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DE1960051B - Verfahren zur Herstellung von polyme ren Organoaluminiumverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von polyme ren Organoaluminiumverbindungen

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Publication number
DE1960051B
DE1960051B DE19691960051 DE1960051 DE1960051B DE 1960051 B DE1960051 B DE 1960051B DE 19691960051 DE19691960051 DE 19691960051 DE 1960051 DE1960051 DE 1960051 DE 1960051 B DE1960051 B DE 1960051B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
isoprene
reaction
organoaluminum compounds
aluminum
polymeric
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19691960051
Other languages
English (en)
Other versions
DE1960051C (de
DE1960051A1 (de
Inventor
Karl Heinz Dr Niemann Horst Dr Bokranz Arthur Dr 4618 Kamen Muller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer Pharma AG
Original Assignee
Schering AG
Filing date
Publication date
Application filed by Schering AG filed Critical Schering AG
Publication of DE1960051B publication Critical patent/DE1960051B/de
Pending legal-status Critical Current

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Description

■5
Polymere Organoaluminiumverbindungen haben in der Form von Mischkatalysatoren, die als »Ziegler-Katalysatoren« bekannt sind, einen breiten Eingang in die Technik gefunden. Es besteht daher ein steigender Bedarf an geeigneten derartigen Verbindungen. >o
In der deutschen Auslcgeschrift I 183 084 sind bereits Verfahren zur Herstellung von hydrolysebeständigen, ungesättigten, polymeren Organoaluminiumverbindungen durch Umsetzung eines Diolefins mit einem Aluminiumtrialkyl oder mit Aluminiumhydrid oder mit Lithiumaluminiumhydrid bei erhöhten Temperaturen beschrieben, die dadurch gekennzeichnet sind, daß man als Diolefin Isopren, Myrcen, «-Phellandren oder 2-Phenylbutadien verwendet.
Weitere Ausfuhrungsformen dieser Verfahren sind dadurch gekennzeichnet, daß man die Diolefine mit nichtoxydiertem. fcinverteiltcm Aluminium und Wasserstoff in Gegenwart eines Aluminiumtrialkyls als Katalysator umsetzt oder daß man im !'"alle der Umsetzung des Diolefins mit Lithiumaluminiumhydrid die dabei entstehende Organolithiumaluminiumverbindung noch mit Aluminiumtrichlorid umsetzt.
Die beschriebenen Verfahren sind aber zum Teil wegen der verwendeten Ausgangsvcrbindungen. zum Teil wegen der erforderlichen Verfahrensbedingungen rech! aufwendig.
In der deutschen Auslcgeschrift 1274 087 sind Mischkatalysatoren beschrieben, die auf den oben angegebenen polymeren Organoaluminiumverbindungen basieren.
Es wurde nun ein Verfahren zur Herstellung von polymeren Organoaluminiumverbindungen durch Umsetzung von Isopren mit Diisobutylaluminiumhydrid hei erhöhter Temperatur gefunden, das dadurch gekennzeichnet ist, daß die Umsetzung bei 120 bis 160 C durchgerührt und daß das Isopren durch die Reaktionsmischung geleitet wird.
In der deutschen Auslegcschrift 1 183 084 sind bei der Aufzählung der in Betracht kommenden aktiven Aluminiumverbindungen Dialkylaluminiumhydridc eindeutig ausgenommen. Offensichtlich hatten die Erfinder Bedenken, bei der Herstellung ihrer polymeren Organoaluminiumverbindungen Dialkylaluminiumhydridc als Ausgangsstoffe zu verwenden. Der Durchschnittsfachmann muß beim Studium der deutschen Auslegeschrift I 183 084 aus der Tatsache, daß Dialkylaluminiumhydride bei diesem Verfahren ausgenommen sind, den Schluß ziehen, daß bei der Verwendung von Diisobulylaluminiumhydrid an Stelle von Triisobuiylaluminium als Ausgangsstoff nicht die gemäß der deutschen Auslegeschrift I 183084 gewünschten polymeren Organoaluminiumverbindungen erhalten werden können.
