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Elektrisch gesteuerte Mustervorrichtung an einer Rundstrickmaschine
Die Erfindung betrifft eine elektrisch gesteuerte Mustervorrichtung an einer Rundstrickmaschine,
mit einem Steuermagnew ten, der eine durch Weicheisenpole eines Dauermagneten gebildete
Haftbahn und mindestens einen Steuerpol aufweist, mittels dessenunter Federwirkung
stehende, mechanisch an den Steuermagneten herangeführte Stellglieder einzeln derart
senkrecht zum Nadelbett steuerbar sind, daß sie mustergemäß entweder in einer an
der Haft bahn gehaltenen Stellung bleiben oder in eine-losgelassene Stellung verschwenkt
werden, um so
eine Vielzahl von Stößern zwischen einer Ruhestellung
und einer Austriebsstellung, in der sie in Eingriff mit einer Austriebkurve stehen,
zu verstellen, wobei an jedem Stößer eine Vorspannfeder angeordnet ist und im Bereich
zwischen dem Beginn der Weicheisenpole und dem Steuerpol eine Vorspannkurve für
die Vorspannfedern vorgesehen ist.
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Eine Vorrichtung dieser Art ist bereits in der DT-AS 1 760 405 beschrieben.
Bei der Übertragung dieser bekannten Vorrichtung auf Rundstrickmaschinen hat es
sich als schwierig herausgestellt, einerseits den mustergemäßen wahlweisen Austrieb
der Nadeln in eine Fangstellung oder in eine Strickstellung in zeitlich genau abgestimmter
Abfolge zu verwirklichen und andererseits trotz der bei Rundstrickmaschinen erforderlichen
sehr engen Teilung und somit geringen gegenseitigen Stößerabständen eine genaue
und fehlerfreie Steuerung der einzelnen Stößer bzw. Nadeln zu erreichen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs
genannten Art so zu verbessern, daß sie bei Rundstrickmaschinen einwandfrei und
sicher funktioniert.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Stößer
in der losgelassenen Stellung der Stellglieder in die Austriebstellung verstellt
werden, daß die Stößer in zwei untereinander angeordnete Gruppen unterteilt sind,
denen je ein Steuermagnet, eine Vorspannkurve und eine Austriebkurve zugeordnet
ist, wobei je ein Stößer aus beiden Gruppen an der gleichen Nadel oder die Nadel
austreibenden Platine angreift, und daß die beiden Austriebkurven die Stößer derart
austreiben, daß die zugehörige Nadel oder Platine in die Fangstellung bzw. in die
Strickstellung kommt.
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Bei der bekannten Vorrichtung wurden die Stößer in der an der Haftbahn
gehaltenen Stellung der Stellglieder ausgetrieben. Sie müssen daher vor jedem Auswahlvorgang
stets in die Arbeitsstellung verschwenkt und anschließend, falls sie nicht zum Arbeiten
ausgewählt werden, wieder in die Ruhestellung zurückgebracht werden Die bei der
erfindungsgemäßen Vorrichtung vorgenommene Umkehr dieses Vorgangs, wobei die Stößer
nur in die Arbeitsstellung gedrängt werden, wenn die zugehörigen Stellglieder von
der Haftbahn losgelassen werden, ermöglicht die Aufteilung der Stößer in zwei untereinander
angeordnete Gruppen, deren eine den Austrieb der Nadeln bzw. Platinen in die Fangstellung
bewirkt, während die andere Gruppe den Austrieb in die Strickstellung bewirkt. Die
Stößer der beiden Gruppen behindern sich gegenseitig in keiner Weise, denn die zu
der gleichen Platine oder Nadel gehörigen beiden Stößer können wahlweise gleichzeitig
oder abwechselnd betätigt und in Arbeitsstellung gebracht werden. Wenn bei der gleichen
Nadel oder Platine beide Stößer in Arbeitsstellung gebracht sind, wird die Nadel
in Strickstellung ausgetrieben und der für die Fangstellung ausgewählte Stößer wird
gleichzeitig mit dem für die Strickstellung ausgewählten durch die dafür vorgesehene
Rückführkurve in die nicht ausgetriebene Stellung zurückgebracht.
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Beide Platinengruppen können beispielsweise durch getrennte Signalspeicher
in sehr einfacher Weise unabhängig voneinander mustergemäß gesteuert werden.
