DE10120913A1 - Hauptbremszylinder mit Plungerkolben und in das Gehäuse eingefügten Radialnuten zur Aufnahme der Dichtmanschetten - Google Patents
Hauptbremszylinder mit Plungerkolben und in das Gehäuse eingefügten Radialnuten zur Aufnahme der DichtmanschettenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Tandem-Hauptzylinder (20) mit zwei Plunger-Kolben (2, 4) und hat sich zur Aufgabe gestellt, diesen möglichst einfach und kostengünstig montierbar aufzubauen. Die Erfindung wird gelöst durch das Einfügen von umlaufenden Ringnuten (16 bis 19) direkt in das Gehäuse (15) des Hauptzylinders (20) zur Aufnahme der Dichtmanschetten, und zwar sowohl der Primärmanschette (6) als auch in Weiterbildung der Erfindung für die Primärmanschette (7) des druckstangenseitigen Kolbens sowie der Sekundärmanschetten (12, 14) beider Kolben (1, 3). Vorteilhafte zusätzliche Weiterbildungen stellen Sammelringnuten (45, 46) in der Höhe der Anschlussöffnungen für den Ausgleichsbehälter (5, 10) dar.
Description
Die Erfindung betrifft einen Hauptzylinder, vorzugsweise
Tandem-Hauptzylinder, wie er in hydraulischen Bremssystemen
benötigt wird. Derartige Hauptzylinder dienen als Geber zur
Betätigung der Kolben in den Bremssätteln, wobei die von dem
Fahrer ausgeübte Pedalkraft ggf. durch einen Bremskraftver
stärker verstärkt über den Geber gleichmäßig auf die Brems
sättel verteilt wird. Ein derartiger Geber ist beispielswei
se in der US-PS 5 187 934 beschrieben. Um die Manschetten
dichtungen in das Gehäuse einzubringen, wurden bisher die
Zylinder an dem in Betätigungsrichtung liegenden Ende regel
mäßig durch einen Deckel verschlossen, während an dem gegen
überliegenden (fahrerseitigen) Ende ein Dichtungsring einge
schraubt oder eingestemmt wurde, welcher zur Führung der zum
Fahrer weisenden Druckstange sowie als Anlage für den Sekun
därkolben dient. Obwohl die Innenfläche des Zylinders nicht
speziell bearbeitet werden muss, haben die bekannten
Hauptzylinder mit Plungerkolben eine Reihe von Nachteilen.
Da in Axialrichtung mehrere Teile ineinandergefügt werden
müssen, ist der Durchmesser der bekannten Hauptzylinder er
heblich. Weiterhin werden eine große Anzahl von Bauteilen
benötigt, um die notwendigen Anlageflächen für die Dichtman
schetten zur Verfügung zu stellen.
Aus der Patentliteratur sind Bemühungen erkennbar, den in
Betätigungsrichtung liegenden Verschlussdeckel bei den ge
nannten Hauptzylindern einzusparen (siehe beispielsweise
EP 1018459, DE-US 39 05 917). Als Folge davon wurden die Gehäuse
zum Fahrer hin stufenförmig erweitert, um die notwendigen
Anlageflächen für die Dichtung zur Verfügung zu stellen. Zum
Teil wurden bei derartigen Hauptzylindern keine Primärman
schetten eingesetzt sondern diese durch federnd vorgespannte
Ventilkörper ersetzt.
Die Erfindung geht daher aus von einem Tandem-Hauptzylinder
der sich aus dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ergebenden Gat
tung. Aufgabe der Erfindung ist es, einen neuartigen
Hauptzylinder dieser Gattung anzugeben, welcher sich durch
die Verwendung von sehr wenigen Bauelementen und einen sehr
kostengünstigen Aufbau auszeichnet. Die Aufgabe wird durch
die sich aus dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 erge
bende Merkmalskombination gelöst. Die Erfindung besteht im
Prinzip also darin, die Primärdichtung in einer direkt in
das Gehäuse eingebrachten umlaufenden Nut unterzubringen.
