DE1957399A1 - Strickmaschine mit Vorrichtung zur Jacquardmusterung - Google Patents
Strickmaschine mit Vorrichtung zur JacquardmusterungInfo
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Description
Anmelder; Stuttgart, den. 10. November 1969
Karl Flad P 2047
7^H Undingen
Hauptstr. 29
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Strickmaschine mit Vorrichtung zur Jacquardmusterung
Die Erfindung betrifft eine Strickmaschine mit einer Vorrichtung zur Jacquardmusterung, die eine dem Muster entsprechende
Informationen auslesende Vorrichtung und eine hiervon gesteuerte Auswahlvorrichtung zur elektromagnetischen
Auswahl der Nadeln umfaßt, mit den Nadeln zugeordneten Teilen, die über Pührungsflächen in eine Arbeitsstellung,
in der sie auf die Nadeln einwirken und in eine Ruhestellung, in der sie ohne Einfluß auf die Nadeln bleiben,
bewegbar sind.
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Eine derartige Strickmaschine ist durch die US-Patentschrift
3 313 128 bekannt geworden· Bei dieser Rundstrickmaschine werden von dem umlaufenden Nadelzylinder
eine Lesevorrichtung und ein Musterrad synchron angetrieben, dessen Achse zu der Achse des Nadelzylinder
geneigt angeordnet ist. Das Musterrad weist an seinem
Umfang radial vor- und zurückbewegbare Zähne auf. Die in Arbeitsstellung stehenden Zähne greifen am Fuß von
hinter den Nadeln im Nadelkanal des Nadelzylinders angeordneten Stößern an. Die nicht in Arbeitsstellung
stehenden Zähne erfassen den Fuß des betreffenden Stößers nicht. Durch die Schrägstellung des Musterrades
zum Nadelzylinder führen die in Arbeitsstellung befindlichen Zähne bei der Abrollbewegung des Musterrades auf
dem Nadelzylinder den Stößer im Nadelzylinder nach oben und damit in eine Stellung, in der die ihm zugeordnete
Nadel vom Schloß erfaßt wird und einen Arbeitsgang durcnführt.
Bei dieser bekannten Anordnung ist am inneren Ende der radial verschiebbaren Zähne das eine Ende einer Stabfeder
eingehängt, deren anderes Ende im Musterrad befestigt ist. Die Stabfeder ist über den Einhängeort
hinaus nach oben verlängert, wo sie in einen feststehenden Führungskanal eingreift. Dieser Führungskanal
gabelt sich in Richtung der Drehbewegung des Musterrades unmittelbar hinter den Polen einer feststehenden
Magnetanordnung. Das zwischen den beiden feststehenden Führungskanalzweigen liegende Zwischen-
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stück weist die Form eines um die Achse des Muaterrades gebogenen Keiles auf, der die in dem äußeren Kanal geführten
Federenden radial nach außen und damit den zugehörigen Zahn ebenfalls radial nach außen führt. Die
Magnetanordnung gehört zu der von der Auslesevorrichtung gesteuerten elektromagnetischen Nadelauswahlvorrichtung,
die bewirkt, daß die Stabfedern der nicht ausgewählten Zahne in dem einen, konzentrisch um die Musterradachse
verlaufenden Kanalzweig eintreten, die Stabfedern der ausgewählten Mustermähne jedoch in den exzentrisch verlaufenden
Zweig des Führungskanales eintreten. Die Stabfedern
werden über eine relativ zum umlaufenden Musterrad feststehende Schrägfläche an den Pol eines Magneten herangeführt
und über einen Kanalabschnitt, der sich über mehrere Stabfedern erstreckt, von dem Magneten entgegen
der Federkraft der Stabfedern festgehalten. Im Bereich der Mitte des Poles dieses Magneten befindet sich ein
sehr kleiner, nur etwa die Breite einer einzigen Stabfeder einnehmender Pol eines zweiten, an die Auslesevorrichtung
angeschlossenen Magneten. Ist dieser zweite Magnet in gleicher Richtung magnetisiert wie der erste,
so bleiben die Federenden auch im Bereich des Poles des zweiten Magneten angezogen und die Stabfedern treten in
den konzentrischen Führungszweig ein. Erzeugt jedoch der zweite Magnet ein Magnetfeld, das dem Feld des ersten
Magneten entgegengerichtet ist, so entfernt sich im Bereich des sehr schmalen Poles des zweiten Magneten
die eine hohe Remanenz aufweisende Stabfeder unter Wirkung ihrer eigenen Federkraft und unter Wirkung der
abstoßenden Kraft des Feldes des zweiten Magneten von
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dessen Polfläche und gelangt durch die Drehbewegung des
Musterrades in den exzentrisch verlaufenden Zweig des
Führungskanales, wodurch der zugehörige Zahn in seine
Arbeitsstellung radial vorgeschoben wird.
Ein Nachteil dieser Anordnung liegt darin, daß die Stabfedern im Betrieb verhältnismäßig rasch verschleißen und
im allgemeinen etwa jährlich erneuert werden müssen, wodurch die gesamte Maschine für eine gewisse Zeit ausfällt
und zu-dem für den Ersatz der Federn relativ hohe Kosten entstehen. Auch ist der mechanische Aufwand der
gesamten Mustereinrichtung so erheblich, daß hierdurch der Preis der Strickmaschine wesentlich beeinflußt
wird. Ein besonderer Nachteil dieser bekannten Strickmaschine, bei der die Nadeln synchron mit dem Umlauf des
Nadelzylinders ausgewählt werden, liegt darin, daß die Umlaufgeschwindigkeit des Nadelzylinders von der Geschwindigkeit
abhängt, mit der die Nadeln ausgewählt werden können. Da bei dieser Strickmaschine jeweils
nur eine einzige Stabfeder im Bereich des die Auswahl vornehmenden schmalen Magnetpolessich befinden darf, ist
die Auswählgeschwindigkeit durch die Zeit begrenzt, innerhalb der eine Stabfeder so weit ausschwenkt, daß sie bei
ihrer Weiterbewegung sicher in den exzentrischen Kanalzweig eintritt. In der Zeit, in der sich das Musterrad
um eine Zahnteilung weiterbewegt, muß der Elektromagnet mit dem kleinen Pol auch ummagnetisiert werden, falls
der folgende Zahn eine andere Stellung erhalten soll als der vorhergehende Zahn. Das Ummagnetisieren eines Magneten
geht aber nicht beliebig schnell vor sich, da der Magnet
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eine bestimmte, bauartbedingte obere Grenzfrequenz aufweist, die nicht überschritten werden kann, wenn der
Magnetpol eine für den sicheren Betrieb des Llusterrades
ausreichende Magnetisierung aufweisen soll. Da der Auswahlmagnet eine bestimmte Kraft erzeugen muß, die ausreicht,
das Stabfederende festzuhalten, wird die Umlaufgeschwindigkeit
des IladelZylinders wegen der für den
Auswahlvorgang erforderlichen Zeit Verhältnismäßig gering,
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Strickmaschine zu schaffen, die die Nachteile der bekannten
Strickmaschine überwindet.
Gelöst wird die Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch, daß
die Auswahlvorrichtung mehrere von der Lesevorrichtung gesteuerte Elektromagnete aufweist, von denen jedem eine
verstellbare Führungsfläche zugeordnet ist, die er einstellt
und die zur Steuerung jeweils einer Gruppe von Teilen bestimmt sind und die Teile einer Gruppe voneinander
durch eine Anzahl von Teilen anderer Gruppen getrennt sind, die um 1 geringer ist als die Zahl der
Elektromagnete, daß die verstellbaren Führungsflächen quer zur Relativbewegung zwischen Teilen und Führungsflächen gestaffelt angeordnet sind und die Teile entsprechend
gestaffelt angeordnete mit der jeweils zugeordneten verstellbaren Führungsfläche in Eingriff tretende
steuerflächen aufweisen. Ein Vorteil der Erfindung liegt darin, daß die Arbeitsgeschwindigkeit der Strickmaschine
trotz Serienauslesung wesentlich erhöht v/erden
kann. Bei Verwendung von zehn Elektromagnetsystemen kann die Arbeitsgeschwindigkeit verzehnfacht werden, soweit
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nicht andere Palctoren dem entgegenstehen. Ss ist durch
die Erfindung erreicht, daß die Arbeitsgeschwindigkeit der Strickmaschine nicht mehr durch die Elektromagnet te
begrenzt ist. Dadurch ist es möglich, sehr Kräftige und daher eine relativ niedrige obere Grenzfrequenz
aufweisende Elektromagnete zu verwenden. Durch die Verwendung
sehr kräftiger Llagnete wird eine sehr sichere Auswahl erzielt, so daß es nicht zu Strickfehlern wegen
fehlerhafter Auswahl kommt, was bei im Bereich ihrer oberen Grenzgeschwindigkeit arbeitenden Auswahlsystemen
leicht vorkommen kann. Dadurch, daß trotz hoher Auswahlgeschwindigkeit
kräftige Magnete verwendet werden können, ergibt sich die Möglichkeit, durch die Llagnete
unmittelbar eine Führungsfläche -zu verstellen. Das ergibt
den Vorteil, daß auf Stabfedern und ähnliche verschleißanfällige Teile, wie sie bei bekannten Strickmaschinen
vorgesehen sind, verzichtet v/erden und die Maschine so robust ausgebildet werden kann, daß sie
lange Zeit ohne Reparaturen und ohne Austausch von
Teilen betrieben werden kann. Es ist durch die Erfindung ferner möglich, die den Nadeln zugeordneten Teile
als Platinen auszubilden, die die Nadeln betätigen. Es können dank der Erfindung unmittelbar die Platinen
bei Rundstrickmaschinen bzw. die Stößer bei Flachstrickmaschinen ausgewählt und in Ruhe- oder in Arbeitsstellung
bewegt werden. Bei Rundstrickmaschinen sind die Teile, die die Nadeln in Arbeitsstellung bringen,
als Platinen bezeichnet, wogegen bei Flachstrickmaschinen die die Nadeln in Arbeitsstellung bringenden Teile
als Stößer bezeichnet sind. Es ist dadurch möglich, das Musterrad samt den radial verstellbaren Zähnen einzusparen;
es können unmittelbar die im Nadelzylinder der Rundstrickmaschine befindlichen Platinen bzw. die im
Nadelbett der Flachstrickmaschine befindlichen Stößer ausgewählt werden; dadurch wird die Strickmaschine in ihrem
Aufbau vereinfacht und in ihrer Herstellung entscheidend verbilligt. Außerdem wird der
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Platzbedarf, der durch, das seitlich, ausladende Musterrad
bedingt war, vermindert, da die erfindungsgemäße
Vorrichtung platzsparender ausgebildet werden kann.