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Für eine weitere Verkürzung des Arbeitsspiels ist es nicht unzweckmäßig,
die Nadel in einer mit den Stößern in Verbindung stehende Platine und eine von der
Platine ausgetriebene eigentliche
Nadel aufzuteilen. In diesem
Falle müßte für Nadel und Platine je eine getrennte Rückführkurve vorgesehen werden.
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Sehr zweckmäßig ist es, die beiden Austriebkurven für die beiden Stößergruppen
hinsichtlich des jeweiligen Austriebbeginns deckungsgleich'übereinander anzuordnen.
Es muß dabei lediglich ein freier Bewegungsraum für den Stößer vorgesehen werden,
der entweder bis zur Fangstellung oder bis zur Strickstellung der Nadel ausgetrieben
werden kann.
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Die Stößer können dabei, wie bei der oben erwähnten bekannten Ausführungsform,
selbst die Stellglieder bilden, so daß sie sich in Ruhestellung stets in der an
der Haftbahn des Steuermagneten anliegenden Lage befinden, während sie bei Verschwenkung
in die Arbeitsstellung von der Haftbahn weg zur Nadel oder Platine hin verschwenkt
werden. Diese Ausführungsform ergibt eine räumlich außerordentlich gedrängte Anordnung
und ermöglicht ein sehr schnelles Arbeiten, da nur die für die Arbeitsstellung ausgewählten
Stößer verschwenkt werden müssen, während alle nicht ausgewählten Stößer stets in
Ruhestellung verbleiben können.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind jedoch die Vorspannfedern
als die Stellglieder bildende Federstabanker ausgebildet. Die Ausbildung der Stellglieder
als Federstabanker ist beispielsweise aus der DT-OS 1 635 900 bekannt. Dabei sind
die Federstabanker auf getrennten Blöcken am Nadelzylinder befestigt und es tritt
bekanntlich bei der Betätigung dieser Federstabanker durch Steuermagnet und Verschwenkkurven
eine ziemlich starke Kerbwirkung an der Befestigungsstelle der Anker auf, was in
bezug auf die Dauerstandsfestigkeit einer solchen Vorrichtung eine gewisse Unsicherheit
mit sich bringt.
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Die bekannten Federstabanker sind ständig einer zweiseitigen Belastung
aus einer mittleren Ruhelage heraus ausgesetzt und das magnetische Anzugsmoment
dieser dünnen Federstabanker ist nicht besonders groß, so daß ziemlich große Stellwege
zwischen den einzelnen.Anzugs- und Abfallstellungen erforderlich sind, um ein sicheres
Arbeiten zu gewährleisten.
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In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird diese Schwierigkeit
dadurch beseitigt, daß die an den Stößern befestigten Vorspannfedern selbst als
die Stellglieder bildende Federstabanker ausgebildet sind und daß die Federstabanker
am jeweils zugehörigen Stößer derart befestigt sind, daß sie sich in der durch die
Vorspannkurven nicht vorgespannten Ruhelage an die dem zugehörigen Steuermagnejten
zugewandte Fläche des Stößers mit Federvorspannung anlegen.
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Durch diese feste Verbindung der gleichzeitig Rie Vorspannfedern bildenden
Federstabanker mit den Stößern ergibt sich eine einwandfreie Hubsicherheit für den
Stößer, wobei die Federstabanker den Hub gemeinsam mit dem Stößer ausführen. In
diesem Bewegungsbereich sind daher die Federstabanker keinerlei Biegebelastung ausgesetzt.
Dadurch, daß die Federstabanker in Ruhelage unter Federvorspannung an den Stößern
anliegen, bewegen sie sich bei Erhalt. eines Abwurfimpulses schnell und mit großer
Federkraft von der Haftbahn zum Stößer.
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Ein weiterer entscheidender Vorteil liegt jedoch darin, daß ein mit
dem Stößer fest verbundener Federstabanker eine wesentlich höhere magnetische Empfindlichkeit
der ganzen Anordnung ergibt. Die vom Steuermagneten her wirksame Magnetkraft geht
durch den Federstabanker nicht nur axial, sondern auch radial hindurch und trittauf
der gegenüberliegenden Seite in den magnetischen Stößer ein. Dabei ergeben sich
wesentlich höhere
Feldstärken und damit Empfindlichkeiten als bei
einem dünnen Federstabanker allein. Das höhere Feld wird im Federstabanker wegen
der hohen Permeabilität des zugehörigen Stößers zusammengezogen und der Federstabanker
unterliegt daher einem weit höheren Anzugsmoment als bei der bekannten Anordnung,
bei der die Anziehung des Federstabankers hauptsächlich auf seiner axialen Magnetisierung
beruht. Störende Streufelder werden damit weitgehend ausgeschaltet.
