DE19620294A1 - Kraftfahrzeug - Google Patents
KraftfahrzeugInfo
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- B60—VEHICLES IN GENERAL
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Description
Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug mit einem einen
Boden aufweisenden Kofferraum.
Kraftfahrzeuge der vor stehenden Art sind als Personen
kraftwagen allgemein bekannt und gebräuchlich. Viele Men
schen haben beim Heben von Lasten Schwierigkeiten mit ih
ren Bandscheiben. Besonders kritisch ist das Anheben von
Lasten, wenn man dabei gezwungen ist, sich nach vorn zu
beugen. Das ist bei im Kofferraum heutiger Kraftfahrzeuge
untergebrachter Lasten leider nahezu immer der Fall. Er
schwert wird das Be- und Entladen von Kofferräumen oft
mals dadurch, daß die Kofferraumklappe nicht bis zum Bo
den des Kofferraumes reicht, weil durch eine solche Kof
ferraumklappe die Verwindungssteifigkeit des Kraftfahr
zeugs stark abnimmt und bei einem Crash die passive Si
cherheit des Kraftfahrzeugs zu gering wird. Ebenfalls
nachteilig für die Zugänglichkeit von Ladegut ist es, daß
der Boden des Kofferraums oftmals sehr tief verläuft, da
mit trotz eines kurzen Fahrzeughecks ein ausreichendes
Kofferraumvolumen zur Verfügung steht. Ladegut ist dann
stets über eine relativ hohe Ladekante zu heben. Wenn
obendrein aus aerodynamischen Gründen die Heckscheibe
weit nach hinten verläuft, dann ist der Kofferraum im
vorderen Bereich überhaupt nicht von oben her zugänglich,
was nach dem Absetzen der Last ein Verschieben nach vorn
in gebeugter Körperhaltung erfordert.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein Kraftfahr
zeug der eingangs genannten Art so zu gestalten, daß auch
bei einem tief liegenden Boden des Kofferraums ein Be- und
Entladen in möglichst aufrechter Körperhaltung möglich
ist.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
auf dem Boden ein vom Boden weg in der Höhe verstellbares
Lasttragteil angeordnet ist.
Durch ein solches in der Höhe verstellbares Lasttragteil
kann man beim Beladen eine Last bei hochgefahrenem Last
tragteil in einer solchen Höhe auf dem Lasttragteil ab
stellen, daß es hierzu nicht erforderlich ist, sich nach
vorn zu beugen. Man kann beispielsweise das Lasttragteil
für den Transport eines Getränkekastens so hoch fixieren,
daß sich die Kofferraumklappe noch soeben über den Ge
tränkekasten schließen läßt. Dann wird zwar nicht mehr
das gesamte Kofferraumvolumen genutzt, jedoch ist dies
beim Transport schwerer Lasten, insbesondere Getränkekä
sten, meist auch nicht notwendig.
Möglich ist es jedoch auch, das Lasttragteil so zu ge
stalten, daß man es nach dem Absetzen einer Last absenkt,
so daß die Last in Höhe des Bodens des Kofferraumes ge
langt. Auf umgekehrte Weise kann man die Last vor dem
Entladen zunächst in eine für das Aufnehmen der Last be
queme Übergabeposition bewegen.
Das erfindungsgemäße Kraftfahrzeug enthält somit im Kof
ferraum eine Ladehilfe, welche auch bei einer ergonomisch
ungünstigen Ausbildung des Kofferraumes ein bequemes und
bandscheibenschonendes Be- und Entladen ermöglicht. Des
halb gewinnt der Designer von Kraftfahrzeugen einen grö
ßeren Gestaltungsspielraum, weil er die Kofferraumklappe
kleiner ausbilden und die für die Verwindungssteifigkeit
des Kraftfahrzeugs wichtige, rückwärtige Querverbindung
zwischen den Seitenbereichen des Kraftfahrzeugs höher
verlaufen lassen kann.
Besonders komfortabel ist das Be- und Entladen des Kof
ferraumes, wenn gemäß einer Weiterbildung der Erfindung
das Lasttragteil zum Höhenverfahren einen Stellmotor auf
weist. Dann ist auch sehr einfach stets das gesamte Volu
men des Kofferraumes zu nutzen.
