung willkürlich
vorgegebener Sweet-Spots in ihrer Anzahl, Position und Größe.
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Als
steuerbare optische Matrix eignen sich TFTs, CRTs, LEDs, OLEDs,
aber auch Micro-Mirror-Devices, Phasenmodulatoren und andere. Derartige
Komponenten sind oft als reguläre
Pixelanordnungen ausgeführt.
Diese bestehen bei Farbdisplays meist aus Farb-Subpixeln. Diese
Unterteilung in Subpixel verwenden gelegentlich auch Monochrom-Displays.
Im Weiteren wird unter Pixel die kleinste ansteuerbare und meist
monochrome Einheit, also auch das Subpixel, verstanden.
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Im
einfachsten Fall kann die steuerbare optische Matrix einzelne Lichtquellen
enthalten und die optische Maske eine einzelne Linse sein. Derartige Anordnungen weisen
jedoch erhebliche Abbildungsfehler auf, die bei autostereoskopischen
Systemen zu Übersprechen
auf die falschen Augen der Betrachter führen. Außerdem sind sie sehr voluminös und haben
aufgrund der notwendig großen
Brennweite der Einzellinse eine erhebliche Tiefe, die der angestrebten
Flachheit von Displays entgegensteht.
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Der
Einsatz von parallelen Optiken als steuerbare optische Matrix und
als optische Maske verringert die Abbildungsfehler, die Bautiefe
und das Gewicht des Displays sowie vereinfacht die Ansteuerung und
ermöglicht
die Korrektur von Bildfehlern zur Vermeidung von Übersprechen
und die Homogenisierung der betrachteten Bilder und Bildfolgen.
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Die
optischen Masken sind oft durch Lentikulare realisiert und weisen
in der Regel einen sehr kleinen Pitch auf. Für Sweet-Spot-Einheiten sind
Pitch und Position der Abbildungselemente in Bezug auf die steuerbare
optische Matrix genau definiert und ein Vielfaches des Pixel-Pitchs
einer steuerbaren optischen Matrix. Lentikular-Pitch und Pixel-Position bezüglich der
optischen Maske sind also fest zugeordnet und aufeinander abgestimmt.
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Für eine exakte
Abbildung sind zu jedem Abbildungselement somit präzise zugeordnete
Pixel der steuerbaren optischen Matrix erforderlich.
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Hierdurch
entstehen sehr hohe Anforderungen an die Zuordnung und Ausrichtung
der steuerbaren optischen Matrix und der optischen Maske.
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Da
die Technologie zur Herstellung einer Matrix ausgereift ist, können Abweichungen
im Vergleich zu den optischen Masken vernachlässigt werden. Steuerbare optische
Matrizen werden innerhalb dieser Erfindungsbeschreibung als ideal
und fehlerfrei betrachtet.
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Form-
und Strukturabweichungen der optischen Masken haben ihre Ursache
vor allem in der Fertigungstechnologie, da die Masken in der Regel
in Replikationstechnik gefertigt werden. Dabei werden beispielsweise
Glas-Substrate mit einer dünnen
Polymerschicht versehen, die zu einem Lentikular geprägt und mit
UV-Licht ausgehärtet
wird. Man kann auch das gesamte Lentikular aus Polymer fertigen.
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Besonders
problematisch wird der Einsatz von Folien, die in geprägter Form
das Lentikular enthalten. Gerade dieser Einsatz ist aber wegen seiner preisgünstigen
Herstellung interessant.
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Während die
Technologie zur Herstellung optischer Matrizen, beispielsweise als
Anordnung von leuchtenden Pixel, weitgehend ausgereift ist und nahezu
ideale Positionen der Pixel liefert, weisen optischen Masken neben
den bekannten Bildfehlern vor allem Abweichungen in den Positionen
und Pitches der Abbildungselemente auf, die Ursache von Fehlern
bei der Bildung der Sweet-Spots sind.
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Zur
Erreichung einer qualitativ hochwertigen optischen Abbildung ist
es notwendig, dass die Abbildungselemente, im Beispiel die Lentikel
eines Lentikulars, präzise
den Pixeln der steuerbaren optischen Matrix zugeordnet sind.
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In
allen bisher bekannten Lösungen
ist es daher in der Regel notwendig, dass das Lentikular einen,
verglichen mit dem Pixel-Pitch der steuerbaren optischen Matrix,
gleichmäßigen Pitch
und eine definierte Position bezüglich
aller Lentikel aufweist. Diese Toleranzanforderungen bei der Herstellung
jeder optischen Maske sind nur mit erheblichem Aufwand zu erreichen.
Neben der Formabweichung der Lentikel, die nicht Gegenstand der
vorliegenden Erfindung sind, verschlechtern vor allem die Lageabweichungen
der Lentikel die Qualität
der optischen Abbildung. Die einzelnen Lentikel bilden dann ihre Sweet-Spot-Anteile
ungenau im Raum ab. Der Betrachter nimmt Übersprechen und Inhomogenitäten nachteilig
bei der Betrachtung der Stereo-Bilder wahr.
