DE1941990C3 - Vorderrad-Bremsbetätigungseinrichtung für ein mit einer hydraulischen Zweikreisbremsanlage ausgestattetes Fahrzeug - Google Patents
Vorderrad-Bremsbetätigungseinrichtung für ein mit einer hydraulischen Zweikreisbremsanlage ausgestattetes FahrzeugInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorderrad-
Bremsbetätigungseinrichtung für ein mit einer hydraulischen
Zweikreisbremsanlage ausgestattetes Fahrzeug, welche Betätigungseinrichtung einen in
einer Gehüuscbohrung verschiebbar .--inae* 'dneten
und auf ein Reibteil einwirkenden Einzelkolben mit
ao zwei getrennt mit Druck beaufschlagbaren, jeweils einer Druckkammer zugeordneten Druckangriffsflächcn
unterschiedlicher Größe enthält, wobei die größere Angriffsfläche ringförmig die kleinere, kreislörmig
ausgebildete Angriffsfläche umgibt und die grö-
ßere Angriffsfläche vom Druck des ersten, nur an die
Vorderradbremsen angeschlossenen Bremskreises und die kleinere Angriffsfläche vom Druck des zweiten,
sowohl an die Vorder- als auch an die Hinterradbremsen angeschlossenen Bremskreists beaufschlagbar
ist.
Es ist eine Vorderrad-Bremshetätigungseinrichtung
dieser Art bekannt (französische Patentschrift 1 531 S31). hei der in einer Stufenbohrung ein zylindrischer
Stufenkolben gelagert ist. Die eine Druckkammer wird von der größeren Ringfläche des Stufenkolbens
und der Stufe der Bohrung begrenzt, während die andere Druckkammer von dem in den
Bohrungsabschnitt kleinerer, Durchmessers hineinragenden Kolbenabschnitt und der Bohrung begrenzt
ist. Das Quersehnittsverhältnis der beiden Abschnitte des Stufenkolben ist durch das Quersehnittsverhältnis
der beiden Abschnitte der Stufenbohrung bestimmt. Soll diese bekannte Betätigungseinrichtung
auf ein anderes Quersehnittsverhältnis der beiden Kolbenabschnitte umgeiüsiet werden, so muß nicht
nur der Stufenkolben, sondern auch das Gehäuse ausgetauscht werden. Damit wird jedoch die Anpassung
dieser Vorderrad-Bremsbetätigungseinrichtung an einen weiten Bereich von Bremskraftverhältnisscn
zwischen Vorder- und Hinterrad-Bremsen und ein Anpassen au die verschiedensten Fahrzeugtypen sehr
aufwendig.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, die Bremsbetätigungseinrichtung der obengenannten Art
so auszubilden, daß sie im Hinblick auf die Bedingung, daß auch bei Ausfall eines der beiden Bremskreise
eine möglichst hohe Gesamtbremswirkung erhalten bleiben muß, an verschiedene Fahrzciigtypen
angepaßt werden kann, ohne daß dabei das Gehäuse verändert werden muß.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
a) der Einzelkolben becherförmig ausgebildet und über einen in der Gehäusebohrung axial verlauiemlen,
bezüglich des Gehäuses ortsfesten, jedoch ein eigenes Bauteil bildenden Stopfen gestülpt
ist, und daß die der kleineren Angriffsfläche zugeordnete Druckkammer zwischen dem
<t
I 941 990
Stopfen und dem Becherboden und die der größeren Angriffsfläche zugeordnete Druckkammer
zwischen dem Gehäuse und der ringförmigen Stirnfläche des Einzelkolbens ausgebildet ist,
b) die Größe der Druckangriffsfläehen so bemessen ist, daß an den Vorderrädern bei normalem Betrieb der Bremsanlage durch den ersten Bremskreis etwa 50" u und durch den zweiten Brcmslreis etwa 20"n ;ler Gesamtbremswirkung erzielbar ist.
b) die Größe der Druckangriffsfläehen so bemessen ist, daß an den Vorderrädern bei normalem Betrieb der Bremsanlage durch den ersten Bremskreis etwa 50" u und durch den zweiten Brcmslreis etwa 20"n ;ler Gesamtbremswirkung erzielbar ist.
