DE19533949A1 - Rohreinspannvorrichtung - Google Patents
RohreinspannvorrichtungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Rohr
einspannvorrichtung.
Die Verwendung von Polyethylen als Werkstoff für Rohr
leitungen für den Transport von Wasser und Gas ist heute
allgemein üblich, da diese Materialien aufgrund ihrer
Eigenschaften bedeutende Vorteile bieten. Besonders auf
grund der Elastizität von Polyethylen ist es möglich, aus
diesem Material hergestellte Rohrleitungen auch großer
Durchmesser am Herstellungsort zum Zwecke einer leichteren
Handhabung, eines leichteren Transports und einer problem
loseren Verlegung auf Trommeln aufzuwickeln. Der Nachteil
besteht jedoch darin, daß durch das Aufwickeln der Poly
ethylenrohre in diese eine dauerhafte Biegung induziert
wird.
Auf der Baustelle entsteht dadurch die Situation, daß bei
einer noch auf der Trommel befindlichen aufgewickelten
Rohrtranche und der bereits im Leitungsschacht verlegten
Rohrtranche aufgrund dieser induzierten Biegung die Enden
jeweils nicht miteinander fluchtend, sonder gekrümmt posi
tioniert sind. Dies erschwert das Verbinden der beiden
Rohrenden mit den für Polyethylen bekannten Techniken wie
Elektroschweißen, Stumpfschweißen oder Muffenschweißen, da
alle diese Verfahren eine genaue axiale Ausrichtung der
Rohrenden zum Ausführen einer annehmbaren Schweißverbindung
voraussetzen. Dies hat zur Entwicklung großer und schwerer
Spannsysteme und Ausrichtkonstruktionen geführt, die im
Einsatz kompliziert und zeitaufwendig sind und darüber hin
aus einen großen Personalaufwand erfordern, sollen sie
effizient verwendet werden.
Ein erstes Ziel der vorliegenden Erfindung ist deshalb die
Darstellung einer Rohreinspannvorrichtung, die die genaue
axiale Ausrichtung der Rohrleitungsenden ermöglicht und die
oben beschriebenen Nachteile vermeidet.
Im speziellen Kontext der durch Elektroschmelzen ausgeführ
ten Rohrendenverbindung ist es von besonderer Bedeutung,
daß die Rohrenden, die in die Schweißmuffe eingeführt wer
den, durch Abtragen einer dünnen Materialschicht dahin
gehend vorbereitet werden, daß eine absolut saubere Ober
fläche als Voraussetzung für die Ausführung der Verbindung
entsteht. Bisher beinhaltete dies das Reinigen und Abziehen
der Rohrenden von Hand, ein sehr mühseliges und zeitrauben
des Verfahren, das keinerlei Gewähr dafür bietet, daß die
Rohrenden im gesamten Umfang und über die ganze in die
elektrische Schweißmuffe einzuführende Länge wirklich sau
ber sind.
Es ist deshalb ein zweites Ziel der Erfindung, eine einfa
che und wirkungsvolle Vorrichtung für das automatische
Abziehen der Rohrenden darzustellen, wodurch die oben
beschriebenen Probleme gelöst werden.
Nach einem ersten Merkmal der vorliegenden Erfindung
besteht eine Rohreinspannvorrichtung aus einer ersten und
zweiten Rohrschelle, die drehbar in einer Halterung gela
gert sind; sowie weiterhin aus Antriebsvorrichtungen zwi
schen den beiden Halterungen mit ihren jeweiligen Rohr
schellen und einer gelenkigen Verbindung zwischen den
Antriebsvorrichtungen und der jeweiligen Rohrschelle, wobei
mindestens eine der beiden Rohrschellen und die dazugehö
rige Halterung in Relation zu der andern Rohrschelle und
ihrer dazugehörigen Halterung verfahren werden kann.
