DE1941990A1 - Zweikreisbremsanlage - Google Patents
ZweikreisbremsanlageInfo
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- Transmission Of Braking Force In Braking Systems (AREA)
Description
Patentanwälte Dr. Ing. H. Negendenk
Dipl. Ing. H. Hauck
Dipl. Phys. W. Schmitz
•München 15, Mocartsti.23
Tel. 5380586
Kelsey-Hayes Company
38481 Huron River Drive München, 15. August 1969
Romulus , Michigan, USA (Anwaltsakte M-805)
Zweikreisbremsanlage
Die Erfindung betrifft eine Zweikreisbremsanlage für ein
Fahrzeug, dessen Vorderradbremsen als Scheibenbremsen ausgebildet sind.
Bei Kraftfahrzeugen, die Zweikreisbremsanlagen mit Tandem«
Hauptbremszylindern aufweisen, ist üblicherweise eine Kammer des Hauptbremszylinders mit den Vorderrädern und die andere
Kammer mit den Hinterrädern verbunden. Falls einerder Bremskreise ausfällt, kann immer noch über den anderen Bremskreis
gebremst werden? in- diesem Fall lassen sich jedoch nur entweder die Vorder- oder die Hinterräder abbremsen. Bekanntlich
ist die Bremswirkung der Vorder_ und Hinterradbremsen eines Fahrzeuges unterschiedlich, und im allgemeinen üben die Vorderradbromsen
je nach der Gewichtsverlagerung während des üremsvor^an^es etwa 60 bis ^0% der Bremswirkung und die Hinterradbromsen
etwa 30 bin 4-0.s der Bremswirkung aus. Bei den
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bekannten Zweikreisbremsanlagen werden daher bei einem Aus-
> fall des mit den Vorderrädern verbundenen Bremskreises als
maximale Bremswirkung lediglich die von den Hinterrädern aufgebrachten
30 bis 40$ der Bremswirkung erzielt. Außerdem verfügt
ein Fahrzeug, das lediglich an seinen Hinterrädern ab_ gebremst wird, über ein instabilereres und gefährlichereres
Fahrverhalten als ein Fahrzeug, das an den Vorder- und Hinterrädern oder auch nur an den Vorderrädern abgebremst wird.
Erfindungsgemäß soll eine Zweikreisbremsanlage geschaffen werden, die auch bei Ausfall irgendeines'der beiden Breraskreise
ein stabiles Fahrverhalten und eine möglichst hohe j Bremswirkung sicherstellt.
Zur Lösung dieser Aufgabe schafft die Erfindung eine Zweikreisbremsanlage
für ein Fahrzeug, dessen Torderradbremsen · als Scheibenbremsen ausgebildet sind, wobei .jede Scheibenbremse
ein mit einer Bohrung versehenes Gehäuse, einen in der Bohrung verschiebbar angeordneten Einzelkolben, der zwei getrennte
und unabhängig voneinander mit Strömungsmitteldruck beaufschlagbare Druckangriffsflächen aufweist, und 3trömuni-"sraittelräume
enthält, die gemeinsam mit dem Einzelkolben und der Bohrung zv/ei getrennte Strömungsraitteltemmern bilden, von
denen jeweils eine mit einer Druckangriffsfläche zusammenwirkt,'
wodurch der· Einzelkolben bei Druckbeaufschlagung Jedes der beiden Kammern betäti :t ist, die dadurch gekennzeichnet ist, daß
der eine Bremskreis zumindest mit einer der Vorder- und Hinter-
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BAD ORiQiNAL
radbremsen verbunden ist und mit der einen Strömungsmittelkaramer
in Verbindung steht und der andere Bremskreis sowohl mit dem Vorder- als auch den Hinterradbremsen verbunden ist
und mit der anderen Strömungsmittelkammer in Verbindung steht, und daß die Druckangriffsflächen des Einzelkolbens ein vorge- !