Es ist möglich., die Bewegung der Teile in die Ruhelage
ebenso wie in die Arbeitslage durch verstellbare Führungsflächen zu bewegene Bei einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist jedoch eine feststehende Anstellfläche vorgesehen, die die Teile entgegengesetzt
zu der Richtung bewegt, in der sie durch die verstellbaren Führungsflächen bewegbar sind. Bevorzugt werden
durch die Anstellfläche die Teile in ihre Arbeitsstellung bewegt und durch die verstellbaren Führungsflächen
entsprechend der mustergemäßen Auswahl in ihre Ruhestellung
zurückbewegt. Dabei ist die Anstellfläche in Bewegungsrichtung der Teile unmittelbar vor den verstellbaren
Führungsflächen vorgesehen·
Die ausgewählten, nicht auf die Führungsflache aufgelaufenen
und daher in Arbeitsstellung verbleibenden Teile werden durch Auflaufen auf eine Hochstellkurve in ihrer
Längsrichtung vorbewegt, wodurch sie entweder in eine Stellung kommen in der sie vom Schloß erfaßt werden oder
wodurch sie unmittelbar die Nadeln in eine Stellung bewegen, in der diese vom Schloß erfaßt werden. Bei einer
Ausführungsform der Erfindung, bei der-die Teile als
Platinen ausgebildet sind, weisen die Platinen an ihrem der Kochstellkurve zugewandten Ende und die Hochstellkurve
Profile auf, die eine Führung der Platinenenden ergeben. Dadurch entsteht praktisch eine formschlüssige
Verbindung zwischen Platinenende und Hochstellkurve, go daß die Platinenenden nicht aufgrund irgend welcher
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Störungen, ζ.Ββ durch Erschütterungen, aus dem Bereich
der Hochstellkurve herausschwenken und die Hochstellkurve
nicht bis zu deren Ende durchlaufen, was zu Fehlern im Muster führen kann. Die Betriebssicherheit der LIaschine
wird durch diese Ausbildung von Platinenenden und Hochstellkurve in vorteilhafter Weise wesentlich
erhöht«
Die verstellbaren Führungsflächen können praktisch in
jeder beliebigen gegenseitigen Zuordnung vorgesehen
sein. Beispielsweise können die Führungsflächen in Richtung der Relativbewegung zwischen ITührungsflächen
und Platinen mit einem Abstand angeordnet sein, der dem Abstand der Platinen untereinander entspricht.
In diesem Fall können alle die verstellbaren Führungsflächen betätigenden Magnete gleichzeitig angesteuert
sein. Die Ansteuerung der Magnete und das Auslesen der Informationen kann in diesem Fall für alle Magnete
gleichzeitig vox^genommen werden. Die Auflesevorrichtung
kann dabei ebenso langsam arbeiten wie die Magnete. Im allgemeinen arbeiten jedoch die AusleErevorrichtungen
wesentlich schneller als die Magnete, so daß eine Auslesevorrichtung ohne Schwierigkeiten mehrere Llagnete
speisen kann. Bei einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung sind die verstellbaren Führungsflächen
in einer Reihe parallel zur Platinenlängsachse angeordnet. Die einzelnen die verstellbaren Führungsflächen
betätigenden Magnete werden mit einem solchen zeitlichen Abstand zueinander angesteuert, wie es dem zeitlichen
Abstand zweier Platinen voneinander entspricht. Ein
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Vorteil dieser Anordnung liegt darin, daß der mechanische Aufbau der Anordnung sehr vereinfacht wird, wenn
die verstellbaren Führungsflächen und die sie betätigenden
Magnete in einer Reihe und damit als kompakte Baueinheit ausgeführt werden können.
Die Steuerflächen der Platinen können beispielsweise cüLs aus den Platinen herausgearbeitete Vertiefungen
ausgebildet sein» Bei einer bevorzugten Ausführuhgsform der Erfindung sind dagegen die Steuerflächen der
Platinen als Platinenfüße ausgebildet und der Ort der Platinenfüße ist an den Platinen für jede Platinengruppe
entsprechend der zugehörigen verstellbaren Führurigcjflächo gewählt. Es gibt also so viele Platinentypeii,
wie verschiedene verstellbare Pührungsflächen vorhanden sind. Dadurch, daß die Pührungsflächen als
Platinenfüße ausgebildet sind, die vom eigentlichen Platinenkörper abstehen, ist es möglich, die Platine
auch in der hochgestellten Lage in der Nut verbleiben zu lassen; lediglich der Platinenfuß ragt dabei aus
der Hut heraus.
Die Magnete können die verstellbaren Führungsflächen unmittelbar betätigen, beispielsweise in an sich
bekannter Weise als Zugmagnete ausgebildet sein, die entgegen der Y/irkung einer Feder ihren Anker und die
mit dem Anker verbundene Pührungsfläche heranziehen und
dadurch die verstellbare Führungsfläche in die eine oder die andere Lage entsprechend dem vorgesehenen Muster
bringen. Bei einer bevorzugten Ausführungsform dagegen
sind die verstellbaren Führungsflächen mit einem Llagnetanker
verbunden, der mechanisch an die Pole des züge-
BAD üRiöiNAL
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hörigen Elektromagneten heranführt)ar ist. Diese Ausführungsform
hat den "besonderen Vorteil, daß die Elektromagnete wesentlich kleiner ausgebildet worden
können als in dem zuvor geschilderten ITaIl, da die Elektromagnete lediglich den Anker festhalten brauchen,
ihn aber nicht anziehen müssen. Ein Haltemagnet ist aber bei gleicher Haltekraft v/esentlich kleiner als ein
Zugmagnet, der seinen Anker heranziehen muß.
Der Magnetanker des Elektromagneten kann kraftschlüssig,
beispielsweise über eine Feder mit dem mechanischen Antrieb verbunden sein. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der LIagnetanker bei seiner Bewegung
zu den Polen des Elektromagneten hin formschlüssig, bei der entgegengesetzt gerichteten Bewegung dagegen .
kraftschlüssig mit dem mechanischen Antrieb verbunden. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, daß der I.Iagnetanker
unabhängig von irgend v/elchen sich ändernden Reibungsverhältnissen oder anderen Störeinflüssen stets
bis an die Pole des Elektromagneten heranbewegt wird. Anschließend kann sich der mechanische Antrieb wieder
entfernen, da er in dieser Bewegungsrichtung lediglich kraftschlüssig mit dem Llagnetanker verbunden ist. Dabei
kann die kraftSchlussige Verbindung über eine Feder hergestellt
sein, deren Federkraft so bemessen ist, daß sie bei erregtem Elektromagneten die Haltekraft des I.iagnetanlcers
an den Polen des Elektromagneten nicht zu überwinden vermag« Andererseits hat dies den Vorteil, daß
die Kraft der Feder bei nicht erregtem Magneten, wenn der Magnetanker abfallen soll, eventuelles Kleben des
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Ankers infolge eines verbleibenden Restmagnetismus
überwindet und den Magnetanker sicher zum Abfallen bringt.
Die verstellbare Führungsfläche kann unmittelbar am
I.Iagnetanker angebracht sein. Bei einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung ist dagegen die verstellbare
Führungsfläche an einem Ende eines Stabes
angeordnet, an dessen anderem Ende der Magnetanker angebracht ist. Das hat den Vorteil, daß der Konstrukteur
relativ freizügig die Anordnung und gegenseitige Lage von Führungsflächen, Llagnetanker und
L'.agnoten wählen und dem jeweiligen Baumuster der
Maschine, die mit der Vorrichtung auszurüsten ist, anpassen kann.
