DE2154863A1 - Perücke und Verfahren zu ihrer Her stellung - Google Patents
Perücke und Verfahren zu ihrer Her stellungInfo
- Publication number
- DE2154863A1 DE2154863A1 DE19712154863 DE2154863A DE2154863A1 DE 2154863 A1 DE2154863 A1 DE 2154863A1 DE 19712154863 DE19712154863 DE 19712154863 DE 2154863 A DE2154863 A DE 2154863A DE 2154863 A1 DE2154863 A1 DE 2154863A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- hair
- wig
- cap
- strips
- base cap
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 21
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims description 20
- 210000003128 head Anatomy 0.000 claims description 16
- 238000009941 weaving Methods 0.000 claims description 13
- 239000013013 elastic material Substances 0.000 claims description 11
- 230000002787 reinforcement Effects 0.000 claims description 8
- 210000005069 ears Anatomy 0.000 claims description 6
- 210000001061 forehead Anatomy 0.000 claims description 4
- 230000003014 reinforcing effect Effects 0.000 claims 2
- 210000000474 heel Anatomy 0.000 claims 1
- 239000012858 resilient material Substances 0.000 claims 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 12
- 230000000712 assembly Effects 0.000 description 6
- 238000000429 assembly Methods 0.000 description 6
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 description 2
- 229920000126 latex Polymers 0.000 description 2
- 238000009966 trimming Methods 0.000 description 2
- 201000004384 Alopecia Diseases 0.000 description 1
- 239000000853 adhesive Substances 0.000 description 1
- 238000004026 adhesive bonding Methods 0.000 description 1
- 230000001070 adhesive effect Effects 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 239000003086 colorant Substances 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 208000024963 hair loss Diseases 0.000 description 1
- 230000003676 hair loss Effects 0.000 description 1
- 230000001771 impaired effect Effects 0.000 description 1
- 238000011031 large-scale manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 210000003739 neck Anatomy 0.000 description 1
- 239000004033 plastic Substances 0.000 description 1
- 230000002265 prevention Effects 0.000 description 1
- 238000009958 sewing Methods 0.000 description 1
- 229920003051 synthetic elastomer Polymers 0.000 description 1
- 239000005061 synthetic rubber Substances 0.000 description 1
- 239000002699 waste material Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A41—WEARING APPAREL
- A41G—ARTIFICIAL FLOWERS; WIGS; MASKS; FEATHERS
- A41G3/00—Wigs
- A41G3/0075—Methods and machines for making wigs
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A41—WEARING APPAREL
- A41G—ARTIFICIAL FLOWERS; WIGS; MASKS; FEATHERS
- A41G3/00—Wigs
- A41G3/0041—Bases for wigs
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Toys (AREA)
Description
Patentanwälte Dipl.-Ing. F. Weickmann,
Dipl.-Ing. H. Weickmann, D1PL.-PHYS. Dr. K. Fincke
Dipl.-Ing. F. A-Weιckmann, Dipl.-Chem. B. Huber
8 MÜNCHEN 86, DEN POSTFACH 860 820
MÖHLSTRASSE 22, RUFNUMMER 48 39 21/22
<983921/22>
KAI THYBRO NIELSEF, Haus erplad s 10,
1127 Kopenhagen/Dänemark
Perücke und Verfahren zu ihrer Herstellung
Die Erfindung betrifft Perücken und ein Verfahren zu ihrer Herstellung,
insbesondere ein Verfahren, das für die Anwendung "bei einer Großserienproduktion geeignet ist.
Ein bekanntes Verfahren zur Herstellung von Perücken, das in großem Umfange angewendet worden ist, besteht darin, daß zunächst
eine Grundkappe aus flexiblem oder elatischem Bahnmaterial, wie beispielsweise einem feinen, dehnbaren Netzmaterial hergestellt
wird. Diese Grundkappe, die so ausgebildet ist, daß sie eng und fest am Kopf des Trägers anliegt, ist bisher im allgemeinen aus
drei oder mehr zusammengenähten Teilen hergestellt worden.