Es ist zwar ein für eine Zweikreisbremsanlage bestimmter Radbremszylinder bekannt (britische Patentschrift
951 90ή), bei dem der Kolben becherförmig ausgebildet und über ein im Gehäuse ortsfestes
Teil gestülpt ist, wobei ebenfalls die eine Druckkammer zwischen dem ortsfesten Teil und dein Becherboden
und die andere Druckkammer zwischen dem Gehäuse und der ringförmigen Stirnfläche des Einzelkolbens
gebildet ist. Das im Gehäuse ortsfeste Teil ist aber nicht ein Stopfen, sondern ein fester Bestandteil
des Gehäuses, so daß dieser Teil rieht zusammen mit dem Einzelkolben aus ('em Gehäuse
ausgebaut werden kann.
Beim Erfindungsgegenstand hingegen können der Stopfen und der Einzelkolben zusammen ausgebaut
werden und durch einen neuen Stopfen und einen neuen Einzelkolben ersetzt werden, die ein anderes
Verhältnis zwischen größerer und kleinerer Angriffsfläche aufweisen als die zuvor ausgebauten Teile.
Auf diese Weise kann bei einem vorgegebenen Querschnitt der Gehäusebohrung die Bremshetuiiguigseinricr.fung
an verschiedene Fahrzeugtypen angepaßt werden. Weiternin ist auch ein nachträglicher Einbau
in solche Betäligungseinrichtungen möglich, die eine zylindrische Bohrung aufweisen.
Da die Größe der Druckangriffsflächen so bemessen sein soll, daß an den Vorderrädern bei normalem
Betrieb der Bremsanlage durch den ersten Bremskreis etwa 50 % und durch den zweiten Bremskreis
etwa 20 "Ό der Gesamtbremswirkung erzielbar ist. ist
sichergestellt, daß auch bei Ausfall eines der beiden Bremskreise eine möglichst hohe Gesamtbremswirkung
erhalten bleibt. Für das Merkmal b) wird kein Elcmentenschutz beansprucht.
Um das Einbauen des Stopfens bei aufgestülptem Einzclkolben in die Gehäusebohrung zu erleichtern
und um etwaige Toleranzen auszugleichen, sind nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
für den Stopfen Befestigungsmittel vorgesehen, die den Stopfen in der üehäusebohrung haltern und eine
wahlweise Radialverstellung des Stopfens gestatten, wodurch der Stopfen mit der Gehäusebohrung und
der Ausnehmung des Kolbens ausrichtbar ist.
Die Unteransprüche 3 bis S, die nur im Zusammenhang mit Anspruch I und 'oder 2 gelten sollen,
betreffen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen
Vorder rad-Bre msbctätigungseinfichtung.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachfolgend an Hand der Zeichnung beschrieben. Es zeigt
Fig. I eine schematische Darstellung einer hydraulischen Zweikreisbremsanlage.
Fig. 2 einen Schnitt durch eine erste Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorclcrrad-Bremsbeläligungseinrichuing
mit einem schwimmend gelagerten Brcmssattel,
F i g. 3 den Sch.litt längs der Linie 3-3 in F i g. 2,
F i g. 4 eine der F i g. 2 entsprechende Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorderrad-Bremsbetätigungseinrichtung mit gehäusefestem Bremssattel,
F i g, 5 den Schnitt längs der Linie 5-5 in F i g. 4,
F i g. 6 eine schematische Darstellung des Hydrau-
F i g. 4 eine der F i g. 2 entsprechende Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorderrad-Bremsbetätigungseinrichtung mit gehäusefestem Bremssattel,
F i g, 5 den Schnitt längs der Linie 5-5 in F i g. 4,
F i g. 6 eine schematische Darstellung des Hydrau-
likkreisey für die Betätigungseinrichtung gemäß F- i g. 4.
