DE3531039A1 - Anlage mit vorrichtungen zum abnehmen und erneuern von wicklungen elektrischer maschinen - Google Patents
Anlage mit vorrichtungen zum abnehmen und erneuern von wicklungen elektrischer maschinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anlage und Vorrichtungen sowie ein
Verfahren zum Abnehmen der Stator- oder Ankerwicklungen
elektrischer Maschinen, wobei der Wicklungsträger bzw. dessen
Gehäuse durch eine Aufnahmevorrichtung in einem ortsfesten
Gestell positionierbar und festspannbar ist und wobei zum
einseitigen Abtrennen der Wicklungsköpfe eine rotierende
Trennscheibe vorgesehen ist, wobei ferner die verbleibenden
Wicklungsteile durch Brenneinrichtungen erwärmt und mit einer
hydraulischen Ausziehvorrichtung bis zur völligen Freilegung der
Nuten herausgenommen werden, so daß nach einer Reinigung des
Wicklungsträgers und einer Neuisolierung der Nuten die neue
Wicklung mit bekannten Werkzeugen eingezogen werden kann.
Dieser Stand der Technik ist im wesentlichen z. B. durch die DE-OS
26 01 463 bekannt geworden. Bei dem hier offenbarten Verfahren
und seinen Vorrichtungen wird nach Abtrennen der Wicklungsköpfe
der Wicklungsträger, also der Stator bzw. das Blechpaket des
Ankers, von dem in seiner Lage festgehaltenen Wicklungsrest
abgezogen, so daß die Wicklung als Ganzes freigelegt ist. Dazu
werden als Abziehvorrichtungen einerseits um ihre Längsachse
drehbare Ziehdorne in die Statorbohrung eingesetzt, welche mit
Anschlägen versehen sind, die den abzuziehenden Körper in Zug
richtung erfassen. Zum Festhalten der Wicklung sind andererseits
Haltedorne vorgesehen, welche ebenfalls in die Bohrung des
Stators eingeschoben sind. Diese mit einem Vorsprung versehenen
Dorne sind an der Innenseite der Wicklung so angesetzt, daß der
Vorsprung in die Wicklung eingreift und diese beim Abziehen des
Wicklungsträgers festhält.
Damit soll u. a. eine mögliche Relativverschiebung zwischen dem
festgespannten Gehäuse und dem Stator vermieden werden, da bei
einer derartigen Verschiebung eine brauchbare Neubewicklung nur
nach einer vorherigen zeitaufwendigen Lagekorrektur dieser Teile
möglich ist.
Bei der erwähnten bekannten Vorrichtung ist diese Relativver
schiebung zwar beseitigt, jedoch nur mit einem nachteilig großen
Aufwand an Einzelteilen und Handhabungszeiten erreichbar. So
müssen die erforderlichen Zieh- und Haltedorne aufgrund ihrer
unterschiedlichen Funktionen verschiedenartig ausgebildet sein
und von beiden Seiten her in die Statorbohrung eingesetzt werden.
Dadurch ist die Verwendung der bekannten Vorrichtung auf eine
Mindestgröße des Stators beschränkt. Der Bedienungsaufwand,
insbesondere für das richtige Ansetzen der Zug- und Haltedorne,
erhöht die Nebenzeiten und die Funktionsunsicherheit. Dazu kommt
als weiterer Zeitaufwand, daß nach ihrem Freilegen die Wicklung
noch von den Haltedornen befreit werden muß, welche aufgrund
ihrer Haltefunktion tief in die Wicklung eingehakt sind.
Weitere Verfahrensschwierigkeiten können sich noch dadurch er
geben, daß bei hohen Nutfüllungen oder bei Mehrschichtwicklungen
keine ausreichend großen Abstütz- bzw. Anlageflächen für die Vor
sprünge bzw. Stifte an den Dornen vorhanden sind, so daß auch in
diesen Beziehungen die Brauchbarkeit der bekannten Vorrichtung
in Frage gestellt sein kann.
