DE19526725A1 - Vorrichtung zum Abdichten von Gebäudeöffnungen - Google Patents
Vorrichtung zum Abdichten von GebäudeöffnungenInfo
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- E06B9/00—Screening or protective devices for wall or similar openings, with or without operating or securing mechanisms; Closures of similar construction
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abdichten von
Gebäudeöffnungen gegen von der Gebäudeaußenseite eindringen
des Wasser.
In hochwassergefährdeten Gebieten ist es immer wieder erfor
derlich, daß die dort stehenden Gebäude gegen eindringendes
Wasser geschützt werden müssen. Hierzu werden in der Regel
die entsprechenden Gebäudeöffnungen, wie Türen oder Fenster,
durch die das Wasser eindringen könnte, mit Brettern oder
Platten zugenagelt, zugemauert oder mittels Sandsäcken ver
schlossen.
Allen bekannten Abdichtmaßnahmen ist gemeinsam, daß es sich
lediglich um provisorische Lösungen handelt, die zeitaufwen
dig und teuer sind. Außerdem ist die Abdichtung häufig man
gelhaft und die zur Abdichtung verwendeten Mittel sind selten
wiederverwendbar.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
mehrfach verwendbare Vorrichtung anzugeben, mit der es mög
lich ist, auf einfache Weise Gebäudeöffnungen gegen ein
dringendes, drückendes Wasser auch über einen längeren Zeit
raum abzudichten.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des kennzeichnenden
Teils des Anspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausge
staltungen der Erfindung offenbaren die Unteransprüche.
Im wesentlichen liegt der Erfindung der Gedanke zugrunde, als
Abdichtsystem ein Spannkreuz mit einer an dem Spannkreuz be
festigbaren Abdeckplatte zu verwenden. Das Spannkreuz wird
hierzu in die entsprechende Fenster- oder Türöffnung einge
bracht und dort mit Hilfe von spannschrauben fixiert. Auf dem
in der Gebäudeöffnung fixierten Spannkreuz wird dann die Ab
deckplatte befestigt, so daß diese die jeweilige Gebäudeöff
nung außenseitig überdeckt. Ein zwischen Abdeckplatte und
Gebäudeaußenwand umlaufendes Abdichtelement verhindert ein
randseitiges Eindringen des Wassers.
Um die Wirkung des Abdichtelementes auch bei Gebäuden mit
kantiger Oberfläche der Außenwand sicherzustellen, hat es
sich als besonders vorteilhaft erwiesen, zur Abdichtung einen
Luftschlauch zu verwenden, der vorzugsweise von dem Gebäude
inneren aus aufblasbar ist. Bei einem derartigen Abdichtele
ment kann die Dichtwirkung auch noch nach dem Einbau der
erfindungsgemäßen Vorrichtung in eine Gebäudeöffnung durch
Aufblasen verändert werden.
Bei einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
besteht die Abdeckplatte aus Kunststoff und ist haubenförmig
ausgestaltet sowie zur Versteifung mit Querrippen versehen.
Eine derartige Abdeckhaube ist einfach herstellbar und weist
ein niedriges Gewicht auf, so daß die erfindungsgemäße Vor
richtung durch nur eine Person schnell und leicht in Gebäude
öffnungen eingebaut werden kann. Durch die Haubenform wird
sichergestellt, daß mögliche abstehende Gebäudeteile, wie
Fensterbänke etc., von der Abdeckplatte mit überdeckt werden.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus den folgenden anhand von Figuren erläuterten Ausführungs
beispielen. Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine in einer Fensteröffnung
angeordnete erfindungsgemäße Vorrichtung;
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. 1 mit
gestrichelt dargestelltem Spannkreuz;
Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung des der jeweiligen Fen
steröffnung zugewandten Teiles eines Spannkreuz es der
Vorrichtung nach Fig. 1 und
Fig. 4 einen Querschnitt durch zwei in einer Türöffnung ange
ordneten erfindungsgemäßen Vorrichtungen.