Gemäß F i g. 1 enthält eine Zweikreisbremsanlage einen Tandem-Hauptbremszylinder 10. Der Hauptbremszylinder
10 ist von bekannter Bauart und steht
to mit einem ersten Bremskreis 12, der die Bremsen der
Vorderräder 14 mit Druckmittel versorgt, und einem zweiten Bremskreis 16 in Verbindung, der sowohl
die Bremsen der Vorderräder 14 als auch die Bremsen der Hinterräder 18 mit Druckmittel versorgt. Bei
der in F i g. 1 gezeigten Bremsanlage können die Bremsen der Vorderräder 14 als Scheibenbremsen
und die der Hinterräder Ia als Trommelbremsen ausgebildet sein. Es können aber auch Scheibenbremsen
sowohl an den Vorderrädern 14 als auch an den Hinterrädern 18 verwendet werden. Vom Bremskreis
12 wird der Strömungsir Ueldruck über die Leitungen 20 und 22 den V'ordenadbremsen zugeführt.
Der zweite Bremskreis 16 versorgt die Vorderräder 14 über die Leitungen 24, 26 und 28 ur.d die Bremsen
der Hinterräder 18 über die Leitungen 24. 30 und 32 mit Strömungsmitteldruck. Es sei beispielsweise
angenommen, daß die Vorderradbremse,1 eines
betrachteten Fahrzeuges 70" ο der Bremswirkung des Fahrzeuges und die Hinterräder die restlichen 30 "t<
aufbringen; bei Ausfall irgendeines der beiden Bremskreise 12 oder 16 soll sichergestellt werden,
daß über den verbleibenden Bremskreis 50 ° 0 der Bremswirkung erzielt werden kann. Dies wird dadurch
erreicht, daß die über die Leitungen 22 und 28 betätigten Einrichtungen derart abgeglichen werden,
daß die durch die Leitung 28 betätigte Einrichtung an den Vorderrädern 20" u der Gesamtbremswirkung
und die durch die Leitung 22 betätigte Einrichtung an den Vorderrädern 50" « der Gesamtbremswirkung
λο aufbringt. Auf diese Weise sorgt der Bremskreis 16
hei Ausfall des Bremskreises 12 infolge der 30"nigen
Bremswirkung an den Hinterrädern und der 20" ..igen Bremswirkung an den Vorderrädern immer
noch für 50" 0 der Gesamtbremswirkung. Bei Ausfall des Breniskreises 16 ist andererseits mittels der über
die Leitung 22 betätigten Vorderrad-Bremscinrichtung ebenfalls 50 "n der Gesamtbremswirkung erreichbar.
In keinem Fall tritt der höchst unerwünschte Betriebszustand auf, bei dem die Bremswirkung
allein durch die Hinterradbremse erzeugt wird.
In F i g. 2 und 3 ist die erfindungsgemäß ausgebildete Brcmsbetüligungscinrichtunu in Verbindung mit
einer Scheibenbremse gezeigt, die einen schwimmend gelagerten Bremssattel aufweist. Scheibenbremsen
dieser Art sind bekannt. Die Schenkel 36 und 38 eines im wesentlichen C-förmigcn Bremssattels 34
sind an sich gegenüberliegenden Seiten einer Bremsscheibe 21 angeordnet. Die Bremsbetätigungseinrich-Hing
40 ist im Schenkel 38 untergebracht. Am Schenkel 36 ist ein erster Bremsbacken 42 und an der
Bremsbetätigungseinrichtung 40 ein zweiter Bremsbacken 44 befestigt. Der Brcmssattel 34 ist schwimmend
gelagert. Er wird bei einer Betätigung der Bctätigungscinrichtung 40 verschoben, wenn die Bremsscheibe
21 an sich gegenüberliegenden Seitenflächen von den Bremsbacken 42 und 44 erfaßt wird. Die
Bremsbetätigungseinrichtung 40 enthält einen be-
chcrförmigcn Einzclkolbcn 46, der hin- und hcrbcwcgbar
in einer im Schenkel 38 ausgebildeten Bohrung 48 untergebracht ist. Der Einzclkolbcn wirkt
mit dem Bremsbacken 44 zusammen, so daLl eine
Verschiebung des Kolbens 46 zu einer Verschiebung des Hrcmsbackcns 44 führt. Mit der Bohrung 48 ist
koaxial eine Bohrung 50 verbunden, die durch die Wandung des Schenkels 38 verläuft. In den Bohrungen
48 und 50 ist ein lösbarer Stopfen 52 angeordnet, der mit seinem nach hinten verlaufenden rohrförmigen
Abschnitt 54 in der Bohrung 50 und mit seinem vorderen Abschnitt 66 in der Bohrung 48 angeordnet
ist. Der rohrförmige Abschnitt 54 ragt über den Schenkel 38 hinaus und ist mit einem Außengewinde
verschen, auf das eine Mutter 56 aufgeschraubt ist, so daß der Stopfen 52 an der Stirnwand
des Schenkels 38 mittels eines Flansches 58, der zwischen den Stopfenabschnitten 54 und 66 angeordnet
und an eine Tragfläche 60 am hinteren Ende der Bohrung 48 anlegbar ist, festgespannt werden kann.