Die Aufgabe der Erfindung wird daher darin gesehen, bei Vor
richtungen und Verfahren der behandelten Art die oben genannten
Mängel zu vermeiden. Dabei wird im Einzelnen angestrebt, mit
weniger Aufwand an technischen Mitteln und Handhabungszeiten den
Gebrauchswert der Anlage gegenüber den bekannten Ausführungen
baulich und funktionell zu erhöhen. Insbesondere soll auch
erreicht werden, daß das Prinzip der erfindungsgemäßen Vorrich
tung universal bei allen praktisch vorkommenden Statordimensionen
anwendbar und ohne Umrüstung auch für die Neubewicklung geeignet
ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit den Merkmalen der Anlage
und der Vorrichtungen nach den Ansprüchen 1 bis 9 und den Ver
fahrensschritten nach den Ansprüchen 10a bis 10e in vorteil
hafter Weise gelöst. Dabei wird von dem Prinzip ausgegangen, daß
die Wicklungsspulen einzeln, oder bei zusammengeschalteten
Wicklungen gruppenweise, ausgezogen werden, im Gegensatz zu den
bekannten Verfahren, bei welchen vorzugsweise die gesamte
Wicklung in einem Arbeitsgang herausgenommen wird.
Für die Behandlung von größeren Wicklungsträgern ist bei den
bekannten Vorrichtungen die Installation einer ausreichend großen
Ausziehkraft mit entsprechender Dimensionierung der Über
tragungsteile notwendig, so daß bei den häufigeren mittelgroßen
oder kleineren Statorabmessungen die Ausziehanlage überdimen
sioniert ist. Aus diesen Gründen bevorzugt die Erfindung ein
schrittweises Ausziehen der Wicklung mit dem Vorteil, daß eine
nach mittleren Statorabmessungen ausgelegte Ausziehvorrichtung
für einen breiteren Bereich der Wicklungsabmessungen brauchbar
und damit wirtschaftlicher ist.
Als Halterung für den Wicklungsträger bzw. dessen Gehäuse, be
vorzugt die Erfindung einen an sich bekannten Einspannring,
dessen drehbarer Innenring mit zentrisch einstellbaren Einspann
mitteln für den Wicklungsträger versehen ist. Da der Außenring am
ortsfesten Gerätegestell befestigt ist, kann er in einfacher
Weise als Abstützung der beim Ausziehen der Wicklung auftretenden
Kräfte dienen, wobei vorgesehen ist, den Stator bzw. das Blechpaket
des Ankers durch eine gesonderte unmittelbare Abstützung am
Auszieh-Druckzylinder gegen eine axiale Relativverschiebung
zusätzlich zu blockieren.
Außerdem ermöglicht der Einspannring im Zusammenhang mit der
Steuerung der Drehbewegung seines Innenrings, und damit des
zentrisch eingespannten Wicklungsträgers, die Drehanpassung beim
Abtrennen der Wicklungsköpfe mittels einer Trennscheibe und beim
Erwärmen der Wicklung, sowie das schrittweise Drehen beim
Ausziehen der Wicklungsspulen und beim anschließenden Reinigen
der Wicklungsnuten. Die Steuerung des Drehantriebs kann von Hand,
z. B. mittels eines Fußschalters, oder nach einem Programm
selbsttätig vorgenommen werden. Schließlich besitzt der Einspann
ring noch den weiteren Funktionsvorteil, daß sein Innenring bei
Einbringen der neuen Wicklungsspulen Intervalldrehungen mit
entsprechendem Drehwinkel ausführen kann. Beim Wechsel vom
Ausziehvorgang zum Wiedereinziehen ist im Gegensatz zu bekannten
Vorrichtungen kein Umspannen des Wicklungsträgers erforderlich.
Durch die genannten Eigenschaften und Funktionen des erfindungs
gemäß eingesetzten Einspannrings ergibt sich in Verbindung mit
den übrigen Vorrichtungsmerkmalen und den Verfahrensschritten
eine komplexe Anlage, welche insbesondere wegen ihrer wirtschaft
lichen Qualitäten eine wertvolle Bereicherung der betreffenden
Technik darstellt.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Anlage
schematisch dargestellt.
Es zeigt
Fig. 1 den aufnahmeseitigen Teil der Anlage in räumlicher
Darstellung,
Fig. 2 die Stirnansicht des Einspannringes beim Abtrennen der
Spulenköpfe,
Fig. 3 die Seitenansicht der Fig. 2,
Fig. 4 eine räumliche Teilansicht des Stators mit den
Wärmeinrichtungen,
Fig. 5 den abnahmeseitigen Teil der Anlage in räumlicher
Darstellung,
Fig. 6 die Draufsicht der Anlage nach Fig. 5.