209820/0056
Diese Grundkappe wird sodann auf ein Formmodell aufgepaßt, das der Form des Kopfes entspricht, und kann sodann das Haar, das
natürlich oder künstlich sein kann, zur Bildung der Perücke aufnehmen. Zur Befestigung des Haares an der Grundkappe wird das
Haar zunächst zu einer Webanordnung verarbeitet, die einen langen Streifen oder einen Strang aus Haar aufweist, wobei die einzelnen
Fäden quer zu der Längsrichtung des Stranges verlaufen und die Enden der Fäden entlang einer Kante durch Nähen, Kleben oder
durch ein Band oder dergleichen miteinander verbunden sind. Eine solche Webanordnung großer Länge wird, ausgehend von einem geeigneten
Punkt der Perücke, in spiralförmiger Anordnung an die Grundkappe genäht, geklebt oder anderweitig an dieser befestigt.
Das Haar, das„ eine gleiche Länge aufweist, wird sodann zur Erzielung
einer gewünschten Frisur geschnitten oder behandelt, und damit ist die Perücke gebrauchsfertig.
Wie oben erwähnt wurde, ist dieses Verfahren in weitem Umfange
angewendet worden. Es hat jedoch viele Nachteile, deren wichtigste die folgenden sind: Das beschriebene Verfahren kann in
Bezug auf den Haarverbrauch sehr unwirtschaftlich sein, da es zur Erzielung einer bestimmten Frisur notwendig sein kann, eine
große Haarmenge abzuschneiden, die dann nicht weiter verwendet werden kann und weggeworfen wird.
Ein zweiter Nachteil liegt daran, daß die spiralförmige Anordnung der befestigten Webanordnung die Elastizität und Flexibilität
der Grundkappe stark beeinträchtigt. Durch Befestigung einer im wesentlichen nicht dehnbaren Webanordnung an dem elastischen
Material der Grundkappe wird das Ausmaß der Dehnbarkeit des Materiales im Bereich der Webanordnung in deren Richtung verringert.
Daher ist im Falle der spiralförmig befestigten Webanordnung die Elastizität der Perücke in Umfangsrichtung stark begrenzt.
Wie zuvor erwähnt wurde, soll eine Perücke fest um den Kopf des Trägers herum ansitzen, und das macht es im allgemeinen
erforderlich, daß der (Eräger die Perücke unmittelbar vor dem Aufsetzen
von Hand dehnt. Bei dem spiralförmigen Anbringen der Webanordnung ist daher das Ausmaß der Dehnbarkeit für diesen Zweck
209320/0066
begrenzt, so daß Schwierigkeiten beim Aufsetzen der Perücke und
im Hinblick darauf, daß bei aufgesetzter Perücke die Grundkappe sich ausreichend für einen festen Sitz auf dem Kopf zusammenzieht,
auftreten können.
Die Erfindung ist daher allgemein darauf gerichtet, diese Schwierigkeiten
zu überwinden oder zumindest wesentlich zu verringern·
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung einer Perücke ist
gekennzeichnet durch die Herstellung einer Grundkappe aus elastischem Material auf die zuvor beschriebene Art und durch die
Befestigung einer Anzahl von begrenzten Streifen einer Webanordnung aus Haar an der Grundkappe, wobei die Stellen und die Streifenlängen
durch Markierungen auf der Grundkappe festgelegt sind und die Länge des Haares, das sich an jedem dieser Streifen befindet,
so bemessen ist, daß eine gewünschte Frisur entsteht, und wobei die Markierungen so angeordnet sind, daß die Haare auf
der Perücke beim Gebrauch der Perücke in natürlicher Weise in Richtung von dem Kopf weg fallen.
Auf diese Weise muß nur die erforderliche Haarlänge oder im
wesentlichen diese Länge an der Grundkappe in der vorgesehenen Stellung befestigt werden, und es ist nicht mehr erforderlich,
eine Perücke mit im gesamten Bereich gleichmäßiger Haarlänge herzustellen, die sodann zu der gewünschten Frisur zurechtgeschnitten
werden muß. Bei der Herstellung können drei oder mehr Vorratsbestände von Webanordnungen unterschiedlicher Haarlänge vorgesehen
sein, wobei die Webanordnungen sodann zur Befestigung an der Grundkappe in die jeweils gewünschten Streifenlängen geschnitten
v/erden. Das zur Erzielung der gewünschten Frisur erforderliche Zurechtschneiden kann sich auf ein geringes Ausmaß
beschränken und in einigen Fällen vollkommen unnötig sein, so daß der Abfall verringert wird.