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Verdrehungen
oder Versatz des Lentikulars können
zwar durch entsprechende Justage kompensiert werden, allerdings
für jede
einzelne optische Maske. Dies ist jedoch bei Pitch-Abweichungen
innerhalb der optischen Maske nicht möglich. Besonders fehleranfällig hinsichtlich
der Zuordnung der optischen Matrix und der optischen Maske ist der
Einsatz von Folien, die sich nur schwerlich exakt positionieren
lassen.
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Die
Problematik der Zuordnung eines matrixförmigen Bildes zu einem Linsenraster
ist aus dem Bereich der Linsenrasterbilder (Lenticular-prints) seit langem
bekannt. Sie betrifft zwar nicht die Sweet-Spot-Einheit, enthält aber
Elemente der Zuordnung von Bildpunkten zu einem Lentikular. Die grundlegende
Aufgabe ist hier nicht die Generierung von Sweet-Spots aus großflächigen Lichtquellen, sondern
die Bildtrennung. In der Regel handelt es sich um fächerartige
Abbildungen mehrerer Bilder, die sich geordnet unter jedem Lentikel
befinden. Derartige Linsenrasterbilder erfordern bei der Herstellung
einen Justiervorgang, der das Linsenraster genau passend zum Druckbild
orientiert. Dieser oft manuell durchgeführte Zuordnungsprozess wird
mittels Hilfsraster, Linienbildern, Testbildstreifen oder dergleichen
vereinfacht und automatisiert. Dennoch bleibt der Vorgang aufwändig.
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Beispielgebend
legt
DE 1 597 168 ein
repräsentatives
Verfahren offen, um mittels Testbildstreifen eine manuelle Zuordnung
und Justage zu erleichtern.
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EP 0 570 807 B1 beschreibt
ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Ausrichten einer Linsenrasteranordnung
mit einem separaten Bildbogen, wobei eine Videokamera und Moiré-Techniken
zum Einsatz kommen.
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In
EP 0 801 324 B1 ,
ist eine Vorrichtung beschrieben, in der die Vergrößerung und
Ausrichtung eines integralen, zusammengesetzten Bildes auf ein Linsensubstrat
mit Hilfe von Referenzmustern gesteuert wird, welche die notwendigen
Messdaten enthalten, um die Größe, Drehung
und die Position des Bildes so zu verändern, dass das Bild einer
regulären Linsenanordnung
angepasst werden kann.
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WO9924862A1
=
EP1 029 253 B1 beschreibt
ein Verfahren und Mittel zur automatisierten Herstellung eines stereoskopischen
Linsenrasterbildes, ohne dass hochgenaue Anordnungen von Linsenelementen
verwendet werden müssen,
wobei sichergestellt wird, dass die Genauigkeit des gedruckten Bildes
der Geometrie des Linsenschirms angepasst ist.
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Gemäß einem
Aspekt des Dokuments ist ein Mittel zur Herstellung eines Linsenrasterbildes
vorgesehen, das ein System zum Erfassen der Position von zumindest
einer Referenzlinie aufweist, die im Zusammenhang mit und/oder einer
Kante eines bildtragenden Substrats steht, wodurch bei der Durchführung des Verfahrens
ein Element des Bildes auf dem Substrat relativ zu der zumindest
einen Linie und/oder einen Kante positioniert wird.
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Das
Dokument beschreibt ein weiteres Verfahren mit einem lichtdurchstrahlten
Hilfsraster, welcher in der Brennebene des Linsenschirms angeordnet
ist. Dieser liefert Moiré-Muster,
welche zum Beispiel von einem Charge Coupled Device (CCD-Detektor) und EDV-Mitteln
aufgefangen werden. Mit Hilfe dieser digitalen Muster erfolgt das
Berechnen einer Abweichungsmatrix (orig. error-map) entsprechend der
ungleichmäßigen Anordnung
der Linsenelemente zur Referenzanordnung des Linsenrasters, wobei für den Inhalt
des Bildes eine entsprechende Verschiebung an jedem einzelnen Punkt
vorgesehen ist, um die Abweichung der Linsenelemente von der regulären Referenzanordnung
zu kompensieren.
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GB 2 352 514 beschreibt
ein Verfahren zur Steuerung der Position eines Linsenschirms (Array) in
Bezug zu einem LCD, um ein autostereoskopisches Bild bereitzustellen.
Hierbei wird das Array mit einem gerichteten Lichtstrahl gescannt,
wobei eine beobachtete Phasenverschiebung der Feststellung der Achsabweichung
des Lentikulars im Zuge des Druckvorgangs dient, wodurch eine exaktere Drehausrichtung
des Arrays zum Bild ermöglicht wird.
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Getrackte
autostereoskopische Displays korrigieren nicht die Pitchabweichungen
innerhalb des Lentikulars, sondern die Lentikulare folgen als Ganzes
der Betrachterposition. Diese Verfahren sind daher für die vorliegende
Erfindung nicht zutreffend. Eine Ausnahme bilden jene nichtmechanischen
Verfahren, die Manipulationen der Pixel-Zuordnungen zu den Lentikularen
verwenden.
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Diese
Methodik der Benutzernachführung
in autostereoskopischen Displays wird beispielhaft in WO 9827451
beschrieben, wobei Barriere-, Linsenraster-, oder Prismenmaskenverfahren
unter Verwendung von Flachdisplays zum Einsatz kommen.