gebenes Flächenverholtnis haben und somit eine Druckbeaufschlagun
■: jeder Druckangriffsfläche eine vorgegebene Bremswirkung
erzeugt, wobei das Plächenverhältnis so bemessen ist,
daß von Jedem der beiden Breraskreise in Verbindung mit den Hinterradbremsen etwa 5015 der Gesamtbremswirkung erzeugt wird. :
Bei der erfindungsgemäßen Bremsanlage läßt sich bei Ausfall irgendeines der beiden^Bremskreise immer noch etwa die Hälfte
der Gesanitbremswirkung, und zwar durch Abbrerasung entweder
der Vorder- und Hinterräder oder lediglich der Vorderräder erhalten. Mit anleren Worten sorgt jeder der beiden Bremskreise
etwa für 50% der Gesamtbremswirkung und gleichzeitig
i wird eine Abbremsung,die allein über die Hinterräder erfolgt,
vermieden. . ... - ..- . . j ·
Da bei Ausfall irgendeines der beiden Bremskreise der ver_
bleibende Bremskreis in jedem Fall auch auf die Vorderräder einwirkt, vermeidet die erfindungsgemäße Bremsanlage instabile
Eahrzustände, die beim alleinigen Abbremsen der Hinterräder
auftreten. !
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Darüber hinaus läßt sich die erfindungsgemäße Bremsanlage in einer Reihe unterschiedlicher Anwendungsfälle einsetzen,
; sorgt auf einfache Weise für eine Koppelung beider Bremskreise und läßt sich bei bereits vorhandenen Scheibenbremsen,
die nur geringfügig geändert werden müssen, verwenden.
Der Einzelkolben kann außerdem von zwei getrennten Druck—
mittelquellen her betätigt werden.
; Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen und der nachfolgenden beispielsweisen Be-
f Schreibung in Verbindung mit den Zeichnungen. Es zeigt:
.
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen
Zweikreisbremsanlage, bei der jeder Bremskreis etwa 50# der Gesamtbremswirkung aufbringen
kann,
Fig. 2 einen Schnitt der Bremsbetätigungseinrichtung der erfindungsgemäßen Bremsanlage in Verbindung mit
einer Scheibenbremse, die einen schwimmend gelagerten Bremssattel aufweist,
Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie 3-3 der Fig. 2,
Fig. 4- eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung in Verbindung mit einer Scheibenbremse,die einen gehäusefesten
Bremssattel aufweist,
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Fig. 5 einen Schnitt längs der Linie 5-5 der Pig. 4,
Fig.6 eine schematische Darstellung des Hydraulikkreises
für die Scheibenbremse gemäß Fig. 4, und
Fig. 7 einen Teilschnitt eines weiteren erfindungsgemäßen
Ausführungsbeispieles.
Gemäß Fig. 1 enthält die Zweikreisbremsanlage einen Tandem-Hauptbremszylinder
10. Der Hauptbremszylinder 10 ist von bekannter Bauart und steht mit einem ersten Bremskreis 12, der
die Bremsen der Vorderräder 14 mit Druckmittel ve-rsorgt, und
einem zweiten Bremskreis 16 in Verbindung, der sowohl die
Bremsen der Vorderräder 14 als auch die Bremsen der Hinterräder
18 mit Druckmittel versorgt. Bei der in Fig. 1 gezeigten\Bremsanlage
können die Bremsen der Vorderräder 14 als Scheibenbremsen und die der Hinterräder 18 als Trommelbremsen
ausgebildet sein. Vom Bremskreis 12 wird der Strömungsmitteldruck über die Leitungen 20 und 22 den Vorderradbremsen
zugeführt. Der zweite Bremskreis 16 versorgt die Vorderräder
14 über die Leitungen 24, 26 und 28 und die Bremsen der Hinterräder
18 über die Leitungen 24, 30 und 32 mit Strömungsmitteldruck.
Es sei beispielsweise angenommen, daß -die Vorderradbremsen eines betrachteten Fahrzeuges 70$ der Bremswirkung
dos Falu'zeu^e-s und die Hinterräder die restlichen
30,j aufbringen; bei Ausfall irgendeines der beiden Bremskreise
12 odor 16 jjo Li sichergestellt werden,daß über den
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verbleibenden Bremskreis 5Of^ der Bremswirkung: erzielt werden
kann. Dies wird dadurch erreicht, daß die über die Leitungen 22 und 28 betätigten !einrichtungen derart abgeglichen werden,
daß die durch die Leitung 28 betätigte JÜnrichtun.-; an den
Vorderrädern 20$ der Gesamtbremswir:-cung un i die durch die
Leitung 22 betätigte Einrichtung an den 7orderr;'lern %,;ί
der Gesamtbremswirkung aufbringt. Auf diese '/eise sorgt der Bremskreis 16 bei Ausfall des Bremskreises 12 infolge der
3O."4-igen Bremswirkung an den Hinterrädern un-l der 20.".5-i;'on
Bremswirkung an den Torderrädern immer noch für 5Ο;4 der Gesamtbremswirkung.