Weiterhin können Bereiche der Kappe ohne Webanordnung am Ende jedes befestigten Streifens und zwischen jedem Streifen der Webanordnungen
bleiben, so daß die Abnahme der Dehnbarkeit, die durch die Befestigung der Webanordnungsstreifen hervorgerufen
209820/0056
wird, auf einem Minimum gehalten wird. Obwohl, wie zuvor erwähnt
wurde, entlang der "befestigten Webanordnungsstreifen im wesentlichen
keine Dehnbarkeit besteht, ermöglichen es die webanordnungs-freien
Stellen in diesen Bereichen, daß die Grundkappe eine allgemeine, wenn auch verringerte Elastizität behält.
Unter einem "elastischen Material" wird ein Bahnmaterial verstanden,
das sich innerhalb seiner Ebene im wesentlichen in allen Richtungen dehnen kann und das nach der Dehnung das Bestreben
aufweist, in die Ausgangsform zurückzukehren. Beispiele für solche Materialien sind Kautschuklatex-Bahnmaterial (perforiert
oder nicht), feinmaschiges Netzwerk aus elastischen Fäden oder Netzwerk aus im wesentlichen nicht-elastischem Garn, wobei die
einzelnen Maschen sich elastisch verformen. Natürlich muß das Material zur Aufnahme der befestigten Webanordnungen in der
Lage sein, wie im folgenden genauer beschrieben werden soll.
Wie zuvor erwähnt wurde, v/erden die Grundkappen normalerweise aus drei oder mehr miteinander verbundenen !Beilen hergestellt,
und während derartige Grundkappen auch für das erfindungsgemäße Verfahren verwendet werden können, ist es als bevorzugt anzusehen,
Grundkappen aus einem Stück herzustellen, das heißt, die Grundkappen aus einem einteiligen Rohteil aus dem gewünschten elastischen
Material herzustellen. Dieses Merkmal bietet einen erheblichen verfahrensmäßigen Vorteil, da es dadurch ermöglicht v/ird,
die vorgesehenen Markierungen auf dem einteiligen Rohteil auf einfache Art vor der Herstellung der Grundkappe anzubringen. Wenn
drei oder mehr Teile zur Herstellung der Grundkappe verwendet werden, die je Markierungen für die Webanordnung tragen, entstehen
mit Sicherheit Schwierigkeiten beim Zusammenfügen der Teile, wenn sichergestellt werden soll, daß die Markierungen auf den
jeweiligen Teilen zueinander passen. Durch Herstellung der Grundkappe aus einem einzigen, einteiligen Rohteil werden dagegen
diese Schwierigkeiten vermieden. Natürlich können in Übereinstimmung mit den bekannten Verfahren Verstärkungsfelder oder -streifen
an der Grundkappe in den Bereichen angebracht werden, die in der Nähe der Ohren, des Nackens und der Stirn liegen. Diese
Felder oder Streifen, die während oder nach der Herstellung der
209820/0056
Grundkappe angebracht werden können, verstärken die Grundkappe in den Bereichen, die im Gebrauch zum Ziehen der Grundkappe auf
den Kopf des Trägers verwendet werden.
Es sind verschiedene Arten der Anbringung der Markierungen
der Grundkappe oder dem Rohteil möglich. Vorzugsweise werden zur
Kennzeichnung der Kappe bzw. zum Anzeigen der Stellen, an denen die ¥ebanQrdnungen zu befestigen sind, Linien oder Streifen, die
durchgehend oder unterbrochen sein können, vorgesehen. Diese Anordnung hat den Vorteil, tlaß der Arbeiter die Webanordnungen
lediglich an der Kappe entlang der Linien oder Streifen befestigen muß» Es ist jedoch auch möglich, Markierungen, beispielsweise
Punkte, zum Anzeigen des längsgerichteten Verlaufes der anzubringenden Webanordnung vorzusehen, wobei unter Umständen ein
weiterer Punkt im Bedarfsfälle angebracht werden kann, der jede Krümmung angibt, die der Webanordnung erteilt v/erden kann.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann weitere Markierungen auf der
Grundkappe umfassen, die die Länge des an jedem Streifen zu befestigenden Haares zur Erzielung der gewünschten Frisur angeben.
Die Anbringung derartiger weiterer Markierungen ist jedoch nicht wesentlich, da bei der Herstellung ein allgemeiner Plan an die
die Perücke herstellenden Arbeiter ausgegeben werden kann, der die Länge des an jedem Streifen zu befestigenden Haares angibt.
