DE1700360U - Geraet zum einfuhren von fluessigkeiten in lebende koerper. - Google Patents
Geraet zum einfuhren von fluessigkeiten in lebende koerper.Info
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Description
^r. KrcfelJ. f Gcr.ir rum Hinfuhren v„n g „,.„
Ti X X Ix TN · 1 T »'uvirskcitcn m lebende Körper 1^ ->
5, 5 J-
Paienianwali Dipl.-Ing. ^'."!L^^jl.._.'_".Z
Krefeld, Rheinstraße 19
Datum: 24# Februar 1955
Meine Akte: 55 G25
Edward Gelstlinger, Krefeld, Westwall 163·
Gerät zum Einführen von Flüssigkeiten in lebende Körper.
Die Neuerung betrifft ein Gerät zum Einführen von Flüssigkeiten
in dan menschlichen oder tierischen Körper, insbesondere zur Vornahme von Bluttransfusionen u.dgl.. In den
meisten Fällen kommt es entscheidend darauf an, daß keinerlei Luft zusammen mit der Flüssigkeit in den betreffenden
Körper gelangt. Ferner ist es häufig sehr erwünscht, die in der Zeiteinheit zuzuführende Flüssigkeiteraenge genau
einregeln zu können.
Es gibt zwar ortsfeste und kostspielige klinische Vorrichtungen, welche den vorstehenden Bedingungen genügen, jedoch
fehlt es bisher an einem ortsbeweglichen, d.h. an beliebiger Stelle zu verwendenden Gerät, das in Bauart und Handhabung
einfach ist. Eie Neuerung bezweckt, diese empfindliche Lücke zu schließen. Sie besteht im wesentlichen darin, daß
eine zum Aufbewahren der einzuführenden Flüssigkeit dienende Heßflasche o.dgl. in der Nähe ihres Bodens ein Ventil enthält,
das aus einer luft- und flüssigkeitsdlcht in eine Seitenöffnung der Flasche eingesetzten und einen Ventilsitz
aufweisenden Buchse sowie aus einem als Stellschraube ausgebildeten Ventilkörper besteht, der eine zum Ventilsitz
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- 2 - GlIW. (T. 6: Z. I)
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führende Axialnut hat und dessen aus der Buchse herausra— gender Kopfteil als Handgriff zum Einstellen des Ventiles
dient. Die Buchse soll mit einer durchlaufenden, in das Innere der Meßflasche mündenden Bohrung versehen sein, die
sich nach außen zu einem konischen Ventilsitz erweitert, und der Ventilkörper soll mit einem entsprechenden Ventilkegel
versehen sein.
Bei Nichtgebrauch des neuerungsgemäßen Gerätes wird die Halsöffnung dor Meßflasche o.dgl. in der üblichen V/eise
luft- und flüssigkeitsdicht verschlossen und der Ventil— körper fest auf den Ventilsitz aufgeschraubt, so daß an
keiner Stelle flüssigkeit aus der Vorratsflasche ausstömen oder Luft in diese eindringen kam. Zum Gebrauch ist nach
Entfernung des Flaschenverschluss ein Verbindungsschlauch o.dgl. über den Flaschenhals zu ziehen und das Ventil in
dem jeweils gewünschten Maße zu Öffnen. Die Meßflasche wird dann in einer derart geneigten Lage gehalten bzw.
an einem Stativ befestigt, daß die in ihr befindliche^ Flüssigkeit durch die Kaisöffnung ausströmen kann. Durch
das geöffnete Ventil tritt entsprechend Außenluft in das Flascheninnere ein. Diese Luftmenge läßt sich durch mehr oder
minder starkes Lockern der als Ventilkörper dienenden Stellschraube genau dosieren. Von der Menge der einströmenden Luft,
die durch die Flüssigkeitssäule in der Flasche von der Hals— öffnung ferngehalten wird, hängt naturgemäß auch die Menge
der ausströmenden Flüssigkeit ab.
Wie keiner weiteren Erläuterung bedarf, läßt sich dae neuerungsgemäße
Gerät auch zum Einnehmen von Flüssigkeiten durch den Mund ohne weiteres verwenden. Je nachdem, wie
man die Flasche hält, können Säuglinge und Kleinkinder in
Mrr. Krcreld. | Gerät run, Hinführen von
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-> 55 C' Π 161. (T. 6; Z. 1)
ruhigen Schlucken trinken oder mittels eines über den Flaschenhals
gezogenen GummiSaugers u.dgl. Flüssigkeit einsaugen.