Zwischen der Fläche 60 und dem Flansch 58 ist eine Ringdichtung 62 angeordnet, die die Bohrung 48 gegenüber
der Bohrung 50 abdichtet. Der becherförmige Kolben 46 ist mit einer Mittelbohrung 64 versehen,
durch die der Kolben 46 auf den nach vorne verlaufenden zylindrischen Abschnitt 66 des Stopfens
52 hin- und herbewegbar geführt wird. In einer Nut, die im Außenumfang des zylindrischen Abschnittes
66 ausgebildet ist, ist eine Ringdichtung 68 angeordnet, die dichtend mit der Seitenwand der Bohrung 64
zusammenwirkt, und in einer Ringnut der Bohrung 48 ist eine weitere Ringdichtung angeordnet, die
dichtend mit der Außenfläche des Kolbens 46 zusammenwirkt. Am Schenkel 38 und am Kolben 46 ist
eine flexible Manschette 47 befestigt, die eine Verschmutzung des Kolbens und der Flächen der Zylinderbohrungen
verhindert. Durch die Bohrung 64 im Kolben 46 und den zylindrischen Abschnitt 66 wird
eine erste innere Kammer 72 begrenzt. Die Kammer 72 ist über einen durch den Stopfen 52 verlaufenden
Kanal 74 mit Strömungsmitteldruck beaufschlagbar. Gemäß F i g. 1 wäre der Kanal 74 mit der Leitung 20
verbunden. Infolgedessen wird der durch den Bremskreis 16 in der Leitung 28 erzeugte Strömungsmitteldruck
zu einer Verschiebung des Kolbens 46 axial nach außen führen, wodurch die Bremsbacken 42
und 44 in Anlage an die Bremsscheibe 21 gebracht werden. Die Dichtung 68 ist so angeordnet, daß sie
über den gesamten Stellbereich des Kolbens 46 ein Entweichen von Strömungsmittel aus der Kammer 72
Verhindert. Bei dem in Verbindung mit F i g. 1 beschriebenen
Ausführungsbeispiel sorgt die dem Strömungsmitteldruck aus der Leitung 28 ausgesetzte
Druckangriffsfläche des Kolbens 46 für etwa 2O«/o der Gesamtbremswirkung, d.h., durch den Bremskreis
16 würden zusammen mit den 30 °/o Bremswirkung der Hinterräder 18 5O°/o der Gesamtbremswirkung
aufgebracht.