Diese Schlußfolgerung wird durch die Untersuchungen von LI. Z a k h a r k i η und L. A. Sa viii a (Izv. Akad. Nauk SSSR, Ser. Khim. 1967 (1), S. 78 bis 84) bestätigt. Diese Autoren erhielten in Übereinstimmung mit der deutschen Auslegeschrift 1 183 084 bei der Umsetzung von Aluminiumhydrid mit Isopren bei erhöhter Temperatur ein undestülierbares, viskoses Produkt (I.e. S. 84. Absatz 3). Demgegenüber haben die genannten Autoren nach der Umsetzung von Diisobutylaluminiumhydrid und Isopren bei 75 bis 80 C während 14 Stunden ein Produkt der Zusammensetzung C9H10Al (Kp.noüO1 72 bis 80"C) isoliert, dem eine fünfgliedrige heterocyclische Struktur der Formel
CH1-CH1
CH — CH1
CH3
zugeschrieben svird. Derartige Verbindungen fallen weder in den Rahmen der deutschen Auslegcschrift 1 183 084 noch sind sie das Ziel der vorliegenden Erfindung.
Bei der Herstellung von polymeren Aluminium-Isoprcn-Verbindungen bringt die Verwendung von Diisobutylaluminiumhydrid unter den erfindungsgemäßen Bedingungen auch einen beachtlichen technischen Fortschritt gegenüber dem genannten Stand der Technik. Nach den Angiben des Beispiels 6 der deutschen Auslcgeschrift I 274 087 wird Isopren mit Triisobutylaluminium während der Dauer von 28 Stunden umgesetzt. Gemäß Beispiel 7 der USA.-Patentschrift 3 180 837, die der deutschen Auslcgeschrift I 274 087 entspricht, wird die Umsetzung von Triisobutylaluminium mit Isopren in Gegenwart eines Nickelkatalysalors in etwa 22 Stunden durchgeführt. Bei der erfindungsgemäßen Verfahrensweise ist für die Umsetzung einer vergleichbaren Menge ein erheblich geringerer Zeitaufwand erforderlich.
Ein weiterer Nachteil des bekannten Verfahrens mit Triisobutylaluminium besteht darin daß dies aus dem üblicherweise als Zwischenprodukt hergestellten Diisobii'ylaluminiumhydrid durch Umsetzung mit Isobuten hergestellt werden muß und daß bei der Umsetzung mit Isopren diese Menge Isobuten wieder verdrangt werden muß. Dieses Anlagern und Wicderverdrängen des Isobutcns kann bei dem crfindune.sgemäßen Verfahren eingespart werden.
Außerdem zeichnet sich das erfindungsgemäße Verfahren auf Grund der beanspruchten Verfahrensschritte dadurch aus, daß es leicht zu handhaben ist. was besonder» für die Ausführung im großtechnischen Maßstab von Bedeutung ist. Durch Wahl der entsprechenden Reaktionsbedingungen, nämlich der Temperatur und des Verhältnisses Isopren/Diisobutylaluminiumhydrtd, hat man es mit dem erfindungsgemäßen Verfahren in der Hand, polymere Aluminium-Isopren-Verbindungen mit einem C5ZC4-Molvcrhältnis von I, 5 bis 10 herzustellen. Bevorzugt wird das C,/C4-Molverhältnis von 2 bis 4. Das jeweilige Cs/C4-Molverhältnis kann durch Entnahme von Proben und deren Analyse verfolgt werden. Die Proben können z. B. mit n-Propanol/verdünnter Schwefelsäure hydrolysiert werden. Das Hydrolysegas
kann in üblicher Weise gaschromatographisch analysiert werden. Das C5 C4-Molverhältnis ergibt sieh aus dem Verhältnis 2-MethyIbutan Isobutan des Hydrolysegases.
