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Mehrsvstemige Rundstrickmaschine mit elektromagnetisch betätigter
Mustereinrichtung Die Erfindung betrifft eine mehrsystemige Rundstrickmaschine mit
in einem Nadelträger längsverschiebbar gelagerten Nadelstössern, die unter der Einwirkung
von senkrecht zu ihrer Längsverschieberichtung verstellbaren Auswahlplatinen einer
elektromagnetisch betätigten Mustereinrichtung aus dem Einflußbereich von Austriebsschloßteilen
verschwenkbar
sind, und mit auf Platinenfüße einwirkenden Platinenschloßteilen zur Zwangsverstellung
der Auswahlplatinen in den Wirkungsbereich eines kombinierten Halte- und Steuermagneten
an Jeder Auswahlstelle der Mustereinrichtung.
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Rundstrickmaschinen mit den vorstehend genannten Merkmalen sind beispielsweise
durch die DT-OS 2 305 427 und 2 326 142 bekannt. Bei diesen Strickmaschinen ist
die Anordnung und Ausbildung der Auswahlorgane der Mastereinrichtung zwar dadurch
begunstigt, daß die Auswahlplatinen nicht im Zylinderschloßmantel, sondern horizontal
verschiebbar in gesonderten Platinenringen angeordnet sind, doch treten bei diesen
Maschinen nach wie vor erhebliche Ferti 5- und Justierprobleme auf. Da bei den bekannten
Maschinen überwiegend versucht wird, mit einem einzigen mustergemäß gesteuerten
Auswahlmagneten pro Auswahlstelle auszukommen, ist eine sehr genaue Justierung dieses
Magneten an der Auswahlstelle und eine sehr genaue und rasche Zuführung von Steuerimpulsen
zu diesen Magneten erforderlich. Hierin liegt die Ursache vieler Störungen und Eatsterfehler
beim Betrieb solcher Maschinen.
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Diese Fehlerquelle vergrößert sich mit zunehmender Feinheit der Maschinen,
also mit abnehmendem Abstand der aufeinanderfolgenden Nadeln und der zugeordneten
Nadelstösser und Auswahlplatinen.
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Ein weiterer Nachteilader bekannten Maschinen besteht darin, daß zur
Gewahrleistung einer sicheren Nadelauswahl im Bereich jeder Auswahlstelle der Rundstrickmaschine
ein gewisser Rundlaufbereich für-die Nadelstösser vorgesehen werden muß, abgezogene
Nadelstösser an den Auswahlstellen also nicht wieder sofort zur Einleitung des nächsten
Strickvorganges ausgetrieben werden können. Dies bedeutet aber eine Verbreiterung
des Maschinenumfangsbereichs, den ein mit einer Auswahlstelle versehenes Stricksystem
der Maschine benöist und hat zur Folge, daß entsprechend weniger Stricksysteme über
den Umfang einer Maschine angeordnet werden können.
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Der Erfindung-liegt die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung der vorstehend
genannten Nachteile bekannter Rundstrickmaschinen mit Nustereinrichtungen die Mustereinrichtung
konstruktiv so zu gestalten, daß eine Nadelauswahl -an jeder Auswahlstelle unabgängig
von der Feinheit der Maschine und bei kürzest möglicher Breit der Stricksysteme
der Maschine betriebssicher erfolgt.