Bei der Antriebsvorrichtung zwischen der jeweiligen Halte
rung und der dazugehörigen Rohrschelle handelt es sich um
eine Gewindestange, die in eine Innengewindebohrung in
einer Seite der zugehörigen Halterung eingedreht wird, und
wobei die Gewindestange am einen Ende mit einem Antrieb
verbunden ist und am entgegengesetzten Ende mit einer Kugel
abschließt, die über eine Kupplung die Verbindung mit der
zugehörigen Rohrschelle herstellt. Hierbei kann es sich um
eine an der Rohrschelle befestigte Platte handeln, an der
sich die Aufnahmevorrichtung für die Kugel befindet. Durch
einfaches Drehen der Gewindestange kann die Winkelstellung
jeder Rohrschelle so eingestellt werden, daß sie der Win
kelstellung des in die jeweilige Schelle einzuspannenden
Rohrendes entspricht. In der Praxis wird dies der Fall bei
einer Rohrlänge sein, die bereits zum Beispiel in einem
Kanal verlegt wurde, und wobei das Rohrende nach oben weg
steht. Die anzuschließende Rohrlänge befindet sich dann
noch auf einer Trommel, wobei das Rohrendstück ebenfalls in
einem bestimmten Winkel absteht. Die Erfindung sorgt des
halb dafür, daß jede Rohrschelle einen Achswinkel einnehmen
kann, der das Einführen und Festklemmen der Rohrenden in
den jeweiligen Schellen erleichtert. Eine Verstellung des
Achswinkels in die entgegengesetzte Richtung bringt die
Schellen und damit die Rohrenden dann in axiale Ausrich
tung.
Um die Bewegung einer Rohrschelle und ihrer Halterung rela
tiv zur anderen Rohrschelle mit Halterung ausüben zu kön
nen, wird eine Halterung mit ihrer Rohrschelle am geschlos
senen Ende einer doppeltwirkenden Kolben-Zylinder-Konstruk
tion befestigt, während die andere Halterung mit ihrer
dazugehörigen Rohrschelle an der aus dem Zylinder heraus
fahrenden Kolbenstange befestigt wird. Durch Betätigen des
Hydrozylinders kann die Rohrschelle mitsamt ihrer Halterung
je nach Bedarf in Richtung auf die andere, am Zylinder
befestigte Rohrschelle verfahren oder von ihr weg bewegt
werden.
Aus Gründen einer verbesserten Stabilität können eine oder
mehrere Führungsstangen direkt neben dem Hydrozylinder
angebracht werden, wobei diese Führungsstangen ebenfalls an
der mit dem Zylinder verbundene Halterung befestigt werden.
Die mit der Kolbenstange verbundene Halterung gleitet auf
diesen Stangen.
Die Rohreinspannvorrichtung kann auf einen Schlitten mon
tiert werden. Dies erleichtert den Transport, soll aber in
erster Linie die Aufstellung der Einspannvorrichtung in
unmittelbarer Nähe des Leitungskanals oder im Kanal selbst
ermöglichen, so daß die Möglichkeit des einfachen Einfüh
rens der Leitungsenden in die Schellen, die durch die Vor
richtung gegeben ist, genutzt werden kann. Hierbei ist
gewährleistet, daß die Rohrleitungsenden axial ausgerichtet
werden können und ein Verschweißen der Enden möglich ist.
Sobald die Rohrleitungsenden in die Schelle eingeführt und
axial ausgerichtet sind, kann eine Elektroschweißmuffe
angebracht werden, die von der feststehenden Schelle
absteht. Nach Aktivieren des Hydrozylinders werden die
bewegliche Schelle und das darin eingespannte Rohrende in
eine Position gezogen, in der dieses Rohrende in die ent
gegengesetzte abstehende Seite der Schweißmuffe eingeführt
wird. Danach kann die Elektroschweißmuffe an eine Strom
quelle angeschlossen werden, und die Muffe wird mit den
beiden Rohrenden verschweißt.
