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Tropfwinkel zum Austropfen von Flüssigkeiten aus Flaschen Zum Aus
tropfen von Flüssigkeiten, insbesondere Medikamenten, aus Flaschen werden Tropfwinkel
benutzt, die mit einem Schenkel in die geöffnete Flasche hineingelegt werden, während
der andere Schenkel dazu dient, bei schräg gestellter Flasche einen Tropfen zu bilden,
der herabfällt. DieseTropfwinkel haben bisher an demjenigen Ende, das in den Flaschenhals
hineingesteckt wird, eine schwache Abkröpfung erhalten, mit der sie auch bei schräg
gestellter, teilweise entleerter Flasche um die Schulter der Flasche herumfassen,
damit ein Austropfen auch bei ziemlich entleerter Flasche noch möglich ist. Die
Tropfwinkel haben jedoch den Nachteil, daß sie aus der Flasche herausrutschen, wenn
die Flasche zwecks Austropfens um mehr als 90° geneigt wird, da der abgekröpfte
Teil leicht über die Schulter der Flasche hinwegrutscht. Die bekannten Abtropfwinkel
müssen deshalb bei teilweise entleerter Flasche mit dem Finger festgehalten werden.
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Die Erfindung bezweckt, diesen Nachteil zu vermeiden und besteht
darin, daß der in die Flasche eingeführte Schenkel des Tropfwinkels etwa rechtwinkelig
oder stärker abgekröpft ist. Hierdurch legt sich die Abkröpfung derart gegen die
Schulter des Flaschenhalses, daß der Tropfwinkel aus der Flasche auch dann nicht
herausfällt, wenn diese stark gekippt wird. Bei Flaschen normaler Ausführung kann
die Flasche fast senkrecht auf den Kopf gestellt werden, ohne daß der Tropfwinkel
herausfällt. Dies hat weiterhin den Vorteil, daß die Flasche bis zum letzten ausgetropft
werden kann. Der Tropfwinkel nach der Erfindung braucht also nicht am Ende des Austropfvorganges
mit dem Finger gehalten zu
werden. Dies ist insbesondere bei Medikamenten,
deren sterile Behandlung erforderlich ist, von Bedeutung. Die Form des Tropfwinkels
kann der Form der zu verwendenden Flasche angepaßt werden. Insbesondere wird der
Abstand der Abkröpfung vom Scheitel des Winkels der Länge des Flaschenhalses angepaßt.
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Besonders zweckmäßig ist es, den in die Flasche eingeführten Schenkel
des Winkels über die Abkröpfung hinaus in der Hauptrichtung des Schenkels zu verlängern.
Diese Verlängerung wirkt als Gegengewicht für den Abtropfschenkel des Tropfwinkels
und verbessert dadurch die Stabilität des Tropfwinkels beim Kippen der Flasche.
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Gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung ist schließlich am Ende des
Abtropfschenkels ein verbreiterter Abtropfkopf vorgesehen, der zweckmäßig eine ebene
Abtropffläche aufweist. Dieser Abtropfkopf dient der Bemessung der Größe der zu
bildenden Tropfen. Zum Beispiel kann er so bemessen werden, daß jeweils 20 Tropfen
I ccm ergeben, so daß eine genaue Befolgung ärztlicher Vorschriften möglich ist.
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Die Zeichnung bringt einAusführungsbeispiel der Erfindung, und zwar
zeigen Fig. I und 2 Tropfwinkel verschiedener Ausführung, während die Fig. 3 und
4 Tropfwinkel in einer Flasche in der Gebrauchsstellung zeigen.
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Der Tropfwinkel nach Fig. I besitzt einen Abtropfschenkel I, an den
sich im rechten Winkel ein Schenkel 2 anschließt, der in den Flaschenhals geschoben
werden soll. Dieser Schenkel ist bei 3 mit einer Abkröpfung versehen, die in einem
rechten Winkel zum Schenkel 2 steht. An diese Abkröpfung schließt sich eineVerlängerung4
an, die in Richtung des Schenkels 2 liegt. Der Abstand vom Scheitelpunkt Ia des
Winkels bis zur Abkröpfung 3 wird der Länge des Flaschenhalses der zu verwendenden
Flasche angepaßt.
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Fig. 2 zeigt einen anders ausgebildeten Tropfwinkel mit einem Abtropfschenkel
5 und einem Schenkel 6, der in die Flasche eingeführt wird. Auch dieser ist bei
7 rechtwinkelig abgekröpft und mit einer Verlängerung 8 in Richtung des Schenkels
6 versehen, der als Gegengewicht für den Abtropfschenkel wirkt. Der Abstand zwischen
dem Scheitelpunkt sa des Winkels und der Abkröpfung 7 ist hier kürzer gehalten,
so daß dieser Winkel für Flaschen mit kürzerem Hals verwendet werden kann. Am Ende
des Abtropfschenkels 5 befindet sich ein Abtropfkopf 9, der hier als flache Scheibe
ausgebildet ist, die fest an dem Abtropfschenkel 5 sitzt. Der Abtropfkopf g bietet
also dem sich bildenden Tropfen eine ebene Fläche, so daß der Tropfen eine erhebliche
Größe erlangt, ehe er herabfällt. Die Größe der Scheibe g ist so bemessen, daß Tropfen
I ccm ergeben.
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In Fig. 3 ist ein Tropfwinkel 15, dessen Merkmale im wesentlichen
denen des Tropfwinkels nach Fig. 2 entsprechen, in eine Medikamentenflasche eingelegt.
Er legt sich mit seiner Abkröpfung gegen die Schulter I3 der Flasche I2, so daß
er, wie die Zeichnung zeigt, auch bei einer Kippstellung der Flasche um 750 nicht
aus der Flasche herausfällt.
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Der Abstand zwischen der Abkröpfung und dem Scheitel des Winkels 15
ist der Länge des Flaschenhalses I2a angepaßt. Fig. 4 zeigt einen etwas anders ausgebildeten
Tropfwinkel I4, der sich ebenfalls mit seiner rechtwinkeligen Abkröpfung gegen die
Schulter II der Flasche 10 anlegt. Da der Hals 10a dieser Flasche kürzer ist, kann
auch der Abstand zwischen der Abkröpfung und dem Scheitel des Winkels 14 kürzer
bemessen werden als bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3.
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Die Tropfwinkel nach der Erfindung werden zweckmäßig aus Glas hergestellt,
doch steht ihrer Herstellung aus anderen Stoffen, beispielsweise Kunststoffen, nichts
im Wege.