Der Vorteil besteht hauptsächlich darin, dass die erhebli
chen Kräften ausgesetzte Primärdichtung sich direkt am Ge
häuse abstützen kann. Das bedeutet, dass die Kräfte nicht
durch mit dem Gehäuse verschraubten oder verstemmten Bau
gruppen aufgenommen werden müssen, die in das Gehäuse einzu
fügen sind. Damit wird das Gehäuse in seinem Durchmesser bei
gleicher Kraftaufnahme durch den Hauptzylinder erheblich re
duziert. Außerdem entfallen durch die Verschraubung oder
Verstemmung notwendige Stoßstellen zwischen ineinandergefüg
ten Bauelementen, die bei Dauerbelastung störanfällig sind.
Die Anfertigung der notwendigen Ringnut innerhalb des Gehäu
ses stellt für einen Fräsautomaten keine erhebliche Schwie
rigkeit dar. Durch geeignete Vorrichtungen ist es weiterhin
problemlos möglich, die ringförmige Dichtung in die so ge
fertigte Ringnut einzufügen.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung empfiehlt sich
die Anwendung der Merkmalskombination nach Anspruch 2. Wird
nämlich mit Hilfe des genannten Fräswerkzeugs eine erste
Ringnut für die Primärdichtung gefertigt, so kann dieses
Werkzeug gleichzeitig auch zur Fertigung einer axial ver
setzt angeordneten zweiten Ringnut verwendet werden, in wel
che dann die ringförmige Sekundärdichtung eingefügt werden .
kann. Auf diese Weise erhöht sich der durch die Merkmalskom
bination nach 1 erlangte Vorteil erheblich. Weiterhin ist zu
beachten, dass durch die Einsparung der zur Abstützung der
Dichtmanschetten dienenden Bauelemente auch Baulänge für den
Hauptzylinder gespart wird, so dass dieser bei gleicher Lei
stungsfähigkeit nicht nur im Durchmesser kleiner, sondern
auch in seiner Länge kürzer gebaut werden kann.
Die Anwendung des erfinderischen Prinzip auf die zweite Se
kundärdichtung, welche die Umgebung des Hauptzylinders ge
genüber der zweiten Kammer und dem Ausgleichsbehälter ab
dichtet, bringt den weiteren Vorteil, dass an diesem Ende
des Hauptzylinders kein besonderes Verschlussteil eingefügt
werden muss, was zusätzlich zu einer Vergrößerung des Durch
messers des Hauptzylinders führen muss. Damit dient das Ge
häuse mit seiner Dichtung gleichzeitig zur Abstützung des
fahrerseitigen zweiten Kolbens des Tandem-Hauptzylinders.
Gemäß der Weiterbildung der Erfindung nach Anspruch 4 wird
zusätzlich auch noch die zweite Primärdichtung in eine in
das Gehäuse des Hauptzylinders eingefügte Ringnut einge
bracht. Alle vier Ringnuten können dann mit dem gleichen
Werkzeug gefertigt werden. Entsprechendes gilt auch für die
Vorrichtungen, welche zum Einfügen der ringförmigen Dichtun
gen in die zugeordneten Ringnuten dient. Das Material des
Gehäuses begrenzt dabei auch gleichzeitig eine mögliche
Kippbewegung des in das Gehäuse ragenden zweiten Kolbens.
Eine weitere zusätzliche Vereinfachung des erfindungsgemäßen
Hauptzylinders lässt sich mit Anwendung der Merkmale nach
Anspruch 5 erreichen. Dabei wird das in Betätigungsrichtung
liegende Ende des Hauptzylinders durch das Gehäuse selbst
einstückig verschlossen. Mit anderen Worten: Es wird kein
zusätzlicher Deckel benötigt, der am betätigungsseitigen En
de des Hauptzylinders diesen verschließt und somit in Ver
bindung mit dem ersten Kolben die erste Kammer bildet.
