DE19515683A1 - Puppenkopfbestandteile für die Herstellung eines Puppenkopfes einer Stoffpuppe - Google Patents
Puppenkopfbestandteile für die Herstellung eines Puppenkopfes einer StoffpuppeInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft die Puppenkopfbestandteile
für die Herstellung eines Puppenkopfes einer Stoffpuppe, der
besonders naturnahe, ausdruckstarke Augen in Form von kugeli
gen oder linsenförmigen Glas- oder Kunststoffaugen aufweist.
Bei den hier zur Diskussion stehenden herkömmlichen Stoffpup
pen, die zuweilen auch als Textilpuppen bezeichnet werden,
besteht der Puppenkopf aus einer Gesichtsmaske, die aus tief
gezogener PVC-Folie besteht. Diese wird im Zuge der industri
ellen Herstellung über eine spezielle Gesichtsform gezogen,
welche von Künstlern entworfen wurde und ein möglichst natür
lich wirkendes Puppen-Gesicht mit besonderem Liebreiz dar
stellt. Diese Maske wird mit Leim bestrichen und dann wird
sie mit einem hautfarbenen Trikotstoff überzogen und beklebt.
Der Trikotstoff auf der Maske wird dann bemalt, wobei die
Augen, die Augenbrauen, die Nasenlöcher und der Mund in ent
sprechenden Farben aufgemalt werden und in der Regel auch
etwas Wangenrot aufgetragen wird. Dann wird die mit Trikot
stoff beklebte Maske auf einen geschäumten Kopf aus Styropor
aufgesetzt und der die Maske beidseits überlappende Trikot
stoff wird an der Hinterkopfseite vernäht. Der Kopf wird
anschließend am Halskragen an den gestopften Körper der
Puppe angenäht oder mittels eines speziellen Halsgelenkes an
ihm befestigt, so daß sich der Kopf in verschiedene Stellun
gen bringen läßt, die er auch halten kann. Solche Textil-
oder Stoffpuppen weisen stets auf das Gesicht aufgemalte
Augen auf. Es bestand nun schon lange der Wunsch, den Augen
einer Stoff- oder Textilpuppe mehr Ausdruck zu verleihen oder
diese naturnäher zu gestalten. Bisher war dies alleine dem
Geschick der Bastlerin anheimgestellt. Je nach dem, wie geübt
und talentiert dieselbe die Augen aufmalen konnte, verhalf
sie diesen zu mehr oder weniger Ausstrahlung.
Die vorliegende Erfindung setzt sich nun zur Aufgabe, Puppen
kopfbestandteile für die Herstellung eines Puppenkopfes einer
Stoffpuppe zu schaffen, der besonders naturnahe, ausdruck
starke Augen in Form von kugeligen oder linsenförmigen Glas-
oder Kunststoffaugen aufweist.
Diese Aufgabe wird gelöst von Puppenkopfbestandteilen für die
Herstellung eines Puppenkopfes einer Stoffpuppe, die sich
durch die Merkmale des Patentanspruches 1 auszeichnen.
In den Zeichnungen sind mehrere beispielsweise Varianten von
Puppenkopfbestandteilen für die Herstellung solcher Puppen
köpfe einer Stoffpuppe gezeigt und in der nachfolgenden
Beschreibung wird deren Beschaffenheit beschrieben. Außerdem
wird deren Verwendung im Zuge der Herstellung eines Puppen
kopfes ausführlich erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 Die Bestandteile einer Version eines Puppen
kopfes für eine Stoffpuppe mit kugeligen
Augen;
Fig. 2 Die Bestandteile einer Version eines Puppen
kopfes für eine Stoffpuppe mit linsenförmigen
Augen;
Fig. 3 Kegelförmige Augen und kegelförmige Ausnehmun
gen am Kopfkern;
Fig. 4 Keilförmige Augen und keilförmige Ausnehmungen
am Kopfkern.