In Übereinstimmung mit dem zweiten Aspekt der Erfindung
besteht eine Rohreinspannvorrichtung aus einer ersten und
zweiten Rohrschelle, einer Vorrichtung zum Bewirken einer
Bewegung mindestens einer der Rohrschellen in Relation zu
der anderen Rohrschelle, einer Abziehvorrichtung zwischen
besagten Rohrschellen und geeignet zur Ausführung einer
Bewegung in Relation zu den beiden besagten Rohrschellen,
wobei es mindestens zwei gegenüberliegende Abzieher an der
Abziehvorrichtung gibt und diese Abzieher eine Rota
tionsachse haben, die der Längsachse der Rohrschelle ent
spricht, und außerdem mit einem Antrieb ausgestattet sind,
der diese Rotationsbewegung bewirkt.
Bei einer Rohreinspannvorrichtung, wie sie oben beschrieben
wurde und wobei die Rohrschellen an Halterungen befestigt
sind, die wiederum an einem doppeltwirkenden Hydrozylinder
mit direkt daneben angeordneten Gleitstangen montiert sind,
kann die Abziehvorrichtung lösbar auf einem Rahmen befe
stigt werden, der beweglich auf den Gleitstangen sitzt.
Nachdem also die Rohrleitungsenden in den Rohrschellen
befestigt und die Rohrenden axial ausgerichtet worden sind,
kann die Abziehvorrichtung fest mit dem Rahmen verbunden
werden. Bei Aktivierung des Hydrozylinders wird die an der
Kolbenstange befestigte Schelle mitsamt ihrem Rohrende in
den Abzieher dieser Seite hineingezogen. Gleichzeitig wird
der Antrieb eingeschaltet, der die Drehbewegung der Messer
bewirkt, so daß sich der Abzieher um den Umfang des Rohr
endes bewegt und dabei das Rohrende putzt, wobei sich das
Rohrende so lange weiter bewegt, bis es die Abziehvorrich
tung entlang der Gleitschiene in Bewegung setzt und der
Abzieher auf der anderen Seite auf das Rohrende in der
feststehenden Rohrschelle geschoben wird. Auch hier erfolgt
eine kontinuierliche Vorschubbewegung bei gleichzeitiger
Rotation des Messersatzes. Das Ergebnis dieser Arbeitsgänge
sind - über eine bestimmte Länge - auf ein vorgegebenes Maß
abgezogene Rohrleitungsenden mit der Gewähr, daß dieser
Abziehvorgang auf dem Gesamtumfang beider Rohrleitungsenden
erfolgt ist.
Als Alternative kann die Abziehvorrichtung wiederum auf
einen Rahmen montiert werden, der auf Gleitstangen beweg
lich gelagert ist, wobei die gegenüberliegenden Abzieher
durch einen Verriegelungsmechanismus zunächst in ihrer
inaktiven Position stehen. Bei einsetzender Bewegung einer
Rohrschelle und dem darin eingespannten Rohrende fährt die
ses Rohrende in den Abzieher ein und entriegelt die Messer,
die das Rohrende auf einer bestimmten Länge abziehen. Eine
weitere Bewegung dieser Rohrschelle bewirkt eine Bewegung
der Abziehvorrichtung auf ihrem Rahmen, bis der entgegen
gesetzt liegende Abzieher sich über das in der feststehen
den Rohschelle eingespannte Rohrende auf der anderen Seite
schiebt. Auch hier ist der Messersatz zunächst in der inak
tiven Position arretiert und wird durch Kontakt mit dem
Rohrende aktiviert. Beim Rückfahren der ersten Rohrschelle
und dem darin eingespannten Rohrende erfolgt bei gleichzei
tigem Drehen des Abziehers ein Säubern des ersten Rohrendes
beim Herausfahren des Rohrendes aus dem Abzieher dieser
Seite. An diesem Punkt berührten die von der ersten Rohr
schelle kommenden Verbindungsstangen den Rahmen der Abzieh
vorrichtung und entfernen den Abzieher von dem in der fest
stehenden Rohrschelle eingespannten Rohrende, wobei auch
dieses Rohrende mit der Bewegung des Rahmen abgezogen und
geputzt wird.