Der mechanische Antrieb kann in unterschiedlicher Weise ausgebildet seino Beispielsweise kann der mechanische
Antrieb durch Arbeitskolben erfolgen, die hydraulisch oder pneumatisch betätigt werden. Der Antrieb kann auch
durch ein Kurbelgetriebe erfolgen. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung jedoch ist der mechanische
Antrieb des Magnetankers und der mit ihm verbundenen
verstellbaren Führungsfläche von einer Kurvenscheibe
abgeleitet. Mittels einer Kurvenscheibe ist es in einfacher Weise möglich, einen beliebigen zeitlichen
Verlauf der Bewegung des mechanischen Antriebes zu erzeugen.,
Außerdem läßt sich eine Kurvenscheibe ohne Schwierigkeiten verändern oder auswechseln, wenn es
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unter "bestimmten Umständen erforderlich, sein sollte,
den Bewegung?- und Geschwindigkeitaverlauf des mechanischen Antriebes zu verändern.
Je nach dem Durchmesser der vorgesehenen Kurvenscheibe
ist es möglich, ein Arbeitsspiel auf einem Teil des Umfanges anzuordnen, so daß also bei einer Umdrehung
der Kurvenscheibe mehrere Arbeitsspiele durchlaufen v/erden. Bei bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung
führt die Kurvenscheibe dagegen in der Zeit eine Umdrehung aus, während der sich die Platinen relativ
zur Führungsfläche um die Strecke bewegt haben, die
gleich dem Abstand zweier Platinen einer Gruppe voneinander ist. Es ist dadurch möglich, Kurvenscheibe!!
mit relativ kleinem Durchmesser zu verwenden und dabei relativ geringe Beschleunigungen und Verzögerungen des
mechanischen Antriebs vorzusehen, was den Vorteil hat, daß die Maschine sehr ruhig läuft und der Verschleiß
der arbeitenden Teile relativ gering ist.
Die Bewegungsübertragung von der Kurvenscheibe auf den Magnetanker kann beispielsweise durch Stoßstangen erfolgen.
Bei einer bevorzugten Ausfülirungsform der Erfindung
erfolgt die Bewegungsübertragung von der Kurvenscheibe
auf den den Hagnetanker tragenden Stab über eine V/ippe, deren eines Ende dem Verlauf der Kurvenscheibe
folgt und mit deren anderem Ende der zur Wippe und zur Wippenschwenkachse etwa senkrecht angeordnete Stab in
Verbindung steht. Durch die Verwendung eines als Wippe ausgebildeten Hebels ist es möglich, den von der luirven-
l/l
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BAD Original
scheibe vorgegebenen Weg zu übersetzen und je nach
Wunsch zu vergrößern oder zu verkleinern. Durch die Verwendung eines Hebels ist es außerdem möglich,
Magnet und Kurvenscheibe seitlich zueinander anzuordnen.
Die Verbindung des Stabes mit dem V/ippenende kann auf
unterschiedliche Weise ausgebildet sein. Bei einer bevorzugton Ausführungsform der Erfindung weist der
Stab einen Querbolzen auf, der etwa parallel zur Wrppenschwenkachse verläuft und in ein Langloch eingreift,
das im Bereich des stabseitigen Wippenendes vorgesehen ist· Dabei kann, wie bei einer weiteren
Ausfuhrungsform vorgesehen, das stabseitige V/ippenende
gegabelt und die beiden Gabelzinken mit je einem Lrxngloch
versehen sein.
Bei Au3führungsformen der Erfindung ist eine Lösefeder
vorgesehen, die sich einerseits am Stab und andererseits an der Wippe ahstützt und eine Kraft ausübt, die den
Magnetanker von den Magnetpolen zu trennen sticht, wobei die von der Lüsefeder ausgeübte Kraft geringer ist als
die zum Losreißen des Magnetankers bei erregtem Elektromagneten
erforderliche Kraft. Diese Ausführungsform der Erfindung hat den Vorteil, daß einerseits ein spielfreies
Anliegen der (Teile des mechanischen Antriebes aneinander durch die Wirkung der Lösefeder erzielt ist und daß
andererseits, wie schon zuvor geschildert, die Lösefeder das Lösen des Magnetankers von den Polen des
Elektromagneten begünstigt. Bei nicht erregtem Elektro-
BAD
109853/0693
magneten, wenn der Magnet anker von den Polen abfallen
soll, wird durch die von der Losefeder ausgeübte Kraft ein etwaiges "Kleben" des Ankers an den Polen, das
durch Remanenz verursacht sein kann, überwunden und somit ein sicherer und störungsfreier Betrieb der
erfindungsgemäßen Vorrichtung erzielt. Gleichzeitig übt die Lösefeder auf die Wippe eine Kraft aus, die
bewirkt, daß das der Kurvenscheibe zugewandte Wippenende an der Kurvenscheibe zur Anlage könnt.
Die Lösefeder kann jedoch auch so ausgebildet sein, daß sie bei abgefallenem Magnetanker keine oder nur eine
geringe Kraft auf die Wippe ausübt. In diesen Fällen liegt gemäß einer Ausführungsform der Erfindung das
eine Wippenende an der Kurvenscheibe unter der Wirkung einer Wippenfeder an. Die Wippenfeder hält das Wippenende
in Anlage an der Kurvenscheibe unabhängig von der Lösefeder und unabhängig davon, ob der Magnetanker angezogen
oder abgefallen ist. An Stelle der Wippenfeder könnte auch eine formschlüssige Führung des Wippenendes
an der Kurvenscheibe vorgesehen sein, beispielsweise dadurch, daß das Wippenende in eine Nut der Kurvenscheibe
eingreift, wodurch das Wippenende dem Verlauf der Nut der Kurvenscheibe zu folgen gezwungen wäre.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist
das Langloch an dem stabseitigen Ende der Wippe derart zum Querbolzen des Stabes angeordnet, daß bei der von
der Kurvenscheibe abgeleiteten Bewegung des Magnetankers zu den Polen des Elektromagneten hin der Querbolzen an
10 9853/069 3 bad-ohiqinal
dem dem Magnetanker abgewandten Ende des Langloches zur Anlage kommt und die Bewegung formschlüssig überträgt.
Bewegt 3ich die V/ippe dagegen, nachdem der Iüagnetanker an die Pole des Magneten herangeführt ist,
wieder in entgegengesetzter Richtung, so wird dadurch der Magnetanker nicht von den Polen weggerissen, da
der Querbolzen sich im Langloch in dieser Richtung bewegen kann. Die kraftSchlussige Verbindung zwischen
i.Iagnetanker und Wippe ist in dieser Lage des mechanischen
Antriebes durch die Lösefeder gegeben.
Bei Ausführungsformen der Erfindung ist eine bauliche
Vereinfachung dadurch erzielt, daß die Kurvenscheibe für die Anker aller Elektromagnete auf einer gemeinsamen
Welle drehfest angebracht und zueinander jeweils um einen Winkel versetzt angeordnet sind, der den Abstand
zweier Platinen voneinander entspricht. Dadurch erzielt man nicht nur eine sehr kompakte Baueinheit,
sondern es kann auch für alle Kurvenscheiben ein gemeinsamer Antrieb vorgesehen sein« In weiterer Ausgestaltung
dieser Ausführungsform können die Wippen eine gemeinsame
Schwenkachse aufweisen, die parallel zur Achse der Kurvenscheiben verläuft. Man erhält auf diese Weise
eine sehr kompakte Baueinheit, die alle mechanischen Bauteile sowie die zugehörigen Elektromagnet« umfaßt.
Die Baueinheit kann so ausgebildet sein, daß sie in Störungsfällen mit wenigen Handgriffen auswechselbar ist,
so daß durch Störungen hervorgerufene Maschinenstillstandszeiten kurz gehalten werden können.
BAD OBIGiNAU 109 8 53/069 3
Die Kurvenscheibe kann so ausgebildet sein, daß sie den Magnetanker an die Pole des Elektromagneten heranführt
und unmittelbar danach der Formschluß aufgehoben wird. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung hält jedoch die Kurvenscheibe während etwa 3/4- Umdrehung die Wippe in der Lage, in der der Magnetanker
durch Formschluß an die Pole des Elektromagneten herangeführt ist und während etwa 1/4- Umdrehung die
Wippe in der Lage gehalten, in·der der Magnetanker, von der Kraft der Lösefeder unterstützt, von den
Polen lösbar ist. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, daß die Magnetisierungs- und die EntmagnetisierungsZeitpunkte
nicht sehr exakt mit der geweiligen Lage der Kurvenscheibe synchronisiert sein müssen,
sondern etwas davon abweichen können, wodurch Schwierigkeiten in der zeitlichen Zuordnung der
verschiedenen Vorgänge vermieden werden können.