Die Fig. 1 zeigt die Bestandteile in einer ersten Variante,
welche die Herstellung eines Puppenkopfes für eine Stoffpuppe
ermöglicht, wobei der fertige Kopf dann kugelige Glasaugen
wie eine industriell hergestellte Puppe oder wie eine kost
bare Porzellanpuppe aufweist. Zunächst schließen diese Be
standteile eine Maske 1 aus tiefgezogener PVC-Folie ein, wei
ter einen Kopfkern 2, vorzugsweise aus Styropor oder einem
anderen geschäumten Material, sowie nun zusätzlich vorfabri
zierte, industriell hergestellte Augen 3. Im Gegensatz zu den
herkömmlichen Gesichtsmasken, bei denen das gesamte Gesicht
mitsamt den Augenpartien mit Trikotstoff überzogen und über
klebt wird, und hernach die Augen mit einer geeigneten Tex
tilfarbe aufgemalt werden, weist diese Gesichtsmaske perfo
rierte Augenpartien 4 auf. Die Bastlerin kann nun die Augen
bereiche herausbrechen. Bei der linken Augenpartie 4 ist der
linsenförmige Augenbereich 6 bereits herausgebrochen worden
und liegt vor der Gesichtsmaske 1 am Boden, während der lin
senförmige Augenbereich bei der rechten Augenpartie 4 noch
nicht herausgebrochen wurde. Diese Perforierung der Augenpar
tien ermöglicht es der Bastlerin, wahlweise auch einen her
kömmlichen Puppenkopf herzustellen, indem sie eben die perfo
rierten Augenbereiche an Ort und Stelle beläßt und in
bekannter Manier mit Trikotstoff überzieht und hernach die
Augen aufmalt. Erfindungsgemäß aber werden die Augenbereiche
6 herausgebrochen und hernach wird die Gesichtsmaske mit Tri
kotstoff überklebt. Im Bereich der Augen wird der Trikotstoff
dabei in der Mitte mit einem Längsschnitt aufgeschlitzt und
die beiden Hälften, die den Augenbereich überdecken, werden
um die durch das Herausbrechen entstandenen Augenränder 5
nach innen herumgelegt und verklebt. Danach wendet man sich
dem Kopfkern 2 zu. Dieser weist an den Augenpartien je eine
im Querschnitt kreisrunde und über einen kleinen Bereich
zylinderförmige Ausnehmung 7 auf, welche zur Aufnahme eines
kugelförmigen Auges 3 bestimmt ist. Wie mit gestrichelten
Linien angedeutet ist, sind die Böden 8 der Ausnehmungen 7
kugelförmig und bilden somit je eine halbe Hohlkugel. In
diese Ausnehmungen 7 werden die kugelförmigen Augen 3 einge
legt. Diese Augen 3 entsprechen optisch im Prinzip einem
echten menschlichen Auge, weisen also insbesondere wenigstens
im vorderen Bereich einen weißen Augenapfel und ein farbige
Iris auf. Die Iris selbst ist kegelförmig in den Augenapfel
eingesetzt. Weil sie aus transparentem Material besteht, wird
infolge ihrer Geometrie eine optische Tiefenwirkung erzielt,
die dem Auge einen natürlichen Ausdruck verleiht. Solche
Augen sind in verschiedenen Größen und Farben seit langem im
Fachhandel erhältlich und werden bisher vor allem zur Herstel
lung von Prozellan-Puppenköpfen eingesetzt. Sie können aus
Glas oder auch aus Kunststoff hergestellt sein. Durch die
Ausformung der Ausnehmungen 7 mit den hohlkugelförmigen Böden
8 ist es möglich, die darin eingesetzten kugelförmigen Augen
3 in jeder Richtung zu drehen. Je nach gewünschter Blickrich
tung der Puppe können die Augen 3 also geradeaus, nach oben,
unten oder seitwärts blicken. Die Ausnehmungen 7 sind in
ihren Maßen so gewählt, daß die Augen 3 darin leicht ver
klemmt werden, so daß sie die einmal eingestellte Lage nicht
verlassen. Sobald die Augen 3 wie gewünscht im Kopfkern 2
eingesetzt sind, wird die Maske 1 über den Kopfkern 2
gestülpt und auf ihn gedrückt. Dabei kommen die Augen 3 satt
an die Ränder 5 der Augenpartien zu liegen. Dadurch erhalten
die Augen 3 in den vorgesehenen Augenöffnungen einen sehr
natürlich wirkenden Sitz und haben eine bisher unerreichte
optische Ausstrahlung. Der die Gesichtsmaske 1 überlappende
Trikotstoff 15 wird in bekannter Art hinten um den Kopfkern 2
gezogen und am Hinterkopf werden die beiden Überlapps ver
näht. Es können am Gesicht noch Wimpern und Augenbrauen ent
weder aufgeklebt oder aufgemalt werden. Die Nasenlöcher und
der Mund werden wie herkömmlich aufgemalt. Der so entstandene
Puppenkopf zeichnet sich durch viel natürlicher wirkende
Augen aus und gewinnt dadurch entscheidend an Liebreiz und
Ausstrahlung.
Eine weitere Variante der Erfindung läßt sich mit derselben
Gesichtsmaske 1 ausführen, wobei nun aber die Augen
linsenförmig wie in Fig. 2 gezeigt ausgeführt sind. Diese
linsenförmigen Augen 9 sind aus Kunststoff gefertigt und wei
sen eine flache Rückseite auf. Entsprechend sind die Ausneh
mungen 10 am Kopfkern 2 linsenförmig mit flachem Boden ausge
führt. Hierbei werden die Ausnehmungen 10 etwas größer,
besonders etwas länger als die linsenförmigen einzusetzenden
Augen 9 gestaltet. Dadurch lassen sich die eingesetzten Augen
9 in den Ausnehmungen 10 etwas nach links oder rechts und
wenig nach oben oder unten verschieben, wodurch die Blick
richtung in einem gewissen Rahmen eingestellt werden kann.
In Fig. 3 wird eine weitere Variante von Augen und zugehöri
gen Ausnehmungen gezeigt. Die Augen 11 sind hier als Kegel
mit bombierter Oberseite ausgeführt. Die Ausnehmungen 12 sind
ebenfalls kegelförmig ausgeführt, wobei der Kegelwinkel der
Ausnehmungen 12 etwas größer als jener der Augen 11 ist.