Bei ausfall des Eremsk^oi-.-33 1€ ist andererseits
mittels 1-r üoer die Leitung 22 betätigten Vorderrad-
r'>remseiririchtung ebenfalls 50."j der Oesamtbremswir :un·-
erreichbar. In kein Jim 'all tritt der höchst unerwünschte Hetriebszustand
auf, bei dem die :iremswirkun:·; allein durch die
Hinterradbremse... erzeugt wird. Hei der in i'ig. 1 gezeigten
Bremsanlage lassen sich in gleich vorteilhafter './eise auch
Scheibenbremsen sowohl an den Vorderrädern 1-'I- als auch an
den Hinterri.dem 13 verwenden. Durch die erfin-lun^sgemäße
Ausbildung der Hremsbetätigungseinrichtung, die in den Fir-n.
2 und 3 als /!oloen-Zylindereinrichtun:: .Tezeigt ict, Lassen
sich auch herkömmliche Scheibenbremskonstruktionen für die erfindungsgemäße Zweikreisbremsanlage verwenden.
In den Fign. 2 und 3 ist die erfindungsgemäße Bremsbetätigungseinrichtung
in Verbindung mit einer Scheibenbremse gezeigt, die einen schwimmend gelagerten Bremssattel aufweist.
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Scheibenbrerasen dieser Art sind bekannt, bei spie lsv/eir>e aus
der U3A~Patentschrift 3·375·906, auf die hierdurch Bezug '.te-.
nomraen wird. Die Schenkel J6 und $8 eines im wesentlichen C-förmigen
Bremssattel:~ 34 sind an sich gegenüber! iegenden üei-
ten einer bremsscheibe 2Λ angeordnet. Die erfindun3:sgemäß ausist
gebildete 3remsbet:.ti mn seinrichtung 40/im Schenkel 38 untergebracht.
Am Schenkel ?6 ist ein erster Bremsbacken 42 und an der Bremsbotütigun ^einrichtung 40 ein zweiter Bremsbacken
befesti t. ie in der ob-^n erwähnten Patentschrift gezeigt
ist, ist ;l<?r i-remssrvttel 34 schwimmend gelagert^ und infolre-(lessen
wird der Bremss^ttel 34 bei eirv^r Butüti-jun,·; dor Betäti^un;_:seinrichtun;r
40 verschoben, wenn die ~-remsscheibe 21
an sich \? ?η".·ο rli.:-"en'ien Üeitenflachen von deti Bremsbacken
42 und 44 erfaßt v/irl. Die Bremsbeti;tigunt%seinrichtung 40
enthält ein- :. beonerf3r:niren Kolben 46, d^r Mn- und herbere-bar
i:i 1In r in -chen^el ■jli puarebilieten PcV-run; 48 unterrebrach^
i.-:t. "."-er KoI":->
>n wirkt mit Φ?ΐη Br^rapbs^ksn 4-4 zusammen,
so -xai: »in-; Yerschieb.m^ ;es Kolben. 4G zu einer Ver-Gchieuun^
der rreinsbac-ietis ^4 fihrt. Mit der riohrun : 48 ist
koaxial ein«5 : olirun;· pO verbunden, die durch die .-/an-mn- d^s
Schenkels 38 verlauft. In den Bohrungen 4s und 50 ist ein lösbarer
Stopfen ?2 angeordnet, der mit seinem nach hinten verlaufenden rohrförmigen Abschnitt 5^ in- der Bohrun.· ^C und
mit seinem vorderen Abschnitt 66 in dar Bohrung 48 angeordnet
ist. Der rohrförmige Abschnitt 5**· ragt über den
Schenkel 38 hinaus und ist mit einem Außengewinde versehen,
auf das eine Mutter 5-^ aufgeschraubt ist, so daß der Stopfen 52/
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an der Stirnwand des Schenkels 38 mittels eines Flansches--58.
der zwischen den Stopfenabschnitten 54 und 66 angeordnet und
an eine Tragfläche 60 am hinteren Ende der Bohrung 4-8 anlegbar
ist, festgespannt werden kann. Zwischen der Fläche 60
und dem Flansch 58 ist eine Ringdichtung 62 angeordnet, die
die Bohrung 48 gegenüber der Bohrung 50 abdichtet. Der be-cherförmige
Kolben 46 ist mit einer Mittelbohrung 64- ver-.: .