Die Verwendung von Linien oder Streifen auf der Grundkappe erleichtert
außerdem erheblich die Anbringung der weiteren Markierungen zum Anzeigen der Länge des zu befestigenden Haares, da,
während die Länge und Lage jedes Streifens anzeigt, wo die Webanordnung zu befestigen ist, die Art oder Farbe der Linien eine
weitere Markierung schaffen kann. Daher könnten Linien oder Streifen unterschiedlicher Farben zum Anzeigen unterschiedlicher Haarlänge
verwendet werden, und zwar beispielsweise rot für 5 cm, blau für 10 cm, grün für 15 cm usw. Ebenso könnten die Linien oder
Streifen unterbrochen sein, wobei unterschiedliche Ausführungsarten die Haarlänge wiedergeben, und zwar beispielsweise punktiert
für 5 cm, gestrichelt für 10 cm und strichpunktiert für 15 cm. Die Breite der durchgezogenen Linien oder Streifen kann sich bei-
209820/0056
spielsweise ändern, oder die Linien oder Streifen können die gleiche Form und Farbe haben, während Bereiche der Grundkappe
unterschiedlich gefärbt sind und so anzeigen, daß Streifen oder Linien innerhalb eines auf bestimmte Art gefärbten Bereiches
für die Befestigung von Webanordnungen einer bestimmten Länge an ihnen vorgesehen sind.
Die Art, auf die die Markierungen auf der Grundkappe aufgebracht werden, ist nicht wesentlich, so daß viele Wege in Betracht
kommen. Beispielsweise können die Markierungen auf die Kappe aufgedruckt oder aufgemalt werden. Die Markierungen selbst können
in Form von Materialstreifen, die aufgenäht, aufgeklebt oder ^ anderweitig an der Kappe befestigt sind, vorgesehen sein. Es ist
™ ebenfalls möglich, die Markierungen in die Kappe zu sticken oder
weben.
Der einfachste Weg besteht jedoch darin, die Markierungen auf die Kappe zu drucken, da in diesem Falle, wie zu-or erwaimt
wurde, der Druck auf das oder die Rohteile zur Herstellung der Kappe aufgebracht werden könnte. Dies ist einfacher, da die Rohteile
flach sind· Der Vorteil der Herstellung der Kappe aus einem einteiligen Rohteil wird nunmehr erkennbar, da nach dem
Herstellen einer Originalschablone oder eines Blockes zum Drucken durch den Perückengestalter die gewünschte Anzahl der
Rohteile ausgeschnitten oder ausgestanzt und sodann bedruckt werden kann und daher schnell für die Aufnahme der Haar-Webanordnung
bereitsteht. Daher ist es relativ einfach, eine Herstellungsstraße für die Herstellung der Grundkappen, des Ausschneidens,
Bedrückens und Zusammenfügen aufzubauen, die durch eine schnelle Veränderung der Druckeinrichtungen für die Herstellung
von Kappen für eine Perücke anderer Art abgewandelt werden kann. Ein Lager solcher Originale kann angelegt v/erden,
so daß Massenaufträge für Perücken mit entsprechenden Frisuren sohne 11 erfüllt v/erden können.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, daß nach dem Herstellen des Originales durch den Perüokengestalter, der ein
ausgezeichneter Fachmann sein sollte, keine weitere hochqualifi-
209820/0056
zierte Arbeit bei der nachfolgenden Herstellung der Perücken erforderlich, ist, da die "Instruktionen" zur Herstellung der
fertigen Perücke auf der Grundkappe selbst wiedergegeben werden..
Es ist daher lediglich erforderlich, daß der die Perücke herstellende Arbeiter, der nicht hochqualifiziert sein muß, weiß,
wie die "Instruktionen" zu lesen sind und die Haar-Webanordnungen entsprechend anbringt. Wie erwähnt wurde, kann in gewissem Umfange
ein abschließendes Zurechtschneiden zur Herstellung des Endeffektes erforderlich sein, jedoch ist nicht vorgesehen, daß
ein Zurechtschneiden in größerem Umfange notwendig ist. Durch diese "Verringerung der notwendigen, von Fachleuten auszuführenden
Arbeit können die Kosten der Herstellung der Perücken mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens im Vergleich zu herkömmlichen
Verfahren gesenkt v/erden·
Ein weiterer, durch das erfindungsgemäße Verfahren gebotener Vorteil
besteht darin, daß es ermöglicht wird, die Streifen der Haar-Webanordnung an der Grundkappe so zu befestigen, daß die
Haare im Gebrauch nach unten fallen oder in einer natürlichen Lage liegen. Dies wird dadurch erreicht, daß die Webanordnungen
der Haare entlang Linien unterschiedlicher Länge oder unter unterschiedlichen Winkeln über die Kappe - in Übereinstimmung
mit den Markierungen - befestigt werden können, so daß der natürliche EaIl menschlichen Haares nachgeahmt wird. Es ist in
diesem Falle dem Gestalter überlassen, die Markierungen so anzuordnen, daß dieses Ziel für jede herzustellende Frisur erreicht
wird.