Das Bewegen des Lasttragteils in seine Übergabeposition
kann zwangsläufig erfolgen, wenn gemäß einer anderen Wei
terbildung der Erfindung das Lasttragteil zum Höhenver
fahren durch Koppelglieder mit einer den Kofferraum ver
schließenden Kofferraumklappe verbunden ist. Bei einer
solchen Ausführungsform befindet sich bei geöffneter Kof
ferraumklappe das Lasttragteil stets zwangsläufig in der
Übergabestellung und fährt selbsttätig nach unten, wenn
man die Kofferraumklappe schließt. Deshalb sind keinerlei
zusätzliche Handgriffe erforderlich, um Lasten bequem la
den oder entladen zu können.
Die Bauteile zum Höhenverfahren des Lasttragteils können
sehr unterschiedlich gestaltet sein. Das Lasttragteil
kann beispielsweise ähnlich wie heute gebräuchliche, zu
sammenfaltbare Behälter ausgebildet werden. Die Bauteile
zum Höhenverfahren sind äußerst einfach ausgebildet und
arbeiten reibungsarm und verkantungssicher, wenn das
Lasttragteil durch schwenkbare Lenker mit dem Boden des
Kofferraums verbunden ist.
Das Lasttragteil bewegt sich beim Absenken mit der Last
zwangsläufig in einen vorderen Bereich des Kofferraumes,
in welchen man ohne die erfindungsgemäßen Mittel eine
Last nur in stark nach vorn gebeugter Stellung absetzen
könnte, wenn gemäß einer anderen Weiterbildung der Erfin
dung das Lasttragteil in seiner höchsten Position aus
schließlich einen dem Fahrzeugende zugewandten Bereich
des Kofferraums einnimmt und die Lenker so bemessen sind,
daß das Lasttragteil in auf dem Boden abgesenkter Stel
lung sich in einem dem Fahrzeugende abgewandten Bereich
befindet.
Die Arretierung des Lasttragteils in seiner oberen Stel
lung ist einfach durchzuführen und erfordert keine auf
wendigen Mittel, wenn das Lasttragteil durch ein Einhäng
teil an seiner dem Fahrzeugende zugewandten Seite mit ei
nem im Kofferraum angebrachten Verriegelungsteil ver
bindbar ausgebildet ist.
Eine Anpassung der Höhenlage des Lasttragteils an unter
schiedlich hohes Ladegut läßt sich mit sehr einfachen
Mitteln verwirklichen, wenn daß Einhängteil zum Fixieren
des Lasttragteils in unterschiedlichen Abständen zur
Rückseite des Kraftfahrzeugs und damit in unterschiedli
chen Höhenlagen des Lasttragteils ausgebildet ist.
Das Lasttragteil verlagert sich bei seiner Hubbewegung
nicht nach vorn oder zur Seite, wenn gemäß einer anderen
Weiterbildung der Erfindung das Lasttragteil über Sche
rengelenke mit dem Boden des Kofferraums verbunden ist.
Vorteilhaft ist es auch, wenn die Scherengelenke an bei
den Längsseiten des Lasttragteils angeordnet sind und zum
Absenken des Lasttragteils nach außen, vom Lasttragteil
weg klappbar sind. Dadurch kann das Lasttragteil unmit
telbar hinter der Rückwand des Kofferraumes angeordnet
werden. Weiterhin liegen im abgesenkten Zustand die Sche
rengelenke nicht unter dem Lasttragteil, so daß dieses
bis unmittelbar auf den Kofferraumboden abgesenkt werden
kann.
Ein motorisches Verfahren des Lasttragteils ist mit bei
Wagenhebern bewährten Mitteln möglich, wenn zum Betätigen
der Scherengelenke zwei gegenüberliegende Scherengelenke
im mittleren Gelenk durch eine von dem Stellmotor an
treibbare Gewindespindel miteinander verbunden sind.
Die Erfindung läßt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur
weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips sind mehrere
davon in der Zeichnung dargestellt und werden nachfolgend
beschrieben. Diese zeigt schematisch in
Fig. 1 einen Schnitt durch einen rückwärtigen Be
reich eines erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs,
Fig. 2 einen Blick von der Rückseite in einen ge
öffneten Kofferraum einer zweiten Ausfüh
rungsform eines Kraftfahrzeugs nach der
Erfindung,
Fig. 3 den Bodenbereich des Kofferraums des Kraft
fahrzeugs nach Fig. 2 mit einem abgesenkten
Lasttragteil,
Fig. 4 einen Schnitt durch einen rückwärtigen Be
reich einer dritten Ausführungsform der
Erfindung.