Um den Zeitaufwand für das Abziehen beider Rohrenden zu
verringern, kann eine Vorrichtung verwendet werden, die es
bewirkt, daß die Fahrt des Abziehers, der in Richtung fest
stehender Rohrschelle fährt, simultan zu der Fahrt der
beweglichen Rohrschelle in Richtung des anderen Abziehers
erfolgt. In einer Ausgestaltung erfolgt die Bewegung der
Abziehvorrichtung als Folge der Bewegung der mobilen Rohr
schelle unter simultanem Abziehen der Rohrenden. Dies kann
durch Verwendung einer Z-Verbindung bewerkstelligt werden,
die gelenkig mit dem Rahmen der Abziehvorrichtung verbunden
ist, und wobei die freien Enden der Verbindung gelenkig mit
den Halterungen der Rohrschellen verbunden sind. Eine Bewe
gung der mobilen Schelle in Richtung der Abziehvorrichtung
bewirkt eine Bewegung der Abziehvorrichtung in Richtung der
feststehenden Schelle, wobei die Z-Verbindung die Bewegung
der Abziehvorrichtung in Richtung der feststehenden Schelle
mit der halben Geschwindigkeit der sich auf die Abzieh
vorrichtung zubewegenden mobilen Schelle bewirkt. Dabei
erfolgt das simultan Putzen beider Rohrenden.
Als Alternative kann auch eine eineinhalb mal so schnelle
Bewegung durch Anbringen einer Feder zwischen der Abzieh
vorrichtung und der feststehenden bzw. mobilen Schelle
erreicht werden, wobei die Federkennzahl so gewählt wird,
daß eine gleiche und simultane Bewegung der Abziehmesser
über die hänge der jeweiligen Rohrenden erfolgt.
Ebenfalls möglich ist die Verwendung eines separaten
Antriebs, z. B. eines Hydroantriebs, für die Abziehvorrich
tung, der simultan mit dem Antrieb für die mobile Rohr
schelle eingeschaltet wird. Auch auf diese Weise erfolgt
der simultane Abziehvorgang an beiden Rohrenden.
Eine Ausgestaltung der Erfindung wird jetzt beispielhaft
anhand der beiliegenden Zeichnungen näher beschrieben.
Fig. 1 ist eine teilweise im Längsschnitt dargestellte
Seitenansicht einer Rohreinspann- und
-abziehvorrichtung;
Fig. 2 ist ein Querschnitt in der Ebene II-II der Fig. 1
in einem größeren Maßstab;
Fig. 3 ist eine Draufsicht eines Teils der in Fig. 1 dar
gestellten Konstruktion in größerem Maßstab und mit
ausgebauter Abziehvorrichtung.
Wie in den Zeichnungen dargestellt, ist eine Rohreinspann
vorrichtung (1), die die genaue axiale Ausrichtung der
Rohrenden (2) bewerkstelligt, ausgestattet mit den Rohr
schellen (3) und (4), die jeweils drehbar mit den entspre
chenden Halterungen (5) und (6) verbunden sind und wobei
sich diese Halterungen zwischen den Seitenwangen (7) der
Rohreinspannvorrichtung befinden, und wobei diese Seiten
wangen weiterhin die Funktion von Kufen haben, auf denen
die gesamte Rohreinspannvorrichtung auf dem Untergrund
steht. Um eine Bewegung der Rohreinspannvorrichtung auf dem
Untergrund zu erleichtern, kann ein Rad (8) oder mehrere
Räder (8) an einem Ende der Rohreinspannvorrichtung ange
bracht werden.
