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"Konservenglas Die Neuerung bezieht sich auf ein Konservenglas, dessen
Rauminhalt etwa 350 cm3 beträgt. Das Glas ist zur Verwendung bei der mechanischen
Abfüllung bestimmt. Bei letzterer soll das Einfüllgut, beispielsweise Cornichons,
Mixed Pickles, Sellerie, Rote Beete usw., weitgehend ohne Eingreifen von Hand bei
gutem Füllverhältnis in das Glas eingegeben werden können und zwar derart, daß die
Ware eine als geordnet anzusehende Lage einnimmt. Bei der Gestaltung des Glases
muß nicht nur auf die Erfüllung dieser Anforderungen, sondern auch darauf Rücksicht
genommen werden, daß die Ware über die Einfüllöffnung bequem in das Glas gegeben
und diesem später auch wieder leicht entnommen werden kann. Ferner muß darauf geachtet
werden, daß der zur Füllung eines Glases benötigte Zeitbedarf niedrig liegt.
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Das erstrebte Ziel wird durch die Neuerung erreicht, bei welcher ausgegangen
wird von einem Konservenglas mit einem Rauminhalt von ca. 350 cm und einer kreisrunden
Einfüllöffnung mit einer lichten Weite in der Größenordnung von ca. 60 mm. Gemäß
der Neuerung geht ein solches Glas von der runden Einfüllöffnung aus in einen im
Querschnitt gesehenen ellipsenförmigen Wandverlauf über, wobei die Anfänge und Enden
der großen und kleinen Hauptachsen der Querschnittsellipsen auf stetig verlaufenden
Kurven liegen. Die den großen Hauptachsen zugeordneten Kurven stellen Teile von
Hyperbeln dar, während die zu den Anfängen und Enden der kleinen Ellipsenhauptachsen
gehörenden Kurven weitgehend einer geraden Linie folgen, die an der Anschlußstelle
des Einfüllhalses eine leichte Krümmung aufweist. Die Hyperbeln, deren Lauf das
Glas an seinen Längsseiten folgt, weisen ihre stärkste Krümmung an der ibergangsstelle
zum Einfüllhals hin auf. Es hat sich als günstig erwiesen, wenn die Hyperbeln der
Gleichung
folgen und das Stück Y =-2 bis Y = 6,5 umfassen, wobei sie unterhalb des Halses
beginnen und bis zum Boden reichen. Die Gesamthöhe kann hierbei 110 mm betragen.
Die größte Ellipse ist von der Oberkante des Halses aus etwa um 45 mm entfernt,
ihre große Hauptachse mißt 92 mm, während die kleine Hauptachse 64 mm lang ist.
Die große Hauptachse der in 20 mm vom Boden entfernt liegenden Querschnittsellipse
ist 80 mm lang, während die kleine Hauptachse etwa
60 mm mißt.
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Bei einem in dieser Weise ausgebildeten Konservenglas kann die Ware
infolge der großen Einfüllöffnung bequem in den Füllraum gegeben werden. Durch die
von der mechanischen Abfüllvorrichtung verursachte Rüttelbewegung der Konservengläser
legt sich die Ware rasch in eine als geordnet anzusehende Lage, so daß sich ein
Füllverhältnis ergibt, das praktisch mit dem durch Handeinlegen erzielbaren Füllverhältnis
übereinstimmt. Bewirkt wird dies insbesondere durch die stark ausgeprägten Schultern,
die unmittelbar am Hals des Glases nach außen vorspringen und das Herausschnellen
der beim Rütteln nach oben springenden Ware verhindern.
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Gefördert wird dies durch die zum Boden des Glases hin erfolgende
allseitige Verjüngung. Gefördert wird dies ferner noch dadurch, dan an der Innenseite
der Glaswand kleine Vertiefungen vorgesehen sind, die an den Knotenpunkten eines
Gittermusters angeordnet sind. Spitzen oder Vorsprünge der ware werden sich an diesen
Vertiefungen festlegen, so daß beispielsweise eingefüllte Cornichons, die etwa mit
ihrer Spitze sich an einer solchen Mulde festgesetzt haben, beim Rütteln des Glases
an der Verankerungsstelle kaum mehr nach oben bewegt werden. Die freien Enden werden
aber so bewegt, daß sich insgesamt ein ordnendes Ineinanderschieben der Cornichons
einstellt. In ähnlicher Weise verläuft der Füllvorgang bei Hixed Pickles, Silberzwiebeln
und scheibenförmigem Gut.
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Das Glas nach der Neuerung ist an den Stellen der innenseitigen Vertiefungen
nach außen vorgewölbt, so daß ein Warzenmuster entsteht. Die Warzen wirken nach
Art von Vergrößerungsgläsern, so daß die eingegebene Ware von außen besser wahrgenommen
werden kann.
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Weitere Vorteile und Merkmale sind in der nachstehenden Beschreibung
der Zeichnung erläutert, die ein Ausführungsbeispiel der Neuerung veranschaulicht.