Die Arbeitsplatte 1 ist Bestandteil eines Traggestells 2, welches
aus den Stützrohren 3 und den Verbindungsrohren 4 zusammengesetzt
ist. Auf der Arbeitsplatte ist der Einspannring 5 in vertikaler
Lage so befestigt, daß seine horizontale Zentralachse etwa im
Mittelraum des Traggestells verläuft.
Im feststehenden Außenring 6 des Einspannrings ist ein konzent
rischer Innenring 7 drehbar gelagert und in seinem unteren
Scheitelbereich motorisch antreibbar, wobei der Antriebsmotor
durch einen Fußschalter gesteuert werden kann. An der Innenseite
des Innenrings 7 sind Einspannelemente, z. B. bekannte Spannscheren
8 angeordnet, deren radial wirkende Spannbügel 9 von außen zu
betätigen sind.
Auf den über dem Einspannring 5 verlaufenden horizontalen Ver
bindungsrohren 4 des Traggestells 2 ist ein in Richtung zum Ein
spannring verschiebbarer und feststellbarer Schlitten 10 geführt,
welcher mit einer Stellvorrichtung 11 für die vertikale Führung
und Höheneinstellung einer Tragstange 12 versehen ist. Diese be
sitzt an ihrem unteren Ende einen Support 13 mit einem Handgriff
14 und Schalttasten 15, die über Kabel 16 mit dem Stellmotor der
Stellvorrichtung 11 elektrisch verbunden sind.
Ferner dient der Support 13 als Halterung für einen horizontal
geführten Beladeholm 17, welcher zur Aufnahme des Wicklungsträ
gers W, im vorliegenden Fall des Stators St, in dessen Bohrung 18
einschiebbar ist bzw. zur Erfassung eines Rotors mit einem
Dreibackenfutter versehen ist. Die Achse des Beladeholms
schneidet die zentrale Vertikalachse des Einspannrings 5.
Der Support 13 ist mit einem vertikalen Skalenträger 19 versehen,
dessen Justierskala 20 die Radienwerte der Statorbohrungen zeigt.
Zum Ablesen ist der Skalenträger 19 in ein auf dem Scheitel des
Außenrings 6 befestigtes Gegenstück 21 passend einschiebbar,
welches mit einer fixierten Höhenmarkierung 22 versehen ist.
In den Fig. 2 und 3 ist die Trennscheibe 24 zum Abtrennen der
Wicklungsköpfe 25 a in einer schwenkbaren und höhenverstellbaren
Halterung 26 gelagert und wird über eine im Schutzschlauch 27
geführte biegsame Welle 28 angetrieben. Zur Befestigung der
Halterung 26 kann eines der Stützrohre 3 benützt werden, an
welchem auch weitere Zubehörteile, wie Stelleinrichtungen, Kabel
usw. (nicht gezeigt) angebracht werden können.
Die Fig. 4 zeigt die Stirnseite des Stators St im Gehäuse G mit
den einseitig geköpften Wicklungen 25. Die Gasbrenner für die
Erwärmung der Wicklungen und der Nuten 32 sind als bogenförmig
bzw. geradlinig verlaufende Düsensätze 29 bzw. 30 ausgebildet.
Die dazu gehörigen Gasleitungen 31 können höhenverstell- und
verschwenkbar ebenfalls an einem der Stützrohre 3 gehaltert
sein.
In die den abnahmeseitigen Teil der Anlage betreffenden Fig. 5
und 6 sind nur noch die zur Erläuterung notwendigen Einzelheiten
aus den Fig. 1 bis 4 übernommen.
Ein Druckzylinder 33, an dem eine Hydraulikleitung 33 a und eine
Pneumatikleitung 33 b angeschlossen sind, ist mit den Auszieh
vorrichtungen als Einheit höheneinstellbar und fixierbar an den
Stützrohren 3 angebracht. Dazu dienen zwei Streben 34, welche mit
an den Stützrohren festspannbaren Halterungen 35 versehen sind.
An ihrem anderen Ende sind die Streben 34 an ein zentrales
Winkelstück 36 angeschlossen, mit welchem eine Tragplatte 37 für
den Zylinder 33 verschraubt ist. Zum Ausrichten und Festlegen der
Zylinderachse dienen zwei Traversen 39, die quer zur Zylinder
achse verlaufen und mit den Streben 34 durch Stellschrauben 38
verspannt sind und auf welchen der Zylinder befestigt ist. Unter
dem Zylinder und zwischen den Traversen 39 ist ein Abstützkörper
40 so befestigt, daß er mit dem Zylinder axial ausgerichtet
werden kann.