An jedem Ende der Rohreinspannvorrichtung sind Rahmenteile
(9) mit Innengewindebohrungen angebracht, in die die Gewin
destangen (10), (11) eingeführt werden. Diese Gewindestan
gen schließen mit einer Kugel ab, die an einer Universal
kupplung (12), (13) befestigt wird. Diese Kupplungen sind
über Verlängerungen (14), (15) mit den Rohrschellen (3),
(4) verbunden. Die Drehung einer Gewindestange (10) oder
(11) bewirkt daher eine Schwenkbewegung der Rohrschellen
(3), (4) um die in den Halterungen (5), (6) befindlichen
Drehachsen. Auf diese Weise kann die Achse der Schelle so
verändert werden, daß sie z. B. genau der Längsachse einer
in einem Graben verlegten oder von einer Transporttrommel
ablaufenden Rohrleitung entspricht. Jede Rohrschelle
besteht aus zwei Hälften, wobei die obere Hälfte jeder
Rohrschelle abgenommen werden kann. Auf diese Weise kann
ein Rohrende auf die untere Hälfte der Rohrschelle gelegt
werden. Danach wird die obere Hälfte wieder aufgesetzt und
durch eine entsprechende Verschraubung verriegelt. Das Dre
hen der Gewindestäbe (10), (11) in der entsprechende Rich
tung bewirkt ein Schwenken der Rohrschellen um ihre Dreh
achsen in den Halterungen, bis die Längsachsen der Rohr
schellen und der in den Schellen befindlichen Rohrenden
axial ausgerichtet sind. Wie genauer in Fig. 2 dargestellt
wird, ist die Halterung (6) mit Rädern (16) ausgestattet,
die in Fahrschienen (17) an den Innenseiten der Seitenwan
gen (7) laufen. Die Halterung (6) ist mit einem Steg (18)
ausgestattet, in dem eine Reihe von Bohrungen (19) angeord
net sind. Durch diese Bohrungen werden jeweils das Ende
eines Gehäuses (20) einer Kolben-Zylinder-Konstruktion
geführt und in dieser Bohrung befestigt, wobei das Kolben
auge der Kolben-Zylinder-Konstruktion bis zur Halterung (5)
reicht und dort befestigt wird, und wobei die Halterung (5)
selbst wiederum mit den Seitenwangen (7) verbunden ist. Im
Steg (18) ist weiterhin eine Reihe von Löchern (20) ange
ordnet, durch die Führungsstangen (21) geführt werden, die
sich - wie weiter unten noch zu beschreiben ist - über
einen Teil der Länge der Rohreinspannvorrichtung
erstrecken. Weiterhin gibt es im Steg ein Loch (22), durch
das eine Gleitstange (23) läuft, die sich über die volle
Länge der Rohreinspannvorrichtung erstreckt.
Zwischen den Rohrschellen (3) und (4) befindet sich eine
Abziehvorrichtung (24), die abnehmbar an einem Rahmen (25)
befestigt ist. Dieser verfügt über Räder (26), die in Fahr
schienen (16) laufen. Jede Seite des Mechanismus ist mit
einer drehbaren muffenähnlichen Vorrichtung (27) ausgestat
tet, die über mindestens zwei gegenüberliegende Messer (28)
verfügt. Diese Messer können in eine inaktive Position
zurückgestellt werden und durch die Auslösung eines Entrie
gelungsmechanismus (29) in die aktive Position ausgefahren
werden.
Ähnlich wie die Halterung (6) hat der Rahmen (25) für die
Abziehvorrichtung (24) durchgehende Bohrungen für die
Zylinder (20), die Gleitstange (23) und die Führungsstangen
(21), wobei die Länge der Stangen so ausgelegt ist, daß sie
geringfügig über den Rahmen (25) hinausragen und mit einem
Bund abschließen.
Wenn die Rohrleitungsenden eingeklemmt und waagerecht axial
ausgerichtet sind, können sie so vorbereitet werden, daß
z. B. eine Muffe zum Elektroschweißen aufgesteckt werde
kann. Um dies zu bewerkstelligen, werden die Kolben-Zylin
der-Vorrichtungen (20) so in Bewegung gesetzt, daß die Hal
terung (6) und das dazugehörige Rohrende (2) in Richtung
der Halterung (5) und des dazugehörigen Rohrendes fährt.