Die Haar-Webanordnungen können an der Grundkappe auf verschiedene Arten befestigt werden. Dies hängt in gewissem Maße von dem
Material ab, aus dem die Grundkappe besteht. Wenn die Kappe beispielsweise aus einem Material besteht, das leicht genäht werden
kann, können die Webanordnungen direkt auf die Kappe genäht werden oder zunächst auf ein lextilband genäht werden, das sodann
an die Kappe genäht wird. Alternativ können die Webanordnungen durch einen Klebstoff an die Kappe geklebt werden, wobei
dieses Verfahren insbesondere geeignet ist, wenn die Kappe aus einem Kautschuklatex- oder Kunstkautschuk-Bahnmaterial besteht.
209820/0056
Im letzteren Falle können die Webanordnungen an die Kappe geschweißt
oder zunächst an ein Kunststoffband geklebt werden, das sodann an die Kappe geschweißt wird.
Die Erfindung bezieht sich weiterhin auf eine Perücke, die gekennzeichnet
ist durch eine Grundkappe aus elastischem Material, wie es zuvor beschrieben wurde, und eine Anzahl von bestimmten
Streifen einer Haar-Webanordnung, die an der Kappe entsprechend auf der Kappe befindlichen Markierungen zur Schaffung einer gewünschten
Frisur befestigt sind, wobei die Anordnung der Streifen derart ist, daß das Haar auf der Perücke beim fragen von dem
Kopf auf natürliche Art herabfällt.
Aus den oben angegebenen Gründen besteht die Grundkappe vorzugsweise
aus einem einteiligen Roh teil aus dem gewünschten elastischen Material·
Damit die einmal aufgesetzte Perücke fest auf dem Kopf hält, kann ein elastisches leil entlang dem Rand der Kappe auf beiden
Seiten zwischen den verstärkten Bereichen in der Nähe des Ohrbereiches
und des Nackenbereiches vorgesehen sein. Zur Anpassung an verschiedene Kopfgrößen können ein oder mehrere
Schlitze am Rande der Grundkappe im rückwärtigen Bereich angebracht
sein, die mit einstellbaren Verschlußeinrichtungen beispielsweise Haken und Ösen - versehen sind, so daß die
Perücke an verschiedene Kopfgrößen angepaßt werden kann.
Im folgenden werden beispielsweise, bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt ein einteiliges Rohteil aus elastischem Material zur Herstellung einer Grundkappe;
Fig. 2 bis 5 zeigen Ansichten von links, rechts, hinten und oben der auf einem Modell hergestellten Grundkappe;
Fig. 6 bis 9 sind ähnliche, jedoch schematische Ansichten der hergestellten Kappe mit auf dieser befindlichen Markierungen;
Fig. 10 ist eine Seitenansicht einer Perücke, die aus der Grundkappe gemäß Fig. 6 bis 9 hergestellt worden ist.
209820/0056
In den Figuren ist ein einteiliges Rohteil 1 aus elastischem Material zur Herstellung einer Grundkappe dargestellt. Dieses
Rohteil kann genäht, geklebt, geschweißt oder anderweitig zu
der Grunäkappe gemäß Fig. 2 bis 5 ausgebildet werden. Zur Klarst ellung der Bildung der Kappe sind die verbundenen Kanten in
Fig, 2 Ibis 5 mit den Bezugs ζ eichen 2 "bis 14 versehen, die denjenigen
der offenen Kanten der Fig. 1 entsprechen.