Zwischen dem Abstützkörper 40 und dem Stator St ist ein Druckstab
41 eingesetzt, welcher einerseits mit einem Spannkopf 42 versehen
ist und andererseits über ein Gelenk am Abstützkörper 40 ansteht.
Größere Statoren St können, wie strichpunktiert angedeutet,
zusätzlich durch weitere Druckstäbe abgestützt werden.
Die Kolbenstange 43 des Zylinders 33 ist über zugübertragende
Einzelglieder 44 mit einer bekannten Ausziehzange 45 verbunden.
Neben der Arbeitsplatte 1 kann ein Behälter 46 für die Aufnahme
der abgetrennten und ausgezogenen Wicklungsteile und eine Presse
47 für deren Paketierung vorgesehen sein.
Das vom Beladeholm 17 aufgenommene Gehäuse G mit dem Stator St
als Träger der Wicklungen 25 wird zunächst unter Verwendung des
Schlittens 10 zum Einspannring 5 geschoben und dort zentrisch
positioniert. Da der Beladeholm 17 in den Teilen 10, 11, 12, 13
so installiert ist, daß seine Horizontalachse die zentrale
Vertikalachse des Einspannringes 5 schneidet, so kann die
angestrebte Positionierung des Stators durch eine vertikale
Anpassung seiner Mittelachse an diejenige des Einspannringes
erfolgen. Dies wird dadurch erreicht, daß beim Zustellen des
Gehäuses G auch der Skalenträger 19 mitbewegt und in sein
Gegenstück 21 auf dem Einspannring eingeschoben wird, so daß die
Justierskala 20 mit der Markierung 22 am Gegenstück verglichen
werden kann und damit der vertikale Nachstellwert für die
Zentrierung des Stators ablesbar ist. Um diesen Wert wird dann
unter Verwendung der Stellvorrichtung 11 der Support 13 und damit
der Beladeholm 17 bzw. der Stator in die zentrische Lage gebracht
und fixiert.
Anschließend werden das Gehäuse G durch die Spannscheren 8 bzw.
deren Spannbügel 9 im Innenring 7 des Einspannringes 5 festge
spannt und die Zubringvorrichtungen mit dem Schlitten 10 in die
Ausgangsstellung zurückgefahren.
Zur notwendigen Lageanpassung der Ausziehvorrichtungen (Fig. 5
und Fig. 6) wird der Druckzylinder 33 mit den Zubehörteilen 34
bis 45 an den Stützrohren 3 durch die Halterungen 35 mit den
Streben 34 als Ganzes vertikal so eingestellt, daß die Zylinder
achse durch den unteren Wicklungsbereich des Stators verläuft.
Für das nun folgende Abtrennen der zustellseitigen Wicklungsköpfe
25 a (Fig. 2 und Fig. 3) wird die rotierende Trennscheibe 24
eingesetzt. Dabei wird zunächst ohne Drehung des Einspannringes
5 ein unter der Wicklungsachse liegender Teil der Wicklungsköpfe
abgetrennt und der Schneidrand der Trennscheibe 24 mittels der
Halterung 26 auf die geeignete Schnitt-Tiefe eingestellt.
Anschließend wird der Innenring 7 des Einspannringes 5 in
langsame Rotation gebracht und der restliche Teil der Wickelköpfe
abgetrennt.
Das Abtrenngerät wird in eine neutrale Lage zurückgeschwenkt und
die Wärmeinrichtung 29, 30, 31 aktiviert (Fig. 4). Dabei werden
die Düsensätze 29 und 30 in Längs- und Querrichtung auf die
Wicklungen in den Nuten 32 gerichtet, wobei der Innenring 7
zunächst noch langsam weitergedreht wird. Nach einer bestimmten
Wärmedauer wird die Drehung gestoppt und die Ausziehbarkeit der
Wicklungsteile geprüft und gegebenenfalls das Erwärmen mit oder
ohne Drehung fortgesetzt, bis die Wicklungsteile leicht lösbar
sind und bei stehendem Innenring mit der Ausziehzange herausge
nommen werden können (Fig. 5 und 6). Dabei ist es zweckmäßig,
die Wärmeinrichtung in Bereitschaft zu halten, so daß bei
auftretenden Ausziehhemmungen, z. B. durch starkes Verkleben der
Wicklung, die Wärmflamme auf den betreffenden Bereich gerichtet
werden kann.