Das ^ erfahren kann bei Normaldruck und gegebenenfalls Unter- bzw. Überdruck bis zu lOatü durchgeführt werden. Bei Arbeiten ohne Druck liegt die optimale Reaktionstemperatur bei 140 bis 160 C. Das Durchleiten durch die Reaktionsmischung geschieht zweckmäßigerweise mit Hilfe eines Tauch- ic rohres. Das im Überschuß eingesetzte Isopren kann zurückgewonnen und erneut eingesetzt werden. Bei dem Verfahren können auch geeignete inerte Lösungsmittel mitverwendet werden.
Die erfindungsgemäßen polymeren Aluminium-Isopren-Verbindungen können in an sich bekannter Weise durch Umsetzung mit Halogeniden. Oxyhalogeniden, Estertalogeniden oder Estern von Elementen der IV. bis VIII. Nebengruppe des Periodischen Systems, einschließlich Thorium und Uran, zur Herstellung von Katalysatoren benutzt werden.
Beispiele 1 bis 3
Als Rcaktionsgefäß wurde ein 2-1-DreihaIskolben benutzt, der mit Rührer. Tauchrohr. Rückfiußkühler und Thermometer versehen war.
In den Kolben wurden unter Stickstoff 248 g (2 Mol) Diisohu'ylaluminiumhydrid eingefüllt und mit Hilfe eines Ölbades auf Reaktionstemperatur gebracht. Dann wurde unter gutem Rühren Isopren durch das Tauchrohr eingeleitet. Die Gase, die den C warmen Rückfiußkühler passierten, wurden in einer Falle bei -70 C kondensiert. Zuletzt wurde das Reaktionsprodukt unter Durchleiten von Isopren schnell auf 80 C abgekühlt und mit einer ölpumpe bis 2 Torr entgast.
Die Ergebnisse sind in den folgenden Tabellen zusammengefaßt:
Reakiionsbedin'iunuen Dauer Einsalzprodukte Mol
Reaktionsprodukte Isopren MnI
Tem
peratur
h Diisohuiyl-
aluminium-
hydrid
■> ----- 14.9
C 16.0 J? -> 1015 8,6
120 8.5 284.5 584 5,6
140 5.2 284.5 383
160 284,5
Beispiel! polym. : Aluminium-hopren-Verbindung
j j; j Pa rhe
; 342
320
304
farblose Flüssigkeit farblose Flüssigkeit leicht gelbliche Flüssigkeit
kondensat
839 471 315
Analvsen der Reaktionsprodukte
2-Mcthylbutan im Hydrolyscgas. Molprozent
C5 C4 = 2-Methylbulan Isobutan. Molverhältnis....
Aluminium. Gewichtsprozent
Viskosität bei 25 C. cSt
Dichte bei 25 C. g cnr'
flydrolyscgas. g.g Substanz
Gascliromatographische Analyse des Hydrolysegases. Molpro/ent
Äthan
Propan
i-Butan
η-Butan
i-Buicn
2-Mcthylbutan
3-Methylbuten-l
Unbekannter Stoff
2-Methylbuten-l
Isopren
Flüssiger Rückstand, g/g Substanz Hydrolyse-Wasserstoff. Ntnl/g
Beispiel I 1120 Cl 57.6
1.5
15.5
0.6
2.5
38.3
1.1
57.6
0.2
0,1
0.2
0.2 1.3
H :ispiel J (MO Cl
68.1
2,5
15.8
26350
0.93
0.6
I.H 0.4
27.7 1.0
68.1 0.4 0.3 0.-1
0,2
i-Bulen, % (F)
Isopren, % (F)
Gaschromatographische Analyse des Destillats
33 65
Beispiel 3 (I60 Cl
72.6
2.9 15.8
0.6
0.2
0.3
24.9
0.9
72.6 0.6 0,4
0,3 1,3
47 48

Claims (1)

  1. I 960051
    Palenlanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von polymeren Organoaluminiumverbindungen durch Umsetzung von Isopren mit Diisobutylaluminiumhydrid bei erhöhter Temperatur, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung bei 120 bis 160 C durchgeführt und daß das Isopren durch die Reaktionsmischung geleitet wird.
DE19691960051 1969-11-26 Verfahren zur Herstellung von polyme ren Organoaluminiumverbindungen Pending DE1960051B (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1960051B true DE1960051B (de) 1972-01-27

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