Damit lassen sich die Augen 11 in allen Richtungen schwenken
und es läßt sich jede natürliche Blickrichtung der Augen 11
einstellen. Um eine bestimmte Einstellung zu fixieren, werden
die freibleibenden Bereiche der Ausnehmung 12 mit etwas
Stopfmaterial hinterfüllt.
In Fig. 4 wird noch eine Variante von Augen und zugehörigen
Ausnehmungen gezeigt. Die Augen 13 sind hier als Keile mit
bombierter Oberseite ausgeführt. Die Ausnehmungen 14 sind
ebenfalls keilförmig ausgeführt, wobei der Keilwinkel der
Ausnehmung 14 etwas größer als jener der Augen 13 ist. Damit
lassen sich die Augen 13 in beiden horizontalen Richtungen
schwenken und es lassen sich alle seitlichen Blickrichtungen
der Augen einstellen. Um eine bestimmte Einstellung zu fixie
ren, werden die freibleibenden Bereiche der Ausnehmung mit
etwas Stopfmaterial hinterfüllt.
Claims (6)
1. Puppenkopfbestandteile für die Herstellung eines Puppen
kopfes einer Stoffpuppe aus einer mit Trikotstoff (15)
überzogenen Gesichtsmaske (1) aus PVC-Kunststoff sowie
einem geschäumten Kopfkern (2), um den der die Maske (1)
überlappende Trikotstoff (15) zieh- und vernähbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die linsenförmigen Augen
partien (4) an der Gesichtsmaske (1) perforierte Umran
dungen (5) aufweisen, so daß diese Augenpartien (4) aus
der Gesichtsmaske (1) herausbrechbar sind, daß der
Kopfkern (2) an den Augenpartien Ausnehmungen
(7; 10; 12; 14) aufweist, in welche zu den Bestandteilen
zugehörige Augen (3; 9; 11; 13) derart einsetzbar sind,
daß ihre Außenseite, welche Iris und Augenweiß zei
gen, beim Aufsetzen der Maske (1) auf den Kopfkern (2)
satt an den durch das Herausbrechen der Augenpartien
entstandenen Rändern (5) an den Augenpartien (4) der
Gesichtsmaske (1) anliegen.
2. Puppenkopfbestandteile nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Kopfkern (2) an den Augenpartien
kreisrunde Ausnehmungen (7) mit je hohlkugelförmigem
Boden (8) aufweist, in welche zu den Bestandteilen zuge
hörige kugelförmige Augen (3) aus Glas oder Kunststoff
einsetzbar sind.
3. Puppenkopfbestandteile nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Kopfkern (2) an den Augenpartien lin
senförmige Ausnehmungen (10) mit flachem Boden aufweist,
in welche zu den Bestandteilen zugehörige linsenförmige
Augen (9) einsetzbar sind.
4. Puppenkopfbestandteile nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Kopfkern (2) an den Augenpartien lin
senförmige Ausnehmungen (10) mit flachem Boden aufweist,
in welche zu den Bestandteilen zugehörige linsenförmige
Augen (9) mit flacher Rückseite einsetzbar sind, wobei
die Ausnehmungen (10) so bemessen sind, daß die linsen
förmigen Augen (9) darin geringfügig hin- und her
schiebbar sind, wodurch die Blickrichtung am zuammenge
setzten Puppenkopf einstellbar ist.
5. Puppenkopfbestandteile nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Kopfkern (2) an den Augenpartien
kegelförmige Ausnehmungen (12) aufweist, in welche zu
den Bestandteilen zugehörige kegelförmige Augen (11)
einsetzbar sind, wobei die Ausnehmungen (12) einen größeren
Kegelwinkel aufweisen als die Augen (11), so daß
die letzteren darin in jeder Richtung hin und her
schwenkbar sind, und in jeder beliebigen Lage durch
Unterlegen von Material fixierbar sind.
6. Puppenkopfbestandteile nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Kopfkern (2) an den Augenpartien
keilförmige Ausnehmungen (14) aufweist, in welche zu den
Bestandteilen zugehörige keilförmige Augen (13) einsetz
bar sind, wobei die Ausnehmungen (14) einen größeren
Keilwinkel aufweisen als die Augen (13), so daß die
letzteren darin horizontal hin und her schwenkbar sind,
und in jeder beliebigen Lage durch Unterlegen von Mate
rial fixierbar sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH158394A CH687176A5 (de) | 1994-05-20 | 1994-05-20 | Puppenkopfbestandteile fuer die Herstellung eines Puppenkopfes einer Stoffpuppe. |
Publications (1)
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Family
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1994
- 1994-05-20 CH CH158394A patent/CH687176A5/de not_active IP Right Cessation
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1995
- 1995-04-28 DE DE1995115683 patent/DE19515683A1/de not_active Withdrawn
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL1000382A1 (nl) | 1995-11-20 |
| CH687176A5 (de) | 1996-10-15 |
| NL1000382C2 (nl) | 1996-02-02 |
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