Beim Ausziehen erfaßt die Ausziehzange 45 jeweils den im unteren
Scheitelbereich des Stators stehenden Wicklungsteil, wobei die
geeignete Lage durch die steuerbare Drehung des Innenrings 7
einstellbar ist. Darauf wird über die Leitung 33 a hydraulisches
Druckmittel dem Zylinder 33 zugeführt, so daß die Kolbenstange
sich aus der gezeigten Lage im Ausziehsinne bewegt und die Aus
ziehkraft über die gelenkig verbundenen Einzelglieder 44 auf die
geschlossene Zange 45 übertragen wird. Beim Ausziehen wird durch
den Widerstand des Druckstabes 41 erreicht, daß die positionierte
Lage des Stators St im Einspannring zusätzlich gesichert bleibt,
wodurch das nachfolgende Erneuern der Wicklung ohne vorherige
zeitraubende Lagekorrektur des Stators möglich ist.
Die abgetrennten und ausgezogenen Wicklungsteile können im Behäl
ter 46 gesammelt und in der Presse 47 zu Paketen geformt werden.
Zum anschließenden Rückstellen der Ausziehvorrichtung in die
Bereitschaftslage wird über die Leitung 33 b dem Zylinder
pneumatisches Druckmittel zugeführt. Zum Druckmittelwechsel ist
ein nicht dargestelltes, steuerbares Wechselventil vorgesehen.
Nach der Reinigung des Stators mit den üblichen Mitteln, wobei
dessen Drehbarkeit im Einspannring sich nützlich auswirkt, werden
die Nuten neu isoliert, so daß die Neubewicklung mit bekannten
Vorrichtungen durchgeführt werden kann. Dabei verbleibt der
Stator in der zentrisch positionierten Lage im Einspannring 5.
Nachdem der Druckzylinder 33 und damit die Längsachse der
Kolbenstange 43 bezüglich des Einspannringes zentriert sind, kann
ein Einziehwerkzeug mit der Kolbenstange gekoppelt und in die
Statorbohrung eingezogen werden. Dabei werden die Wicklungs
spulen, welche in Einziehnadeln eingesetzt sind, in die Stator
nuten eingebracht. Nach jedem Einziehabschnitt kann der Stator um
den entsprechenden Drehwinkel im Innenring 7 weitergedreht
werden.
Die Leistungsfähigkeit der beschriebenen Anlage beschränkt sich
nicht auf das Ausziehen von jeweils nur einer Wicklungsspule. Bei
entsprechender Auslegung der Ausziehmittel lassen sich auch
gleichzeitig mehrere Spulen bzw. Spulenteile erfassen und in
einem Arbeitshub herausnehmen.
- Bezugszeichenliste
1 Arbeitsplatte
2 Traggestell
3 Stützrohre
4 Verbindungsrohre
5 Einspannring
6 Außenring
7 Innenring
8 Spannschere
9 Spannbügel
10 Schlitten
11 Stellvorrichtung
12 Tragstange
13 Support
14 Handgriff
15 Schalttaste
16 Kabel
17 Beladeholm
18 Statorbohrung
19 Skalenträger
20 Justierskala
21 Gegenstück
22 Markierung
24 Trennscheibe
25 Wicklung
25 a Wicklungskopf
26 Trennscheibenhalterung
27 Schutzschlauch
28 biegsame Welle
29 Düsensatz, gebogen
30 Düsensatz, geradlinig
31 Gasleitung
32 Nuten
33 Druckzylinder
33 a Hydraulikleitung
33 b Pneumatikleitung
34 Strebe
35 Halterung
36 Winkelstück
37 Zylindertragplatte
38 Stellschraube
39 Traverse
40 Abstützkörper
41 Druckstab
42 Spannkopf
43 Kolbenstange
44 gelenkige Einzelglieder
45 Ausziehzange
46 Behälter
47 Paketierpresse
W Wicklungsträger
G Gehäuse
St Stator
Claims (11)
1. Anlage mit Vorrichtungen zum Abnehmen und Erneuern der
Stator- oder Ankerwicklungen elektrischer Maschinen, wobei der
Wicklungsträger bzw. dessen Gehäuse durch eine Aufnahmevor
richtung in einem ortsfesten Gestell positionierbar und fest
spannbar ist und wobei zum einseitigen Abtrennen der Wicklungs
köpfe eine rotierende Trennscheibe vorgesehen ist, wobei ferner
die verbleibenden Wicklungsteile durch Brenneinrichtungen erwärmt
und mit einer hydraulischen Ausziehvorrichtung bis zur völligen
Freilegung der Nuten herausgenommen werden, so daß nach einer
Reinigung des Wicklungsträgers und einer Neuisolierung der Nuten
die neue Wicklung mit bekannten Werkzeugen eingezogen werden
kann, dadurch gekennzeichnet, daß als Aufnahmevorrichtung für
den Wicklungsträger (W) ein vertikal angeordneter an sich
bekannter Einspannring (5) vorgesehen ist, bestehend aus einem im
Traggestell (2) befestigten Außenring (6), in welchem ein