Eine zweite Kammer 76 wird durch die Rückwand und die Seitenwände der Bohrung 48 sowie durch die
ringförmige Stirnfläche 78 des Kolbens 46 eingeschlossen. Die Kammer 76 ist mit dem durch den
Schenkel 38 verlaufenden Kanal 80 verbunden und steht bei der in F i g. 1 gezeigten Bremsanlage mit der
Leitung 22 des Bremskreises 12 iri Verbindung. Der vom Bremskreis 12 gelieferte Strömungsmitteldruck
wird daher über die Leitungen 20 und 22 der Kammer 76 zugeführt, wodurch der Kolben 46 axial nach
außen verschoben, der Bremsbacken 42 mit der Bremsscheibe 21 in Anlage gebracht, der Brcmssattel
axial in die entgegengesetzte Richtung verstellt und somit der Bremsbacken 44 in Anlage an die Bremsscheibe
21 gebracht wird. Der wirksame Querschnitt der Druckangriffsflächc 78 wird bei der in F i g. I gezeigten
Bremsanlage so gewählt, daß er für etwa
ίο 50" ο der Gesamtbremswirkung des Fahrzeuges
sorgt; bei einem Ausfall des Bremskreises 16 und somit bei einem Druckvcrlust in der Kammer 72 würde
daher der Druck in der Kammer 76 noch für etwa 50 "o der Gesamtbremswirkung des Fahrzeuges sorgen.
Zu diesem Zweck müßte das Verhältnis der Druckangriffsflächen des Kolbens 46 in den Kammern
72 und 76 etwa 2 : 5 sein.
Die beschriebene Betätigungseinrichtung 40 hat einen verhältnismäßig einfachen Aufbau und läßt
sich ohne Schwierigkeiten an bereits vorhandene herkömmliche Scheibenbremsen, die mit Bremssätteln
ausgerüstet sind, anpassen. Bei der gezeigten Einrichtung ist lediglich ein einzelner Kolben erforderlich,
um die Bremsbacken 42 und 44 in Abhängigkeit von
»5 den beiden Bremskreisen 12 und 16 in zweifacher
Weise zu beaufschlagen. Außerdem läßt sich allein durch Änderung des Größenverhältnisses des zylindrischen
Abschnittes 66 des Stopfens 52 und der Bohrung 44 des Kolbens 46 das Bremskraftverhältnis
über einen weiten Bereich verändern und an unterschiedliche Fahrzeugtypen anpassen. Dies ist möglich,
ohne die Größe der mittleren Bohrung 48 zu verändern. Der zylindrische Abschnitt 54 am hinteren
Ende des Stopfens 52 sitzt mit Spiel in der Bohrung 50 ein; dadurch wird eine, wenn auch geringfügige
Radialverschiebung des Stopfens 52 ermöglicht, so daß der Kolben 46 gegenüber der Bohrung 48 und
die Ausnehmung 64 gegenüber dem Stopfen 52 ausgerichtet werden können.
In F i g. 4 und 5 ist die in F i g. 2 und 3 gezeigte Betätigungseinrichtung 40 zur Verwendung für eine
Scheibenbremse mit einem gehäusefesten Bremssatte! gezeigt. Bei der in F i g. 4 und 5 gezeigten Einrich
tung sind die dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig./ und 3 entsprechenden Bauteile durch das gleiche, je
doch mit dem Zusatz »α« versehene Bezugszeicher gekennzeichnet. Der gehäusefeste Bremssattcl 341
enthält zwei Schenkel 36 a und 38 β, die :nsgesam
vier, nämlich an jedem Schenkel 36 a und 38 a zwe Betätigungseinrichtungen 40 a aufweisen, die iden
tisch zu der Kolben-Zylindereinrichtung 40 gemäi F i g. 2 und 3 ausgebildet sind. Der Bremsbacken 421
ist an den beiden Kolben 46 α der am Schenkel 361
angeordneten Betätigungseinrichtungen 40 a und de Bremsbacken 44 a ist an dem Kolben 46 a der an
Schenkel 38 a angeordneten Bremsbetätigungsein richtungen 4θα befestigt. Wie Fig.6 schematise!