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Daraus ergibt sich die Möglichkeit, den Abfallweg des Federstabankers
aus der an der Haftbahn gehaltenen Stellung bis in die losgelassene Ruhestellung
in Anlage am Stößer viel kürzer zu machen. Der Federstabanker kann bereits von der
Verschwenkkurve erfaßt werden, bevor er seine Ruhelage eingenommen hat, und diese
Wegeinsparung wirkt sich gleichzeitig als reale.
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Wegeinsparung am Stößer aus. Durch das baldige Anliegen des Federstabankers
am Stößer' schon vor Erreichen einer Ruhelage wird der Stößer sofort nach dem Erfassen
durch die Verschwenkkurve vom Federstab mitgenommen und in die Arbeitslage verschwenkt,
falls der zugehörige Federstabanker ausgewählt und von der Haftbahn des Steuermagneten
losgelassen worden ist.
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Die Kerbbeanspruchung an der Befestigungsstelle der Federstabanker
ist infolge des wesentlich kürzeren, vom freien Ende des Federstabankers zurückgelegten
Weges vernachlässigbar klein geworden. Eine einwandfreie Nadelauswahl ist auf geringerer
Baulänge möglich, was andererseits auch wieder die Arbeitsgeschwindigkeit der Maschine
erhöht. Infolge des verstärkten Magnetfelds durch zusätzliche Magnetisierung der
Stößer können die Federstabanker geringere Durchmesser aufweisen, so daß kleinere
Teilungen der Maschine möglich werden.
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Gegenüber der bekannten Anordnung mit den fest eingespannten Federstabankern
ergibt sich auch eine Kosteneinsparung durch
den Wegfall eines besonderen
Befestigungsrahmens für die Federstabanker und durch den Wegfall besonderer Vorspannfedern,
da ja die Federstabanker selbst die Vorspannfedern bilden. Dadurch gestaltet sich
auch die Bemessung der Federkraft der Vorspannfedern und die Demontage der einzelnen
Stößer einfacher. Es ergeben sich wesentlich günstigere Justier-bedingungen und
dadurch lassen sich Montage- und Reparaturzeiten verkürzen.
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Die Festlegung der einzelnen Stößer in ihrer Ruhestellung läßt sich
bei einer zweckmäßgen und einfachen Ausführungsform der Erfindung dadurch erreichen,
daß die Stößer durch je eine fest mit ihnen verbundene und in eine Kerbe der Nadel
bzw.
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Platine eingespreizte Feder sowie mittels eines an die Nadel bzw.
Platine zur Anlage kommenden Anschlages in ihren Ruhestellungen gehalten sind. Durch
diese Ausbildung können einerseits keine Kerbwirkungen und Verschleißerscheinungen
auftreten und andererseits ergibt sich durch sehr einfache Mittel eine einwandfreie
Festlegung bzw. Rückführung der Stößer in der bzw. die Ruhestellung.
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Die Festlegung der Stößer in der Arbeitsstellung kann-in weiterer
vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung dadurch erfolgen, daß die Stößer durch
formschlüssiges Eingreifen an der zugehörigen Austrieb3turve gehalten sind. Dieses
forinschlüssige Eingreifen kann beispielsweise durch einfaches Abschrägen der unteren
Stößerenden sowie gleichgerichtetes Anschrägen der Austriebkurven derart verwirklicht
werden, daß sich die beiden angeschrägten Flächen entgegen der Federkraft der Rückstellfeder
aneinander anlegen und somit eine Selbsthemmung zwischen Stößer und Austriebkurve
bewirken.
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Anhand der Figuren werden Ausführungsbeispiele der Erfindung näher
erläutert. Es zeigt Fig. 1 einen vertikalen Schnitt durch eine erste Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung, Fig. 2 eine graphische Darstellung der zu der
in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung gehörigen Austrieb- und Rückführ- -kurven für die
Stößer, Fig. 3 eine schematische Draufsicht auf einen Teil der in den Fig. l und
2 gezeigten Vorrichtung, Fig. 4 einen der Fig. l entsprechenden Vertikalschnitt
durch eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung, Fig. 5 eine
der Fig. 2 entsprechende graphische Darstellung der zweiten Ausführungsform, Fig.