Verstärknngsflachen 15 sind in den Bereichen in der ITähe der
Ohren vorgesehen, und eine Yerstärkungsfläche 16 befindet sich in der Iahe der Stirn, eine Verstarkungsflache 17 in der Höhe
des Hackens· Sine Yerstärkungsfläche 22 im Bereich des oberen Hinterkopfes ermöglicht es, die Haar-Webanordnungen in diesem
Bereich mit großer Dichte anzubringen.
Schlitze 18, die mit einstellbaren Terschlußeinrichtungen in
Form eines Hakens 19 und einer Anzahl von Ösen 20 versehen sind, befinden sich auf der Rückseite der Kappe. Die Haken 19 können'
in ausgewählte Ösen zur Anpassung an verschiedene Kopfgrößen eingreifen.
Der Rand der Grundkappe zwischen den Schlitzen 18 und den Verstärkungsflächen
15 im Bereich der Ohren wird durch elastische Bänder 21 gesäumt, die beim Tragen bewirken, daß die Perücke
sich auf dem Kopf zusammenzieht, so daß die Perücke festgehalten wird. Ein weiteres Merkmal der elastischen Bänder 21 besteht darin,
daß sie im gedehnten Zustande bewirken, daß die Ohr-Verstärkungsflachen
15 nach innen geneigt und fest am Kopf gehalten werden.
In Fig. 6 bis 9 ist die Kappe mit einer Anzahl von bedruckten
Streifen gezeigt, die angeben, wo die Haar-Webanordnungen zu befestigen sind. In diesem Falle sind Haar-Webanordnungen mit drei
unterschiedlichen Haarlängen entlang der Streifen zu befestigen, wobei die Farbe der Streifen (rot, blau oder grün) angibt,
welche Haarlänge entlang den Streifen anzunähen ist.
Fig. 6 zeigt drei Bereiche A, B und C, die sich um die andere
209820/0056
Seite der Kappe herum fortsetzen. Der Bereich A zeigt an, wo Haar-Webanordnungen mit einer Haarlänge von 15 em an alle Markierungen
in diesem Bereich angebracht werden sollen, und diese Markierungen können rot gefärbt sein. Der Bereich B, der beispielsweise
Markierungen in blauer Farbe aufweist, zeigt an, wo Haar-Webanordnungen mit 12,5 cm Haar länge verwendet werden sollen,
während im Bereich G um den Nacken herum grüne Markierungen angeben, daß eine Haarlänge von 6,3 cm erforderlich ist. Durch
Übertragung der Markierungen und der Haar längen auf 3?ig· 10 wird es verständlich, wie eine gewünschte Haarfrisur erzielt
v/erden kann.
Es ist erkennbar, daß freie Bereiche zwischen den Streifen und " in der Bähe der Enden vorgesehen sind, so daß bei der fertigen
Perücke diese Bereiche keine Webanordnungen tragen und daher elastisch dehnbar sind. Es ist weiterhin zu ersehen, daß zur Verhinderung
von Lücken in dem Haar der fertigen Perücke im 3?alle eines Zwischenraumes zwischen den Enden zweier iir? wesentlichen
gleich verlaufender Webanordnungs-Streifen ein voller Streifen
angrenzend an den Zwischenraum vorgesehen ist.
10 schließlich zeigt eine Perücke, die dadurch hergestellt worden ist, daß-Webstreifen entsprechend den Markierungen auf
der Kappe gemäß Pig. 6 bis 9 befestigt worden sind.
Es ist daher zu ersehen, daß das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Perücken auf kommerzieller Basis große Vorteile
gegenüber bekannten Verfahren aufweist. Auf erfindungsgemäße Art hergestellt Perücken können billiger, insbesondere im Hinblick
auf den Haarabfall, hergestellt werden. Die Perücken können mit menschlichem oder künstlichem Haar oder mit einer Kombination
der beiden Haararten angefertigt werden. Weiterhin werden Verbesserungen in Bezug auf die Elastizität der Perücke erzielt,
und das Haar ist so angeordnet, daß es auf lebensnahe, natürliche Art fällt und daher ein verbessertes Aussehen bietet.