Um die Funktionsfähigkeit des erfindungsgemäßen Hauptzylin
ders zu verbessern, empfiehlt sich in Weiterbildung der Er
findung die Merkmalskombination nach Anspruch 6. Dabei ist
die betreffende Ringnut derart tief in das Gehäuse einge
fügt, dass die erheblich auf Druck belasteten Primärdichtun
gen sich mit ihrem am Boden der Nut abstützenden Dichtungen
bei Belastung seitlich an der Seitenwand der Nut abstützen
können. Auf diese Weise wird sicher verhindert, dass der Fuß
unter Druckbelastung aus der Nut herausgezogen werden kann.
Um die Eigenbelüftung zumindest einer Kammer in Richtung
Radabgang zu verbessern, empfiehlt sich in Weiterbildung die
Merkmalskombination nach Anspruch 8. Dabei ist es insbeson
dere angebracht, die Merkmale nach Anspruch 9 anzuwenden ge
mäß denen der obere Bereich der Ringnut und der Primärdich
tung über eine Strömungsverbindung mit der Ausnehmung nach
Anspruch 8 verbunden ist.
Um eine Einrichtung zur Fesselung der Kolben als Baueinheit
zu gestalten, wird entsprechend den Merkmalen nach Anspruch
10 vorgeschlagen, dass die Federn nicht direkt auf die Kol
ben einwirken, sondern über ein vorzugsweise tellerartiges
Bauteil, welches die von der Feder aufgebrachte Fesselkraft
auf den Kolben überträgt. Um in einfacher Weise die Kammern
mit dem Nachlaufbehälter verbinden zu können, wird in Wei
terbildung der Erfindung gemäß den Merkmalen 11 und 12 vor
geschlagen, zum einen die Strömungsverbindung zwischen den
Kammern und den Behälterkammern ausschließlich über Strö
mungsdurchgänge in dem Kolben und in dem Gehäuse zu erzie
len. Weiterhin wird vorgeschlagen, dass eine Sammelringnut
zwischen der Primärdichtung und der Sekundärdichtung zumin
dest in der zweiten Kammer vorgesehen wird und dass durch
eine Bohrung die Sammelringkammer der ersten und/oder zwei
ten Kammer mit dem zugeordneten Ausgleichsbehälter verbunden
wird. Hinsichtlich zumindest der zweiten Kammer kann dabei
eine Querbohrung vorgesehen sein, welche parallel zu dem Zy
linderraum verläuft und die mit der zweiten Kammer durch ei
ne Stichbohrung verbunden ist. Die Querbohrung führt dann zu
einem der zweiten Kammer zugeordneten Ausgleichsbehälter.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbei
spielen erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen mit Plunger-Kolben versehenen Hauptzylinder
gemäß dem Stand der Technik
Fig. 2 in geschnittener Darstellung ein erstes Ausfüh
rungsbeispiel für einen erfindungsgemäßen Tandem-
Hauptzylinder,
Fig. 3 einen Querschnitt durch den Hauptzylinder nach
Fig. 2 und
Fig. 4 ein zweites Ausführungsbeispiel für einen Tandem-
Hauptzylinder gemäß der vorliegenden Erfindung.
Der in Fig. 1 gezeigte Tandem-Hauptzylinder soll den Stand
der Technik erläutern und wurde bereits in der
DE-OS 195 27 955 hinreichend beschrieben. Es werden an dieser Stelle
daher nur die wesentlichen Merkmale erörtert, um die Merkma
le der vorliegenden Erfindung gegenüber dem Stand der Tech
nik besser deutlich machen zu können. Der Tandem-
Hauptzylinder 20 nach Fig. 1 besitzt ein Gehäuse 15, welches
mit einem Deckel 48 verschlossen ist. In dem Gehäuse 15 sind
zwei Plunger-Kolben 1 und 3 geführt, die jeweils mit einer
Primärdichtung 6 bzw. 7 und einer Sekundärdichtung 12 bzw.