Die verstellbare Pührungsflache kann beispielsweise
als Stoßfläche am unteren Ende des Stabes ausgebildet sein, die beim Abfallen des Magnetankers die darunter
befindliche Platine in die Nut drückt. Das würde allerdings erfordern, daß das Abfallen des Magnetankers
in dem Zeitraum erfolgen muß, in dem sich die vorbeilaufende Platine unter der Stoßfläche des
Stabes befindet. Um die Anforderungen an die zeitliche Zuordnung zu vermindern, ist bei bevorzugten
Ausführungsformen der Erfindung die vestellbare
Führungsfläche an einem Schieber vorgesehen und als
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zur Auflaufrichtung der Platinenfüße geneigte Schrägflache
ausgebildet« Dabei ist der Schieber vorzugsweise in einer zur Stablängsachse ausgerichteten
Führung geführt. Durch die Ausbildung der Führungsfläche als Schrägfläche· ist es möglich, die Führungsfläche zu einem beliebigen Zeitpunkt vor dem Herannahen
der zugehörigen Platine auszulösen, die durch Auflaufen des Platinenfußes auf die Schrägfläche
in die Nut gedruckt und aus dem Bereich der Hochstellkurve herausgeführt wird. Der Schieber, der
einem gewissen Verschleiß ausgesetzt ist, da an ihm die Platinenfüße entlangschleifen, kann auswechselbar
am Stab angebracht sein. Durch die Führung des Schiebers wird die von dem Platinenfuß auf die
Führungsfläche ausgeübte tangentiale Kraft aufgenommen und von dem Stab, dem Querbolzen und dem Magnetanker
ferngehalten.
Bei Ausführungsformen der Erfindung ist die Erregung
und die Entregung der Elektromagnete mit der die Magnetanker an die Magnetpole heranführenden
Mechanik synchronisiert.Dank der großen Toleranzen, die hierbei möglich sind, sind an die
Synchronisierung keine hohen Anforderungen zu stellen, so daß eie ohne großen Aufwand durchgeführt und
sehr einfach ausgebildet werden kann.
Der Magnetanker kann beispielsweise aus einem hartmagnetischen
Werkstoff bestehen. Bei entsprechender
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Magnetisierung der Pole des Elektromagneten wird dann der Magnetanker festgehalten» bei der entgegengesetzten
Magnetisierung der Pole wird der Magnetanker abgeworfen. Es ist Jedoch ebenso möglich,
den Magnetanker aus weichmagnetischem Werkstoff herzustellen. Der Anker wird dann festgehalten, solange
der Magnet erregt ist, unabhängig von der Richtung der Magnetisierung der Pole' des Magneten.
Fällt die Erregung weg, so fällt der Magnetanker ab. Es kann dabei jedoch vorkommen, daß der
Magnetanker, wenn die Lösekraft, mit der er von
den Polen abgezogen wird, gering ist, "kleben" bleibt,
Dem kann durch entsprechende Auswahl des Magnetankerwerkstoffes, der eine möglichst niedrige
Remanenz aufweisen soll, entgegengewirkt werden. Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist jedoch
vorgesehen, daß die Elektromagnete für den Auswahlvorgang
an eine EntmagnetisierungsstromquelIe anschließbar sind. Diese Entmagnetisierungsstromquelle
liefert beispielsweise einen kurzen Gleichstromimpuls, dessen Polarität der Erregung entgegengesetzt
ist. Der Gleichstromimpuls kann dabei so bemessen sein, daß er den remanenten Magnetismus
löscht. Dadurch wird ein Klebenbleiben des Magnetankers vermieden und der Anker sicher abgeworfen.
Als Entmagnetisierungsstromquelle eignet sich auch eine Schaltung, die einen Impuls mit dem Stromverlauf
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./■
BAD ORJQiNAL
einer gedämpften Schwingung liefert. Eine derartige Schaltung hat den Vorteil, daß stets eine gute
Entmagnetisierung erfolgt, da die Amplitude des erzeugten Wechselfeldes pulsierend gegen 0 geht.
Es ist bereits ausgeführt worden, daß bei entsprechender Anordnung der Elektromagnete ein
paralleles Auslesen der Informationen und ein paralleles Betreiben der Magnete möglich ist.
Dabei kann eine einzige Magnetgruppe vorgesehen sein, die nacheinander die einzelnen Platinengruppen
steuert. Es ist jedoch auch möglich, so viele Magnetgruppen vorzusehen wie Platinengruppen
vorhanden sind, wodurch es möglich ist, sämtliche Platinen gleichzeitig einzustellen. Derartige
Ausführungsformen, bei denen so viele Informationskanäle erforderlich sind wie Magneten vorhanden sind,
eignen sich insbesondere für Flachstrickmaschinen. Bei bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung,
die sich besonders für Rundstrickmaschinen eignen, liest die Lesevorrichtung die Informationen für
die einzelnen Elektromagnete nacheinander aus und es ist ein Verteiler vorgesehen, der die Informationen
auf die einzelnen Elektromagnete verteilt, wobei AusIesevorrichtung, Verteiler und die die Magnetanker
an die Magnetpole heranführende Mechanik zueinander synchronisiert sind. Eine derartige Ausführungsform
hat den Vorteil, daß nur ein Informationskanal mit einer einzigen Abtastbahn erforderlich ist.
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- ZQ -
Das Signal für geden Magneten ist naturgemäß maximal
nur so lang, wie es dem zeitlichen Abstand zweier
Platinen voneinander entspricht. Bei einer Äusführungs*
form der Erfindung ist daher zwischen Lesevorrichtung
und Elektromagnet eine das Signal der Lesevorrichtung verlängernde Schaltung vorgesehen. Dadurch ist es
möglich, die kräftigen und robusten Elektromagnete trotz Serienauslesung zu verwenden. Derartige Im- *
pulsverlängerungsschaltungen sind bekannt. Es können
dafür beispielsweise abfallverzögerte Relais oder die als monostabiler Multivibrator bekannte
Schaltung verwendet sein.
Die Vorrichtung kann so ausgebildet sein, daß der Elektromagnet, solange erregt ist. wie ein Signal
vorhanden ist. Bei Ausführungsformen der Erfindung jedoch ist der Elektromagnet erregt, solange
kein Signal der Lesevorrichtung vorhanden ist. Das Signal der Lesevorrichtung bewirkt, daß der Elektromagnet
entregt wird, beispielsweise durch Abschalten der Erregung oder durch Anschalten einer Entmagnetisierung,
wodurch der Magnetanker abfällt und die verstellbare Führungsbahn entsprechend umgestellt
wird. Bei Ausführungsformen der Erfindung steuert
das Ausgangssignal der Lesevorrichtung Umschalter an, durch die die Elektromagnete abwechselnd von einer
Erreger- oder einer Entmagnetisierstromquelle gespeist sind. Es wäre ebenso möglich, die Magnete mit
den von der Lesevorrichtung gelieferten Impulsen, gegebenenfalls nach Umformung und/oder Verstärkung zu
speisen.
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Die zeitliche Zuordnung des Ausgangssignales der Lesevorrichtung zu der diesem Zeitpunkt entsprechenden
lage der zu steuernden Platine kann in weiten Grenzen frei gewählt sein. Bei Ausführungsformen der
Erfindung ist'das Ausgangssignal der Lesevorrichtung,
mit dessen Beginn der Elektromagnet Entmagnetisierstrom erhält, auf einen Zeitpunkt
gelegt, an dem die zugehörige Platine sich noch vor der veisbellbaren Fiihrungsflache befindet. Dabei
ist der Entmagnetisierstrom noch eingeschaltet, wenn
der Magnetanker bereits wieder durch die Mechanik
an die Magnetpole herangeführt ist. Würde man den Zeitpunkt so wählen, daß sich die zugehörige
Platine bereits unter der Führungsflache befindet,
wäre der mögliche zeitliche Spielraum, in dem der Impuls eintreffen darf, ohne daß die Auswahl
beeinträchtigt ist, stark vermindert. Ebenso kann der Zeitpunkt, zu dem der Enbmagnetisierstrom abgeschaltet
wird, in Grenzen schwanken, er ist lediglich so auszuwählen, dfß zu dem Zeitpunkt, da
die Mechanik sich wieder von den Magnetpolen zurückbewegt, der Magnet gegebenenfalls wieder voll
erregt ist und den Magnetanker wieder festzuhalten in der Lage 1st.
Die Elektromagnete können jede übliche bekannte
Gestalt aufweisen. Bei einer Ausführungsform der
Erfindung weist der Kern des Elektromagneten die Form eines U auf, dessen Schenkelenden die Magnetpole
bilden und dessen Joch die Wicklung trägt. Ebenso
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könnten die Schenkel verlängert sein, so daß die Gestalt eines H entsteht. Bei anderen Ausführungs-.
formen der Erfindung weist der Magnetkern die Fora eines E auf, um dessen Mittelschenkel die Spule gewickelt
ist und dessen drei Schenkelenden Magnetpole "bilden. Diese Ausführungsform hat den Vorteil,
daß die Spule auf einem Dorn fertig gewickelt und danach auf den Magnetkern aufgeschoben und befestigt
werden kann. Die Spule muß nicht um den Kern herumgewickelt werden und ist daher im Bedarfsfälle auswechselbar.
Im allgemeinen betätigen die ausgewählten Platinen oder Stößer die Nadeln, um sie in Arbeitsstellung
zu bringen oder in fhihestellung zu lassen. Bei
Ausführungsformen der Erfindung können die Platinen
oder Stößer so ausgebildet sein, daß sie die Nadeln unmittelbar auswählen. Auf diese V/eise wird der Aufwand
für die Maschine reduziert. Dabei haften bei Ausführungsformen
der Erfindung die Platinen in den ITuten,
in denen sie angeordnet sind, reibungsschlüssig. Die Platinen bestehen beispielsweise aus flachen Blechstreifen,
die nicht eben sondern ein- oder mehrfach geringfügig abgebogen sind, also über ihre Länge
wellenförmig verlaufen und an den Nutflanken der Nuten federnd vorgespannt anliegen. Die Nutbreite
ist geringfügig größer als die Dicke der Platinen. Der ReibungsSchluß reicht aus, um die Platinen in
den Betten von Flachstrickmaschinen, die
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: BADORiGiNAL
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eben oder schräg angeordnet:, sind, in ihrer lage zu halten.