sehen, durch die der Kolben 46 auf den nach vorne verlaufenden zylindrischen Abschnitt 66 des Stopfens 52 hin— und
herbewe^bar geführt wird. In einer Nut, die im Außenumfang des zylindrischen Abschnittes 66 ausgebildet ist, ist eine
Ringdichtung; 68 angeordnet, die dichtend mit der Seitenwand
der Bohrung 64 zusammenwirkt, und in eiuer Ringnut der Bohrung 48 ist eine weitere Ringdichtung angeordnet, die dichtend
mit der AuBenflache des Kolbens 46 zusammenwirkt.. Die
Dichtungen dienen sowohl, zum Stabilisieren als auch zum Zurückziehen
iss Kolbens. Am Schenkel 38 und am Gleitkolben
ist eine flexible Manschette 4-7 befestigt, die eine Verschmutzung
des Gleitkolbens und der Flächen der Zylinderbohrungen verhindert. Durch die Bohrung 64 im Kolben 46
und den zylindrischen Abschnitt 66 wird eine erste innere Kammer 72 begrenzt. Die Kammer 72 ist über einen durch den
stopfen 52 verlaufenden Kanal 74 mit Strömungsmitteldruck
beaufschlagbar. Gemäß Fig. 1 wäre der Kanal 74- mit der Leitung
20 verbunden. Infolgedessen wird der durch den Bremskreis 16 in der Leitung 28 erzeugte Strömungsmitteldruck zu
einer Verschiebung des Kolbens 4-6 axial nach außen führen,
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' . BADORiQiNAL
wodurch die Bremsbacken 42 und 44 in Anlage an die Bremsscheibe 21 gebracht werden. Die Dichtung; 68 ist so angeordnet,
daß sie übor den gesamten Stellbereich des Kolbens ein "entweichen von Strömungsmitbel aus der Kammer 72 verhindert.
Bei dem in Verbindung mit ?ig. 1 beschriebenen Ausführungsbeispiel
sorgt die dem Strömungsmitteldruck aus der Leitung 28 ausgesetzte Druckangriffsfläche des Kolbens 46
für etwa 20p der Gesamtbremswirkung, d.h., durch den Bremskreis
16 würden zusammen mit den 30;» Bremswirkung der Hinterräder
18, 50j6 der Gesamtbremswirkung aufgebracht.
Eine zweite Kammer 76 wird durch die Rückwand und die Seitenwände
dor Bohrung 48 sowie durch die ringförmige Stirnfläche 78 des Kolbens 45 eingeschlossen. Die Kammer 75 ist mit dem
durch den Schenkel 38 verlaufenden Kanal 80 verbunden und
steht bei der in Fig. 1 gezeigten Bremsanlage mit der Leitung 22 des Bremskreises 12 in Verbindung. Der vom Bremskreis
12 gelieferte Strömungsmitteldruck wird daher über die Leitungen
20 und 22 der Kammer 76 zugeführt, wodurch der Kolben
46 axial nach außen verschoben, der Bremsbacken 42 mit der
■'remsscheibe 21 in Anlage gebracht, der Bremssattel 34 axial
Ln die entgegengesetzte Richtung verstellt und somit der Bremsbacken 44 in Anlage an die Bremsscheibe 21 gebracht
wird. Der wirksame Querschnitt der Druckangriffsfläche 78
wirr' bei der in Fig. 1 gezeigten Bremsanlage so gewählt, dal.) er für etwa ~z>0/>
der Gesamtbremswirkung des Fahrzeuges soü-;t; bei einem Ausfall des Bremskreises 16 und somit bei
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einem Druckverlust in der Kammer 72 v/ürde daher der Druck
in der Kammer 76 noch für etwa 5Ο'ί der Gesamtbremswirlcung
des Fahrzeuges sorgen. Zu diesem Zweck müßte das Verhältnis der Druckangriffsflächen des Kolbens 46 in dem Ka:nmern
72 und 76 etwa 2 zu 5 sein.
Die beschriebene Jetätigun.^seinrichtunp; 40 hat einen verhältnismäßig
einfachen Aufbau und läßt sich ohne Schwieri ;-keiten
an bereits vorhandene, herkömmliche Scheibenbremsen,
die mit ßremssätteln ausgerüstet sind, anpassen. Bei r±-v -;ezeigten
Einrichtung ist lediglich ein einzelner Kolben erforderlich,
um die Bremsbacken 42 und 44 in Abhängigkeit von den
beiden Bremskreisen 12 und 16 in zweifacher "./eise zu beaufschlagen.