14 gegen die angrenzenden Räume abgedichtet sind. Die Kolben
begrenzen eine erste Kammer 2 bzw. zweite Kammer 4. Auf die
Kolben wirkt weiterhin jeweils eine Rückholfeder 32 bzw. 33
ein, wobei die Rückholfeder 33 durch Elemente 35, 36 gefes
selt ist. Um Anlageflächen für die Dichtungen 6, 7, 12, 14
zu erhalten, sind in den Innenraum des Gehäuses 21 mehrere
Baugruppen eingefügt, welche die Anlageflächen für die Dich
tungen bilden.
Man erkennt ohne weiteres, dass für den Aufbau nach Fig. 1
eine erhebliche Anzahl von Bauelementen benötigt wird, wo
durch sich beachtliche Herstellungs- und Montagekosten erge
ben. Aufgabe der Erfindung ist es nun, den bekannten Tandem-
Hauptzylinder nach Fig. 1 zu vereinfachen. Ein erstes Aus
führungsbeispiel hierzu zeigt Fig. 2 in Verbindung mit Fig.
3. Um die Beschreibung knapp zu halten, werden identische
Bauelemente im Zusammenhang mit den Fig. 2 bis 3 nicht noch
mals neu erläutert, soweit sie schon im Zusammenhang mit
Fig. 1 beschrieben sind. Bei der Lösung nach Fig. 2 fällt
auf, dass auf den Deckel 48 gemäß Fig. 1 verzichtet wurde.
Dieser Deckel ist vielmehr einstückig mit dem Gehäuse 15
verbunden. Das Gehäuse 15 stellt ein nachbearbeitetes Guß
teil dar, wobei hauptsächlich die Hinterschneidungen durch
entsprechende Fräsvorgänge hergestellt werden müssen. Dies
trifft insbesondere für die umlaufenden Ringnuten 16 bis 19
zu, welche die Primärdichtungen und Sekundärdichtungen auf
nehmen. Abgesehen von der Einsparung zusätzlicher Bauteile,
die für die Anlage der Dichtungsflächen sorgen, hat der Auf
bau nach Fig. 2 den Vorteil, dass die Dichtungen sich gegen
die Innenstirnflächen (siehe beispielsweise Innenstirnfläche
30) abstützen können, wobei diese Innenstirnflächen einstüc
kig mit dem Gehäuse verbunden sind und entsprechend hohe
Kräfte aufnehmen können. Für den Aufbau nach Fig. 1 typisch
ist auch eine umlaufende Sammelringnut 45 bzw. 46, die je
weils zwischen den Ringnuten 1, 17 bzw. 18, 19 in das Gehäu
se eingefügt ist. Durch diese Rundnuten kann nicht nur Flüs
sigkeit weitgehend druckfrei zu den Ausgleichsbehältern ge
fördert werden, sondern es wird hier gleichzeitig auch noch
für die Gleitfähigkeit der sich anschließenden Dichtungen 6,
7 bzw. 12, 14 gesorgt. Von den Sammelringnuten 45, 46 gehen
Bohrungen ab, wobei eine direkte Bohrung 41 und eine Stich
bohrung 43 vorgesehen sind, über welche die erste Kammer 2
bzw. die zweite Kammer 4 mit den zugehörigen Behälterkammern
5 bzw. 10 (siehe Fig. 3) verbunden ist. Die Stichbohrung 43
mündet in Fig. 2 in eine Querbohrung 44, welche wiederum in
die zweite Behälterkammer 10 mündet (siehe Fig. 3). Vorteil
haft für die Ausgestaltung des Hauptzylinders nach Fig. 2
sind auch die Strömungsdurchgänge 40 bzw. 42, durch die es
möglich ist, dass sich die Kammern 2 bzw. 4 in die Kolben 1,
2 hinein erstrecken, wodurch die Kammern bei gleichen äuße
ren Abmessungen vergrößert werden. Die Strömungsdurchgänge
40, 42 sorgen für eine Belüftung der Kammer bei in der Figur
nach rechts zurückgefahrenen Kolben.