Die Bewegung der Halterung (6) führt dazu, daß das Rohrende
(2) in die muffenähnliche Vorrichtung (27) einfährt und den
Entriegelungsmechanismus (29) betätigt, der die Messer (28)
in die Aktivstellung bringt, d. h. sie berühren den Außen
umfang des Rohrleitungsendes. Eine fortgesetzte Bewegung
der Halterung (6) führt dazu, daß die Abziehvorrichtung
(24) in Richtung der feststehenden Halterung (5) und ihrem
eingespannten Rohrende bewegt wird , wobei die muffenähnli
che Vorrichtung (27) dieser Seite sich über das Rohrende
schiebt, bis dieses die Entriegelung (29) aktiviert und die
Messer (28) in ihre Aktivstellung bringt, d. h. sie den
Außenumfang dieses Rohrendes berühren. Durch eine Rota
tionsbewegung der muffenähnlichen Vorrichtung und bei
gleichzeitig entgegengesetzter Richtung der Kolben-Zylin
der-Vorrichtung bewegen sich die Halterungen (5) und (6)
voneinander weg, so daß das Rohrende (2) aus der muffen
ähnliche Vorrichtung gezogen wird. Die rotierenden Messer
putzen dabei gleichzeitig das Rohrende und beseitigen dabei
jede mögliche Unrundheit. Eine weitere gegenläufige Bewe
gung der Halterung (6) zieht die Führungsstangen (21) durch
den Rahmen (25), bis die Bünde an den Enden der Stangen am
Rahmen anstoßen. Ab diesem Zeitpunkt wird die Abzieh
vorrichtung (24) von der Halterung (5) wegbewegt und zieht
dabei schrittweise die muffenähnliche Vorrichtung (27) die
ser Seite vom Rohrende weg, wobei dieses Rohrende geputzt
und jede Unrundheit beseitigt wird.
Die Rohrenden können jetzt mit einer Verbindungsmuffe
bestückt werden, wie sie zum Beispiel für das Elektro
schweißen eingesetzt wird, und miteinander verbunden wer
den.
Claims (15)
1. Rohreinspannvorrichtung, bestehend aus einer ersten und
zweiten Rohrschelle, die drehbar in einer Halterung
gelagert sind; sowie weiterhin bestehend aus Antriebs
vorrichtungen zwischen den beiden Halterungen mit ihren
jeweiligen Rohrschellen und einer gelenkigen Verbindung
zwischen den Antriebsvorrichtungen und der jeweiligen
Rohrschelle, wobei mindestens eine der beiden Rohr
schellen und die dazugehörige Halterung in Relation zu
der andern Rohrschelle und ihrer dazugehörigen Halte
rung verfahren werden kann.
2. Rohreinspannvorrichtung nach Anspruch 1, wobei es sich
bei den Antriebsvorrichtungen um eine Gewindestange in
einer Innengewindebohrung in einer Seite der Halterung
handelt, und wobei die Gewindestange mit einer Kugel
abschließt, die über eine Kupplung gelenkig mit der
Rohrschelle verbunden ist.
3. Rohreinspannvorrichtung nach Anspruch 2, wobei es sich
bei den Antriebsvorrichtungen zwischen der jeweiligen
Halterung und der Rohrschelle um eine Gewindestange
handelt, die in eine Innengewindebohrung in einer Seite
der zugehörigen Halterung eingedreht wird, und wobei
die Gewindestange am einen Ende mit einem Antrieb ver
bunden ist und am entgegengesetzten Ende mit einer
Kugel abschließt, die über eine Kupplung die Verbindung
mit der zugehörigen Rohrschelle herstellt, wobei es
sich um eine an der Rohrschelle befestigte Platte han
deln kann, an der sich die Aufnahmevorrichtung für die
Kugel befindet.
4. Rohreinspannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
3, wobei die Halterung und die dazugehörige Rohrschelle
so montiert sind, daß wenigstens eine Halterung und
Rohrschelle in Relation zu der anderen Halterung und
Rohrschelle verfahren werden kann.
5. Rohreinspannvorrichtung nach Anspruch 4, wobei eine
Halterung und die dazugehörige Rohrschelle mit dem Ende
mindestens einer doppeltwirkenden Kolben-Zylinder-Kon
struktion verbunden ist, und wobei die andere Halterung
mit ihrer dazugehörigen Rohrschelle fest positioniert
ist und mit dem anderen Ende der Kolben-Zylinder-Kon
struktion verbunden ist, und wobei die Aktivierung die
ser mindestens einmal vorhandenen Kolben-Zylinder-Kon
struktion eine relative Bewegung der Rohrschellen und
Rohrenden aufeinander zulaufend und sich voneinander
weg bewegend bewirkt.