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Die gestellte Aufgabe- wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jede
Auswahlpiatine einen federnd und/ oder beweglich angeordneten Magnetanker und in
an sich
bekannter Weise eine gabelförmige Öffnung zur Aufn e eines
Endes des zugeordneten Nadelstössers aufweist, und daß die Aufnahmeöffnung der Auswahlplatine
in Richtung auf den Nadelstösser trichterartig so stark erweitert ist, daß über
den gesamten Verstellbereich der Auswahlplatine das beim Austrieb des Nadelstössers
aus der Aufnahmeöffnung herausbewegte Ende des Nadelstössers beim Abzug des Nadelstössers
zwangsläufig wieder in die Aufnahmeöffnung der Auswahlplatine eingeführt wird. Bei
der erfindungsgemäß ausgeblideten Rundstrickmaschine erfolgt also während des Nadelaustriebs
ein Auskuppeln des Nadelstössers aus der Zugeordneten Azuwahlplatine, die wärhenddessen
bereits eine neue Auswahlstelle einnehmen kann. Durch die trichterartige Erweiterung
der Aufnahmeöffnung der Auswahlplatine wird beim Abzug des Madelstössers dessen
Ende wieder in die Aufnahmeöffnung der Auswahlplatine eingeführt, wobei der Nadelstösser
die durch die betreffende Stellung des Auswahlplatine bestimmte Schwenklage einnimmt.
Durch eine entsprechende Ausbildung der die Nadeln und die Nadelstösser steuerarm
den Schloßteile ist sichergestellt, daß die Nadelstösser nach dem Auskuppeln aus
den Auswahlplatinen ihre durch die Auswahlplatinen vorgegebene Schwenkstellung während
des Auntriebs nicht verändern können. An den Stricksystemen entfallen durch die
Auswahlstellen bedingte Rundlaufbereiche für die Nadelstösser vollkommen.
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Ein weiteres wichtiges Merkmal für die Gewährleistung einer konstanten
Betriebssicherheit ist die federnde Anordnung des Magnetankers der Auswahlplatine,
die es gestattet, den Magnetanker unter Belastung gegen einen Auswahlmagnet auflaufen
zu lassen. Hierzu sind die Auswahlmagnete, die in bereits bekannter Weise als kombinierte
Halte- und Steuermagnete ausgebildet sind, auf ihren Polseiten in ebenfalls bereits
bekannter Weise mit geringfügig über die Pole vorstehenden Gleitleisten versehen,
auf denen die Magnetanker entlanggleiten. Die federnde Anordnung der Magnetanker
gestattet es, auf die sehr aufwendige Feinjustierung der Auswahlmagnete zu verzichten.
Justiertoleranzen und auch Rundlaufabweichungen der rotierenden Teile, die beispielsweise
von unterschiedlicher Wårmeausdehnung herrUhren können, werden durch die flexible
Anordnung der Magnetanker ausgeglichen, die zu diesem Zweck vorteilhafter Weise
an einem federnden Steg der Auswahlplatine befestigt sind, der einen ersten, von
der Auswahlplatine abstehenden Arm aufweisen kann, der über einen Haarnadelbogen
in einen zweiten, in Richtung auf die Auswahlplatine zurUckgeführten, den Magnetanker
tragenden Arm übergeht, an den sich ein parallel zur Auswahlplatine verlaufender
und in deren Führungsnut ragender FUhrungsarm anschließt. Außerdem kann der Magnetanker
am Steg noch begrenzt beweglich befestigt sein.
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Vorteilhafterweise sind beim Erfindungsgegenstand die Magnetanker
benachbarter Auswahlplatinen in deren Längsrichtung gegeneinander versetzt angeordnet
und wirken an jeder Auswahlstelle mit verschiedenen Magneten zusammen. Für jede
Auswahlstelle werden also zweckmäßig mehrere<Auswahlmagneten vorgesehen, wobei
sich die Zahl der Auswahlmagnete nach der Feinheit der Maschine richten kann.