Für die Erfindung wesentlich ist auch, dass die Breite der
umlaufenden Ringnuten um einiges größer ist als die Breite
der in sie eingefügten Dichtungen. Hierdurch ist es möglich,
dass Druckmittel leicht zu dem Fuß der einzelnen Dichtungen
gelangen kann, wodurch die Dichtungen in Feuchtigkeit ge
führt sind und nicht trocken an den Böden der Nuten im Ge
häuse haften können.
Ein vorteilhaftes Merkmal des erfindungsgemäßen Hauptzylin
ders stellen auch die Ausnehmungen 28, 29 dar, welche zu
beiden Seiten der Ringnuten 16, 17 in die zugehörigen Kam
mern mündend in das Gehäuse eingefügt sind. Durch diese Aus
nehmungen, die zumindest im oberen Bereich der Kammern vor
gesehen ist, wird die Eigenentlüftung in Richtung zu den
Radabgängen hin für beide Kammern ermöglicht oder zumindest
verbessert. Vorteilhaft ist darüber hinaus noch, dass die
vor der Primärdichtung sitzende Ausnehmung 29 eine Strö
mungsverbindung 60 zu der Ringnut der Primärdichtung 16 be
sitzt, die eine Eigenentlüftung in Richtung zu den Radabgän
gen hin ermöglicht und gleichzeitig ein Trockenlaufen der
Dichtungen verhindert.
Der Aufbau des Hauptzylinders nach Fig. 2 zeichnet sich wei
terhin dadurch aus, dass die beiden Behälterkammern 5 und 10
nebeneinander quer zur Längsachse des Zylinders angeordnet
sind. Hierdurch lässt sich Einbauraum in Bezug auf den Mo
torraum einsparen, da wie aus Fig. 2 ersichtlich, der
Hauptzylinder sehr viel tiefer in die Spritzwand 27 einge
fügt werden kann als bei dem Aufbau nach Fig. 1.
Die Rückstellfedern (siehe Rückstellfeder 32 und 36 in Fig.
1) können auch in Fig. 2 entsprechend dem Aufbau nach Fig. 1
mit Vorteil ausgestaltet sein. Dabei wird vorzugsweise für
die Fesselung eine Konstruktion gewählt, wie sie im Zusam
menhang mit Feder 33 in Fig. 1 dargestellt ist. Hierbei sind
zwei Federteller 36, 37 über einen Bolzen 35 miteinander
verbunden, wobei der maximale Abstand der beiden Teller zu
einander durch Vorsprünge am Bolzen festgelegt ist. Zumin
dest der eine der beiden Federteller 37 kann auf dem Bolzen
gleiten, so dass die beiden Federteller 36, 37 gegen die
Kraft der Feder 33 aufeinander zubewegt werden können. Die
Federteller stützen sich direkt an den Kolben ab und können
mit diesen verrastet oder in irgendeiner anderen geeigneten
Weise verbunden sein.
Eine weitere Vereinfachung für einen Tandem-Hauptzylinder
stellt der Aufbau nach Fig. 4 gegenüber dem Aufbau nach Fig.
2 dar. Dabei wurde auf die Querbohrung 44 und das diese
Querbohrung zur Umgebung hin verschließende Verschlussele
ment 47 verzichtet und die Stichbohrung 43 direkt in die Be
hälterkammer 10 geführt. Die Behälterkammern liegen im Ge
gensatz zu der Ausgestaltung nach Fig. 2 nunmehr in Längs
richtung der Zylinderachse hintereinander.