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Bei
einer seitlichen Bewegung des Betrachters vor dem Bildschirm werden
gemäß der Betrachter-Position
(z. B. mittels Head-Tracking) die Intensitäten der horizontalen R-, G-
oder B-Subpixel direkt oder mittelbar benachbarten Pixeln zugeordnet.
Dadurch werden proportional zur seitlichen Bewegung die Bildinhalte
farbpunktweise, also subpixelweise, auf dem Bildschirm verschoben,
ohne dass der Schirm selbst oder ein Barrieregitter oder Zylinderlinsen
bewegt werden oder mit anderen optischen Mitteln eine seitliche
Bewegung erfolgt.
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Das
Verfahren ist auch auf mehr als drei Subpixel pro Pixel ausgedehnt.
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In
einer Ausführung
mit einem üblichen
Display, bei dem in einer Zeile jeweils drei Farb-Subpixel in den
Farben Rot, Grün
und Blau periodisch aufeinander folgen, werden für einen Bildpunkt jeweils vier Farb-Subpixel
angesteuert.
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EP 0 691 000 B1 beschreibt
ein autostereoskopisches Multi-User-Display, das auf einer Sweet-Spot-Einheit
beruht. Es umfasst in Lichtrichtung gesehen eine Beleuchtungsmatrix,
gefolgt von einer Abbildungsmatrix. Die Beleuchtungsmatrix kann
in Transmission zusammen mit einem üblichen Backlight oder in Emission
aktiv betrieben werden. Die matrixförmig angeordneten Öffnungen
der Beleuchtungsmatrix werden durch eine Abbildungsmatrix zu Sweet-Spots
an vorgegebenen Orten, den rechten oder linken Augen von Betrachtern,
abgebildet, wobei diese Positionen durch einen Positionsfinder ermittelt
werden. Jedem Abbildungselement der Abbildungsmatrix, die ein Lentikular
sein kann, ist eine Anzahl Öffnungen
in seinen Positionen im Raum exakt zugeordnet. Öffnungen und Abbildungselemente
müssen
also genau zueinander justiert sein.
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Das
Licht der großflächigen Abbildungsmatrix
durchsetzt auf seinem Weg zu den Sweet-Spots das Informationspanel,
welches das Licht mit dem linken oder rechten Bild zeitsequentiell
moduliert.
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An
die Beleuchtungs- und Abbildungsmatrix werden somit hohe Anforderungen
gestellt. Die beiden Elemente sind maßgeblich für die vom Betrachter empfundene
Qualität
des Bildes, vor allem das Übersprechen
und die Bildhomogenität,
verantwortlich. Neben der hohen Formtreue der optischen Elemente
ist vor allem die exakte Zuordnung der Beleuchtungs- und Abbildungsmatrix
entscheidend, also die exakte Positionierung der Pixel der Beleuchtungsmatrix
zu den Abbildungselementen, im Beispiel den Lentikeln.
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Insbesondere
für eine
großflächige Sweet-Spot-Einheit
besteht die Aufgabe der Erfindung darin, eine großflächige Lichtquelle
zu realisieren, um durch verfügbare
oder technologisch und wirtschaftlich realisierbare Mittel Sweet-Spots
auf beliebig vorgegebene Orte in einem gewissen Raumbereich in hoher
Qualität
zu fokussieren.
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Hohe
Qualität
wird für
die vorliegende Erfindung so definiert, dass die großflächige Lichtquelle
in räumlich
vorgegebene begrenzte Sweet-Spots fokussiert wird, von denen aus
die großflächige Lichtquelle
homogen erscheint. Insbesondere soll Übersprechen von Sweet-Spots,
die sequentiell für
die rechten oder linken Augen der Betrachter bestimmt sind, nicht
auf das jeweilige andere Auge der Betrachter stattfinden.
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Einflüsse, die
von der Abbildungsqualität
der optischen Matrix, etwa von Bildfehlern, oder von der Qualität der optischen
Matrix, etwa von der Anordnung oder Strukturierung der Pixel herrühren, zählen nicht
dazu.
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Für autostereoskopische
Displays ist zwischen der Sweet-Spot-Einheit und dem Betrachter ein
transmissives Informationspanel positioniert, das das Licht moduliert
und mit der Positionierung der Sweet-Spots auf rechte oder linke
Betrachteraugen sequentiell und synchron die rechten oder linken
Bildinhalte darbietet.
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Anstelle
des transmissiven Displays kann auch ein reflektives Display zum
Einsatz kommen. Die Anwendung der Sweet-Spot-Einheit ist auch nicht
auf autostereoskopische Displays beschränkt, sondern kann unterschiedlichen
Betrachtern unterschiedliche Informationen darbieten, wie beispielsweise
zwei Piloten eines Flugzeugs.
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Die
Erfindung hat das wesentliche Ziel, wirtschaftlich günstige toleranzbehaftete
optische Masken und deren effektive Zuordnung zu den steuerbaren
optischen Matrizen zu ermöglichen.