Dabei zeigen : Fig. 1 ein Konservenglas mit Füllung, in verkleinere Maßstab, Fig.
2 einen Längsschnitt durch das Konservenglas, in natürlicher Größe, Fig. 3 das Konservenglas
nach Fig. 1, von A aus gesehen, in natürlicher Größe, Fig. 4 eine Draufsicht auf
das Konservenglas, in natürlicher Größe, Fig. 5 eine Darstellung des Glases nach
Fig. 1, woraus die Warzenanordnung ersichtlich ist, Fig. 6 einen Ausschnitt aus
dem Glas nach Fig. 5, in natürlicher Größe, Fig. 7 einige Kurven, denen die Umrißlinien
des Glases folgen. Bei dem Glas nach Fig. 1, das auf mechanischem Wege gefüllt worden
ist, nehmen die eingefüllten Cornichons eine geordnete Lage ein. Sie liegen dabei
dicht aneinander. Es läßt
sich deutlich erkennen, daß der Innenraum
des Glases gut ausgenutzt ist, das Verhältnis von Warenvolumen zu Glasvolumen also
hoch liegt. Die Höhe H des Glases mißt 110 mm. Die lichte Weite W der Einfüllöffnung
1 mißt 60 mm. Die Öffnung verengt sich nach dem Boden zu leicht konisch, sie mißt
an der engsten Stelle E etwa 55 mm. Vom runden Hals 2 aus, der die Einfüllöffnung
1 aufweist, geht der Glasquerschnitt in die Form einer Ellipse über. Die größte
Ellipse ist von der Oberkante des Halses um ein Stück B entfernt, das etwa 45 mm
beträgt. Die Querschnittsellipsen werden nach dem Boden zu allmählich Kleiner. Während
die große Hauptachse der Ellipse, die in der Entfernung B von der Oberkante des
Halses 2 durch das Glas gelegt ist, etwa 92 mm beträgt, mißt die große Hauptachse
einer Ellipse, die bei einer Entfernung 0 = 20 mm vom Boden durch das Glas gelegt
ist, nur noch etwa 80 mm. Die zugehörigen kleinen Hauptachsen sind 64 bzw. 60 mm
lang.
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Die Anfänge und Enden der großen Ellipsenhauptachsen liegen auf Kurven.
D und F, die hyperbolisch verlaufen. Die Hyperbeln D und F folgen der Gleichung
Bei den Kurven D und F handelt es sich selbstverständlich jeweils nur um ein Stück
eines Hyperbelastes, das die Kurvenlänge von Y =-2 bis Y = 6,5 umfaßt.
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Die Querschnittsellipse in der Entfernung B von der Oberkante des
Halses 2 folgt der Gleichung
Die Querschnittsellipse, die in der Entfernung C vom Boden vorhanden
ist, folgt der Gleichung
Wie deutlich aus Fig. 2 hervorgeht, kommt der stark gekrümmte Kurventeil der Hyperbeln
D und F in den Bereich zu liegen, der dem Hals 2 folgt. Es entstehen somit unmittelbar
unter der Einfüllöffnung 1 Ausbauchungen 3 und 4, die bewirken, daß eingegebenes
Füllgut, welches beim Rütteln eines Glases u. U. nach oben schnellt, weitgehend
gegen die Schultern 5 und 6 stößt, wodurch ein etwaiges Herausschnellen durch die
Einfüllöffnung verhindert wird.
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Auch an der Schmalseite folgt das Glas Kurven, die anschliessend
an den Hals 2 nach außen vorspringende Schultern aufweisen. Die Kurven sind in Fig.
3 mit G und I bezeichnet, während die Schultern mit den Ziffern 7 und 8 bezeichnet
sind. Von diesen Schultern aus laufen die Kurven G und I leicht geneigt nach dem
Boden 9. Das Glas verengt sich also auch an seiner Schmalseite nach dem Boden 9
hin. An den Kurven G und I beginnen und enden die kleinen Hauptachsen der Querschnittsellipsen.
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In Fig. 7 ist die Hyperbel K, der die Umrißlinien D und F folgen,
im Koordinatensystem dargestellt. Auch ist dort die Kurve L wiedergegeben, der die
Umrißlinien G und I folgen.
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Im Inneren des Glases sind muldenförmige Vertiefungen 10 vorgesehen.
Sie liegen auf den Knotenpunkten eines gedachten, durch dünne Striche 11 und 12
angedeuteten Gitters (Fig. 5). Die Vertiefungen 10 (Fig. 6) weisen etwa die Größe
einer Reiskornspitze auf. An den Muldenstellen ist das Glas nach außen vorgewölbt,
so daß Warzen 13 entstehen. Diese bilden eine Vielzahl von Vergrößerungsgläsern
und lassen somit die Beschaffenheit der Ware gut erkennen.