konzentrischer Innenring (7) drehbar gelagert ist, an dessen
Innenseite Einspannelemente, z. B. Spannscheren (8), gleichmäßig
verteilt und radial verstellbar angebracht sind, mit welchen das
Statorgehäuse bzw. der Anker erfaßbar und zentrisch fixierbar
ist, und daß die schrittweisen oder kontinuierlichen Drehbe
wegungen des Innenrings für die Durchführung der Verfahrens
schritte beim Abnehmen und Erneuern der Wicklungen (25) steuerbar
sind.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum
Übernehmen des Wicklungsträgers in den Einspannring eine
vertikale Tragstange (12) vorgesehen ist, welche in Richtung zur
vertikalen Mittelachse des Einspannrings (5) horizontal ver
schiebbar und höhenverstellbar im Gestell (2 ) angeordnet ist, und
welche einen Support (13) besitzt, der mit einem in die Stator
bohrung einschiebbaren horizontalen Beladeholm (17) bzw. mit
einem Dreibackenfutter zum Erfassen des Ankers versehen ist.
3. Anlage nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch
gekennzeichnet, daß am Support (13) ein vertikaler Skalenträger
(19) mit einer Justierskala (20) angebracht ist, welche die
Radienwerte der Statorbohrungen bzw. der Ankerdurchmesser an
zeigt, wobei der Skalenträger passend einschiebbar ist in ein auf
dem Scheitel des Außenrings (6) befestigtes Gegenstück (21),
welches eine Markierung (22) besitzt, die zum Ablesen des
vertikalen Nachstellwertes an der Justierskala für die Zentrie
rung des Wicklungsträgers im Einspannring (5) dient.
4. Vorrichtung nach den vorhergehenden Ansprüchen, gekenn
zeichnet durch folgende Teilmerkmale:
- a) die Drehzahl der von einem Getriebemotor angetriebenen Trenn scheibe (24) ist lastabhängig regelbar;
- b) die Umfangsgeschwindigkeit des Einspann-Innenrings (7) ist für den Trenn-, Anwärme- und Reinigungsvorgang stufenlos regelbar;
- c) das Trennscheibenlager ist an einer höhenverstellbaren, schwenkbaren Halterung (26) einstellbar und fixierbar ange bracht und die Trennscheibe ist gegen Reinigungswerkzeuge, z. B. rotierende Bürsten, auswechselbar;
- d) im Bereich des Späneauswurfs der Trennscheibe ist in Gesichts höhe ein durchsichtiger Schutzschild einstellbar angeordnet.
5. Vorrichtung nach den vorhergehenden Ansprüchen, wobei als
Wärmeinrichtungen regelbare Gasbrenner vorgesehen sind, dadurch
gekennzeichnet, daß austauschbare Düsensätze (29, 30) verwendet
werden, deren Düsen in Bogenform oder geradlinig verlaufend ange
ordnet sind.
6. Anlage nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch ge
kennzeichnet, daß an zwei Stützrohren (3) des Gestells (2) je
eine Halterung (35) höhenverstellbar und fixierbar geführt ist,
in welche eine horizontale Strebe (34) formschlüssig eingesetzt
ist, deren anderes Ende an einem den Druckzylinder (33) haltenden
Winkelstück ( 36) befestigt ist, derart, daß die beiden gleich
langen Streben (34) einen in Richtung Einspannring offenen Winkel
bilden, dessen Halbierende in Richtung der Ausziehkraft
verläuft.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen dem Winkelstück (36) bzw. dem Druckzylinder (33) und dem
Wicklungsträger (W) ein parallel zur Zugkraft verlaufendes
längenveränderbares Abstützelement, z. B. ein Druckstab (41),
eingesetzt ist, welches unmittelbar am Stator (St) jeweils im
Bereich der von der Ausziehzange (45) erfaßten Wickelspule (25)
ansetzbar ist und dessen Ansetzende mit einem Gewindespannkopf
(42) versehen ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zug- und Druckkräfte über
tragenden Elemente über gelenkige Einzelglieder (44) mit ihren
Anschlußstellen verbunden sind, derart, daß eine Selbstaus
richtung dieser zusammenwirkenden Teile in der Kraftrichtung
erfolgt.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Druckmittelzufuhr (33 a, 33 b) zum
Druckzylinder (33) über ein steuerbares Wechselventil erfolgt,
derart, daß der Ausziehhub hydraulisch und der Rücklaufhub
pneumatisch bewirkt werden.