Eine Vereinfachung lässt sich noch hinsichtlich der Rück
stellfedern 32, 33 erreichen, in dem diese nicht gefesselt
sind sondern unmittelbar an den einander gegenüberliegenden
Kolben angreifen. Dabei kann es sich empfehlen, den Boden 11
der Zylinderöffnung 13 derart auszugestalten, dass die Feder
dort einrasten kann oder zumindest durch Haftreibung festge
halten wird. In den Fig. 2 und 4 ist das Ende der Feder ab
gechrägt angeordnet, um die Steigung der Windung an den Bo
den anzupassen, so dass die Kraft präzise entlang der Längs
achse des Zylinders übertragen wird. Die Angriffsbereiche
50, 51 an dem Kolben 1 bzw. an dem Gehäuse 15 können noch
mit Vorsprüngen versehen sein, in denen die Federn einrasten
können. Eine andere Möglichkeit besteht, wie weiter oben
schon erläutert, in der Anwendung der Merkmale nach Fig. 1
hinsichtlich der Rückstellfedern. Für die Erfindung wichtig
ist es auch, dass sich die Dichtungen 6, 7 bzw. 12, 14 mit
ihrem Dichtungsfuß 25, 26 an die Innenstirnfläche 22, 23
bzw. 30, 31 der zugehörigen Ringnut 16 bis 19 anlegen und
dort abstützen. Da diese Innenstirnflächen einstückig mit
dem Gehäuse 15 verbunden sind, vermögen diese bei kleinem
Bauraum erhebliche Kräfte aufzunehmen.
Claims (13)
1. Tandem-Hauptbremszylinder (THZ, 20) bestehend aus einem
Gehäuse (15), einem in dem Gehäuse linear verschiebbaren
ersten Kolben (1), der ein Druckmedium aus einer ersten
Kammer (2) verdrängen kann, einem in dem Gehäuse linear
verschiebbaren zweiten Kolben, (3) der ein Druckmedium
aus einer zweiten Kammer (4) verdrängen kann, wobei der
erste Kolben (1) auf der Stirnseite in Betätigungsrich
tung mit dem Druck der ersten Kammer (2) beaufschlagt ist
und auf der gegenüberliegenden Stirnseite mit dem Druck
der zweiten Kammer (4) beaufschlagt ist, einer ersten
Primärdichtung (6), die die erste Kammer (2) nach dem
Schließen einer Strömungsverbindung zwischen der ersten
Kammer (2) und einer ersten Behälterkammer (5) entlang
der Mantelfläche des ersten Kolbens zu dem in der ersten
Behälterkammer (5) herrschenden Behälterdruck abdichtet,
einer zweiten Primärdichtung (7), die die zweite Kammer
(4) nach dem Schließen einer Strömungsverbindung (9) zwi
schen der zweiten Kammer (4) und einer zweiten Behälter
kammer (10) entlang der Mantelfläche des zweiten Kolbens
zu dem in der zweiten Behälterkammer (10) herrschenden
Behälterdruck abdichtet, einer ersten Sekundärdichtung
(12), die die zweite Kammer (4) entlang der Mantelfläche
des ersten Kolbens (1) zu dem in der ersten Behälterkam
mer (5) herrschenden Behälterdruck abdichtet, einer zwei
ten Sekundärdichtung (14), die die zweite Kammer (4) ent
lang der Mantelfläche des zweiten Kolbens (3) zu dem
Druck in der Umgebung des THZ (20) abdichtet, dadurch ge
kennzeichnet, daß die erste Primärdichtung (6) in eine
direkt in das Gehäuse (15) eingebrachte erste Ringnut
(16) montiert ist und sich somit bei Druckbeaufschlagung
direkt am Gehäuse (15) abstützt.
2. Tandem-Hauptbremszylinder (20) nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die erste Sekundärdichtung (12) in ei
ne direkt in das Gehäuse (15) eingebrachte zweite Ringnut
(17) montiert ist und sich somit bei Druckbeaufschlagung
direkt am Gehäuse (15) abstützt.
3. Tandem-Hauptbremszylinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die zweite Sekundärdichtung (14) in
eine direkt in das Gehäuse eingebrachte dritte Ringnut
(18) montiert ist und sich somit bei Druckbeaufschlagung
direkt am Gehäuse (15) abstützt.