209820/0056
Claims (13)
1. Verfahren zur Herstellung einer Perücke, bei dem eine Grundkappe
aus elastischem Material hergestellt und Streifen aus einer Haar-Webanordnung an der Kappe befestigt v/erden,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzahl von begrenzten Streifen der Haar-Webanordnung auf der Kappe
in Stellungen und Streifenlängen angebracht werden, die durch Markierungen auf der Kappe festgelegt werden, wobei die
Haarlänge, die an jedem dieser Streifen befestigt wird, so bemessen ist, daß eine gewünschte "Frisur entsteht, und wobei
die Markierungen so angeordnet sind, daß das Haar beim Tragen der Perücke in einer lebensnahen, natürlichen Weise herabfällt,
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundkappe aus einen einteiligen
Rohteil aus dem gewünschten elastischen Material besteht.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Markierungen auf dem Höht eil vor der Herstellung der Grundkappe vorgesehen v/erden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1,2 oder 3, dadurch gekennze ichnet, daß die Markierungen in Form
von Streifen vorgesehen werden, die aufgemalt, aufgedruckt oder anderweitig auf die Kappe aufgebracht werden,
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Verstärkungsflächen oder -streifen an der Grundkappe in Bereichen angebracht
werden, die in der ITähe der Ohren, des Nackens und der
Stirn liegen.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß weitere Markierungen
auf der Grundkappe vorgesehen sind, die die Länge des an jedem Streifen im Hinblick auf eine gewünschte Frisur an-
209820/0056
zubringenden Haares angeben.
7. Einteiliges Rohteil aus elastischem Material zur Herstellung
einer Grundkappe zur Verwendung für das Verfahren gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die .Markierungen,
auf dem Hohteil vorgesehen sind.
Perücke mit einer Grundkappe au® elastischem Material, und!
Haar-Webanoränungen, die an dieser Grundkappe befestigt sind,
gekennzeichnet diurch eine Annqhl von begrenzten
Haar—Webanordnungs-Streifen, die an der Grund-kappe
entsprechend Markierungen zur Schaffung einer gewünschten Frisur befestigt sind, wobei die Anordnung der Streifen
derart ist, daß das Haar beim !ragen auf der Perücke in
lebensnaher, natürlicher Weise vom Kopf nach unten fällt.
9· Perücke nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundkappe aus einem einteiligen
Rohteil aus einem gewünschten elastischen Material besteht.
10. Perücke nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierungen in Form von Streifen
aufgemalt, aufgedruckt oder anderweitig auf die Kappe aufgebracht sind,
11. Perücke nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennze ichnet, daß die Verstärkungsflächen
oder -streifen an der Grundkappe in den Bereichen angebracht sind, die in der Höhe der Ohren, des Hackens und der Stirn
liegen.
12. Perücke nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß Bereiche auf der Grundkappe vorgesehen sind, die keine Haar-Webanordnungen an den Enden
der Webanordnungs-Streifen und zwischen den Streifen aufweisen.
13. Perücke nach Anspruch 11, dadurch gekenn-
209820/0056
zeichnet, daß ein elastisches Band entlang der Xante
der Grund tappe auf !beiden Seiten zwischen den Yerstärkungs—
flächen im Bereich der Ohren und dem liaekenbereieh -vorgesehen
ist*
14· Perücke nach, einem der jtasprüehe 8 his 13» dadurch
gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Schlitze
in der Grnnäfeappe in einem hinten liegenden Bereich vorgesehen
sind, die mit einstellbaren Yersehlußeinrichtungen
wie Haken und Ösen zur Anpassung an verschiedene Kopfversehen
sind«
209820/0056
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB5248870 | 1970-11-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2154863A1 true DE2154863A1 (de) | 1972-05-10 |
Family
ID=10464110
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19712154863 Pending DE2154863A1 (de) | 1970-11-04 | 1971-11-04 | Perücke und Verfahren zu ihrer Her stellung |
Country Status (8)
| Country | Link |
|---|---|
| AU (1) | AU3535771A (de) |