10. Verfahren zum Abnehmen und Erneuern der Stator- oder
Ankerwicklungen elektrischer Maschinen, unter Verwendung der
Merkmale aus mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekenn
zeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
- a) nach dem Positionieren und Festspannen des Wicklungs trägers (W) im Einspannring und Zurückstellen der Zubringgeräte in ihre Ausgangslage, wird die Trennscheibe (24) zur Wicklung geschwenkt und in der geeigneten Höhenlage fixiert, worauf zunächst der unter der horizontalen Wicklungsachse liegende Teil der Wicklungsköpfe (25 a) abgetrennt und anschließend der Innenring (7) des Einspannringes motorisch in langsame Rotation gebracht wird, so daß der restliche Teil der Wicklungsköpfe abgetrennt werden kann;
- b) das Abtrenngerät (24, 26, 28) wird in die Ausgangslage zurückgeschwenkt, die Wärmeinrichtung (29, 30) an die Schnitt stellen der Wicklung angesetzt und entzündet, während der Einspann-Innenring sich langsam weiterdreht, werden die Brenn düsen in Längs- und Querrichtung auf die Wicklungen und die Nuten (32) gerichtet;
- c) die Rotation des Innenrings wird gestoppt und die Ausziehbarkeit der restlichen Wicklungsteile geprüft, worauf gegebenenfalls das Ausbrennen, mit oder ohne Drehung des Innenrings fortgesetzt wird, bis die Wicklungsteile bei still stehendem Innenring (7) durch die Ausziehzange (45) herausnehmbar sind, wobei gegebenenfalls die Flamme auf den jeweils auszu ziehenden Wicklungsteil gerichtet werden kann;
- d) nachdem der Wicklungsträger, insbesondere im Bereich der Nuten gereinigt und wieder isoliert ist, wird die Neubewicklung durchgeführt, wobei der Stator bzw. Anker in seiner zentrierten Lage im Einspannring (5) verbleibt und wobei ein bekanntes, mit Einziehnadeln bestücktes Einziehgerät im Bereich der Tragstange (12) montiert und dessen Zugelement mit der Kolbenstange (43) der schon vorhandenen hydraulischen Zugeinrichtung kraftübertragend verbunden wird, nachdem deren Achslage auf die Achse des Zug elements ausgerichtet worden ist;
- e) das schrittweise Nachdrehen des Stators bzw. Ankers beim Einziehen der neuen Wicklungen erfolgt durch den Innenring (7), dessen Antrieb über einen Fußschalter steuerbar sein kann.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Beladeholm (17) beim
Neubewickeln als Aufhänger- bzw. Übertrager der Wicklungsspulen
für das Einziehwerkzeug dient.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853531039 DE3531039A1 (de) | 1985-08-30 | 1985-08-30 | Anlage mit vorrichtungen zum abnehmen und erneuern von wicklungen elektrischer maschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853531039 DE3531039A1 (de) | 1985-08-30 | 1985-08-30 | Anlage mit vorrichtungen zum abnehmen und erneuern von wicklungen elektrischer maschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3531039A1 true DE3531039A1 (de) | 1987-03-12 |
Family
ID=6279772
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853531039 Ceased DE3531039A1 (de) | 1985-08-30 | 1985-08-30 | Anlage mit vorrichtungen zum abnehmen und erneuern von wicklungen elektrischer maschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3531039A1 (de) |
Cited By (20)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2139621C1 (ru) * | 1998-07-30 | 1999-10-10 | Общество с ограниченной ответственностью "Научная Производственная фирма Диэлектрик" | Способ удаления обмотки из пазов сердечника статора при ремонте электрических машин (варианты) |
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