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Beispielsweise können bei einer Maschine mit grober Nadelteilung zwei
Auswahlmagnete pro Auswahlstelle vorgesehen sein, während bei einer Maschine mit
sehr feiner Nadelteilung beispielsweise bis zu fünf Auswahlmagnete pro Auswahlstelle
vorgesehen sind. Durch die Verwendung mehrerer Auswahlmagnete pro Auswahl stelle
und eine Verteilung der aufeinanderfolgenden Auswahlplatinen auf die einzelnen Auswahlmagnete
ergibt sich in bereits bekannter Weise ein größerer Zeitspielraum zum Schalten der
Magnete. Die Erfahrung zeigt, daß damit auch eine wesentlich erhöhte Betriebssicherheit
erreicht wird und die Zahl der durch Fehlschaltungen der Auswahlmagnete an den einzelnen
Auswahlstellen auftretenden Musterfehler trotz erhöhter Magnetzahl drastisch verringert
wird. Der erzielte höhere Schaltzeitraum gestattet überdies die Verwendung relativ
einfacher und robust herstellbarer Magnete, die wesentlich billiger sind als die
einzelnen und genau zu justierenden Präzissionsauswahlmagnete
anderer
Mustereinrichtungen.
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Weitere Merkmale, die vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes
bewirken, sind in Unteransprüchen aufgeführt. Die Erfindung ergibt eine funktionssicher
arbeitende Mustereinrichtung für Rundstrickmaschinen sehr hoher Systemzahl, beispielsweise
einer Maschine mit vierundsechzig Stricksystemen, denen alle eine Auswahlstelle
der Mustereinrichtung zugeordnet sein kann.
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Nàchfolgend wird anhand der beiliegenden Zeichnung ein Ausführungsbeispiel
des Erfindungsgegenstandes näher erläutert.
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Im einzelnen zeigen: Fig. 1 einen Radialschnitt durch den Nadelzylinder
und die zugeordneten Schloßträger einer Rundstrickmaschine in einer in Fig. 4 angedeuteten
Schnittebene I - I; Fig. 2 einen der Fig. 1 entsprechenden Radialschnitt durch die
Rundstrickmaschine in einer in Fig. 4 angedeuteten Schnittebene II - II;
Fig.
3 einen der Fig. 1 entsprechenden Radialschnitt der Rundstrickmaschine in einer
in Fig. 4 angedeuteten Schnittebene III - III; Fig. 4 im oberen Teil eine Draufsicht
(Pfeilrichtung B in Fig. 1) auf die zur Steuerung der Nadeln und Nadelstösser dienenden
Schloßteile mit den Füßen der Nadeln und Nadelstösser; im unteren Teil eine Draufsicht
(Pfeilrichtung A in Fig. 1) auf einen Abschnitt der Platinenscheibe mit den Schloßteilen
zur Steuerung der Auswahlplatinen, den Steuerfüßen, Magnetankern und Kupplungsstellen
der Auswahlplatinen und den Auswahlmagneten; Fig. 5 einen Schnitt durch einen Auswahlmagnet
entlang der Linie V - V in Fig. 6, in Verbindung mit dem Magnetanker einer Auswahlplatine;
Fig. 6 einen Schnitt durch den Auswahlmagnet entlang der Linie VI - VI in Fig. 5
Die
Radialschnitte der Fig. 1 bis 3 zeigen von den umlaufenden Maschinenteilen der Rundstrickmaschine
den Nadelzylinder 10, der auf einen Unterzylinder 11 aufgesetzt ist, und einen Zylindertragring
12 mit aufgesetztem Platinenring 13. Von den stationären Maschinenteilen sind ein
Schloßträger 14 mit aufgesetztem Zylinderschloßmantel 15, ein Tragring 16, auf welchem
über Rollen 17 der Zylindertragring 12 gelagert ist, und ein auf dem Tragring 16
abgestützter Schloßträgerkörper 18 ersichtlich.