In Fig. 1 ist mit 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung bezeich
net, die von der Außenseite 2 eines Gebäudes 3 zum Abdichten
einer Fensteröffnung 4 mit einem Fenster 5 angeordnet ist.
Die Vorrichtung 1 besteht im wesentlichen aus einem in der
Fensteröffnung 4 angeordneten Spannkreuz 6 und einer an dem
Spannkreuz 6 befestigten haubenförmigen Abdeckplatte (Abdeck
haube) 7 aus Kunststoff mit Versteifungsrippen 8. Die Abdeck
haube 7 besitzt randseitig eine umlaufende nutenförmige Aus
nehmung 9 für die Aufnahme eines Luftschlauches 10, welcher
über ein Ventil 11 und eine Schlauchverbindung 12 von dem
Gebäudeinneren 13 aufblasbar ist. Zur Gebäudeaußenwand 2 ist
der Luftschlauch 10 durch eine Dichtung 14, vorzugsweise aus
Moosgummi, zum Schutz und Ausgleich von Wandunebenheiten
abgedeckt.
Das Spannkreuz 6 besteht aus drei Präzisionsstahlrohren 15-17
(Fig. 2), die miteinander durch zwei Knotenbleche 18, 19
verbunden sind. An ihren Enden 20-25 sind die Stahlrohre 15-17
durch eingepaßte Gewindebuchsen 26 (Fig. 3) verschlossen,
die durch Kerbstifte 27 gesichert sind. In den Gewindebuchsen
26 sind Spannschrauben (Gewindestangen) 28-33 vorgesehen, die
an ihrem Ende 34 jeweils einen Hartgummifuß 35 sowie eine
Sechskantmutter (Spannmutter) 36 mit Halteschraube 37 be
sitzen.
Für die Befestigung der Abdeckhaube 7 sind auf dem Spannkreuz
6 sieben Stehbolzen 38 mit den Stahlrohren 15-17 verschweißt.
Die Stehbolzen 38 sind durch entsprechende Bohrungen der Ab
deckhaube geführt und außenseitig mit Flügelmuttern 39 ver
sehen.
Im folgenden wird auf die Montage der erfindungsgemäßen Vor
richtung zum Abdecken der Fensteröffnung 4 eingegangen. Hier
zu kann das Spannkreuz 6 und die Abdeckhaube 7 als Einheit,
d. h. vormontiert, in die Fensteröffnung 4 eingesetzt werden
oder die beiden Teile können getrennt montiert werden.
Im ersten Fall wird die Abdeckhaube 7 auf die Stehbolzen 38
des Spannkreuzes 6 gesteckt und mit den Flügelmuttern 39
leicht befestigt. Danach wird die Abdeckhaube 7 zusammen mit
dem Spannkreuz 6 auf die Fensteröffnung gepreßt und die
Spannschrauben 28-33 vom Gebäudeinneren 13 über die Spann
muttern 36 mit einem Schlüssel gegen die Fensterlaibung ver
spannt. Anschließend werden die Flügelmuttern 39 angezogen,
bis der Rand der Abdeckplatte 7 fest an dem Mauerwerk der
Gebäudeaußenseite 2 anliegt. Danach wird der umlaufende Luft
schlauch 10 über die Schlauchverbindung 12 und das Ventil 11
vom Gebäudeinneren 13 aus aufgepumpt. Die zum Schutz des
Luftschlauches 10 außen angebrachte Gummidichtung 14 wird
dabei in Unebenheiten des Mauerwerkes gepreßt und sorgt so
für eine einwandfreie Abdichtung.
Sofern das Spannkreuz 6 und die Abdeckhaube 7 noch nicht vor
montiert sind, wird zuerst das Spannkreuz 6 in der Fenster
laibung mittels der Spannschrauben 28-33 befestigt. Danach
wird die Abdeckhaube 7 auf die Stehbolzen 38 gesteckt und mit
Hilfe der Flügelmuttern 39 festgezogen. Anschließend kann
dann wiederum der Luftschlauch 10, wie vorstehend beschrie
ben, mit Luft gefüllt werden.