Bei den üblichen Saugflaschen kommt es häufig zu einem Einziehen von Nebenluft, die Blähungen oder sonstige Gesundheitsschäden
hervorrufen kann.
Weitere Einzelheiten der Neuerung seien anhand des in der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt
Fig· 1 ein gebrauchsfertiges Gerät zur Vornahme von Bluttransfusionen
in Seitenansicht, sowie in vergrößertem Maßstabe
Fig· 2 einen Schnitt durch das Ventil des Gerätes,
Fig. 5 einen ähnlichen Schnitt durch ein abgeändertes Ventil
und
Fig. 4 eine Draufsicht auf den Handgriff des Ventiles.
Mit Λ ist eine übliche Meßflasche aus Glas oder einem ähnlichen
durchsichtigen Werkstoff bezeichnet, die eine Skala 2 zum Ablesen ihres Flüssigkeitsinhaltes trägt und an ihrem
Hals 5 bei Nichtgebrauch fest verschlossen gehalten wird, nachdem man die benötigte Blutmenge eingefällt hat. In der
Nähe des Flaschenbodens 4 befindet sich ein im Ganzen mit 5 bezeichnetes Ventil, das durch einen als Kronenmutter 6
ausgebildeten Handgriff geöffnet oder geschlossen werden kann. Ein an dem Ventil 5 angebrachter Ke^Lmmbügel 7 ο.dgl.
vermag in entsprechende Aussparungen 6a der Kronenmutter 6 einzurasten und dadurch das Ventil 5 in seiner jeweiligen
Einstellung zu sichern. Die Außenfläche der Kronenmutter 6
50Ic, 1 02. I7OO36O. Edward Gcistlingcr.
Krcfcld. } Ckrir rum Hinführen von % ];·\« /p
Flüssigkeiten in lebende Körper. 2f>
2 55 -·»-.■.·' jj
G 11 iil. (T. 6: Z. 1)
trägt eine Skala, z.B. in Form eines Skalenblattes 8.
Biese Skala ist zweckmäßig so geeicht, daß der unter dem Klemmbügel 7 liegende Teilstrich die Flüssigkeitsmenge angibt,
die in der Zeiteinheit aus der in Gebrauchsstellung befindlichen Meßflasche 1 ausströmt.
Das Ventil 5 besteht aus einer Buchse 9 und einem als
Stellschraube 10 ausgebildeten Ventilkörper, wobei der aue der Buchse herausragende Schraubenkopf die als Handgriff
dienende Kronenmutter 6 darstellt. Die Buchse 9 ist mit einer durchgehenden, in das Innere der Meßflasche 1 einmündenden
Bohrung 11 versehen, die sich nach außen hin zu einem konischen Ventilsitz erweitert und vor diesem ein Innengewinde enthält. In diesem Gewinde führt sich die Stellschraube
10, deren Schaftende einen dem Ventilsitz angepaßten Ventilkegel 13 bildet. Der Ventilsitz kann gemäß Fig. 2 als Kegelstumpf
12a mit der Spitze nach innen liegend oder gemäß Fig. 3 als Kegelstumpf 12b mit der Spitze nach außen liegend
gestaltet sein. Eine Axialnut 14 am Schaft der Stellschraube
10 gestattet den Zutritt von Außenluft zum Ventilsitz 12a oder 12b und bei geöffnetem Ventil durch die Bohrung 11
auch in das Innere der Meßflasche 1.
Die mit einem Flansch 15 versehene Buchse 9 ist in eine
Seitenöffnung 16 der Meßflasche 1 mittels Dichtungsringen 17
luft— und flüssigkeitsdicht eingesetzt. Zum Anziehen der Dichtungsringe 17 dient eine auf die Buchse 9 aufgeschraubte
Mutter 18, die außerdem ^n an einem Ring 7a befestigten
Klemmbügel 7 hält. Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 liegt der Flansch 15 außen und die Mutter 18 innen, während umgekehrt
bei der nach Fig. 3 sich der Flansch 15 innen und die
Mutter 18 außen befinden.