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In den Führungsnuten des Nadelzylinders 10 sind Stricknadeln 19 angeordnet,
die einen Steuerfuß 191 aufweisen. In den mit den Längsnuten des Nadelzylinders
10 fluchtenden Führungsnuten 20 des Unterzylinders 11 sind längsverschiebbare und
kippbare Nadelstösser 21 angeordnet, die jeweils einen auf das untere Ende der Nadel
19 einwirkenden Kopf 211, einen im Bereich der Kippachse liegenden RUckstellfuß
212, einen unteren Austriebsfuß 213 und ein dornartiges unteres Kupplungsende 214
aufweisen. Im umlauf enden Platinenring 13 sind auf die Führungsnuten 20 des Unterzylinders
11 ausgerichtete radiale Führungsnuten 22 ausgebildet, in denen jeweils eine Auswahlplatine
23 horizontal verschiebbar, also senkrecht zur Längsrichtung der Nadelstösser 21
verschiebbar, gelagert ist. Die Auswahlplatinen weisen
an ihrem
inneren Ende einen nach oben ragenden und gabelförmig endenden Arm 231 mit einer
Aufnahmeöffnung 232 für das Kupplungsende 214 eines zugeordneten Nadelstössers 21
auf, die in Richtung auf den Nadelstösser zu einem Einführungstrichter 233 erweitert
ist. In ihrem mittleren Bereich wesen die Auswahlplatinen 23 einen in Verbindung
mit Fig. 5 nachfolgend näher beschriebenen, mit einem Magnetanker 24 versehenen
federnden Steg 25 auf. Im Bereich ihres äußeren Endes sind die Auswahlplatinen 23
mit einem Steuerfuß 234 und einem Endsteg 235 zur Verankerung einer Rückstellfeder
26 versehen.
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Von den dargestellten stationären Maschinenteilen trägt der Schloßträger
14 Austriebsschloßteile 27 für die Austriebsfüße 213 sowie Führungsschloßteile 28
für die Rückstellfüßg 212 der Nadelstösser 21. Am Zylinderschloßmantel 15 sind u.a.
Abzugsschloßteile 29 für die Rückstellfüße 212 der Nadelstösser 21, Sicherungsschloßteile
30 für die Köpfe 211 der Nadelstösser 21 und Abzugsschloßteile 31 für die Steuerfüße
191 der Stricknadeln 19 befestigt. Die Abzugsschloßteile 31 stehen in bekannter
Weise in Verbindung mit Führungschloßteilen 32, wie im einzelnen aus Fig. 4 ersichtlich
ist.
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Der Schloßträgerkörper 18 ist mit Platinenschloßteilen 33 besetzt,
die in nicht dargestellter Weise verstellbar angeordnet sind, auf die Steuerfüße
234 der Auswahlplatinen 23 einwirken und deren Bedeutung in Verbindung mit Fig.
4 nachfolgend erläutert ird. Am Schloßträgerkörper 18 sind auch die Auswahlmagnete
34 befestigt, von denen bei der aus den Fig. 1 bis 3 ersichtlichen Ausführungsform
an jeder Auswahlstelle Jeweils zwei radial hintereinander angeordnet sind. Abweichend
davon sind in Fig. 4 für ein anderes Ausführungsbeispiel jeweils fünf Auswahlmagnete
radial hintereinander angeordnet.
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In den Fig. 1 bis 3 ist noch ein mehradriges Steuerkabel 35 angedeutet,
das in den zwischen dem Schloßträger 14 und dem Schloßträgerkörper 18 befindlichen
Raum 36 eingeführt ist. In dem Raum 36, der nach außen durch einen Abdeckring 37
abgeschlossen und in nicht dargestellter Weise an ein Kühlluftsystem angeschlossen
ist, sind nicht dargestellte und den einzelnen Auswahlmagneten 34 zugeordnete Signalverstärker
untergebracht. Über das Stauerkabel 35 werden von einer außerhalb der Rundstrickmaschine
angeordneten Prograaträger- und Signalgebereinheit, deren Aufbau im Rahmen der vorliegenden
Erfindung nicht interessiert, die Steuersignale für die Auswahlmagnete
der
Mustereinrichtung zugeführt.