6 eine vergrößerte Teildarstellung der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform und Fig.
7 eine der Fig. 3 entsprechende Draufsicht auf die zweite Ausführungsform.
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Bei der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsform sind die
Nadeln zweigeteilt, und zwar in die eigentliche Nadel 10, von der nur der untere
Abschnitt dargestellt ist, und in eine am unteren Ende der Nadel 10 anliegende,
die Nadel austreibende Platine 12. Nadel 10 und Platine 12 sind in üblicher Weise
im Zylinder 14 der Rundstrickmaschine geführt. Zur Vereinfachung
sind
alle Teile der Maschine, die mit der Erfindung nichts zu tun haben, weggelassen,
so daß die Figuren nur schematisch zu verstehen sind.
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An der Platine 12 sind untereinander zwei Gruppen von Stößern 16 und
18*angeordnet, deren jeder mit einem Vorsprung 20 bzw.
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22 in je eine Kerbe 24 bzw. 26 der Platine 12 eingreift. An der Unterseite
des-Vorsprungs 20, 22 ist jeweils eine Feder 28 bzw. 30 befestigt, die in den unteren
Rand der Kerbe 24 bzw.
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26 eingespreizt ist. Die Stößer 16 bzw. 18 sind um Punkte 32 bzw.
34 an der Platine 12 schwenkbar und werden durch die Kraft der eingespreizten Federn
28 bzw. 30 gegen die glatte Haftbahn 36 bzw. 38 von zwei den beiden Stößergruppen
zugeordneten Steuermagneten 40 bzw. 42 gedrückt.
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Ferner ist an -jedem Stößer eine Vorspannfeder 44 bzw. 46 befestigt,
die jeweils in Bewegungsrichtung vor den beiden Steuermagneten 40 und 42 an einer
Vorspannkurve 48 bzw. 50 auflaufen.
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In Fig. 1- sind die beiden Vorspannfedern 44 und 46 in der voll vorgespannten
Lage in ausgezogenen Linien dargestellt, während die ungespannte Lage der Vorspannfedern
durch gestrichelte Linien 52 bzw. 54 angedeutet ist. Die Vorspannkurven 48 und 50
sind über je einen am feststehenden Teil 56 bzw. 58 der Rundstrickmaschine festgelegten
Rahmen 60 bzw. 62 in ihrer Lage festgelegt.
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Der feststehende Teil 56, 58 der Maschine trägt ferner die Austriebkurve
64 für das Austreiben der Stößer 16 und somit für das Austreiben der Nadeln 10 in
die Fangstellung sowie die Austriebkurve 66 zum-Austreiben der Stößer 18 und somit
zum Austreiben der Nadeln 10 in die Strickstellung.
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Für die Rückführung der Stößer 18 und somit gleichzeitig auch
der
Stößer 16 und der Platinen 12 in die in Fig. 1 gezeigte Ausgangslage ist eine Rückführkurve
68 vorgesehen, die auf die oberen Enden der unteren Stößer 18 einwirkt. Da bei der
dargestellten Ausführungsform die Nadeln 10 von den Platinen 12 getrennt sind, ist
ferner eine nicht dargestellte Rückführkurve für die Nadeln 10 erforderlich, die
für eine Rückführung der Nadeln gemäß dem Pfeil 70 in die in Fig. 1 dargestellte
Stellung sorgt.
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Die unteren Enden 72 bzw. 74 der Stößer 16 bzw. 18 führen bei Verschwenkung
der Stößer um die Punkte 32 bzw. 34 an den Platinen 12 einen Verschwenkweg 76 zwischen
der in Fig. 1 dargestellten, an den Haftbahnen 36 bzw. 38 der Steuermagnete-anliegenden
Stellung und einer auf den Austriebkurven 64 bzw. 66 aufliegenden Austriebstellung
oder Arbeitsstellung aus.