Insbesondere werden optische Masken mit Pitch- und Positions-Abweichungen,
vor allem folienbasierte Lentikulare, sowie Verwendung von dejustierten
optischen Masken und steuerbaren optischen Matrizen für den Einsatz
zur Lösung
gebracht.
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Zur
Erreichung diese Zieles ist es die erste Aufgabe der Erfindung,
zu sichern, dass die Pixel der steuerbaren optischen Matrix auf
die Geometrie der zum Einsatz kommenden optischen Maske im Sinne der
definierten hohen Qualität
abgestimmt wird, obwohl die reale Rasterstruktur der optischen Maske von
der regelmäßigen, idealen,
Struktur abweicht.
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Vor
allem aus wirtschaftlichen Gründen
sollen die hohen Anforderungen an die Strukturgenauigkeit der optischen
Masken verringert werden, ohne dass die definierte hohe Qualität der Sweet-Spot-Einheit
merklich vermindert wird. Es werden also eine optische Maske mit
Abweichungen der Abbildungselemente in Pitch und Position angenommen,
wie dies beispielsweise bei folienbasierten oder anderen Lentikularen
aber auch bei schlechter lateraler Justierung auftreten kann.
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Eine
Justage im Sinne von Verschiebung und/oder Verdrehung der gesamten
optischen Maske relativ zur steuerbaren optischen Matrix kann höchstens
zu einer Verbesserung im Sinne einer Optimierung führen, nicht
aber zur definierten hohen Qualität der Sweet-Spot-Einheit. Zum
Beispiel können über das
Display hinweg sich ändernde
Positionsabweichungen auf diese Weise nicht kompensiert werden. Im
Falle einer Verklebung oder sonstigen Fixierung von optischer Maske
und steuerbarer optischer Matrix zueinander entfällt ohnehin diese Korrekturmöglichkeit.
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Zusammenfassend
soll es möglich
sein, eine Sweet-Spot-Einheit mit der definierten hohen Qualität kostengünstig und
prozeßsicher
herzustellen.
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Diese
Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Hauptanspruchs
gelöst.
Zweckmäßige Ausgestaltungen
der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Ansprüchen.
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Die
Sweet-Spot-Einheit, insbesondere für autostereoskopische Displays,
enthält
mindestens eine steuerbare optische Matrix mit einer Vielzahl regelmäßig angeordneter
transmissiver oder selbstleuchtender Pixel. Die Pixel, unter die
auch Subpixel subsummiert werden, sind in der Regel monochrom und
matrixförmig
angeordnet.
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Ferner
enthält
die Sweet-Spot-Einheit eine fein strukturierte optische Maske, welche
eine Vielzahl aneinandergrenzender Abbildungselemente aufweist,
die häufig
vertikal streifenförmig
und als Lentikel eines Lentikulars ausgebildet sind. Die Abbildungselemente
können
auch matrixförmig
oder in anderer Form regulär
angeordnet sein. Die Geometrie der Abbildungselemente legt eine
definierte Rasterstruktur fest, welche beispielsweise durch die
Begrenzungslinien oder die Scheitelpunkte bzw. -linien der Abbildungselemente
definiert sein kann.
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Für die Sweet-Spot-Einheit
sind jedem Abbildungselement längs
eines zeilenweisen horizontalen Schnittes p ansteuerbare Pixel zugeordnet,
welche in der Betrachterebene Sweet-Spots generieren. Für streifenförmige Abbildungselemente,
insbesondere Lentikulare mit vertikalen Lentikeln, bilden die Sweet-Spots
Streifen an vorgegebenen Orten vorzugsweise mit einer Breite, die
dem Augenabstand eines Betrachters entspricht.
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Für matrixförmige Abbildungselemente,
beispielsweise Micro-Lens-Arrays oder für zwei gekreuzt angeordnete
Lentikulare entstehen im Raum Sweet-Spots, die sowohl in horizontaler
und als auch in vertikaler Richtung begrenzt sind.
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Verglichen
mit der hohen Genauigkeit von Position und Pitch der steuerbaren
optischen Matrix weicht die Geometrie der Rasterstruktur der optischen
Maske in der Regel ab. Dies kann seine Ursache in ungenauer Positionierung
und Pitch der Abbildungselemente oder in der Position beider Komponenten
zueinander haben. Derartige Positionsfehler entstehen durch Verschiebung
oder Verdrehung.
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Nachfolgend
wird auf einen zeilenweisen, also horizontalen Abgleich der Pixel
der steuerbaren optischen Matrix mit den Abbildungselementen der optischen
Maske sowie auf eine horizontale Benutzernachführung Bezug genommen. Sweet-Spots,
die sowohl in horizontaler und als auch in vertikaler Richtung generiert
sind, können
analog betrachtet werden.
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Der
zeilenweisen Zuordnung der Pixel beziehungsweise Subpixel zu der
optischen Maske geht die Vermessung der toleranzbehafteten Abbildungselemente
hinsichtlich Positionen und Pitch voraus.
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Hierzu
weist die Sweet-Spot-Einheit Mittel zur Speicherung der unregelmäßigen Rasterstruktur der
optischen Maske auf. Beispielsweise sind die Positionen der Abbildungselemente
für eine
Vielzahl von Pixel-Zeilen gespeichert.