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Fig. 4 gibt eine Darstellung der stationären Schloßteile und Steuermagnete
einer Strickmaschine sehr feiner Nadelteilung, bei welcher im Gegensatz zu der Ausführungsform
nach den Fig. 1 bis 3 am Schloßträgerkörper 18 an jeder Auswahlstelle fünf Auswahlmagnete
341 .... 345 radial hintereinander befestigt sind. In die stationären Teile sind
die Fuße der Nadeln 19 und Nadelstösser 21 sowie die Kupplungsteile mit der Steueröffnung
232, die Magnetanker 24 und die Steuerfüße 234 der Auswahlplatinen 23 eingezeichnet,
die sich in der durch den Pfeil R angedeuteten Rotationsrichtung der Maschine gegenüber
den stationären Schloßteilen und Auswahlsagneten bewegen.
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Fig. 4 zeigt, slaß die Magnetanker 24 benachbarter Auswahlplatinen
23 versetzt zueinander angeordnet sind, so daß die Magnetanker 24 entsprechend den
fünf Auswahlmagneten 341 .... 345 jeder Auswahlstelle in fünf Stufen gestaffelt
sind, in denen die Magnetanker 24 jeweils im Abstand von fünf Fuhrungsnuten 22 der
Auswahlscheibe 13 aufeinanderfolgen.
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Die Magnetanker 24 der Auswahlplatinen 23 werden durch die auf die
Steuerftiße 234 der Platinen einwirkenden Platinenschloßteile 33 gegen die Magnetpole
der in Verbindung mit den Figuren 5 und 6 nachfolgend näher beschriebenen Auswahlmagnete
34 herangeführt. Die Magnetpole
sind in einen vorderen Steuerpol
38 und in einen nachfolgenden Haltepol 39 untergliedert. Die Platinenschloßteile
33 sind in nicht dargestellter Weise verstellbar angeordnet, um den an einer Stelle
eingezeichneten Abstand a in Umfangsrichtung der Maschine zwischen dem Scheitelpunkt
333 der von einem Platinenschloßteil 33 gebildeten Steuerkurve und dem haltepolseitigen
Ende des Steuerpoles 38 der zugeordneten Auswahlmagnetkolonne einstellen zu können.
Dieser Abstand muß etwas kleiner sein als der in Umfangsrichtung gesehene Abstand
zweier aufeinanderfolgender Magnetanker 24.
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Die Fig. 5 und 6 zeigen den konstruktiven Aufbau der Auswahlmagnete
34 und der mit ihnen zusammenwirkenden Magnetanker 24. Der Auswahlmagnet weist zwei
aus Weicheisen gefertigte, parallel zueinander gerichtete Polplatten 40 und 41 auf,
zwischen welche einseitig ein Permanentmagnetstab 42 gelegt ist. Auf der Polseite
des Auswahlmagneten 34 sind an beide Polplatten 40 und 41 Gleitleisten 43 aus Saphir
oder aus Polytetrachloräthylen angelegt, die geringfügig über die Ränder der Polplatten
vorstehen und damit Gleitleisten für die zur Anlage kommenden Magnetanker 24 bilden.
Gemäß Fig. 6 ist die Polplatte 40 durch einen Einschnitt in einen von einer Erregerspule
44 umschlossenen und den Steuerpol
38 bildenden Polschenkel 401
und einen den permanentmagnetischen Haltepol 39 bildenden Polplattenbereich unterteilt.
Alle diese Auswahlmagnetteile, einschließlich eines seitlichen Kabelanschlusses
45 und eines oberen Schraubbolzens 46 zur Magnetbefestigung, sind in einen Eunstharzkörper
47 eingegossen.
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Gemäß Fig. 5 besteht der federnde Steg 25 der Auswahlplatine 23, an
welchem der Magnetanker 24 befestigt ist, aus einem ersten, von der Auswahlplatine
23 abstehenden Arm 251, der über einen Haaxmadelbogen 252 in einen zweiten, in Richtung
auf die Auswahlplatine 23 zurückgeführten Arm 253 übergeht, an den sich ein parallel
zur Auswahlplatine 23 verlaufender und ebenfalls in die Führunganut 22 der Platinenscheibe
13 ragender Führungsarm 254 anschließt. Am zweiten Arm 253 ist der Magnetanker 24
mittels eines Stiftes 48 begrenzt beweglich gelagert. Er kann aber auch starr befestigt
sein.