Die Fig. 1 zeigt ein Kraftfahrzeug 1 mit einem Koffer
raum 2, welcher nach unten hin durch einen Boden 3 be
grenzt ist. Oberhalb des Bodens 3 befindet sich ein Last
tragteil 4, welches in der dargestellten Übergabeposition
auf Lenkern 5, 6 steht, die vom Lasttragteil 4 zum Boden
führen. Um zu verhindern, daß das Lasttragteil 4 sich un
beabsichtigt zum Boden 3 hin absenken kann, greift ein am
Lasttragteil 4 angebrachtes Einhängteil 7 über ein Ver
riegelungsteil 8 an der Rückseite des Kofferraumes 2.
Dieses Einhängteil 7 kann auch als Kette ausgebildet
sein, so daß man das Lasttragteil 4 in unterschiedlichen
Abständen zur Rückwand des Kofferraumes 2 und damit in
unterschiedlichen Höhenlagen fixieren kann. Zum Ver
schließen des Kofferraumes 2 ist eine übliche Kofferraum
klappe 9 vorgesehen.
Gezeigt ist in Fig. 1 weiterhin, wie eine Person 10 eine
auf dem Lasttragteil 4 ruhende Last 11, beispielsweise
einen Getränkekasten, ergreift, ohne dabei den Rücken zu
krümmen. Dadurch werden Bandscheibenprobleme beim Be- und
Entladen verhindert. Das Lasttragteil 4 ist gerade in ei
ner solchen Höhe fixiert, daß sich die Kofferraumklappe 9
noch über der Last 11 schließen läßt.
Wenn man keine schweren Lasten transportieren und das ge
samte Volumen des Kofferraumes 2 nutzen will, dann löst
man das Einhängteil 7 und läßt das Lasttragteil 4 mit den
Lenkern 5, 6 nach vorn in den Kofferraum 2 schwenken. Im
vollständig abgesenkten Zustand liegen die Lenker 5, 6
mit dem Lasttragteil 4 auf dem Boden 3 des Kofferraumes 2
auf, was strichpunktiert dargestellt wurde.
Denkbar ist es jedoch auch, das Lasttragteil 4 und die
Lenker 5, 6 so zu gestalten, daß man das Lasttragteil
nach dem Absetzen einer Last in seine vordere, abgelenkte
Stellung bewegt und zum Entladen der Last 11 das Last
tragteil 4 wieder nach hinten zieht, wodurch infolge der
Lenker 5, 6 dieses wieder in seine angehobene Stellung
gelangt. Nach dem Sichern mittels des Einhängteils 7 kann
man dann wiederum mit geradem Rücken die Last 11 in einer
bequemen Übergabehöhe greifen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist das Lasttragteil
4 mittels Scherengelenke 12, 13 mit dem Boden 3 des Kof
ferraumes 2 verbunden. Diese Scherengelenke 12, 13
schwenken beim Absenken des Lasttragteils 4 nach außen,
was jeweils strichpunktiert in Fig. 2 gezeigt ist. Eben
falls dargestellt sind in Fig. 2 zwei Koppelglieder 14,
15, bei denen es sich um Gurte handeln kann, welche die
Kofferraumklappe 9 mit dem Lasttragteil 4 derart verbin
den, daß das Lasttragteil 4 beim Hochschwenken der Kof
ferraumklappe 9 automatisch in die dargestellte, angeho
bene Übergabeposition gelangt und sich beim Schließen der
Kofferraumklappe 9 zwangsläufig bis gegen den Boden 3 des
Kofferraumes 2 absenkt.
Die Koppelglieder 14, 15 sind bei der Ausführungsform
nach Fig. 2 jedoch nicht zwingend notwendig. Man könnte
das Lasttragteil 4 auch auf andere Weise höhenverfahren
oder im unbelasteten Zustand von Hand in eine gewünschte
Höhenlage bringen und dort wie in Fig. 1 gezeigt si
chern.
Die Fig. 3 verdeutlicht zusätzlich, wie bei der Ausfüh
rungsform nach Fig. 2 das Lasttragteil 4 mittels der
Scherengelenke 12, 13 in der Höhe verfahren werden kann.