4. Tandem-Hauptbremszylinder nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Primär
dichtung (7) in eine direkt in das Gehäuse (15) einge
brachte vierte Ringnut (19) montiert ist und sich somit
bei Druckbeaufschlagung direkt am Gehäuse (15) abstützt.
5. Tandem-Hauptbremszylinder nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (15)
in Betätigungsrichtung (a) einteilig geschlossen ausge
bildet ist und die Einbringung der Ringnuten (16 bis 19)
und die Montage der Dichtungen von der gegenüberliegenden
Seite erfolgt.
6. Tandem-Hauptbremszylinder nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Primärdich
tungen (6 bzw. 7) sich mit ihrem Dichtungsfuß (25, 26)
bei Beginn bei Betätigung in Betätigungsrichtung (a) an
der in Betätigungsrichtung liegenden Innenstirnfläche
(30) der Ringnut(en) abstützen können.
7. Tandem-Hauptbremszylinder nach Anspruch 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Dichtungsfuß (25, 26) der Primär
dichtung eine oder mehrere Aussparung(en) aufweist, die
eine Strömungsverbindung zwischen Kammer (2, 4) und der
Ringnut (6, 7) im Falle einer Abstützung an der Innen
stirnfläche (25, 26) der Ringnut gewährleistet.
8. Tandem-Hauptbremszylinder nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens im obe
ren Bereich der Kammer(n) (2, 4) Ausnehmungen (28) einge
bracht sind, die eine Eigenentlüftung in Richtung von
Radabgängen ermöglichen oder mindestens verbessern.
9. Tandem-Hauptbremszylinder nach Anspruch 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß eine Strömungsverbindung (60) zwischen
einer Ausnehmung und dem oberen Bereich der Ringnut(en)
der Primärdichtung(en) (8, 7) besteht, die eine Eigenent
lüftung in Richtung von Radabgängen ermöglichen oder min
destens verbessern.
10. Tandem-Hauptbremszylinder nach einem der vorhergehenden
Ansprüche mit Federn (31, 32) die die Kolben (1, 3) ent
gegen der Betätigungsrichtung (a) zurückstellen, dadurch
gekennzeichnet, daß eine oder beide Federn gefesselt sind
und die Fesselung (35, 36, 36) mit einem Bauteil erfolgt,
welches die von der Feder aufgebrachte Fesselkraft auf
den Kolben (1, 3) überträgt.
11. Tandem-Hauptbremszylinder nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungsver
bindungen zwischen Kammern (2, 4) und Behälterkammern (5,
10) ausschließlich über Strömungsdurchgänge (40 bis 44) in
den Kolben (1, 3)und dem Gehäuse (15) erfolgen.
12. Tandem-Hauptbremszylinder nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungsver
bindung zwischen der ersten Kammer (2) und der ersten Be
hälterkammer (5) innerhalb des Gehäuses (15) durch eine
direkte Bohrung (41) zwischen einer zwischen der ersten
Ringnut (25) der ersten Primärdichtung (6) und der Ring
nut der ersten Sekundärdichtung liegenden ersten Sammel
ringnut (45) und einem ersten Behälteranschluß (5) er
folgt.
13. Tandem-Hauptbremszylinder nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungsver
bindung zwischen der zweiten Kammer und der zweiten Be
hälterkammer innerhalb des Gehäuses über eine Stichboh
rung, die zwischen einer zweiten Sammelringnut (46) und
einer Querbohrung, (44) die wiederum mit einem zweiten
Behälteranschluß verbunden ist, erfolgt.
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Family
ID=7650844
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10120913A Withdrawn DE10120913A1 (de) | 2000-07-28 | 2001-04-27 | Hauptbremszylinder mit Plungerkolben und in das Gehäuse eingefügten Radialnuten zur Aufnahme der Dichtmanschetten |
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