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Die Wirkungsweise der erfindungswesentlichen Vorrichtungsteile beim
Betrieb der Mustereinrichtung ist folgende: durch die aus Fig. 4 ersichtliche und
bis zum Scheitelpunkt 333 ansteigende und dann scharf abfallende Steuerkurve der
Platinenschloßteile 33 werden die Auswahlplatinen 23 vor jeder Auswahlstelle zunächst
in Radialrichtung gegen die Kraft der Nickstellfeder
26 nach außen
gezogen, wobei der Magnetpol 24 gegen einen zugeordneten Steuermagneten 34 im Bereich
von dessen Steuerpol 38 herangeführt wird. Dabei trifft der Magnetanker 24 auf die
Gleitleisten 43 auf, wobei der zweite Arm 253 des federnden Steges 25 in Richtung
auf den ersten Arm 251 gebogen wird. Ein seitliches Ausweichen des den Magnetanker
24 tragenden Armes 253 unter dem Anpreßdruck gegen die Magnetpole wird durch den
in die Führungsnut 22 ragenden Führungsarm 254 verhindert. Wie bereits eingangs
erwähnt worden ist, läßt sich durch die federnde Anordnung der Magnetanker 24 in
Verbindung mit der Verstellbarkeit der Platinenschloßteile 33 eine aufwendige Feinjustierung
der einzelnen Auswahlmagnete 34 vermeiden.
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Durch die Verwendung mehrerer Auswahlmagnete 34 an jeder Auswahlstelle
ergeben sich größere Toleranzen für die Signalgeber und ist die Voraussetzung für
die Verwendung der aus den Fig. 5 und 6 ersichtlichen einfachen und billig herstellbaren
Auswahlmagnete gegeben.
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Steht die Erregerspule 44 des Auswahlmagneten 34 unter Strom, ist
am Steuerpol 38 die Wirkung des Permanentlagnetstabes 42 aufgehoben. Der herangeführte
Magnetanker 24 wird nicht gehalten und die Auswahiplatine 23 wird durch die Kraft
der Rflokstellfeder
26 aus der aus Fig. 1 ersichtlichen Stellung
in die aus Fig. 3 ersichtliche Stellung zurtokbewegt. Ist die Erregerspule 44 dagegen
stromlos, wird der Anker 24 durch die Wirkung des Permanentmagnetstabes 42 am Steuerpol
38 und dem anschließenden Haltepol 39 gehalten und die Auswahlplatine 23 verbleibt
in der aus Fig. 1 ersichtlichen Stellung.