Um eine Türöffnung abzudichten, werden vorzugsweise erfin
dungsgemäße Vorrichtungen verwendet, deren Spannkreuz im
wesentlichen den gleichen Aufbau aufweist, wie das vorstehend
beschriebene Spannkreuz für Fensteröffnungen. Soll dabei die
Türöffnung nur im unteren Bereich abgedichtet werden (um auch
bei mittlerem Hochwasser das Gebäude noch betreten zu kön
nen), reicht häufig ein für Fenster ausgelegtes Spannkreuz
aus, wobei für die nach oben freistehende Spannschraube eine
zwischenstrebe eingesetzt werden kann.
Wie in Fig. 4 dargestellt, können auch zwei oder mehrere
Spannkreuze 40, 41 übereinander in die jeweilige Türöffnung
eingebracht und an der Türlaibung verklemmt werden, wobei die
entsprechenden einander zugewandten Spannschrauben 43, 44
über Zwischenstreben 45 miteinander verbunden sind.
Die Abdeckplatten 46, 47 zum Abdichten der Türöffnung 42 sind
vorzugsweise derart ausgebildet, daß der abdichtende Luft
schlauch 48 zur einwandfreien Abdichtung des Fußbodens 49 am
Eingang ein Stück nach vorne geführt wird. Der Luftschlauch
48 ist daher in diesem Fall U-förmig ausgebildet und endet am
oberen ausgestellten Profil 50 zur Aufnahme einer zweiten
Abdeckplatte 47 (falls erforderlich).
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die vorstehend
beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. So kann das
schlauchförmige Abdichtelement statt mit Luft auch mit einem
anderen Gas (z. B. CO₂) aufgeblasen werden.
Bezugszeichenliste
1 erfindungsgemäße Vorrichtung
2 Gebäudeaußenseite, Gebäudeaußenwand
3 Gebäude
4 Fensteröffnung
5 Fenster
6 Spannkreuz
7 Abdeckplatte, Abdeckhaube
8 Versteifungsrippe
9 nutenformige Ausnehmung
10 Luftschlauch, Abdichtelement
11 Ventil
12 Schlauchverbindung
13 Gebäudeinnere
14 Dichtung
15-17 Stahlrohre
18, 19 Knotenbleche
20-25 Enden der Stahlrohre
26 Gewindebuchse
27 Kerbstift
28-33 Spannschrauben
34 Ende der Spannschraube
35 Endstück, Hartgummifuß
36 Sechskantmutter, Spannmutter
37 Halteschraube
38 Stehbolzen
39 Flügelmutter
40, 41 Spannkreuze
42 Türöffnung
43, 44 Spannschrauben
45 Zwischenstrebe
46, 47 Abdeckplatten
48 Luftschlauch
49 Fußboden
50 Profil
2 Gebäudeaußenseite, Gebäudeaußenwand
3 Gebäude
4 Fensteröffnung
5 Fenster
6 Spannkreuz
7 Abdeckplatte, Abdeckhaube
8 Versteifungsrippe
9 nutenformige Ausnehmung
10 Luftschlauch, Abdichtelement
11 Ventil
12 Schlauchverbindung
13 Gebäudeinnere
14 Dichtung
15-17 Stahlrohre
18, 19 Knotenbleche
20-25 Enden der Stahlrohre
26 Gewindebuchse
27 Kerbstift
28-33 Spannschrauben
34 Ende der Spannschraube
35 Endstück, Hartgummifuß
36 Sechskantmutter, Spannmutter
37 Halteschraube
38 Stehbolzen
39 Flügelmutter
40, 41 Spannkreuze
42 Türöffnung
43, 44 Spannschrauben
45 Zwischenstrebe
46, 47 Abdeckplatten
48 Luftschlauch
49 Fußboden
50 Profil
Claims (14)
1. Vorrichtung zum Abdichten von Gebäudeöffnungen (4; 42)
gegen von der Gebäudeaußenseite (2) eindringendes Wasser
mit
- a) mindestens einem in die Gebäudeöffnung (4; 42) einbringbaren und darin fixierbaren Spannkreuz (6; 40, 41);
- b) einer an dem Spannkreuz (6; 40, 41) befestigbaren Abdeckplatte (7; 46, 47), deren Außenabmessungen derart gewählt sind, daß sie bei der bestimmungs gemäßen Verwendung der Vorrichtung (1) die jewei lige Gebäudeöffnung (4; 42) außenseitig überdeckt;