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In Fig. 3 ist rein schematisch die obere Vorspannkurve 48 in Draufsicht
dargestellt, wobei einige Vorspannfedern 44 in der in Fig. 1 gezeigten vorgespannten
Lage sowie einige Vorspannfedern in der in Fig. 1 gestrichelt gezeichneten entspannten
Lage 52 angedeutet sind. Die Haftbahn des Steuermagneten 40 ist schematisch durch
die Linie 36 wiedergegeben, wobei unmittelbar vor den beiden Entspannungsabschnitten
78 bzw. 80 der Vorspannkurve 48 , und zwar in Bewegungsrichtung 82 des sich drehenden
Zylinders 14 der Rundstrickmaschine vor den Entspannungsabschnitten, zwei Auswahlbereiche
84 bzw. 86 angedeutet sind, in denen dem Steuermagneten jeweils ein elektrischer
Auswahlimpuls erteilt wird oder nicht, was zur Folge hat, daß die durch die vorgespannten
Federn 44 zur Arbeitsstellung oder Austriebstellung hin belasteten magnetisierten
und an der Haftbahn anliegenden Stößer 16 in die Austriebstellung abfallen oder
nicht. Die Vorspannfedern 44 sind dabei in ihrer vorgespannten
Lage
stärker als die Rückstellfedern 28, so daß die unteren Enden 72 der Stößer 16, von-denen
in Fig. 3 nur eines dargestellt ist, bei Erhalt eines Auswahlimpulses im Auswahlbereich
84 in die auf der Austriehkurve 64 aufliegende Austriebstellung 88 verschwenkt werden.
In dieser Austriebstellung werden sie durch die Austriebkurve 64 ausgetrieben und
nehmen jeweils die zugehörige Platine 12 mit, während die Platine eines nicht in
die Austriebstellung verschwenkten Stößerfußes 90 nicht ausgetrieben wird.
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Das Austreiben der Stößer durch die bezüglich der Austriebbeginne
92 bzw. 94 deckungsgleich übereinander angeordneten Austriebkurven 64 und 66 ist
aus Fig. 2 ersichtlich. Durch die Austriebkurve 64 erfolgt ein Austrieb der Stößer
16 in eine der Fangstellung der Nadel 10 entsprechende Höhe a, während durch die
Austriebkurve 66 die Stößer 18 in die der Strickstellung der Nadeln 10 entsprechende
Höhe b ausgetrieben werden.
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Von der Rückführkurve 6-8 ist nur ein kurzer Abschnitt dargestellt,
der die Rückführung in die nicht ausgetriebene Stellung der Stößer 18 bewirkt. Durch
diesen Abschnitt wird gleichzeitig gemäß der gestrichelten Linie 96 die Rückführung
der oberen Stößer 16 sowie der zugehörigen Platinen 12 hervorgerufen.
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Bei der in-den Fig. 4 bis 7 dargestellten zweiten Ausführungsform
sind mit Ausnahme einiger Einzelheiten der Stößer, Vorspannkurven und Vors-pannfedern
alle übrigen Teile der-Vorrichtung gleich ausgebildet wie bei dem oben beschriebenen
Ausführungsbeispiel. Es werden daher für diese gleichen oder entsprechenden Teile
durchwegs gleiche Bezugsziffern verwendet.
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Bei dieser bevorzugten Ausführungsform sind die mit den Stössern 16,
18 verbundenen Vorspannfedern 100 bzw. 102 gleichzeitig
als Federstabanker
ausgeführt, die, wie aus Fig. 6 deutlich zu erkennen, in der durch die Vorspannkurven
104 bzw. 106 vorgespannten Lage an der Haftbahn 36 bzw. 38 der Steuermagnete 40
bzw. 42 anliegen, während sie in der entspannten, von der Haftbahn losgelassenen
Lage 98, die in Fig. 6 gestrichelt eingezeichnet ist, an der der Haftbahn 36 bzw.
38 zugewandten Fläche 108 bzw. 110 der Stößer 16 bzw 18 anliegen. Durch die in die
Kerben 24 der Platinen 12 eingespreizten knickfrei geführten Federn 112 bzw. 114
werden die Stößer 16 bzw. 18 in die in den Fig. 4 und 6 gezeigte Ruhestellung gedrückt,
in der sie durch eine oberhalb des Schwenkpunktes 32 bzw. 34 gelegene Anschlagfläche
116 bzw. 118 gehalten werden, die an der Außenseite der Platinen 12 zur Anlage kommt.
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Fig. 6 wurde für die oberen Stößer 16 und den oberen Steuermagneten
40 gezeichnet, jedoch gilt die gleiche Anordnung auch für die unteren Stößer 18
mit zugehörigen Teilen, wobei sich lediglich die in Fig. 6 mit ausgezogenen Linien
dargestellte Austriebkurve 64 für die Fangstellung der Nadeln 10 in die höhere,
in Fig. 6 gestrichelt eingezeichnete Austriebkurve 66 für die Strickstellung der
Nadeln 10 ändert.