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Wie die in Fig. 4 eingezeichnete Schnittlinie I - I erkennen läßt,
zeigt Fig. 1 die Auswahlplatine 23 bei stromloser Erregerspule 44 des zugeordneten
Auswahlmagneten 34, also bei haftendem Magnetanker 24 kurz nach dem Ablaufen des
Steuerfußes 234 vom Scheitelpunkt 333 des Platinenschloßteiles 33. In dieser Umfangsstellung
der Maschine ist der zugeordnete Nadelstösser 21 durch ein Abzugsschloßteil 29 in
Fig. 1 nach unten bewegt, so daß sein Kupplungsende 214 in die Aufnahmeöffnung 232
der Auswahlplatine 23 ragt und bei der vorhandenen Stellung der Auswahlplatine 23
den Nadelstösser 21 in die in Fig. 1 dargestellte Schwenklage zwingt, in welcher
der Austriebsfuß 213 in dem in Fig. 4 bezeichneten Anfangsbereich 271 des Austriebsschloßteiles
27 in dessen Wirkungsbereich verschwenkt ist. Während der Magnetanker 24 der Auswahlplatine
23 von Steuerpol 38 auf den Haltepol 39 gleitet, läuft der Austriebsfuß 213 des
zugeordneten Nadelstössers 21 auf die in Fig. 4 bezeichnete Austriebskante 272 des
Austriebsschloßteiles 27 auf und der Nadelstösser 21
wird unter
Mitnahme der zugeordneten Stricknadel 19 in die aus Fig. 2 ersichtliche Stellung
ausgetrieben. Dabei gleitet das Kupplungsende 214 des Nadelstössers 21 aus der Aufnahmeöffnung
232 der Auswahlplatine 23 heraus. Fig. 2 zeigt gemäß dem aus Fig. 4 ersichtlichen
Verlauf der Schnittlinie II - II eine Schnittebene, die hinter einer Auswahlstelle
liegt und in welcher der Magnetanker 24 den Haltepol 39 eines Auswahlmagneten verlassen
hat, so daß die Auswahlplatine 23 unter der Wirkung der Rilckstellfeder 26 in die
innere Endstellung der Platine zurückbewegt worden ist. Dabei ist der ausgekuppelte
Nadelstösser 21 nicht mehr beeinflußt worden, der in seiner Schwenkstellung durch
das Auflaufen seines Kopfes 211 auf das ?Uhrungsschloßteil 30 gesichert bleibt.
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Fig. 3 zeigt die Nadelsteuerorgane in einer Situation, die eintritt,
wenn der Magnetanker 24 an der Auswahl stelle am Erregerpol 38 des Auswahlmagneten
34 durch einen die Erregerspule 44 geleiteten Stromimpuls zum Abfallen gebracht
wird. Die Auswahlplatine 23 wird in diesem Falle noch im Anlaufbereich 271 der Austriebsschloßteile
27 in die aus Fig. 3 ersichtliche innere Endstellung zurückbewegt, wobei der in
Kupplungseingriff mit der Auswahlplatine 23 stehende Nadelstösser 21 mit seinem
Austriebsfuß 213 aus dem Einflußbereich des Austriebsschloßteils
27
herausverschwenkt wird. Der Nadelstösser 21 und die zugeordnete Nadel 19 werden
in diesem Falle also nicht ausgetrieben, wie aus Fig. 4 auch aus der dort im Bereich
der Schnittlinie III - III eingezeichneten Lage der Füße des Nadelstössers 21 und
der Nadel 19 ersichtlich ist.
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Wird an der nachfolgenden Auswahl stelle die in Kupplungseingriff
mit dem Nadelstösser 21 stehende Auswahlplatine 23 an ihrem Steuerfuße 234 durch
das Platinenschloßteil 33 radial nach außen bewegt, taucht der Austriebsfuß 213
des dadurch mitverschwenkten Nadelstössers 21 in eine Aussparung 273 der Austriebsschloßteile
27 ein.
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Durch den breiten Einführungstrichter 233 über der Aufnahmeöffnung
232 des Armes 231 der Auswahlplatinen 23 wird ein zuvor ausgetriebener Nadelstösser
21 bei seinem Abzug bei jeder Stellung der Auswahlplatine 23 sicher wieder eingekuppelt,
wobei er in eine der jeweiligen Stellung der Auswahlplatine 23 entsprechende Schwenklage
oder Kippstellung gebracht wird.
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Durch diesen Kupplungsmechanismus, in Verbindung mit der Aussparung
273 in den Austriebsschloßteilen 27, ist es möglich, die einzelnen Strickschloßsysteme
auf einen Umfangsbereich der Maschine zu begrenzen, der nur durch die Austriebskante
272 der Austriebsschloßteile 27 und die nachfolgende Abzugskante der
Führungsschloßteile
32 und des anschließenden Abzugsschloßteiles 31 bedingt ist.