- c) einem an der Abdeckplatte (7; 46, 47) angeordnetes randseitig umlaufendes Abdichtelement (10; 48), welches bei der bestimmungsgemäßen Verwendung der Vorrichtung (1) an der Gebäudeaußenwand (2) an liegt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Spannkreuz (6; 40, 41) aus kreuzförmig angeordneten
Metallrohren (15-17) besteht, die an ihren Enden (20-25)
jeweils Gewindebuchsen (26) enthalten, in denen Spann
schrauben (28-33) angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens ein Teil der Spannschrauben (28-33) auf der
den Gewindebuchsen (26) abgewandten Seite Endstücke (35)
aus Hartgummi besitzen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeich
net, daß an den Metallrohren (15-17) des Spannkreuzes
(6; 40, 41) mehrere Stehbolzen (38) angeordnet sind, an
denen die Abdeckplatte (7; 46, 47) mittels Schraubver
bindungen befestigbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Abdeckplatte (7) haubenförmig
ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abdeckplatte (7; 46, 47) mit Versteifungsrippen (8)
versehen ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Abdeckplatte (7; 46, 47) eine an
ihrem äußeren Rand umlaufende nutenförmige Ausnehmung
(9) für das Abdichtelement (10; 48) aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Abdeckplatte (7; 46, 47) aus
Kunststoff besteht.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß es sich bei dem Abdichtelement
(10; 48) um einen aufblasbaren Schlauch handelt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
der aufblasbare Schlauch (10; 48) über ein Ventil (11)
von dem jeweiligen Gebäudeinneren (13) aufblas- und/oder
aufpumpbar ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der aufblasbare Schlauch (10; 48) zur
jeweiligen Gebäudeaußenwand (2) durch eine zusätzliche
Dichtung (14), vorzugsweise aus Moosgummi, zum Schutz
und Ausgleich von Wandunebenheiten abgedeckt ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die zusätzliche Dichtung (14) aus Gummi, vorzugs
weise Moosgummi, besteht.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Abdichtung größerer Gebäudeöff
nungen (42) das jeweilige Spannkreuz sich aus mehreren
kleineren Spannkreuzen (40, 41) modular zusammensetzt,
wobei die einander zugewandten Spannschrauben (43, 44)
der einzelnen Spannkreuze (40, 41) über Zwischenstreben
(45) miteinander verbunden sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Abdichtung von Türöffnungen (42)
die Abdeckplatten (46, 47) derart ausgebildet sind, daß
das Abdichtelement (48) zur einwandfreien Abdichtung des
Fußbodens (49) am Eingang jeweils ein Stück nach vorne
geführt ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995126725 DE19526725C2 (de) | 1995-07-21 | 1995-07-21 | Abschottvorrichtung zum dichten Verschließen einer Gebäudeöffnung bei Hochwassergefahr |
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|---|---|
| DE19526725A1 true DE19526725A1 (de) | 1997-01-23 |
| DE19526725C2 DE19526725C2 (de) | 1998-09-10 |
Family
ID=7767466
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE1995126725 Expired - Fee Related DE19526725C2 (de) | 1995-07-21 | 1995-07-21 | Abschottvorrichtung zum dichten Verschließen einer Gebäudeöffnung bei Hochwassergefahr |
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
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Owner name: RHEINMETALL W & M GMBH, 29345 UNTERLUESS, DE |
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