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Fig. 5 stimmt im wesentlichen mit Fig. 2 überein, wobei lediglich
die Stößer weggelassen und im oberen Teil der Fig. 5 die von den Stößern und somit
auch von den Platinen und Nadeln ausgeführte Hubbewegung durch die Linie 120 angedeutet
ist.
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An der Linie 120 sind zusätzlich die Rückführabschnitte 122 der in
den übrigen Figuren nicht dargestellten, oben erwähnten getrennten Rückführkurve
für die Nadeln 10 eingezeichnet. Die Hubbewegungslinie 120 weist bei Austrieb der
zugehörigen Nadel in di-e Fangstellung zunächst einen kleinen Anstieg 124 in die
Nullage der Nadeln, sodann einen kurzen horizontalen Abschnitt
126,
anschließend einen Anstieg 128 in die horizontal verlaufende Fangstellung 130 und
sodann den durch die Rückführkurve 122 hervorgerufenen Abstieg 132 auf. Dies entspricht
einem Austrieb eines der oberen Stößer 16.
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Beim Austrieb eines unteren Stößers 18 wird der Anstieg 128 durch
einen Anstieg 134 bis in die Strickstellung 136 ersetzt. Wird keiner der beiden
Stößer in die Arbeitsstellung verschwenkt, so läuft die Nadel gemäß dem Abschnitt
138 glatt durch. Bei gleichzeitigem Austrieb über die Austiebkurven 64 und 66 ergibt
sich ebenfalls ein Austrieb mit den Kurvenabschnitten 134 und 136. Die Rückführung
der Platinen 12 und der daran befestigten Stößer erfolgt wie bei der vorher beschriebenen
Ausführungsform über die in Fig. 5 nur gestrichelt angedeutete Rückführkurve 68.
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Aus Fig. 6 ist ferner die selbsthemmende Festlegung der Stößer, füße
72 (das gleiche gilt auch für die Stößerfüße 74) an der Austriebkurve 64 (bzw. 66)
zu sehen. Die Stößerfüße 72 smd an der Unterseite mit einer abgeschrägten Fläche
140 versehen, die einer -gleichen Abschrägung 142 der Austriebkurve 64 entspricht.
Sobald daher die Fläche 140 an der Fläche 142 anliegt, wird der Stößerfuß 72 durch
den nach oben gerichteten Druck der.Austriebkurve in dieser Arbeitslage gehalten
und erst nach Beendigung des Austriebes wieder freigegeben.
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Wie aus den in -Fig. 6 eingezeichneten Magnetisierungslinien 143 ersichtlich,
ergibt sich bei dieser Anordnung ein sehr starkes, die magnetischen Stößer durchsetzendes
Magnetfeld, das den Querschnitt der Federstabanker 100 bzw. 102 radial durchsetzt
und in diesem Querschnitt stark konzentriert wird.
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Dadurch sind Streufelder weitgehend ausgeschaltet und das auf die
in Haft lauge befindlichen Federstabanker 100 wirkende Anzugsmoment ist außerordentlich
groß. Sobald der Steuermagnet im Auswahlbereich einen Abfallimpuls erhält, wird
der zugehörige Federstabanker losgelassen und schnellt in die Lage 98 in Anlage
am Stößer 16. Der Verstellweg des Federstabankers ist dabei, wie ebenfalls aus Fig.
6 ersichtlich, sehr gering.
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Sehr wesentlich ist nun bei dieser Ausführungsform, daß, wie aus Fig.
7 ersichtlich, an die Vorspannkurve 104 (bzw. 106) anschließend eine Verschwenkkurve
144 angeordnet ist, die die in Abfallstellung 146 befindlichen Federstabanker erfaßt
und zusammen mit den zugehörigen Stößerfuß 72 in eine der Arbeitsstellung des Stößerfußes
entsprechende Stellung 148 verschwenkt.
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Bei diesem Verschwenkvorgang tritt keine Relativbewegung zwischen
Federstabanker und Stößer auf, so daß keinerlei Kerbwirkungen zwischen diesen Teilen
eintreten können. Die im Auswählbereich 84 nicht abgeworfenen Federstabanker 150
verbleiben an der Haftbahn 36 in vorgespannter Stellung, während der zugehörige
Stößerfuß in seiner aus Fig. 7 ersichtlichen Ruhelage 152 verbleibt.