'.- (~;, V^?'W Edward Gcistlin-7mr<
^'«eld. J Gerat zum Hinführen von ο ι,,,., _
I iuss^gkctcn in lebende Körper. 26. 2. 55 * J-W 1555
*-' II 161. (Γ. 6; Z. IJ
Vor Gebrauch des neuerungsgemäßen Gerätes wird auf den
Flaschenhals 3 nach Entfernen des VerschlußStopfens ein
Verbindungsschlauch 19 σ«dgl. aufgezogen und die Flasche 1
mit dem Boden 4- nach oben in eine lotrechte oder geneigte
Stellung gebracht und in dieser gehalten bzw. an einem Stativ befestigt. Nachdem die aus der Flasche 1 ausströmende
Flüssigkeit die Luft aus dem Verbindungsschlauch 19 herausgedrückt hat, ist das Gerät gebrauchsfertig. Kunmehr kann
man durch Einstellen des Ventils 5 ^as weitere Ausströmen
der Flüssigkeit genau dosieren und die gesamte ausfließende Flüssigkeitsmenge von der Skala 2 ablesen.
Selbstverständlich läßt sich anstelle einer Meßflasche auch jeder andere mit einer Halsöffnung versehene und in
der Nähe seines Bodens mit einem Ventil 5 ausgerüstete Behälter
verwenden. Auch die Form des Behälters spielt keine Eolle. Es muß nur dafür gesorgt werden, daß sich in der
Gebrauchsstellung des Flüssigkeitsbehälters zwischen der Halsöffnung und dem Ventil 5 stets eine Flüssigkeitssäule
befindet, welche das DurchscÜagen von Luft aus dem Leer—
raum oberhalb der Flüssigkeitssäule in die Haisoffnung verhindert.
Claims (2)
- - π ι α π π ι π Γ" η\f ο r rI 30k 1/02 1700360. Edward Gcistlin-- 6 - γ"· I>r,cf?Id· I pfrät =">n Hinführen von β »„., ,„,w lius^gkcitcn in Ichende Körper. 26. 2. 55 O.Jl'Nf 1955O 11 161. (T. 6; Z. IJSchutzansprüche1· Ortabewegliches Gerät zum dosierten Einführen von Flüssigkeiten in lebende Körper, dadurch gekennzeichnet, daß eine zum Aufbewahren der Flüssigkeit dienende Meßflasche (1) o.dgl. in der Nähe ihres Bodens (4) ein Ventil (5) enthält, das au6 . einer Buchse (9)» die luft- und flüssigkeitsdicht in eine Reitenöffnung (16) der Meßflasche eingesetzt und mit einer durchlaufenden sov/ie nach außen hin zu einem konischen Ventilsitz (12a oder 12b) erweiterten Bohrung (11) ausgerüstet ist, und einem mit einem entsprechenden Ventilkegel (13) versehenen, als Stellschraube (10) ausgebildeten Ventilkörper besteht, der eine zum Ventilsitz führende Axialnut (14·) aufweist und dessen aus der Buchse herausra— gender Kopfteil (6) als Handgriff zur Einstellung des Ventiles dient.
- 2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der als Kronenmutter (6) ausgebildete Kopfteil des Ventil— körpers (10) durch einen an der Buchse (9) angebrachten Klemmbügel (7) o.dgl. gegen eine unbeabsichtigte Verdrehung gesichert und vorzugsweise an seiner Außenfläche mit einer Skala (8) versehen ist.3· Gerät nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Buchse (9) einen Flansch (15) und eine aufschraubbare Mutter (18) enthält, wobei zwischen diesen beiden Teilen und der von ihnen eingeschlossenen Flaschenwandung (1) Dichtungsringe o.dgl. (17) eingelegt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG11161U DE1700360U (de) | 1955-02-26 | 1955-02-26 | Geraet zum einfuhren von fluessigkeiten in lebende koerper. |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEG11161U DE1700360U (de) | 1955-02-26 | 1955-02-26 | Geraet zum einfuhren von fluessigkeiten in lebende koerper. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1700360U true DE1700360U (de) | 1955-06-08 |
Family
ID=32305446
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG11161U Expired DE1700360U (de) | 1955-02-26 | 1955-02-26 | Geraet zum einfuhren von fluessigkeiten in lebende koerper. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1700360U (de) |
-
1955
- 1955-02-26 DE DEG11161U patent/DE1700360U/de not_active Expired
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