6. Rohreinspannvorrichtung nach Anspruch 5, wobei aus
Gründen einer verbesserten Stabilität eine oder mehrere
Führungsstangen neben der mindestens einmal vorhandenen
Kolben-Zylinder-Konstruktion angebracht werden.
7. Rohreinspannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
6, wobei aus Gründen des einfacheren Transports die
Rohreinspannvorrichtung auf einem Schlitten montiert
ist.
8. Rohreinspannvorrichtung nach Anspruch 7, wobei an einem
Ende des Schlittens mindestens ein Stützrad montiert
ist.
9. Rohreinspannvorrichtung mit erster und zweiter Rohr
schelle, einer Vorrichtung zum Bewirken einer Bewegung
mindestens einer der Rohrschellen in Relation zu der
anderen Rohrschelle, einer Abziehvorrichtung zwischen
besagten Rohrschellen und geeignet zur Ausführung einer
Bewegung in Relation zu den beiden besagten Rohrschel
len, wobei es mindestens zwei gegenüberliegende Abzie
her an der Abziehvorrichtung gibt und diese Abzieher
eine Rotationsachse haben, die der Längsachse der Rohr
schelle entspricht, und außerdem mit einem Antrieb aus
gestattet sind, der diese Rotationsbewegung bewirkt.
10. Rohreinspannvorrichtung nach Anspruch 9, wobei sich die
Rohrschellen auf Halterungen befinden, die mit minde
stens einer doppeltwirkenden Kolben-Zylinder-Konstruk
tion verbunden sind, ergänzt durch direkt daneben ver
laufenden Gleitstangen, wobei die Abziehvorrichtung
lösbar auf einem Rahmen befestigt ist, der beweglich
auf den Gleitstangen sitzt.
11. Rohreinspannvorrichtung nach Anspruch 10, wobei der
Rahmen sich frei entlang der Gleitstangen bewegen kann
und durch die Bewegung eines der in die zugehörige
Schelle eingespannten Rohrendes selbst in Bewegung
gesetzt wird.
12. Rohreinspannvorrichtung nach Anspruch 10, wobei der
Rahmen für die Abziehvorrichtung an einem Z-Profil
befestigt ist, dessen freie Enden jeweils mit den
Schellen verbunden sind, und wobei die Bewegung einer
Schelle in Richtung zur anderen Schelle eine gemeinsame
simultane Bewegung der Abziehvorrichtung zu dieser
anderen Schelle hin bewirkt.
13. Rohreinspannvorrichtung nach Anspruch 10, wobei der
Rahmen für die Abziehvorrichtung mit einer Feder ausge
rüstet ist, deren Federkennzahl so gewählt wird, daß
die auf den Rahmen infolge der Bewegung einer Schelle
wirkende Kraft eine mit eineinhalbfacher Geschwindig
keit erfolgende Bewegung des Rahmens in Richtung auf
die andere Schelle bewirkt.
14. Rohreinspannvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis
13, wobei die entgegengesetzt angeordneten Abziehmesser
von einer aktiven zu einer inaktiven Position wechseln
können, wobei dies über einen Entriegelungsmechanismus
erfolgt, der durch das Berühren des Rohrendes anspricht
und das Herausfahren der Messer in die aktive Position
bewirkt, wen die Rohrenden richtig in die Abzieh
vorrichtung eingefahren wurden.
15. Rohreinspannvorrichtung nach der obigen Beschreibung
und unter Verweis auf die beiliegenden Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB9418569A GB9418569D0 (en) | 1994-09-15 | 1994-09-15 | Pipe clamps |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19533949A1 true DE19533949A1 (de) | 1996-03-21 |
Family
ID=10761352
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995133949 Withdrawn DE19533949A1 (de) | 1994-09-15 | 1995-09-14 | Rohreinspannvorrichtung |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPH08226577A (de) |
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