Außerdem läßt sich allein durch «niorung des Größenverhältnisses
des zylindrischen Abschnittes 66 des 3topfens 52 und der Bohrung 44 des IColbens 4δ das Bremskräftverhältnis
über einen v/eiten Bereich verändern und an unterschiedliche Fahrzeugtypen anpassen. Dies ist möglich, ohne die Größe
der mittleren Bohrung 48 zu verändern. Der zylindrische Abschnitt 54 am hinteren Ende des Stopfens 52 sitz:; nie 3piel
in der Bohrung ^C ein; dadurch wird eine, v/enn auch reringfügige,
Radialverschiebung des Stopfens 52 ermöglicht, so daß der Kolben 46 gegenüber der Bohrung 48 und die Ausnehmung
64 gegenüber dem Stopfen 52 ausgerichtet v/erden können.
In den Pign. 4 und 5 ist die in den Fign. 2 und 3 gezeigte
Betätigungseinrichtung 40 zur Verwendung für eine Scheiben-
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_1f. 19A1990
bremse mit einem gehäusefesten i3remssat*:el gezeigt. Eine
Scheibenbremse entsprechender Bauart ist in dor USA Patentschrift
3*298.469 beschrieben, auf die hiermit bezug genommen wird. Bei der in den Fifm. 4 und 5 gezeigten -einrichtung
εΐηΐ die dem Aucführunrsbeispiol der Fign, 2 und 3 entsprechenden
Bauteile lurch -las gleiche, jedoch mit dem Zusatz "a" versehene ezuns:* eichen gekennzeichnet. Der gehäusefeste
• remssattel 3^a enthält sv/ei Schenkel 36a und 38a, die insgesamt
vier, nvmlich an jedem Schenkel 36a und 38a zwei Be- i-
tktigun;;seinrichtun.-en K)a aufweise::, die identisch zu der i
billet uixid. .;t-r r-.M::abacken ^?.& ist an den beiden Kolben 46a
der am Schenkel 7';a angeordneten '-ietätircuni-seinrichtun^en
und der :re"sr;Meii <*■·':'. irt an dem Kolben 4^a der am Schenkel
38a anreorin-'t'-n : -rsr::..-^ r.' .;·ί(^απ_ 3 cinrichtun :en 4Ca befestigt.
V.'ie 'i . ■/) schemnfi se·, ζ :-i t, sind suintliche Kammern 72a des
re:n.sat el=- 3-'la tu er L..'itun "^n 9" miteinander verbunden und
an lie Leitung 2S angeschlossen, unl sämtliche iCammern 76a
sinl äbov Leitungen 92 miteinander und mit der Leitung 22
verbunden. !Die Betätiun ^einrichtung 40a dos feststehenden
i-remssattels 3^& hat im. wesentlichen die gleichen Vorteile,
die in Voiviri'iun- mit dein Ausf ährunv:sbei spiel gemäß den Fign.
2. und 3 au:'r;ei"ührt wurden.
?ei den Aurführun^sbeispialen gemäß den Fign. 1 bis 6 ist
der Stopfen '^2, S2a eirivon den Scu.en.veln 38, 38a getrenntes
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Bauteil. Fig. 7 zeigt ein abgewandeltes Ausfuhrungsbeispiel,
bei dem der Kolben einstückig mit dem Schenkel ausgebildet
ist. Im übrigen entspricht das Aunführungsbeispiel gemäß
7ig. 7 den Ausführungsbeispielen gemäß den Fign. 1 bis 6,
und entsprechende Bauteile sind durch das gleiche, jedoch mit dem Buchstaben "b" versehene Bezugszeichen gekennzeichnet.
Oer Stopfen 52b ist als Teil des Schenkels 38b ausgebildet
und nimmt den Kolben 46b auf.