Auch bei der Ausführungsform nach Fig. 4 dienen Scheren
gelenke 12, 13 dazu, das Lasttragteil 4 in der Höhe zu
verfahren. Zum Verfahren ist ein Stellmotor 16 vorgese
hen, welcher eine Gewindespindel 17 anzutreiben vermag,
die die mittleren Gelenke 18, 19 der Scherengelenke 12,
13 miteinander verbindet und durch die sich bei Drehung
der Gewindespindel 17 der Abstand dieser Gelenke 18, 19
verändert.
Bezugszeichenliste
1 Kraftfahrzeug
2 Kofferraum
3 Boden
4 Lasttragteil
5 Lenker
6 Lenker
7 Einhängteil
8 Verriegelungsteil
9 Kofferraumklappe
10 Person
11 Last
12 Scherengelenk
13 Scherengelenk
14 Koppelglied
15 Koppelglied
16 Stellmotor
17 Gewindespindel
18 Gelenk
19 Gelenk.
2 Kofferraum
3 Boden
4 Lasttragteil
5 Lenker
6 Lenker
7 Einhängteil
8 Verriegelungsteil
9 Kofferraumklappe
10 Person
11 Last
12 Scherengelenk
13 Scherengelenk
14 Koppelglied
15 Koppelglied
16 Stellmotor
17 Gewindespindel
18 Gelenk
19 Gelenk.
Claims (10)
1. Kraftfahrzeug mit einem einen Boden aufweisenden Kof
ferraum, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Boden (3)
ein vom Boden (3) weg in der Höhe verstellbares Lasttrag
teil (4) angeordnet ist.
2. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Lasttragteil (4) zum Höhenverfahren einen Stell
motor (16) aufweist.
3. Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Lasttragteil (4) zum Höhenverfahren durch Koppel
glieder (14, 15) mit einer den Kofferraum (2) verschlie
ßenden Kofferraumklappe (9) verbunden ist.
4. Kraftfahrzeug nach zumindest einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Lasttragteil
(4) durch schwenkbare Lenker (5, 6) mit dem Boden (3) des
Kofferraums (2) verbunden ist.
5. Kraftfahrzeug nach zumindest einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Lasttragteil
(4) in seiner höchsten Position ausschließlich einen dem
Fahrzeugende zugewandten Bereich des Kofferraums (2) ein
nimmt und die Lenker (5, 6) so bemessen sind, daß das
Lasttragteil (4) in auf dem Boden (3) abgesenkter Stel
lung sich in einem dem Fahrzeugende abgewandten Bereich
befindet.
6. Kraftfahrzeug nach zumindest einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Lasttragteil
(4) durch ein Einhängteil (7) an seiner dem Fahrzeugende
zugewandten Seite mit einem im Kofferraum (2) angebrach
ten Verriegelungsteil (8) verbindbar ausgebildet ist.
7. Kraftfahrzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Einhängteil zum Fixieren des Lasttragteils (4) in
unterschiedlichen Abständen zur Rückseite des Kraftfahr
zeugs (1) und damit in unterschiedlichen Höhenlagen des
Lasttragteils (4) ausgebildet ist.
8. Kraftfahrzeug nach zumindest einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Lasttragteil
(4) über Scherengelenke (12, 13) mit dem Boden (3) des
Kofferraums (2) verbunden ist.
9. Kraftfahrzeug nach zumindest einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Scherengelenke
(12, 13) an beiden Längsseiten des Lasttragteils (4) an
geordnet sind und zum Absenken des Lasttragteils (4) nach
außen, vom Lasttragteil (4) weg klappbar sind.
10. Kraftfahrzeug nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß zum Betätigen der Scherengelenke (12, 13)
zwei gegenüberliegende Scherengelenke (12, 13) im mitt
leren Gelenk (18, 19) durch eine von dem Stellmotor (16)
antreibbare Gewindespindel (17) miteinander verbunden
sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996120294 DE19620294A1 (de) | 1996-05-21 | 1996-05-21 | Kraftfahrzeug |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996120294 DE19620294A1 (de) | 1996-05-21 | 1996-05-21 | Kraftfahrzeug |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19620294A1 true DE19620294A1 (de) | 1997-11-27 |
Family
ID=7794809
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996120294 Withdrawn DE19620294A1 (de) | 1996-05-21 | 1996-05-21 | Kraftfahrzeug |
Country Status (1)
| Country | Link |
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