Der BeibungsschluS reicht aber auch aus, um
bei Rundstrickmaschinen die Platinen in den Hüten
entgegen der Schwerkraft sind entgegen der auf sie beim Umlaufen des Zylinders ausgeübten Zentrifugalkraft
zu halten. Die Verwendung von Reibungssehluß zum Festhalten der Pitinen bedingt keinen zusätzlichen
Aufwand, wie er sonst erforderlich wäre, wenn die Platinen formschlüssig gehalten werden
mißten»
Die Erfindung ist, wie bereits erwähnt, für Flach- und
Links-Links-Strickmaschinen ebenso zu verwenden wie für Rundstrickmaschinen.
Einzelheiten und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung und den
Ansprüchen. Dabei können einzelne Merkmale für sich oder zu mehreren kombiniert Verwendung finden, ohne
den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische, schematisierte Ansicht des erfindungsgemäß ausgestalteten Teiles
einer Strickmaschine,
Fig. 2 eine ,schematisierte Ansicht der den Magnetanker
an den Magneten heranführenden Mechanik,
7. 1O9853/C3S93
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Fig« 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig,
in vereinfachter Darstellung mit schematisch in einer Ebene dargestellten Platinen,
Fig. 4 eine andere den Magnetanker an den Elektromagneten
hinführende Mechanik in schematischer Barstellun-g , und
Fig. 5 und 6 ein Prinzipschalt "bild der Steuerung der
Elektromagneten entsprechend auf Band gespeicherter Informationen.
Bei der in der ^ig. 1 im Ausschnitt dargestellten
Rundstrickmaschine sind in einem Nadelzylinder 101 Platinen 102 in Nuten 103 angeordnet. Die Platinen
102 weisen an ihren Nadeln 104 abgewandten Ende halbkreisförmige
Aussparungen 105 auf. Die plattenformige Gestalt aufweisenden Platinen sind mit einem nach
oben vorstehenden Platinenfuß 106 versehen. Der Nadelzylinder 101 läuft in Richtung des Pfeiles 107
um. Dabei werden die Platinen 102 von einer feststehenden Anstellkurve 108 so weit aus den Nuten 103
herausgehoben, daß zumindest die Platinenfüße 106 aus
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der äußeren Oberfläche des Nadelzylinder 101 herausstellen.
Die hochgestellten Platinen laufen mit ihren mit den Aussparungen 105 versehenen Enden auf eine
Hochstellkurve 109 auf, die an der den Platinenenden zugewandten Seite eine Erhöhung 110 mit halbkreisförmigen
Querschnitt aufweist, die in die Aussparungen 105 paßt und den Platinenenden eine Führung
gibt, die ein Ausweichen der Platinenenden in radialer Richtung verhindert. Die Hochstellkurve 109
ist ebenso feststehend angeordnet wie die Anstellkurve 108. Während jedoch die Anstellkurve 108 die
Platinen in radialer Richtung nach außen bewegt, bewegt die Hochstellkurve 109 die Platinen 102 in
axialer Richtung.
Um eine Platinenauswahl zu erzielen, müssen bestimmte Platinen so in radialer Richtung bewegt werden, daß
sie die Hochstellkurve 109 verfehlen, nachdem zuvor alle Platinen durch die Anstellkurve 108 in die
Lage gebracht wurden, in der sie von der Hochstellkurve 109 erfaßt werden. Das Auswählen der Platinen,
die die Hochstellkurve 109 verfehlen, wird durch in einer Führungsleiste 136 in radialer Richtung geführte
Schieber 111 bewirkt, die Schrägflächen 112 aufweisen. Die Schieber 111, von denen mehrere in
einer axial verlaufenden Reihe angeordnet sind und von denen o'eder einzeln betätigbar ist, können in zwei
Lagen verschoben werden: in eine untere, in der die
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Platinenfüße 106 auf die Schrägflache 112 auflaufen
und in eine obere, in der die Platinenfüße 106 ohne den Schieber 111 zu "berühren durchlaufen können.
Die Schrägfläche 112 ist so geneigt, daß sie in Bewegungsrichtung der Oberfläche des Nadelzylinders
einen sich keilförmig verengenden Spalt bildet. Beim Auflaufen eines Platinenfußes 106 auf die
Schrägfläche 112 wird der Platinenfuß radial nach unten gedruckt und die Platine 102 wird in die Nut
103 hineingepreßt. Die Platinen haften in ihren Nuten, deren lichte Veite etwas größer ist als die Platinendicke,
dadurch, daß sie geringfügig seitlich verbogen sind und dadurch unter ReibungsSchluß an den
Nutflanken anliegen. Mittels des Schiebers 111 ist also eine Auswahl der Platinen 102 dadurch möglich,
daß bestimmte Platinen die Hochstellkurve 109 erreichen und axial durch die Hochstellkurve
109 vorbewegt werden, wogegen andere, durch Absenken des Schiebers 111 ausgewählte Platinen aus dem
Bereich der Hochstellkurve 109 herausgeschwenkt werden und dadurch ihre ursprüngliche axiale Lage beibehalten
.
Die Schieber 111 sind an dem dem Nadelzylinder zugewandten unteren Ende eines etwa radial zum Nadelzylinder
101 ausgerichteten Stäben 113 befestigt. An
dem dem Nadelzylinder 101 abgewandten Ende des Stabes 113 ist ein Magnetanker 114· gelenkig befestigt,
der in der oberen Lage des Schiebers 111 an Polen 115, 116 eines Elektromagneten 117 anliegt. Der Elektromagnet
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357393
11? weist einen U-förmig©» Kern 118 auf, dessen
-Joch eine Wicklung 119 umgibt. Per Stab 1·13 weist
in seinem mittleren, Bereich einen Querholzen 120
auf, der etwa parallel zur Achse des Nadelzylinders
101 angeordnet ist.
Um eine Welle 121, deren Achse parallel zur Achse
des Nadelzylinders 101 verläuft, ist eine Wippe
schwenkbar. Die Wippe 122 ist etwa senkrecht zum
Stab 115 und etwa tangential zur Oberfläche
des NadelZylinders 101 angeordnet. Die Wippe 122
ist an ihren beiden Enden mit einem etwa radial zum Nadelzylinder 101 verlaufenden Schlitz versehen,
wodurch die Enden der Wippe 122 gabelförmig gestaltet sind. Das dem Stab 115 zugewandte gabelförmige
Ende der Wippe 122 umfaßt den Stab 113 im Bereich des Querbolzens 120, der in Langlöcher
123 eingreift, die in Richtung des Stabes 113 verlaufend in den den Schlitz umgebenden Teilen der Wippe
122 eingearbeitet sind. Damit ist der Stab 113
in seiner Längsrichtung bei feststehender Wippe so weit beweglich, wie es die Länge der Langlöcher
123 zuläßt. An dem dem Stab 113 abgewandten Ende
der Wippe ist in dem Schlitz eine Rolle 124-drehbar gelagert, die am Umfang einer Kurvenscheibe
125 unter der Wirkung einer Druckfeder 126 anliegt, die sich gegen ein feststehendes Maschinenteil,
beispielsweise das Maschinengehäuse abstützt. Die
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Kurvenscheibe 125 weist vier Umfangsabschnitte auf:
einen etwa 1/4- des Umfanges einnehmenden Abschnitt mit größerem Radius, einen etwa 3/4· cLes Umfanges
einnehmenden Abschnitt 128 mit kleinerem Radius und zwei zwischen diesen beiden Abschnitten angeordneten
Übergangsabschnitte 129 und 130.
Zwischen dem einen größeren Querschnitt als der Stab 113 aufweisenden Schieber 111 und das dom Stab
113 zugewandte gabelförmige Ende der Wippe 122 ist um den Stab 113 eine Lösefeder I3I gewunden»
die sich mit ihrem einen Ende gegen den Schieber 111 und mit ihrem anderen Ende über eine Platte 132
gegen das gabelförmige Ende der Wippe 122 abstützt.
Die aus Kurvenscheibe 125, Wippe 122, Stab 113 und Elektromagnet II7 bestehende Anordnung ist mehrfach,
beispielsweise 18-fach vorgesehen. Alle Wippen 122 sind um die gemeinsame Welle 121 schwenkbar gelagert.
Alle Kurvenscheiben 125 sind auf einer Welle 133 drehfest angebracht, die mit dem Nadelzylinder
zusammen derart angetrieben ist, daß die Welle 133
eine Umdrehung vollführt, wenn sich der Nadelzylinder um eine Teilung weiterbewegt, die 18 Nuten 103 entspricht.
Die Gesamtzahl der im Nadelzylinder 101 vorgesehenen Nuten 103, Platinen 102 und Nadeln 104-ist
ein ganzzahliges Vielfaches der Zahl der Elektromagnet
e 117» im vorliegenden Fall ein ganzzahliges
109853/0693 *A bad
195739S
Vielfaches von 18. Die Kurvenscheiben 125 sind auf der Welle 133 jeweils um einen gleichmäßigen
Winkel fortlaufend gegeneinander versetzt; der Winkel ergibt sich als Teilung des Umfanges durch
die Zahl der Kurvenscheiben 125· Jede Kurvenscheibe 125 nimmt also relativ zu der ihr zugeordneten
Platine 102 die gleiche Lage ein, da die zeitliche und räumliche Verschiebung der Kurvenscheiben zueinander
dem räumlichen und zeitlichen Versatz der Platinen zueinander entspricht. Die Platinenfüße
sind in Längsrichtung der Platinen 102 verschieden angeordnet. Jeder Schieber 111 bedient eine Platinen
gruppe, deren Platinenfüße 106 untereinander den gleichen Abstand zum Platinenende aufweisen. Die
einzelnen Platinen einer Gruppe sind voneinander durch so viel Platinen anderer Gruppen getrennt,
wie es der Zahl der Kurvenacheiben vermindert um 1 entspricht. Im vorliegenden Beispiel mit 18 Kurvenscheiben
befindet sich also zwischen den Platinen einer Gruppe jeweils 17 andere Platinen, die den
anderen Kurvenscheiben zugeordnet sind. Es weist also jede 18. Platine die gleiche Lage ihres
Platinenfußes 106 relativ zum Platinenende auf. Die Plati-nenfüße sind so gestaffelt angeordnet,
daß sie den Verlauf einer Sägezahnkurve ergeben, wie es aus der in Abwicklung schematisch dargestellten
I'ig. 3 ersichtlich ist.
Die Auswahl der Platinen erfolgt im Zusammenspiel zwischen der durch die Kurvenscheibe 125 betätig-
109853/0693 *A
1957393
ten Wippe 122 und der Erregung beziehungsweise
Entmagnetisierung aes Elektromagneten 117· Befindet
sich, die Rolle 124- der Wippe 122 auf der Kurvenscheibe
auf den Abschnitt 128 mit kleinerem Hadius y
dann ist durch die Druckfeder 126 die Wippe entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt r der Querbolzen
120 liegt am unteren Ende der Langlöcher 123 an
und der Stab 113 wird hochbewegt, bis der Kagnetanlcer 114- an den Polen 115 und. 116 des Elektromagneten
117 zur Anlage kommt. Dabei wird gleichzeitig der Schieber 111 aus der Umlaufbahn der Platinenfüße
106 der ihm zugeordneten Platinengruppe herausbev/egt.
Diese Bewegung des Stabes 113, bei der der Magnet; anker 114- auf den Elektromagneten 117 hinbewegt
wird, ist formschlüssig von der Kurvenscheibe 12p abgeleitet. Sobald bei sich weiterdrehender Kurvenscheibe
125 die Rolle 124- auf den Abschnitt 127 mit größerem Radius gelangt, wird dadurch entgegen
der Kraft der Feder 126 die Wippe 122 im Uhrzeigersinn verschwenkt. Die Langlöcher 123 sind so groß
ausgebildet, daß dabei der Querbolzen 120 noch nicht bis an das andere Ende des Langloches 12$ gelangt.
Ist der Elektromagnet 117 erregt, dann hält er den Magnetanker 114- fest und die Schrägfläche 112
bleibt außerhalb der Bahn der Platinenfüße 106 der ihr zugeordneten Platinengruppe. Wird dagegen
der Elektromagnet 117 entmagnetisiert, solange sich die Rolle 124- auf dem Abschnitt 128 mit kleinerem
Radius befindet, dann wird der Magnetanker 114-
109853/0893
BAD ORIGINAL
durch, die Lösefeder I3I von den Magnetpolen 115
•und 116 abgezogen und der Stab 113 bewegt sich in
Richtung auf die Achse des NadelZylinders 101, "bis der Querbolzen 120 an dem unteren Ende der
Langlöcher 123 zur Anlage kommt. In dieser unteren
Position des Schiebers 111 befindet ach die Schrägfläche
112 in der Bahn der Platinenfüße 106 der ihr zugeordneten Platinengruppe, und die nächste
Platine in der Gruppe wird beim Auflaufen ihres Platinenfußes 106 auf die Schrägfläche 112 in
die Nut 103 des Nadel Zylinders 101 hineingedrückt, so
daß diese Platine 102 die Hochstellkurve 109 verfehlt und nicht axial vorbewegt wird. Die Kurvenscheibe
125 macht jeweils einen Umlauf in der Zeit, in der sich die Platinen einer Gruppe
um den Abstand derPlatinen dieser Gruppe voneinnnder weiterbewegt haben, so daß 3ede Platine
einzeln auswählbar ist. Die Verbindung des Stabes 113 mit der Kurvenscheibe 125 ist in der Bewegungsrichtung
des Stabes II3 auf die Nadelzylinderachse hin kraftschlüssig durch die Lösefeder I3I
gegeben.
Die Zeitpunkte der Ansteuerung des Elektromagneten 117 sind in der schematischen Darstellung der Fig.
angegeben. Zum Zeitpunkt A, an dem sich die sich nähernde Platine der diesem Elektromagneten zugeordneten
Platinengruppe noch um mindestens einen PIatinenabdand
vor der vorderen Kante der Schrägflache
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befindet, wird die Wippe durch Auflaufen der Rolle 124 auf den Übergangsabschnitt 129 der Kurvenscheibe 125
im Uhrzeigersinn verschwenkt und damit der Schieber '.11
mit der Schrägfläche 112 in die Bahn des Platinenfußes 106 der zugehörigen sich'nähernden Platine 102
gebracht, falls der Elektromagnet 117 nicht erregt ist. Zum Zeitpunkt B, wenn die zugehörige Platine 102
den Bereich der Schrägfläche 112 wieder verlassen hat, befindet sich die Rolle 124 auf dem Übergangsabschnitt 130. Während des Passierens dieses Übergangsabschnittes
wird der Schieber- 111 zusammen mit dem
Magnetanker 114 und dem Stab 113 angehoben und dadurch
die Schrägfläche 112 aus dem Bereich der Bahn der Platinenfüße 106 der ihr zugeordneten Platinengruppe
herausbewegt. Zu einem Zeitpunkt C, der sich im Bereich des Abschnittes 128 mit kleinerem Radius
etwa in dessen Mitte befindet, also zeitlich nach dem Punkt B und vor dem Punkt A liegt, trifft
das Signal der Lesevorrichtung ein, falls die folgende
Platine die Hochstellkurve 109 erreichen, also nicht in ihre Nut IO5 zurückgedriickt werden soll.
Der der Wicklung 119 des Elektromagneten 117 zugeführte Erregerstrom dauert vom Zeitpunkt Cüber den
Zeitpunkt A bis über den Zeitpunkt B hinaus und endet;
in dem Bereich zwischen B und C. Soll die herannahende nächste Platine dagegen die Höchstel!kurve nicht erreichen, so wird zum Zeitpunkt C oder kurz darauf, wenn
vonder Lesevorrichtung kein Signal gekommen ist, der
Wicklung 119 des Elektromagneten II7 ein Entmagneisierstrom
zugeführt, der mindestens bis zum Zeitpunkt A dauert, im allgemeinen aber erst nach dem Zeitpunkt; 3
wieder endet .Der Entmagnetisier strom bleibt, gegebenenf:-. Ils
über mehrere Umdrehung der Kurvenscheibe 125 hinweg so
lange eingeschaltet, bis zu einem Zeitpunkt C ein Signal
von der Lesevorrichtung eintrifft. Kommt
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BADOHiulNAL ·/.
dagegen ein Signal von der Lesevorrichtung, was bedeutet,
daß die zugehörige Platine von der Hochstellkurve erfaßt werden soll, dann wird zum Zeitpunkt C
ein Erregerstrom auf die Wicklung gegeben, der vom Zeitpunkt C über den Zeitpunkt A bis zum Zeitpunkt B
dauert. Der Abstand G bis B entspricht nahezu 2/3 des Abstandes der Platinen der gleichen Gruppe voneinander.
In Pig. 2 sind die Zeitpunkte A, B und G
in ihrer ungefähren Lage relativ zur Kurvenscheibe 125 eingetragen. Aus der Angabe der Zeitpunkte A, B
und C in den Fig. 2 und 3 ist ersichtlich, wie groß
die zur Steuerung der Elektromagnete 117 zur Verfügung
stehende Zeit ist, verglichen mit dem kurzen Zeitabschnitt, der bei Vervrendung eines einzigen
Magneten zur Verfügung stehen würde. Bei Verwendung nur eines einzigen Magneten würde für die Erregung
und die Entmagnetisierung eines Magneten nur die Zeit zur Verfügung stehen, die dem Abstand zweier einander
"benachbarter Platinen entspricht.
In Fig. 4- ist eine andere Aus führung s form des mechanischen
Antriebes des Stabes 113 dargestellt, bei dem nicht von einer Wippe, sondern von einem an einem
Ende schwenkbar gelagerten Hebel 134· Gebrauch gemacht
ist, auf den die Kurvenscheibe 125 unmittelbar einwirkt. Die Kurvenscheibe 125 ist zwischen einem .
festen Lagerpunkt 135 und dem stabseitigen Ende
des Hebels 134· angeordnet.
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Die beschriebene Anordnung mit einer Magnetgruppe und einer Kurvenscheibengruppe bildet ein System.
Die Anzahl der einem System zugeordneten Magnete ist beliebig unter der Bedingung, daß sie einem
ganzzahligen Teil der am gesamten Nadelzylinder vorhandenen Nadeln entspricht. Die Anzahl der
Elektromagnete je System richtet sich nach der
Geschwindigkeit, mit der die Platine ausgewählt werden kann in Abhängigkeit von der geforderten
Umlaufgeschwindigkeit des NadelZylinders. Eine
Rundstrickmaschine enthält eine Vielzahl derartiger Systeme, die aus der Magnetgruppe, der Mechanik
mit Wippaiund Kurvenscheiben, je einer Anstellkurve
108 und einer Hochstellkurve 109 zusammengesetzt sind. Der technische Aufwand, der dadurch gespart
wird, daß die Magnete unmittelbar auf die hinter den Nadeln in den Nuten angeordneten Platinen
102 einwirken und,nicht irgendwelche Federn und Zähne mit einem Musterrad erforderlich sind, ist
bei derartigen, viele Systeme aufweisenden Sundstrickmaschinen außerordentlich bedeutend.
Die Elektromagnete 117, clie üblicherweise einen V/eicheisenkern
118 aufweisen, können auch mit einem Dauermagnet als Kern versehen sein.Oder es kann der
Magnetanker 114 aus einem Dauermagnet bestehen. Anzug
und Abwurf des Magnetankers erfolgt durch ein in gleicher Richtung wirkendes beziehungsweise ein in
entgegengesetzter Richtung zu dem Feld des Dauermag-
10 9 8 5 3/0693 Ba°
neten xtfirkendes Feld,, das durch einen entsprechend
gepolten Gleichstrom in der Wicklung 119 des Magneten erzielt wird.
Die Erfindung eignet sich auch Tür Flachstrickmaschine!:.
Dabei besteht lediglich der Unterschied, daß bei Rundstrickmaschinen sich der Nadelzylinder bewegt
und das System steht, wogegen bei Flachstrickmaschinen
das System mit Magneten, Kurvenscheiben, Anstellkurve und Hochstellkurve sich bewegt und das
Nadelbett feststeht. Dabei ist das gesamte System jeweils doppelt vorgesehen, da es in Bewegungsrichtung
vor dem Schloß auswählen muß. Durch entsprechende Jeweils
am Ende des Platinenbettes vorgesehene Umschalter
wird das jeweils beim nächsten Arbeitsgang dem Schloß vorlaufende System eingeschaltet beziehungsweise werden
die Anstellkurve und die Hochstellkurve in Wirkstellung gebracht, wogegen das dem Schloß nachlaufende System
abgeschaltet und dessen Anstell- und Hochstellkurve außer Wirkstellung gebracht werden.
In den Fig. 5 und 6 ist eine Ausführungsform der Steuerorgane
für die Auswahlvorrichtung dargestellt. Die Informationen für die einzelnen Elektromagnete
eines Systems sind in einer Spalte in Bewegungsrichtung des die Informationen enthaltenden
Lochbandes hintereinander enthalten. Das Lochband hat so viele Spalten wie Systeme der Maschine unterschiedlich
gesteuert sind. Es ist möglich, beispielsweise von jeder Spalte zwei Systeme einer Rundstrickmaschine
zu steuern, die an der Maschine um 180° zueinander versetzt sind. Eben-
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so ist es möglich, drei oder mehr Systeme ,jeweils von
einer Spalte aus zu steuern, die dann um entsprechende Bruchteile von 360^ zueinander versetzt
sind. Dadurch wird das gleiche Muster auf der Strickmaschine
zwei- "oder drei- oder mehrmal gestrickt. Im allgemeinen ist jedoch die Zahl der Spalten
gleich der Zahl der Systeme,wenn sich das Muster
auf demUmfang nicht wiederholt.
Die in dem Band gespeicherten Informationen über das Muster werden dadurch ausgelesen, daß ein Loch
einen von einer Lichtquelle 33 ausgesandten Lichtstrahl zu einer Fotozelle 54- freigibt. Ist der Information
entsprechend kein Loch vorhanden, dann deckt das Band
die Lichtquelle ab. Die Informationen für die beispielsweise 18 Magnete eines Systems werden daher
nacheinander durch die Auslesevorrichtung 31
ausgelesen. Die Informationen für die einander entsprechenden Elektromagnete der Systeme befinden sich,
in einer Zeile des Bandes und werden gleichzeitig ausgelesen. Die Information einer Spalte wird
über eine Leitung 4-1 und einen Verstärker 35 zu
der Elektromagnetgruppe eines Systems geführt. Für
jedes System sind eine Leitung 4-1 und ein Verstärker
35 vorgesehen. Die Informationen 29 können auf dem Band 30 auch in anderer Form als in
Form von Löchern enthalten sein und außerdem können die Auslesesrrgane 33 und 54- in anderer Weise ausgebildet
sein, beispielsweise als mechanische Kontakte
■ /<
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BAD OTIGlNAL
oder als die Magnetisierung eines Magnetbandes auslesende
Magnetköpfe.
An dem Ausgang des Verstärkers 35 erscheinen die
Informationen für die 18 Elektromagnete 117 nacheinander
t sie werden in Serie ausgelesen. Um diese
Informationen so auf die" 18 Magnete zu verteilen, daß jeder Magnet die ihm zugeordnete Information
zu seinem Zeitpunkt C erhält, ist ein Verteiler vorgesehen, ckr bei der dargestellten Ausführungsform der Erfindung ein mechanisches, synchron mit
dem Band 30 angetriebenes (Teil, nämlich eine Nockenwalze
36 aufweist, die schraubenlinig verteilt
Nocken 37 "^ägt, die ausechselbar an der Nockenwalze
36 befestigt sind. Diese Nocken arbeiten mit
Betätigungsstiften 38 von je einem Magneten 117
zugeordneten Tastumschaltem39 so zusammen, daß
die Wicklung 119 des Magneten 117 mit dem Arbeitskontakt 40 des Umschalters 39 verbunden ist, wenn
die für den betreffenden Elektromagneten 117 bestimmte
Information an dem Arbeitskontakt 40 eingeht, der mit dem Verstärkerausgang des Verstärkers
35 verbunden ist. Der Ruhekontakt 42 der einzelnen Umschalter 39 ist mit einer Leitung 53 verbunden,
die zu einer Stromquelle führt, die einen Entmagnetisierstrom erzeugt. Der Entmagnetisierstroia kann
beispielsweise aus pulsierendem Gleichstrom einer Stromstärke bestehen, die nur etwa 1/3 so groß
ist wie die Stromstärke des den Wicklungen 119
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zugeführten Arbeitsstromes. Der Entmagnetisierstrom kann jedoch· auch die Form einer gedämpften Schwingung
aufweisen. Dabei ist vorzugsweise der Einsatzpunkt der gedämpften Schwingung synchronisiert mit dem
Umlauf des Nockenrades 125· Die bewegliche Kontaktzunge
4-3 des Umschaltkontaktes 39 ist über ein mechanisches
Relais oder eine elektronische Impulsformerschaltung, beispielsweise über einen monostabilen
Multivibrator 44 mit der Wicklung 119 des Magneten verbunden. Die Schaltung 44 hat die Aufgabe, die kurze,
von dem Verstärker 35 abgegebene Information in einen Stromimpuls mit einer Länge zu verwandeln, der
dem Zeitabschnitt C bis B entspricht..Durch entsprechende Wahl der Form der Nocken 37 kann die
Dauer variiert werden,während der der Arbeitskontakt 4-0 an die Schaltung 44 angelegt ist. Die
Nockenwalze 36 kann beispielsweise auf der gleichen
Welle 133 angebracht sein, die auch die Kurv-enscheiben 125 tragt
Es versteht sich, daß die Erfindung nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt ist,
sondern Abwandlungen hiervon möglich sind, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Insbesondere
ist es möglxh, Merkmale einzeln oder kombiniert zu verwenden.
BAD ORIGINAL
109853/0693
Claims (32)
- PatentansprücheStrickmaschine mit einer Vorrichtung zur Jacquardmusterung, die eine dem Muster entsprechendeInformationen auslesende Vorrichtung und eine· hiervon gesteuerte Auswahlvorrichtung zur elektromagnetischen Auswahl der Nadeln umfaßt, mit den Nadeln zugeordneten Teilen, die über Führungsflächen in eine Arbeitsstellung, in der sie auf die Nadeln einwirken und in eine Ruhestellung, in&er sie ohne Einfluß auf die Nadeln bleiben, bewegbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswahlvorrichtung mehrere von der Lesevorrichtung gesteuerte Elektromagnete (117) aufweist, von denen jedem eine ver-■ stellbare Führungsfläche (112) zugeordnet ist, die er einstellt und die zur Steuerung jeweils einer Gruppe von Teilen (102) bestimmt ist und die Teile (102) einer Gruppe voneinander durch eine Anzahl von Teilen (102) anderer Gruppen getrennt sind, die um 1 geringer ist als die Zahl der.Elektromagnete (117), daß die verstellbaren Führungsflächen (112) quer zur Relativbewegung zwischen Teilen (102) und Pührungsflachen (112) gestaffelt angeordnet sind und die Teile (102) entsprechend gestaffelt angeordnete mit der jeweils zugeordneten verstellbaren Führungsfläche (112) in Eingriff tretende Steuerflächen (106) aufweisen../■ 109853/0633
- 2. Streumaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in Laufrichtung der Teile (102) vor den verstellbaren Führungsflächen (112) eine feststehende Anstellfläche,(108) vorgesehen ist, die die Teile (102) entgegengesetzt zu der Richtung bewegt, in der ) sie durch die verstellbaren Führungsflächen (112) bewegbar sind.
- J. Strickmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet;, daß die Anstellfläche (108) in Bewegungsrichtung der Teile (102) unmittelbar vor den verstellbaren Führungsflächen (112) vorgesehen ist.
- 4. Strickmaschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Anstellfläche (108) die Teile (102) in ihre Arbeitsstellung bewegbar sind.
- 5· Strickmaschine'nach einem der vorhergehenden Ansprüche, " dadurch gekennzeichnet, daß die Teile als Platinen (102) ausgebildet sind und die Enden der nicht von der verstellbaren Führungsfläche (112) erfaßten Platinen (102) durch eine die Platinen in Achsrichtung bewegenden Hochstellkurve (109) bewegbar sind.
- 6. Strickmaschine nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, daß die Platinen (102) an ihrem der Höchsteilkurve zugewandten Ende und die Hochstellkurve Profile (105,110) aufweisen, die eine Führung der Platinenenden ergeben.BAD ORIGINAL ./. 109853/0693
- 7. Strickmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die verstellbaren Führungsflächen (112) in einer Reihe parallel zur Platinenlängsachse angeordnet sind.
- 8. Strickmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerflächen der Platinen (102) als Platinenfüße (106) ausgebildet sind und der Ort der Platinenfüße (106) an den Platinen (102) für jede Platinengruppe entsprechend der zugehörigen verstellbaren Führungsfläche (112) gewählt ist.
- 9. Strickmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, -dadurch gekennzeichnet, daß die verstellbaren Führungsflächen (112) mit einem Magnetanker (114·) verbunden sind, der mechanisch an Pole (115 u.. 116) des zugehörigen Elektromagneten (117) heranführbar ist.
- 10. Strickmaschine nach Anspruch 9> dadurch gekennzeichnet, daß der Magnet anker (114-) bei seiner Bewegung zu den Polen des Elektromagneten (117) hin formschlüssig, bei der entgegengesetzt gerichteten Bewegung dagegen kraftschlüssig mit dem mechanischen Antrieb (125,122, 113) verbunden ist.
- 11. Strickmaschine nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die verstellbare Führungsfläche (112) an einem Ende eines Stabes (113) angeordnet ist, an109853/0693dessen anderem Ende der Magnetanker (114) angebracht ist.
- 12. Strickmaschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der mechanische Antrieb des Magnetankers (114) und der mit ihm verbundenen verstellbaren Führungsfläche (112) von einer Kurvenscheibe (125) abgeleitet ist.
- 13. Strickmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenscheibe (125) in der Zeit eine Umdrehung ausführt, während der sich die Platinen (102) relativ zur Führungsfläche um die Strecke bewegt haben, die gleich dem Abstand zweier Platinen (102) einer Gruppe voneinander ist.
- 14. Strickmaschine nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungsübertragung von der Kurvenscheibe (125) auf den den Magnetanker (114) tragenden Stab (113) über eine Wippe (122) erfolgt, deren eines Ende dem Verlauf der Kurvenscheibe ( 125) folgt und mit deren anderem Ende der zur Wippe (122) und zur Wippenschwenkachse etwa senkrecht angeordnete Stab (113) in Verbindung steht.
- 15· Strickmaschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Stab (113) einen Querbolzen (120) aufweist, der etwa parallel zur Wippenschwenkachse verläuft, und109853/0693in ein Langloch (123) eingreift, das im Bereich des stabseitigen Wippenendes vorgesehen ist.
- 16. Strickmaschine nach Anspruch 15» dadurch gekennzeichnet,daß das stabseitige Wippenende gegabelt und die . "beiden Gabelzinken mit je einem Langloch (123) versehen sind.
- 17· Strickmaschine nach einem der Ansprüche 1A- bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß eine Lösefeder (131) vorgesehen ist, die sich einerseits am Stab (113) und andererseits an der Wippe (122) abstützt und eine Kraft ausübt, die den Magnetanker (114) von den Magnetpolen (115 und 116). zu trennen sucht, wobei die von der Lösefeder (131) ausgeübte Kraft geringer ist als die zum Losreißen des Magnetankers (114) bei erregtem Elektromagneten (117) erforderliche Kraft.
- 18. Strickmaschine nach Anspruch 17» dadurch gekennzeichnet, daß das eine Wippenende an der Kurvenscheibe (125) unter der Wirkung einer Wippenfeder (126) anliegt.
- 19· Strickmaschine nach einem der Ansprüche I5 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Langloch(123) derart zum Querbolzen (120) angeordnet ist, daß bei der von der Kurvenscheibe (125) abgeleiteten Bewegung des Magnetankers (114) zu den Polen (II5 und 116) des Elektromagneten (117) hin der Querbolzen (120) an dem10 9853/0693_ 44 -dem Magnetanker (114) abgewandten Ende des Langloch.es (I23) zur Anlage kommt und die Bewegung formschlüssig überträgt.
- 20.' Strickmaschine nach einem der.Ansprüche 12 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenscheiben (125) für die Magnetanker (114) aller Elektromagnete (11-7) auf einer gemeinsamen Welle (133) drehfest angebracht und zueinander jeweils um gleiche Winkel versetzt zueinander angeordnet sind, daß sich eine gleichmäßige Verteilung über den Umfang ergibt.
- 21. Strickmaschine nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Wippen (122) eine gemeinsame Schwenkachse (121) aufweisen, die parallel zur Achse der Kurvenscheiben (125) verläuft.
- 22. Strickmaschine nach einem der Ansprüche 12 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenscheibe (125) die Wippe (122) während etwa 3/4 Umdrehung in der Lage hält, in der der Magnetanker (114) durch Formschluß an die Pole (115 und 116) des Elektromagneten (117) herangeführt ist, und daß die Wippe (122) während etwa 1/4 Umdrehung in der Lage gehalten ist, in der der Magnetanker (114), von der Kraft der Lösefeder unterstützt, von den Polen lösbar ist.BAD ORIGINAL 109853/0693_ 45 -
- 23. Strickmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die verstellbare Führungsfläche an einem Schieber (111) vorgesehen und als zur Auflaufrichtung der Platinenfüße (106) geneigte Schrägfläche (112) ausgebildet ist.
- 24. Strickmaschine nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (111) in einer zur Stablängsachse ausgerichteten_Führung einer Führungsleiste (136) geführt ist.
- 25· Strickmaschine nach einem der Ansprüche 9 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Erregung und die Entregung der Elektromagnete (11?) mit der die Magnetanker (114) an die Magnetpole (115 und 116) heranführenden Mechanik synchronisiert ist.
- 26. Strickmaschine nach einem der Ansprüche 9 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektromagnete (117) für den AuswahlVorgang über eine Leitung (53) an eine Entmagnetisierstromquelle anschließbar sind.
- 27· Strickmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lesevorrichtung (33/ 54) die Informatipnen für die einzelnen Elektromagnete (11$ nacheinander ausliest und ein Verteiler ( 36,37»38,39) vorgesehen ist, der die Informationen auf die einzelnen Elektromagnete (117) verteilt, und daß Auslesevorrichtung, Verteiler und die die109853/0693Magnetanker an die Magnetpole heranführende Mechanik zueinander synchronisiert sind.
- 28. Strickmaschine nach einem der Ansprüche 25 "bis 27,fc dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Lesevorrichtung (33,54} und Elektromagnet (117) eine das Signal der Lesevorrichtung verlängernde Schaltung (44·) vorgesehen ist. .
- 29· Strickmaschine nach einem der Ansprüche 25 "bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektromagnete (117), solange kein. Signal der Lesevorrichtung (33,54) vorhanden ist, erregt sind.
- 30. Strickmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgangssignal der Lesevorrichtung (33?54) Umschalter ansteuert, durch.P die die Elektromagnete (117) abwechselnd von einer Erreger- oder einer Entmagnetisierstromquelle gespeist sind.
- 31. Strickmaschine nach Anspruch 29 oder 30, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgangssignal der Lesevorrichtung (33,54·)» mit dessen Beginn der Elektromagnet (117) den Entmagnetisierstrom erhält, auf einen Zeitpunkt gelegt ist, an dem die zugehörige Platine (102) sich noch vor der verstellbaren Führungsfläche (112) befindet und daß der Entmagneti-109853/0693sierstrom noch eingeschaltet ist, wenn der Magnetanker (114·) bereits wieder durch, die Mechanik an die Magnetpole (115 und 116) herangeführt ist.
- 32. Strickmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern (118) des Elektromagneten (117) die Form eines U aufweist, dessen Schenkelenden die Magnetpole ( 115 und 116) "bilden und dessen Joch die Wicklung (119) trägt.33· Strickmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis.J1, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnetkern die Form eines E aufweist, um dessen Mittelschenkel die Spule gewickelt ist und dessen drei Schenkelenden Magnetpole bilden.34-. Strickmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Platinen (102) in den Nuten (103), in denen sie angeordnet sind, reibungsschlüssig haften.109853/0693
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