- 12 -
>.:0 ■: ^O 09810/1279 BAD ORIGINAL
Claims (1)
- Patentansprüche(1.!Zweikreisbremsanlage für ein Fahrzeug, dessen Vorderradbremsen als Scheibenbremsen ausjebildet sind, wobei jede Scheibenbremse ein mit einer Bohrung versehenes Gehäuse, einen in der bohrung verschiebbar angeordneten iiinzelkolbon, der zwei getrennte und unabhängig voneinander mit Strömungsmitteldruck beaufschlagbare Druckangriffsflächen aufweist, und iitrömungsmittelräume enthält, die gern ο ins-im mit dem ;Tlinzelkolben und der Bohrung zwei getrennte Strömungsmittelkamniern bilden, von denen jeweils eine mit ein.jp Druckan^riffsf.lache zusammenwirkt, wodurch der Einzelkolbon box Druckbeau.'"schlagung jeder der beiden Kammern botüti-'t ist, dadurch gekennzeichnet, daß der eine T^mskTGis (12) zumindest mit einer der Vorder- und Hinterradbpemnen verbunden ist und ..lit der einen Strömungsmittel-009810/1279kammer. (7'5) in Verbinden;; steht und der andere Bremnkreis (16) sov/ohl mit den Vorder- als auch den Uinterradbremsen verbunden ist und mit der atrl ireri 'itrömungsmittelkammer (72) in Verbindung steht, uni Ia3 die Druckangriffsflächen des iinselkolbens 46 ein vorgegebenes Flächenverhältnis haben und somit eine ,"Jruorco-iaufschlagung jeder Druckangriffsflache eine vorgegebene Bremskraft erzeugt, wobei das FlüchenverhUltnis so benosseu ist, daß von jedem der beiden Eremskr'jiEe in Verbindung mit den Hinterradbremsen etv/a S^ j der Oe samtb reins v/i rimn ; wird.2. Bremsanlage nach Anspruch 1, dadurch ge-cennseichnot, darf die 3trömun':3mibtelräum3 (72,76) einen axial in lie Ochäusebohrunr (7I-S) verlaufenden stopfen (52) enthalten und der Einzelkolben (46) becherförmig ausgebildet int und eine Axialausnehmuns (54) aufweist, in der der Jtopfen einsitzt.3. Bremsanlage necli Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, :'&ii die eine Druckangriffsflache in der Ausnehmung \C!±) und die andere Druckangriffsfläche (78) durch ΊΪ2 lie Ausnehmung (64) umschließende Hingfläche des -iinzelkolbens (4o) gebildet ist.009810/1279SAD ORfGfNALBremsanlage nach Anspruch 2 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dari d^r -.topfen (52) ein eignes '-.au^eil ist und 3efesti-"un.-omittel ,'3 0 vorgesehen sin-"3, -iie den Utopien , (i:-°) in dor iev::ui=e:.oh"un(· (43~) haltern un" eine wahl- tv/ei.-.e Raiialverstellung des Stopfen ^estat'en, wodurch J der .ΐορ;':ϊη \ ■}?.'} mit der io^iäunobohrun^ *4?j) und der Ausnehmunf ν'Λ") Jos iiolben^ Γ^ό) aunrichtbar ist.5. Bremsanlage inch einen dar Ansprüche >? his 4, geirennzeichnet durch ein^n ersten 1Otr':mun_"sraitte!kanal '7'Oj der duroh den Stopfen (53) zu der einen 3tr"rnun rsiiittelkarani3r (72)vorli-uft.'"•;. I;rei!isanl'ii3 r.-:'v: einem dor vorhv>r._:-ahenden ATi^prüche, gekenuS'?ic*-T:n-:"-t durch oinen sv;oiten 3trömun 'smittel ,ί-'Γ^, Λ· :* dur^h d#xs 1eh;;Ui"O .:u ■ ^n-i^ren J-tv'/'nun^ '•ca'nmer 7ö) v.T.". uf4;,V. *;ron:saiila.:e nach ein^ni der vorhersahenϊen Ansprüche, r;ekennreiehn. t durch .inen mit I:^". 'insellcolc-sn (^'>) verbundenen :i;"::;ohacKen v-l/O ·. ;irein:3ar".·^--a τ;·;?:~. einen der vcrh = ? -ehen/.or. .-.rieprüche, da- i durch ~ -■> C-?*::. ζ t: lehnet, iau das Geh. use an eir:?~ ::rems- ■satt.ol 3:t-N> "- --eo-rdnet ist.009810/1279Ί 94199-0 - <(,-9. Bremsanlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Bremssattel (3*0 schwimmend gelagert ist.10. Bremsanlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Bremssattel (-34-a) stationär angeordnet ist und zwei Schenkel (36a, 38a) aufweist, von denen jeder mindestens eine Gehäusebohrung (4-8a), einen Einzelkolben ''+'Sa) und die beiden Strömungsmittelkammern (72a, 76a) enthält.0 0 9 8 10/1279Leerseite
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| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
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