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Entsprechend
der einzustellenden Sweet-Spot-Position werden die Pixel der steuerbaren
optischen Matrix zeilenweise für
die jeweiligen Abbildungselemente der optischen Maske gewählt. Aus
den einzustellenden Sweet-Spot-Positionen durch einen Positionsfinder
erfolgt dann die Ermittlung der zugehörigen Pixel bzw. Subpixel sowie
deren Anzahl und Intensitätswerte.
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Der
Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, dass den unregelmäßigen Abbildungselementen
zeilenweise Pixel der steuerbaren optischen Matrix so zugeordnet
sind, dass am Ort der Zeile die Pixelposition relativ zum Abbildungselement
dem Ort des Sweet-Spots entspricht.
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Die
verschoben angesteuerten Pixel gewährleisten im Abgleich der unregelmäßigen Struktur wiederum
die unverzerrte und somit hochwertige definierte Qualität der optischen
Abbildung.
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Dabei
genügt
es, bei Verwendung von Lentikularen die relative Position der Pixel
bezüglich
der Mittellinie beziehungsweise des Vertex der betrachteten Linse
einzuhalten. Oft genügt
es auch, eine Linsenkante als Bezug zu wählen. Bei anderen, beispielsweise
holografischen Abbildungselementen, wird man eine Symmetrielinie
als Bezugslinie wählen.
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Die
Positionen für
die Sweet-Spots liefert ein Positionsfinder, der zum Nachführen die
Augenpositionen der Betrachter ermittelt. In der Regel ist ein Positionsfinder
ausreichend. Für
eine gerichtete Beleuchtung oder zur Erzeugung ausgedehnter Sweet-Spots,
also von Bereichen übersprechungsfreien
autostereoskopischen Sehens, ist es bei getrackten autostereoskopischen
Displays erforderlich, eine gerichtete Abbildung in Richtung eines
oder mehrerer Betrachter zu erzeugen. Im Zuge einer Benutzernachführung, dem
Tracking, werden bei größeren seitlichen
Bewegungen des Betrachters die Pixel in den Zeilen um eine oder
mehrere Pixelbreiten seitlich verschoben. Die Größe der seitlichen Verschiebung
der Pixel zur Generierung der Sweet-Spots ist etwa proportional
der seitlichen Positionsänderung des
Betrachters. Während
die Pixel an ihre Position im Display gebunden sind, verschieben
sich die aktivierten Pixel zur Generierung der Sweet-Spots entlang
der Displayzeile entsprechend der seitlichen Bewegung des Betrachters.
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Im
Gegensatz dazu verwenden die bekannten Verfahren feste Zuordnungen
von Pixeln der optischen Matrix zu den Abbildungselementen der optischen
Maske. Da im technologischen Prozess diese idealisierenden Zuordnungen – ideale
optische Maske und fehlerfreie Achsausrichtung – in aller Regel verletzt werden,
entstehen die bekannten Fehler für Sweet-Spots.
So werden beispielsweise Sweet-Spot-Anteile, die von verschiedenen
Abbildungselementen stammen, nicht mehr zur Deckung gebracht. Der
Betrachter nimmt entsprechende Bereiche auf der optischen Maske
oder dem Informationspanel abgedunkelt wahr.
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Bei
Farbsubpixel-weise organisierten Pixeln erfolgt die Ansteuerung
zunächst
durch Auswahl des zugehörigen
zusammengesetzten Pixels, dem die Auswahl des Subpixels entsprechend
der Farbposition folgt. Bei RGB-organisierten monochromen Pixeln wird
das mittlere Subpixel beispielsweise durch die Farbe Grün angesprochen.
Bei größeren Sweet-Spots
werden entsprechend mehr Subpixel bzw. Pixel auf- bzw. eingeschaltet.
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Die
Subpixel und Pixel können
zur Sicherung der Homogenität
des betrachteten Informationspanels unterschiedliche Werte in Transmissivität oder Intensität annehmen.
Zur Steuerung der Gesamtintensität
können
auch alle Werte der Subpixel oder Pixel einheitlich herauf- oder
herabgesetzt werden.
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Ein
Sonderfall sind Subpixel oder Pixel im binären Modus, die also mit einer
Ein/Aus-Schaltung gesteuert
sind. Derartige binär
steuerbare optische Matrizen, wie beispielsweise Ferroelektrische
Flüssigkristall-Displays,
zeichnen sich gegenüber
solchen mit mehrstufigen Intensitätswerten oft durch eine sehr
kurze Schaltzeit aus. Ist dennoch eine Intensitätssteuerung der Subpixel erwünscht, so
sind vorzugsweise die Intensitätswerte
der Subpixel durch eine sequentielle Ansteuerung im binären Ein/Aus-Modus
approximiert.
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Ein
weiterer Gedanke der Erfindung betrifft insbesondere jene Pixel,
welche im Grenzbereich der Zuordnung zu benachbarten Abbildungselementen liegen.
Dieser Fall liegt insbesondere dann vor, wenn eine eindeutige Zuordnung
bestimmter Pixelelemente zu einem Abbildungselement aufgrund der
Betrachterposition, der unregelmäßigen Struktur und/oder
einer Achsabweichung zur steuerbaren Matrix nicht oder nicht hinreichend
präzise
vorliegt.