zeigt, sind sämtliche Kammern 72 a des Bremssattel 34 a über Leitungen 90 miteinander verbunden un<
an die Leitung 28 angeschlossen, und sämtlich' Kammern 76 a sind über Leitungen 92 miteinande
und mit der Leitung 22 verbunden. Die Betätigungs einrichtung 40 a des feststehenden Bremssattels 341
hat im wesentlichen die gleichen Vorteile, die in Ver bindung mit dem Ausführungsbeispiel gemäß dei
F i g. 2 und 3 aufgeführt wurden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Vorderrad-Bremsbetätigungseinrichtung für
ein mit einer hydraulischen Zweikreisbremsanlage ausgestattetes Fahrzeug, welche Betätigungseinrichtung
einen in einer Gehäusebuhrung verschiebbar angeordneten und auf ein Reibteil einwirkenden
Einzclkolben mit zwei getrennt mit Druck beaufschlagbaren, jeweils einer Druckkammer
zugeordneten Druckangriffsflächen unterschiedlicher Größe enthält, wobei die größere
Angriffsfläche ringförmig die kleinere, kreisförmig ausgebildete Angriffsfläche umgibt und die
größere Angriffsfläche vom Druck des ersten, nur an die Vorderradbremsen angeschlossenen
Bremskreises und die kleinere Angriffsfläche vom Druck des zweiten, sowohl an die Vorder- als
auch an die Jliuterradbremsen angeschlossenen
Bremskreises beaufschlagbar ist. dadurch
gekenn/eic h net,
a) daß der Einzelkolben (46; 46a) becherförmig
ausgebildet und über einen in der Gehäusebohriing (48; 48 a) axial verlaufenden,
bezüglich des Gehäuses (34; 34 a) ortsfesten, jedoch ein eigenes Bauteil bildenden
Stopfen (52; 52 a) gestülpt ist. und daß die der kleineren Angriffsfläche zugeordnete
Druckkammer (72, 72«) zwischen dem Stopfen (52; 52a) und dem Becherboden
und die der grölVren Angriffsfläche (78;
78«) zugeordnete Druckkammer (76; 76 n) /wischen dem Gehäuse (3-t; 3Aa) und der
ringförmigen Stirnfläche des Ein/elkolbens (46; 46«) ausgebildet ist,
b) daß die Größe der Druckangriffsflächen so bemessen ist. daß an den Vorderrädern (14)
bei normalem Beirieb der Bremsanlage durch den ersten Bremskreis (12) etv.j 50" ο
und durch den zweiten Bremskreis (16) etwa 20" ο der Gesamtbremswirkung erzielbar ist.
2. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für den Stopfen
(52) Befestigungsmittel (56) vorgesehen sind, die den Stopfen (52) in der Gehäusebohrung (4H)
haltern und eine wahlweise Radialversteliüng des
Stopfens gestatten, wodurch der Stopfen (52) mit der Gehäuscbohrung (48) und der Ausnehmung
(64) des Kolbens (46) ausrichtbar ist.
3. Betätigungseinrichtung nach einem der Ansprüche I und 2. gekennzeichnet durch einen ersten
Strömungsmittclkanal (74), der durch ilen Stopfen (52) zu der dnen Druckkammer (72)
verläuft.
4. Betätigungseinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, gekennzeichnet durch einen /wiilni Strömungsmittclkanal (80), tier
durch das Gehäuse zur anderen Druckkammer (76) verläuft.
5. Betätigungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Einzelkolben (46) mit einer Bremsbacke (44) verbunden ist.
(i. Betätigungseinrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekenn/eidinet, daß das Gehäuse an dem Bremssiittel (34;
34</) einer Scheibenbremse angeordnet ist.
7. Betätigungseinrichtung nach Anspruch ft.
dadurch gekennzeichnet, daß der Bremssattel (34) schwimmend gelagert ist.
8. Betätigungseinrichtung nach Anspruch fi, dadurch gekennzeichnet, daß der Bremssattel
(34 ο) stationär angeurdnet ist und zwei Schenkel
(36 <i, 38«) aufweist, von denen jeder mindestens
eine Gehausebohrung (48«), einen Einzelkolben (46 ο) und die beiden Strömungsmittelkammern
(72rt, 76 a) enthält.
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- 1969-08-26 JP JP44066973A patent/JPS507704B1/ja active Pending
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| SH | Request for examination between 03.10.1968 and 22.04.1971 | ||
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |