DE1808670A1 - Haertbare Mischungen aus Epoxidharzen,Dicyandiamid und Aminbeschleunigern - Google Patents
Haertbare Mischungen aus Epoxidharzen,Dicyandiamid und AminbeschleunigernInfo
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Description
CV. F. i'-imr.'ch - Γ-. ς. Assrr.ann
!> · ■'. 'Ocr/r.rlxjruer
Cipl. ihys. R. rio.zbauer
Patentanwälte * Q n Q
Mönchen 2, Bräuhausstra&e 4/HI ' 0 l/tf Q / U
CIBA AKTIENGESELLSCHAFT, BASEL (SCHWEIZ)
Case 6330/E
Deutschland
Amlnbeschleunigern.
Es ist bekannt, dass Epoxidharze mit Dicyandiamid bei erhöhter Temperatur zu unlöslichen, vernetzten, hochmolekularen
Produkten aushärten. Die gehärteten Produkte zeichnen sich durch allgemein gute chemische und mechanische
Eigenschaften, insbesondere aber durch hervorragende Haftfestigkeit auf Metallen und vielen Werkstoffen aus. Hervorzuheben
ist ferner die gute Lagerstabilität der heisshärtbaren Mischungen aus Epoxidharzen und Dicyandiamid, die sich
darum gut für sogenannte "Einkomponentensysteme", wie Sinter-
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pulver, Pressmassen oder für "Prepregs" eignen.
Für viele Anwendungen als wärmehärtende Ueberzugs- und Formmaterialien weisen jedoch die mit Dicyandiamid
allein gehärteten Epoxidharzsysteme unerwünscht lange Härtungszeiten bei relativ hohen Hartungstemperäturen auf; die
hierbei erwünschten, rationellen Härtungsbedingungen,
z.B. ein Härtungszyklus von J5O Minuten bei 15O0C sind
gar nicht realisierbar. .
Die Härtung muss bei höheren Temperaturen durchgeführt werden, z.B. 45-50 Minuten bei 18O°C, und es resultieren
dann beispielsweise bei weissen Pulverlacken unerwünschte Vergilbungen.
Die üblichen beschleunigenden Zusätze von zum Beispiel tertiären Aminen, welche bei der Härtung von
Epoxidharzen mit Polycarbonsäureanhydriden eine starke Beschleunigung der Gelierung und Härtung zur Folge haben,
bringen mit Dicyandiamid nur eine schwache Beschleunigung. Durch Zusätze von grösseren Mengen Beschleuniger kann die
Härtungszeit wohl verkürzt werden, die LagerStabilität solcher
Kombinationen geht aber weitgehend oder vollständig verloren. In den meisten Fällen wird Dicyandiamid gerade wegen
der guten Lagerstabilität als Härtungsmittel für Epoxidharze
eingesetzt.
Um diesen Nachteilen zu begegnen, wird in der französischen Patentschrift No. 1 485 589
vorgeschlagen, als Beschleuniger für die Härtung von Epoxidharzen mit Dicyandiamid Alkoholate von Alkali- oder Erdal-
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— "5 —
t
kalimetallen, und zwar vorzugsweise solche von Alkanolaminen, wie TriEthanolamin abgeleitete Alkoholate zu verwenden. Diese Beschleuniger bedeuten zwar bereits einen Portschritt gegenüber anderen bekannten Beschleunigern, jedoch werden für eine wirksame Beschleunigung noch immer verhältnismässig grosse Mengen Beschleuniger benötigt, die etwa in der Grössenordnung von 2-5 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile Epoxidharz liegen. Solche verhältnismässig grosse Mengen beeinflussen jedoch die Lagerstabilität und die mechanischen und chemischen Eigenschaften der gehärteten Produkte bereits im negativen Sinne.
kalimetallen, und zwar vorzugsweise solche von Alkanolaminen, wie TriEthanolamin abgeleitete Alkoholate zu verwenden. Diese Beschleuniger bedeuten zwar bereits einen Portschritt gegenüber anderen bekannten Beschleunigern, jedoch werden für eine wirksame Beschleunigung noch immer verhältnismässig grosse Mengen Beschleuniger benötigt, die etwa in der Grössenordnung von 2-5 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile Epoxidharz liegen. Solche verhältnismässig grosse Mengen beeinflussen jedoch die Lagerstabilität und die mechanischen und chemischen Eigenschaften der gehärteten Produkte bereits im negativen Sinne.
Ueberraschend wurde nun gefunden, dass bestimmte in 3- oder 4-Stellung substituierte Monoamino-pyridine
."'" ■ ' eine wesentlich höhere Aktivität als Beschleuniger
besitzen, und bereits in Mengen einer 10 mal geringeren Grössenordnung als die in der"französischen
Patentschrift· 1.4.85 589 beschriebenen- Alkoholate!" ausgezeichnet
wirksam siayi,- In diesen geringen wirksamen
Mengen lässt sich im überraschenden Gegensatz zu den als Beschleunigern bekannten Alkoholaten keinerlei negative
Beeinflussung der Lagerstabilität und der Eigenschaften der gehärteten Produkte feststellen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind somit in der Wärme schnellhärtende, lagerstabile Gemische, die
zur Herstellung von Formkörpern, Imprägnierungen, Ueberzügen und Verklebungen, und zwar speziell in Form von Sinterpulvern,
geeignet sind, und die dadurch gekennzeichnet sind,
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dass sie (a) eine Polyepoxidverbindung mit durchschnittlich
mehr als einer Epoxidgruppe im Molekül, (b) Dicyandiamid als Härtungsmittel und (c) als Härtungsbeschleuniger
einMonoaminopyridin der Formel
oder der Formel
enthalten, worin R, und Rp unabhängig voneinander je ein
Wasserstoffatom oder einen aliphatischen., cycloaliphatischen,
araliphatischen oder aromatischen Rest bedeuten, oder worin R1 und Rp zusammen einen zweiwertigen alipha-:"
tischen oder araliphatischen Rest bedeuten.
Die erfindungsgemäss eingesetzten Härtungsbeschleuniger
sind somit in J5- oder in 4-Stellung mit
NHg- oder NRg-Gruppen monosubstituierte Pyridine (R= H,
Aryl, etc.) Die höchste Aktivität besitzt 4-Aminopyridin, das schon in sehr kleinen Konzentrationen (0,2 Teile pro
100 Teile Epoxidharz) als Beschleuniger für die Dicyandiamid-Härtung
hochwirksam ist.
Neben 4-Aminopyridin wurde z.B. mit folgenden analogen Pyridinderivaten eine beschleunigende Wirkung
für die Dicyandiamid-Härtung festgestellt: 4-Anilinopyridin-und
3-Aminopyridin, nicht aber bei 2-Aminopyridin.
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Weitere geeignete Monoaminopyridine sind 4-Methylamino-pyridin, jJ-Methylaminopyridln, 4-Dimethylaminopyridin,
3-Dimethylaminopyridin, 4-Aethylaminopyridin,
4-Butylaminopyridin, 4-Toluidlno-pyridin,
4-Cyclohexylaminopyridin, 4-Piperidinopyridin, 4-Morpholinopyridin.
Die nachfolgende Tabelle I zeigt die beschleunigende
Wirkung der erwähnten verschiedenen Mono-aminopyridine. Dabei sind jeweils gleiche Mengen Epoxidharz,
Dicyandiamid und Beschleuniger eingesetzt. Als Epoxidharz A wurde ein durch Umsetzung von Epichlorhydrin mit
2,2-Bis(p-hydroxyphenyl)propan in Gegenwart von Alkali
hergestellter Diomethan-polyglycidyläther mit folgenden Kennzahlen verwendet: Schmelzpunkt (Durran): 65-75°C;
Epoxidgehalt: 1,8 - 2,4 Epoxidäquivalenten/kg; spezifisches Gewicht: 1,19·
| Tabelle | I | Härter | Gramm | •Beschleus niger |
Gramm | Gelierzeit 180 + 2°C (Sekunden) |
| - | Dicyan diamid |
6 | - | 900 | ||
| Epoxid harz |
Gramm | It | 6 | 4-Amino- pyridin |
0,2 | 221 |
| A | 100 | It | 6 | 4-Anilino pyridin |
-0,2 | 447 |
| It | 100 | It | 6 | 3-Amino- pyridin |
0,2 | 402 |
| It | 100 | Il | 6 | 2-Amino- pyridin |
0,2 | 1103 |
| Il | 100 | |||||
| It | 100 | |||||
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- β - ι
Die Herstellung der Aminopyridine findet sich mit zusammengefasster Literatur beschrieben im Sammelband
"Pyridine and its Derivatives", Part 3 (lnterscience
Publishers, New York 1962).
Die Verteilung des Beschleunigers im Epoxidharzsystem sollte möglichst homogen sein, d.h. der Beschleuniger
wird, zweckmässig im mikrodispergierten oder gelösten Zustand
eingesetzt.
W Die Wirksamkeit des Beschleunigers tritt schon
in sehr kleinen Konzentrationen stark zutage. Im allge- *""
meinen genügen 0,05 bis 0,5 Gewichtsteile pro 100 Teile Epoxidharz; vorzugsweise werden ca. 0,2 Gewichtsteile pro
100 Gewichtsteile Harz eingesetzt.
Als PoIyepoxidverbindungen mit durchschnittlich mehr
als einer Epoxidgruppe im Molekül, die in den erfindungsgemässen härtbaren Mischungen eingesetzt werden, seien insbesondere
genannt:
φ Alicyclische Polyepoxide,wie Epoxyäthyl-5,4-epoxycyclohexan (Vinylcyclohexendiepoxid),Limonendiepoxid,Dicyclopentadiendiepoxidi
Bis (3, 4-epoxycyclohexylmethyl)adipat, (3', 4' -Epoxycyclohexylmethyl) ·
3,4-epoxy-cyclohexancarboxylat,( 3',4! -Epoxy-6f -methyl-cyclohexylmethyl)-3,
^-epoxy-ö-methylcyclohexan-carboxylat; 3- (3',4' Epoxycyclohexyl)-2,4-dioxaspiro(5.5)-8,9-epoxy-undecan,
3-.(Glycidyloxyäthoxyäthyl)-2,4-dioxaspiro(5.5)-8,9-epoxyundecan,
3,9-Bis(3f,4'-epoxycyclohexyl)spirobi(meta-dioxan).
Di- oder Polyglycidyläther von mehrwertigen Alkoholen, wie 1,4-Butandiol oder Polyglykolen, wie Polyproylenglykole;
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Di- oder Polyglycidyläther von mehrwertigen Phenolen, wie
Resorcin, Bis(p-hydroxyphenyl)methan, 2,2-Bis(p-hydroxyphenyl)-propan
(= Diomethan), 2,2-Bis(4'-hydroxy-3',5'-dibromphenyl)-propan,
l,l,2,2-Tetrakis(p-hydroxylphenyl)äthan, oder unter sauren Bedingungen erhaltenen Kondensationsprodukten von
Phenolen mit Formaldehyd, wie Phenol-Novolake und Kresol-Novolakej
ferner Di-bzw. Poly (ß-rtnethylglyc idyl )äther der oben angeführten
Polyalkohole und Polyphenole.
Polyglycidylester von mehrwertigen Carbonsäuren, wie Phthalsäure, Terephthalsäure, Tetrahydrophthaisäure und Hexahydrophthalsäure.
N-Glycidylderivate von Aminen, Amiden und heterocyclischen
Stickstoffbasen, wie Ν,Ν-Diglycidylanilin, N,N-Diglycidyltoluidin,
Ν,Ν,Ν1,N1-Tetraglycidyl-bis(p-aminophenyl)methan;
Triglycidylisocyanurat; N,N'-Diglycidyl^^-dimethylhydantoin.
Die Härtung der erfindungsgemässen Mischungen von Harz, Härter und Beschleuniger erfolgt vorzugsweise bei 150-2000C
in < J)O Minuten.
Bei der bevorzugten Verwendung erfindungsgemässer, härtbarer Mischungen als Sinterpulver ist z.B. mit 4-Aminopyridin
als Beschleuniger ein Härtungscyclus von j50 Minuten
bei 1500C möglich, während bei einem sonst analog zusammengesetzten
Sinterpulver mit einem bekannten Beschleuniger ein Härtungscyclus von 45 - 50 Minuten bei I80 C erforderlich
war.
Der Ausdruck "Härten", wie er hier gebraucht wird, bedeutet die Umwandlung der löslichen, entweder flüssigen
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oder schmelzbaren Polyepoxide in feste, unlösliche und unschmelzbare, dreidimensional vernetzte Produkte bzw.
Werkstoffe,: und zwar in der Regel unter gleichzeitiger Formgebung zu Pormkörpern, wie Giesskörpern, Presskörpern,
Schichtstoffen und dergleichen oder "Flächengebilden11, wie Beschichtungen, Lackfilmen oder Verklebungen.
Man kann die Härtung gewünschtenfalls auch in 2 Stufen durchführen, indem man die Härtungsreaktion zunächst vorzeitig
abbricht, wobei ein noch schmelzbares und lösliches, härtbares Vorkondensat (sogenannte "B-Stufe") aus der
Epoxid-Komponente (a) und dem Dicyandiamid-Härter (b),
erhalten wird. Ein- derartiges Vorkondensat ist mehr oder weniger begrenzt lagerfähig und kann z.B. zur Herstellung
von "Prepregs", Pressmassen oder insbesondere Sinterpulvern dienen.
Die erfindungsgemässen härtbaren Gemische können ausserdem
geeignete Weichmacher, wie Dibutylphthalat, Dioctylphthalat oder Trikresylphosphat, inerte organische Lösungsmittel
oder sogenannte aktive Verdünnungsmittel, wie insbesondere Monoepoxide, z.B. Styroloxyd, Butylglycid oder
Kresylglycid, enthalten.
Ferner können die erfindungsgemässen haftbaren Gemische
vor der Härtung in irgendeiner Phase mit Streck-, Füll- und Verstärkungsmitteln, wie beispielsweise Steinkohlenteer,
Bitumen, Textilf ase(rn, Glasfasern, Asbestfasern, ■
Borfasern, Kohlenstoffasern, mineralischen Silikaten, Glimmer, Quarzmehl, Titandioxyd, Aluminiumoxydhydrat,
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Bentonen, Kaolin, Kieselsäure-aerogel oder Metallpulvern, wi^Aluminiumpulver, ferner mit Pigmenten und Farbstoffen,
wie Russ, Oxidfarben, Titandioxid u.a. versetzt werden. Man kann den härtbaren Gemischen ferner auch andere übliche
Zusätze, z.B. Flammenschutzmittel, wie Antimontriox'id, Thixotropiermittel, Verlaufmittel ("flow control
agents"), wie Silicone, Celluloseacetobutyrat, Polyvinylbutyral, Wachse, Stearate etc. (welche z.T. auch als
Formtrennmittel Anwendung finden) zusetzen.
Die Herstellung der erfindungsgemässen härtbaren Mischungen kann in üblicher Weise mit Hilfe bekannter
Mischaggregate (Rührer, Kneter, Walzen etc.) erfolgen.
Die erfindungsgemässen härtbaren Epoxidharzmischungen finden ihren Einsatz vor allem auf den Gebieten
des Oberflächenschutzes, der Elektrotechnik, der Laminierverfahren und im Bauwesen. Sie können in jeweils
dem speziellen Anwendungszweck angepasster Formulierung,
- im ungefüllten oder gefüllten Zustand, gegebenenfalls
in Form von Lösungen oder Emulsionen, als Anstrichmittel, Lacke, als Pressmassen, Tauchharze, Giessharze,
Spritzgussformulierungen, Imprägnierharzey Klebstoffe und
Bindemittel, als Werkzeugharze, Laminierharze, Dichtungs- und
Spachtelmassen, Bodenbelagsmassen und Bindemittel für mineralische
Aggregate verwendet werden.
Das Hauptanwendungsgebiet liegt auf dem Gebiet der
Presspulver und vor allem der Sinterpulver. Die Verarbeitung der Epoxidharzpulver-Mischungen kann hierbei
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drucklos oder mit Druck nach bekannten Verfahren, wie Wirbelsintern, elektrostatisches Wirbelsintern, Sprühen,
elektrostatisches Spritzen, Pressen etc. erfolgen.
In den nachfolgenden Beispielen bedeuten, wenn nichts anderes angegeben ist, Teile Gewichtsteile und Prozente
Gewichtsprozente. Volumteile und Gewichtsteile verhalten sich zueinander wie Milliliter und Gramm.
Für die in den Beispielen beschriebene Herstellung von härtbaren Epoxidharzmischungen wurden folgende Epoxidharze
verwendet: .
Durch Kondensation von Epichlorhydrin mit Diomethan (2,2-Bis-(ρ-hydroxyphenyl)propan)
in Gegenwart von Alkali hergestellter fester Diomethan-polyglycidyläther mit folgenden Kennzahlen:
Epoxidgehalt: 1,8 - 2,4 Epoxidäquivalente/kg
Schmelzpunkt (Durran): 65 - 75 C Spezifisches Gewicht: 1,19
Gehalt an hydrolysier- .
barem Chlor: 0,0l8 %
Ein solches Epoxidharz kann z.B. wie folgt hergestellt werden: 275O Teile 2,2-Bis(p-glycidyloxyphenyl)-propan (5,36 Epoxidäquivalente/kg),
welches durch Umsetzen von 1 Mol 2,2-Bis(phydroxyphenyl)-propan mit 4-6 Mol Epichlorhydrin und anschliessender
Behandlung mit 2 Mol Alkali hergestellt wurde, werden mit 812 Teilen 2,2-Bis(p-hydroxyphenyl)-propan und
0,2 Teilen Tetramethylammoniumchlorid während 3-6 Stunden auf
•l6O-17O°C erhitzt. Man erhält 3559 Teile eines bei Raumtemperatur
festen Harzes mit einem Epoxidgehalt von 2,08 Aequivalenten/kg und O,Ol8 % verseifbarem Chlor.
Durch Kondensation von Epichlorhydrin mit Diomethan in Gegenwart von Alkali hergestellter fester Diomethanpolyglycidyläther
mit folgenden Kennzahlen: ' '
Epoxidgehalt: 0,975 - 1,210 Epoxidäquivalente/kg
Schmelzpunkt (Durran): 95 - 105°C Spezifisches Gewicht: 1,19
Gehalt an hydrolysier- 909834/1398
barem Chlor: . 0,029$
Analog der Herstellungsweise' von Epoxidharz A wird ein Epoxidharz
mit einem Epoxidgehalt von 1,07 Aequivalenten/kg aus
1700 Teilen 2,2-Bis(p-glycidyloxyphenyl)-propan, 722 Teilen
2,2-Bis(p-hydroxyphenyl)-propan und 0,14 Teilen Tetraäthylammoniumbromid
hergestellt.
Epoxidharz C
Epoxidharz C
Durch Kondensation von Epichlorhydrin mit einem o-Kresolnovolak
(Molverhältnis o-Kresol : Formaldehyd % 1 : 1,1; Katalysator:
Oxalsäure) in Gegenwart von Alkali hergestellter o-Kresol-novolak-polyglycidyläther
mit folgenden Kennzahlen: Epoxidgehalt: ' 4,4 Epoxidäquivalente/kg Schmelzpunkt: ca. 75 C
Gehalt an hydroly-
sierbarem Chlor: 0,2^4 %
Analog der Herstellungsweise von Epoxidharz A wurden 15OO Teile
2,2-Bis(p-glycidylphenyl)propan (5,2^ Epoxidäquivalente/kg),
555 Teile 2,2-Bis(p-hydroxyphenyl)propan und 0,15 Teile Tetramethylammoniumchlorid
während J>-6 Stunden auf l60-170°C erhitzt.
Man erhält 2048 Teile eines bei Raumtemperatur festen Harzes mit einem Epoxidgehalt von 1,40 Aequivalenten/kg und 0,15$ verseifbarem
Chlor.
In den nachfolgenden Beispielen wurde die Gelierzeit nach einer internen Testmethode bestimmt. Es wurde wie folgt vorgegangen:
Eine elektrische Heizplatte (Durchmesser II5 mm, der Firma
Electro-Physik, Köln) wurde auf die Temperatur eingestellt. Die Temperaturmessung erfolgte mit einem seitlich eingeführten
Fühler eines Thermoelementes (Sekunden-Thermometer , Firma Quarz A.G., Zürich). Die Temperaturkonstanz betrug - 2°C.
Etwa 0,5 g Testmaterial wurde unter gleichzeitiger Einschaltung eines Zeitmessers (Stoppuhr) auf die Platte gebracht und dann
das geschmolzene Material gleichmässig mit einem Spatel hin und her bewegt.Mit fortschreitender Härtung beginnt die Viskosität
zuzunehmen.Periodisch wird nun der Spatel gehoben und die Fadenbildung
beobachtet.Derjenige Zeitpunkt,an welchem die Fadenbildung
plötzlich zusammenbricht und das Material zu einer zusammen-
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Schicht geliert,ist der Endpunkt der Messung und wird
zeitlich gestoppt. Die so gemessene Zeit wird als Gelierzeit in Sekunden angegeben.
Es wurden verschiedene Epoxidharz/Dicyandiamid-Härter-Gemische
(Proben 1-4) durch Schmelzen und Mischen bei 1200C in 50 g Ansätzen in Bechergläsern hergestellt,
einmal ohne und einmal mit Zusatz von 0,2 Gewichtsprozent (bezogen auf Epoxidharz) 4-Aminopyridin. Durch sorgfältiges
Verreiben der abgekalteten Mischungen in einem t.Mörser wurden die unlöslichen Stoffe Dicyandiamid und
4-Aminopyridin im Epoxidharz so fein wie möglich verteilt»
Wie aus der nachfolgenden Tabelle II hervorgeht, w.e'rden die Gelierzeiten der Mischungen durch den geringen
Zusatz von 4-Aminopyridin erheblich verkürzt.
| Proben | 1 | 2 | 3 | 4 | |
| 50 | 50 | ||||
| Epoxidharz A (g) | 50 | 50 | |||
| Epoxidharz C (g) | 3 | 3 | 3 | 3 | |
| Dicyandiamid (g) | 0,1 | 0,1 | |||
| 4-Aminopyridin (g) | 900 | 221 | 512 | 177 | |
| Gelierzeit 180 ± 20C (in Sekunden) |
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Es wurde eine Epoxidharz-Siaterpulvermischung
folgender Zusammensetzung hergestellt:
Epoxidharz A · 512,7 Teile
Epoxidharz B 1196,7 "
Titandioxyd (Rutil) 501,6 "
Bariumsulfat 501,6 "
Polyvinylbutyral *)
(geschützte Markenbezeichnung
11BUTVAR D-510") 115,1 "
Polyäthylenpulver 8,4 "
Dicyandiamid 153.5 "
4-Aminopyridin 3,6 " *) Verlaufmittel
a) Harz-Füllstoff-Verlaufmittel-Mischung (i)
Die Epoxidharze wurden in einem geeigneten Mischbehälter unter steigender Temperatur auf 17O0C erwärmt
und geschmolzen. In die Schmelze wurden eingerührt: Fliessmittel, Polyäthylen, Titandioxyd und Bariumsulfat.
Es wurde dann ohne weitere Wärmezufuhr mechanisch weitergerührt, wobei sich die Temperatur
der Mischung auf 12O0C erniedrigte. Nach einer totalen
Rührzeit von 20 Minuten wurde die Mischung auf eine mit Cellophan-Folie belegte Platte ausgegossen. Das
erstarrte Material wurde in einer Schlagmühle pulverisiert (Sieblochung 3 mm).
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b) Härter-Beschleuniger-Mischung (ΐί) "
Separat von Mischung (I) wurde die Mischung (II) wie folgt hergestellt:
Der Härter Dicyandiamid wurde mit 4-Aminopyridin im
richtigen Gewichtsverhältnis in eine 4,5-Liter-Kugelmühle
gefüllt und 24 Stunden mischen und mahlen gelassen.
c) Herstellung des fertigen Sinterpulvers
Die Mischungen (I) und (II) wurden im richtigen Gewichtsverhältnis
trocken gut vorgemischt (z.B. in Kugelmühle ohne Kugeln) und hernach kontinuierlich
homogenisiert in einem Ko-Kneter der Firma Buss A.G., Typ PR 46, bei einer Temperatur von 80 - 9O°C und
einer Kontaktzeit von 4 Minuten. Die abgekühlte erstarrte Mischung wurde zuerst grob (Schlagmühle
mit 3 mm-Sieb) und dann fein (Stiftmühle, 1200 Umdrehungen
in der Minute) gemahlen. Nach Aussiebung auf Korngrösse = 60 μ wurde ein Epoxidharzpulver
erhalten, das sich ausgezeichnet für die elektrostatische Sprühapplikation eignete und nachfolgende
Eigenschaften aufwies;
| 1. Eigenschaften des Pulvers | °C | 75 |
| Sinterpunkt (Kofier) | 0C | 95 |
| Schmelzpunkt (Kofier) | Sek. | 53 |
| Gelierzeit 18O°C | Sek. | 238 |
| Gelierzeit 15O0C | ||
Verlauf nach Lagertest ·
14 Tage, 380C (visuelle unverändert;gut
Beurteilung)
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2. Eigenschaften am gehärteten Ueberzug (Applikation mit elektrostatischer Sprühanlage der Firma SAMES
auf gereinigte kalte Eisenbleche; Einbrenntemperatur: 15O0C; Einbrennzeit: 30 Minuten; Filmdicke:
65 μ):
Tiefung nach ERICHSEN (DIN 53 156) 7,2 mm
Glanz (Photovoltmeter) 64
Zum Vergleich wurde ein Epoxidharz-Sinterpulver von sonst genau gleicher Zusammensetzung, jedoch ohne Zusatz
von 4-Aminopyridin als Beschleuniger hergestellt.
Es wurden folgende Eigenschaften ermittelt: 1· Eigenschaften des Pulvers
Sinterpunkt (Kofier)
Schmelzpunkt (Kofier)
Gelierzeit l80°C
Gelierzeit 1500C
Sinterpunkt (Kofier)
Schmelzpunkt (Kofier)
Gelierzeit l80°C
Gelierzeit 1500C
Verlauf nagh Lagertest
14 Tage 380C (visuelle
Beurteilung) unverändert; gut
14 Tage 380C (visuelle
Beurteilung) unverändert; gut
2. Eigenschaften am gehärteten Ueberzug (Applikation mit elektrostatischer Sprühanlage der Firma SAMES auf gereinigte
kalte Eisenbleche; Einbrenntemperatur: 15O0C,
Einbrennzeit 30 Minuten; Filmdicke: 110 μ): Tiefung nach ERICHSEN (DIN 53 I56) 0,7 mm
Glanz (Photovoltmeter) 67
Bei den optimalen Einbrennbedingungen (50 Minuten l80°C) wurde eine Tiefung nach ERICHSEN von 5,9 mm gemessen
(Filmdicke: 110 μ).
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| 0C | 70 |
| 0C | 91 |
| Sek. | 280 |
| Sek. | 1500 |
In diesem Beispiel wird eine erfindungsgemässe
härtbare Epoxidharz/Dicyandiamid-Mischung mit 4-Aminopyridin als Beschleuniger verglichen mit einer sonst
genau gleich zusammengesetzten bekannten Epoxidharzmischung, die jedoch anstelle von 4-Aminopyridin als Beschleuniger
eine gleiche Menge eines in der französischen Patentschrift 1 485 389 als Beschleuniger für die Dicyandiamid-Härtung
vorgeschlagenen Alkoholates (Alkoholat V" Seite 3, rechte Kolonne der französischen Patentschrift)
enthält.
Das Alkoholat wird wie folgt hergestellt: 149 g (1 Mol) Triäthanolamin werden unter Stickstoffatmosphäre
auf etwa 80° erwärmt. Man lässt 40 g 5O$ige wässerige
Natronlauge (0,5 Mol) zufHessen, wobei sich das Gemisch
exotherm weiter erwärmt. Das Einleiten von Stickstoff wird abgebrochen, sobald alle Natronlauge zugegeben ist. Die
Innentemperatur beträgt etwa 95°. Man vermindert den
Druck und destilliert Wasser ab bei steigender Innentemperatur bis gegen l60° bei etwa 20 mm Hg. Das zunächst
klare Gemisch wird während des Abdestillierens des Wassers stark trübe. Beim Abkühlen auf Raumtemperatur erstarrt es
zu einer farblosen Kristallmasse mit einem Schmelzbereich von etwa 85 bis 110°.
Aus dem Gemisch, das ursprünglich pro 1 Mol eingesetztem Triäthanolamin 1,1 Mol Wasser (in der 50$igen
wässerigen Natronlauge) enthielt, werden im Laufe der Um-
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Setzung 30,5 g (1,7 Mol) Wasser abdestilliert. Durch
potentioraetrische Titration lässt sich ermitteln, dass das Produkt (= "Alkoholat V") ca. 3 Natrium-Aequivalente
pro kg und etwa 6 Stickstoff-Aequivalente/kg aufweist.
Aus der folgenden Tabelle III sind die Zusammensetzungen der bekannten und der erfindungsgemässen hartbaren
Mischungen sowie die Gelierzeiten der beiden Mischungen ersichtlich:
| Probe gemäss Erfindung |
271 | Probe gemäss fran- zösichem Patent No. 1 485 389 |
|
| Epoxidharz A (g) | 15,62 | 15,62 | |
| Epoxidharz B (g) | 21,15 | 21,15 | |
| Dicyandiamid (g) | 2,12 | 2,12 | |
| 4-Aminopyridin (g) | 0,077 | - | |
| "Alkoholat V" (g) | - | 0,077 | |
| Gelierzeit l80 t 20C (in Sekunden) |
527 |
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Die erfindungsgemässe beschleunigende Wirkung von 4-Aminopyridin
für die Epoxidharzhärtung kann auch zur Verkürzung der Härtungszeit von Bindemitteln auf Basis Epoxidharz-Dicyandiamid
angewendet werden:
Zusammensetzung: Bindemittel A Bindemittel B Teile Teile
Epoxidharz D 100 100
Dicyandiamid 5,7 J3J
4-Aminopyridin - 0,125
Die Komponenten werden vereinigt und fein pulverisiert, sodass ein inniges Gemisch entsteht.
Das den Beschleuniger enthaltende Bindemittel B zeigt eine wesentlich kürzere Gelierzeit als das Bindemittel A:
Gelierzeit bei 2000C
(in Sekunden) JÖG - 210
Gelierzeit bei l80°C
(in Sekunden) 1000 480
Zur Ermittlung der Zugscherfestigkeit werden Aluminiumbleche,,
welche unter der geschützten Markenbezeiennung "Antikorodal B" im Handel erhältlich sind (l?0 χ 25 χ 1,5 mm j Ueberlappung
10 mm) auf 150°C erwärmt und mit dem Bindemittel bestreut,
eingespannt und im Luftofen gehärtet. Die Zugscherfestig-'
keiten der verklebten Proben werden bei Raumtemperatur gemessen.
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Zugscherfestigkeit Bindemittel A Bindemittel B
(kp/mm2)
nach einer Härtung während
20 Minuten bei l8O°C 0,4-0,6 2,5-2,5 nach einer Härtung während
60 Minuten bei l8o°C 3,7 -3,9 3,7-3,9
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Claims (10)
1. In der Wärme schnellhärtende, lagerstabile Geraische, die zur Herstellung von Pormkörpern, Imprägnierungen,
Ueberzügen und Verklebungen, und zwar speziell in Form von Sinterpulvern geeignet sind, dadurch gekennzeichnet,
dass sie
(a) eine Polyepoxidverbindung mit durchschnittlich mehr als einer Epoxidgruppe im Molekül;
(b) Dicyandiamid als Härtungsmittel und
(c) als Härtungsbeschleuniger ein Monoaminopyridin der Formel
oder der Formel
Rl
enthalten, worin R, und Rp unabhängig voneinander je ein
Wasserstoffatom oder einen aliphatischen, cycloaliphatische^ araliphatischen oder aromatischen Rest bedeuten, oder worin
R, und Rp zusammen einen zweiwertigen aliphatischen, cycloaliphatischen
oder araliphatischen Rest bedeuten.
2. Gemische gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekenn-
zeichnet, dass sie als Beschleuniger (c) 4-Aminopyridin
enthalten.
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3· Gemische gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Beschleuniger (c) 3-Aminopyridin
enthalten.
4. Gemische gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Beschleuniger (c) 4-Anilinopyridin
enthalten. ' " . ... .
5. Gemische gemäss den Patentansprüchen 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie 0,05 bis 0,5* vorzugsweise
ca. 0,2 Gewichtsteile des Monoaminopyridins (c) pro 100 GewichtsteiIe der Polyepoxidverbindung (a) enthalten.
6. Gemische gemäss den Patentansprüchen 1 - 5* dadurch
gekennzeichnet, dass sie als Polyepoxidverbindung (a) einen Polyglycidylather eines mehrwertigen Phenols
enthalten.
7. Gemische gemäss Patentanspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
dass sie als Polyepoxidverbindung einen PoIyglycidyiäther
von 2,2-Bis(p-hydroxyphenyl)propan enthalten.
8. Gemische gemäss Patentanspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Polyepoxidverbindung einen PoIyglycidyläther
eines Phenol- oder Kresol-Novolaks enthalten.
9. Verfahren zur Herstellung von Ueberzügen auf metallischen Unterlagen nach dem Sinterpulververfahren, dadurch
gekennzeichnet, dass man Sinterpulver verwendet, welche
(a) eine.Polyepoxidverbindung mit durchschnittlich mehr als
eine Epoxidgruppe im Molekül;
. 909834/1398
(b) Dicyandiamid als Härtungsmittel; und
(c) als Härtungsbeschleuniger ein Monoaminopyridin der Formel
oder der Formel
enthalten, worin R1 und Rp unabhängig voneinander je ein
Wasserstoffatom oder einen aliphatischen, cycloaliphatischen, araliphatischen oder aromatischen Rest bedeuten, oder worin
R, und Rp zusammen einen zweiwertigen aliphatischen, cycloaliphatischen
oder araliphatischen Rest bedeuten.
10. Verfahren gemäss Patentanspruch 9* dadurch gekennzeichnet,
dass man die Ueberzüge im Temperaturintervall 150 - 2000C während einer 3>0 Minuten nicht übersteigenden
Zeitdauer einbrennt.
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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| CH (1) | CH484972A (de) |
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| GB (1) | GB1201576A (de) |
| NL (1) | NL6817548A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1993015054A1 (en) * | 1992-01-24 | 1993-08-05 | Reilly Industries, Inc. | New curing agents/accelerators for epoxy resins, curable compositions and processes |
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| WO2014186151A1 (en) | 2013-05-14 | 2014-11-20 | 3M Innovative Properties Company | Epoxy resins comprising a pyrazine-containing compound |
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| US2847395A (en) * | 1955-06-13 | 1958-08-12 | Minnesota Mining & Mfg | Stable heat-curing epoxy resin compositions |
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- 1968-12-06 NL NL6817548A patent/NL6817548A/xx unknown
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1201576A (en) | 1970-08-12 |
| US3530093A (en) | 1970-09-22 |
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| CH484972A (de) | 1970-01-31 |
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