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Erfindungsgemäß sind im
Grenzbereich der Zuordnung der Pixel zu benachbarten Abbildungselementen
die Intensitäten
der Pixel überlagert.
Vorzugsweise sind die Intensitäten
der Pixel nach dem Anteil der zugeordneten Flächen überlagert, wobei die Zuordnung
zu den Abbildungselementen und den Sweet-Spots anhand einer idealisierten Überdeckung
erfolgt. Eine Wichtung der Pixel nach Intensität kann auch zur Unterdrückung von
Abbildungsfehlern auf Sweet-Spots vorgenommen werden.
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Vorteilhaft
erfolgt die erfindungsgemäße Kompensation
erstens für
uneinheitliche Verschiebungen der Abbildungselemente gegenüber einem idealen
Raster. Zweitens für
den Fall, dass die optische Maske und die steuerbare optische Matrix
beispielsweise durch Verkleben zueinander fixiert sind, und es nicht
gelungen ist, die optische Maske zur steuerbaren optischen Maske
achsgerecht auszurichten. Dieser Fall tritt insbesondere dann ein,
wenn die optische Maske mit der steuerbaren Maske direkt oder mit
einer Hilfskonstruktion fest verbunden ist, so dass nachträgliche Lage- und Achskorrekturen
nur beschränkt
möglich
sind. Generell wird ein Wichten der Pixelintensitäten zum
Verbessern der definierten hohen Abbildungsqualität in die
Sweet-Spots vorgesehen.
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Die
Bilder oder Videosequenzen können
dabei in transmissiver Form beispielsweise als durchstrahltes Panel
oder auch in reflektiver Form vorliegen. Ein wichtiges Anwendungsgebiet
sind gerichtete Backlights, wo Personen unterschiedliche Informationen
einsehen können,
wie etwa dem Fahrer eines Autos, dem Information über die
Strecke eingeblendet wird, während
sein Beifahrer einen Film sieht. Backlights in stereoskopischen
Displays können
sequentiell linke und rechte Bilder dem entsprechenden Augen von
Betrachtern zuführen.
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Die
Sweet-Spot-Einheit erlaubt durch die erfindungsgemäße, hier
zeilenweise erläuterte
Zuordnung von Pixeln beziehungsweise Subpixeln zu den Abbildungselementen
gemäß der einzustellenden Sweet-Spot-Positionen
und -Größen sowohl
bei der Fertigung der optischen Maske, insbesondere durch Lentikular-Folien,
wie auch bei der Justage der optischen Maske eine prozesssichere
und wirtschaftliche Fertigung.
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Es
ist ersichtlich, dass ohne Einschränkungen an die hochwertige
Qualität
der optischen Abbildung eine kostengünstige und prozeßsichere
Montage des optischen Gesamtsystems erreicht werden kann.
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Weitere
Aspekte und Detaillierungen der Erfindung werden in den nachfolgenden
Ausführungsbeispielen,
insbesondere anhand autostereoskopischer Displays, und anhand der
beigefügten
Figuren weiterführend
erläutert.
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Es
zeigen
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1 eine
erfindungsgemäße Sweet-Spot-Einheit
mit einer optischen Maske und einer steuerbaren optischen Matrix;
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2 eine
erfindungsgemäße Sweet-Spot-Einheit
mit einer optischen Maske und einer steuerbaren optischen Matrix
mit detaillierten Subpixeln;
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3a eine
optische Maske mit real ungleichmäßigen Abbildungselementen;
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3b eine
optische Maske mit einer rotatorischen Achsabweichung zu einer steuerbaren
optischen Matrix; und
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4 eine
erfindungsgemäße Sweet-Spot-Einheit
in einem autostereoskopischen Display.
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1 zeigt
in einer Draufsicht eine zweigeteilte schematische Darstellung.
Die Figur zeigt eine Sweet-Spot-Einheit mit einer optischen Maske
und einer steuerbaren optischen Matrix.
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Der
linke Bereich der Darstellung zeigt eine steuerbare optische Matrix
BM und eine in Ausbreitungsrichtung des Lichts nachfolgend angeordnete optische
Maske LM. Die steuerbare optische Matrix BM enthält eine Vielzahl von Pixeln
bzw. Subpixeln, welche dem exakt positionierten Abbildungselement L1
in idealer Weise zugeordnet sind.
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Die
optische Maske LM ist hier ein Lentikular und besteht aus einer
Vielzahl vertikal angeordneter aneinandergrenzender Lentikel L1,
L2 ... in Form von Zylinderlinsen. Einem Lentikel L1 sind in Schnittrichtung
entlang einer Pixelzeile betrachtet p Pixel zugeordnet, welche in
der Darstellung mit der Indexierung 1 ... p versehen sind.
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Das
im linken Abschnitt dargestellte optische System ist durch eine
gleichmäßige optische
Maske gekennzeichnet. Sie weist eine regelmäßige Rasterstruktur auf, wobei
die Geometrie der Lentikulare und insbesondere deren Pitch beziehungsweise
Pitchlinien vollkommen gleichförmig
gestaltet und formgenau ist. Ferner liegt eine achsenkonforme Ausrichtung der
optischen Maske zum Pixelraster der steuerbaren Matrix vor.
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Der
rechte Teil der Darstellung veranschaulicht das analoge optische
System, also steuerbare optische Matrix BM und Lentikular, wobei
allerdings die optische Maske LM* von der regelmäßigen Position an diesem Schnitt
entlang einer Pixelzeile abweicht.
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Aus
der Darstellung ist ersichtlich, dass die a priori vordefinierte
Zuordnung der Pixel 1 ... p zum unregelmäßigen Lentikel L1* nicht mehr
deckungsgleich ist.
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Die
relative Lage ist im einfachsten Fall von den Grenzlinien benachbarter
Lentikulare sowie gegebenenfalls von den jeweiligen Scheitelpunkten
der Lentikel in der Regel ausreichend beschreibbar bzw. ableitbar.
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Entsprechend
der jeweils einzustellenden Sweet-Spot-Position, der hierzu konformen
seitlichen Verschiebung der zugehörigen Pixel und im Abgleich der
unregelmäßigen Lage
des Lentikels L1* sind die Pixel der steuerbaren optischen Matrix
zeilenweise ausgewählt
und in deren Anzahl und Intensitätswerten
angesteuert. Die hierdurch angesteuerten aktivierten Pixel erzeugen
die ursprünglichen Sweet-Spots
sowohl in Richtung, Ort und Anzahl.
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Im
Abgleich der unregelmäßigen Lage
des Lentikels L1* sind diesem Lentikel jene Pixel 1 ... p* so gesteuert
zugeordnet, dass deren relative Lage zum unregelmäßigen Lentikel
L1* jener der relativen Lage der Pixel 1 ... p dem regelmäßigen Lentikel
L1 nahe kommt.
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In
der Darstellung ist ersichtlich, dass in dieser Ausführung der
Bereich der p Pixel den Pitch des zugehörigen Lentikels genau überdeckt.
Die aktiven Pixel zur Generierung der Sweet-Spots verbleiben in diesem
Ausführungsbeispiel
innerhalb des Pitches des Lentikels. Es ist denkbar dass dieser
Bereich größer ist
und auch in den Pitch benachbarter Lentikel ragt.
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Die
Darstellung veranschaulicht die grundlegende Verschiebungskorrektur
in Bezug auf ein Abbildungselement. Mit einem ersten unregelmäßigen Abbildungselement
ergibt sich mit der entsprechenden Fehlerfortpflanzung die notwendige
Verschiebungskorrektur für
die nachfolgend angrenzend angeordneten Abbildungselemente.
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Dieses
Ausführungsbeispiel
beschreibt die grundlegende pixelweise Korrekturverschiebung der Pixel.
Eine zweiachsige Verschiebung der Pixel mit einer horizontalen und
einer vertikalen Rekodierung verläuft als Überlagerung der einzelnen Achskorrekturen
im Wesentlichen analog.
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2 zeigt
bei einer zu 1 gleichartigen Anordnung der
ungenau positionierten optischen Maske LM* die Zuordnung der Pixel
1*... p* zum Lentikel L1*. Diesem Lentikel L1* sind p Pixel zugeordnet,
wobei die Pixelelemente analog einer Bildmatrix in weitere monochrome
Subpixel, wie bei Farbsubpixel R, G, B, unterteilt sind. Die Verfeinerung
der Zuordnung der Pixelelemente und Subpixel zum Lentikel L1 beziehungsweise
L2* zeigt eine rechts vergrößert dargestellte
Detailansicht.
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Analog
zu 1 entspricht der Bereich der Pixel 1 ... p*, welcher
dem Lentikel L1 zugeordnet ist, genau dem Pitch des Lentikels. Wie
aus der Darstellung ersichtlich, ist eine eindeutige Zuordnung eines Subpixels
R nicht möglich,
so dass dieses Subpixel sowohl dem Lentikel L1* als auch L2* zugeordnet werden
muss.
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In
einer ersten Ausführung
erfolgt für
dieses Subpixel eine beidseitige Zuordnung zum ersten L1* und zum
zweiten Lentikel L2*. Wie in einer weiteren Detaildarstellung ersichtlich,
sind hierzu sind die Intensitäten
1(L1) und 1(L2) des Subpixels zu L1* beziehungsweise L2* anteilig
gemäß dem zuordenbaren
Verhältnis
der Flächeninhalte
a(L1) und a(L2) des Subpixels überlagert.
Eine gleichmäßig halbierende Überlagerung
der Intensitäten
ist für
eine einfachere Lösung
denkbar.
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3a zeigt
in einer Schemadarstellung eine unregelmäßige optische Maske, welche
hier als Lentikular mit vertikal aneinandergrenzenden Abbildungselementen
in Form von sphärischen
Lentikeln ausgeführt
ist. Die Formabweichungen zeigen hier, dass der Verlauf der Pitchlinien
der Lentikel nicht über
den gesamten vertikalen Verlauf konstant planparallel ist und mehrere
Lentikulare gekrümmt
verformt sind. Hier ist in verschiedenen horizontalen Schnittebenen
der Raster mit Δr(1),
(oberste horizontal verlaufende Pixelzeile), Δr(i), (eine mittlere Pixelzeile),
und ferner mit Δr(n)
unterste Pixelzeile) der unregelmäßige Geometrieverlauf eines
Lentikulars dargestellt. Aufgrund der feinen Strukturierung des
Lentikulars können
Pitchabweichungen innerhalb eines Lentikels oft vernachlässigt werden.
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3b zeigt
in einer Schemadarstellung eine nicht achsengerechte Ausrichtung
der optischen Maske zur steuerbaren optischen Matrix, wobei jedoch
der Pitch eingehalten ist. Die optische Maske LM* ist hier innerhalb
der Toleranzen formgenau, weist jedoch mit ihren Lentikeln L1*,
L2*, ... gegenüber
der steuerbaren Matrix BM eine Verdrehung auf. Die Achsabweichung
ist durch den Drehwinkel α veranschaulicht.
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Die
Information der Geometrie des unregelmäßigen Lentikulars beinhaltet
hier im einfachsten Fall die Parameter eines Referenzpunktes (beispielsweise
die Koordinaten des linken oberen Eckpunkts des Lentikulars), ferner
das Rotationszentrum (in der Figur nicht dargestellt) und den Drehwinkel α. Mit diesen
Parametern ist die Auswahl der Pixel beziehungsweise Subpixel zur
Generierung der Sweet-Spots initialisiert und ableitbar.
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4 zeigt
die Sweet-Spot-Einheit als Ausführungsbeispiel
in einem autostereoskopischen Display.
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Ein
derartiges beispielgebendes Display besteht in Ausbreitungsrichtung
des Lichtes aus einer Beleuchtungsmatrix, einer Abbildungsmatrix
und einem nachfolgenden transmissiven Informationsdisplay.
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Der
Shutter 2, hier die steuerbare optische Maske BM, besteht
aus einer Matrix mit einer Vielzahl steuerbarer Öffnungen 21, ...,
die von einem Backlight 1 durchstrahlt sind.
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Die
nachfolgende optische Maske LM besteht aus einem Lentikular mit
mehreren aneinander grenzenden Lentikeln L1, L2, ..., die hier jeweils
parallel zu den Spalten der Öffnungen
des Shutters ausgerichtet sind.
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Dem
Lentikular folgt ein transmissives Informationspanel 5.
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Die
optische Maske LM fokussiert das Licht der Öffnungen des Shutters so, dass
das Informationspanel 5 und ein wählbarer bevorzugter Sichtbarkeitsbereich 6 in
der Betrachterebene 9 gerichtet ausgeleuchtet sind.
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Dem
Lentikular sind jeweils in horizontaler Schnittrichtung gesehen
eine bestimmte Anzahl von Öffnungen
des Shutters zugeordnet. Die Anzahl ist aufgrund Geometrie der Rasterstruktur
des Lentikulars, also hier dem Pitch der Lentikel, definiert und vorgegeben.
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Die
steuerbaren Öffnungen
generieren gerichtete weiße
Lichtbündel,
wobei ein Lichtbündel
nur von wenigen benachbarten freigeschalteten Öffnungen je Lentikel erzeugt
wird, so dass in der Regel nur wenige Öffnungen gleichzeitig aktiv
zum Einsatz kommen. Im Grenzfall wird nur eine einzige Öffnung freigeschaltet.
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Der
Bereich der Öffnungen,
die einem Lentikel zugeordnet sind, entspricht schematisch dem Bereich
der Pixel der Bildmatrix aus 1 und 2. nebst
Beschreibung dazu.
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Das
Licht aus der großflächigen Maske durchsetzt
auf seinem Weg zu den Sweet-Spots
das Informationspanel, welches das Licht mit dem linken oder rechten
Bild zeitsequentiell moduliert.
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Die
matrixförmig
angeordneten Öffnungen der
Beleuchtungsmatrix werden durch eine nachgeschaltete Maske zu Sweet-Spots
an vorgegebenen Orten, den rechten oder linken Augen von Betrachtern,
abgebildet, wobei diese Positionen durch einen Positionsfinder ermittelt
werden. Jedem Abbildungselement der Maske ist eine Anzahl Öffnungen
in seinen Positionen im Raum exakt zugeordnet. Der realen Rasterstruktur,
also dem Pitch der Lentikel folgend, sind solche Öffnungen
zu jedem Lentikular aktiviert, die den Sweet-Spots jeweils an der
vorgesehenen Stelle abbildet. Als Bezugsraster der Geometrie der
Lentikel können
der Scheitelpunkte oder die Grenzlinien verwendet werden.
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Das
Display weist programmtechnische Mittel auf, um die richtigen Öffnungen
für die Sweet-Spot-Abbildung
mit den unregelmäßigen Lentikeln
auszuwählen.
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Anhand
der genannten Informationen werden programmtechnisch mit Mitteln
zur Rekodierung die Pixelindices zugeordnet, um sie, wie bereits
beschrieben, gemäß der unregelmäßigen Struktur
der optischen Maske auszuwählen.