| BE (1) | BE774898A (de) |
| DE (1) | DE2154863A1 (de) |
| FR (1) | FR2112450A1 (de) |
| IT (1) | IT942285B (de) |
| LU (1) | LU64201A1 (de) |
| NL (1) | NL7115194A (de) |
| ZA (1) | ZA717264B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3112740A1 (de) * | 1981-03-31 | 1982-10-07 | Helga 8306 Schierling Stohl | "dekorationsperuecke" |
| EP1946810A1 (de) * | 2007-01-16 | 2008-07-23 | TY, Inc. | Stoffpuppenkopf und Herstellungsverfahren dafür |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2019036332A1 (en) * | 2017-08-15 | 2019-02-21 | True Hair Llc | GENERATION OF A 3D DIGITAL MODEL WITH A POSTCHE |
| CN111743253A (zh) * | 2020-07-28 | 2020-10-09 | 郑太寅 | 脏辫假发套的加工方法 |
-
1971
- 1971-11-04 NL NL7115194A patent/NL7115194A/xx unknown
- 1971-11-04 AU AU35357/71A patent/AU3535771A/en not_active Expired
- 1971-11-04 BE BE774898A patent/BE774898A/xx unknown
- 1971-11-04 LU LU64201D patent/LU64201A1/xx unknown
- 1971-11-04 DE DE19712154863 patent/DE2154863A1/de active Pending
- 1971-11-04 FR FR7139489A patent/FR2112450A1/fr not_active Withdrawn
- 1971-11-05 IT IT5388571A patent/IT942285B/it active
-
1972
- 1972-10-29 ZA ZA717264A patent/ZA717264B/xx unknown
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3112740A1 (de) * | 1981-03-31 | 1982-10-07 | Helga 8306 Schierling Stohl | "dekorationsperuecke" |
| EP1946810A1 (de) * | 2007-01-16 | 2008-07-23 | TY, Inc. | Stoffpuppenkopf und Herstellungsverfahren dafür |
| US7591704B2 (en) | 2007-01-16 | 2009-09-22 | Ty, Inc. | Cloth doll head and a method for making same |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE774898A (de) | 1972-05-04 |
| ZA717264B (en) | 1973-07-25 |
| IT942285B (it) | 1973-03-20 |
| NL7115194A (de) | 1972-05-08 |
| AU3535771A (en) | 1973-05-10 |
| FR2112450A1 (de) | 1972-06-16 |
| LU64201A1 (de) | 1972-05-17 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| AT408823B (de) | Verfahren zur herstellung eines haarstreifens | |
| DE4240227A1 (de) | ||
| EP0615709A1 (de) | Vorrichtung zur Erzeugung von Strähnen im Haar | |
| DE1805013A1 (de) | Peruecke | |
| DE3209108A1 (de) | Schutzhelm | |
| DE3222939A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum herstellen von hohlkoerpern aus mit einer verstaerkung versehenem harz, insbesondere schutzhelme | |
| DE202020105224U1 (de) | Bedienungsvorrichtung für eine Jalousie | |
| DE2154863A1 (de) | Perücke und Verfahren zu ihrer Her stellung | |
| DE8120010U1 (de) | Vorrichtung zum steppen von polsterungen, insbesondere fuer sitze u.dgl. | |
| DE2404683C2 (de) | Cervicalstütze und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE19708360A1 (de) | Dekorationselement | |
| DD141657A5 (de) | Verfahren und vorrichtung zum herstellen eines gewoelbten segels | |
| DE69109027T2 (de) | Befestigungsmittel für ein Spannband, insbesondere für ein Spannband eines Sitzüberzuges, Verfahren zur Anbringung des Befestigungsmittels am Gewebe des Spannbandes, und das so hergestellte Spannband. | |
| DE3637030C2 (de) | Lauf- oder Wanderschuh | |
| DE864248C (de) | Buch, insbesondere Geschaeftsbuch | |
| DE2532541C2 (de) | Elastischer, hohler pfosten aus kautschuk, insbesondere fuer die strassenbegrenzung oder zum tragen von schildern, lampen o.dgl. | |
| EP2213195B1 (de) | Schablone zum Übertragen von Mustern auf die Haare | |
| DE202014103950U1 (de) | Trennnetz | |
| DE3300881C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Spritzformen der Laufsohle eines Schuhes der Flexibel-Machart | |
| DE2700213C2 (de) | Verfahren zum Verarbeiten von zugerichteten Pelzfellen | |
| DE3430208C2 (de) | Verfahren zum Herstellen einer Montur sowie nach dem Verfahren hergestellte Montur | |
| DE334174C (de) | Zusammenfaltbare Gasmaske aus gasundurchlaessigem Stoff | |
| DE8627863U1 (de) | Füllung für den Innenraum eines Fahrzeugs | |
| AT154586B (de) | Verfahren zur Herstellung von Gummiradreifen mit als Gleitschutz ausgebildeter Lauffläche und Form zu seiner Herstellung. | |
| DE2436968A1 (de) | Einlagestoff zum versteifen von stoffen fuer kleidungsstuecke |